Beiträge von frisbee

    Wenn er dem Falschen vertraut, wird der Weg zur 12er-Dadantbeute eben länger.


    Und Dadantes stieg herab vom Berge und brachte dem Volk Imkerael eine Wachsplatte mit genau einem Gebot:


    "Du sollst keine anderen Beuten neben mir haben!"


    :lol:


    Tut mir leid, das kam mir spontan.:liebe002:



    Ich bin auch der Meinung, dass Ueber-die-Schulter-Schauen alleine nicht reicht. Man muss Zargen und Waben selbst in die Hand nehmen, um sich ein Bild machen zu koennen. Mir sind die Dadantwaben z.B. zu unhandlich. Ich arbeite lieber mit kleineren Waben und Kippkontrolle.


    Vielleicht "lande" auch ich irgendwann wie "jeder bei Dadant". :wink: Aber gegenwaertig macht mir das Imkern mehr Freude mit meinem Flachzargen - mit allen Vor- und Nachteilen.



    Ein schoenes, sonniges Wochenende wuenscht


    frisbee

    Hallo Ulrich,


    vielleicht hab ich Dich falsch verstanden. Ich meinte in meiner Frage mit "Dadantbeute" den Bienenkasten mit ungeteiltem Brutraum, in dem mit Schied und erhoehten Langstrothwaben (285mm) gearbeitet wird, wie er von Charles Dadant entwickelt und von seinen Nachfolgern weitergefuehrt wurde.


    In Frankreich und Italien, sowie in Osteuropa und Russland ist Dadant (Blatt) wohl sehr verbreitet. Und hier zu Lande erfreut es sich wachsender Beliebtheit. Da hab ich mich gefragt, warum es in seinem Ursprungsland, den USA, heute praktisch verschwunden ist.


    Gruss,


    frisbee

    Ich war der Meinung in den USA wird alles Langstroth genannt und es ist alles zu haben.
    Langstroth deep, full, super, medium super und small super. Alles mit 10 Rähmchen.
    Wir nennen sie Dadant, Langstroth, 3/4 Langstroth, Dadant flach und Dadant halb.


    Hallo Ulrich,


    was bei uns als Dadantmass bezeichnet wird, heisst in den USA "Jumbo" oder "Dadant deep".


    Soweit ich weiss, sind die dort gebraeuchlichsten Langstrothzargen "deeps" (241mm), "mediums"/"Illinois supers" (168mm) und "shallows" (146mm), wahlweise mit 5, 8 oder 10 Raehmchen (bei 35mm Abstand) - alle metrischen Angaben selbstverstaendlich in inches:wink:


    Viele Gruesse,


    frisbee

    Die massenhafte Produktion der Langstroth-Stöcke, hevorgerufen durch sein erfolgreiches Buch & Vorträge, haben andere gemacht...


    Ja, das ist auch mein Informationsstand. Dass der gute Reverend seine Beuten selbst "aggressiv vermarktet und produziert" habe, waere mir neu.


    Ich denke, das Gros der amerikanischen Imker war mit Langstroths Bienenkasten auch einfach zufrieden und es bestand im Allgemeinen gar nicht das Beduerfnis nach einem anderen System.


    The Hive and the Honeybee :daumen:

    [quote='BernhardHeuvel','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=490241#post490241']Aus dem Buch:


    Dadant System of Beekeeping
    C. P. Dadant => Der Sohn von Charles Dadant
    http://www.three-peaks.net/PDF…f%20Beekeeping%201920.pdf



    Guten Morgen!


    Weiss jemand, warum sich die Dadantbeute in den USA nicht durchgesetzt hat und Dadant & Sons heute nur noch Langstrothbeuten baut? Ich kann dazu nichts in der Firmengeschichte finden.


    Soll kein Argument gegen Dadant sein, es interessiert mich nur.



    Einen schoenen Sonn- und Feiertag wuenscht


    frisbee

    Hallo zusammen!


    War bisher hauptsaechlich Forumsleser, nun moechte ich mal selbst etwas beitragen. Vielleicht kann ich damit ein bisschen bei der Entscheidung helfen.


    Die Beute ist das Werkzeug des Imkers und es ist deshalb schon wichtig, dass man gut damit zurecht kommt.


    Zander und Dadant sind zwei etablierte, moderne Beutensysteme, die beide ihre spezifischen Vor- und Nachteile besitzen. Keines ist objektiv besser oder schlechter.


    Diese Vor- und Nachteile empfindet jeder Imker individuell anders, weshalb man letztendlich nur in der praktischen Arbeit herausfinden kann, welches System fuer einen selbst das richtige ist.


    Selbstverstaendlich sind die Grundlagen des Imkerns in allen Beuten dieselben. Ich finde, man braucht auch nicht unbedingt Mitglied in einem Verein zu sein oder einen Imkerpaten im klassischen Sinn zu haben. Es ist aber schon sehr vorteilhaft, einen anderen Imker zu kennen, der das gleiche Beutensystem benutzt, mit dem man sich ueber die Betriebsweise austauschen kann und der einem z.B. im Falle einer Notfuetterung mit ein paar Futterwaben aushelfen kann.


    Von den beiden Imkern in meiner Nachbarschaft benutzt der eine Dadant, der andere Langstroth-Flachzarge (2/3 LS) - im tiefsten Zanderland. Dadant ist unter den Jungimkern hier schwer im Kommen, nicht zuletzt auch weil die Imkerschule Landsberg "subtil" dafuer wirbt;-) Langstroth hat praktisch niemand.


    Fuer mich war klar, dass ich eines dieser beiden Systeme nehmen wollte, auch wenn ich dadurch mit der Zandermehrheit nicht kompatibel war. Da ich aber noch zu wenig praktische Erfahrung hatte, besorgte ich mir ein paar 10er Dadants nach den Plaenen der Magazinimker e.V. mit 2/3 LS Honigraeumen. Einen Teil der Honigraeume benutzte ich im reinen Flachzargenbetrieb. In der parallelen Arbeit mit Dadant- und Flachzargenbetriebsweise merkte ich bald, mit welchem System ich mich wohler fuehlte. Letztendlich entschied ich mich fuer die Flachzarge.


    Deshalb, mein Rat fuer Bruchi:
    wenn Du noch ganz unentschieden bist und noch eine Saison warten kannst, probiere Zander und Dadant zuerst im Vergleich bei anderen Imkern in der Praxis aus, bevor Du Dir eigenes Material kaufst. Vielleicht koenntest Du Dir auch ein paar Voelker leihen?


    Wenn Du bereits weisst, dass Du eigentlich mit Dadant imkern moechtest, dann versuch einen Dadantimker in der Naehe zu finden, mit dem Du Dich austauschen kannst. Es ist nicht unbedingt notwendig, mit der Zandermehrheit kompatibel zu sein, und Dadant verbreitet sich ja immer mehr.


    Langstroth-Flachzarge hast Du ja fuer Dich bereits ausgeschlossen.



    Viel Glueck bei der Entscheidung!


    frisbee

    Hallo KME,


    dass ich das alles lernen muss, ist mir natuerlich vollkommen klar. Das koennen kleine Zellen ja auch nicht ersetzen.


    Ich finde die Argumente der Befuerworter kleiner Zellen wie schnellere Fruehjahrsentwicklung, besseres Putzverhalten bis hin zur umstrittenen erhoehten Varroatoleranz etc. halt schon interessant. Angeblich soll die Umgewoehnung auf 5,1er MW auch gut klappen. Und da ich noch weder Raehmchen noch MW besitze, klang das fuer mich schon interessant.


    Bezueglich "unnatuerlichen Zwaengens" ist interessant, wie es zur ueblichen 5,3er/5,4er Zellpraegung ueberhaupt gekommen ist...

    Hallo zusammen,


    bitte entschuldigt meine komische Schreibe. Benutze US-Tastatur.


    Ich steh noch ganz am Anfang, besuche gerade den Imkerkurs, habe viel gelesen - v.a. hier im Forum - und moechte diesen Fruehling mit ein paar eigenen Voelkchen loslegen. Betriebstechnisch werde ich voraussichtlich mit angepasstem Brutraum im kompatiblen Langstroth Jumbo (10er Dadant) beginnen.


    Habe auch viel ueber kleine Zellen (5,1/4,9 mm) gelesen. Ich weiss, die Meinungen gehen da auseinander - v.a. auch was den Erfolg gegen die Varroa angeht -, und manch erfahrener Imker raet Anfaengern nachdruecklich davon ab, gleich mit kleinen Zellen zu beginnen. Ich wuerd's schon gern versuchen. Aber ich hab ja auch noch ein bissl Zeit, es mir zu ueberlegen...
    Folgende Fragen jedenfalls sind nach der Lektuere themenrelevanter Forenbeitraege bei mir noch offengeblieben:


    1.) Bauen "kleine" Arbeiterinnen auch kleinere Weisel- bzw. Nachschaffungszellen und sind die daraus schluepfenden Koeniginnen dann auch kleiner? Bauen "kleine" Arbeiterinnenn kleinere Drohnenzellen und zeugen diese "kleinen" Drohnen auch wiederum kleinere Koeniginnen? Ich frage deshalb, weil mich interessiert, ob das normale Absperrgitter dann noch passt oder kleinere Koeniginnen durchschluepfen koennten.


    2.) Bei 4,9 mm Zellmass und 32 mm Wabenabstand kriegt man 11 Dadant-Raehmchen mit jeweils ca. 10260 Zellen (10,8 dm2 x 950 Zellen pro dm2) in eine 10er-Kiste. Das macht 112860 Zellen insgesamt. Bei 5,3 mm Zellmass und 35 mm Wabenabstand sind es 86400 (10 x 10,8 dm2 x 800 Zellen pro dm2). Laut Reiner Schwarz wuerde bei kleinen Zellen sogar ein 10er Zander-Brutraum ausreichen (http://blog.apis-mellifera.de/?p=790). Koennte man statt des 10er bzw. 11er Dadants auch einen 10er (11er) 1/1 Langstroth-Brutraum mit Schied benutzen? Eine 4,9er Langstroth-Wabe haette mit 8360 Zellen (8,8 dm2 x 950 Zellen pro dm2) ja fast soviele wie eine 5,3er Dadant-Wabe mit 8640 (10,8 dm2 x 800 Zellen pro dm2). Oder doch lieber Dadant-Raehmchen, weil man durch die zusaetzliche Hoehe noch mehr Platz hat und flexibler ist?


    Ich wuerde mich freuen, wenn jemand aus seiner Erfahrung etwas zu meinen Ueberlegungen beitragen moechte.


    Vielen Dank und viele Gruesse,


    frisbee