Beiträge von frisbee

    Selbst wenn das Quorum erreicht wird - was soll der Gesetzgeber denn machen? Das Problem ist ja nicht, dass es ein Gesetz gäbe, das die OS-Verdampfung verbietet, sondern es gibt bislang einfach kein Unternehmen, das die Zulassung in Deutschland beantragt.

    Eigentlich müssten sich die Imker organisieren, um per crowd funding o.ä. einem Unternehmer wie dem Alfranseder die Zulassung finanziell zu ermöglichen.

    Ich bau mir grad nen extrahohen Innendeckel, den ich ganzjährig benutzen kann, wo ich Bienenflucht, 6L Futtertrog, Wärmedämmung und, ein bisserl tetrismäßig, einen provisorischen zweiten Deckel für die Honigernte reinkrieg.

    Ich benutze auch hohe Innendeckel: selbstgebaut bzw. selbst umgebaut.

    Das Loch dient:

    - zur Aufnahme der Bienenflucht

    - zum Auflegen von Futterteig

    - zum Draufstellen des 6l-Plastikfuttertrogs

    Der Deckel ist so hoch, dass umgedreht auch ein Nassenheider Professional drunterpasst.

    Ich mag es, wenn ich nicht so viel Material zwischen Lager und Bienenstand hin- und hertransportieren muss und wenn ich manche Eingriffe tätigen kann ohne das Volk ganz öffnen zu müssen.

    Deckelisolierung und Verschluss des Lochs sind allerdings noch nicht ganz ausgereift. Bin da noch am Hirnen.

    Wenn Ihr von Reinigungsflug sprecht, meint Ihr dann den ersten Reinigungsflug des Jahres? Den hatten meine Bienen schon vor Wochen. Danach mindestens noch einen. Liegt vielleicht auch am gelegentlichen Föhn hier am Alpenrand.


    Ein Bienenvolk unternimmt doch immer mehrere Reinigungsflüge, oder? Also immer nach einer längeren Phase in der sie nicht ausfliegen können. So erscheint es mir zumindest.

    Zu Beginn meiner Imkerei habe ich eine Radialscheuder mit 50 cm Durchmesser geliehen. Von Oberträger Richtung Unterträger waren die Waben (LS 2/3) zunehmend schlecht geleert. Erinnere mich noch genau daran. Bei den 95 cm, die ich jetzt habe, gibt es kein solches Gefälle.

    Bei 80 Völkern würde ich auf alle Fälle die Hamag Waschsschleuder als Alternative in die Überlegungen miteinbeziehen. Mal in der Praxis bei jemand anschauen.

    Ich benutze auch ein frame spacing tool. Das spart die Rechen in den Honigräumen und Abstandshalter an den Rähmchen, verbraucht dafür aber "Arbeitszeit". Und manchmal verrutschen die Rähmchen auch, wenn man eine weitere Honigzarge oben draufsetzt. Das führt dann zu verschieden dick ausgebauten Waben und erschwert die Entdeckelung mit dem Messer, wenn die Waben nicht weit genug über das Rähmchenholz ausgezogen wurden. Ich betreibe 9 Dickwaben im 10er-Honigraum.

    Meine Honigrähmchen (LS 2/3) haben alle Hoffmannseiten - Relikt aus dem reinen Flachzargenbetrieb. Ein 5mm-Polsternagel auf den Hoffmannschenkel gesetzt führt zu exakt dem gleichen Abstand wie das spacing tool. Probiere ich dieses Jahr mal aus.

    Ich lese immer, dass Abstandshalter bzw. Hoffmannseiten beim Entdeckeln mit dem Messer stören. Bei Abstandshaltern aus Metall oder Kunststoff kann ich das nachvollziehen, bei Hoffmannseiten allerdings nicht, im Gegenteil. Gute elektrische Entdeckelungsmesser sind nicht nur heiß, sondern auch richtig scharf! Für mich sind die Hoffmänner eine willkommene Schutzeinrichtung. Wenn das Rähmchen hochkant auf dem Dorn steht, begrenzen sie den Schnitt zum einen in Richtung der Hand, die das Rähmchen hält, und zum anderen in Richtung der Traverse mit Dorn. Ich setze die Klinge ein paar cm unter dem "oberen" Hoffmannschenkel an und schneide nach oben bis an den Schenkel. Dann neige ich die Klinge und schneide bis zum "unteren" Hoffmannschenkel. Ich kann zügig arbeiten ohne sonderlich aufpassen zu müssen.

    Damit will ich sagen: wer Hoffmannrähmchen hat, kann diese genauso auf weiteren Abstand hängen und als Dickwaben mit dem Messer entdeckeln. Machen die Amis auch so.

    Guten Morgen zusammen,


    ich find's schon ärgerlich, dass 12er-Dadant nicht einfach 12er-Dadant und 10er-Dadant nicht einfach 10er-Dadant ist. Man muss immer ganz genau hinschauen: Wandstärke 22 oder 25 mm, Beespace oben oder unten - oder auch 7 mm oben und 2 mm unten (Magazinimker e.V.) -, unterschiedliche Ohrenbreite der Honigrähmchen...

    Auch zu bedenken ist, dass bei 10er-Dadant i.d.R. Langstroth 2/3 als Honigraum verwendet wird: Rähmchenhöhe 159 mm. Unter Anderem einer der Gründe, warum ich nicht 10er- und 12er-Dadant parallel betreiben würde. Es wird da immer Momente geben, wo man von irgendwas mehr bräuchte, hätte es auch da, aber im anderen Format...

    Spricht natürlich nix dagegen, sich versuchsweise mal ein anderes Format hinzustellen. Ideal wäre, sich dann ein paar Beuten leihen zu können, statt kaufen zu müssen. Und sobald man weiß, welches Format einem besser liegt, lieber gleich alles umstellen. Beutenmaterial kann man verkaufen, am besten mit Bienen drin. Zweigleisig zu fahren mit z.B. 12er-Dadant für Standimkerei und 10er-Dadant zum Wandern halte ich aus den genannten Gründen für eher nachteilig.

    Ein für mich sehr wichtiges Buch fehlt aber noch.. Natürlich imkern in Großraumbeuten von Melanie von Orlow.

    Das hab ich auch gelesen.:) Ist aber schon ein paar Jahre her...

    Vom Gefühl her finde ich das Öffnen und Schieden der Völker im Februar auch gruselig.

    Warum denn? So lange die Völker nicht mehr in der Traube sitzen und schon ein paar Reinigungsflüge hinter sich hatten, ist das gar kein Problem.

    So hab ich es gelernt: Völker im Winter in Ruhe lassen (außer Restentmilbung), nicht vor der Salweidenblüte reinschauen, nur ab +15°C öffnen usw.

    Und es leuchtet mir auch ein, daß man in der kalten Jahreszeit die Völker nicht unnötig öffnen und die Wintertraube nicht stören soll. Und in einem Februar mit tiefstem Winter würde ich die Völker auch nicht auf Teufel komm raus aufmachen und schieden. Aber an einem dieser typischen milden Vorfrühlingstage kann ich mir schon vorstellen, daß man das machen kann.

    Es gibt einige Signale, an denen man ermessen kann, ob die Bienen auf FJ-Modus umschalten...

    Ja, daran werd ich mich orientieren und unter Berücksichtigung der Wetterlage dann entscheiden, was ich mach. Danke! Hab mir mal die "Bienen im Kopf" als Winterlektüre bestellt, wollt ich eh.:)

    Danke für Eure Tips und auch für Eure Einwände.


    Ich habe heuer von geteiltem auf angepaßten Brutraum umgestellt und bin noch dabei, Infos zu sammeln. Hab Reiners Buch gelesen, Werner Gerdes, Jürgen Binder... Finde die unterschiedlichen Ansätze sehr interessant.

    Es ist nicht so, daß ich konkret plane, im Februar zu schieden - oder im Dezember wie Jürgen Binder. Ich möchte es aber gedanklich verstehen, bevor ich erwäge, es auszuprobieren.

    Ich habe bisher die Völker auch immer erst zur Salweidenblüte geöffnet. Vom Gefühl her finde ich das Öffnen und Schieden der Völker im Februar auch gruselig. Aber entscheidend sind für mich die Fakten: nutzt es den Völkern oder schadet es ihnen? Wie groß ist die Gefahr des Futterabrisses bei erneutem Kälteeinbruch?


    Hat denn jemand schon mal im Februar geschiedet und tatsächlich Futterabriß gehabt?

    Hallo,


    das Thema ist zwar jahreszeitlich (noch) nicht aktuell, aber ich beschäftige mich trotzdem gerade damit.:S

    Ich verstehe Bernhards Anleitung für das Schieden im Februar:

    - von außen nach innen heranarbeiten

    - bei Brut: Schied an erste bebrütete Wabe setzen

    - ohne Brut: Schied an die erste zu 2/3 leergefressene Wabe setzen


    Eins ist mir noch nicht ganz klar.

    Was mache ich in dem Fall, wenn die Königin gerade erst wieder angefangen hat zu stiften und z.B erst auf 2 Waben ein bißchen Brut angelegt hat, die zu mind. 2/3 leergefressene Wabenfläche sich aber über z.B. 4 Waben erstreckt?

    Schiede ich dann auf Brut oder auf leere Wabenfläche?

    Kann der Fall so überhaupt eintreten?:/


    Vielleicht steh ich auch gerade auf'm Schlauch und müßte mir die Antwort eigentlich selbst geben können. Aber im Moment komm ich nicht drauf.?(

    hat jemand den Vergleich Flachzargenbtrieb und ungteilter Brutraum in Dadant?

    Ich hab 5 Jahre mit Langstroth Flachzargen geimkert. War die ersten paar Jahre echt interessant, weil man alles mögliche ausprobieren kann: ohne Absperrgitter, Zwischenbodenableger, Zargenrotation etc.

    Zargen und Rähmchen sind vergleichsweise leicht und handlich.

    Mit der Kippkontrolle war es mir zu 100% immer möglich, eine vorhandene Schwarmstimmung festzustellen. Wenn ein Volk nicht schwarmtriebig ist, geht die Schwarmkontrolle mittels Ankippen ruckzuck. Wenn es aber schwarmtriebig ist, heißt es Rähmchenziehen und dann holt dich der Teufel.

    Völker wurden auf 2 Brutraumzargen geführt und auf 3 eingewintert. Im Frühjahr hab ich dann die untere Zarge weggenommen und eingeschmolzen. Brut ging im oberen Brutraum immer schön bis ans Absperrgitter. Viele Königinnen gingen aber ungern in die untere Brutraumzarge hinunter zum Stiften, so dass in dieser viel Pollen eingelagert wurde, was ja bekanntlich den Schwarmtrieb fördert. Mehrfache Zargenrotation à la Bretschko schafft hier vielleicht Abhilfe, war mir aber zu viel Arbeit.

    Anfangs fand ich auch die Hoffmannschenkel sehr praktisch. Doch irgendwann war ich die Verkitterei und die ständige Gefahr des Bienenquetschens leid.

    40 Völker habe ich auf diese Weise geschafft. Dann hab ich beschlossen, zu reduzieren. Da ich auf weiter Flur der einzige Imker mit Flachzargenbetrieb war, hab ich zudem auf Dadant umgestellt, um besser Völker verkaufen zu können. Hab mir 10er-Dadantzargen gebaut/gekauft und unter meine Flachzargen untergesetzt. Mein Material konnte ich alles weiterverwenden.

    Das war ein absoluter game changer. Das Imkern im angepassten Brutraum ist in meiner Erfahrung viel übersichtlicher, einfacher, komfortabler und entspannter - und das kommt auch den Bienen zugute.

    Wenn man viel ausprobieren möchte, ist Flachzargenbetrieb klasse, da man durch die maximale Schichtenbeweglichkeit unglaublich flexibel ist.

    Möchte man jedoch eine größere Anzahl Völker halten und zeitsparend arbeiten, braucht man eine sehr ausgeklügelte und durchstrukturierte Betriebsweise, denke ich. Mir war's irgendwann zu komplex und zu viel Materialschlacht.

    Hallo hodihu,


    wenn Du Deinen Schleuderprozess eh überdenkst, empfehle ich Dir, mal in Richtung Klärfass zu überlegen. Ich war anfangs auch in Richtung Siebkübel unterwegs, was einfach nie gescheit funktioniert hat. Die Siebe sind immer gnadenlos verstopft. Habe dann Eimerkaskaden gebaut... Ewig hat das gedauert.


    Dann hab ich hier den Tip gekriegt mit dem Klärfass. Man nehme:

    - 1 Edelstahlfass mit Quetschhahn und einem Volumen, in das der gesamte Honig einer Schleuderung gut reinpasst

    - 2 Eimerhalter (ich empfehle die vom Bienenweber)

    - 2 12,5kg-Eimer


    Das Fass neben der Schleuder so hoch aufstellen, dass Deine Lagergebinde unter den Quetschhahn passen. Den Honig aus der Schleuder ungesiebt in die 12,5kg-Eimer laufen lassen, diese abwechselnd ins Fass kippen und auf den Eimerhaltern auslaufen lassen. Fass mit Honig ein paar Tage im warmen Schleuderraum stehen lassen. Wachs etc. schwimmt oben auf und kann abgeschöpft werden. Dann Honig aus dem Fass in die Lagergebinde füllen. Er ist hier schon erstaunlich sauber. Beim Wiederverflüssigen dann feinsieben, z.B. im Melitherm.

    Keine Siebe, die verstopfen und die man reinigen muss. Kein Flaschenhals nach der Schleuder. Kann das nur jedem empfehlen.