Beiträge von ChrisAusEssen

    Mein Kenntnisstand:

    Der Gewährverschluss soll garantieren, dass keiner das Glas vor dem Verkauf öffnen konnte, um Schindluder damit zu treiben. Das soll auch der Kunde erkennen.

    Andere lösen das bspw. durch den Unterdruck wie beim Einkochen.


    So lange du persönlich den Honig verkaufst und das dieses dadurch selbst garantieren kannst, ist kein Gewährverschluss nötig.

    >95% der Hobbyimker fliegen wohl unter dem Radar, zumal die Kontrollämter tendenziell unterbesetzt sind.
    Agiert man aber mit dem Honigverkauf abseits des Bekanntenkreises auf dem "Markt", dann gelten auch die Gesetze des Marktes - inklusive möglicher Kontrollen. Da gibt es aber auch starke regionale Unterschiede. So kenne ich Beispiele aus BB, da kommt die Lebensmittelaufsicht spätestens alle 5 Jahre zu jedem Imker - aber mit Augenmaß und ohne nennenswerte Kosten. Aber auch negativ-Beispiele wie dieses findet man immer wieder.


    Ich würde mich dennoch beim Eichamt für die positive Rückmeldung bedanken, zähneknirschend zahlen, aber auch mal nachfragen, ob denn diese die Verhältnismäßigkeit für Kleinstimker noch gewahrt sehen und auch mal ganz progressiv nachfragen, ab wann mit einer erneuten Kontrolle zu rechnen ist, weil man das natürlich auf die Kunden umlegen müsste.
    Hier könnte hier auch der Verband vermittelnd zur Seite stehen.

    Blockbehandlung kenne ich bisher nur von Ablegern. Dort reicht es, um die Spitze notwendigerweise zu brechen. Zum Winter ist der Fall zwar deutlich über dem Schnitt der TBE-Völker, reicht aber für eine gute Überwinterung. Bei WV mag das anders aussehen.


    Limitierender Faktor wäre bei mir die Behandlungsdauer und die anschließende Wartezeit - besonders bei Blockbehandlungen. Wenn ich mir den Varrox anschaue mit 2,5min erhitzen, nochmal 2 min warten und 10 min verschlossen halten, dann kann sich das am Ende des Jahres ganz schön ziehen...so ein kleines Loch in der Rückwand und da kurz ein Verdampfer rein, ja das wäre was feines.

    Ich verstehe nicht, wie Du da zu diesem letzten Satz von Dir kommst und vielleicht kannst Du mir diesen letzten Satz ja mal erklären. Ich glaube, dass es meinen Bienen bei mir ganz gut geht, zumindest gebe ich mir die größte Mühe, alles dafür zu tun, dass es so ist.

    Böse formuliert: gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.


    Auf die Realität bezogen: Die Idee hinter der TBE ist doch, dass man den Völkern die Ameisensäure erspart.

    Eine TBE nach Trachtende und mit gesprühter OX hat bei mir eigentlich immer gereicht, um ohne Nachbehandlung bis in und aus dem Winter zukommen.

    Eine Behandlung mittels Fangwabe kann da grenzwertig sein und ggf. eine Nachbehandlung erfordern. Aber auch nicht immer und zwingend

    Auf der anderen Seite hat bei mir ein funktionierender Einsatz der AS Ende Juli/Anfang Augist nie eine Nachbehandlung erfordert.


    Für mich und vermutlich auch für Immenlos, reicht eine erfolgreiche TBE ODER eine gut erfolgreiche AS-Behandlung. Du kombinierst aber beide Verfahren und kaufst dir dadurch die Nachteile beider Verfahren ein. Das ist zwar gut gemeint, geht aber vielleicht auch besser.

    Erklär mal ein paar Details:

    Verstehe ich es richtig, du hast eine TBE gemacht? Wieso nicht nach oben erweitert?

    Wie, womit und wie oft gefüttert?


    Glaskugel: TBE gemacht, da ist die Bauphase durch die Bienen begrenzt. Ab Tag drei wird etwa 7-10 Tage gut gebaut, davor ist der Schock noch da. Da bauen sie dir die Zarge mal eben aus. Dann sinkt die Bienenmasse und auch das zunehmende Alter bremst. Wenn der erste Brutsatz schlüpft, dann wird langsam die Bautätigkeit wieder aufgenommen. Aber gebaut wird nur, wenn es unbedingt nötig ist, also der Futterdruck so groß ist, dass es sonst keinen Platz gibt. Aber lieber oberhalb des Brutnests als unten. Bestehende Waben werden nach unten verlängert, Holz aber ungern überwunden. Nach oben klappt es besser. Vielleicht mal nach oben erweitern und eine Leerwabe als Richtmaß und Kldtterhilfe geben. Besonders nach einer TBE würde ich keine BW isoliert in eine Zarge geben - große Brutflächen, wenig Pflegebienen --> schnell verkühlte Brut.

    Mit dem Nassenheider hatte ich so bei der Herbstbehandlung (Mitte September) noch nie Probleme, keinerlei Königinnenverluste. Immer Tank voll bis obenhin, großer Docht - läuft.

    Kann ich bestätigen. Ich habe den zwar meist nur im August benutzt, aber es reichte immer eine Behandlung, wenn die Verdunstung passte


    Ich verstehe aber nicht, wieso du ihn nach der TBE einsetzt. Ich mache jetzt bei allen Völkern TBE und die Nassenheider liegen unbenutzt im Regal. Das war zumindest auch mein Gedanke mit der TBE - der Verzicht auf die Ameisensäure. Selbst für eine Nachbehandlung sollte eine Kurzzeitbehandlung von ca. 3 Tagen genügen, um die Spitze der Milbenpopulation zu brechen.

    lalala...da sucht man noch einem Thema und man selbst hat die letzte Antwort verfasst =O


    So, heute letzte Durchsicht und den letzten Kandidaten die letzten 2-3kg Futter gereicht. In etwa der Hälfte der Völker genau das obige Bild. Teilweise vereinzelt, teilweise großflächig aufgedunsene Zelldeckel, die sich wie Pergamentpapier öffnen lassen. Bienenmasse und Stärke sind soweit unauffällig. Es sind nicht nur Ableger betroffen, sondern auch WV.
    Gefüttert wurde ausschließlich unverdünnter Weizensirup, der zu einem Teil durch das Untersetzen einer Flachzarge nochmal umgetragen wurde.


    Hat das noch jemand dieses Jahr beobachtet? Und gibt es dazu Erfahrungswerte bezüglich Überwinterung, da mache ich mir noch weniger Gedanken, und kommenden Frühjahrshonig?

    Titel und Beiträge weichen doch etwas von einander ab.
    Suggeriert der Titel Alternativen zur AS-Behandlung aufzuzeigen, zeigen sich Ideen auch brutfrei und im Winter AS irgendwie einzusetzen.

    Das passt aber scheinbar zum Zeitgeist. Die Oxalsäurestreifen werden scheinbar auch prophylaktisch nach einer TBE verwendet.


    Also im Frühjahr Varromed, im Sommer TBE und brutfrei AS, prophylaktisch OX-Streifen, bevor dann im Frühherbst AS mit der Grabkerze verdampft wird, bevor die Restentmilbung kommt - mit welchem Verfahren und Mittel auch immer.
    Echt jetzt? Ich dachte in meiner Naivität immer das ist ein Imker-/Bienenhalterforum und kein Milbenbehandlungsforum.

    Das hat weniger mit Skepsis zu tun, als mit bis jetzt substanzlosen Bröckchen. Sorry...


    Stelle doch mal dein Set-up vor, wie du es dir vorstellst. Schwarmmanagment, Honigernte und Verarbeitung, Varroamangment, Futter- und Lagerlogistik. Dann werden dir hier einige sagen können was passt und realistisch ist, aber auch wo die Flaschhälse und Fallstricke liegen. Die klassischen Arbeitsspitzen sind ja bekannt.

    Helfen könnte ich dann zwar nicht, würde es aber interessiert verfolgen.

    Von 9 auf 50 finde ich schon sehr ambitioniert. Ich hatte das auch mal auf mich zukommen lassen und bei 20 war Schluss und ich bin erstmal gesund geschrumpft.

    Zitat

    Erstmal außenvor:

    - Schleuderraum / Technik / Equipment (in Arbeit)

    Ist bei 50WV nicht außenvor, sondern vorne dran.
    10-20 WV erfordern den ersten Techniksprung, wenn man sich das Leben nicht unnötig schwer machen will. Honigschleuderung, Klärung, Rühren, Futterlogistik, Wachsschmelzen, Logistik, Räumlichkeiten und Lagerkapazitäten für 200HR...Da stoßen die einfachen Hobbylösungen an ihre Grenzen.
    Bei 50 WV ist auch da aber vermutlich der nächste Techniksprung fällig.


    Ich dümpel jetzt so langsam vor mich hin und kaufe peu á peu irgendwelchen teuren tollen Edelstahl Geschichten, die aktuell viel zu groß sind...mal schauen, wo die Reise hingeht.

    Was ein wirklich starkes Volk ist, dass erkennt man glaube ich erst im direkten Vergleich, live und am Volk.


    Nachdem ich mir mal eine handvoll wirklich schwarmträger Königinnen besorgt habe, habe ich erst erkannt was möglich ist - und bin vom Optimum vermutlich noch meilenweit entfernt.


    Schätzen hätte vermutlich nur dazu geführt die regelmäßig zu schröpfen...


    Aber z.B. für die Einwinterungsstärke eine Option für Einsteiger.