Beiträge von Spurbiene

    Meine Frage war doch verständlich gestellt, nur zur Begründung der Fragestellung habe ich meine Pestizid-Bedenken genannt. Da müßt Ihr hier keinen Glaubenskrieg ausfechten. Und besonders gering schätze ich Beiträge und deren Schreiber, die das Pestizid-Dilemma kleinreden.


    Mir ging es rein um die Sammelentfernung, egal ob Bienen auch 5 km weit fliegen könnten. Es ist ja heute Mode, Antennen auf Bienen zu kleben und alles mögliche zu erforschen, hatte gehofft, daß aus der Richtung was kommt.



    ...


    ... einen völlig unbelasteten Standplatz, von dem aus er die Völkervermehrung betreibt, hier läuft garnix mehr zusammen, wenn die Völker erstmal Rapsbestandteile in der Kiste haben.


    Maybee, Volltreffer. Meine Sorge gilt der Völkervermehrung. Letzten Winter ist bei mir kein einziges Volk gestorben, also so falsch mache ich es sicherlich nicht. Der Raps in meiner Nähe war nicht in die Vollblüte gespritzt. Es gibt solche und solche Landwirte.


    Übrigens, ein Bekannter hat 2 Bienenwagen, einer stand im Herbst zu Hause in Gelbsenfreichweite, 1 von 7 Völkern tot. Der andere wurde wegen des Gelbsenfes erstmal nicht nach Hause geholt und hat zur selben Zeit mehrmals die Pestizidspritze (vom Nachbarfeld) abbekommen (habe ich selber gesehen), 10 von 20 Völkern tot. Rückschlüsse überlasse ich Euch.


    Und tschüss.


    ... Wirklich beeinflussen kann ich das nicht.


    Hört man oft in dieser Zeit, in diesem Irrenhaus Deutschland.


    Nur kurzes Bsp. aus der Landwirtschaft: Derzeit wird kräftigst Grünland umgebrochen, weil es "die EU" so will. Eine ökologische Katastrophe. Gerade haben sie den Arbeitsflugplatz des Agrarfliegers umgebrochen. Den eigenen Ast abgesägt! Soviel Idiotie funktioniert nur, weil alle sagen, ich kann da nichts machen.




    ...
    Ich werde deshalb aber nicht diese Panik schieben...


    Man merkt es an der Wintersterblichkeit.


    Und wenn ich mir überlege, daß ich vor 20 Jahren die Frontscheibe einweichen mußte, um die toten Insekten weg zu bekommen und heute die Luft fast insektenfrei ist, doch da sollte langsam Panik in einem hochkommen. Aber siehe oben. Alles klar.

    Ja genau, es geht ausschließlich um das "zu weit" fliegen. Innerhalb von 300 m Radius haben meine 20 Völker 4 ha unverseuchten Raps vor sich, das "abzuernten", schaffen die nie. Ich habe gehört, heutzutage kleben die Forscher Antennen auf Bienen und wissen ganz genau, wie weit sie fliegen, oder nicht???? M. M. n. verhalten sich Tiere opportunistisch, also wenden nur soviel Arbeit wie nötig auf, um die Aufgabe zu erfüllen, und ruhen sich den Rest der Zeit aus bzw. schonen ihre Kräfte. Das ist es, was mich interessiert, ob sie weiter fliegen, als sie müssen.


    @ iMarco: 700 m ist nicht viel für Bienen, Du wirst hauptsächlich Rapshonig bekommen. Je heller, desto Raps.


    @ Jörg K. : Sage es doch einfach und lass uns nicht dumm sterben. Ich nehme an, du hast Rapshonig bekommen. Und waren die Völker dann recht stark "abgeflogen"?

    Hallo, mich würde mal interessieren, wie weit Bienen fliegen, wenn in allernächster Nähe zum Bienenstock ein Überangebot an Tracht ist. Also ich meine jetzt nicht die maximale Reichweite, sondern ich meine, ob Bienen auch weiter fliegen als sie eigentlich müssen.


    Wenn Bienen direkt an einem Rapsfeld stehen, müßte doch eigentlich keine Biene weiter als 100 m vom Bienenstock wegfliegen, um 100 % mit Nektar und Pollen versorgt zu sein. Aber wie weit fliegen die Bienen wirklich?


    Der Hintergrund meiner Frage ist, daß meine Bienen direkt am Raps stehen, und dieser Raps wird vom Landwirt nicht in die Vollblüte gespritzt. Über das Feld hinweg, und auch nach hinten, befinden sich ab 300 m Entfernung Rapsfelder, die mit dem Bayer-Pestizid "Biscaya" während der Vollblüte gespritzt werden, was ja wohl das Schlimmste ist, was einem als Biene oder Imker passieren kann. Mich interessiert, ob ich vielleicht ungeschoren davon komme. Es widert mich unbeschreiblich an.


    Außerdem soll die Bestäubungsleistung dem Landwirt zu Gute kommen, an dessen Feld ich stehe, und nicht den Bayer-Umweltvergiftern...

    MbMn hat der Fragesteller zu viel an den Bienen gemacht, deshalb habe ich mich hier überhaupt erst reingehängt. Die Art der Ablegerbildung (2W im Mai) war nicht schuld am Mißerfolg.


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    Bernhard, ich lese hier lange genug mit, um zu wissen, daß man hier für den 1W Ableger abgewatscht wird. Aber als ich das zum ersten Mal machte, wußte ich noch nicht, daß es "nicht gut" ist. Aber da es super geklappt hat, habe ich es immer wieder gemacht. Vllt. reden wir auch aneinander vorbei? Ein 1W Ableger hat doch meist 3 Waben (Brut+Honig+Pollen) mit ansitzenden Bienen. Falls noch etwas verdeckelte Brut mit drauf ist, umso besser. ich achte darauf, daß von allem was dabei ist und stelle die Kiste 3 km weg, damit die Flugbienen dabei bleiben. die Mittelwand bietet Raum, falls Bienen schlüpfen und sie bauen die oft auch schon aus. Das Völkchen hat prall gefüllte Gassen und wieso sollte da eine schlechte Königin entstehen?


    Letztes Jahr habe ich einen am 26.04. gebildeten 2W-Ableger nach 14 Tagen nochmal geteilt. Es sind 2 wunderbare Völker geworden, eines davon sogar mein stärkstes aus einem Ableger entstandenes, auf 15W auf eigenem Honig eingewintert, nur sicherheitshalber noch 3 kg Zuckerwasser gefüttert. Also daß es funktioniert, steht fest und das muß man auch nicht in Anführungszeichen schreiben. Und nun steinigt mich.


    Tschüss

    Hallo Bernhard, 1W-Ableger funktionieren und machen fast keine Arbeit. Kommen locker auf Überwinterungsstärke und wenn man statt MW dunkle Waben gibt, bringen sie in der Sonnenblume schon Honig. Das reicht mir völlig.


    Hallo Rase, alles in Ordnung, klingst aggressiv? bin mir keiner Schuld bewußt? Und ja, Totgucken ist das Problem, eigene Erfahrung, nicht nur einmal.


    Tschüß

    Hier ist ausdrücklich von so kleinen Brutablegern ohne Königin abgeraten worden. Wieso eigentlich? Das funktioniert ganz hervorragend mit nur 1 Brutwabe + 1 Honigwabe. Anfang Mai ist das die gängige Art der Völkervermehrung. Es ist billig, und man sieht die Völker schön wachsen. Aber die Völkchen wollen Ruhe haben und man kann sie nicht ständig aufmachen. Jungimker wollen immer ganz genau alles sehen und der Königin die Hand schütteln, war bei mir nicht anders.


    Im Mai Milchsäure, das ist haarsträubend. Wieso überhaupt Milchsäure und Oxalsäure?


    Bordercollie, insgesamt hast Du ja ein ziemlich ausführliches Protokoll geschrieben... Mir sagt das, Du hast eindeutig ZU VIEL an den Ablegern herumgemacht! 1-Waben-Ableger, mit Honigwabe, Pollenwabe und Mittelwand ausstatten [Reihenfolge vom Flugloch aus Pollen, Brut, Honig, MW], einengen, gegen Kälte schützen und dann 4 Wochen in Ruhe lassen. Keinerlei Durchsichten. Dann mal vorsichtig auf Weiselrichtigkeit prüfen [dafür muß man die Königin nicht persönlich gesehen haben, Jungköniginnen sind empfindlich, also nicht lange rumsuchen, auch nicht zeichnen] und dann je nach Situation füttern und nicht totgucken, nur Mittelwände dazugeben. Schwärmen tun solche Völkchen nicht, also evtl. Kö-Zellen nicht anrühren! Im Spätsommer Ameisensäure mit Ergebniskontrolle. Je nach Trachtsituation füttern. Wenn Du im Herbst 10 Waben in der Kiste hast und jede wiegt mind. 1 kg bzw. sie haben schöne Futterkränze, und mehrere Gassen sind besetzt, dann sieht´s gut aus. Kleine Völker vorm Winter einengen. Königin erst im nächsten Frühling bei Kontrolle auf Weiselrichtigkeit zeichnen, wenn überhaupt.


    Nochmal zum (kö-losen) Brutableger: Du kannst es Dir fast auf den Tag genau ausrechnen, wann die nachgeschaffte Königin schlüpft, wann sie ihren Hochzeitsflug macht und wann verdeckelte Brut da sein muß, da brauchst du nicht in der Kiste rumwühlen, nur auf das Futter aufpassen und Mittelwände geben. Wenn das Wetter zum Hochzeitsflug-Termin gepaßt hat, dann kannst Du Dich entspannt zurücklehnen. Falls Du am zeitigen Nachmittag Gewimmel und viele fächelnde Bienen vorm Flugloch siehst, dann ist die Kö auf Hochzeitsflug. Bei 3 von 4 Ablegern klappt alles ohne "Mitwirkung" des Imkers, entspr. Wetter beim Hochzeitsflug vorausgesetzt. Totgucken ist das größte Problem bei Ablegern.

    Hallo Admistrator Hartmut, bei allem verstädndlichen Ordnungssinn, warum löschst Du meinen Beitrag? Der zitierte Beitrag war:

    30% Verluste bisher. Jedenfalls am Versuchsstand, dort mache ich keine Varroabehandlung im Sommer.


    Die Angabe einer %-Zahl ist doch sinnlos, wenn man nicht die besondere Voraussetzung kennt. Daher fragte ich Wald&Wiese, ob er dazu eine nähere Angabe machen möchte. Die Frage möchte ich hiermit erneuern. Wald&Wiese überwintert ja vllt. nciht im Emergency-Room-Modus, man kann evtl. davon lernen.


    So und muß ich nun eine %-Zahl eingeben, damit mein Beitrag akzeptiert wird? Hier, bitte sehr: 0% - toi toi toi. [Ich habe im Spätsommer 'nachlässig' mit AS behandelt und gebe keine Oxalsäure o. dgl.]

    Schadbild im Volk aus bei Karate Zeon im weiteren Verlauf Spurbiene?


    Ich kann nur die Beobachtungen wiedergeben. Gespritzt wurde nachmittags, die Kultur war blühende Ackerbohne. Daß sie da reinfliegen, konnte man vorher schon am Pollen sehen (sieht aus wie angschimmelter Dreck). Bemerkt wurde es anschließend, als sich sterbende Bienen vor den Beuten häuften. Betreffender Landwirt war mit der Spritze gesehen worden, also habe ich ihn zu meinem Bienenstand zitiert. Er hat sofort kooperiert und in allen Einzelheiten erklärt was er gespritzt hat und die Verantwortung übernommen und angeboten, den Bienenwagen wegzuschleppen usw. Inzwischen war es dunkel, wir haben dann erstmal die Magazine weggeschafft. Am nächsten Morgen kamen zeitig starke Schauer, etwa 20mm. Danach war kein Flugwetter und ich hielt das Wegschaffen des Bienenwagens nicht mehr für nötig. Den ganzen Tag flogen aber Bienen aus, die sterbende Bienen abschleppten. 3 km von der Ackerbohne entfernt hatte ich Ableger stehen, die auch betroffen waren. Zu der Zeit war das Feld eine Oase in der Wüste. Die Bienen liefen zum Flugloch hinaus, kippten auf die Seite und fingen an zu krampfen. Ich habe krampfende Bienen in ein Schälchen getan zur Beobachtung, da war am übernächsten Tag noch Leben drin. Das Sterben hat sehr lange gedauert, würde sagen, die B4-Norm haben sie erfüllt. Die Völker haben sich anschließend wie gewohnt entwickelt.

    Danke Bienenfreund.
    Ich schließe mich hier Deiner Meinung an und bin am überlegen ob ich die immer mehr niveaulos werdende Diskussion nicht beenden sollte.
    Spurbiene hat zum Teil schon recht, aber wir hatten es heute schon einmal in einem anderen Thread. Wenn, dann bitte mit mehr Eleganz.
    Manch ein User kann das vermutlich nicht und ich bin mir im Moment noch nicht ganz sicher ob da nicht gar von Spurbienen bestimmte Spuren gelegt werden sollen ...


    Beste Grüße
    Hartmut


    Hallo Administrator Hartmut, ich weiß, daß Spurbienen auch Spuren legen, aber ich habe mir den Namen gegeben, weil ich überall herumschnüffle und mich für vieles interessiere. Nicht, um Spurzen (für wen?) zu legen. Im weiteren werde ich mich ohnehin zurückhalten, schon aus Zeitgründen. Gilt auch für den neuen mich zitierenden Beitrag von Hans Peter, bitte um Verständnis, ich diskutiere gern mit Fachleuten, egal welcher Seite, aber es beansprucht auch arg meine Zeit.
    Nur bitte bleibt beim Stammtisch, politisch korrekt geschliffene Aussagen sind sinnlos bei dem Thema. Und ich bitte allgeimein um Verständnis für meine direkte Ausdrucksweise, mir ist das Verstehenwerden immer wichtiger als die Eleganz. Wer schon mal zwischen Ohnmacht und Wut schwankend neben seinem Bienenstand gestanden hat, während sich die sterbenden Bienen auf Häufchen sammelten (Karate Zeon siehe oben) der versteht mich auf jeden Fall.