Beiträge von Kikibee

    Hallo miteinander,


    jetzt, da meine Bienen Ruhe vor mir haben, habe ich Zeit darüber nachzudenken, was ich noch so anpflanzen könnte. Die Bienen sollte es erfreuen und mindestens genauso wichtig: Rehe sollten es zum K.... finden! Von mir aus auch nur nicht mögen, aber jedenfalls bitte nicht auffressen. Bäume und Büsche habe ich genug, aber auf der Wiese wäre noch viel Platz für Staudengruppen oder Sommerblumen. Die Wiese wird einmal im Jahr gemäht (das Gras fressen die blöden Rehe nicht, Brennesseln auch nicht), einzelne Stellen könnte man stehen lassen.


    Was Rehe nicht fressen: Lavendel, Pfingstrosen, Sommerflieder, Fingerhut.


    Den ganzen Rest fressen sie. Dornen scheinen auch zu schmecken, Him-Brom- und sonstige Beeren, fiese Heckenrosen und Weißdorn!!!!:evil:


    Hat einer von Euch eine real erprobte Idee? Was ist mit der Silphie? Ist bestimmt auch lecker, sieht schon so aus...


    Ratlos
    Kikibee

    Hallo Bienensiggi,


    da hast Du mich missverstanden. Bei mir sind alle (?) Bienen noch da, es sieht sogar alles bestens aus. Ich habe mich nur gewundert, wohin eigentlich die von der AS eingegangene Brut hinverschwindet. Ich hatte es so verstanden, dass die offene Brut von der AS so geschädigt wird, dass diese abstirbt. Und daher hätte ich erwartet, auch etwas vom Ausräumen derselben zu sehen, was aber nicht der Fall war.


    Viele Grüße
    Kikibee

    @ luxnigra


    Bei mir sind die Bienen erst mal gar nicht gewichen, vielleicht weil es eine Weile gedauert hat, bis sich eine gewisse AS-Konzentration aufgebaut hat. Danach waren sie dann unterhalb der Außenkanten des Tabletts (da, wo der AD-Dampf "runterfällt" entweder vielleicht 5 cm zurückgewichen oder zwischenzeitlich (in reinen Honig-Wabengassen) noch weiter runter verschwunden. Ich habe das Tablett nach Anweisung über das Brutnest gestellt, also nicht unbedingt in die Mitte. Daher weiss ich nicht, was bei der Brut geschehen ist.


    Wie gesagt, erstaunlicherweise waren vom Brutnest nach 16 Tagen noch einige verdeckelte Zellen übrig. Die leeren Zellen hatten die Damen zwischenzeitlich (?) ziemlich mit Nektar gefüllt, sie haben aber auch schon wieder eine zusammenhängende Fläche freigelegt und die ersten Stifte waren zu sehen. Kann ja sein, dass ich noch keinen rechten Plan habe, aber für mich sahen sie jetzt weiterhin sehr zahlreich und munter aus. Irgendwie hatte ich wankende Halbleichen erwartet. Aber vielleicht war auch alles viel zu soft und die Milben schlagen dafür um so fieser zu.


    Eines meiner Völker war von meinem Imkervater vorher versehentlich mit der doppelten Dosis AS behandelt worden, da sind bei mir noch drei Wochen lang dauernd tote Bienen rausgetragen worden. Von so einem Gemetzel war jetzt nichts zu sehen.


    Ich hoffe das Beste und freue mich vorsichtig auf das nächste Jahr.
    Kikibee

    Liebe Forianer,


    im Juli habe ich vier Völker erhalten, die gerade eine AS-Behandlung hinter sich hatten. Nachdem ich im September meine Völker dann das erste Mal selbst mit Ameisensäure behandelt habe (Nassenheider pro mit 60% AS), fällt mir gerade auf, dass ich nichts von der zerstörten offenen Brut gesehen habe. Eigentlich sollten doch die Eier und ganz kleinen Larven beim Ausräumen durchs Bodengitter fallen. Größere Larven müssten vor die Haustür geschafft werden, wo noch ca 15 cm "Balkon" sind, bevor es nach unten ins Gras geht. Gesehen habe ich davon nichts und zumindest die Windel habe ich immer genauestens studiert. Vor dem Flugloch liegen zwar gelegentlich tote Bienen, aber ich habe dort noch nie eine halbfertige Made/Biene gesehen. Außerdem habe ich bei Durchsicht eines Volkes gesehen, dass es am Tag 16 nach Beginn der Behandlung noch etwas verdeckelte Brut hatte. Die ersten paar ganz frisch gelegten Eier waren auch schon zu sehen. Zwischenstadien gab es nicht.


    War ich nur zu langsam zum Gucken? Oder fressen die Bienen die Larven auf (die sind doch Vegetarier und können nur lecken, dachte ich)? Oder war meine Behandlung nicht erfolgreich? Die Verdunstungsrate war so wie angegeben - eher höher, die Behandlung fand auch während der warmen Tage statt. Das Flugloch war halb zu, die Windel eingelegt. Die Bienen haben auch die ganze Zeit respektvollen Abstand zum Verdunster-Tablett gehalten. Die während der Behandlung fallenden Milbenzahlen waren zwar deutlich höher als vorher, aber trotzdem nicht wirklich viele, so 30 bis 50 pro Tag.


    Könnte es sein, dass mit dem Nassenheider die AS-Konzentration so langsam ansteigt, dass zwar die Königin aufhört zu stiften, dass aber zumindest anfangs die größeren Maden doch noch verdeckeln können? Und was heißt das für die Milben?


    Die Bienen sehen übrigens sehr gesund aus, ich habe noch keine mit seltsamen Verhalten oder Aussehen gefunden.


    Seht Ihr was von der geschädigten offenen Brut?
    Kikibee

    Welche Daten haben wir denn für die Temperatur-Absenkung? Hobos, was nocht? Bei Hobos haben wir nur für einen Teil der Daten Termine für die AS-Behandlung. Vielleicht sind die Temperaturen im Herbst einfach niedriger, es hat bisher nur niemand in dieser Zeit gemessen--nur so eine mögliche Theorie???


    Für ein allgemeines Temperaturprofil gibt es das Projekt von Michael M. (Thread "Michael M. und Prof. Tautz" in Rubrik "Medien"). Darin befindet sich ein Link zur Homepage des Projektes. Ab Anfang Oktober gibt es dort eine deutliche Temperatursenkung ohne Behandlung, die auch länger anhält.
    Seine Bienen hat er nicht mit Ameisensäure, sondern mit Perizin behandelt. Im Sommer brauchen die Bienen 5 Stunden, um die Unterkühlung durch das Handling wieder auszugleichen (ich habe keine Ahnung, wie groß da das aufgebrachte Volumen und damit eine mögliche Verdunstungskälte ist). Im Winter, wenn es in der Traube sowieso schon kälter ist, führt die Perizin-Behandlung zu einer deutlichen Steigerung der Temperatur!
    Michael M. hält sich mit einer Bewertung zurück.


    Der Temperaturanstieg könnte z.B. damit zusammenhängen, dass die Bienen nun ihren Stoffwechsel anwerfen müssen, um dieses Gift abzubauen. Dafür braucht es Enzyme etc., die alle erst mal hergestellt werden müssen. Dabei wird Abwärme frei. Oder Perizin sorgt seinerseits direkt dafür, dass irgendein Vorgang angeworfen wird, bei dem Energie frei wird.


    Viele Grüße
    Kikibee

    Ich denke, dass der physikalische Wärmeentzug zur Verdampfung der Ameisensäure nicht viel ausmacht. Das heißt aber nicht, dass die Ameisensäure nicht anderweitig dazu beitragen kann, die Stocktemperatur zu senken. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Bienen unter diesen Bedingungen ihren Stoffwechsel herunterfahren, womit weniger "Abwärme" zum Heizen übrig bleibt.


    Beispiel Mensch, wenn auch wahrscheinlich in diesem Zusammenhang falsch: Was tun wir, wenn wir mitten im nasebeißenden Stink sitzen und nicht wirklich wegkönnen? Die Luft anhalten oder flach atmen, und das geht nur, wenn wir uns nicht viel bewegen, also nicht viel Sauerstoff in uns reinpumpen müssen. Irgendwann wird uns dann kalt, eben weil wir alle Tätigkeiten vermeiden, die eine hohe Stoffwechselaktivität erfordern.


    Es gibt aber bestimmt noch genügend andere vorstellbare Mechanismen, die eine Wirkung der Ameisensäure auf die Temperatur erklären könnten. Spontan fiele mir da noch ein, dass unter diesen sauren Bedingungen die Sauerstoff-Gängigkeit oder der Sauerstoff-Transport von den Tracheen in das Blut oder in der Biene selbst beeinträchtigt sein könnten.


    Viele Grüße
    Kikibee

    Zur Verdunstungskälte:


    Irgendwo habe ich gelesen, dass die Bienen in der Trachtzeit ein bis eineinhalb Liter Wasser pro Tag aus dem Honig trocknen und diese Menge aus der Beute herausbefördern.


    Gehen wir von 1 Liter = 1 kg Wasser aus, dann benötigt es bei 25 °C 2240 kJ, um aus diesem Kilo flüssigem Wasser ein Kilo Wasserdampf zu machen. Praktisch ist es wahrscheinlich sogar mehr, da der Zucker die Wassermoleküle noch zusätzlich bindet. Wenn nun das Verdampfen von 400 ml Ameisensäure über 10 Tage insgesamt 200-600 kJ an Wärmeenergie abzieht (wie schon vorher berechnet), dann ist das relativ zum Wasser zu vernachlässigen.


    Viele Grüße
    Kikibee

    :p_flower01:Danke an Marion und Euch alle!:p_flower01:


    Für den Winter hätte ich damit immerhin schon mal einen in sich schlüssigen Plan. Im nächsten Jahr dann kann der Theorie nur noch die Praxis in den Weg kommen! :cool:


    Viele Grüße
    Kikibee

    @ Marion: Kann man diese ungedrahteten Rähmchen mit Mittelwand dann auch in einer Tangentialschleuder schleudern oder geht das nur mit Radialschleuder? An erstere käme ich schmarotzenderweise dran, die andere müsste ich in meinem Umfeld noch finden.


    Ansonsten klingt das richtig gut!
    Danke,
    Kikibee

    Öh, ich hatte das so verstanden, dass man die Mittelwand nur in die obere und die untere Nut einsteckt und dass das dann ohne Einlöten hält. ??? Es handelt sich ja nur um 2/3-Maß, dh, die Mittelwände sind nur ca 13 cm hoch. Wenn Draht, dann würde auch ein einzelner reichen, denke ich.


    Viele Grüße
    Kikibee

    Euch allen vielen Dank, der Nebel lichtet sich!


    Dreigleisig zu fahren (Schleuder-, Press- und Wabenhonig) ist zwar alles andere als bescheiden, gefällt mir aber gut. Die eigene Schleuder muss aber noch warten.


    Bei meiner ursprünglichen Frage war es mir auch darum gegangen, ob ich mir jetzt im Winter (bevor alles wieder ausverkauft ist) gedrahtete oder ungedrahtete Rähmchen beschaffe. Jetzt werde ich mal versuchen, Rähmchen mit Nut oben und unten zu bekommen. Irgendwo habe ich schon mal welche gesehen. Passende Mittelwände kann man im Wunschmaß bestellen, oder? Wenn ich dafür nicht drahten, einlöten und beim Rausschneiden rumfrickeln muss, ist es mir das wert. Und zur Not kann ich immer noch einen Draht einziehen.


    Jetzt könnte eigentlich der Frühling kommen!!!
    Kikibee

    Marion : Wenn ich meine Wiesengeschichte so lese, dann könnte ich eigentlich wirklich abkürzen und gleich eine Schleuder anschaffen. Aber jetzt muss ich ja erst mal Honig zum Ernten haben.


    Jörg : Sicherlich kann ich erst mal bei meinem Imkerpaten schleudern gehen. Der hat seine Schleuder allerdings auch nicht ständig in Betrieb und muss dafür immer erst den Keller umräumen. Das heißt, Schleudern ginge nur, wenn er gerade auch schleudern will. Auf Dauer fände ich das für beide Seiten ziemlich unangenehm.
    Beim Verein könnte ich anlässlich zweier Events pro Jahr schleudern. Aber ich denke, dass gerade mit den Flachzargen mehr Termine mit kleinerem Volumen nötig werden.


    Dann müsste ich das mit der Schleuder noch meiner zweiten Hälfte nahe bringen, die gerade schon ungläubig die Zargenstapel im Keller beäugt.


    Vielen Dank
    Kikibee

    Hallo Jörg,


    sicher hast Du recht. Ich dachte nur, ich fang mal bescheiden an - ohne Geräte-Overkill. Aber da scheint es ein Gesetz zu geben, dass das nicht geht:


    Am Anfang war der Wunsch nach mehr als einem kleinen Obstbaum. Dann kam die Idee einer Obstwiese, dann war die Wiese da und es mussten viele Bäume gefällt werden. Zuerst mit der Handsäge, dann mit der Akkusäge, inzwischen mit der Motorsäge. Selbstverständlich mit Schnittschutz und allem Drumherum. Dann war da viel Holz, erst die Axt, dann der Holzspalter, demnächst kommt der Kaminofen ins Haus, dazu muss noch der Schornstein kommen. Dann war die Wiese schön licht, aber wenig Obst am Baum. Da schrie die Wiese nach Bienen. Also gab es einen Imkerkurs, viele sinnlose Exkursionen in den Bastelkeller, diverse nicht preiswerte Einkäufe. Jetzt sind die Bienen da, dann wird da hoffentlich Honig sein und der Honig soll rauskommen!


    Danke Euch allen, die Ihr mir beim Gedanken sortieren geholfen habt!
    Kikibee

    Hm, durchgängig prickelnd sind die Optionen alle nicht. Es hat wohl seinen Grund, warum das kaum einer macht. Leihschleuder is nich. Der Verein hat keine Schleuder zu verleihen und die Schleuder des Imkerpaten passt nicht in mein Auto. Außerdem hätte der Reiz der Presse darin bestanden, dass sich das Ding hinterher auch in der Küche gut reinigen ließe und man einfach auch mal nur ein oder zwei Zargen an einem Abend pressen könnte.


    Wenn ich das richtig sehe, gibt es folgende Möglichkeiten:


    1) Ich lasse die Bienen alles jedes Jahr neu in Naturbau machen und nehme hin, dass sie sich dabei zieren, den Honigraum anzunehmen, dass sie weniger Honig herstellen, weil sie auch Wachs produzieren müssen und dass weniger Honig herauskommt, weil sie diesen erst mal in den Brutraum stecken. Dazu kommt, dass sie eher schwärmen. Den entstehenden Honig kann ich wahlweise als Waben- oder als Presshonig ernten.


    2) Ich lasse die Bienen zwar ausschließlich Naturbau errichten, zerstöre aber die Waben nicht bei der Ernte. Stattdessen schleudere ich zumindest einen Teil der Waben ab, wofür ich dann doch eine Schleuder bräuchte. Der Vorteil besteht darin, dass die Bienen eher in den Honigraum gehen, dass sie etwas mehr Honig produzieren und dieser auch dort ist, wo ich ihn haben möchte. Vielleicht schwärmen sie nicht so schnell. Den Honig kann ich zum Teil auch als Wabenhonig ernten.


    3) Ich gebe den Bienen Mittelwände. Diese stelle ich entweder aus eigenem Wachs her oder ich kaufe sie. Die Ernte für Presshonig lässt sich ggf. durch Rausschneiden oder Erwärmen der Drähte realisieren. Alternativ müsste ich die Drähte rausziehen, was bedeutet, dass ich hinterher wieder neu drahten muss. Oder ich könnte die etwas dickeren selbstgebastelten Drähte verwenden, die eingehängt werden. Wabenhonig gibt es damit nur, wenn ich zwischendurch Naturbau-Rähmchen hineinhänge.


    Optimal klingt keines von den dreien… Wenn ich Mittelwände verwenden würde, würde ich auch schleudern. Jede Mittelwand – noch dazu selbst hergestellte - nur einmal zu verwenden, wäre mir zu teuer bzw. zu aufwändig.


    Gibt es bei Version eins Aussicht darauf, dass die Bienen das mit der Zarge voller Anfangsstreifen irgendwann „kapieren“? Kann man die Schwärmerei in den Griff bekommen, wenn man die Bienen realistisch nur zweimal pro Woche besuchen kann?


    Ich seh es schon kommen, dass ich irgendwann eine Presse UND eine Schleuder herumstehen habe. Die Presse könnte man auf die Schleuder oben drauf stellen. Gibt es für Honigschleudern eine Zweitverwendung?


    Mit zerbröselndem Kopf
    Kikibee