Beiträge von frisbee

    Hallo Gottfried,


    ich will gar nicht bezweifeln, dass sich Raehmchen mit 22 mm breiten Ohren besser greifen lassen. Wollte auch nicht speziell den Weber angreifen. Ich finde bloss nachteilig, dass somit Dadantraehmchen nicht gleich Dadantraehmchen ist. Wenn der Weber Lieferengpass hat, kann man z.B. nicht einfach auf Holtermann ausweichen und umgekehrt.
    Ich verwende die Beuten der Magazinimker e.V. und bin froh zu wissen, dass ich bei verschiedenen Anbietern bestellen kann und immer alles zueinander passt.


    Du nagelst quasi unter den Ohren laengs zum Obertraeger? Bombenfest.


    Ich schiesse von oben mit 32 mm langen Klammern. Auch Bombenfest. :daumen:


    An Deiner Erfahrung sieht man, dass Selbstbau klare Vorzuege haben kann. :) Ein Grund fuer mich, die Raehmchen selbst zu drahten ist z. B., dass ich nicht wissen kann, ob jemand anders nicht beim Drahten den Blaustift in den Hoffmannschenkel einschlaegt. :mad: :lol:

    Damit Du es besser anfassen kannst.


    ... und zur Kundenbindung - zumindest bei Verwendung von Rechen im HR :wink: Bei den grossen Anbietern sind die Ohren meines Wissens naemlich unterschiedlich breit.


    Ich baue vom Boden bis zum Deckel alles selber abgesehen von den Raehmchen. Modifizierte Hoffmannraehmchen sind echt aufwendig zu bauen. Die kauf ich in Einzelteilen.


    Wenn Du mit ungeteiltem Brutraum arbeitest, brauchst Du weder im BR noch im HR schmale Untertraeger. Da koenntest Du strengenommen einfach vier Laettchen zusammentackern. Allerdings sind Verzapfungen der Formstabilitaet schon sehr foerderlich.


    Ich persoenlich finde die starken Obertraeger (19 mm "hoch") sehr praktisch, da man die Raehmchen daran bequem mit einer Hand anfassen und manoevrieren kann. Aber das ist Geschmackssache.

    Klar, weniger in die Arbeit zu gehen, um mehr Zeit zum Raehmchenbauen zu haben, lohnt sich auf keinen Fall.


    Aber, wenn man das zu Zeiten macht, in denen man eh kein Geld verdient wie nach Feierabend oder am Wochenende, kann man schon Geld sparen, das man an anderer Stelle wieder in die Imkerei investieren kann. :)

    Servus bienensenn!


    Die 27 mm breiten Obertraeger und 19 mm breitem Untertraeger, sowie die Hoffmannseitenteile gehen auf das Langstrothraehmchen zurueck. Dieses wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts, glaube ich, nicht mehr veraendert.


    Das Design wurde dann auf andere Raehmchenmasse uebertragen wie DN, Zander etc. Solche Raehmchen werden i.d.R. als "modifiziert" bezeichnet und sind mit geraden oder Hoffmannseitenteilen erhaeltlich.


    Die schmaleren Untertraeger erleichtern bei der Kippkontrolle den Blick von unten in die Wabengassen.


    Schwarmzellen werden vorzugsweise am unteren Rand der Waben des oberen Brutraums angelegt. Wenn die Waben moeglichst lueckenlos am Untertraeger angebaut sind, haengen die Schwarmzellen gut sichtbar seitlich ueber die schmalen Untertraeger heraus.


    Die Nuten dienen dem Einschieben der Mittelwand, die i.d.R. etwas hoeher ist als die lichte Weite des Raehmchens. Meine Raehmchen haben z.B. ein Innenmass von 42, 8 cm x 13 cm. Die Mittelwand misst 42 cm x 13,5 cm, steckt also oben und unten jeweils 2-3 mm in der Nut, die 5 mm tief ist. So kann sich die Mittelwand bei Waerme etwas ausdehen ohne ans Holz anzustossen und man erhaelt eine von Ober- bis Untertraeger geschlossene Zellenflaeche.


    Nachteilig ist, dass die Nuten mit Wachs und Propolis gefuellt werden und nach dem Ausschmelzen im Sonnen- oder Dampfwachsschmelzer ausgekratzt werden muessen, bevor eine neue MW eingeloetet werden kann. Werden die Raehmchen nass ausgeschmolzen oder ausgekocht sind die Nuten aber sauber.


    Die 28,5 mm breiten Raehmchen sind die Dadantraehmchen. Die werden meist mit 7 mm Pilzkoepfen als Abstandshalter verwendet und haben keine schmalen Untertraeger, da keine Kippkontrolle durchgefuehrt wird.


    Zu den Vorzuegen von modifierten Raehmchen vgl. auch Beitrag #52 von ApisThomas!

    Herzlichen Dank fuer die Tips!


    Ich schau mal, wie das mit meinem Deckelaufbau so laeuft und modifiziere dann, wenn noetig.


    Weisst Du, wie schnell Bienen Holzweichfaser annagen?


    Wenn ich den Innendeckel als Bienenflucht oder Zischenboden verwende, laege die Daemmplatte ja voruebergehend direkt auf der obersten Zarge auf ohne Innendeckel dazwischen.


    Neben Holzweichfaser habe ich noch 20 mm starke Platten aus PUR alukaschiert im Einsatz. Waren noch vom Umbau da. Die daemmen gut und koennen nicht angenagt werden, absorbieren aber keine Feuchtigkeit.

    Hallo Lecker_kuchen,


    finde Deine Ausfuehrungen sehr interessant!


    Ich mach mir auch immer wieder mal Gedanken, wie ein Volk am besten abgedeckt sein sollte.


    Gegenwaertig benutze ich (von oben nach unten):


    - Stuelpdeckel aus Holz mit Dachpappe drauf und Abstandskloetzchen (8 mm) in den Ecken
    - Daemmplatte (20mm, Holzweichfaser/Styro), die auf den Raendern des Innendeckels aufliegt
    - Innendeckel mit 10 cm hohem Rand (zum Einstellen des Futtertrogs) und 4 mm Sperrholzboden
    - KEINE Folie


    Der Rand des Stuelpdeckels ragt ca. 7 mm ueber den unteren Rand des Innendeckels drueber, verdeckt diesen also komplett. Seitlich sind zwischen Innendeckel und Stuelpdeckel rundrum 5 mm Luft.


    Im Innendeckel befindet sich ein Flugloch (fuer Zwischenbodenableger), das mit einer 4mm Sperrholzklappe verschlossen ist. Die Waende sind 25 mm stark.


    Habe die hohen Innendeckel den ersten Winter in Betrieb. Bisher keine sichtbaren Probleme. Trotzdem frage ich mich manchmal, ob ich im Winter eine zusaetzliche Daemmung oder Material zur Absorption von Feuchtigkeit in den Innendeckel einlegen sollte. Bisher ist da ja ein Hohlraum, da die Daemmplatte nicht im, sondern auf dem Innendeckel liegt.


    Wie wuerdest Du diese Abdeckung bewerten?

    Ich machs mal zum selber nachdenken, weil da fällt es dir gleich wie Schuppen von den Augen...


    Hoffmannseitenteil + Hoffmannseitenteil = 1 Wabengasse
    Hoffmannseitenteil + Seitenwand = X Wabengasse



    Aehhh... keine Ahnung... dreiganzeachtsiebenunddreissigstel? :wink: :liebe002:


    Ich weiss schon, dass der Hoffmannschenkel pro Wabenseite eine halbe Wabengasse Abstand ausmacht. Ich ruecke die Raehmchen immer en bloc in die Mitte, da ist auf beiden Seiten mehr als ein Beespace Platz - sofern auf den Schenkeln noch nicht so viel Propolis ist. :wink:
    Wenn's sein muss, kann man aber auch mal voruebergehend eine Randwabe gegen die Beutenwand schieben und der halbe Beespace verhindert, dass man die Wabe (samt Bienen) direkt gegen die Wand drueckt.

    Hallo Markus,


    genau deshalb ist es bei der Verwendung von Abstandshaltern vorteilhaft, diese auch in die Zargenwaende einzuschlagen. Bei Hoffmannschenkeln brauch ich das aber nicht, da die Abstandsregelung bereits in die Raehmchen eingebaut ist.


    Oder versteh ich Dich grad falsch?

    Hallo Thomas,


    Der Abstand von Oberkante Rähmchen zum Zargenrand beträgt immer noch mind. ein Zentimeter.


    Bist Du sicher? Miss doch nochmal genau nach. Wuerde mich wundern. Bei Zander ist der Beespace zwischen den Raehmchen der oberen und unteren Zarge normalerweise doch 7 mm, oder?


    Die Schienen sind super zum Raehmchenschieben im angepassten Brutraum. Ohne die kann das eine ziemlich klebrige, schwergaengige Angelegenheit sein.

    Interessante Artikel. Danke, Thomas!


    Wenn Dr. L. der "Bienengott" ist, ist Karl Kiess sicher ein Heiliger :wink:


    Ach ja, Langstroth...


    Ein Werbespot erscheint vor meinem inneren Auge:


    Vor der untergehenden Sonne stehen unrasierte, muskuloese Maenner mit nacktem, propolisverschmiertem Oberkoerper an den geoffneten Beuten, nehmen ab und zu einen Zug aus dem Smoker und fangen die Koenigin mit den Zaehnen ab. Zufrieden blicken sie auf die modifizieten Raehmchen in ihren Haenden und eine tiefe Stimme spricht: "Echte Maenner nehmen das Original. Langstroth, seit 1853."


    :lol:

    Hallo Salli,


    Abstandshalter haben nicht nur Vorteile, wie rase schon erwaehnt hat.


    Wenn Du im Zuge der jaehrlichen Wabenerneuerung umstellst, wuerde das Ganze zwei Jahre dauern und Du haettest u. U. Mischbetrieb von Hoffmann und Abstandshaltern in derselben Zarge.


    Oder Du wohnst die Voelker um.


    Wenn Du nicht auf angepassten Brutraum umstellen willst, weiss ich nicht, ob sich der Aufwand so unbedingt lohnt.