Beiträge von Wolfsbohne

    Einen schwachen Ableger hatte ich beobachtet und noch eine Weile stehen lassen um sicher zu sein, ob er aufgelöst werden muß. Die anderen Völker haben mir die Entscheidung dann abgenommen:
    Der schwache Ableger wurde ausgeräubert! Es ist das erste mal, dass ich es mit Räuberei zu tun habe - eine Katastrophe für ein Volk. Wenn es erstmal so weit ist, kann man den Verlauf wohl kaum noch aufhalten. Ich habe bei den anderen Völkern die Fluglöcher eingeengt und konnte beobachten, dass Räuberbienen erfolgreich abgewehrt wurden. Puh, noch mal Glück gehabt.


    Als ich dann abseits über den Rasen ging, fand ich ein armseliges kleines Häufchen von Bienen. Mitten unter ihnen eine schlanke Königin. Momentan sitzen sie warm in einem kleinen Körbchen, Invertzuckersirup habe ich ihnen hineingegeben. Was mach ich denn mit denen?

    Zu Beginn des Bienenjahres schaute ich nach meinen Mädels. Erst konnte ich gar nichts damit anfangen: Da waren plötzlich viele Bienen mit orangefarbenem Ring direkt unter der Taille dabei. Inzwischen weiss ich, dass sich Buckfastgene in meine Carnicavölker eingekreuzt haben. Ich habe jetzt eine bunte Mischung aus Carnica und Buckfast und weiß nicht, was ich davon halten soll. Einerseits fand ich das sehr spannend. Ich war auch amusiert. Andererseits denke ich, ich habe mir das nicht ausgesucht. Es gibt schon die ersten Bastarde, bei denen ist der erste Ring dunkel bräunlich orange.


    Als ich bei der Anschaffung meines ersten Volks vor der Wahl stand, habe ich mich für Carnica entschieden, weil die Rasse in meiner Umgebung vorherrschend ist. Ich weiß ja, dass sich Bienen leicht untereinander verkreuzen und fand das einfach angemessen. Jetzt gibt es irgendwo bei mir in der Nähe einen Buckfastimker der das einfach so macht. Da frage ich mich, ob bei dem die Völker reinerbig bleiben. Ob der sich begattete reinerbige Königinnen kauft?


    Wie sehen das die anderen Imker hier im Forum? Und habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht? Bin schon sehr gespannt auf Eure Beiträge. :wink:

    Bei der Vorabkontrolle hatte ich bei einem Volk eine Milbe pro Tag, bei den anderen keine Milben. Da dachte ich noch, die Ameisen haben die Milben wohl verschleppt.


    Jetzt bin ich mit der ersten Varroabehandlung mit dem Nassenheider Verdunster und 60%iger Ameisensäure durch. Während der 12 Tage Behandlung plus 4 Tage sind bei dem Volk mit 1 Milbe nur 55 Milben gefallen. Bei den anderen Völker gar keine!


    Ich muß sagen, ich bin verblüfft. Kommt das vor, so wenige Milben?


    LG Wolfsbohne

    Hallo Anni,


    also, die Bienen, die auf dem Pflaster vor der Beute sitzen blieben, waren geschätzt etwa 50 Winterbienen. Die sind just an dem Tag, wo es schön war und die Bienen flogen, sitzen geblieben. Tags vorher und nachher saß dort keine Biene. Von daher schließe ich alte Bienenleichen, die schon aufgequollen sind, aus. Meine Vermutung: Sie sind wegen der tollen Sonne geflogen, aber das Pflaster ist frostig kalt und zudem schattig. Ich vermute, sie sind starr vor Kälte geworden und dann eingegangen. Mag aber auch sein, dass sie schwach waren, aus welchem Grund auch immer.


    Mit dem Hinterleib bin ich mir nicht sicher, ich hatte im Getümmel in der Beute nachgesehen. Da schien es mir, als würden die Hinterleiber einiger Bienen dicker sein als bei den anderen. Das werde ich weiter beobachten und mir bei Gelegenheit eine tote Bienen näher ansehen.


    Nachher bin ich bei den Bienen, da sammle ich tote Bienen, sofern vorhanden. Öffnen werde ich die Beute nicht, es ist Schmuddelwetter und recht kalt. Also beobachten, nichts tun, keine Experimente mit Futter. Und BSV suchen...


    Danke für die Antwort! LG von Sandra

    Hallo lieber Reinhard,


    Danke für Deine hilfreiche Antwort. Leider habe ich im Moment niemanden der sich das mal anschaut. Da ist der eine oder andere Hinweis schon sehr nützlich. Also kein Futtergemisch.


    Nach den Waben hatte ich gestern schon gesehen, sie sind zum Glück nicht bekotet. Es waren nur die auffälligen senfgelben Kotspritzer außerhalb die mich so beunruhigt haben. Vllt. war es tatsächlich ein Reinigungsflug. Beobachten werde ich weiter, bleibt ja die Frage nach den auf dem Boden verbliebenen Bienen. Und den Hinterleibern, die mir zum Teil etwas gekrümmt und dick erschienen. Das war aber nachdem ich etliche Beschreibungen erkrankter Bienen gelesen habe, vllt. ist da auch die Phantasie mit mir durchgegangen...


    Viele Grüße an Euch alle von Sandra

    Liebe Imkerkollegen, Hilfe!!!


    Habe nach meinen Bienen gesehen, nach einer Schlechtwetterperiode zum ersten mal toller Sonnenschein. Die Bienen waren geflogen. Vor allem bei einem Volk habe ich senfgelbe flüssige Kotspritzer an der Beute und auf dem Einflugbrett entdeckt. Bei einem anderen Volk etwas weniger davon.


    Nach genauerem Hinsehen fand ich Bienen mit gekrümmtem Hinterleib und dickem Hinterleib. Es sitzen auch einige Bienen auf dem Pflaster vor den Beuten die nicht mehr zurück in die Beute fliegen. Manche sind schon tot. Meine Vermutung: Nosemose, und das jetzt im Dezember. :eek:


    Ein zugelassenes Mittel gibt es meines Wissens nicht. Ich habe aber gelesen, Zuckersirup mit Obstessig und Kamillentee führt zu einem sauren Milieu im Magen-Darm-Trakt der Biene und bringt Nosema zum Absterben. Ich überlege also, ob ich ein solches Sirup-Essig-Kamillentee-Gemisch in die Futtertaschen fülle und den Bienen in die Beute hänge. Ob die das überhaupt aufnehmen? Ist das ein guter Plan? Oder hat jemand einen anderen Vorschlag bzw. Erfahrung mit Nosemose?


    Bin dankbar für Eure Einschätzung und Euren Rat!


    P.S.: Nebenbei habe ich bemerkt dass wegen der warmen Witterung die Völker wieder in Brut gegangen sind...

    Hallo noch mal!


    Na, das hat ja eine rege Diskussion gegeben. Ich denke mir, jeder so wie er mag solange die Qualität stimmt.


    ...der erste Kunde, der die Supermarktgläser wieder erkennt, der macht dir einen Imageschaden, den du in 2 Jahren nicht mehr gerade gebogen bekommst. Wenn dich da einer nicht leiden kann, dann erzählt er überall herum, du verkaufst "billigen" Supermarkthonig unter neuem Label...


    Michael : Stimmt, sollte man bedenken. Solche Zweifel wurden neulich über einen anderen Imker geäußert. Der verkauft "Heilhonig" in Gläsern von Aldi. Da kam dann der Verdacht auf, es ist auch Aldihonig drin.


    ...Die von mir erwähnten Deckel 77,3 mm Durchmesser brauchen keine Deckeleinlage, denn sie sind genau so gefertigt wie die Deckel für die handelsüblichen Neutralgläser...


    Reinhard : Genau, da ist im Deckel ein Ring, die Dichtungslippe. Die verschließt luftdicht, jedenfalls bei der ersten Verwendung. Wenn der Deckel wiederverwendet wird kann es sein, dass die Lippe nicht mehr schließt aufgrund kleiner Beschädigungen. Darum will ich ja auch neue Deckel kaufen.


    ...verwende ich auch DIB-Glas zusammen mit Einlage, Deckel und Gewährverschluss so wie der DIB es sich wünscht. Hier gibt es auch Kunden die es so haben wollen. Ich habe aber auch Kunden, die bringen mir die Supermarktgläser und sind stolz auf ihre Wiederverwertung. Ich befülle diese Supermarktgläser und dieselben Kunden nehmen den Honig darin auch gerne wieder mit...


    holger : Ja, genau. Die einen die DIB-Gläser, die anderen Neutralgläser, neu oder aufbereitet. Da sind die Geschmäcker ja verschieden.


    Dann sag ich mal besten Dank für die vielen Anregungen und Einblicke in Eure Praxis.


    Grüße aus dem verschneiten Schleswig-Holstein von Wolfsbohne

    Hallo Leute, Danke für die Tipps!


    Ich hab mir die Finger wundgegoogelt ohne was zu finden. Überall bekommt man Standarddeckel, aber die passen nicht. Für mich selbst verwende ich die gebrauchten Deckel wieder. Aber nächstes Jahr möchte ich meinen Honig verkaufen, da soll das schon anständig sein. Plastik ist ja nicht so hygienisch wie Glas. Außerdem habe ich irgendwo gelesen, die Dichtungslippe wird durch den Gebrauch schadhaft und schließt nicht mehr richtig.


    Reinhard, das ist genau die Adresse die ich suche. :daumen: Da werd ich mal nachfragen. Und mich ordentlich eindecken. So 100 einheitliche Gläser sind im Lauf der Jahre zusammen gekommen, wäre doch schade drum.


    Noch eine Frage: Macht ihr eigentlich immer eine Pappeinlage in den Deckel? Oder verschließt ihr den Deckel so?


    Grüße aus Schleswig-Holstein, Wolfsbohne

    Hallo liebe Imkergemeinde,


    ich hab da mal eine Frage:
    Bevor ich Imkerin wurde, habe ich meinen Honig aus dem Supermarkt bezogen, z.B. den Biohonig von Aldi. Die Gläser samt Deckel habe ich immer aufbewahrt und jetzt wirklich viele davon. Ich würde meinen Honig gern darin vermarkten, die Gläser kann ich ja sauber spülen. Die Deckel würde ich neu kaufen. Aber:
    Die Standard-Ersatzschraubdeckel aus Kunststoff passen nicht! Sie sind etwas zu weit und zu niedrig. Kennt sich jemand aus und hat im Idealfall eine Ahnung wo ich passende Deckel beziehen kann?


    Schon mal vielen Dank fürs Lesen!