Beiträge von Wilhelmshaven

    Hi,


    die Kosten kann er doch ganz einfach der entsprechenden Gebührenordnung entnehmen. Die jeweilige Kostenziffer ist allgemein auf der Rechnung zu finden. Die Beprobung gem. Fertigverpackungsverordnung ist recht weit

    unten aufgeführt.

    Gebührenverordnung zum Mess- und Eichwesen
    (Mess- und Eichgebührenverordnung -
    MessEGebV)


    Gruss Joachim

    Stimmt nicht ganz. Beim Thema bauen im Außenbereich brauchst Du schon min.100 Völker um als Landwirt privilegiert bauen zu dürfen. Sonst wird in der Regel keine dauerhafte Gewinnerzielungsabsicht angenommen.

    Hi,


    wenn wir schon Haarspalterei betreiben, ist auch bei den anderen Landwirten

    das privilegierte Bauen an gewisse Vorgaben gebunden. Das sind aber

    Besonderheiten im Baurecht und haben nur indirekt mit der Landwirtschaft zu

    tun.

    Ich frage mich, ob man nicht das volle Honigglas zu Dekozwecken verkaufen könnte. Dann hätten sich die meisten Vorgaben doch erledigt.

    Natürlich kann man das machen. Aber zu hoffen, dass die Ämter dir das

    abnehmen ist doch sehr optimistisch. Trotz allem bist du weiterhin Imker

    und somit auch Lebensmittelproduzent. Die Kontrollen dürfen also

    weiter stattfinden. In meinen Augen ist es einfacher sich an die Vorgaben

    zu halten und ein einwandfreies Lebensmittel abzuliefern.

    Damit kann ich persönlich auch viel besser schlafen.


    Gruss Joachim

    Der ganze Beitrag macht mich jetzt doch ein wenig verlegen. Gleichzeitig drängen sich mir Grundsätzliche Fragen auf. Gibt es Vorschriften ab wann man als Mini oder Mikro Imker geeichte Waagen nehmen muss? Muss man dazu im DIB oder zumindest kommerzieller Imker mit Ü30 Völkern sein wie im Steuerrecht?


    Ich meine prinzipiell fülle ich meine Gläser auch immer mit 3-5g Zugabe und verkaufe auch fast nur an Freunde, Bekannte und Nachbarn. In einem Imkerverein bin ich auch nicht.

    Die Leute vom Eichamt hätte ich auch erstmal genau in Augenschein genommen und 251€ hätte ich wohl auch nicht bezahlt (ich hab sie ja nicht beauftragt).

    Hi,


    ab dem ersten Volk bist Du Landwirt. Mit allen dazugehörigen

    Rechten und Pflichten. Und ab dem ersten Glas welches deinen

    Haushalt verlässt, bringst Du Lebensmittel in Umlauf.

    Ob dieses Glas verschenkt, oder verkauft wird ist dabei egal.

    Wie Chris schon schreibt, je mehr in Umlauf gerät desto eher tauchst

    Du auf dem Schirm der Überwachungsbehörden auf und wirst

    kontrolliert. Aber theoretisch kann das jederzeit passieren. Und das

    ist auch gut so. Die Regeln sind für alle da, und nicht nur für die

    grossen Imker. Ob die Ausgewogenheit da immer gegeben ist, und ob

    alle Gebühren gerechtfertigt sind, ist ein anderes Thema.

    Du brauchst die Kontrolleure auch nicht beauftragen, dass sind sie schon

    von Gesetzes wegen. Dort sind die Kontrollen festgehalten und vorgegeben.

    Um einen Vergleich zu nehmen, es braucht jeder einen Führerschein

    der Auto fahren möchte. Auch wenn es nur einmal die Woche am Sonntag

    ist. Ebenso muss sich jeder an die Lebensmittelgesetze halten, auch

    wenn er nur wenige Gläser abgibt.


    Gruss Joachim

    Hallo Bernd,


    lies doch den Beitrag von Wolfgang weiter oben. Ich denke mal das Du nicht

    für mehr als 4000€ Likör verkaufst.Somit kannst Du 10,7% angeben.

    Wenn der Rechnungsbetrag unter 250€ ist, dann ohne Steuernummer, ansonsten eine beim

    Finanzamt beantragen. Das wird meistens lustig, da sie sich mit dem Fall nicht

    immer auskennen. Bei mir waren es 4 Besuche und einige Monate an Zeit.


    Gruss Joachim

    Hi,


    wenn der Hinweis auf §19 UST angegeben ist, muss auch eine Gewerbeanmeldung erfolgt sein.

    Allerdings bist Du als Imker Landwirt, und unterliegst normalerweise nicht der Kleinunternehmerregelung, sondern der Durchschnittssatzbesteuerung.

    Bei Rechnungen bis 250€ benötigst Du keine Steuernummer, darüber schon.

    Diese erhälst Du beim Finanzamt. Diese hat nichts mit einer Gewerbeanmeldung zu tun.


    Gruss Joachim


    p.s. Wolfgang war schneller und kennt sich besser aus.

    Man muß es scharf trennen:


    b) Die Prüfung der Lebensmittelkontrolle, ob die deklarierten Maße/Gewichte im Handel mit den Tatsachen übereinstimmen, ist amtliche Aufgabe der Lebensmittelkontrolle und von dieser von Amts wegen aus dem eigenen Haushalt selbst zu finanzieren. So jedenfalls bestimmen es die Regularien unseres Zweckverbandes (ZVL). Gebühren für Lebensmittel- (nicht: Waagen-)Kontrollen stellt unser ZVL nur dann in Rechnung, wenn sich Beanstandungen ergeben, resp. im Zuge eines deswegen gestarteten Ordnungswidrigkeitsverfahrens.

    Hi,


    bei uns muss man die Regelkontrolle der Imkerei inzwischen auch bezahlen.

    Bei der Rechnungshöhe hat der Kontrolleur allerdings den niedrigsten Satz berechnet.

    Das waren irgendwas um die 30€. Die Regelkontrolle von Hobbyimkern soll

    im Schnitt alle drei Jahre stattfinden. Das haben sie bei mir aber noch nicht geschafft.

    Die Besuche für Honigkontrollen sind noch mal extra und müssen nicht bezahlt

    werden. Da freut er sich immer das er bei mir bekommt was er beproben soll.

    So muss er sich nicht von zehn Imkern anhören das sie ja keinen Honig haben....


    Gruss Joachim

    Sprich, wenn ich meine Schleuder ausspülen will, dann darf ich keinen Gartenschlauch nehmen, sondern muss einen lebensmittelechten flexiblen Schlauch nutzen?

    Hi,


    genau so ist es. Zumindest muss der entsprechende Schlauch da sein.


    Bei mir hängen 20m ausgepackt, aber ungenutzt. Er bekommt regelmässig


    etwas Chlorwasser und wurde halt gerade gereinigt, wenn jemand fragt.


    Bei uns bestehen die Veterinäre auf fliessendes Wasser in Warm und Kalt.


    Gruss Joachim

    Hi,


    es gibt doch die Wasserboiler die man nachfüllen kann.


    Diese haben meistens 5l Fassungsvermögen.


    Damit wäre doch Warm- und Kaltwasser abgedeckt.


    Wenn man vom Schlauch redet bitte beachten das auch dieser Lebensmittelecht sein muss.


    Darauf wird inzwischen sehr geachtet.


    Gruss Joachim

    Hatte letzte Woche eine ähnliche Anfrage, allerdings möchte das Unternehmen gleich 10 Bienenvölker auf dem eigenen Firmengelände aufstellen lassen. 100€ pro Volk und Monat (auf 24 Monate fest) habe ich angeboten- und wurde auch angenommen. Honig ist mit drin. Gläser, Etiketten usw. sind optional. Auch ein möglicher Totalausfall der Honigernte wurde schriftlich festgehalten, damit aus der Patenschaft kein Pokerspiel wird;-)


    Wenn du Bock darauf hast, dann mache ein Angebot bei dem du dich wohlfühlst und was dich weiterhin gut schlafen lässt.

    Hi,


    sorry, aber das Geschäft muss nicht besser sein.

    Zum einen bist Du damit in meinen Augen Gewerbetreibender, wegen

    der Vermietung von Bienenvölkern. Somit auch Steuerpflichtig.

    Wenn Du die Völker zusätzlich zu deinen 20 vorhandenen Völkern

    anmeldest, bist Du Mitglied in der Berufsgenossenschaft und musst auch

    für deine Gläser usw. Abgaben zahlen.

    Wie es aussieht wenn das Unternehmen die Völker kauft und anmeldet

    kann Dir Wolfgang ggf. genauer sagen.


    Gruss Joachim

    Hi,


    ich finde es zum Teil echt beachtlich wie einige das Teuer- und auch kaputtrechnen.

    Normalerweise werden wir Imker durch den Honigverkauf entlohnt. Warum soll es hier

    anders sein? Ich habe mit einem Kunden die Vereinbarung das er die Beuten usw. kauft, mir

    die Menge X pro Volk zum normalen Preis abnimmt und zusätzlich bkomme ich jährlich

    einen kleinen Bonus. Wenn er irgendwann keine Lust mehr auf die Aktion hat, sind die Beuten

    usw. meine. Dabei wurde er gleich darauf hingewiesen das der Honig von dem Stand zusammen

    geschleudert wird, und ich Ihm seinen Teil nur gesondert abfülle. Etiketten sind seine Sache.

    Damit kommen wir beide gut klar und keiner ins Armenhaus. Klar sollte man auch als

    Hobbyimker kalkulieren, aber Stundenlöhne von 50 oder gar 80€ aufzurufen finde ich schon

    eine Frechheit. Das ganze möglichst auch ohne weitere Nachweise wie Gesellen- oder

    Meisterbrief. Wir sollten die Kirche schon noch im Dorf lassen.


    Gruss Joachim

    Nun zur Frage.. schafft es der Nassenheider Fill up oder die Abfüllgeräte von Lyson bzw. Swienty einen entsprechend grob kristallisierten Honig durch mehrfaches umpumpen, feinkristallin zu bekommen?

    Hat da jemand praktische Erfahrungen gesammelt?


    Danke euch vorab!

    Hi,


    das wird nicht funktionieren. Wenn grobe Kristalle vorhanden sind, dann bleiben diese,


    oder es gibt Schleim. Für Cremigen Honig muss man früh genug anfangen zu rühren.


    Idealerweise die gesamte Charge cremig rühren, und dann in Eimer abfüllen.


    Dann kann man jederzeit auftauen und abfüllen und hat ein gutes Ergebnis.


    Gruss Joachim

    Hi,


    ich bin inzwischen ungefähr bei der von Dir geplanten Völkerzahl.

    Allerdings langsamer gewachsen und trotzdem regelmässig an der Grenze der

    Überforderung gewesen. Wenn alles mitläuft, ist es kein Problem. Dann kann man

    die Völker auch locker neben der Arbeit pflegen und schafft alles.

    Ich bin noch 30 Stunden berufstätig und theoretisch ist alles kein Thema.

    Jetzt spielt mal das Wetter einige Tage nicht mit, oder man ist Krank oder verletzt, oder

    was auch immer. Dann fängt das ganze Konstrukt an zu schwimmen, und oftmals holt man den Rückstand die ganze Saison nicht wieder auf. Dadurch ergeben sich ständig neue

    Baustellen. Immer gerade dann, wenn man meint fast wieder dran zu sein.

    In der Rapsblüte ein oder zwei Durchsichten nicht geschafft, ergibt Schwärme.

    Nachschaffung hat nicht geklappt, benötigt Königin. Die Waben fangen im Schleuderraum

    oder auf den Völkern schon an zu kristallisieren und Du musst an diesem Wochenende eine Wanderung machen. Das kann man alles skalieren, es wird nicht weniger.

    Allerdings lernt man mit den Jahren damit umzugehen und entsprechend zu planen. Auch

    ein paar Urlaubstage zwischendurch entspannen die Sache ungemein. Aber diese

    Lernkurve benötigt halt Jahre und geht nicht von Null auf 100. Man muss halt seine

    Prioritäten setzen und manchmal ist die Fünf auch gerade.Selberbauen habe ich inzwischen komplett abgeschafft. Das machte mir zwar Spaß, aber kostete Zeit und vor allem

    können andere, die es gelernt haben, besser. Dann nehme ich für das Glas Honig

    lieber 50 ct mehr, und kaufe das was ich benötige ein.

    Ich habe allerdings auch kein Absatzproblem, eher immer zu wenig Honig.

    Meine Empfehlung wäre, die Imkerei zu kaufen, die Hälfte der Völker im Frühjahr verkaufen

    und in die Imkerei hineinzuwachsen. Wenn es dann läuft, werden die Völker von alleine

    wieder mehr und Du bist in der Lage sie auch entsprechend zu betreuen.


    Gruss Joachim