Beiträge von Lecker_kuchen

    Hi,

    Ich dacht schon ich spinn:-) Ich war schon geneigt dazu auch nen Thread aufzumachen dachte mir aber ich werde wieder in den Märchenwald geschickt.


    Ich hab mir letztes Jahr eine teurere Zuchtkönigin von ner Belegstelle zugelegt. Aufgefallen ist mir das auch beim umlarven das "relativ" oft 2 Maden in ner Zelle liegen. Da die gute jetzt auch schon im 2. Jahr ist dachte ich ans Alter. Scheint aber wohl normal zu sein. Die Frage die mich umtreibt, ist es tatsächlich möglich das 2 Bienen aus einer Zelle Schlüpfen können?

    Nehmen wir mal an, keine macht die andere kapput, und die Arbeiterinnen räumen auch nicht aus... Wäre doch interessant...

    Vielleicht sogar richtung Zuchtziel?

    Hallo liebe leute, aktuell sind bei mir 8 Völker Mellifera am Stand. Verschiedene Linien, verschiedene Länderherkünfte. Allesamt sind Reinzucht mit Abstammungskarte von der Belegstelle. Woher die Bienen genau sind werde ich sicherlich nicht sagen. Das wäre fast Rufmord. Das es sich bei mir um "subjektive" Eindrücke handelt mag richtig sein, jedoch gleitet der Faden jetzt wieder in ein generelles bashing ab. Und das ist sicherlich nicht meine Absicht. Ich bin kein Gegner irgendeiner Biene. Es sind lediglich meine Erfahrungen. Aber danke für die Unterstellung :-)


    Ich habe natürlich auch Vorteile an der Dunklen festgestellt, was auch zu lesen ist (wenn mans denn nicht überlesen will).

    Für Propolis-Imker und Pollenerzeuger wird diese Biene ein Segen sein. Für Leute die nie gestochen werden wollen und darüberhinaus zur re-Finanzierung ihres Hobbys auf die Honigproduktion angewießen sind kann man sie definitiv nicht Empfehlen (ausnahmen bestätigen die Regel)


    Die einzige Linie der Mellifera die ich bisher noch nicht hatte ist eine Nigra. Ist immer an der Beschaffung der Königinnen gescheitert. Die Schweizer geben wohl nicht so gern nach Deutschland ab, und für eine Schweizfahrt fehlt mir die Zeit. Mitunter sind diese durch den Franken auch Relativ teuer wohingegen Schweden "relativ" billig ist. Auch hatte ich immer bedenken wegen der Reinheit das "Original" zu testen.


    Versteht mich nicht falsch, ich Imkere gerne mit ihr, aber sie macht auch viel Arbeit und ist ehr ein Liebhabertier (aus Wirtschaftlicher sicht betrachtet!!!). Ich bin 28 Jahre alt und habe nebenher noch ein Unternehmen in dem ich Arbeiten muss. Da vertrage ich Privat nicht die laufenden Anrufe der Nachbarn weil was im Baum hängt ;-)


    Mit der Buckfast und der richtigen Betriebsweiße ist das Spiel hier hingegen ehr easy.


    Ich finde Die Mellifera aber als Genreservoir sehr wichtig, und Züchterisch kann man hier bestimmt noch sehr sehr viel erreichen. Gerade was die Brut -und Stockhygiene betrifft bin ich immernoch sehr erstaunt und würde mir das bei einigen Buckfastlinien wünschen. Von der reinen Optik der Dunklen mal ganz zu schweigen. Völker mit silbrig schimmernder Pracht und Tiefschwarzen Drohnen sind schon herrlich, da kommen gelbe Bienen lange nicht heran. Aber aussehen ist eben nicht alles :-)


    Und zu ELK, abfällig sprichst? Ich weiß nicht ob du in irgendeiner Form ein Problem mit dem Verstehen von Deutsch hast, aber das ist ein sachlich-nüchterner Bericht, und um diesen wurde auch gebeten. Diese Probleme hatten "wir" beide auch schon im Nordbiene Forum... Du ließt anscheinend immer was du lesen willst ;-)


    Hier mal ein kleines alá Böhmenmann, was ist Abfällig: Die dunkle Biene ist scheiße, Sie stinkt, Sie benimmt sich wie ein Schwein im Stock, Sie ist eine Stechsau. Kommt irgendwas dieser Art in meinen Berichten vor? An sowas geht Diskussionskultur zugrunde, Unsachliche Zurufe für nicht existente Aussagen, oder sagen wirs mit den Worten von Pippi-Langstrum? Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt?

    Sorry fürs OT, aber musste sein.

    Hast du auf Braunelle umgeweißelt?

    Die hab ich mir auch mal aus den Österreichischen Alpen kommen lassen. War sehr Wabenstet und Sanftmütig, kaum zu vergleichen mit den Linien aus Norwegen, Schweden und Finnland. Die sind wie ich heut wieder feststellen musste sehr Angriffslustig. Was mich immerwieder erstaunt, jede Biene kann da zum potentiellen Wächter werden, vor allem wenn der Deckel zu lange offen bleibt. Das erkennt man dann sehr gut daran das nurnoch "diese" auf dem Oberträger sitzen. Der rest zieht sich nach unten. Allg. sollte man vll. noch erwähnen das man die Königinnen sehr schlecht findet. Bei kleinsten erschütterungen lassen die sich oft auf den Boden fallen und werden richtung Rand eingeknäult.

    Ich habe letzte Woche überlegt nochmal von der Königin nachzuziehen, habe aber für mich beschlossen das Projekt jetzt auslaufen zu lassen. Sie sind mir einfach deutlich zu stichig. Mein Opa schaut täglich mal hin und hat auch gedacht er tut den Bienen mal was gutes und Mäht vorm Loch, macht er glaub ich nie wieder :-) Da gibts nen sehr lustiges Foto von seinem Gesicht :-D


    Grüße


    Hey,

    Beuten sind vom Weber, Dadant nach Ries, ganz stink normale Böden mit Varroaschieber...

    Es wird aber nur von den Mellifera angebaut, keine andere Sorte macht das.

    Ich werde aber nichtmehr von der Mellifera nachziehen. Sie ist mir einfach zu Aggressiv. Ich bin auch Badehosenimker :-) (Traurig aber wahr) Das man mal gestochen wird macht mir nichts aus, aber nach jedem Eingriff 5x und mehr ist zu viel...

    *edit Wabenstet sind meine überhaupt nicht... Weder F0 noch F1 (weiter kreuze ich nicht runter). Wenn man eine Wabe abstellt sind die selbst bei offener Brut nach 5 Minuten alle weg... Bei Buckfast und co. fliegen die Pflegebienen irgendwie nicht auf. Flugbienen gehen aber auch dort ab.

    Gruß

    Habe auch einen Standplatz in einem nahezu Reinbestand. Die Blätter sind dort vor 2 wochen ausgeschossen, obwohl wir eigentlich sehr warm liegen.... Blühen tut seit heute etwas, aber nur ganz vereinzelt. Der Wald müsste jetzt komplett weiß sein!


    Die meisten Bäume sind beim späten Nachfrost wohl zu arg geschädigt worden -schade!

    Ich werde das anwandern sein lassen :-(

    Hi,

    Ich habe die Apis Mellifera-Mellifera jetzt seit 2014, '14 hab ich angefangen mit drei F1 Königinnen verschiedener Linien.

    2015 dann Reinzuchtköniginnen von einer Belegstelle in D gekauft.

    Ich habe mittlerweile viele verschiedene Unterarten gehabt. Reinzucht Carnica, Reinzucht Ligustika, Reinzucht Buckfast, Reinzucht Elgon's.


    Was mir sehr signifikant aufgefallen ist, die dunkle hat von allen die höchste Lebensdauer eines Imago. Bei Ligustika sind die Bienen sehr kurzlebig.

    Bei den anderen kommts auf die Genmischung an.

    Die dunkle hat einen herausragenden Verteidigungssinn. Ohne Rauch wie bei reinen Buckfast geht da nix!

    Was man auch tunlichst vermeiden sollte ist Bienen auf der Wabe anzuhauchen oder anzuatmen. Die hat man dann direkt im Gesicht hängen, sowohl F1 als auch die reine.

    Was ich auch bestätigen kann ist der sehr früh und auch bei schlechtwetterphasen einsetzender Flug. Die dunkle ist sehr sparsam mit dem Futter. Was erstaunlich ist, die Völker überwintern sehr klein, mit sehr langer Brutpause. Kommen mehr oder minder als mickerlinge aus dem Winter und gewinnen dann rasant an Stärke. Selbst sehr kleine Einheiten bilden mit genügen Platz ein Starkes Volk.


    Die Mellifera legt ihr Brutnest (zumindest bei Dadant) Wabenmittig an. Die Eier werden kreisrund gelegt. Um das Nest herum ist der Pollen, nach dem Pollen folgt ein dicker Honigkranz. Eine Staffelung wie bei der Buckfast (Honig hoch) wird nicht gemacht!

    Generell funktioniert das Pressen (zumindest bei mir) nicht! ich brauche 8-9 Waben da ja überall Pollen und Honig ist.

    Im Raum der freibleibt wird dann auch gern Wildgebaut, hochgehen tut sie nicht so gern. Auch verbauen sie bei mir die Rähmchen unten mit dem Boden.


    Mellifera's kitten sehr stark! Da pappt wirklich alles zusammen... Auch Thymolplättchen werden mit Kittharz überzogen, und zwar so das nix rausstinkt...


    Mit dem Schwärmen verhält es sich sehr "homogen", es wird erst geschwärmt wenn die Witterung passt. Der Carnica ist das ja völlig egal, wenn die "der deifel packt" fliegen die immer raus, egal wann. In 2016 wurden keine Schwarmzellen angelegt, da war das Wetter um die Schafskälte herum sehr schlecht bei uns. die Robinie ist komplett ausgefallen da alle Blüten abgeregnet wurden.


    Bis Stand jetzt musste ich bei den Mellifera's noch keine Zellen brechen! Carnica ist erwartungsgemäß nach der schlechtwetterperiode geschwärmt (die 8 Tage-Regel hat meine zumindest noch nie interessiert). Bei den Buckfast habe ich es wohl verbummelt und da ist mir seit ich sie hab das erste mal ein Schwarm raus.


    Was mir noch Positiv aufgefallen ist: Die Hygiene, das sind wirklich die saubersten Bienen am Stand! Der Gitterboden ist glänzend abgenagt. Alles was man Kitten kann wird angekittet. Brut wird immer umlaufend ausgeräumt. Ich weiß nicht ob die Varroageschädigte Brut rausschmeißen da die Milbenlast genauso hoch ist wie bei den anderen, es liegen aber praktisch täglich Maden und Puppen vor der Tür.


    Was Negativ ist: Ich werde immer nur von diesen Völkern gestochen :-) Trotz Reinzucht :-D

    F1-F? hat keine herausragende Aggresivitätssteigerung. Die F1 bilden knallervölker, die sind aber sehr Schwarmlustig.


    Sollten noch Fragen bestehen erläuter ich gerne. Nach der nächsten Varroabehandlung werde ich mal die eingebauten Thymovar-Plättchen fotografiern :-)


    Gruß!

    Tut mir ja wirklich leid, aber in ner Schubkarre und dann überreden mit Milchsäure!? Vermutlich sind die jetzt alle einfach tot da übersäuert... Um ne Biene Flugunfähig zu machen benötigt man schon ne Menge Wasser, das dann noch durch Milchsäure ersetzen? Da fehlen mir echt die Worte... Ich weiß zwar nicht in welchem Buch du das gelesen haben magst oder wer dir das so gezeigt oder erklärt hat, aber ich halte die herangehensweiße schlicht und ergreifend für falsch. Von was soll denn dein Schwarm jetzt zehren? Hängt der jetzt ohne Futter irgendwo? Ich bin zwar der letzte der so energisch wird, aber wenn ich das so lese wird mir schlecht. Lass bitte im sinne des Tierwohles zukünftig solche Experimente bleiben.


    Und die Miniplus in Kellerhaft nehmen mit den Bienen auf Waben mit Honig und ner gefkäfigten Königin? Wie soll da bitte der Schwarmakt nachgeahmt werden? Gerade dass was den Kunstschwarm so essenziell und so Vital macht? Nur nochmal zu Erinnerung, es heißt Kunstschwarm, und der sieht im Normalfall auch aus wie ein "echter" Schwarm...

    Hi,
    Also irgendwas mit Honig angetragen würde ich nicht empfehlen! Honig riecht sehr stark, schon allein Zargenabheben verursacht jetzt Räuberflug, egal wie gut die Tracht jetzt noch ist, sowas ist immer Interessanter....
    Kunstschwärme schlägt man normalerweiße auch bloß auf Mittelwände oder Anfangsstreifen, nie auf ausgebautes Zeug, sonst ist der sinn vom Neustart ja verfehlt.
    Ich hab bisher immer 1:1 flüssig bis zum Einfüttern gegeben und noch nie einen Kunstschwarm verloren. Was man aber tatsächlich im Auge behalten sollte sind Umweißelungszellen, vor allem bei teuren Königinnen immer empfehlenswert. Trotz tollem Brutnest wollen die Altbienen ne fremde Königin ab und an nicht haben. Das hat aber weniger was mit der Rasse zu tun.
    Ich halte zu Versuchszwecken Ligustica, Carnica, Landbiene und Mellifera nebeneinander. Das ist auch sehr unabhängig vom "Rassengemisch" beim Kunstschwarm zu betrachten, mal klappts auf Anhieb, mal erst wenn die eigenen Kinder die Königin umgeben.


    Gruß

    Morgen,


    Kann auch ne Brutpause sein, bedingt durch das Wetter gab es seit etwas mehr als 2 Wochen keine Tracht bei uns, nahezu alle Völker sind in der Brut stark zurückgefahren! Langsam gehts wieder bergauf und die Brutnester wachsen wieder. Nur so als Einwurf :-) Wie die Vorredner, Könginnen am besten in Jahresfarbe halten, dann kannst du dir auch sicher sein das es noch die selbe ist.


    Gruß

    Puh, das mit dem annagen kann ich dir nicht sagen. Ich nehme aber mal an ziemlich schnell wenn es sie grad stört! Die beißen mir regelmäßig die Fluglochkeile an, und die sind aus Vollholz. Was ich dramatischer fände wäre das verkitten, die einzelnen Fasern bleiben dann schön hängen und für immer in der Beute :-D! Soweit ich weiß gibt es die Platten aber auch beharzt. Hat Österreich nicht sowieso nen riesen Markt für das Zeug?


    Aber das PUR gedöhns wird auch benagt... ich würde aber generell von diesem Styrol-was-weiß-ich-was-da-noch-alles-drin-ist Zeug abraten... Das ist Bauchemisch schon nicht unbedenklich, gas't in der Anfangszeit aus und ich würde es auch sonst nicht geschenkt wollen. Versteh mich nicht falsch, das ist ne super Dämmung, aber nur wenn sie gebunden bleibt. Exposition mit Sonne und Tieren sollte man da meiden. Perfektes Einsatzgebiet ist unterm Estrich:-D da läuft es allen den Rang ab.

    Hi frisbee,


    Ich finde den Aufbau ziemlich gut! Der einzige Unterschied zu meiner (Hohldeckel, 4cm Innenfalz, ausgefüllt durch Pavatex) ist eigentlich nur dein Luftraum, den gibts bei mir nicht :-). Es bietet sich bei Dadant halt einfach nicht an über den Deckel noch irgendwas zu machen, deswegen hat er auch keine Funktionen.
    Generell ist es ja so das man sagt Luft dämmt! Allerdings dämmt die Glaswolle halt besser da sie extrem viele fein -und voneinander abgegrenzte Lufträume hat. Wenn es also möglich wäre den einen Luftraum rauszubekommen wäre es besser ihn zu füllen mit einer Dämmung.


    Eine Folie benutze ich auch nicht. Hatte für mich einfach keine Vorteile! Ich habe auch in meinen Anfängen 6 Jahre lang ohne irgend ne Art von Dämmung gearbeitet. Das einzige was die Bienen damals von aussen abgegrenzt hat war dieses wenige Millimeterdicke Funierholz im Deckel, auch der offene Boden war außer zu Behandlungszeiten immer offen!


    Nachdem ich mich dann von meinen Imkervätern emanzipiert hatte und eigene Wege gegangen bin habe ich dann vermehrt auf das verschließen der Böden und die Dämmung gesetzt. Man darf es halt einfach nicht übertreiben! Man kann da auch viel rumrechnen von Taupunktverschiebung, Lüftungsverlusten, Abstrahlungsverluste ...die Kette wäre beliebig verlängerbar:-) Aber im grunde genommen merkt man es beim arbeiten an den Völkern und ihrer Entwicklung was ihnen gut getan hat und was nicht.
    Auch wenn es vielleicht Scharlatanerie ist, und bei 16 Völkern weder vergleichbar noch aussagekräftig, aber die Schwärme wurden weniger als die Behausungen besser wurden... Ist für mich aber fast logisch, wo's mir gefällt will ich nicht unbedingt weg. Klar der teilungswille steckt in jedem Volk, aber er wird beherrschbarer. In meinen früheren "Pappschachteln" bin ich mit Kontrolle und Ausbrechen kaum hinterhergekommen.


    Was deine Feuchteabsorption anbelangt, wenn man mit Holzdämmung (respektive Holzweichfaserplatten (Marken: Pavatherm, Steico)) arbeitet so absorbieren diese (wenn alles diffusionsoffen ist) zu einem großen grad die Luftfeuchtigkeit und geben diese dann bei geeigneter Wetterlage ohne Tauwasser wieder an die Luft ab. Das funktioniert in jedem modernen Dach auf die gleiche Art und Weiße. Was ich auch noch als großen Vorteil sehe ist das zeitverzögerte Durchlassvermögen für sommerliche Wärme. Will meinen wenn Mittags die Sonne volle Kanne auf dem Weißblechdach liegt haben die Bienen 1 -1,5h Zeit bis es Langsam unten ankommt, wird es Abends dann wieder kühler kann dieser Effekt auch wieder Zeitverschiebung beim zuheizen bedeuten da die Masse ja noch warm ist! Ist ne tolle sache, ich profitiere davon auch sehr bei meinem eigenen Haus und bereue es keinen Moment aufwendig diffusionsoffen Saniert zu haben.


    Wenn ich nochwas für dich tun kann, nur zu :-)


    Grüße

    Ich würde die Kirche da jetzt mal lieber im Dorf lassen...
    Thermik bezeichnet ja ehr einen "Aufwind" für Thermik in der Beute müssten die Bienen also so derart viel Infrarotstrahlung erzeugen das sich ein (wichtig!) geschlossener Boden so stark erwärmen würde um ein solches System in gang zu setzen. Das würde aber auch nur Funktionieren wenn der Deckel dicht ist...
    Was aber tatsächlich passieren kann -und wird ist Konvektion, einfach deshalb weil es in den Wabengassen warm ist und drunter kalt, somit wird kalte Luft unten angesaugt und erwärmt oben wieder ausgeworfen. Allerdings in keinen so starken Maße das es den Bienen schaden würde.


    Und jetzt noch der Klugscheißmodus: Ein Kamin bezeichnet im Normalfall eine Feuerstätte die Raumluftabhängig in einen Schacht, Schlot oder Schornstein brennt. Um es Besser zu definieren Sollte man also "Schachteffekt" sagen. Wobei der Abtransport des Rauchgases nur über den Dichteunterschied der Luft funktioniert, man spricht dann auch vom "Kamindruck" und nicht wie fälschlicherweise oft "Kaminzug" genannt. Diesen misst man in Pascal (pa). Das ganze funktioniert aber auch erst ab einer gewissen "wirksamen Schornsteinhöhe" diese definiert sich nach der Menge, Temperatur und Art des anfallenden Abgases sowie des querschnittes der Abgasanlage, Klugscheißmodus aus :-)


    Aber im ernst, wenn der Deckel auf allen Flanken aufliegt (und wenn auch nicht planeben), und obendrauf vermutlich noch irgend eine Art dämmung liegt würde ich mir da erst ab argen Minustemperaturen gedanken drüber machen. Wenn du einen Regenschutz-Blechdeckel übergestülpt hast der noch unter den Falz des Deckels greift kommt da auch die Konvektion zum erliegen. Die Luft wird sich dort nicht Rumwinden da der Widerstand viel zu groß ist.


    Grüße

    Hallo Hadeka,


    Ich imkere selber im 12er Dadant. Ich habe auch Jahrelang mit kalten Füßen geimkert. Davon bin ich aber abgekommen. Der Erfolg gibt mir damit auch recht.
    Im Bienenjahr angefangen kommt der Varroa Einschub zur ersten Behandlung rein und verbleibt bei mir bis nach der Auffütterung. Sobald sich das Wetter merklich ändert und die Nächte kühler werden ziehe ich die Schublade, reinige sie und lass sie draußen.


    Zur Winterbehandlung (kommt bei mir meistens an den Weihnachtsfeiertagen) schiebe ich sie ein, dann Oxalsäuregabe und im Nachhinein 3 Wochen Milbenkontrolle.
    Ab diesem Zeitpunkt bleibt die Schublade jetzt drin! Sobald ich Kondenswasser auf ihr finde lege ich in die Aussparung der Schublade eine Dämmplatte ein. Das hat den Vorteil das ich nichts durchs Flugloch ziehen muss. Reinigung erfolgt dann wieder über die Schublade. Die Dämmung hat eine glatte Oberseite.


    Ich habe über die Jahre gemerkt das diese Vorgehensweiße beim Klima meiner Region den Vorteil hat, dass grad im bei uns noch sehr tagwarmen Herbst sehr spät aus der Brut gegangen wird. Kriegen sie Kälte von unten wird das Brüten 2-3 Wochen früher eingestellt/zurückgefahren.
    Meistens ist dann um Weihnachten rum hier mit 20° sehr warm. Es wird Brut angelegt. diese könnte verkühlen da nach Weihnachten immer Kaltphasen kommen die bis in den März hinein andauern. Nach der Durchlenzung kommt dann alles weg, und bleibt bis Juli auch draußen.


    Den Fluglochkeil an die Jahreszeit angepasst. Wobei ich sagen muss das ich auch bei Volltracht die Fluglochhöhe halbiert hallte. Räuberei hatte ich noch nie!


    Vielleicht ist das auch eine Anregung für dich deine Wetterlage mal genauer zu beobachten und den für dich funktierenden Plan im laufe der Jahre herauszufinden. Die Wetterlagen in Deutschland sind einfach so grundverschieden das man statt eines rates lieber nur herangehensweißen beschreibt. Dennoch gilt das Wetter ist unberechenbar. Man muss halt rechtzeitig eingreifen.


    Grüße aus Mainfranken!


    -kuchen