Beiträge von ribes

    Meine Sammler vom Sammler aus den ca. 15 hochvermilbten FangW des BrSammlers der TBE (Zander) haben jedes Jahr Ende Juli eine BrW mit jüngster Brut zugehängt bekommen und sich daraus im August noch eine Kö. nachgezogen, die erfolgreich begattet wurde und ein Volk zu guter Überwinterungsstärke durch kräftigen Bruteinschlag aufbaute. Im Folgejahr wurden daraus bisher immer sehr gute Wirtschaftsvölker. Höhenlage hier: rd. 300m. Ich praktiziere das seit 2015. Wir hatten seither zugegebenermaßen auch schöne sonnige Herbstlagen. Trotzdem gehe ich davon aus, daß es auch bei kühlerem Herbstwetter hier funktioniert hätte. Voraussetzung ist selbstverständlich eine ausreichende Bienenmasse zum Startzeitpunkt.

    Der Begriff "Bienen" wird hier offenbar in verschiedener Bedeutung verwendet:

    a) Honigbienen (apis mellifera) oder

    b) Bienen als Gattungsbegriff für viele Wildbienenarten. Von denen gibt (oder gab) es in D ca. 560 Arten, die sehr unterschiedliche Lebensgewohnheiten haben. Es gibt z.B. Arten, die sich zu Wohngemeinschaften zusammenschließen oder deren Männchen zeitlich vor den Weibchen schlüpfen und bis zum Erscheinen der Weibchen vor den Nesteingängen patroullieren o.a. Auch so etwas wäre als Ursache für die in #1 geschilderte Beobachtung der Flugbetriebsschwankung denkbar, ebenso eine Nest-/WG-übernahme durch eine Kuckucksbienenart o.a.

    Die meisten Wildbienenarten sind harmlos oder friedfertig oder mit zu kurzem Stachel ausgerüstet, um uns zu stechen.


    Resp.: Wir kommen um eine abgesicherte Artbestimmung nicht herum.

    ...Verdunstung von Oxalsäure. Wird in Deutschland aus Arbeitsschutz nicht genehmigt.

    Das ist nicht ganz richtig. Die OX wurde 2006 als Wirkstoff mit der Standardzulassung versehen, allerdings nur in der Anwendungsform der Träufelung mit Zuckersirup. Die Entscheidung über die Anwendungsform der Sublimation ("Verdampfung") wurde wegen noch offener Fragen zum Anwenderschutz vorläufig zurückgestellt - und seither nicht getroffen - ungeachtet des Umstandes, daß bisher aus keinem der EU-Staaten mit OX-Sublimation auch nur ein einziger Fall der Gefährdung von Bienen, Anwendern oder Verbrauchern bekannt geworden ist trotz jahrelanger Anwendungspraxis.

    Ein Pharmahersteller, der die Sublimation als Einzelzulassung für D beantragen würde, findet sich ebenfalls nicht.

    Das Pikante dabei: Noch 2006 wurde es ausdrücklich ausgeschlossen, die Anwendungsform des OX-Sprühens in D jemals zuzulassen - wegen befürchteter Anwendergefährdung. Andermatt als Pharmahersteller hat es mittlerweile geschafft, diese Bedenken zu zerstreuen. Warum die Behörde die Dissertation von Dr. Gumpp zur (auszuschließenden) Anwendergefährdung bei OX-Sublimation bisher nicht bereit war, in die noch ausstehende Standardzulassungsentscheidung zu integrieren, bleibt ein Rätsel.

    Honigbienen ernähren sich rein "vegan", also von Nektar und Pollen.

    Wenn Insekten etwas rundes Weißes aus einem verlassenen Wespennest schleppen, dann bestehen diese Pakete vermutlich aus Eiweiß (zerstückelte Wespenbrut)? So etwas tun andere Insektenarten, aber keine Honigbienen. Sei froh, daß diese Hygienepolizisten Dir die Eiweißreste aus der Hauswand holen, bevor sie dort verwesen.

    ...was ist dass denn für eine Behauptung

    AFB-Sporen sind wirklich sehr robust. V.a. trockene Hitze vertragen sie sehr gut. Die entkommen jedem Sonnenwachsschmelzer i.d.R. unbeschädigt.

    Nicht umsonst gelten strenge Regeln z.B.

    § 2 Abs. 2 Zf. 2 BienSeuchVO (Reinigung mit kochendem Wasser + 20 min. bei 240 Grad!)

    https://www.vetion.de/gesetze/…seuchen_VO.htm?mainPage=1

    oder Runderlaß Niedersachsen zur BienSeuchVO Zf. 4.1. zu § 2 BienSeuchVO (bei MW Herstellung:

    "Wachserhitzung mit gespanntem Wasserdampf auf ca. 130° C für ca. vier bis fünf Stunden mit anschließender Heißhaltung bei ca. 90° C für ca. acht bis zwölf Stunden"):

    https://www.ndstsk.de/index.php?bereich=6&topic_id=157


    Die Verpackungsgewohnheiten in der Gastronomie führen noch viel weiter, auch zu geruchsfreien Einmal-Wegwerfeimern. Z.B. lassen sich manche Küchen sogar die gekochten Eier, ohne Schale und schwimmend in Plastikeimern liefern oder die geschälten Kartoffeln o.a.

    Bevor die jemand nachnutzen will: Die Eimer sind für den Einmalgebrauch konzipiert. Jahrelanger Gebrauch ist nur eingeschränkt möglich (Henkel reißen ab, Pastik versprödet etc.). Wie mir eine Kollegin berichtete: Wenn Dir ein solcher Eimer voll Futter beim Verladen von der Futtertankstelle ins Imkerauto auskippt, dann brauchst Du dort nie mehr Deine KundenNr. anzusagen - die kennen dann alle und lächeln immer, wenn Du auftauchst...

    Lieber Schievel, bitte beschäftige Dich in Deinem Urlaub noch einmal intensiver mit den Elementaria. Die Seite der Honigmacher ist da ein guter Anfang. Dann wirst Du auch Beemax´ Bemerkung verstehen.

    Die Standardzulassung von MS 15% sagt es ebenso wie die Gebrauchsanweisung:
    z.B. 9.7. Die Sommerbehandlung ist nur in Ausnahmefällen zu empfehlen. Behandlung nur zu Tageszeiten, in denen die Bienen nicht ausfliegen. Behandlung besteht aus 2 xigem Aufsprühen im Abstand von 1 ... 5 Wochen (jeweils bei Brutfreiheit!).


    Berggeist : Angegeben wird die Haltbarkeit von MS in der Originalflasche: 3 Jahre.

    Allerdings ist die Wirksamkeit von mehreren Faktoren abhängig, nicht zuletzt auch von Sprühtechnik (kleine Tröpfchen/feiner Nebel) und strikter Einhaltung von Dosierungs- und den anderen Anwendungsvorschriften (s.o.) - also vergleichsweise fehleranfällig. Bienenflug (und damit die Möglichkeit der Bienen, sich von MS vorzeitig zu befreien, bevor die Milben getötet sind) setzt die Wirksamkeit offenbar entscheidend herab.

    In der Praxis geht man selbst bei fachgerechter Anwendung von MS nur von einer Wirksamkeit von 60%/Behandlungsschritt aus, d.h. nach 2 Behandlungsschritten allenfalls: 84%. OX-Sprühen liegt > 90% - jeweils Brutfreiheit vorausgesetzt - ist aber mit ähnlicher Anwendungsfehlerquote behaftet.

    5 min Wartezeit sind für die Anwendung des Stichheilers sehr lang. Da hat sich ein großer Teil des Insektengiftes längst im umliegenden Gewebe verteilt und wird vom Gerät nicht mehr erreicht. Der Schmerz bei der Erhitzung solch großer Gewebearreale auf 51 Grad wäre wohl auch viel zu groß für eine Alternativanwendung.

    Oh, oh ManfredT : Du solltest Dich bitte näher mit den einschlägigen Bienenkrankheiten, deren Erregern, der Immunologie und nicht zuletzt den epidemiologischen Konsequenzen Deiner gefühlten "Wahrheit" v.a. für Nachbarimker befassen, bevor Du von Hygiene-"Wahn" sprichst und ihm einen Krankheitswert unterstellst. Auch der Ansteckungsweg von Bienenvolk zu Bienenvolk ist (abgesehen von evtl. imkerlicher Infektionsverbreitung) prinzipiell ein anderer als der, den man sonst bspw. aus dem Leben von uns Säugetieren kennt...

    Aber selbst die jüngere Geschichte der Humanmedizin widerlegt Deine Unterstellung - eines von vielen Beispielen gefällig? Bitte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Semmelweis


    Ich werde in den nächsten Tagen die Pollenstellen rausschneiden,

    Dein Wabenlager ist doch noch klein. Da kannst Du Dir die Sichtkontrollen ggf. auch in etwas kürzerem Rhythmus leisten und mußt nicht unbedingt schneiden (wenn die Bienen im Frühjahr starten wollen und Pollenmangel herrschen sollte, verfressen sie auch solche Vorräte gern). Entdeckst Du einen Fraßgang -> Larve mit einem Drahthakenstück, Pinzette o.ä. ausräumen -> nächste Kontrolle.

    Hier findet man einiges zu den Entwicklungszeiten der Großen Wachsmotte (zur Kleinen bitte selber suchen):

    http://www.schaedlingskunde.de…e-Galleria-mellonella.htm


    Achtung: Das Insektengitter schützt nicht vor den Eiern, die jetzt bereits im Wabenwerk allgegenwärtig sind.

    Im Winter kann man die Wabenvorratstürme auch im Freien in den Frost stellen und damit evtl. Gelegereste abtöten. bzw. generell am jeweils kältesten Ort platzieren. Gut ist auch, die Zarge mit den Mottenleckerlis in einem Extra-Turm separat von den sauberen HoW aufzustellen und die Zargen mit je 1 Rä. weniger - dafür mit größerem Rä.Abstand auszustatten, damit Zugluft besser durch den Wabenblock streichen kann.

    Solange die Reaktionen auf die Stichregion begrenzt bleiben, handelt es sich wohl nicht um eine Allergie.


    Nichtallergische Reaktionen können auch heftig ausfallen - je nach Giftmenge + Einstichtiefe/Stichdauer bzw. Körperregion, Nachbehandlung (Kühlen -><- zusätzlich reizen) und Reaktionstypus des Stichopfers. Sie sind aber nicht lebensgefährlich im Unterschied zu mancher Allergiereaktion.

    Ich habe an mir und Anderen heuer den sogen. Stichheiler ("bite away") ausprobiert. Nach Beschreibung ist er möglichst schnell nach dem Stichereignis anzuwenden. Er erhitzt für 3 bzw. 5 sec. die Einstichstelle punktuell auf 51 Grad und soll so das injizierte Insektengift zersetzen. Nach meinen ersten Beobachtungen funktioniert das recht eindrucksvoll, danach so gut wie sympomfrei. Man muß nur bereit sein, den etwa mit dem Stichschmerz vergleichbaren Schmerz während des frei wählbaren Anwendungsintervalls von 3 sec (für empfindliche Körperstellen oder Personen) oder 5 sec. auszuhalten (bei Kindern ggf. schwierig).

    Wachsmotten haben sich auf eingelagerten Pollen spezialisiert, sie sind existenziell darauf angewiesen und sehr findig. Wenn Du besser bzw. schneller bist als die, ist Überwinter-Lagerung kein Problem. Dazu gibt es verschiedene Stategien:

    - Repellents (Essigsäure -, Ameisensäure-Bedampfung in regelmäßigen Abständen)

    - biologische Gegenspieler = Bac. thuringiensis (Achtung: macht die Auswertbarkeit von Futterkranzproben für ca. 10 Jahre unmöglich bzw. erschwert - nur noch hochgradige Besporung mit AFB nachweisbar)

    - physikalische Abwehr (Lagerung bei Zugluft bzw. Frost)

    Alle Holzbeuten bei Weber haben normalerweise ein Edelstahldrahtgitter im Boden. Für Zander/DNM gab es gegen Aufpreis auch Böden mit Plastikgewebe (derzeit nicht lieferbar - warum wohl???).

    Einzig die Styropurbeuten bei ihm haben Plastikgewebegitter - offenbar produziert Stehr das so.


    rase : Wer die Windel nicht als Diagnoseinstrument nutzt, kann dort mglw. Wachsmotten züchten. Die lassen sich dann an Aquaristen oder Angler verkaufen. Diese Option habe ich nicht und bedauere das auch nicht.

    Warum willst Du die Windeln bei Weberböden herausnehmen und wegstapeln? Bei mir sind sie ganzjährig eingeschoben - je nach Wetter und Brutstatus des Bien: meist mit Griffleiste nach unten, bei Sturm o.a. Gründen (z.B. manchmal im Frühjahr als Zugluftabschirmung oder wenn allzu eifrige Suchbienen vom offenen Boden ferngehalten werden sollen) auch zeitweilig nach oben. Im (seltenen) Extremfall ziehe ich sie ca. 2 cm heraus, damit so vorn, unter dem Flugloch noch ein zusätzlicher Lüftungsspalt entsteht. Das vermindert das Auskondensieren der Atemluft des Bien auf der kalten Windel und erleichtert mir die Windeldiagnose, die mir manches unnötige Öffnen von Völkern erspart.