Beiträge von Hanno

    Liebe Smartphone-Imker,


    nachdem ich nun verschiedenste Stockkarten-Apps getestet habe und bei keiner so richtig überzeugt bin, habe ich nun eine wirklich gute Lösung für mich gefunden, an der ich euch gerne teilhaben lassen möchte:


    Mit der App "openasapp" lassen sich Excel-Dateien in Smartphone-gerechte Abfragen und Listen umwandeln. Man erstellt sich also einmal eine "blanko"-Excel-Stockkarte und wandelt diese dann in eine App um.


    Damit kann man sich nun seine individuell zugeschneiderte Stockkarten-App basteln, sogar mit Standort-Koordinaten oder Foto-Upload. Eine Auswertung der Daten ist dann auf dem Handy oder auch am PC mit der Excel-Datei möglich.


    Fazit: Man braucht ein wenig Zeit, um sich in das System reinzufuxen, aber wenn es einmal steht hat man seine individuell zugeschnittene Stockkarten-App. Ich bin begeistert!

    Ein Moin aus Hamburg,


    wenn man mal zurückrechnet gab es vor etwa 3 Wochen das erste Mal Nachtfrost im Norden, daher wollte ich die Oxalsäurebehandlung ebenfalls für dieses Wochenende ansetzen.

    Nachdem ich in den zurückliegenden Jahren auch immer geträufelt habe, würde ich es dieses Jahr mit einer Sprühbehandlung versuchen. Dafür sind die Bedingungen ja ideal, und so ein richtig gutes Gefühl habe ich beim Träufeln mit der Zuckerlösung ohnehin nicht (Schädigung der Winterbienen durch orale Aufnahme).

    Habe auch mehrere Jahre neben großen Spargelkulturen geimkert. Polleneintrag war immer sehr deutlich zu verzeichnen, Nektar allerdings kaum.

    Mit PSM-Einsatz auf Spargelfeldern habe ich allerdings auch ungute Erfahrungen gemacht.

    Mein Plan:

    1) Schwarmvorwegnahme mit der alten Dame in ca. 1 Woche, im Altvolk alle SZ bis auf eine entfernen


    Was haltet ihr von dem Vorgehen?

    nimm 'ne Leiter mit.

    Ich befürchte ernsthafte Lieferengpässe bei den langen Leitern im Baumarkt in diesem Jahr ;)


    Hm hast recht, die Zeitangabe war mit ca. 1 Woche wahrscheinlich etwas grob, wenn man mal im worst case davon ausgeht dass das Ei schon drei Tage alt ist. Ersetze Zeitangabe ca. 1 Woche durch ca. 4 Tage.


    Habe ich deinen Hinweis richtig interpretiert? :/

    Im stärksten meiner Völker (1 Zarge DN 1,0) habe ich gestern mehrere bestiftete Weiselzellen gesichtet. Mit der Kö bin ich sehr zufrieden, das Volk brütet auf 9 W von Holz zu Holz, viel Bienenmasse. Daher würde ich von dem Volk gerne nachziehen und dabei die Schwarmzellen verwerten. Mein Plan:

    1) Schwarmvorwegnahme mit der alten Dame in ca. 1 Woche, im Altvolk alle SZ bis auf eine entfernen

    2) Bildung von 2-3 Ablegern mit überzähligen Schwarmzellen. Habe dazu noch einen Kümmerling aus dem Vorjahr, der nicht so richtig aus den Puschen kommt, den ich auf die Ableger aufteilen wollte.


    Ich erwarte mir davon eine effektive Vermehrung und trotzdem noch einen nennenswerten Honigertrag von dem schwarmtriebigen Volk - ist mein Rennpferd für dieses Jahr. Was haltet ihr von dem Vorgehen?

    Im Gegenteil, es ist sicher kein Fehler, Probleme in ihrer Gesamtheit zu betrachten und daher auch diese Facette mit zu berücksichtigen, vor allem da hier keine Rede von einer Gewichtung der einzelnen Faktoren ist. Argumente sind doch nicht automatisch wertlos, nur weil sie aus unliebsamer Richtung kommen?

    Leider ist es aber bei dieser Debatte so, dass sich jeder die Argumente rauspickt, die gerade passend sind. Ohne eine Einordnung in das Gesamtbild sind diese aber wertlos. Die größte Gefahr für den Artenschutz ist und bleibt der Klimawandel. Punkt. Das ist hinlänglich belegt. Es geht hier nicht um ein paar Bäumchen im Hambacher Forst.


    Über alles andere lässt sich trefflich streiten. Bauen wir Windparks im Meer oder im Wald oder importieren wir den Strom lieber aus Spanien? Jede Anlage ist ein Eingriff, der abgewogen werden muss. Es geht aber längst nicht mehr um das OB (wie in diesen Debatten oft suggeriert wird), sondern um das WIE. Und das haben mittlerweile sogar große Teile der politischen Akteurslandschaft begriffen (von kleineren Ausreißern mal abgesehen).

    Kann die Analyse von ribes auch hier bestätigen. Habe vergangene Woche bei 15°C+ das erste mal reingeschaut. TBE-Brutspender haben (wieder?) Brut in allen Stadien, insbesondere viele neue Stifte und sammeln fleißig Pollen, Ableger sind brutfrei.


    Wenn vor Weihnachten keine Brutfreiheit eintritt, würdet ihr dann trotzdem behandeln (OX-Träufelbehandlung) und die verminderte Wirkung in Kauf nehmen? Der Milbenfall würde eine Behandlung rechtfertigen.

    Es ist ja schön, dass die Damen immer wieder für Überraschungen gut sind: Ich bin vorgestern noch am Bienenstand gewesen und habe dort eine schöne Schwarmzelle mit dicker Rundmade und viel Gelee Royale kurz vor dem Verdeckeln gesichtet, bin tags darauf mit sämtlichem Equipment zur Schwarmvorwegnahme hin und was sehe ich - die Zelle ist völlig leer und unverdeckelt, die alte Dame legt fleißig weiter ihre Eier. :/


    Habe schon davon gehört dass die Damen ihre Auszugspläne bezeiten verwerfen - in diesem Fall kann es ja mit den etwas kälteren Temperaturen der letzten Tage zusammenhängen - aber dass sie die Zellen in so einem späten Stadium kurz vor der Verdeckelung abbauen, das überrascht dann schon. Tja, man lernt wohl nie aus. Hat jemand bereits ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Moin,


    ich stand vor einigen Jahren mal im Kontakt mit den Imkern in den Berliner Prinzessinengärten (http://prinzessinnengarten.net/) und habe dort auch einen Kurs besucht.


    Dort haben sie eine recht eindrucksvolle Sammlung an verschiedenen Beutensystemen in Betrieb - das war sehr spannend, mal wirklich bei der Bearbeitung vergleichen zu können. Unter anderem gab es dort auch zwei Beuten im DNM 2,0-Maß. Fazit der Imker war jedoch soweit ich mich erinnern kann, dass es in der Bearbeitung doch etwas schwierig war. Das Gewicht der Waben und die Instabilität insbes. im Naturbau waren wohl die größten Probleme. Aber vielleicht kannst du dich nochmal an sie direkt wenden, wenn du mehr wissen willst..


    Grüße

    Hanno

    Hallo Andi,


    ich imkere auch auf dem 10er-DN-System von Holtermann. Dort wird die Beute auch als "Kompaktbeute" bezeichnet. Mittlerweile habe ich einige Völker auch auf 1,5DN umgestellt. Diskussionen über Beutensysteme kann man ewig führen - aber hier mal meine persönlichen Erfahrungen mit dem System:


    Vorteile:

    + (Honig-)Zargen sind nicht gaanz so schwer

    + Guter Wärmehaushalt, wenig Schimmel im Winter


    Nachteile:

    - Für die Betriebsweise mit einem 1,0DN-Brutraum ist der Brutraum ein bisschen zu klein.

    - Bei Überwinterung auf einer 1,0-Zarge kann es mit dem Futter ein wenig eng werden.

    - Bei großem Brutraum (1,5DN) mit Schied ist manchmal ein bisschen wenig Platz zum Hin- und Herschieben, v.A. beim Schieden im Vorfrühling.

    - nur Kaltbau möglich


    Fazit: Insgesamt bin ich trotzdem eigentlich recht zufrieden mit dem System, vor allem aber mit den Völkern auf 1,5 DN. Da fällt es dann auch nicht so ins Gewicht, dass der einzelne Brutraum 1,0 DN doch ein wenig zu klein ist. Trotzdem: Wenn ich mich heute nochmal entscheiden würde, hätte ich wohl eher das 11er-System gewählt. Oder ich wäre direkt auf Dadant gegangen ;-)

    Im Allgemeinen schließe ich mich den Tips der Vorredner an, die Selbstbau-Beuten (zumindest im Innenmaß) an einer gekauften Beute zu orientieren, so kannst du im Notfall auch mal Teile zukaufen, v.A. auch Absperrgitter etc.

    Hallo liebe Forianer,


    erstmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Ich bin nun so vorgegangen: In der unteren Brutzarge waren tatsächlich noch zwei, drei unbebrütete Schwarten bzw. Pollenbretter drin - die habe ich rausgenommen und die Rähmchen aus dem Honigraum runtergehängt. Problem gelöst. Danke.


    Das Thema Absperrgitter oder nicht ist wohl eine längere Diskussion, die ich hier jetzt nicht eröffnen möchte. Ich führe sowohl Völker auf Ganzzargen wie auch auf 1,5 DN und bin jeweils noch dabei, die für mich und meine Bienen passende Betriebsweise herauszufinden. In dieser Saison wurde mir auch deutlich, dass ich bei den 1,5-DN Beuten nur schwerlich auf das ASG verzichten kann.

    Nach meiner diesjährigen Honigernte hat sich eine Frage ergeben, die ich hier gerne stellen würde. Zunächst einmal: ich imkere mit DN 1,5, Honigräumen in DN 1,0 und OHNE ASG. Bei der Ernte befand sich nun auf 4 Waben der ersten Honigraum-Zarge noch Brut. Diese habe ich natürlich im Volk belassen. Nur: wie gehe ich jetzt mit den Waben um? Möchte das Volk doch gern auf einer Zarge 1,5 DN in den Winter bringen, da der Raum sonst zu groß wäre, oder? Ich würde jetzt dazu tendieren, abzuwarten bis der weitere Honigeintrag das Brutnest vollständig in den Brutraum gedrückt hat, währenddessen die erste AS-Behandlung durchführen und dann die Waben entnehmen, ausschleudern und zurückfüttern. Haltet ihr das für ein vernünftiges Vorgehen? Oder wird die Wirksamkeit der AS-Behandlung durch den großen Raum zu sehr herabgesetzt? Für eure Tips wäre ich dankbar!