Beiträge von Kikibee

    Am Rand unserer Wiese haben wir bisher gut 20 vetrocknete Fichten gefällt. Der Bach, der sonst von Oktober bis April plitscherte, verschwand 2018 und war seither vielleicht noch drei Wochen sichtbar. Das war jetzt der zweite Winter ohne. Starkregenereignisse finden woanders statt. In den letzten 365 Tagen gab es genau drei Tage mit wenig mehr als 20 mm. Diesen Winter musste ich immerhin nicht erst mit viel Leitungswasser den Boden aufweichen, um einen Baum ausgraben zu können.

    Diese Konzepte gehen doch sicherlich im Wesentlichen auf die 80er/90er Jahre zurück, als es Brutperioden gab, die sich von Ende März bis Ende September erstreckten, also rund 6 Monate lang.


    Diese Aussage über die Länge der Brutperiode halte ich so für falsch. Es gab/gibt die durchaus kategorische Anweisung, von Ende September bis Mitte März nicht in die Beuten zu schauen und sie überhaupt möglichst nicht anzufassen. Ausnahme Winterbehandlung. Dh. das tatsächliche Geschehen darin war dem normalen Imker schlicht und ergreifend unbekannt, da black box, und weitergegeben wurde, was einem selber schon erzählt wurde. Mit fest geschlossenen Böden konnte man noch nicht mal verfolgen, was wir heute auf der Windel entdecken können.


    Eben habe ich sicherheitshalber in einem Leitfaden der Badischen Imkerschule von 1896 nachgesehen. Auch dort steht schon erwähnt, dass das Brutgeschehen in milden Wintern bereits im Januar beginnen kann. Dabei muss man noch dazu berücksichtigen, dass der Einzugsbereich der badischen Imkerschule gut 1000 Höhenmeter und sehr unterschiedliche Klimaregionen umfasst. Dh. dass der genannte Zeitpunkt vermutlich ein Mittel für alle diese Regionen darstellt.


    Hier in der Rheinebene finde ich relativ zuverlässig zwischen Wintersonnenwende und Silvester die ersten neuen Wachsschuppen auf den Windeln, was ich als allerersten Brutanfang deute. 10 km weiter und 200 hm weiter oben und außerdem im winterlichen Dauerschatten findet alles 1-2 Wochen später statt. Außerdem gibt es immer mal einzelne Völker, die sich anders verhalten.


    Vielleicht ist es aber auch eine Definitionsfrage, was man als Brutanfang betrachtet: Ob die ersten Zellen bestiftet werden oder ob es richtig fett losgeht. In Zeiten der verbesserten Mess- und Beobachtungsmethoden können auch kleine Brutnester viel früher identifiziert werden.


    Ich gehe davon aus, dass sich das ernsthafte Brutgeschäft parallel zu den Blühzeiten verschiebt. Es findet zwar eher statt, aber die Brutzeiten verschieben sich am selben Standort nicht um die von Rall0r genannten Zeitspannen.


    Insgesamt irritiert mich an so gut wie allen Konzepten und Anweisungen, dass sie keine Rücksicht auf das lokale Klima nehmen und auch nicht wirklich darauf hinweisen. Vermutlich befürchten die Verfasser, dass sie die Imker sonst verwirren und überfordern könnten. Ich richte die Varroabehandlung nicht nach fertigen Konzepten aus, sondern nach meinen Bienen, und damit fahre ich bisher ausgesprochen gut.


    Gruß von Kikibee

    Meine Frage galt Georgie. Wenn Sie, Ludger Merkens, die Antwort nicht wissen, warum melden Sie sich dazu?


    Nein, ich werde nicht darüber nachdenken, wie es sein kann, daß es Völker gibt, die trotz Nichtlebens fliegen, nämlich wegen offenkundiger Absurdität.

    Auch Freizeitimker sollten zumindest ab und an Freizeit ins Denken investieren. Aber dann könnten wir nicht so eine wunderhübsche Selbstdemontage genießen.

    Zum x-ten Mal: Erst mit 3 oder 4 Völkern kann man sinnvoll etwas über die Bienen lernen, weil man sonst keinen Vergleich hat, was ein starkes oder schwaches Volk ist, welches Phänomen gerade normal und welches besorgniserregend ist. Die Lernkurve dürfte mindestens doppelt so steil sein.


    Gruß von Kikibee

    Doch, das geht auch mit wenig Wachs. Ich fülle das flüssige Wachs über 2 cm heißes Wasser in 1-kg-Jogurtbecher, diese stelle ich dann auf die Heizung. Deckel drauf und Decke drüber und nicht mehr anfassen. Nach dem Erstarren den Boden des Blockes penibelst abkratzen. Das Ganze ggf. wiederholen, bis der Boden sauber bleibt.


    Wenn man die Wärmemenge von viel Volumen nutzen möchte, kann man auch wenig Wachs mit viel Wasser ergänzen. Deckel drauf, Decke drumherum, evtl 1-3 h bei Warmhaltestufe auf dem Induktionsherd stehen lassen, es sollte aber keine Bewegung mehr ins Wasser kommen. Ruhe.

    Mögliche Fehlerquellen: Auch bei den Teelichtern gibt es unterschiedliche Größen und damit Dochtstärken. Teelichtdochte sollten vor dem ersten Anzünden lang genug über das Wachs rausstehen, mindestens 1cm, weil die noch ziemlich zusammenschnurren. Für Bienenwachskerzen gibt es andere Dochtstärken als für Stearin- oder Paraffinkerzen. Dochtstärken unterschiedlicher Hersteller sind nicht gleich. Laufen die Kerzen immer in einer bestimmten Richtung aus bzw. kannst Du einen beständigen, leichten Luftzug ausschließen, quer oder auch von unten nach oben durch einen Ofen oder eine Heizung?

    Lagern soll die Abbrenngeschwindigkeit reduzieren. Mit einem 1er-Docht gefertigte 8-10 mm dicke Kerzen brennen bei mir aber auch am Tag der Herstellung gesittet und ohne Tropfen ab.

    Weiter viel Erfolg bei der Fehlersuche!