Beiträge von ribes

    Ja Clas, Du hast wohl recht. Ein vergleichender Blick von Völkerverkaufspreisen (abzgl. einer seriös geschätzten Gewinnspanne) und Entschädigungshöhe sagt eigentlich schon genug, um Lux´Eindruck zu widerlegen. Dabei ist der weitere direkte Schaden (verbrannte Beuten, Bodenbehandlung etc.) noch gar nicht eingerechnet. Das ist dann eher ein Fall FÜR die wirtschaftliche Sanierung als VON.


    Gruß - Gottfried

    Lieber Cooki77,


    wagst Du Dich damit wirklich in ein Gestrüpp/Geäst, um an einen Schwarm heranzukommen, ohne Risse in der äußeren Gazeschicht zu riskieren? Das Foto sah nach empfindlicher Außengaze aus (Polyester?).


    Fragend - Gottfried

    Hm, mir klingeln noch jetzt die Ohren von den aufgeregten Kommentaren, die sich über die kürzliche Steigerung der Versicherungsbeiträge für die TSK mokierten (0,50 EU/Jahr + Volk). Die "fürstliche Entlohnung" müßten wir Imker jedenfalls selbst vorfinanzieren. Das könnten die Imkervertreter in der TSK für ihre Sparte sicher schnell durchsetzen, so wie die Rinder-/Schweinevertreter jetzt hier angeregt haben, unverbrauchte Rückstellungsreserven aus ihren Beitragszahlungen innerhalb ihrer Sparte für Präventivmaßnahmen zu verwenden. Schwer vorstellbar, daß Ersteres alle Imker wirklich wollen.
    Ich bin schon dafür, daß die betroffenen italienischen Kollegen entschädigt werden und dafür die italienische Imkerschaft einen entsprechenden Versicherungsschutz aufbauen darf und soll.
    @, Sven: Da gibt es keinen gesetzlichen "Maulkorb". Die Höhe der Entschädigung entscheiden letztlich wir Imker via TSK bzw. Versicherung selber. Und die Anzeigepflicht hat der Gesetzgeber bereits geregelt. Willst Du wirklich noch mehr Regelung?

    Aber von Entschädigungen - ganz gleich wie hoch - wird sich der Käfer nicht dauerhaft ausrotten lassen. Der nutzt seine Chance dann eben beim nächsten Import.

    Nachdem ich mir meine Portion zur Neuimker-Desensibilisierung gleich beim ersten Schwarmfang auf einmal geholt hatte (ca. 40 Stiche) und von Publikum + Familie entsprechend humorvoll behandelt wurde (frisch abgebrochene Aloeblätter verschafften Linderung - aber ich erkläre das mittlerweile nur mit dem Kühleffekt), reagiere ich seit dem 2. Imkerjahr kaum noch (Mückenstichschwellung). Aber ein Anzug mußte her, die einfachsten von den einfachen (unter 5,-). Eigentlich nur, damit die Bienen bei Wutanfällen nicht immer unter den Schlupfschleier für 15,- schlüpfen und das beruflich benötigte Antlitz verunstalten. Das genügte für´s Hobby bisher völlig.
    Leider sind diese Arbeitsschutz-Einmaloveralls beim Schwarmfang in Hecken, Gebüschen bzw. dichten Bäumen schnell eingerissen, ebenso die Gaze des Schlupfschleiers. Und die Hutkrempe ist den Ästen oft im Wege.
    @cooki75: Ist das vom Originalhonigmann stabiler? Kann man durch die Gaze mit Brille so kleine Sachen wie die Stifte der Kö. gut erkennen? Ist die Gaze von Sherriff feiner -> blick-/erkenntnisfreundlicher?


    Danke - Gottfried

    Kaufe bei Weber meine Rähmchen dnm, 88 Stück pro Packung. Werden schnell geliefert. Sind aus Hartholz gefertigt und in sehr guter Qualität. Der Preis war bisher auch unschlagbar.


    donaldo : Die Drahtung ist ausreichend gespannt? Damit war ich einmal unzufrieden und konnte problemlos in Originalverpackung zurückgeben, obwohl ich schon angearbeitet hatte (Drahtspanner).
    Skorpi08 : Die Versandkostenfrage läßt sich wohl nur auf dem Kommunikationswege mit dem Lieferanten klären. Du wirst wohl um das schreckliche Telefonat nicht herumkommen.
    Holzzargen bekam ich dort bisher nur ungeschliffen. Vielleicht stammt Deine geschliffene bereits aus einem imkerlich angearbeiteten Rückgabeposten und die reklamative Eingangskontrolle bei Bienenweber hatte die imkerlichen Schleifspuren übersehen?


    Ich hatte Mittelwände seuchenfrei bestellt, geliefert wurden diese Tabak riechenden aus Afrika.
    Ich werd die zwar nicht zurückgeben


    Ja, warum zurückgeben, wenn man rückstandsfreie MW für rd. 1/3 effektivem Preisnachlaß behalten kann (= Preisdifferenz zu seuchenfreien). Da wäre ein Anruf wirklich schrecklich...
    So rum wie jetzt isses doch viel witziger!

    Hm, ein gekochtes Volk gäbe einen Knacks in der Selbstherrlichkeit, hoffentlich. Aber unbeschädigt gebliebene Milben o.a. weniger offensichtliche Symptome von Siechtum und Tod? Die Ursachen dafür lägen dann ggf. bei den Nachbarn, die ihre Völker räubern lassen, die nicht richtig behandeln, die gar Gifte versprühen o.a. Unanständigkeiten. Im I-net stand ja ein Artikel, daß die ausgewählte Methode definitiv funktioniert. Da muß man doch etwas machen!

    Hm, Clemens, mglw. kannst Du froh sein, außerhalb Thüringens lachen zu können. Lies mal hier (bes. Zf. 2 + 3):


    http://www.thueringertierseuch…C3%A4mpfung_v20140419.pdf


    Das ist in ganz Thüringen geltendes Recht (andere Länder/Landkreise etc. habe ich nicht überprüft). Daß die Regelung unter Juristen nicht unumstritten ist, ändert zunächst nichts an ihrer Substanz und der zunächst formalen Geltungskraft. Manche Landkreise hatten 2013 eine entsprechende Verfügung schon erlassen, bevor das Land dann nachzog. Damit wurden keine Pferde scheu gemacht, sondern Imker, die Alternativen zu den "zugelassenen Arzneimitteln" suchen. Ich empfinde das durchaus als substanzielles Problem, wenn man ins Kalkül setzt, wie streng und formal mancher Verwaltungsmitarbeiter reagieren kann, zumal wenn ihm imkerliche Grundkenntnisse und damit Augenmaß und Verständnis fehlen. Da bekamen z.B. landschaftspflegende Biobauern existenzgefährdende Strafzahlungen aufgebrummt, weil sie die Feuchtbiotope nicht nach kalendarischem Vertragstermin abmähten, sondern wetter- -> vegetationsbedingt 2 Wochen überzogen, um Boden zu schonen und die Samenreife abzuwarten. Aber wir geraten damit zunehmend OT. Ich jedenfalls kann darüber nicht lachend hinwegsehen, sondern muß das ernst nehmen. Das rate ich Jörg1977 und allen Neu- und Altimkern nach wie vor.
    Jörg1977 würde gem. seinem Eingangsbeitrag - juristisch gesehen - vorsätzlich gegen die Behandlungspflicht "ausschließlich mit dafür zugelassenen Arzneimitteln" (Zitat) verstoßen, wenn seine Bienen im Geltungsbereich einer solchen Regelung aufgestellt sein sollten. Da gibt es für einen Verwaltungsmitarbeiter dann auch keinen Ermessensspielraum, den sieht der Wortlaut der Verfügung nämlich nicht vor. Nicht mal für die Behandlungstermine -> da ist nix mit spätem Waldtrachthonig (den gibt es nach Ansicht der Verwaltung in Thür. per se nicht zu ernten, aber sonst ist man ganz stolz über den Thüringer Wald).
    Nun sag mir, ob er darüber lachen oder lieber nachdenken sollte...


    Gutmeinend - Gottfried

    war ich geschockt über den extremen Geruch nach kalten Aschenbecher und der dunkelbraunen Wachsfarbe.
    Ich habe bei Weber angerufen, die nette Dame am Telefon teilte mir mit, dass das Wachs garantiert pestizidfrei ist und aus Afrika stammt.


    Liebe Regina,

    was der Bauer nicht kennt... Der Geruch kommt von der speziellen Betriebsweise der dortigen Imker, tlw. wird zur Schädlingsabwehr auch Wacholderrauch verwandt und ich nehme an, daß die Wachsgewinnung selbst auch nicht mit Stadtgas oder 220V funktionieren wird. Schaust Du z.B. hier:
    http://www.neuenhofer.de/guenter/bienen/aethiopbien.html
    Zumindest das Herkunftsland wird ja benannt im Zertifikat.
    Auch unsereins verwendet Rauch, freilich nicht so viel und ich möchte lieber nicht wissen, was da so mancher anzündet. Mir dient immer unser BioLavendel-Heckenschnitt...
    Ich vertraue da den beigelegten Zertifikaten - rückstandsfrei. Wo sonst bekommst Du auf Rückstände untersuchte Mittelwände? Bei Biowachs dürfte das nicht immer garantiert sein, weil es dort zur Zertifizierung nicht immer einer Rückstandsuntersuchung bedarf. Außerdem bilde ich mir ein, mit dem Kauf die afrikanischen Kollegen ein wenig zu unterstützen, die ihr Wachs sonst wohl nicht verwerten würden.
    Um ein Mißverständnis aufzuklären: In meinem ersten Imkerjahr verwendete ich (infolge fehlenden Zeitvorlaufes) frisch gekaufte/geräucherte MW. Meine Bienen nahmen sie vorbehaltlos an, keine Schwierigkeiten bei der HR-Annahme trotz ASG. Rauchige Geschmacksnoten konnte beim späteren Honig hier wirklich keiner feststellen, obwohl ich tlw. ausdrücklich nach dieser Geschmacksnote fragte.


    Bedenken habe ich viel mehr bei den Rückständen, die man leider nicht sehen und riechen und von denen unser europäisches Wachs nicht frei sein kann (weil es dort nicht mehr entweicht bzw. von unseren Bienen neu eingesammelt wird) -> deshalb liegt mir soviel an der Rückstandsuntersuchung.


    Freu Dich - nach Augustinus - über rückstandsfreies Wachs - Gottfried

    In unserem IV bestehen seit Jahren gute Erfahrungen mit Bienenweber. Vernünftige Kunden planen rechtzeitig und kaufen möglichst antizyklisch. Wer ohne Vorbestellung Stückzahlen kaufen will, die gerade alle Imker ganz dringend brauchen, weil die Schwärme fallen und der Honig fließt wie nie, der sollte über Engpässe und Wartezeiten nicht erstaunt sein. Aber mit Roland Weber fand sich noch immer eine Lösung, Augenmaß und Verständnis für das Gegenüber vorausgesetzt.
    Die Website ist gerade für Anfänger aussagekräftiger als manch andere. Wer z.B. bemaßt jede Rähmchenart so detailliert oder gibt das Gewicht der Artikel an (-> Weymouth bestimmbar)?
    Und beraten wurde ich bisher immer fachkompetent - auf Wunsch von imkernden Angestellten oder vom (imkernden) Chef selber. Selbst die Rähmchen in Teilen ohne die unsägliche, überflüssige Mittelwandnut bekam ich - auf Vorbestellung - in beliebiger Menge (wohl aus der jährlichen Sonderauflage für Berufsimker).
    Und die rauchigen rückstandsfreien Mittelwände erhielten ihr spezielles Aroma sicher schon bei der Wachsgewinnung in Afrika. Die werden nämlich von Biorat bezogen, dessen Chargen mit identischer ChargenNr. genauso riechen. Rechtzeitig eingelötet und luftig aufbewahrt, verliert sich das. Meine Bienen haben in meinem ersten Jahr (ohne Vorplanung) auch die rauchigen MW ohne mir erkenntliche Probleme angenommen. Rauchhonig haben weder ich noch Andere bemerkt.
    Die (lediglich) seuchenfreien MW riechen nicht rauchig - wenn sie nicht gerade zufällig neben den rückstandsfreien lagerten.


    Gruß - Gottfried

    Lieber Andreas,


    die beiden letzten Winter gingen bei mir ohne Frostschutz (jeweils 2-jährige Topfpflanzen). Im Winter davor hatte ich einen Bienenbaum geschützt unter einem Strauch schattig abgestellt. Im Mai hatte der aber doch schon junge Triebe, die froren in einer Nacht weg. Der schlug aber später nochmals aus, als ich ihn schon abgeschrieben hatte, ganz unten ca. 3cm über dem Boden.
    Die ausgepflanzten 4-6 jährigen kommen ohne Frostschutz aus (seit 2 Jahren). Vor 3 jahren überlebten einige Ausgepflanzte den trockenen Sommer nicht.
    Bei Bienenbaum.com kannst Du Weiteres dazu lesen, der kommt Eurem Klima auch näher, glaube ich.


    Frühlingsgrüße - Gottfried

    du denkst die Leute werden hier bezahlt für Antworten. Ist nicht so, sie wollen wissen mit wem sie reden, die Genossen.


    Mit wem, wäre weniger wichtig. Aber zu wissen, wonach gefragt wird/worüber man reden soll, das wollen die Uneigennützigen ebenso wissen wie der ehrliche Frager und der schüchtern nur mitlesende Neuimker. Das ist das Minimum an Gesprächsbasis, auf das sich hier geeinigt wurde. Das macht die Antworten präziser und hilft, die Übersichtlichkeit des Forums zu bewahren.
    @telekopix: Wer dieses Minimum an Gesprächskultur nicht bejahen kann, mag sich besser trollen, da könntest Du Recht haben.


    Die Hoffnung noch nicht ganz aufgebend - Gottfried