Beiträge von frisbee

    Ein für mich sehr wichtiges Buch fehlt aber noch.. Natürlich imkern in Großraumbeuten von Melanie von Orlow.

    Das hab ich auch gelesen.:) Ist aber schon ein paar Jahre her...

    Vom Gefühl her finde ich das Öffnen und Schieden der Völker im Februar auch gruselig.

    Warum denn? So lange die Völker nicht mehr in der Traube sitzen und schon ein paar Reinigungsflüge hinter sich hatten, ist das gar kein Problem.

    So hab ich es gelernt: Völker im Winter in Ruhe lassen (außer Restentmilbung), nicht vor der Salweidenblüte reinschauen, nur ab +15°C öffnen usw.

    Und es leuchtet mir auch ein, daß man in der kalten Jahreszeit die Völker nicht unnötig öffnen und die Wintertraube nicht stören soll. Und in einem Februar mit tiefstem Winter würde ich die Völker auch nicht auf Teufel komm raus aufmachen und schieden. Aber an einem dieser typischen milden Vorfrühlingstage kann ich mir schon vorstellen, daß man das machen kann.

    Es gibt einige Signale, an denen man ermessen kann, ob die Bienen auf FJ-Modus umschalten...

    Ja, daran werd ich mich orientieren und unter Berücksichtigung der Wetterlage dann entscheiden, was ich mach. Danke! Hab mir mal die "Bienen im Kopf" als Winterlektüre bestellt, wollt ich eh.:)

    Danke für Eure Tips und auch für Eure Einwände.


    Ich habe heuer von geteiltem auf angepaßten Brutraum umgestellt und bin noch dabei, Infos zu sammeln. Hab Reiners Buch gelesen, Werner Gerdes, Jürgen Binder... Finde die unterschiedlichen Ansätze sehr interessant.

    Es ist nicht so, daß ich konkret plane, im Februar zu schieden - oder im Dezember wie Jürgen Binder. Ich möchte es aber gedanklich verstehen, bevor ich erwäge, es auszuprobieren.

    Ich habe bisher die Völker auch immer erst zur Salweidenblüte geöffnet. Vom Gefühl her finde ich das Öffnen und Schieden der Völker im Februar auch gruselig. Aber entscheidend sind für mich die Fakten: nutzt es den Völkern oder schadet es ihnen? Wie groß ist die Gefahr des Futterabrisses bei erneutem Kälteeinbruch?


    Hat denn jemand schon mal im Februar geschiedet und tatsächlich Futterabriß gehabt?

    Hallo,


    das Thema ist zwar jahreszeitlich (noch) nicht aktuell, aber ich beschäftige mich trotzdem gerade damit.:S

    Ich verstehe Bernhards Anleitung für das Schieden im Februar:

    - von außen nach innen heranarbeiten

    - bei Brut: Schied an erste bebrütete Wabe setzen

    - ohne Brut: Schied an die erste zu 2/3 leergefressene Wabe setzen


    Eins ist mir noch nicht ganz klar.

    Was mache ich in dem Fall, wenn die Königin gerade erst wieder angefangen hat zu stiften und z.B erst auf 2 Waben ein bißchen Brut angelegt hat, die zu mind. 2/3 leergefressene Wabenfläche sich aber über z.B. 4 Waben erstreckt?

    Schiede ich dann auf Brut oder auf leere Wabenfläche?

    Kann der Fall so überhaupt eintreten?:/


    Vielleicht steh ich auch gerade auf'm Schlauch und müßte mir die Antwort eigentlich selbst geben können. Aber im Moment komm ich nicht drauf.?(

    hat jemand den Vergleich Flachzargenbtrieb und ungteilter Brutraum in Dadant?

    Ich hab 5 Jahre mit Langstroth Flachzargen geimkert. War die ersten paar Jahre echt interessant, weil man alles mögliche ausprobieren kann: ohne Absperrgitter, Zwischenbodenableger, Zargenrotation etc.

    Zargen und Rähmchen sind vergleichsweise leicht und handlich.

    Mit der Kippkontrolle war es mir zu 100% immer möglich, eine vorhandene Schwarmstimmung festzustellen. Wenn ein Volk nicht schwarmtriebig ist, geht die Schwarmkontrolle mittels Ankippen ruckzuck. Wenn es aber schwarmtriebig ist, heißt es Rähmchenziehen und dann holt dich der Teufel.

    Völker wurden auf 2 Brutraumzargen geführt und auf 3 eingewintert. Im Frühjahr hab ich dann die untere Zarge weggenommen und eingeschmolzen. Brut ging im oberen Brutraum immer schön bis ans Absperrgitter. Viele Königinnen gingen aber ungern in die untere Brutraumzarge hinunter zum Stiften, so dass in dieser viel Pollen eingelagert wurde, was ja bekanntlich den Schwarmtrieb fördert. Mehrfache Zargenrotation à la Bretschko schafft hier vielleicht Abhilfe, war mir aber zu viel Arbeit.

    Anfangs fand ich auch die Hoffmannschenkel sehr praktisch. Doch irgendwann war ich die Verkitterei und die ständige Gefahr des Bienenquetschens leid.

    40 Völker habe ich auf diese Weise geschafft. Dann hab ich beschlossen, zu reduzieren. Da ich auf weiter Flur der einzige Imker mit Flachzargenbetrieb war, hab ich zudem auf Dadant umgestellt, um besser Völker verkaufen zu können. Hab mir 10er-Dadantzargen gebaut/gekauft und unter meine Flachzargen untergesetzt. Mein Material konnte ich alles weiterverwenden.

    Das war ein absoluter game changer. Das Imkern im angepassten Brutraum ist in meiner Erfahrung viel übersichtlicher, einfacher, komfortabler und entspannter - und das kommt auch den Bienen zugute.

    Wenn man viel ausprobieren möchte, ist Flachzargenbetrieb klasse, da man durch die maximale Schichtenbeweglichkeit unglaublich flexibel ist.

    Möchte man jedoch eine größere Anzahl Völker halten und zeitsparend arbeiten, braucht man eine sehr ausgeklügelte und durchstrukturierte Betriebsweise, denke ich. Mir war's irgendwann zu komplex und zu viel Materialschlacht.

    Hallo hodihu,


    wenn Du Deinen Schleuderprozess eh überdenkst, empfehle ich Dir, mal in Richtung Klärfass zu überlegen. Ich war anfangs auch in Richtung Siebkübel unterwegs, was einfach nie gescheit funktioniert hat. Die Siebe sind immer gnadenlos verstopft. Habe dann Eimerkaskaden gebaut... Ewig hat das gedauert.


    Dann hab ich hier den Tip gekriegt mit dem Klärfass. Man nehme:

    - 1 Edelstahlfass mit Quetschhahn und einem Volumen, in das der gesamte Honig einer Schleuderung gut reinpasst

    - 2 Eimerhalter (ich empfehle die vom Bienenweber)

    - 2 12,5kg-Eimer


    Das Fass neben der Schleuder so hoch aufstellen, dass Deine Lagergebinde unter den Quetschhahn passen. Den Honig aus der Schleuder ungesiebt in die 12,5kg-Eimer laufen lassen, diese abwechselnd ins Fass kippen und auf den Eimerhaltern auslaufen lassen. Fass mit Honig ein paar Tage im warmen Schleuderraum stehen lassen. Wachs etc. schwimmt oben auf und kann abgeschöpft werden. Dann Honig aus dem Fass in die Lagergebinde füllen. Er ist hier schon erstaunlich sauber. Beim Wiederverflüssigen dann feinsieben, z.B. im Melitherm.

    Keine Siebe, die verstopfen und die man reinigen muss. Kein Flaschenhals nach der Schleuder. Kann das nur jedem empfehlen.

    Bei dem Preis der Beute würde ich vom Kauf abraten, solange Du nicht jemand gefunden hast, der Dir aus eigener, mehrjähriger Erfahrung berichten kann, wie es sich damit imkert.

    Die Idee der hochklappbaren Honigräume erscheint zunächst pfiffig, ich könnte mir aber vorstellen, dass es in der Praxis zu einigen unvorhersehbaren Schwierigkeiten kommen könnte. Denkbar wäre z.B., dass man das Scharnier nur schwer bienenfrei bekommt, weil ständig Bienen drüberlaufen und man beim Zuklappen eine Menge Bienen zerquetscht.

    Ich frage mich auch, wie gut man die Beute noch zuklappen kann, sobald die Ränder etwas mehr Propolis angesetzt haben.

    Ergonomisch ist sie auch nicht so toll insofern, dass man die Waben nicht quer vor der Brust sondern längs neben dem Körper bedienen muss, wodurch man immer den Rücken verdreht.

    Wie kann man den Stockmeißel ansetzen, um die Verkittung zwischen Brut- und Honigraum aufzubrechen? Da ist ja ein Falz drüber. Wenn die ordentlich zusammengekittet sind, kriegt man das nieundnimmer aufgeklappt.

    Ich finde den kippbaren Honigraum sehr bedenklich, was Unfälle, Einklemmen etc. betrifft.

    Und auch das Arbeiten am Brutraum mit diesem hochgekippten Honigraum mit vielleicht angepissten Bienen drin, die man dann immer zurückrauchen müßte, was aber nicht gut für den Honig ist...

    Gut, das sind jetzt nur Spekulationen. Aber wenn dieses System der große Wurf wäre, gäbe es das schon lange zu kaufen, denk ich mir. Kann mir gut vorstellen, der jetzige Entwickler ist nicht der erste, der auf diesen Mechanismus gekommen ist.


    Wenn die Honigräume zu schwer sind, müssen leichtere Honigräume her, also Flachzargen oder Halbzargen. Dann könnt Ihr Euer ganzes Zandermaterial weiternutzen und müßt nur neue Honigräume mit Rähmchen kaufen. Gibt auch diese vertikal geteilten Honigräume, die sich angeblich aber verziehen und dann nicht mehr dicht schließen.


    Nur ein Rähmchenmaß ist schön, wird aber überbewertet.


    Oder Ihr schaut nach einer Kipp- und Hebehilfe für Imker. Da gibt es verschiedene Gerätschaften zu kaufen.

    Ihren Vortrag auf dem Bayerischen Imkertag 2017 hat Dr. Pia Aumeier damit eröffnet, dass sie einen Dadantfluglochkeil demonstrativ zerbrochen und quer über die Bühne geworfen hat. Anschließend hat sie behauptet, Dadantimker würden gegen den Tierschutz verstoßen, weil sie zu faul seien, ihre vielen Honigräume für eine Schwarmkontrolle abzuheben, und die abgeschwärmten Völker bei Nichtbegattung der jungen Königin dann zu Grunde gehen würden.

    Damals war ich selbst noch Befürworter des geteilten Brutraums, fand die Nummer aber trotzdem einfach nur überflüssig und erbärmlich.

    Hallo Bienendoktor,


    Du hast zu viel gelesen. Ist mir damals auch passiert. Hat mich viel Zeit, Nerven und Geld gekostet. Jetzt bin ich endlich "bei Dadant gelandet". Und es ist einfach nur traumhaft!

    Ich kann mich deshalb dem Rat von Highlander nur anschließen: probier auf jeden Fall das Imkern mit der 12er-Dadantbeute aus, bevor Du Dir weitere Beuten zulegst!


    Viel Freude beim Imkern!

    Vielen Dank für die weiteren Beiträge.


    Ich hol noch'n bißchen weiter aus, damit Ihr mehr Hintergrundinfos habt.


    Ich habe die letzten 5 Jahre im Flachzargenbetrieb LS 2/3 geimkert. Dabei habe ich mir (fast) das gesamte Material nach Plänen der Magazinimker e.V. selbst gebaut. Jetzt habe ich auf 10er-Dadant umgestellt. Die Flachzargen benutze ich weiterhin als Honigräume.

    Bisher habe ich meine Rähmchen (Langstroth 159mm mit 27mm Oberträger und 27mm Ohren, Hoffmann) im Honigraum mit einem spacing tool für 9 Waben auf Abstand gebracht.

    Die meisten Waben waren bei der Ernte schön über das Rähmchenholz hinausgezogen, aber es gab auch viele, bei denen das nicht so war. Da ging das Entdeckeln mit dem beheizten Messer dann nicht so gut.

    Da ich mir den Arbeitsschritt mit dem spacing tool zukünftig sparen möchte, habe ich vor, meine Honigräume mit Rechen nachzurüsten.

    Ich habe mir verschiedene Exemplare zum Ausprobieren schicken lassen.


    Vom Dehner gibt es 9er-Rechen für Rähmchen mit 27mm-Ohren. Problem: die Innenbreite meiner Honigzargen beträgt 37,5cm. Die Rechen sind aber für eine größere Innenbreite ausgelegt. Dadurch beträgt der Abstand zwischen Randrähmchen und Beutenwand nur 7-8mm. Die Randwaben würden also nie über das Holz hinausgezogen. Außerdem sind sie ziemlich teuer.


    Beim Holtermann gibt es 9er-Rechen mit 37 cm Länge. Passen schön in die Zargen, sind allerdings für 25mm-Ohren ausgelegt. Außerdem beträgt der Abstand zwischen Randrähmchen und Beutenwand wieder nur 7-8mm.

    Bei meinem spacing tool waren es 14mm. Da wurden auch die Randwaben schön ausgezogen. Bei dem Trick aus Fozzys Thread (s.o.) ist leider das Gleiche.


    Dann habe ich ein Paar 10er-Dadantrechen auf 8 Waben gekürzt und Rähmchen Langstroth 159mm ohne Hoffmann vom Wagner eingehängt. Bei denen sind Oberträger und Ohren 25mm breit. Ich weiß, beim Holtermann gibt es welche mit 27mm-Oberträger und 25mm-Ohren. Das ist aber auch der einzige Anbieter, bei dem ich die so gefunden habe. Sonst immer mit 25mm-Oberträger. Ich möchte jedoch ungern von einem Anbieter allein abhängig sein. Zudem bin ich mit Qualität, Preis und Service vom Wagner sehr zufrieden.


    Die Variante mit auf 8 Waben gekürzten 10er-Rechen und Rähmchen vom Wagner würde mir am meisten zusagen. Das Einzige, was mich noch beschäftigt ist, ob die 25mm-Oberträger nicht doch zu schmal sein könnten und Ober- und Unterräger zu stark in Richtung Absperrgitter bzw. nächste Hongzarge überbaut werden. Ich probier's einfach mal mit einem Teil der Zargen aus und sag Euch dann bescheid.:) Falls jemand genau dieses Setup schon probiert hat, würde ich mich über einen kurzen Erfahrungsbericht sehr freuen.

    Vielen Dank für die Tips!


    Ich würde gleich noch eine Frage nachschießen:

    Beim 12er-Dadant sind die Honigrähmchen ja standardmäßig 28mm breit. Die Honigrähmchen 159mm mit geraden Seiten für 10er-Dadant sind meistens 25mm breit.

    Funktionieren diese Rähmchen mit dem 8er-Rechen (10er-Rechen beim 12er-Dadant) oder sind sie zu schmal, so dass man zu viel Honig beim Entdeckeln wegschneidet oder zu viele Wachsbrücken zum Absperrgitter oder den Rähmchen der nächsten Honigzarge entstehen o.ä.?

    Manch größere Imkerei wird eine Hamag Wachsschleuder benutzen, schätze ich. Kostet ein paar Tausend Euro, aber was ich bisher in Videos und Berichten gesehen habe, scheint es eins der besten Geräte zu sein, um effizient und arbeitssparend eine hohe Wachsausbeute zu erreichen.

    Was ich noch nicht versteh ist, warum Großhändler auf die 25 Cent bei Pfandflaschen noch 5 Cent MwSt draufschlagen und insgesamt 30 Cent Pfand erheben (und auch ausbezahlen), während der Einzelhandel das nicht tut und nur 25 Cent Pfand berechnet.

    Dadurch entsteht ja diese berühmte Gesetzeslücke, die Flaschensammler-Clans ausnutzen, die die 5 Cent extra bei der Leergutrückgabe im Großhandel einstreichen. Das kostet den Fiskus angeblich 40 Mio pro Jahr.

    Wäre das Pfand bei Honigverkäufen an Geschäfte also doch anders zu behandeln als an Endkunden?