Beiträge von Saargau-Bienen

    Hatte am 15.5 einen schwarm gefangen und am 17.5 in eine neue Beute eingeschlagen

    Hallo David,


    gefangene Schwärme solltest noch am gleichen Tag/Abend in eine Beute einschlagen. Schwarmbienen haben für drei Tage Proviant dabei und können direkt mit dem Wabenbau anfangen. In deinem Fall wurde wertvolle Zeit und Proviant vergeudet. Kellerhaft von zwei bis drei Tagen ist eigentlich nur bei Kunstschwärmen zur Gemeinschaftsfindung vorgesehen.


    Ab morgen sollte es - zumindest bei uns - schöneres Wetter geben. Bei derzeit schlechtem Wetter bietet sich zum Ausbau der Mittelwände auch eine Futtergabe (Zuckerwasser 1:1) an.


    Reichlich Polleneintrag wirst du erst haben, wenn auch ausgebaute und freie Zellen für Brut, Nektar und Einlagerung der Pollen vorhanden sind.


    Gruß


    Lutwin

    Das ist wie beim Fahrzeug-Motor: Wenn Du aus einem 1000 ccm-Motor 150 PS rausholen willst, musst Du behutsam zur richtigen Zeit die richtigen Stellschrauben drehen, damit Dir der Motor nicht um die Ohren fliegt.....

    07806 liegt ziemlch weit im Osten. Ich wohne direkt an der Französischen Grenze und bekomme im Winter schon den atlantischen Einfluss ab. Von daher habe ich schon am 01. April auf den starken Völkern die Honigräume drauf, die schwächeren haben dann noch die Schiede, damit sie Mirabelle, Kirsche, pp noch mitbekommen und für den Raps fit sind.

    da die Frühtracht immer früher kommt, verpennen viele Völker das als Entwicklungstracht mit zuwenig Flugbienen. Was durch ist, ist weg.

    Deshalb ist jede Förderung gern gesehen, am besten schnitten die letzten Jahre die Segeberger und DD mit Wärmeschieden ab.

    Die haben auch die wechselnden Phasen in diesem Frühjahr noch für Tracht nutzen können. 12er DNM und 10er LS ohne Thermoschiede waren wesentlich schlechter.

    Auch zum Völkerverkauf sind eher Frühentwickler gefragt. Besonders im Raps sind die natürlich auch startbereiter, wenn die Genetik nicht stimmt, zuwenig HR drauf sind oder bei Normbeuten geschröpft wird.

    Wenn ein Volk bei der Frühtracht in den Startlöchern steht, braucht man das Thermoschied im Frühjahr wirklich nicht. Schwache Völker oder Ableger kann man dann in der Entwicklung aber sehr wohl pushen. Aufgrund der Gesamtumstände glauben sie auch in einer 12er Dadant, dass sie die Hütte bald voll bekommen. Die Annahme von Mittelwänden und des Honigraums fällt leichter.

    Aber da muss halt jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Man kann natürlich auch in der Frühtracht zwei schwächere Völker zusammenlegen, dann hat man bei späteren Trachten zunächst ein Volk weniger und muss wieder teilen.


    Viele Wege führen nach Rom. Am besten ist aber, mit starken Völkern aus dem Winter zu kommen. Und da sind Wärmerschiede bisher - insbesondere bei schwächeren Völkern - nicht von Nachteil gewesen. Ein paar Tage früher in die Brut kommen kann bei der Volkstärke bald sehr viel ausmachen.

    Räuberbienen sind aber sehr früh morgens schon fleißig unterwegs, während sonstwo an den Fluglöchern noch nichts los ist. Da ist früh aufstehen angesagt......sonst wird man gnadenlos abgestraft. In solchen Fällen bin ich jetzt immer schon in der Dämmerung an den Kisten fertig, auch wenn das Aufstehen schwer fällt.


    Gruß


    Lutwin

    Wie hoch ist denn "zu hoch" in Metern?


    Dann kann man besser einen Ratschlag geben. Oben angeführtes Schwarmfangrohr, Fangwabe mit jüngster Brut an einer Stange oder Seil, ein Traktor- oder LKW-Anhänger plus Leiter bringt dich etwas höher. Beim Kirschbaum würde ich aber kein allzu großes Risiko eingehen. Wenn da die Äste nachgeben, hast Du schlechte Karten.

    Ich hatte vor einigen Jahren Mittelwände, die extrem stark nach Rauch rochen. Die Schwärme möchten die Mittelwände nicht und zogen aus. Auch die Bienenvölker allgemein waren wenig begeistert von den Mittelwänden und bauten sie nur zögerlich aus. Nachdem die Mittelwände mal für ein paar Jahre gelagert waren und nicht mehr nach Rauch stanken, wurden sie gerne angenommen.

    Vielleicht liegt es daran.

    Unser Ort ist im gelben Bereich des Dürremonitors direkt an der französischen Grenze, also nur ungewöhnlich trocken. Und wir hatten gestern 20 Liter Niederschlag und für die nächsten Tage ist weiterer Niederschlag gemeldet, also ist zur Zeit bei uns in der Umgebung keine Dürre, aber dafür ist es seit 2 Tagen etwas zu kalt.


    Man kann halt nicht alles haben.


    Gruß Lutwin

    Hallo Nettisrb,


    ich bin zwar aus einem ganz anderen Teil Deutschlands und deshalb ist das Ganze nicht unbedingt vergleichbar. Trotzdem würde mich interessieren, wie das Ergebnis der Zusammenlegung der beiden Völker und der Zugabe einer Brutwabe war. Ich selbst habe zwei mikrige Völker (Ableger aus 2019) durchlaufen lassen und habe jetzt durchaus Honig-Einträge in den Honigräumen, auch wenn ich bisher dort nicht geschleudert habe. Würdest Du mir Dein Ergebnis mitteilen, gerne auch als persönliche Nachricht.