Beiträge von ribes

    Oh Henry + Erzgebirgler, mir fällt gerade auf: Brut haben die unten ja gar nicht mehr! Was also könnte sie nach unten locken - der Geruch schon mal bebrüteter Waben?
    Das Demografieproblem kann ich nicht mehr beseitigen, allenfalls abmildern durch Vereinigung mit dem Ableger. Oder doch noch warten, daß die Prinzessin loslegt? Oder weiselproben?


    Gottfried

    Danke Henry für die (wieder einmal) klaren Worte!
    Was empfiehlst Du mir nun für morgen:
    - mich in weiterer Geduld zu üben und Polleneintrag in den nächsten Tagen zu beobachten (Jungweisel legt endlich los!) oder
    - die Weiselprobe als Geigel abzutun und gleich mit einem brütenden Ableger zusammenzuwerfen (habe dort eben Polleneintrag beobachtet) ohne Zeitungspapier, Einlaufenlassen o.a. Kunststückchen?
    Für Letzteres spräche morgen, daß das Restvolk seit kurz vor dem Schwarmgeschehen am 1.5.14 keine Eier -> ein Demografieproblem hat und hier jetzt bald die letzte Massentracht beginnen wird (Linde in 1 - 2 Wochen?: Blütenstände ausgebildet, aber noch nicht ausgewachsen; sonst immer einige Tage nach der Linde: Robinie). Danach gibt´s nix mehr zu ernten, allenfalls noch Läppertracht, Füttern + behandeln oder die Läuse bringen noch soviel wie 2013...
    Varroa habe ich trotz schwarmbedingter Brutfreiheit nicht feststellen können, habe vor 1.5.14 allerdings Drohnebrut geschnitten (aber auch dort keinen Befall gesehen, weder Kot noch gar Varroen).
    Bin ich zu nervös? Gottfried

    Moin Imkers,


    heute legte ich früh die Bienenflucht zwischen oberem und unterem Honigraum ein, um Neueintrag von Nektar auf den 19% wasserhaltigen Frühtrachtwaben (mit Rapsanteilen) zu verhindern und morgen ggf. schleudern zu können. Das Zeug muß raus, vorige Woche ließ mir 16,5%iger nur 1 Tag zum Rühren (erwärmen will ich nicht).
    Ein (Rest-)Volk fällt mir auf durch besondere "Wachsamkeit" (Schwarmfall vom 1.5.14, der Schwarm hat schon wieder 4,5 Zanderwaben Brut in allen Stadien!. Sie fliegen schnell auf von den Waben und einige Wächterinnen fliegen offenbar bis zur Abenddämmerung Patrouille. Neue Brut ist nicht drin. Ich vermute daher: Restvolk ist weisellos oder die Prinzessin noch nicht begattet - die Eisheiligen waren hier zu Begattungsflügen auch nicht geeignet (auch die Ableger vom 27.4.14 tragen noch keinen Pollen ein). Bevor ich den Aufwand mit Weiselprobe treibe: Wäre es ein weiterer (sicherer?) Hinweis auf Weisellosigkeit, wenn ich morgen früh im oberen Honigraum noch viele Bienen vorfinde - sie sich also wegen fehlender Prinzessinenpheromone nicht nach unten ziehen ließen? Servus - Gottfried

    .


    Ein Mittelwandausbau, generell ein Bau oder Wachsarbeiten erfordert ganz schön Temperatur. Wachsproduktion am Ort des Geschehens, wo diese eh schon gegeben ist in geeigneter Form der hauchdünnen Wachsplättchen lässt sich dann sofort umsetzen.


    Mit Wachs bauen erfordert Temperatur - ganz gleich, ob mit Schüppchen oder mit Recyclingmaterial. Aber beim Recycling könnten die Bienen den Herstellungsaufwand der Schüppchen einsparen (Honigverbrauch 10:1), sie müssen lediglich zerschroten und vom Tablett (= Honigeimerdeckel) auf den Oberträgern in die Wabengassen abtransportieren. Ich beobachtete die Putzkolonne, wie sie definitiv Wachsteilchen an wartende Kolleginnen am Tablettrand übergab. Die haben bestimmt Ingenieurinnen für Verfahrenstechnik dabei, nein, besser: die sind Naturtalente im Sparen, das fordert die selektierende Natur! Ich frage mich allerdings immer noch, was sie mit den Wachsteilchen im Stockdunkel machen: entsorgen oder wiederverwenden?


    Färb doch deckelwachs mal ein...


    Das will ich tun, aber erst nach dem letzten Abschleudern - besser verfärbtes Futter, als gestreifter Honig... Womit färben? Kaliumpermanganat? Ostereierfarben? Kakao/Schokolade? Die Farbe muß ja wachsgängig, also fett- und nicht wasserlöslich sein. Und wie färbe ich das Entdeckelungswachs (und nicht die anhaftenden Honigreste) ein, ohne die zarte mechanische Struktur zu zerstören?

    *hüstel*


    Im Gegenteil ist es eher so, dass seitens der Evolution und biologisch und hygienisch betrachtet, sowie auch aus Energiegründen, die Bienen offensichtlich bestrebt sind, neu zu bauen. Einen "Einsparmodus" mit Recyclingtruppe haben sie da nicht.


    Die evolutionären und biologischen Gründe würde ich gern wissen. Energetisch und zeitlich wäre es doch weniger aufwändig zu recyclen, statt Wachs neu herzustellen oder? Hygienisch hätte ich als Biene keine Bedenken - es geht doch um frisches Deckelwachs, nicht um alte Schwarten. Brüten tun sie ja auch in viel älterem Wabenwerk, angeblich sogar lieber als in frischem. Frisch mit Propolis tapeziert, reicht denen dann. Und die Brut wird ohnehin gesondert und speziell beheizt, nicht etwa nur die Abwärme der Bautraube nachgenutzt - falls Du das unter Energiegründen meintest?
    Mittelwände ziehen sie doch auch aus, d.h. arbeiten überschüssiges Wachs um. Nur scheinen da die Transportwege kürzer. Das abgeschrotete Mittelwandgemüll ähnelt in seiner Körnung sehr dem zerschroteten Deckelwachs.
    Beim Schwärmen freilich transportieren sich Wachsschüppchen besser als abgenagte Wachsreste. Deshalb bleibt das alte Wabenwerk wohl zurück für die Motten.
    Aber wir spekulieren hier mehr oder weniger. Weiß oder beobachtete denn einer was Genaueres?
    Gottfried

    außerdem: was sie nicht zu Wachs verstoffwechseln müssen, landet hoffentlich im Honigraum (für 1 kg Neuwachs verbrauchen sie 10 kg Honig, las ich im Weimar). Folglich Deckelwachsrecycling => mehr Futtersaft bzw. Honigertrag?

    Hallo,


    Räuberei schließe ich aus (kein Bienenflug, da zu kalt und Regen; außerdem müßten die Räuber erst an den Wachen vorbei (keine Kampfspuren vorhanden) und durch Brut- und Honigräume (dort lohnte es sich eher zu räubern), um schließlich in die aufgesetzten Leerzargen zu kommen mit dem Deckelwachs - das steht also nicht offen rum). Das Damentrüppchen saß ganz ruhig und stetig auf dem Tablett mit Deckelwachs und ließ sich mit der Feder nur schwer vertreiben.
    Ich vermute ja auch, daß sie das Deckelwachs wiederverwenden, aber ich wüßte es gerne genauer. Dann nämlich würde ich ihnen das immer aufsetzen, bis es jeweils alle ist. Mein recycling wäre längst nicht so sauber und rückstandsarm wie das von denen. noch immer fragend - Gottfried

    Hallo Profis und Nachhal-tiger,


    Deckelwachs nebst honigverschmiertem Geschirr + Werkzeug von den Bienen in einer aufgesetzten Leerzarge sauberschlecken lassen, ist wohl ein alter Hut, das ist nach einem Tag erledigt. Ich bemerkte am 2. Schlecktag, daß die Bienen das Deckelwachs zu kleinen transportablen Stückchen zernagten (bis auf Wachsschuppengröße) und in den Stock abtransportierten. Ist das bloße Abfallbeseitigung oder verbauen die das Wachs gleich wieder?
    Für diese Recyclingvariante schien mir zu sprechen, daß nur minimale Reste im Gemüll landeten und wegen eisheiliger Kälte auch wenig ausgeflogen worden sein kann - dagegen aber bereits am 2. Tag rd. 1/3 des Deckelwachses "verschwunden" war. Flugbretter habe ich nicht, konnte also Gemüllauswurf direkt vor die Beute nicht beurteilen.
    Was sagt Eure Beobachtung bzw. Fachkenntnis - recyclen die Bienen das Deckelwachs oder betrachten sie es als zu beseitigenden Fremdkörper?


    fragend - Gottfried

    Danke für die Hinweise; Ihr meint also, es lohnt sich. Mir war nur der letzte offizielle (in Deutschland ja gebundene) Buchpreis von 24,90 EU bekannt.
    Auch Rares kann veralten. Die wesentlich veränderten Leitsätze für Honig zum Dt. Lebensmittelbuch wurden bspw. am 27.7.11 veröffentlicht und sind also seitdem in Kraft:
    http://www.bmelv.de/cae/servle…22015/LeitsaetzeHonig.pdf
    Vielleicht erklärt das die Veränderungen bei der Buchpreisbindung...
    Ich verstehe eine gesunde Skepsis, aber angesichts der o.g. Änderung der Rechtslage und der offenbaren Allgemeingültigkeit des Großen Honigbuches ist es hier doch etwas anders als bei dem oft angegriffenen Werk von Dr. L. über seine nicht unumstrittene Betriebsweise. So vertraue ich der doch sehr klaren Auskunft von Dr. Horn: "Es wird definitiv noch in diesem Jahr erscheinen" (mail-Zitat vom 24.3.14). So weit lehnt sich kein erfahrener Autor aus dem Fenster, wenn er´s denn nicht sicher weiß. Erwartungsvoll - Gottfried


    Ob das Buch für alle Imker das richtige Niveau hat?


    Das wüßte der Verlag sicher auch gerne. Nach dem Ruf des Großen Honigbuches kann es ja höchstens zu hoch sein, das Niveau. Oder zu viele Imker zu ungebildet? Sollte sich das ändern? Auch durch so ein Buch? Oder bleiben aus Deiner Sicht beim Buch Wünsche offen (Systematik, Übersichtlichkeit etc.)? Dafür ist bspw. Pritzsch´s "Bienenweide" mein Beispiel: Beindruckend fleißige, nivauvolle Faktensammlung - aber leider trotz der vielen Neuauflagen fehlt noch das entscheidende I-tüpfelchen in der praktischen Handhabbarkeit, man muß mühsam hin- und herblättern, das Register "versteckt" so manche Pflanze usw.
    Der Verlag wies mich auf meine Frage nach einer Neuauflage vor einiger Zeit auf die Alternative hin: Dr. von der Ohe "Honig":
    http://www.weltbild.de/3/18974470-1/buch/honig.html
    Das Buch lege seinen Schwerpunkt mehr auf die imkerliche Praxis; offenbar will man dort unterschiedliche Imkergruppen mit den jeweils passenden Büchern bedienen.
    Hat das bereits Jemand verglichen mit dem "Großen Honigbuch" und kann darüber berichten? Ich habe letzteres leider nur einmal vor 2 Jahren kurz ansehen dürfen (mit 100 Anderen). Danke - Gottfried

    Lieber Knecht der Bienen,


    Einzigartiges muß nicht deshalb viel kosten, weil es einzig artig ist. Manches gibt es sogar unentgeltlich, je nach Intention und Möglichkeiten des Autors; Herrn Dr. Mandl z.B. bin ich für sein Bestäubungshandbuch sehr dankbar:
    http://www.bestaeubungshandbuch.at/
    Überhaupt nicht artig, sondern unverschämt finde ich es, wenn Mancher für ein veraltetes gebrauchtes Sachbuch den mehrfachen Neupreis fordert, obwohl klar ist, daß über kurz oder lang eine überarbeitete Neuauflage kommen wird. Die Preise, die ich aktuell fand, begannen beim 10-fachen des Neupreises - noch dazu für die völlig veraltete Auflage 1992.
    Um wirklich an Sachinformationen Interessierte von übereiltem Eingehen auf solche Preisforderungen zu warnen, habe ich die Ankündigung der Autoren auf die baldige überarbeitete Neuauflage hier bekanntgegeben. Hoffentlich gewinnt der Verlag nicht noch Nektar aus den Gebrauchtmarktpreisblüten...
    Für meinen verunglückten Zitierversuch entschuldige ich mich ausdrücklich, insbesondere bei Dir!


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

    [quote='Bienenknecht','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=389382#post389382']Hallo !




    Zu Honig gibt es auf Deutsch nur ein richtig Gutes:
    "Das große Honigbuch" von Horn/Lüllmann


    wenn es denn noch irgendwo zu bekommen sein sollte.


    Aus Ärger über die unverschämten Preisforderungen für die veralteten Vorauflagen habe ich die Autoren angefragt. Antwort: "Es wird definitiv noch in diesem Jahr erscheinen." In Geduld sich übend - Gottfried

    Hm, aber es ist doch oft davon die Rede, daß sich die Königinnen im Stock gegenseitig bekämpfen, ja sogar die flügelbeschnittene nach ihrem Sturz beim Abschwärmen zurück klettert, um ihre Töchter zu bekämpfen. Hat das vielleicht schon jemand beobachtet, wer wen wann/wie schnell attackiert beim Zusetzen einer neuen Königin bzw. ob die zugesetzte gezielt gesucht und angegriffen wird oder umgekehrt: die Neue sich auf die Suche nach der Alten begibt, um sie anzugreifen? Oder ist das abhängig von der jeweiligen "Kampfeskraft", die bei einer voll Legenden vermutlich geringer sein wird, die kann ja noch nicht einmal fliegen... Wißbegierig - Gottfried