Beiträge von ribes

    ...irgendein Schlaubi in Charlottenburg mal so eben rund 25 Altwaben neben dem Müllcontainer entsorgt und damit eine prächtige Räuberei verursacht hatte, sorgt die liebe Imkerschaft mal wieder ganz alleine für (zweifelhafte) Tracht...

    Viel schlimmer als die eine Räuberei auf einigen Altwaben (die in 1 ... 2 h leergeräubert sind) ist der neurologisch nachhaltige Erziehungseffekt. Eine Tracht mit solch hohem Zuckergehalt, wie ihn nur Honig hat, vergißt eine Biene ihr Leben lang nie wieder. Einmal Wassergahalt von 20% - x gemessen, wird sie immer wieder mit aller Energie nach so etwas suchen und natürliche Trachten mit 60% + x Wassergehalt als unattraktiv einschätzen. Einmal Räuber = immer Räuber! Und die lernen ihre Schwestern tanzend an. So funktioniert AFB-Import ganz von allein und bestens, viel häufiger und zuverlässiger als (von manchen AVet fälschlich unterstellt) durch Kontamination mit imkerlichem Werkzeug.

    BSV ist einer, der vom VetA amtlich dazu berufen bzw. beauftragt wurde. Die Aufträge können ganz unterschiedlich ausfallen: auf den Einzelfall begrenzt oder mit ganzen Aufgabenbereichen (zeitlich bzw. räumlich bzw. sachlich umrissen).

    M.a.W.: Nicht der Lehrgang macht den Teilnehmer zum BSV, sondern ausschließlich die amtliche Beauftragung. Unser VetA bietet in akzeptablen, oft sogar erstaunlich kurzen Reaktionszeiten ganz konkrete Maßnahmen auf; nicht immer zur restlosen Freude des betroffenen Imkers, aber objektiv betrachtet im Interesse der Allgemeinheit. Dabei muß man gut unterscheiden zwischen den Pflichtaufgaben eines VetA (die zumindest tlw. auf BSV übertragbar sind) und freiwilligen Aufgaben und ggf. zu beantragenden Dienstleistungen, an denen oft auch BSV mitwirken. Wir sind mit unserem VetA in all diesen Bereichen zufrieden. Entsprechende Kontaktpflege verbessert das gegenseitige Verständnis. Unser AVet ist einmal jährlich zur Vereinsversammlung eingeladen, die nichtorganisierten Imker ebenfalls. Der Besucherandrang macht dabei den Faschingsveranstaltungen dieser Zeit durchaus Konkurrenz. Bei uns kommt da nicht nur warme Luft. Wir pflegen aber auch keine Vorurteile.

    ...also werden Lebensmittelhersteller ihre Rohstoffe günstiger aus dem Ausland beziehen.

    80% des in D verbrauchten Honigs stammen bereits seit vielen Jahren aus dem Ausland. Daran würden Preiserhöhungen für deutschen Honig nichts wesentliches mehr ändern. Auf deutschen Weihnachtsmärkten findet z.B. finnischer Honig in billigsten 115g-Plastebecherchen für über 20,- EU/500g, tlw. sogar über 25,-/500g so reißenden Absatz, daß man kaum glauben kann, daß die finnischen Bienen soviel einsammeln:

    https://www.finntouch.de/2018/01/11/honig-aus-finnland/

    Es ist so, wie es eines unserer Vereinsmitglieder immer ausdrückt: Der Preis wird nicht von den Kosten bestimmt, sondern vom Aufwand, den du in den Vertrieb investierst.

    Kannst Du also die Blühstreifen in Dein Marketing integrieren, sind sie von Vorteil.

    Wir dürfen bei dieser Diskussion nicht mehrere Ebenen miteinander vermischen: a) das imkerlich denk- oder machbare und b) was dem Fragesteller - der imkerlicher Laie ist - geraten werden soll.


    Im angefragten Fall geht es darum, etwa 5 Bienen zuverlässig aller 2 Tage aus einem Volk abzufangen. Das geht winters bspw. in einem Apidea - im Keller oder nicht - bestimmt nicht lange gut. Selbst bei einem überwinterungsstarken Volk halte ich so eine Störung alle 2 Tage für grenzwertig, wie ja WFLP bereits schrieb.

    ...einfach eine Brutwabe mit Futter und Bienen und stellen sich diese in eine Art Schaukasten ins Haus. Vielleicht könnte man dies im Winter mit einer Futterwabe machen und dann alle paar Wochen Bienen übersiedeln.

    So einfach geht das nicht. Einzelne Honigbienen gibt es im Grunde nicht, sie sind auf einen funktionierenden Superorganismus - den Bien - angewiesen - müssen also neben dem Lebensraum und Möglichkeiten, mindestens +28 Grad halten zu können, eine Königin haben.

    Es ist wohl am besten, Du suchst den Kontakt zu einem Imkerverein vor Ort. Dort kann man Dir naheliegende Hilfe vermitteln und - nicht zuletzt - auch bei einem evtl. Start ins Imkerleben helfen.

    ...überwintere auf einer Zarge DN, Oft auf 9 oder 10 Waben. Da passt genug Futter hinein.

    ...in Styroporbeuten, nehme ich an.


    Wir hier quartieren unsere Bienen vorzugsweise in Holzbeuten ein, bei mir Zander 1,0. Da ist der Futterbedarf etwas höher und unsere Winter sind wohl auch wechselhafter als im Norden, resp. brut-/-> zehr-freudiger.


    Hymenoptera : Zur Winterbehandlung ist das ASG hier längst weggenommen.

    Ich schneide kleine Pollenflecken einfach raus.

    Warum das? Ich frage aus folgenden Gründen:


    - Pollen sind im Honig auch Geschmacksträger: Selbst wenn sich die Pollenlager nicht ausschleudern lassen, ein wenig wird doch beim Schleudern ab und an herausgelöst.

    - Beim Schleudern stören mich Pollenlager nur, wenn ich sie nicht gerade paarweise zur Hand habe (Unwucht).

    - Ansonsten werden Pollenvorräte bei mir tunlichst auf den Völkern belassen. Was von Bienen belaufen wird, ist vor der Wachsmotte einigermaßen sicher. Bis zum Vorfrühling werden Pollenvorräte von den Bienen verbraucht, sofern sie draußen nix Besseres finden.

    Warum gibst Du den Bienen nicht eine Ganzzarge mit LeerW direkt nach der Schleuderung auf den BrR und fütterst sofort auf? Dann könntest Du im Herbst nach der Auffütterung das ASG entfernen und die Bienen dürften sich ihren Zehrweg im Winter dann selbst wählen, ohne daß es Dich im Frühjahr imkerlich stört.

    Ich finde eine Halbzarge Futterreserve ohnehin etwas knapp als Wintervorrat.

    Das die keiner der großen Anbieter im Sortiment hat, spiegelt es vermutlich den Bedarf.

    "WC = Wohl kaum" pflegte mein Klassenlehrer an der Berufsschule zu sagen...

    Polsternägel sind für den Bedarf der Polsterer gemacht. Die brauchen die für Polstermöbel, die in Innenräumen stehen. Edelstahl wird da eher nicht gebraucht, aber was silbrig und was golden Glänzendes. Wir Imker zweckentfremden das ohne markrelevante Nachfragemacht.

    Zwischen Abspritzen des Feldes mit Glyphosat und dem Blühen des Blühstreifens vergehen einige Wochen. Bis dahin ist das Glyphosat schon ausgewaschen / abgebaut,

    1. Die Halbwertszeit beim Glyphosatabbau von 44 ... 215 Tagen ist also kurz genug?

    2. Ausgewaschen - wohin ging das "Abwasser"?

    3. Was ist von den Abbauprodukten von Glyphosat zu halten und wie lang währen deren Abbauzeiten?

    4. Was ist von den Netzmitteln u.a. Zusätzen zu halten, die den Glyphosat-Rezepturen beigemischt sind?


    Fragen und Fakten zu Glyphosat Was ist Glyphosat, AMPA und ... - Nabu


    https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/gentechnik/.../faqglyphosat.pdf