Beiträge von Kikibee

    Jepp, die Wachsmotten schlagen zu. Zwar nicht im Übermaß, aber irgendwo wird doch Pollen mit drin sein. Das magst Du nicht im Honig haben, also fängst Du dann an, jedes Rähmchen einzeln zu kontrollieren und die befallenen Stellen mit dem Messer rauszuschneiden. DAS bedeutet nervige Arbeit und Matscherei und Frust und heilige Vorsätze für alle Zukunft.

    Howgh, ich habe aus Erfahrung gesprochen.

    Der 25. Thread nicht nur zum selben Thema, sondern auch zur gleichen Frage bewirkt, dass die Erfahrenen (die mit der Fragestellung tatsächlich und praktisch schon zu tun hatten und von denen man lernen könnte) keine Lust mehr zum Schreiben haben. Dafür bekommt man dann vermehrt Antworten von Anfängern (mit bestenfalls theoretischem oder anekdotischem Wissen) und Selbstdarstellern und die Erfahrenen schreiten nur noch ein, wenn zu viel Mist verzapft wird. Wenn sie denn überhaupt noch mitlesen.

    Das ist der Trend, positive Ausnahmen gibt es natürlich auch auf allen Seiten.

    Eigentlich dürfte es nach dem Doktor schon beim ersten Mal nix werden, denn “Im wirklichen Leben bestiftet die Königin ein aus Kunststoff bestehendes Näpfchen nicht einmal !!!“

    Sag niemals "nie" (oder "nicht einmal"). :D


    Letzthin ist genau das passiert. Ich hatte ein vorher schon mal woanders erfolglos benutztes und dann neu belarvtes Näpfchen zwischen die Oberträger eines Volkes gehängt. Einige Tage später war es zwar nicht angepflegt, aber dafür frisch bestiftet.


    Die Bienen sind wesentlich weniger konsequent, als wir ihnen unterstellen.

    Die gelben Piekser halten in frischen Waben nur schlecht. Versuche es mal weiter oben, gerade eben schon im Futterkranz. Dort kannst Du Piekser samt Näpfchen fest reindrücken und der Honigbapp hilft beim Festhalten.

    Ich stand jetzt das dritte Jahr mitten im Raps. Immer wunderschön geblüht.


    2020 hatte es Anfang März das letzte Mal geregnet. Der nächste Regen fiel zwei Tage vor Ende der Blüte des letzten Feldes. Es gab Obst und noch ein bisschen entfernte Robinie. Raps war auch drin, der Honig wurde zumindest hell.


    2021 habe ich durchgefüttert. Null.


    Dieses Jahr ist alles drin, nur kein Raps. Ahorn, Obst, erste Robinie. Der Honig ist dunkler, riecht anders und fängt nun nach drei Wochen langsam mit dem Kristallisieren an.


    Raps als sichere und üppige Tracht zu sehen, nur weil man mitten im gelben Meer steht, kann eine absolute Fehleinschätzung sein. Ich vermute, dass bei mir in erster Linie Trockenheit eine Rolle spielt.

    Bei der Deckelwachsschmelzerdiskussion muss man etwas differenzieren.

    Wenn ich direkt in den Deckelwachsschmelzer entdeckele, dann habe ich natürlich eine viel größere Honigausbeute, als wenn ich erst den Honig gründlich abtropfen lasse. Bei mehr Völkern ist das eine logistische Frage, da ist ein Deckelwachsschmelzer ganz sicher wirtschaftlich sinnvoll. Für mich und unseren Haushalt ist er das nicht. Und für dauerhaft 10 Völker auch nicht, es sei denn, man hat Platz ohne Ende und Spaß an Edelstahl und rechnet den Lustgewinn dazu. (Spaß hätte ich schon, aber leider nur sehr limitiert Platz.)

    Für mich entzerrt der Melitherm die Arbeitsspitzen. Im Sommer kommt der Honig gesiebt in den Eimer, wird einmal abgeschäumt und was ich in dem Moment nicht weiter verarbeiten möchte oder kann, bleibt so stehen, bis ich ihn brauche. Mein Melitherm erfreut mich jedes einzelne Mal, wenn ich ihn benutze.


    Den echten Bedarf eines Deckelwachsschmelzers sehe ich für kleine Imker nicht. Dieses Mal war bei mir nicht alles verdeckelt, aber mindestens für 250 kg Honig habe ich mit dem Messer Dickwaben (9 statt 10) entdeckelt. Den Honig-Wachs-Brabsch habe ich wie immer erst ein bis zwei Tage abtropfen lassen und dann tatsächlich mal durch ein Deckelwachsschmelzer-Setting laufen lassen. Der Zusatzgewinn waren vielleicht 6 kg Honig. Wenn ich das Abtropfen in einer wärmeren Umgebung durchgeführt hätte (Wärmeschrank, am sonnigen Fenster), dann wären sicher nochmal zwei kg mehr rausgelaufen. Schon für die 6 kg bin ich mir nicht sicher, ob es für mich den Reinigungsaufwand wert ist. Ein richtiger Deckelwachsschmelzer lohnt sich für mich nicht, vom Platzbedarf ganz zu schweigen.


    Entspannte Grüße,

    Kikibee

    Ob die 35,3 Grad nun 35,3 Grad sind oder nicht, ist doch eh unklar. Davon, dass ein Gerät eine Zahl anzeigt, kann man bestenfalls einen Anhaltswert ableiten. Dh, Du musst für Dein Gerät herausfinden, welche Zahl auf der Anzeige zu optimalen Ergebnissen führt. Allerdings dürfte zumindest die Temperatur im realen Bienenvolk auch nicht konstant sein. Aber das ist nochmal eine andere Frage.

    Wenn es keinen technischen Fehler gegeben hat, fällt mir bei dem Anblick spontan das Black Queen Cell Virus ein. Ich habe davon aber keine echte Ahnung. Irgendwer im Forum hatte schon damit zu tun und kann das vielleicht widerlegen oder bestätigen.