Beiträge von blumentiger

    Hm, danke für Eure ehrlichen Meinungen.


    Zitat

    wenn da irgendwo noch eine eigene Larve vorhanden ist, werden die Bienen von denen Nachziehen und nicht vom fremden Volk.


    Definitiv keine eigenen Larven mehr.


    Zitat

    außer du hast schon einen oder noch besser zwei volle Honigräume


    Wie gesagt, alles voller Honig (und Pollen), war ja keine Brut mehr da, der es hätte verfüttert werden können. Ein paar Zellen habe ich gesehen, die randvoll mit Futtersaft waren!


    Zitat

    Nachschaffen bedeutet Not, Unzufriedenheit, wir müssen, sonst sind wir verloren.
    In so einem Volk zieht man keine guten und leistungsstarken Königinnen.


    @Jürgi: Eben drum das Experiment, wenn das Volk aus den letzten Larven noch Königinnen zieht, kommt da nicht unbedingt hohe Qualität raus. Und bei den schlechten Begattungsaussichten hätte ich mehr "Backup".


    Mal andersrum offen gefragt: Was würdet Ihr mit einem Volk machen, das um die Jahreszeit nachschafft?

    Hallo,
    Ich habe heute die Gelegenheit ergriffen und den ersten Zuchtrahmen umgelarvt.
    Bei der Durchsicht letzte Woche entdeckte ich ein Volk, dass nur noch auslaufende Brut (v.a. Drohnen, aber auch Arbeiterinnen) hatte und nachschafft (definitiv nachschafft, keine Schwarmzellen!), die Königin (meine eigene, mit blauem Aufkleber) war aber drin! Das heißt, sie ist krank oder sonstwie defekt. Ordentlich Honig auf allen Waben, konnte ja auch nicht mehr verfüttert werden.
    Nun habe ich mir gedacht, da das Volk eh in Nachschaffungsstimmung ist, kann ich es auch gleich drauf ankommen lassen und Larven eines nachzuchtwürdigen Volkes reinhängen. Gedacht, getan. Bin gespannt, ob ich das Volk richtig eingeschätzt habe, und ob das so früh was wird mit den Königinnen.
    Sicherheitshalber habe ich übrigens die alte Königin noch in einem Brutpausenkäfig gesperrt. Das ganze Experiment ist also eine Mischung aus "Nachschaffung" und "Nachzucht im weiselrichtigen Volk".
    Was habt ihr für Erfahrungen mit derart früher Kö-Zucht?
    LG
    -blumentiger

    Ich habe auf den meisten Völkern (Zander) noch überhaupt keinen Honigraum drauf (Nordhessisches Bergland...). Eben wegen der angekündigten Kälte mache ich mir dieselben Gedanken bez. Schwarmtrieb, Platzverbrauch für Honig, usw.
    Hatte dann gestern folgende Idee:
    Der Honigraum wird (mit ASG) aufgesetzt, und auf das ASG ein Folienstück gelegt, so dass der Kern des Brutnestes bedeckt ist und nicht zuviel Wärmeverlust abkriegt.
    Werde das jetzt bei allen Völkern machen, denn bei den schönen Brutnestern herrscht soinst bald Wohnungsnot, und wenn sie dann alle arbeitslos drinnen hocken...

    Hab vor ein paar Wochen mal zwei Stiche auf einmal bekommen (wollte "nur mal kurz reinschauen"):
    Einen in den Unterarm - der hat sofort begonnen anzuschwellen und war 3 Tage lang dick.
    Den zweiten mitten auf die Nase! Erstmal 'ne Minute geheult, meine Nieserei wg. Gräserpollen war erstmal vergessen - und danach nichts, d.h. keine Clownsnase oder dgl.!
    Hin und wieder einen Stich find ich ganz gut, erstens aus pädagogischen Gründen, außerdem setzt mittlerweile glaube ich auch langsam eine Desensibilisiserung ein...


    Manche junge Königinnen stiften auch mehrfach.


    Nein, sie kann es nicht gewesen sein. Die Begattungsflüge bei ihren Schwestern habe ich vor 2-3 Tagen beobachtet, und es waren zwei ganze Zander-Waben voll. Und die Wabe wo sie rumlief war leer.


    Hatte eben keine begattete Königin, es war ja reiner Opportunismus es eben so zu machen.



    Wie lange kann man eigentlich Ableger machen? Bis zur Sommersonnenwende?


    Da gibt es die Regel:
    Mai: 2 Waben
    Juni: 3-4 Waben
    Juli: 1 Zarge
    ...damit die Ableger Überwinterungsstärke erreichen.

    Nun wird es ungewöhnlich:
    Habe heute wieder in meinen ehemals drohnenbrütigen Ableger mit der neu zugesetzten (unbegatteten) Königin geguckt. Alle Zellen voller Stifte, kreuz und quer und mehrfach - sh*t! Auf der letzten Wabe lief jedoch die (in den letzten Tagen begattete) Königin mit ihrem Hofstaat herum. Nun ist die Frage was weiter passiert, bzw. zu tun ist. Werden die Afterweiseln abgestochen wenn die Königin in Eilage geht? Sollte ich die Waben mit den Drohenstiften entnehmen?
    Hatte jemand schon mal so einen Fall?


    Grüße, Hannes

    Update zu der Königin aus der von mir geöffneten Zelle: Schön groß und quicklebendig, war Zeuge wie sie auf Begattungsflug startete:)



    Doch nun nochmal zu meiner Frage:



    Nun leisten die Arbeiterinnen ja für gewöhnlich Geburtshilfe, wenn die Königin beginnt die Zelle zu öffnen, bzw. bieten schonmal etwas Futter an. Bei gekäfigten Zellen ist das natürlich erstmal nicht möglich... es sei denn, man würde 2-3 Arbeiterinnen mit in den Käfig einsperren. Frage: Macht das jemand von Euch gezielt so und hat damit gute Erfahrungen?


    Dazu irgendwelche Meinungen oder Erfahrungen? Könnten die Hebammen innerhalb des Käfigs die Prinzessin abmurksen wenn von draußen die Nachricht kommt: "Die von zwei Zellen weiter ist besser!"?

    Hallo,


    Ich habe gerade meinen erste Zuchtserie Königinnen "geerntet". Dabei habe ich zuerst Ableger gebildet und dann die schlupfreifen Zellen aufgeteilt, bis auf zwei Zellen die ich nicht unterbringen konnte. Die habe ich gekäfigt und im Pflegevolk gelassen (das auch eine weitere ungekäfigte Zelle bekam). Die meisten waren nach 2-3 Tagen geschlüpft.
    Nun habe ich als ungeduldiger Anfänger in einem Fall, in dem mir die Zelle überfällig schien, versucht diese zu öffnen (hätte nicht gedacht, dass der Kokon so zäh ist). Als mir das schließlich gelang, purzelte mir eine etwas wacklige, jedoch bewegliche Königin entgegen, die ich dann, in der Hoffnung sie nicht verletzt zu haben, in die Waben einlaufen ließ. Habe mich über meine Ungeduld geärgert und geschworen einfach noch zwei Tage Zeit zu geben.
    Nun zu den anderen beiden Zellen, die gekäfigt waren: Eine ist selbstständig geschlüpft, und ich habe sie woanders gut untergebracht (siehe diesen Thread).
    Die andere war nun zwei Tage überfällig, ich habe sie daher herausgenommen und den Käfig geöffnet. Der Zellendeckel war begonnen worden durchzunagen. Ich habe vorsichtig nachgeholfen, und freute mich über den Anblick des dicken Kopfes. Bei genauerer Betrachtung stellte sich jedoch heraus, dass die Dame tot war. Voll entwickelt, aber nicht aus der Zelle gekommen. Vielleicht auf halbem Wege verhungert?
    Nun leisten die Arbeiterinnen ja für gewöhnlich Geburtshilfe, wenn die Königin beginnt die Zelle zu öffnen, bzw. bieten schonmal etwas Futter an. Bei gekäfigten Zellen ist das natürlich erstmal nicht möglich... es sei denn, man würde 2-3 Arbeiterinnen mit in den Käfig einsperren. Frage: Macht das jemand von Euch gezielt so und hat damit gute Erfahrungen?


    Schöne Grüße


    Hannes

    Ich habe mir auch das Jenter-System besorgt und bin - ohne Vorbelastung mit anderen Methoden - ganz zufrieden damit. Ich habe Umlarven noch nicht probiert, aber ich stelle mir vor dass das Verletzungsrisiko für die Larve recht groß ist. So einfach umstecken - hatte beim ersten Versuch 14/21 Näpfchen angenommen (in einem sub-optimalen Pflegevolk).

    Hallo Drobi,
    Habe nach einem Tag den Weiselkäfig mit Futterteig verschlossen. Heute (nach insgesamt 2 Tagen mit der neuen Königin) summte es zufrieden und hing in einer Schwarmtraube. Ich habe sie dann in die Beute (2 ausgeschleuderte HW, zwei MW, Futtertasche mit Teig) einlaufen lassen. Königin lief munter zwischen den Bienen rum, ging wie aus dem Buch:). Eventuell hänge ich noch eine verdeckelte Brutwabe hinzu, die Bienen sind ja doch schon ziemlich alt.
    Ich verstehe noch nicht, was Bienen vom Baurahmen (eines weiselrichtigen Volkes) bewirken sollen? Afterweiseln abstechen? Aber die würden doch auch die echte Weisel gefährden?

    Hallo zusammen (nach längerer Forums-Passivität),
    Ich hatte auch einen drohnenbrütigen Ableger, die Afterweiseln fingen parallel mit den anderen, parallel gezogenen und weiselrichtigen Ablegern an zu stiften (nach ca. 30 Tagen). Deswegen hatte ich es zunächst auch nicht gemerkt, erst als die Brut buckelig verdeckelt wurde.
    Ich habe gestern also den Ableger aufgelöst (waren ca. 3 Waben mit Bienen voll). Dazu die Waben etwas 10 m vom alten Standort abgeschüttelt und die Beute entfernt. Sie stand im übrigen in Einzelaufstellung. Ein Teil der Bienen flog zum alten Platz zurück und war heute morgen entsprechend vom Regen durchnässt und kältestarr.
    In diesem Zustand habe ich sie in einen Schuhkarton gekehrt, etwas Futterteig dazu und ins dunkle Gartenhäuschen gestellt. Meine erste Idee war, sie nach drei Tagen vor einen anderen Ableger zu kehren.
    Nun ging gerade meine (erste!) Königinnenzuchtserie in Schlupf, ich hatte bereits neue Begattungseinheiten gebildet, und eine frisch geschlüpfte Königin übrig. Diese habe ich (zusammen mit drei Pflegebienen) im geschlossenen Weiselkäfig mit etwas Futterteig darauf in den Schuhkarton zu den aufgelösten Bienen gesetzt. Sofort war eine Reaktion hörbar, und nach einer Stunde hatte sich ein Teil der Bienen um den Käfig herum gesammelt.
    Meine Überlegung ist, dass die der jungen Königen gewogenen Bienen mit ihr quasi einen Mini-Kunstschwarm bilden, aus dem ich dann noch ein Begattungsvölkchen bilden kann. Nun bin ich gespannt, ob eben diese alten Bienen nochmal umprogrammierbar sind... werde weiter berichten.

    Wenn da nur die Wurzelausläufer nicht wären...


    Stimmt, der wuchert. Da auf der Wiese auch Schafe sind, ist das bei mir kein Problem, da hat kein Schössling eine Chance. Werde aber ein paar von denen mal ausgraben und den Grundstein für ein neues Dickicht legen...