Beiträge von ChrisAusEssen

    Ihr müsst die Ablegerbildung im Gesamtkonzept sehen.

    Die Völker müssen regelmäßig geschröpft werden, um der Schwärmerei vorzukommen. Ansonsten würde doch die Kippkontrolle nicht funktionieren und außerdem muss eine Zarge als HR ausreichen. Ergo müssen die Völker künstlich klein gehalten werden.

    Die Spätsommerpflege startet erst Mitte/Ende August. Also muss vorher bereits etwas gegen die Varroa unternommen werden. Daher der regelmäßige Schnitt der Drohnenbrut und auch die regelmäßige Entnahme von Brutwaben - schließlich muss die Milbenlast auch gesenkt werden, damit, in meinen Augen spät, mit der AS-Behandlung begonnen werden kann. Leider steht nur ein Verdunster zur Verfügung, der zur Not mit einem Grablicht unterstützt werden muss.


    Ohne die 2, besser 3-4malige Schröpfung bricht das Ganze in sich zusammen.


    Jetzt steht das Konzept aber vor einem Problem, was ist mit den Ablegern.
    Empfehlung Sammelbrutableger - geht natürlich an der Zielgruppe der Kleinstimker vorbei. Die Idee mit den Nachbarimkern gemeinsam einen zu erstellen, führte hier im Umkreis mal zu einer ordentlichen Faulbrutschleuder.

    So bleiben aber nur noch Ableger.
    Ableger mit 2BW sind für angehende Neuimker mit 1 Volk schlecht vermarktbar, da 2 BW merkt man ja im Honigertrag und wir wollen ja sanft schröpfen (sanft = macht nix).
    Methoden zur Beweiselung sind verpöhnt und machen abhängig (abhängig = schlecht). Siehe hierzu auch die Monatsshinweise, die wirklich einladend sind.

    Zitat

    „Professionelle“ machen es noch diffiziler: von A wie Anbrüter über Be legstelle, Buckfast, Carnica, Cubital index…bis hin zu Vatervolk, Zucht latte und Zusetzkäfig…ganze Bücher sind gefüllt mit Methoden zur Königinnenzucht. Entsprechend hart prallen die Meinungen über „die richtige Technik“ oder „die richtige Biene“ aufeinander…fassungslos beäugt von den meisten Jungimkern – und vielen entmutigten Erfahrenen.

    So bleibt neben der Völkervermehrung in 4-Schritten nur der 1-Waben-Ableger, um auch dem 1-Volk-Imker gerecht zu werden und ihm Möglichkeiten zu geben.

    Das gute ist aber, die werden ja garnicht alle eingewintert. Einige dienen zum Umweiseln der WV, und die anderen werden nicht aufgelöst, sondern es werden nur Ableger vereinigt oder durch andere verstärkt - auch hier ist das Vokabular wichtig...und die Aussicht ein Volk im Frühjahr zu verkaufen ist ja auch verlockend.

    Wenn ich den Honig ein halbes Jahr auftaue, dann setzt offensichtlich irgendwann eine Maillard-Reaktion ein.

    Wegschütten und die Gläser neu befüllen. Danach aber anders lagern.

    Hallo liebe Honig-Profis,


    ich stehe mit meiner Frühtracht mal wieder auf dem Schlauch.
    Vor drei Wochen geschleudert und es kristallisiert mal wieder nichts in den Eimern - also zumindest in den meisten, ein paar zeigen eine erste Trübung, mehr aber nicht und da tut sich auch nichts mehr. Die Trübung war schon nach der Schleuderung da und ich war schon voller Vorfreude auf den Raps.

    Was ich gemacht habe: vor einer Woche 35kg mit 2kg geimpft. Er ist trüb, zeigt einen "Perlmuttschimmer" aber an der Konsistenz hat sich noch nichts getan. Ebenso in den anderen Eimern.

    Soll ich trotzdem abfüllen und auf ein Wunder im Glas hoffen? Also so sieht er im Glas echt scheiße aus, es sei denn man steht auf Schlieren.
    Vor dem gleichen Problem stand ich letztes Frühjahr auch und habe die klägliche Frühtrachternte flüssig verkauft. Der Honig war im November noch immer flüssig und zeigte keine Kristallisation, was ich nicht mit der Lehrbuchmeinung über Frühtrachthonig übereinbringe - von Beton ist der weit entfernt - eher Wasser, trotz des passenden Wassergehalts.

    Die Spekulation ging letztes Jahr in Richtung Ahorn-Honig, blumig im Geschmack, leicht dunklere Farbe...
    Wäre für die nächsten Jahre natürlich interessant zu wissen, wie ich mit dem Honig verfahre, scheint sich ja so bei mir einzustellen, trotz der Rapsfelder vor den Fluglöchern.


    So, nun die Frage an die Profis, was könnte das für Honig sein und wie behandel ich den nun? Doch flüssig verkaufen, vielleicht in einer Quetschflasche? Mehr impfen?


    Wassergehalt zwischen 16,4% und 17,3%, geerntet vor der Robinie, über Grobsieb und Siebkübel mit Spitzsiebeinsatz gesiebt. Temperatur im Keller 17°C

    Mit unbegatteten habe ich eine etwas größeres Zeitfenster die Brutscheunen brutfrei zu behandeln. Die Terminierung ist einfacher und der Preis geringer, dafür trage ich das Begattungsrisiko., habe aber die Genetik direkt im Standmaß für das nächste Jahr.

    Anders als in den wohl meisten anderen Hobbys kann man mit Bienen nicht immer alles gleich ausprobieren. Manches muss man auf das nächste oder übernächste Jahr legen und sich in Geduld üben, auch wenn es schwer fällt.
    Möglichst spät kann auch schief gehen und ist je nach Region ein deutlich unterschiedlicher Zeitpunkt, die ist aber aus dem Profil auch nicht ersichtlich, gewonnen hättest du dann nichts.
    Wenn du die Königinnen vom Züchter in der Miniplus hast und pflegebedürftig in den Winter schickst, wie erkennst du denn, ob die im WV mit deiner Betriebsweise und an deinem Standort was taugen?


    Was ich machen würde.... TBE Mitte Juli und dann die Brutscheunen mit unbegatteten vom Züchter versehen. Nächstes Jahr siehst du dann wie es läuft und hast dann vielleicht einen Plan für das übernächste Jahr, wobei eine Königin jetzt noch keine Referenz darstellt.


    Just my 2ct

    Kann das wer bestätigen?

    Ne, keine Ahnung. Nie gesehen. Mir sagen die Bilder auch nix.;) Ist ja wie bei Facebook heute.


    Der Ableger wird noch riechen, aber nicht wegen der Faulbrut. Je nach Zustand der Restbrut wurde ich den auflösen und einschmelzen. Die Bienen die schlüpfen wollten, haben es auch schon nicht geschafft, da wird vermutlich nicht viel sein.


    Ideal ist natürlich ein zweiter Standort in 3km Entfernung. Oder am Stand, dann aber noch weitere Bienen von offenen Brutwaben dazugeben und/oder das Flufloch mit Zweigen bedecken - Stichwort verstellen auf kurze Distanz, einfach mal googeln.


    Passiert jedem mal. Abräumen, Krone richten, weitermachen.

    Keine Sorge, die Bienen regeln das. Ohne schlüpfende Brut altern Bienen auch weniger. Die Aufgabenübernahme ist nicht statisch an das Alter geknüpft - auch können bspw. die Wachsdrüsen wieder aktiv werden. Wenn die neue legt, werden genügend Ammenbienen zur Pflege bereitstehen, auch wenn die der bekannten Tafel nach zu alt sind. Im Winter schlüpft ja auch manchmal über Wochen keine Biene - trotzdem kommen die klar.

    Du hast den Ableger am Stand gebildet, oder?

    Die Flugbienen sind wieder zum Ursprungsvolk zurück, der Rest konnte die Brut weder wärmen, noch versorgen. Daher auch kein Futtersaft für die Larven die trocken daliegen, die verhungern/verkühlen und dann setzt schnell die Verwesung ein.

    Hier war die Frühtracht zwar ergiebig, aber der Raps wohl wieder ein Reinfall.
    In den Eimern tut sich auch nach über einer Woche exakt nix was auf eine Kristallisation hindeutet.
    Ich bin mal auf die Analyse gespannt. Letztes Jahr vermutete man in der Region vor allem Ahorn.


    Ich werde die Tage also wohl mal impfen müssen, damit zumindest ein paar Eimer vor der Zwischenschleuderung wieder leer werden.

    Ich bestehe immer darauf, dass die Kunden das kopierte Gesundheitszeugnis mitnehmen. Ich muss es 8 von 10 wie saures Bier aufschwatzen. Keiner von denen wird das zu Hause abheften, sondern alle es gleich in den Papiermüll werden und keiner wird seine Völker jemals bei einem VET anmelden...

    Ich habe dieses Jahr auf einen Kaufvertrag bestanden, in dem auch steht, dass ich dem mir zuständigen Veterinäramt mitteile, dass die Völker verkauft wurden.
    4 von 5 haben die Völker nicht abgeholt.