Beiträge von Kikibee

    Angst brauchst Du nicht haben. Ich habe in den ersten beiden Jahren jeweils 2000-2500 Euro ausgegeben, danach in Wellen. Allerdings bin ich auch nicht bei den 8 Völkern der ersten beiden Jahre geblieben. Wenn Du die innere Stärke besitzt, Dich ausreichend zu zügeln, dann brauchst Du danach vielleicht noch 500 Euro pro Jahr für allen möglichen Kleinkram, Kurse, Bücher etc. Müssen muss man nichts und man braucht auch längst nicht alles und schon gar nicht die Berufsimkervariante. Man kann gerade im kleinen Bereich viel improvisieren, weil es nicht auf die Zeit ankommt. Hilfreich fand ich das ausführliche Lesen im Forum und vorab überlegen, was DU brauchst, nicht, was wer anderes ganz toll und unverzichtbar findet. Ich besitze und vermisse weder Doppelsieb (bei mir tief in den Eimer gehängte Spitzsiebe wie Sumpf) noch Entdeckelungsgeschirr (bei mir Traverse mit Dorn über GN-Behälter für Bruchteil der 130 Euro). Die Schleuder kann man von Hand drehen, zum Wabenschmelzen tut es auch eine Plastikkiste mit angeschlossenem Tapetendampfablöser. Natürlich ist alles in VA schöner, vielleicht wird es auch langfristig etwas in der Richtung werden, aber für den Anfang braucht man das nicht.


    Was wichtiger ist: Imkern macht Dreck und frisst nach und nach wirklich viel Platz im ganzen Haus. Ich weiß nicht, ob ich damit angefangen hätte, wenn ich gewusst hätte, dass ich die Hälfte der Zeit Zeug durch die Gegend schleppe und säubere. Anfangs guckt man mehr und zerbricht sich den Kopf über die Bienen, später braucht man weniger Zeit an den Völkern und zerbricht sich dafür den Kopf über die Logistik. Glücklicherweise hat mir das aber keiner gesagt.

    Nordler

    Natürlich kannst Du noch etwas Neues anfangen. Vielleicht nicht gerade eine große Berufsimkerei aus dem Boden stampfen, aber auf jeden Fall ein neues Hobby angehen. Das ist in erster Linie eine Kopfsache, weswegen mich Deine Frage ernsthaft irritiert. Suchst Du einfach nur einen kleinen wohlwollenden Anschub (fühle Dich hiermit geschubst) oder zweifelst Du tatsächlich an Deiner geistigen Flexibilität? Die kennst nur Du und die musst Du selber beurteilen. Lust auf Neues muss man schon haben. Wer eher auf feste Rezepte angewiesen ist, hat es bei der Imkerei schwerer als jemand, der aus verschiedenen Optionen die für die jeweilige Situation beste rausfiltern kann. Es gibt sehr viele Infos, nicht alle sind sinnvoll, selbstständiges Denken hilft hier enorm.

    Ansonsten hilft gut zugänglicher Platz, Treppen sind Gift. Wenn Du Probleme mit Heben hast, dann gib nicht den Muckihelden. Man kann Zargen auch zu zweit heben. Beim Lustimkern geht alles.


    Marcus Göbel

    Was sollte dieser pauschalisierende Rundumschlag? Sorry, aber mir scheint, Du entwickelst Züge eines alternden Grantlers.


    Elle

    :thumbup:


    Durchhalten, bald ist wieder Frühling!

    Kikibee

    Die Wahrnehmung der Lautstärke hängt vom Zustand der Ohren ab. Ebenso könnte ich mir vorstellen, dass das Geräusch bei Nutzung von Hörgeräten mitsamt sonstigem Lärm als Hintergrund herausgefiltert wird.

    Ich möchte hier keinem was vorschreiben... kann ja jeder machen was er will... aber diese tausenden von Sondermaßen und Kisten ist echt eine Katastrophe.

    Nein. Eine Katastrophe ist etwas anderes. Die betrifft viele Leute und/oder hat katastrophale Auswirkungen. Wenn einzelne für sich persönlich Arbeitsbeschaffungsmaßnahmrn erfinden wollen, ist das Privatvergnügen und nennt sich neudeutsch Hobby. Vermutete 99 Prozent der Forumsimker bräuchten sich die ganze mit der Imkerei verbundene Material- und Arbeitsschlacht nicht geben und könnten statt dessen auch wandern gehen. Ob man nun mit dieser oder jener Kiste seine Zeit verdüdelt, ist von ganz außen gesehen vollkommen unerheblich. Da diese Sondererfindungen noch nicht mal andere Imker beeinträchtigen, ist doch alles paletti.

    Wenn ich keine bebrüteten Waben dort haben will, will ich auch kein Brutraumwachs mit all den darin gelösten Abfallstoffen. Leichenrückstände will ich schon gar nicht darin haben. Außerdem macht dieses Verfahren die Strecke wesentlich übersichtlicher.

    Ich habe einen gerichteten Kreislauf, also eine Kombination aus Kreislauf und Strecke. Honigraumwachs bleibt im Honigraum oder geht bei Bedarf oder Überfluss in den Brutraum. Brutraumwachs bleibt im Brutraum oder geht bei Überfluss in Kerzen. Aus dem Brutraum geht nichts in den Honigraum.

    Drohnen schneide ich nicht und wenn, dann wäre das für mich Brutraumwachs, da bebrütet.

    Die hast Du schon längst erzählt. Die Bienen nehmen offenbar, was ihnen von der Konsistenz her passt. Harz ist natürlich gut geeignet. Leimring tut es auch. Der fällt wegen der grünen Farbe auf, was beim Weiterdenken irgendwann die Frage aufwirft, welche minderleckeren Substanzen wir nur deshalb nicht erkennen, weil sie irgendwie propolisfarben sind.

    1 Volk war sehr laut und keine Brutdeckel auf der Windel, bekam eine Königin aufgesetzt

    Laut heißt um diese Jahreszeit nicht automatisch weisellos. Es sind auch immer mal wieder einzelne Völker laut, weil sie eine Umräumaktion machen. Oft ist zwei Tage später wieder zufriedene Ruhe, dafür sieht man viele Wachsbrösel unter einer der äußeren Futterwaben.


    Eine andere Ursache für geräuschvolle Missfallensbekundungen sind Untermieter wie Mäuse und Spitzmäuse. Das kann man aber auf der Windel erkennen. Ein Blick durchs Flugloch hilft auch weiter. Die Maus baut ein Nest aus Blättern auf dem Gitterboden. Die Spitzmaus kommt nur gelegentlich zum Futtern und hinterlässt abgenagte Bienenreste.


    Wenn sie um diese Jahreszeit schon ein paar Tage weisellos sind, dann hört man davon eher nichts. Die haben die Empörung dann schon längst aufgegeben.


    Also: Wenn im Winter laut, dann Windel studieren, durchs Flugloch spähen (Foto mit Handy machen ist bequemer), ansonsten nichts tun und zwei Tage später nochmal nachsehen. Meistens ist dann Ruhe.


    Grüße von Kiki