Beiträge von ribes

    Entschuldigung, ich habe mich ungenau ausgedrückt: Weisellose Brutscheune mit 10 BrutWa Zander nach 2 Tagen AS-Einwirkung kurzerhand auf zweites Problemvolk (gleiche Herkunft + geschichte, aber auf 6 BrutWa DN + natürlichem Milbenfall von ca. 12 bis 15 Milben/Tag) aufgesetzt. Beide Zargen enthalten noch tote Bienen + Larven in den stehen gebliebenen Zellen, die das vereinigte Volk nun noch ausräumt. Keine lebendigen Milben auf der Windel bemerkt - im Gegensatz zu meinen eigenen Völkern, wo fast jeden Tag eine lebendige Milbe auf der Windel krabbelt, bis sie mein Fingernagel trifft... Gottfried

    Kann aber auch Kälte gewesen sein. Offener Boden, dem Wind ausgesetzt, kalte Nacht dazu...oder das Volk geschröpft.


    Wirklich schon bei EINER kalten Nacht der "Rasen voll von stummelflügeligen Krabblern"?
    Mein Problemvolk (Schwarm von April eingenistet in alte unverschlossene Beute mit Altwaben - s.oben) hatte kaum Vorräte (nur in 60% der Waben kleine Ecken) - obwohl keiner die sonst sehr reichliche Frühtracht hier abgeschleudert hatte - aber rd. 40 Milben/Tag im natürlichen Fall. Die mit 10 Waben gebildete Brutscheune nach AS-Schwammtuch (ggf. etwas überdosiert - Bienen lagerten vor + tlw. plötzlicher Verlust des Haarkleides) dafür bis jetzt ca. 8.000 Tote (Boden vor der Beute übersät mit verkrüppelten Toten, Wiegeprobe + Schätzung), Behandlungsabfall ca. 400 Milben/Tag, nach 1 Woche allmählich nachlassend (z. Zt. 80/Tag).
    Natürlicher Fall des mit neuen Waben startenden anfangs brutlosen Restvolkes ca. 4 Milben/Tag. Die werde ich also in die allgemeine Kurzzeit-AS-Behandlung des gesamten Standes in ca. 1 - 2 Wochen mit einbeziehen müssen, oder?
    Die hochsommerlichen 30 Grad + x der letzten Tage bewirkten wieder einen deutlichen Rückgang des natürlichen Milbenfalles. Habt Ihr eine Erklärung dafür? Danke - Gottfried

    Der Honig wurde untersucht u. keine "Fremdstoffe" festgestellt. Der Wachs ist problemlos im
    Eigenkreislauf aufzuarbeiten. Ich habe Amitraz bewußt angesprochen um ehrliche und vor Allem fundierte Argumente zu erhalten.


    Lieber KSäuberlich,
    willst Du nicht verstehen, daß:
    a) Amitraz sich im Wachs anreichert und dort nicht mehr entfernbar ist, d.h. mit jeder Amitrazgabe dort immer mehr Reste zurückbleiben und sich aufaddieren, bis die Schwelle so hoch wird, daß auch der Honig was abbekommt? Laß bitte Dein Wachs auf DIESE Rückstände hin untersuchen.
    b) Rückstandsuntersuchungen können nur die Stoffe finden, wonach das Labor sucht. Ist Amitraz als Suchrubrik im Untersuchungsbericht vom Honig enthalten?
    c) Amitraz führt zu Resistenzen bei den Milben, die sich angesichts ihrer kurzen Entwicklungszeit schnell anpassen können. Deshalb sind über die Jahre immer höhere Dosen nötig, um noch Wirksamkeit zu erzielen. Willst Du das? Was tust Du Dir und Deiner imkerlichen Umgebung an, wenn Du die voll resistente Milbe gezüchtet hast?
    Die Probleme, die Du mit Deiner Rezeptur bewirkst, sind nicht kleiner als die von Dir beschriebenen PSM, nur weil sie Dir im Moment nicht auffallen. Sie werden leider nur sehr zeitverzögert sichtbar, kommen dann aber als um so größere und brutale "Überraschung". Willst Du das wirklich?. Fragend - Gottfried

    Hallo Ksäuberlich,


    Amitraz hin Amitraz her und ich will nicht den Moralapostel geben, aber eine Anleitung zum Varroamittel selbst herstellen mit Medikamenten die für Hunde gemacht würde, dann als Trägermaterial noch irgendwas improvisiertes verwenden, finde ich grob fahrlässig.


    Das ist nicht nur grob fahrlässig! Inzwischen sollte JEDER wissen, daß Amitraz zur Gruppe der Wirkstoffe gehört, die fettlöslich sind -> sich deshalb zwangsläufig im Wachs anreichern und sich nicht wieder entfernen lassen -><- ganz im Gegensatz zu den wasserlöslichen OS + AS. Neben der Rückstandsproblematik gehört seit Jahren zum imkerlichen Grundwissen, daß solche Mittel wie Amitraz bei den Milben zu Resistenzen führen. Gerade die amerikanischen Imker erfahren das leidvoll. Deshalb sind die dort geltenden Rückstandsgrenzwerte in Wachs und Honig wohl auch so stark angehoben worden... und bei uns mit gutem Grund eine solche Anwendung wie von Ksäuberlich nicht zulässig und mit Strafe belegt (illegales Tierarzneimittel). Das ist längst nicht mehr (nur) eine Frage der Moral und schadet i.Ü. uns Allen.


    http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Amitraz

    Es ist zu hoffen, daß Ksäuberlich diese vorsätzlichen Untaten sofort einstellt, das kontaminierte Wachs fachgerecht entsorgt (und NICHT etwa noch den allgemeinen Wachskreislauf damit verunreinigt) und den Honig mindestens auf Rückstände untersuchen läßt und je nach Ergebnis weiter damit verfährt. Und dies hier auch kundtut bis spätestens - ich schlage vor: 31.07.14. Sehe ich das zu eng?


    Übergekocht - Gottfried

    Hallo Joew,


    auch bei mir das gleiche Problem und trotz Brille blöde Augen und kein Sohn nich da...
    Bin Formica (#52) gefolgt und nahm ein Lupe und wunderte mich, wieviel mehr ich sah...
    Ich will alle Völker sofort nach der Linde mit AS behandeln; ein Problemvolk bereits jetzt durch TBE (ich denke jedenfalls, daß mein #76 so genannt wird). - Gottfried

    Na, na! Der Verbraucher soll ja mündig sein -> den Überblick über Zulassungsbedingungen und Tierarzneimittel immer aktuell halten. So ist ihm jetzt klar, daß bei Bienen + Honig endlich die gleichen Verhältnisse geschaffen werden, wie bei den anderen Nutztieren und deren Produkten. Denen muß auch ab und zu was verabreicht werden können, weil es angeblich nicht anders geht bzw. "unvermeidbar" (Zitat Anlage 2 HonigVO) ist. Für die Rückstände kann man dann, wenn sich eines Tages genug Wähler dran stören, Grenzwerte einführen und skandalgeführt anpassen... Gottfried


    Und da steht auch:
    Wartezeit für Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.


    Diese Zulassung gilt ausdrücklich (nur) für AS in der Darreichungsform einer Lösung, also nicht für die so innovativen Gelstrips. Die Strips sind Wunderwerke, denn (Zitat aus Info-Brief Mayen):
    Seitens des Herstellers
    wird die Wartezeit nach den 7 Tagen
    Behandlung mit null Tagen angegeben.
    Da die Behandlung im Sommer
    erfolgt, kommt dies einer Behandlung
    während der Tracht gleich.


    Was nu? - Gottfried

    Das gilt aber doch nur für die AS dieses einen Herstellers, oder etwa nicht?


    Jein. AS stellt Andermatt nicht selbst her, sondern handelt nur damit, ebenso wie mit MAQS geplant. 1988 als Biocontrol mit eigenem biologischen PSM gestartet, aber schon 1991 zum Handelsunternehmen gewandelt.
    http://shop.biocontrol.ch/de_bc/geschichte
    Die AS aus Bernburg hat ihre Zulassung noch, wird dort auch hergestellt (technische + ad. us. vet. kommen aus ein und derselben Anlage, vet. aber enger vom werkseigenen Labor überwacht), ist im Handel meist preiswerter als die schweizer Ausgabe und erhält Arbeitsplätze in LSA...
    Die Bernburger AS geht jedenfalls in den Honig über, da wasserlöslich und Honig/Futter (jedenfalls bei mir) hygroskopisch sind und beim Anziehen nicht zwischen H2O und AS unterscheiden können. Ist nur mein Honig/Futter so ungezogen? - Gottfried

    Hallo Henry,


    Die Zulassung kennt keine Wartezeit! Das ist das Entscheidende. Damit kann das Produkt jederzeit angewendet werden. Es erhöht den Gehalt an AS im Honig nicht. Das spielte die Rolle. Ob andere Verfahren darauf untersucht worden sind und mit welchen Ergebnissen und ob die in die Zulassung eingeflossen sind, weiß ich nicht.


    Auf der Suche nach dem Zulassungstext blieb ich leider erfolglos - wo findt man den? Dafür fand ich, daß die Vertriebsfirma Andermatt (die jetzt die MAQSe an den Imker bringen soll) die Zulassung für AS ad us. vet. BioVet 85%/70%/60% zum 14.5.14 hat auslaufen lassen -> NICHT MEHR ZUGELASSEN (das Schwammtuch hatte auch nie eine Zulassung als Applikator).


    https://www.google.de/?gws_rd=…ulassung+tierarzneimittel


    Wo findet man die Untersuchung, wonach keine Rückstände im Honig seien (also mein Futter schmeckt nach AS-Behandlung auch ohne Untersuchung noch wochenlang nach Sauerdrops)?


    Suchend - Gottfried

    Eine Behandlung während der Tracht war noch nie verboten.


    Was verboten ist, ist die Ernte nach einer Behandlung.


    Kann mir einer die gesetzliche Quelle für das klare Verbot nennen? Empfehlungen gibt es jede Menge...
    Und wo findet man die genaue Anleitung zu den Maqs-Strips in deutscher Sprache? - Gottfried

    Hallo DoroE,


    auch ich sehe es als Versuch eines Konzerns an, vermeintliche Spielräume durch die Änderungen der HonigVO auszutesten. Man sollte sich Anlage 1 + 2 der HonigVO mal neben den Pressetext von BASF legen, da sieht man, warum die von AS als im Honig natürlich vorkommend (honigeigener Stoff) reden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt oder gar argwöhnt, die hätten bei den jüngsten Änderungen ihre Hilfe angeboten...


    Anlage 1: Honig ist der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.


    Anlage 2: Honig muss, soweit möglich, frei von organischen und anorganischen honigfremden Stoffen sein. Honig dürfen jedoch keine honigeigenen Stoffe entzogen werden, soweit dies beim Entfernen von anorganischen oder organischen honigfremden Stoffen nicht unvermeidbar ist. Abweichend davon dürfen gefiltertem Honig Pollen entzogen worden sein.
    Honig darf keinen künstlich veränderten Säuregrad aufweisen.


    Der letzte Satz könnte/müßte Angriffspunkt gegen die Zulassung von MAQS während der Tracht sein. Aber wer wagt den Angriff - der DIB wohl nicht? Vielleicht ein geschädigter Großimker, der im Vertrauen auf die Anwendungsanleitung während der Tracht von künstlich erhöhtem Säuregrad überrascht, beanstandet und in die Nicht-Verkehrsfähigkeit seiner Charge abgestuft wurde/Selbstanzeige vornahm? Oder bringt man die dadurch erst auf Nachbesserungsgedanken (Karrenzfrist)? - Gottfried

    Doch, die Trägersubstanz können/sollen sie wegfressen, so seien die Strips im Juliheft des Bienenjournals vorgestellt worden (sagte unser IV-Vorsitzender). Das ist das Neue und Tolle: keine Arbeit mehr mit dem Wegräumen alter Schwammtücher, Verdunster o.a. Und so gesund: kann sogar gefressen werden! Und den niedlichen "Baby-Bienen" geht es gut dabei, da nur die "natürlich im Honig vorkommende AS genutzt wird"! Erlaubt Imkers Griff nach Wunder-Strips (und Geldbeutel) auch während der Tracht. Dann schmeckt der Honig auch nicht mehr so zuckrig-süß, höherer Gehalt an natürlich vorkommender AS, gesünder als vorher, baut bestimmt beginnende Verkalkungen ab bei unserer alternden Bevölkerung... Gemäß HonigVO nix hinzugefügt, nur während der Tracht mit AS behandelt, wird ja erlaubt. Ja, warum soll denn bei Imkern nicht gehen, was bei anderen Tierhaltern schon längst gang und gäbe ist.
    http://www.agrar.basf.de/agrop…E_Presse.html?news=196096
    http://www.bienenjournal.de/kommt-nationale-anbauverbot
    Verärgert - Gottfried

    Oh, vergessen: Andere Mitglieder der Tierseuchenkasse kippen ja schließlich auch MS u.a. Vorsorgeprodukte in die Futtermittel, warum nicht auch wir? Hauptsache die Dokumentation ist vorschriftsmäßig. - Gottfried