Beiträge von ChrisAusEssen

    Wenn es nur ein Konzept ausmachen würde oder eine Behandlungsmethode über Erfolg oder Misserfolg entscheiden würde.Dann hätten fast alle Imker immer das gleiche Konzept und niemand würde neues probieren..... das alte funktioniert doch.

    Diagnose und Behandlung sind das Stichwort. Zu beidem gibt es funktionierende Konzepte. Der Fehler steht nur leider meistens tatsächlich hinter der Kiste.


    Selbst wenn ich ohne Diagnose einmal Ende Juli und einmal im September behandel, dann, so behaupte ich ich, bringe ich 80-90% der Völker über den Winter. Die Schweizer haben das ganz gut aufgeschlüsselt.


    Wer aber versaut den Schnitt, dass sind die Imkern, die

    a) wegen Urlaub und dem schönen Wetter sich um die Varroa erst Ende August kümmern, oder

    b) etwas tolles neues entdeckt haben, sei es Einzelaufstellung, Bücherskorpion, Magnete, Müllerbretter oder sonst was.


    Bei mir schlagen die ersten Anfragen nach Völkern auf. Die sind aber nie an der Varroa eingegangen. Das waren Wespen, oder zu schwach gebildet, oder, oder, oder. Die Varroa war es nicht, denn zur ersten Behandlung im September gab es ein Schwammtuch und die AS wirkt ja in die Brut, kann also garnicht sein, wurde so gelesen.

    Meistens ist es doch so, dass es immer wieder die gleichen sind, die hohe Völkerverluste zu beklagen haben. 80% haben <10%, 10% vieleicht bis zu 20-25% und dann kommen die 10%, die jedes Jahr 80-100% Ausfall haben und den Schnitt versauen.


    Es gibt für mich nur eine nennswerte Ursache von Völkerverlusten, und die heißt Ausbildung.


    Solange aber jedes Jahr eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, so lange bleiben die Verluste so wie sie sind.

    Und ernsthaft gefragt, ob ein Berufsimker nun einfach Völker verkauft, obwohl zu vermuten ist, dass der Käufer nicht optimal vorbereitet ist oder jemand mit einer tollen Idee den Imkern das Geld aus der Tasche zieht, kommt doch fast aufs gleiche raus.

    Richtig. Völker sind zu billig. Erst wenn ein Volk im Frühjahr >250€ kosten würde, würde so mancher aufwachen und seine Strategie überdenken. Bei 100€/Volk lohnt es sich doch schon wirtschaftlich fast nicht sich Mühe zu geben das Volkj über den Winter zu bringen. Alleine was Futter und behandlung + Risiko kosten.



    Grüße Chris

    der noch nie ein Volk an die Varroa verloren hat, ohne selber daran schuld zu sein

    und jedem nur einmal Völker verkauft.

    Seitdem bin ich der TBE gegenüber etwas skeptisch.

    TBE/OXS Völker haben deutlich höheren Milbenfall als die Nassenheider Völker...

    Ich hätte auch mit zumindest etwas weniger gerechnet. Dieses Jahr habe ich ja nicht auf eine Fangwabe gesetzt, sondern stattdessen auf OX. Bei einigen Völker sogar beides.

    Da kam dann, trotz Fangwabe, so einiges runter...danach hätte ich jetzt mit weniger gerechnet. Aber TBE ist ja auch mehr als nur eine Varroabehandlung...

    was macht man denn wenn man kein Standartmaß hat?? Solange es Absperrgitter nur, als Beispiel Zander, für 10 Rähmchen gibt ( 380 * 480mm) ) man aber 16 Rähmchen hat???


    Da überlegt man sich ob es wohl möglich ist sich sowas selbst zu bauen. Ich übrigens auch.


    Mein Absperrgitter müsste das Maß 476*586mm haben. Leider gibt es das nirgends.....

    Oder einfach eine 50x200cm Rolle Kunststoffabsperrgitter und zuschneiden.

    Ich überlege schon seit Tagen, ob ich ich hierzu etwas schreiben soll oder nicht. Doch auf die Gefahr hin die virtuelle Keule als Leugner und Ignorant abzubekommen, aber ich bin da bei rase , bzw. habe das gleiche Vertsändnisproblem.


    Züchten, Belegstelle und selber bspw. das Hygieneverhalten auszählen...das könnte ich nicht neben den vielen anderen Verpflichtungen. Generell scheiden da glaube ich 99% der Hobbyimker aus. Mir fallen spontan nur 2 ein, die daran überhaupt die Bereitschaft und auch das fachliche Grundwissen dazu hätten. Dafür ist der Kreis der Hobbyimker zu schlecht bzw. anders ausgebildet und bringt nicht das nötige Interesse mit.

    Nur so sehe ich dann kein Land. Vielleicht ist es auch nur ein Verständnisproblem.


    Schaut doch mal in die Vereine, wer versteht denn da was von Zucht, wer etwas von Vermehrung und wer behandelt wirklich in Richtung eines schadschwellenorientierten Verfahren und nicht pauschal genauso wie immer und zur Sicherheit noch ein weiteres mal? Bei den mir persönlich bekannten Imkern würde ich sagen 2%.

    Was in die Breite zunächst müsste, wäre ein Trend zur Behandlung nach Schadschwellen. Eine Windeldiagnose, oder maximal noch eine CO2/Puderzuckermethode. Ab da scheidet der große Rest aus, da braucht man erst garnicht mit einer Auszählung von Brutwaben kommen.

    Anders als Ralf sehe ich die Varroa noch immer als Geißel der Imker. Die Vereinssitzungen und auch die Fortbildungsangebote drehen sich noch immer überproportional um die Milbe, trotz langjähriger Konzepte. Das treibt die dollsten Blüten von Räucherstreifen für den Smoker aus Osteuropa, "Kräutermischungen" für den Varomor, Pülverchen aus China und MS-Sprühbehandlungen bei Durchsichten im Brutraum ab Juni. Den Schrecken der Milbe nehme ich noch immer war.


    Was ich eigentlich vor hatte, war eine überschaubare Investition in eine hygiene-sensitive Königin. Warum? Weil es ein für mich überzeugendes Zuchtziel ist. Den Unterschied zu VSH meine ich aber zu kennen. Meine Erwartungshaltung ist auch nicht, dass die unbedingt unbehandelt aus dem Winter kommen, erst recht nicht deren F1. Doch mein Gedanke war die Gene durch Weiselzellen/Königinnen/Drohnen zu streuen und vielleicht reicht es, dass die notorischen Spätbehandler mitte August nicht im Frühjahr vor leeren Kisten stehen, wenn die Virenlast gedrückt ist und etwas VSH-Eigenschaft dabei sein sollte...mehr nicht. Doch es wäre ein Puzzlesteinchen.


    Das es die Insellösungen gibt, das streite ich nicht ab. Nur die Aussagen tut euch zusammen, nehmt etwas Geld in die Hand (wofür genau?, Königinnen scheinen es ja nicht zu sein, die kann man ja nicht kaufen), und dann klappt das schon...das klingt mir zu einfach. Da würde ich lieber einen Bondtest machen, dass klingt für mich stimmiger. Kauft bei XY und die Varroa ist gegessen, ist mir aber auch zu einfach.

    Probiere mal Königinnen von Z, beobachte folgendes genau und entscheide dann...das klingt logisch und mehr kann man auch nicht erwarten meiner Meinung nach. Ich erwarte nicht den Stein der Weisen für 35€ zu kaufen und die Varroa ist gegessen. Ein Stückchen vom Puzzle, ein Fragment, das wäre doch schonmal etwas. Eine Differenzierung am Markt findet nicht statt. Auch ohne Belege und wissenschaftliche Studien kann ich ganz ganz dolle SMR-Königinnen kaufen, seriöse Quellen gibt es aber nur unter der Hand (nein ich erwarte keine wissenschaftlichen Studien, Erfahrungsberichte wären doch auch schon etwas, vielleicht auch vom Ralf). Aber das DAS öffnet Trittbrettfahrern Tür und Tor, denn der Wunsch ist da, auch wenn die Hoffnungen und Erwartungen möglicherweise größer sind als die Realität - da muss natürlich auch mal ein Kopf geradegerückt werden.


    Nur so bleiben wieder Kisten im Frühjahr leer und die Völkerverkäufer mit funktionierendem Varroamanagment freuen sich. Erst wenn die Verkäufer aber auf ihren Völkern sitzen bleiben, weil die nötige Bildung oder die nötigen Gene durch Zuchtstoff, Weiselzellen, Königinnen, Drohnen, oder eben etwas ganz anderes in der Breite ankommt, kann der Teufelskreis der ewigen Behandlerei durchbrochen werden. Bis dahin ist es bestimmt ein weiter Weg, der Zeit kostet und vor allem auch Arbeit und Einsatz einiger weniger.


    Wenn die Zuchtprogramme noch nicht soweit sind, sondern es noch an "marktreife" fehlt, dann sehe ich das nicht als Makel, sondern als ehrliche Aussage. Dann warte ich einfach weiter, taste mich weiter an die Schadschwellen und werfe gelegentlich ein Auge auf "interessante" Völker. Mehr kann ich ja nicht tun. Aber dann brauche ich mir auch nicht anzu hören, mit der richtigen Genetik unter Freunden klappts. In diesem Faden haben für mich gefühlt die "Nichtbehandler" deutlich mehr verbal ausgeteilt. Nachdem, was ich in den vielen anderen Fäden gelesen habe, sei es ihnen gegönnt und vielleicht ist das ja auch ein gutes Zeichen für die Zukunft.

    44 Milben zwei Tage nach der Behandlung passt hinten und vorne nicht zu dem natürlichen Fall von 7 Milben/Tag vor der Behandlung.

    Irgendein Faktor stimmt nicht, Messung vorher, Behandlung, Kontrolle der Behandlung.

    Aber egal, dein Pulver ist verschossen. Auf die Finger setzen und hoffen.

    Ich bin zwar nicht Susanna, aber...


    du hast ja nicht nur einen HR pro Volk, sondern mindestens zwei.

    Der erste mit den eingelagerten Pollen wird zum Brutraum bei der Einwinterung. Den anderen kannst du einlagern und nächstes Jahr als ersten BR aufsetzen.

    Natürlich kann man auch schon zwischendurch ein paar Waben abzweigen. Nach der Frühjahrsernte entnehme ich auch schon mal 2-4 Leerwaben und gebe neue MW oder Anfangsstreifen.

    Die Wabenhygiene funktioniert nicht anders als mit zwei Bruträumen.


    Aber du hast recht, die "Durchlaufzeiten" sind etwas kürzer. Da sich aber Brutnest auf einer Zarge konzentriert, altern die Waben auch schneller.

    Wer mit TBE arbeitet hat ähnlich kurze Dirchlaufzeiten.

    Ja sag mal, wo hast du das denn gefunden?

    google --> Reizzone Pfefferle --> zweiter Treffer.

    Alles kein Hexenwerk und auch nicht auf meinem Mist gewachsen. Hier im Forum steht ja bereits nahezu alles drin - von A wie Ableger über B wie Betriebsweise und V wie Varroa-Behandlung und Nicht-Behandlung zu Z wie Zucht.

    Meistens fehlen nur die richtigen Stichworte für die Suche.