Beiträge von Spurbiene

    Waren die alten Imker dumm? Die alten Beuten sind schon gut! 8mm ist perfekt. Bei mir sind Blenden dran 8x25mm und 8x60mm, ganz öffnen tue ich nur, um im Winter den Schaber zu benutzen. Selbst bei voller Kiste ist bei mir 8x60, -fast- immer. Da kommt ein richtiger Luftstrahl raus. Gitterboden ist für die Lüftung nicht nötig, eher nachteilig. Geöffnetes Drohnenloch hat gewiss eine nützliche Wirkung, weil da hindurch Luft nachgezogen wird. Also 8x60mm und ansonsten ist die Kiste völlig dicht. Warum werden bewährte Konstruktionen heute mißachtet? Ich weiß es auch nicht.


    Früher wurden Beuten gebaut mit doppeltem Boden, sehr sehr kuschelig, da müssen die Bienen wie auch der Luftstrom noch um die Ecke! Und viele Imker machen noch eine zusätzliche Blende mit Schlitz vor die Öffnung im Wandergitter (bei NB52), hat eine ähnliche Wirkung. Aber das sind alles Gepflogenheiten aus der Zeit vor der Gitterbodenpropaganda.

    Gib die paar Euro aus für ein richtiges Schwarmfangkästchen. Gutes Werkzeug ist nicht zu ersetzen.


    Wer schon so schlau ist, Behälter selber zu basteln, um ein paar Euro zu sparen, sollte sich vielleicht mal einen normalen Schwarmfangkasten ansehen und das Prinzip kopieren. Plastebehälter werden schnell viel zu warm. Helle, weil Licht rein kommt, und dunkle... Und das "Lüftungs"gitter oben - na ja...

    Am besten scheint fast aufheben zu sein ... auch als Winterfutter.


    Kannste vergessen. Das werden in kurzer Zeit Zuckerbretter, kannste auf der Kreissäge Würfelzucker draus machen.


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    Ist der Mörderhammer, was rapsmäßig gerade abgeht, und das bei böigem Wind bis 60 km/h, daß der Bienenwagen wackelt.

    Brutus, eigentlich ist es mir zu anstrengend, aber sowas kann nicht unwidersprochen bleiben.


    1) Subventionen machen abhängig. Immer. Das ist der Sinn dieser "fütternden Hand". Die Politik will die Interventionsmöglichkeit.


    2) Der "Verbraucher" beeinflußt fast nichts. Diese Behauptung wird durch gebetsmühlenartiges Wiederholen nicht wahrer.


    3) Denk noch mal über die "kleinen Betriebe" nach, wo deren Probleme wirklich liegen. Warum sollten das Prämiensystem für sie besonders vorteilhaft sein?


    4) Merke:
    Kein Wissen = kein Meckerpotential
    Halbwissen = wenig Meckerp.
    konkretes Wissen = konkretes Meckerp.



    Schön, daß wir darüber geredet haben.


    gesendet mit meinem Computer mit Windows XP

    Hallo Brutus, meine Erfahrung bzgl. Dr. agr. ist so wie ich schrieb - kein Sterbenswörtchen in 20 Jahren.


    Du schreibst: "ER TUT das weil die Politik sagt er muss es so machen." Du weißt aber, daß sich die Politik dieses "Mitspracherecht" per Subventionen "erkauft", ja? Viel Spaß weiterhin beim Promovieren.


    gesendet mit meinem Computer mit Windows XP

    Mit der Situation in München oder in Köln sind wir hier sicher nicht zu vergleichen. Es hat schon geglitzert in den Waben, aber das war es dann auch. Was sagen denn die anderen aus dem Osten?


    Blühmäßig haben wir hier ein sagenhaft schönes Frühjahr, wenn die Temperaturen anders wären, wäre es der Hammer.


    Die derzeitige Prognose kündigt uns für die nächsten 10 Tage Höchsttemperaturen von 13 bis 14 °C an.

    Ja, was soll denn bei den Temperaturen honigen???? Die holen unter Aufbietung aller Kräfte Wasser. Wir haben schon seit Tagen sehr geringe Luftfeuchtigkeit.


    Ich füttere. Honigverfälschung? Welcher Honig?!

    Hallo Hornet,


    das Thema gehört zurückgereicht an die, die sich das ausdenken (hast Du selber erkannt, wie Du im Raps-Thema ja schreibst).


    * Dieser Landwirt hat das weitestmöglich hinausgezögert, um maximal Stickstoff zu binden.
    * Jetzt hat der Landwirt das Zeug umgelegt, damit es dem Boden kein Wasser mehr entzieht. Merke: Wasser gehört nicht der Umwelt, sondern dem Landwirt. Klingt doof, aber höre mal, wie Landwirte reden.
    * Indem das nasse Gemulchte jetzt so zermatscht auf dem Feld liegt, sind Wasser und Stickstoff bestmöglich auf dem Feld geblieben. Darum geht es dem Landwirt. Er hat alles richtig gemacht, im Sinne der heutigen Vorgaben. Wenn er dann tatsächlich noch Mais drauf anbaut, ist er der Musterschüler des Systems, und Du wirst als Wutbürger denunziert. ;-(


    Weder der Landwirt, noch der Dr. agr. hören in der Ausbildung das Wort "Biene". Weiß ich aus erster Hand.

    Hallo Sven, Schäden an den Bienen habe ich nicht festgestellt und alle Völker dieses Standes haben den Winter überstanden. Vielleicht war die Spritzung nachmittags, hab´s erst mitgekriegt als es zu spät war. Ich wollte mit dem Beispiel ja nur sagen, wie dumm es laufen kann. Das Titelthema ist eigentlich auch gang und gäbe, also daß blühende Flächen mit Kreiselmähern kurz und klein gemacht werden. Diese Mähwerke sind für optimale Silierung (Halmknickung und -trocknung) und daher absolut brutal. Man steht in ohnmächtiger Wut daneben.
    (Zum Glück ist das Blühenlassen auf Futterflächen nicht die Regel, ungeblüht ist die Silagequalität besser.)

    Diese gnadenlose Bewirtschaftungsform


    ist eine Blüte der Politik. Vor allem, wenn es stimmt, was Du schreibst, daß da Mais drauf soll.


    Seit heute haben wir in S-A einen Landwirtschaftsminister von den Grünen. (Eine 5%-Partei darf einen so wichtigen Minister stellen...) Hoffentlich kommen solche Innovationen jetzt nicht auch hier.



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    Geh mal davon aus, dass mit solchen Aktionen auch dem Rapsglanzkäfer erheblich geschadet werden soll. Der findet sich ja nicht nur im Raps ein, sondern auch in anderen Blühpflanzen und kann, wenn die Rüpsen vor dem Raps aufgehen in nicht unerheblicher Anzahl quasi nebenbei deutlich dezimiert werden.


    Grüße Sven


    Auf keinen Fall. Die Aktion ist einfach Dummheit bzw. _maximales Hinauszögern_ für "noch mehr Stickstoffbindung". Gehört verboten, wie oben bereits geschrieben. (Grünlandflächen mit Vertragsnaturschutz dürfen auch erst _nach_ einem bestimmten Zeitpunkt gemäht werden, wegen Vogelbrut. Ist prinzipiell das gleiche.)


    Bei mir direkt vorm Bienenstand hat letzten Herbst eine asoziale Kolchose ein blühendes Buchweizenfeld totgespritzt. Um es später tief zu pflügen. Dabei hätte es gereicht, auf den ersten Nachtfrost zu warten. Also sogar noch schade um den Sprit.


    Nicht nur das Angebot am Markt regelt, auch der Verbraucher kann regeln. ...


    Raps, und somit die unerbittliche Pestizidausbringung, hat hierzulande aber eine politische Dimension, das sollte man nie vergessen. Biodiesel und Bioölbeimischungen allüberall, _gesetzlich erzwungen_, als nachwachsender Rohstoff verbrämt, fragt die "Grüne" Partei. (Maiswüsten dito) Aufgrund dieser politischen Dimension wird hier niemals ein Impuls vom Verbraucher ausgehen. Zaghafte Ansätze werden unterdrückt (Oder spricht noch jemand von der TTIP-Demo mit >100.000 Teilnehmern?) Was man auch berücksichtigen sollte, wenn man dem "Verbraucher" die Verantwortung zuschreibt, ist, die Mehrheit derer lebt in Städten, da fährt keine Spritze 5x im Jahr ['normaler' Rapsanbau] am Gartenzaun entlang, die kümmert das nicht. Außerdem sorgen doch die verantwortungsvollen Politiker für Gesetze zum "Verbraucherschutz", also alles in Ordnung, weiterschlafen.


    Durch die Kälte kann man dieses Jahr froh sein, wenn man überhaupt Rapshonig rausbekommt. Ein fettes Rapshonig-Jahr wird das schon mal nicht. So schätze ich das ein. Mancher Imker wird sich dieses Jahr fragen, ob die negativen Aspekte am Raps nicht die Vorteile zunichte machen, bei dem mäßigen Ertrag.

    Hallo Blütenbiene, Dein Einwurf klingt für mich nicht gerade so, als wenn Du überhaupt Interesse am Kontakt zu den Landwirten hättest. Ich kann es nur empfehlen.

    ... Heute ca. 12 Uhr ist der Bauer durchs benachbarte Rapsfeld gefahren und hat in die volle Blüte gespritzt. ...


    Der Horror! Frage unbedingt die Landwirte. Leider ist bei vielen Landwirten üblich: Insektizid kurz vor Blüte, Isektizid in Vollblüte, Fungizid in Vollblüte, in der Reihenfolge. Manche Landwirte machen nur Insektizid vor der Blüte, lassen den Rest weg und haben den gleichen Ertrag. Wir haben diese unterschiedlichen Verfahrensweisen hier auf engstem Raum. Insektizid in die Vollblüte und das tagsüber, heutzutage ist alles möglich. Diese Leute wissen nicht was sie tun. Es kann sogar gut sein, daß sie damit ihrem eigenen Ertrag schaden, denn sie machen alle Hummeln tot, die bei Kälte und Dämmerung noch fliegen. (Rapsglanzkäfer zählt auch als Bestäuber, er macht also nicht nur Schaden.)


    Unbedingt mit den Landwirten Kontakt aufnehmen. Die müssen wissen, daß da Imker sind, die verhalten sich dann auch vorsichtiger, wenn sie wissen, daß sie von sachkundigen Leuten beargwöhnt werden. Die meisten lassen sich das Denken von den Chemieberatern abnehmen. Nur keine Berührungsängste, als Imker wird man erfahrungsgemäß respektiert.