Beiträge von Wilhelmshaven

    Hallo,


    in einem anderen Thread wurde darum gebeten bei weiteren Fragen was neues aufzumachen.


    kostet die App an sich was? Wie Anschaffung oder monatlich? Und wie ist das mit Kassenzetteln? Kann die verschiedene Mehrwertsteuersätze und kann man die Daten exportieren?

    Hi,


    die APP kostet bisher nur etwas, wenn man das Gerät für die Kartenzahlung


    kauft, bzw. wenn man Zahlungen per Karte erhält.


    Kassenzettel kann sie, dafür bräuchte man einen Drucker. ( Kauf )


    Alternativ ist ein Versand per Mail möglich.


    Verschiedene Mehrwertsteuersätze sind möglich und die Daten kann


    man exportieren.


    Ich habe mich damals mit einer Mailadresse registriert, die ich selten brauche.


    Dann ausprobiert und mich mit einer anderen Mailadresse angemeldet und


    den neuen Account für die tatsächliche Nutzung genommen.


    Immer wenn ich jetzt was ausprobieren möchte, nehme ich meine erste Version.


    Gruss Joachim

    Wilhelmshaven

    Nutzt Du für Zahlungen sowas wie SumUp?

    Erzähl doch mal genauer! 🙂

    Hi,


    ich nutze Izettle. Wurde mir letzten Herbst von einem Bekannten empfohlen, da


    halt direkt nach der Registrierung eine kostenlose Kassensoftware zur Verfügung steht.


    Artikel anlegen, Preis dazu und schon konnte es losgehen. Auf dem Tablet und/oder


    Smartphone die APP installieren und schon kann das Gerät als Kasse genutzt werden.


    Für die jeweiligen Produkte sind Bilder vorhanden ( auf Wunsch nach Kategorien ).


    Die Bilder werden von einem selber hinterlegt und vereinfachen das Finden der Artikel.


    Durch den Adminzugang kann man fast in Echtzeit sehen, was verkauft wird.


    Dieses war sehr praktisch, wenn meine bessere Hälfte auf dem Markt war, und ich


    andersweitig beschäftigt. So konnte ich, wenn nötig, Ware nachliefern. Zu jedem Tag


    gibt es eine Statistik, was wieoft verkauft wurde usw.


    Mit Beginn von Corona haben wir dann das Pad für die Kartenzahlung nachbestellt ( 29€ ).


    Eigentlich hatte ich vermutet das dieses nicht genutzt werden wird. Da habe ich mich


    aber geirrt. Es wird nicht nur genutzt, sondern es kommt auch zu mehr/grösseren Verkäufen.


    Nicht die Welt, aber gelegentlich wirds dann doch ein Glas mehr als wie das Bargeld reichen würde.


    Bei der Kartenzahlung werden 0,95% ( EC Karte ) bzw. 2,95% ( Kreditkarte ) als Gebühren abgezogen.


    Die Barumsätze werden nicht mit Gebühren belastet.


    Da Izettle inzwischen von Paypal gekauft wurde, bin ich gespannt, wie es sich entwickelt und


    wie Paypal in das System integriert wird.


    Falls hierzu noch mehr Fragen sein sollten, macht es ggf. Sinn hierfür einen eigenen Fred zu eröffnen.


    Gruss Joachim

    Hallo Joachim,

    tu mir mal den Gefallen und versuche auf diese Weise bei dem Imkereidealer meines Vertrauens zu zahlen. Aber, weil ich nicht Gemein bin und nicht von Dir erwarte unverrichteter Dinge wieder Heim zu fahren, empfehle ich Dir zusätzlich Bargeld mitzunehmen, Scheine und Münzen.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Hi,


    ich will damit nicht bezahlen, sondern kassieren.


    Selbst bei unserem Hofverjauf laufen inzwischen 5 - 10%


    per Kartenzahlung. Das hätte ich niemals nicht erwartet.


    Wir sind gespannnt was auf den Märkten passieren wird, wenn sie


    wieder stattfinden.


    p.s. Mein Imkerdealer drückt mir normalerweise eine Rechnung in die Hand.


    Kleinkram zahle ich allerdings auch immer Bar.

    Hi,


    wie im richtigen Laben ist nicht alles für jeden nützlich.


    Ich möchte nicht mehr ohne Stockwaage wandern. Sie spart mir


    manch unnützen Weg. Oder etwas weiter gefasst, die Elektronische


    Kasse auf dem Smartphone und dem Tablet incl. Kartenzahlungsmöglichkeit.


    Heute für nen schmalen Taler zu haben, macht sie das Kassieren und die Abrechnung


    erheblich einfacher. Vorher wurden Listen geschrieben was man alles mitnimmt und


    was davon wieder zurückkommt usw.


    Wettersensor usw. brauche ich nicht, aber ggf. sehen andere das etwas anders.


    Gruss Joachim

    Hi Matthias,


    bei einigen Punkten kann ich dir aus Erfahrung sagen was Sache ist.

    Ich habe also noch keine Met-Fabrik und keinen Kosmetikprodukte-Vertrag mit Douglas oder so, sondern ich möchte erstmal zwei drei Stücke Seife nur für mich herstellen oder ein paar Liter Met.

    Das ist alles kein Problem. Wenn es nur von dir genutzt wird.


    Bereits ein Verschenken ist ein "Inverkehrbringen" und somit geregelt.

    Wo ist die Markteintrittsbarriere bei Bienenwachskerzen?

    Da gibt es keine, ausser das diese auf die 30% Nebenerzeugnisse angerechnet


    werden. Somit sollte zumindest eine einfache Buchführung vorhanden sein.

    Was spricht gegen Propolis-Tropfen, Honig-Seife, Lippenbalsam - eine Frage der richtigen Kennzeichnung Nach INCI/ EU-Verordnung, da muss man sich informieren wie das geht?

    Propolis Tropfen fallen unter das Arzeneimittelgesetz. Einige Umwege mögen


    eine Zeitlang funktionieren, ist aber immer eine Grauzone.


    Seife und Lippenbalsam fallen unter die Kosmetikverordnung. Alleine die


    Grundlagen zur Hygiene magst du gar nicht erfüllen. Dagegen ist ein


    Schleuderraum nur ne Kammer und die Dokumentation wird Bücher füllen.

    Honig-Bonbons - sehe ich erst einmal keinen Unterschied zu anderen selbstgemachten Lebensmitteln. Ich muss die Allergene und kennzeichnungspflichtige Bestandteile draufschreiben und brauche eine Arbeitsumgebung, in der ich Lebensmittel herstellen darf - das ist bei der Herstellung von Honig bereits gegeben oder?

    Je nach Amt muss man hier nein sagen. Bei den meisten Ämtern gehen beim


    Schleuderraum Sachen durch, die nicht für Lebensmittel reichen.


    Bonbons wirst du nicht in der Küche herstellen dürfen.

    Met - habe ich einen >>alten Thread<< gefunden, ob das so noch gilt?

    Met ist das kleinere Problem, man sollte mit einem Labor zusammenarbeiten


    und die Richtlinien beachten. Zugelassene Flaschengrösse, Angabe des


    Alkoholgehaltes nur in 0,5% Schritten usw.

    Doch warum soll ich nicht mit zwei Stück Seife oder eine Tüte Honig-Bonbons verkaufen anfangen? Erstmal was machen und dann Stück für Stück da reinwachsen, dass es mit dem kleinen Zusatz-Obolus funktionieren kann? Und das Jahr darauf vielleicht 10 Stück Seife und 10 Tüten Honig-Bonbons?

    Beides siehe oben. Die meisten Kontrolleure interessiert es nicht, aber


    irgendwann erwischt du den falschen und dann kommen mehr Problem als


    du verarbeiten kannst.


    Gruss Joachim

    Wüßte der Imker, warum ihn sein Honig 9€/kg kostet, würde er ihn deutlich unwilliger für 4€/Glas verkaufen. Das wäre zumindest meine Hoffnung :)

    Hi,


    auch wenn es keinen Spass macht, die Hoffnung muss ich dir nehmen.


    Egal welche Kalkukation man vorstellt, fast jeder kann sie sofort auf seinen


    Preis ändern. Dann hat man irgendwelche Kosten nicht, oder sie sind viel geringer.


    Das durfte ich schon oft genug erleben. Es wird fast immer nach einem


    Schlupfloch gesucht um den eigenen Preis zu rechtfertigen. Und genau


    dieser Mechanismus wird vom Vortragenden ausgehebelt.


    Ich bin mir sicher das ihm die Standardkalkulation bewusst ist, und das


    er davon ausgeht das diese durchgeführt wird. Aber er hat mal eine


    komplett andere Sicht der Dinge vorgestellt. Und ganz ehrlich, wer von


    uns denkt über soetwas nach, wenn er den Preis festlegt? Ich normalerweise


    nicht. Ich kann mir nicht vorstellen das mit diesem Vortrag eine


    Komplettübersicht der Preisgestaltung geplant war. Viel mehr wurde einfach mal


    eine andere Sichtweise vorgestellt. Und alleine unsere Diskussion hier zeigt, dass


    er damit Erfolg hatte. Wir reden darüber und denken darüber nach.


    Eins zu eins umsetzen wird das sicher keiner von uns.


    Gruss Joachim

    Die Honig aus der Ukraine oder Rumänien ist keinen Millimeter schlechter als unsere, schmeckt genauso gut, kostet aber weniger als ein Drittel. Schöne Etiketten und Geschichten mit Emotionen erzählen kann der Handel auch.

    Hi,


    wenn wir als Imker schon denken das andere genauso gut sind, wieso sollte der


    Kunde etwas anderes denken? Genau diese Denke müssen wir ändern.


    Wir produzieren etwas besonderes. Eben weil es aus Nachbars Garten kommt,


    eben weil wir unseren Bienen jeden Abend gute Nacht sagen, oder eben weil


    wir dafür sorgen das die Bestäubung funktioniert, oder eben aus welchem


    Grund auch immer.


    Rechnungen bezahlen müssen, ein volles Lager, oder der gestiegene Preis


    von Bienenfutter sind sehr schlechte Argumente beim Kunden.


    Das interessiert ihn nicht. Ihn interessiert sein Vorteil. Selbst wenn es nur


    ein gefühlter oder ein eingebildeter sein sollte.


    Gruss Joachim

    Wenn es reicht, seine Rechnungen dann auch nur auf der Gefühlsebene zu bezahlen, mag das stimmen. Für eine handfeste Imkerei braucht man aber auch handfeste Zahlen. Von schönen Worten wird keiner satt.

    Hi,


    gerade das sollte ein Grund sein stärker die Gefühlsebene anzusprechen.


    Natürlich nicht mit den Preisen aus dem Vortrag, aber ich denke du hättest


    nichts dagegen wenn du pro Glas 50ct mehr bekommen würdest und deine


    Kunden dabei auch noch ein gutes Gefühl haben.


    Den Punkt zwischen aus- und überreizen muss jeder für sich finden.


    Gruss Joachim

    Hi,


    zum einen sind die Zahlen für Krankenversicherung und Altersvorsorge


    weit unter den tatsächlichen Zahlen, und das Thema Versicherungen


    wurde komplett vergessen.


    Zum anderen ist genau so eine Rechnung das, was der Vortragende


    vermeiden möchte. Das ist die rationale Ebene. Da kann jeder irgendwie


    anders und/oder billiger.


    Der Vortrag soll zeigen das wir als Imker zu oft die Gefühlsebene


    vergessen, Wenn diese richtig, mit unseren Möglichkeiten, bespielt


    werden würde, könnten wir sicher höhere Preise erzielen.


    Mit diesem Ertrag wäre dann vielleicht der Betrag zum Leben nicht nur


    gerade erreicht werden, sondern vielleicht in einem Rahmen liegen, wo man


    sagen könnte das es einem richtig gut geht. Und vor allem würde man es uns


    gönnen, weil wir etwas besonderes schaffen.


    Also nicht das Geld in den Vordergrund stellen, da können wir nur verlieren.


    Gruss Joachim

    Hi,


    ich persönlich fand das Video gut. Natürlich sind einige Argumente


    nicht allzu nah an der Realität, aber trotzdem ist das mal ein völlig


    anderer Ansatz auf unsere Preispolitik. Ich mache mir gelegentlich den


    Spaß und frage Kollegen was denn an ihrem Honig besonders gut ist.


    Meistens gibt es nur fragende Gesichter. Die Übliche Preiskalkulation


    hat man schon oft genug gesehen und in seine gewünschte Richtung


    manipuliert. Das fängt schon damit an, ob ein Hobbyimker einen


    Stundenlohn berechnen sollte.


    Das Video zeigt, zumindest für mich, mal neue Gedankenspiele.



    Gruss Joachim

    Hi,


    ich habe mir Anfang des Jahres den TROTEK TTK 72E angeschafft.


    Der Schleuderraum hat ca. 16m². Honig direkt nach der Ernte geschleudert


    hatte 17,5% Wasser, 30 Stunden später geschleudert lag er bei ca. 16,5%.


    Ich hätte nie damit gerechnet das er aus verdeckelten Waben noch 1%


    Wasser rausholt.


    Gruss Joachim