Beiträge von Saargau-Bienen

    07806 liegt ziemlch weit im Osten. Ich wohne direkt an der Französischen Grenze und bekomme im Winter schon den atlantischen Einfluss ab. Von daher habe ich schon am 01. April auf den starken Völkern die Honigräume drauf, die schwächeren haben dann noch die Schiede, damit sie Mirabelle, Kirsche, pp noch mitbekommen und für den Raps fit sind.

    da die Frühtracht immer früher kommt, verpennen viele Völker das als Entwicklungstracht mit zuwenig Flugbienen. Was durch ist, ist weg.

    Deshalb ist jede Förderung gern gesehen, am besten schnitten die letzten Jahre die Segeberger und DD mit Wärmeschieden ab.

    Die haben auch die wechselnden Phasen in diesem Frühjahr noch für Tracht nutzen können. 12er DNM und 10er LS ohne Thermoschiede waren wesentlich schlechter.

    Auch zum Völkerverkauf sind eher Frühentwickler gefragt. Besonders im Raps sind die natürlich auch startbereiter, wenn die Genetik nicht stimmt, zuwenig HR drauf sind oder bei Normbeuten geschröpft wird.

    Wenn ein Volk bei der Frühtracht in den Startlöchern steht, braucht man das Thermoschied im Frühjahr wirklich nicht. Schwache Völker oder Ableger kann man dann in der Entwicklung aber sehr wohl pushen. Aufgrund der Gesamtumstände glauben sie auch in einer 12er Dadant, dass sie die Hütte bald voll bekommen. Die Annahme von Mittelwänden und des Honigraums fällt leichter.

    Aber da muss halt jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Man kann natürlich auch in der Frühtracht zwei schwächere Völker zusammenlegen, dann hat man bei späteren Trachten zunächst ein Volk weniger und muss wieder teilen.


    Viele Wege führen nach Rom. Am besten ist aber, mit starken Völkern aus dem Winter zu kommen. Und da sind Wärmerschiede bisher - insbesondere bei schwächeren Völkern - nicht von Nachteil gewesen. Ein paar Tage früher in die Brut kommen kann bei der Volkstärke bald sehr viel ausmachen.

    Räuberbienen sind aber sehr früh morgens schon fleißig unterwegs, während sonstwo an den Fluglöchern noch nichts los ist. Da ist früh aufstehen angesagt......sonst wird man gnadenlos abgestraft. In solchen Fällen bin ich jetzt immer schon in der Dämmerung an den Kisten fertig, auch wenn das Aufstehen schwer fällt.


    Gruß


    Lutwin

    Wie hoch ist denn "zu hoch" in Metern?


    Dann kann man besser einen Ratschlag geben. Oben angeführtes Schwarmfangrohr, Fangwabe mit jüngster Brut an einer Stange oder Seil, ein Traktor- oder LKW-Anhänger plus Leiter bringt dich etwas höher. Beim Kirschbaum würde ich aber kein allzu großes Risiko eingehen. Wenn da die Äste nachgeben, hast Du schlechte Karten.

    Ich hatte vor einigen Jahren Mittelwände, die extrem stark nach Rauch rochen. Die Schwärme möchten die Mittelwände nicht und zogen aus. Auch die Bienenvölker allgemein waren wenig begeistert von den Mittelwänden und bauten sie nur zögerlich aus. Nachdem die Mittelwände mal für ein paar Jahre gelagert waren und nicht mehr nach Rauch stanken, wurden sie gerne angenommen.

    Vielleicht liegt es daran.

    Unser Ort ist im gelben Bereich des Dürremonitors direkt an der französischen Grenze, also nur ungewöhnlich trocken. Und wir hatten gestern 20 Liter Niederschlag und für die nächsten Tage ist weiterer Niederschlag gemeldet, also ist zur Zeit bei uns in der Umgebung keine Dürre, aber dafür ist es seit 2 Tagen etwas zu kalt.


    Man kann halt nicht alles haben.


    Gruß Lutwin

    Hallo Nettisrb,


    ich bin zwar aus einem ganz anderen Teil Deutschlands und deshalb ist das Ganze nicht unbedingt vergleichbar. Trotzdem würde mich interessieren, wie das Ergebnis der Zusammenlegung der beiden Völker und der Zugabe einer Brutwabe war. Ich selbst habe zwei mikrige Völker (Ableger aus 2019) durchlaufen lassen und habe jetzt durchaus Honig-Einträge in den Honigräumen, auch wenn ich bisher dort nicht geschleudert habe. Würdest Du mir Dein Ergebnis mitteilen, gerne auch als persönliche Nachricht.

    Honigwetter ist angenehm warm, möglichst keine Temperaturen über 25 Grad, sonst sind die Blüten zu schnell verblüht. Gerne ist auch ein Regenschauer genommen, vornehmlich zur Nachtzeit. So ein Wetter hatten wir bisher im Saarland.;) Wenn man dann zu Beginn der Obsttracht am 1. April noch starke Völker und den ersten Honigraum drauf hat, kann man am Ende zufrieden sein.

    Mein Wirtschaftsvolk, das zum Glück bisher nicht abgeschwärmt ist, hat gute Arbeit verrichtet. Die beiden Ableger aus dem letzten Jahr sind nicht gut aus dem Winter gekommen und sind jetzt erst für die Brombeere und die Linde richtig in den Startlöchern. Da muss der Imker, der bisher noch vom Anbau von Raps in der Umgebung verwöhnt war, noch etwas besser werden.


    Wenn jetzt nichts Unvorhersehbares vom Wetter her kommt (Dürre?), bin ich mit dem Ertrag zum Ende der Saison zufrieden, zumal einer der beiden eingefangenen Schwärme schon erste Einträge im Honigraum bringt.


    Gruß Lutwin

    Wider Erwarten hat sich die Bienenansammlung im Sessel doch weitestgehend aufgelöst, so dass sichmein >Problem wohl von selbst gelöst hat.

    @ d2dum: mit Wasser einsprühen, in ein Kopfkissenbezug kehren und zur Beute bringen, wäre wohl ein probates Mittel gewesen.

    @ kirschenbraun 1: Ich hatte auch befürchtet, dass irgendwo im Sessel noch Brut sein könnte, aber offensichtlich habe ich mit dem Naturbau alles mit in die neue Beute genommen.

    Ich danke Euch für Eure schnellen Antworten.


    Ganz liebe Grüße

    Lutwin

    Ein am vergangenen Mittwoch gesichteter Schwarm ist in den Hohlraum der Rückenlehne eines alten Fernsehsessels, der auf der Terrasse eines Bekannten stand, gezogen.

    Da der Fernsehsessel weiterhin benutzt werden sollte, trennten wir am Samstag dann einen Teil des Rückenlehnenbezugs auf und wohnten die dortigen Bienen samt Königin mit ihrem aktuellen Naturbau in eine Beute mit weiteren Mittelwänden um. Nachdem bei Eintritt der Dunkelheit offensichtlich alle Bienen aus der Rückenlehne heraus waren, wurde die Beute an meinen ca. 35 km entfernten Stand gebracht. Die Bienen haben sich dort bereits eingeflogen und tragen Pollen ein. Die Königin wurde beim Umzug gesichtet und befindet sich mit Sicherheit in der Beute.

    Nun wurde aber festgestellt, dass sich in der Rückenlehne erneut etliche Bienen befinden, die möglicherweise in einem anderen Hohlraum des Fernsehsessels waren und sich nun an die Oberkante des Rückenlehnenhohlraums geschaffen haben und dort offensichtlich weiter bauen.

    Mir stellt sich jetzt die Frage, wie diese verbliebenen Bienen sinnvoll genutzt werden können. Mit dem Schwarm zurück auf die Terrasse erscheint praktisch unmöglich. Ob die Bienen ihr neues Domizil ohne weiteres wieder verlassen und in den alten Stock zurückkehren, ist meines Erachtens eher unwahrscheinlich. Ich hätte jetzt noch die Idee, es mit einer Fangwabe oder einer gekäfigten, begatteten Königin zu versuchen, die restlichen Bienen aus dem Hohlraum zu locken und einen Kleinstableger oder kleinen Kunstschwarm zu schaffen. Ich habe dies aber bisher nie praktiziert, so dass ich auf den Ratschlag eines erfahrenen Kollegen hoffe, der bereits eine ähnliche Situation hatte. Machen meine angedachten Aktivitäten überhaupt Sinn oder sollte ich die restlichen Bienen ihrem Schicksal überlassen?

    Wenn man das Hobby ernst nimmt und auch die entsprechende Zeit hat, ist es eigentliche egal, ob Du 2 oder 8 Völker hast. Die Anfahrt bleibt die gleiche, die Vorbereitung ist die gleiche. Verschiedene Sachen kannst Du optimieren, so dass alles in Grenzen bleibt. Nur der Zeitaufwand fürs Schleudern wird deutlich steigern

    und dieses Jahr bekomme ich meine 4 Völker an einem Nachmittag geschleudert.

    Für nächsten Jahr stocke ich auch gerne etwas auf. Wenn es in Stress ausartet, gibt es verschiedene Wege, auf ein entsprechendes Lavel zu reduzieren.


    Wichtig ist, dass weder du noch die Bienen Stress haben.