Beiträge von frisbee

    Hmmm, es kommt schon oefter vor, dass Anfaenger auf eine "dumme" Frage nur eine unnuetze, herablassende Antwort bekommen.


    Und die Antwort von rase war tatsaechlich nicht unbedingt so hilfreich, weil sie nicht erklaert hat, warum der Abstand mit der Zeit kleiner wird. Sie klang eher wie ein Seitenhieb auf Hoffmannschenkel.


    Aber die Reaktion von El Chato finde ich auch ueberzogen. Da hab ich schon schlimmere Faelle gelesen, wo Leute mit "dummen" Fragen wirklich runtergemacht werden.

    Wenn man die Hoffmanns richtig aufsetzt und runterführt quetscht man nicht eine Biene damit.


    Das ist der Punkt. Die richtige Handhabung ist entscheidend.


    Zudem braucht man keine Abstandshalter in die Zargenwaende einschlagen.


    Auch beim Handling gibt es Vorteile: Durch die langen Auflageflaechen der Hoffmannschenkel kann man beim Befuellen von Zargen vier Raehmchen gleichzeitig in die Hand nehmen, ohne dass diese auseinanderrutschen. Am besten geht das bei modifiziertem Obertraeger.


    Beim Drahten und Einloeten liegt das Raehmchen schoen plan auf dem Tisch auf.


    Raehmchen sind gut stapelbar.


    ABER: Im angepassten Brutraum, wo Waben geschoben werden, wuerde ich auch Abstandshalter nehmen.


    Gruss,


    frisbee

    Hallo,


    welches Fassungsvermoegen haben diese Futterwannen?


    Ich verwende neben hoelzernen Futterzargen die 6l-Plastikfuetterer im hohen Innendeckel. Der Innendeckel ist so hoch, dass er den Fuetterer komplett aufnimmt und keine zusaetzliche Leerzarge notwendig ist. In solch einen Innendeckel koennte man auch eine Futterwanne einhaengen.


    Ich finde die 6l-Plastikfuetterer sehr praktisch in der Handhabung. Zudem sind sie leicht, relativ guenstig und hygienisch. Das Material macht jedoch nicht den stabilsten Eindruck und wirkt zerbrechlich. Hoelzerne Futterzargen sind dagegen unverwuestlich.


    Wirken die Futterwannen einigermassen stabil? Ich ueberlege, mal eine auszuprobieren.


    Gruss,


    frisbee

    Hallo Bernhard,


    ich bin selber noch Jungimker im dritten Jahr, aber vielleicht kann ich trotzdem etwas hilfreiches beitragen.


    Was Du vorhast, waere ja eigentlich ein top bar hive mit ganzen Raehmchen statt blossen Obertraegern. Und top bar hives funktionieren. Fuer die gibt es mittlerweile auch Absperrgitter zum senkrecht einhaengen. Solche Absperrgitter koenntest Du Dir selbst bauen, wenn Du nur Honig aus unbebrueteten Waben moechtest.


    Ich halte Deine Idee fuer eine sehr gute Moeglichkeit, das Imkern fuer Dich rueckenschonender zu gestalten. Denn selbst, wenn Du flache oder halbierte Honigraeume verwendest, wirst Du immer heben und wuchten muessen - und wenn's auch nur 15 kg sind - und das noch in verschiedenen Arbeitshoehen.


    Deine Horizontalbeute koenntest Du Dir in der optimalen Arbeitshoehe einrichten und wuerdest immer nur mit einzelnen Raehmchen arbeiten. Klar wuerdest Du auf Vorzuege der Magazinimkerei verzichten muessen. Und bei der Schwarmkontrolle muessten nicht wenige Raehmchen gezogen werden. Aber wenn es Dir darauf nicht ankommt, spricht in meinen Augen nichts dagegen, eine solche Beute zu bauen und auszuprobieren. Waere von der Konstruktion her recht einfach und guenstiger als eine Magazinbeute zu kaufen.


    Selbstverstaendlich ist es fuer einen Anfaenger ratsam, sich an der langjaehrig erprobten Betriebsweise eines erfahrenen Imkers zu orientieren. Aber die imkerlichen Arbeiten lassen sich durchaus von einer vertikalen auf eine horizontale Beute uebertragen. Ich nehme an, Dein Bekannter wuerde Dir beratend zur Seite stehen? Wenn er z.B. durch Aufsetzen einer Zarge nach oben erweitert, verschiebst Du Dein Schied nach der Seite und haengst weitere Waben bzw. Mittelwaende ein.


    Womoeglich krieg ich jetzt gleich Schelte von den alten Hasen :wink: Aber ich wuerde das an Deiner Stelle probieren.


    Viele Gruesse,


    frisbee

    Hallo Chris,


    ich bau auch nach den Plaenen der Magazinimker e.V. :daumen:


    Mit 18 mm Wandstaerke duerfte es aber tatsaechlich etwas schwierig werden, sich an diese Plaene zu halten. Abgesehen von der Raehmchenauflage wird es auch bei den Eckverbindungen ziemlich knapp, geschweige denn bei den Griffmulden.


    Sollen die Zargen mit 25mm-Equipment kompatibel sein? Dann muesste man schauen, dass die Aussenmasse irgendwie zusammenpassen. Gleichzeitig sollte aber auch die innere Laenge von 46,5 cm stimmen. (Die innere Breite ist bei Dadant ja variabel.)


    Wahrscheinlich waere eine "Einfachdadantbeute" mit eingefuegter "Raehmchenverrutschleiste" wirklich die beste Loesung.


    Knifflig, knifflig, aber das ist ja auch das Schoene am Basteln :wink:


    Im Zweifelsfall waere das Holz vielleicht auch gut fuer Stuelpdeckel zu verwurschten.

    Wenn er dem Falschen vertraut, wird der Weg zur 12er-Dadantbeute eben länger.


    Und Dadantes stieg herab vom Berge und brachte dem Volk Imkerael eine Wachsplatte mit genau einem Gebot:


    "Du sollst keine anderen Beuten neben mir haben!"


    :lol:


    Tut mir leid, das kam mir spontan.:liebe002:



    Ich bin auch der Meinung, dass Ueber-die-Schulter-Schauen alleine nicht reicht. Man muss Zargen und Waben selbst in die Hand nehmen, um sich ein Bild machen zu koennen. Mir sind die Dadantwaben z.B. zu unhandlich. Ich arbeite lieber mit kleineren Waben und Kippkontrolle.


    Vielleicht "lande" auch ich irgendwann wie "jeder bei Dadant". :wink: Aber gegenwaertig macht mir das Imkern mehr Freude mit meinem Flachzargen - mit allen Vor- und Nachteilen.



    Ein schoenes, sonniges Wochenende wuenscht


    frisbee

    Hallo Ulrich,


    vielleicht hab ich Dich falsch verstanden. Ich meinte in meiner Frage mit "Dadantbeute" den Bienenkasten mit ungeteiltem Brutraum, in dem mit Schied und erhoehten Langstrothwaben (285mm) gearbeitet wird, wie er von Charles Dadant entwickelt und von seinen Nachfolgern weitergefuehrt wurde.


    In Frankreich und Italien, sowie in Osteuropa und Russland ist Dadant (Blatt) wohl sehr verbreitet. Und hier zu Lande erfreut es sich wachsender Beliebtheit. Da hab ich mich gefragt, warum es in seinem Ursprungsland, den USA, heute praktisch verschwunden ist.


    Gruss,


    frisbee

    Ich war der Meinung in den USA wird alles Langstroth genannt und es ist alles zu haben.
    Langstroth deep, full, super, medium super und small super. Alles mit 10 Rähmchen.
    Wir nennen sie Dadant, Langstroth, 3/4 Langstroth, Dadant flach und Dadant halb.


    Hallo Ulrich,


    was bei uns als Dadantmass bezeichnet wird, heisst in den USA "Jumbo" oder "Dadant deep".


    Soweit ich weiss, sind die dort gebraeuchlichsten Langstrothzargen "deeps" (241mm), "mediums"/"Illinois supers" (168mm) und "shallows" (146mm), wahlweise mit 5, 8 oder 10 Raehmchen (bei 35mm Abstand) - alle metrischen Angaben selbstverstaendlich in inches:wink:


    Viele Gruesse,


    frisbee

    Die massenhafte Produktion der Langstroth-Stöcke, hevorgerufen durch sein erfolgreiches Buch & Vorträge, haben andere gemacht...


    Ja, das ist auch mein Informationsstand. Dass der gute Reverend seine Beuten selbst "aggressiv vermarktet und produziert" habe, waere mir neu.


    Ich denke, das Gros der amerikanischen Imker war mit Langstroths Bienenkasten auch einfach zufrieden und es bestand im Allgemeinen gar nicht das Beduerfnis nach einem anderen System.


    The Hive and the Honeybee :daumen:

    [quote='BernhardHeuvel','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=490241#post490241']Aus dem Buch:


    Dadant System of Beekeeping
    C. P. Dadant => Der Sohn von Charles Dadant
    http://www.three-peaks.net/PDF…f%20Beekeeping%201920.pdf



    Guten Morgen!


    Weiss jemand, warum sich die Dadantbeute in den USA nicht durchgesetzt hat und Dadant & Sons heute nur noch Langstrothbeuten baut? Ich kann dazu nichts in der Firmengeschichte finden.


    Soll kein Argument gegen Dadant sein, es interessiert mich nur.



    Einen schoenen Sonn- und Feiertag wuenscht


    frisbee