Beiträge von ribes

    Ich glaube, Schwammtuch wirkt nicht oder nur marginal in die Brut, da die Einwirkzeit zu kurz ist, die Diffusion durch den Deckel nicht der Abnahme der AS Konzentration hinterherkommt Damit unterscheidet sie sich von der Langzeitbehandlung, die in die Brut wirkt.


    Schwammtuch macht Schäden an der verdeckelten Bienenbrut, so hört man immer wieder. Dann hat die Behandlung (ausreichend) gewirkt, sagt z.B. Henry. Sollten das die mitverdeckelten Milben überleben?


    fragend - Gottfried

    AS-Verdampfung entzieht der Umgebung Wärme = kälteres Brutnest = längere Entwicklungszeit der Brut = mehr Zeit für die Varroenvermehrung = mehr Milben nach der Behandlung vorhanden = falsch gedeutet als Re-Invasion.


    Hm, AS soll ja bis in die Brut hinein gegen die Milben wirken. Da wäre es doch unerheblich, wenn die Verdeckelungszeit sich um Stunden oder Tage (?) verlängern würde. Und gewirkt hatte die erste AS bei Jogi/Formica - Jogi schreibt ja von vielen toten Bienen. Da sollte es eigentlich die Milben in der Brut ebenso erwischt haben - oder wirkt AS doch nicht in die Brut hinein?
    Übrigens wird bei Tautz in Auswertung der HOBOS-messungen beschrieben, daß der Bien die Langlebigkeit der Winterbienen durch niedrigere Bruttemperatur (absichtlich) bewirkt.
    Könnt Ihr hier wissenschaftliche Quellen (in deutscher Sprache) angeben, die die These von der Innen-Re-Invasion belegen?


    Danke - Gottfried

    Denn eine nektargeschwängerte Blüte leuchtet im UV Bereich stark, eine ausgesaugte schwach. Steht im Tautz, glaub ich.


    Saftmale, sach ich doch. Treibstoff haben die genug eingelagert. Die sind nicht so wie ihre Wildbienenverwandten, die jetzt vor purem Hunger Flüge unternehmen, bei denen sie mehr verbrauchen, als sie bei der Tour reinholen können. So verzweifelt und absterbend sind die nicht...


    Gottfried


    sobald Ihr Völker stehen habt und füttert die dann fangen die an zu fliegen und suchen und wenn dann Tracht herrscht, dann werden die die Tracht finden sobald diese ergiebig ist. Ob jetzt die Zuckerbrühe nach Goldrute oder Veilchen duftet ist dann wurscht.
    Das hat nix mit Duftlenkung zu tun.
    Das konditionieren auf gewisse Geruchstoffe wie z.B. TNT funzt nur mit Einzelbienen, da fliegen nicht alle Flugbienen eines Stockes auf die Granate.


    Lieber Drohn,


    Du lenkst vom Thema ab. Es geht hier nicht um Reizfütterung - die ist auch umstritten. Im Gegensatz zu Dir meinen Dr. Liebig u.a., mit wiss. Experimenten nachgewiesen zu haben, daß sie keinerlei Wirkung hat. Da weiß ich aber auch nichts Näheres.
    Bienen auf TNT zu konditionieren, um Granaten zu suchen, ist hier wohl eher nebensächlich, aber ein pittoresker Hinweis. Granaten tragen üblicherweise auch keine Saftmale...
    Deine "wurscht"-Behauptung hilft uns nicht beim Denk-/Lernprozeß. Willst Du ein Guru sein, an dessen Wissen/Erfahrungswerten niemand teilhaben darf?


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

    Lieber Molle,


    leider weiß ich nicht, wo Deine Bienen stehen. Hier bei uns war es aber gut feucht, so daß die Goldrute eigentlich hätte honigen müssen (wenn sie hier zahlreich wüchse). Henrys Bienenflugkreis hatte ebenso genug Niederschlag, vermute ich. Beim hiesigen Springkraut jedenfalls fließt der Nektar noch immer...


    Servus - Gottfried

    Da, sehter´sch: Alles mit Kontrollgruppen nachgewiesen, wissenschaftlich! Nu, Drohn, ma raus mit Deinen Versuchen, bitte!


    Gottfried


    Also ist so eine Oxalsäurenverdampfung mehr oder weniger eine Ameisensäurebehandlung, oder wie?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Oxals%C3%A4ure


    Lieber Bernhard,


    leg das mal nicht so schnell wegen Faktor 1000 zur Seite:
    Bisher bedeutet AS-Behandlung: Beute (sofern Holz + saugfähig) + Futter + Innenluft + Brut mit AS schwängern.
    Dazu braucht man vielmehr AS als beim OX-Abbau: Da wird doch sogar damit geworben, daß die Ox (und damit deren Abbauprodukt AS?) ausschließlich im Haarkleid der Bienen gefangen/abgefiltert wird.
    Also unmittelbar an den dort ansitzenden Milben. Gegen die würde eine kleinere Dosis AS schon reichen (ggf. zum Verätzen entscheidender Körperteile)? Sollten die verdampften eingeblasenen kleinen OX-Kristalle geringe Mengen an AS als Abbauprodukt ihrer selbst durch den Sublimationsvorgang mitbekommen und so ins Haarkleid der Bienen und damit an die Milben direkt herantransportieren? Auf der Biene selber baut sich ja dann thermisch nix mehr ab, lt. Wiki braucht es ja zum thermischen Abbau 150 Grad (exakt lt. Produktblatt 157 bzw. 187 Grad). Also dürfte auf der Biene keine neue AS als Abbauprodukt der OX mehr hinzukommen.
    Was geschieht dann eigentlich mit den OX-Kristallen? Lösen die sich in der Stock-Innenfeuchte bzw. im wasserhaltigen Futter? Was geschieht bei dieser Lösung chemisch, zersetzt sich die Ox weiter oder bleibt sie wie im Rhabarber(saft) chemisch erhalten?
    Wie aber wirkt flüssig verabreichte (thermisch nicht abgebaute) OX beim Träufeln/Besprühen? Nur durch Aktivieren des Bienenputztriebes?


    Fragend - Gottfried

    Lieber Jogi,


    prüfe mal Deine Aufzeichnungen auf folgende Möglichkeiten:
    AS kann zu Brutstop der Kö führen + Brut schädigen -> Bienen räumen kranke + tote Larven aus, Kö fängt allmählich wieder an zu legen. Wenn dann sofort wieder AS-Schwammtuchhandgrante kommt und das mehrfach hintereinander, dann könnte behandlungsbedingt Brut fehlen (je nach dem, wie effektiv/brutschädigend die Behandlung jeweils war)?


    Unsere alten Hasen im IV sagen, daß der AS-Bedarf Jahr für Jahr steige und die Kö dadurch (teil-)geschädigt würden, d.h. eher ihre Leistungskraft verlören. Früher habe man mit 3- bis 4-jährigen Kö arbeiten können, heute max. mit 2-jährigen und auch bei denen gehe manchmal vorzeitig die Legefähigkeit zur Neige. Manche behaupten auch, unzureichende Standbegattungen seien Folge des propagierten Drohnenschneidens.


    Servus - Gottfried


    Es fehlt immer die Kontrollgruppe/die Gegenprobe, Placebo etc.. Immer sind es lediglich subjektive Berichte, dass dann eine Zunahme stattfand etc.


    Liebe Marion,


    ja, die Berichte bzw. Versuche sind älter und z.T. mit kurzrüsseligeren Bienen als den heute verbreiteten gemacht. Aber Karl von Frisch arbeitete mit ungelenkten Kontrollgruppen, das wird ausdrücklich gesagt. Auch Pritsch berichtet von zeitgleicher Fütterung der Kontrollvölker mit unbeduftetem 1 : 1 Sirup. Das gehört zum 1 x 1 wissenschaftlicher Versuche. Deshalb darf man das wohl auch für Gubin unterstellen. Nur von Henry weiß man nicht so genau, ob er noch Kontrollvölker vorhält. Aber klebrig geigeln - nur um nachzuplappern - tut der doch nicht ...


    Heute freilich dürfte die Finanzierung solch großangelegter Studien schwieriger sein. Und warum bereits bekannte Versuche nochmals wiederholen? Also ich glaub denen allen, auch Henry - nicht aber dem schweigenden Drohn. Servus - Gottfried


    Ich hab da eher das Gefühl, daß der Bio-Imker seinem Bio-Zucker einfach mehr vertraut als dem herkömmlichen Zucker/Puderzucker.
    Als Vergleich sollte ermal Bio-Zucker mahlen und benutzen und das gleiche mit handelsüblichen, nicht-bio-Zucker machen und nicht Puderzucker kaufen, ansonsten hinken die Vergleiche (Korngröße).


    Lieber Andreas,


    nicht ganz. Es war keine Frage des Vertrauens, sondern seine praktische Feststellung, daß die Bienen seinen anfangs zur Befallsprobe verwendeten handelsüblichen PuZu nicht vertrugen. Bio-Zucker vermahlt er nun, da er diesen ohnehin zur Fütterung vorrätig hat und seine Zertifizierbestimmungen zur Fütterung auch auf die Milbenprobe anwendet.
    Was Bio ist am Zucker, weiß ich nicht; vermute aber, daß da nur die Rohstoffe (Produktion, ggf. Transport) zertifiziert werden, das eigentliche Zuckergewinnungsverfahren dagegen gleich mit dem handelsüblichen Zucker ist und ggf. bei der Zertifizierung nur auf die Dokumention konsequenter Trennung von konventionellen Rohstoffen geachtet wird.


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

    [quote='Drohn','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=436678#post436678']Duftlenkung ist ein Imkermärchen...und ewig wurde es nachgeplappert.
    dD[/QUOTE


    Lieber Drohn,


    für Dein Postulat sieht man hier keinerlei Belege, nicht einmal einen nachvollziehbaren Hinweis.
    Die Versuche von Karl von Frisch, Gubin, Pritzsch u.a. waren doch nun wirklich keine Laboranordnungen und erst recht kein gedankenloses Nachplappern oder gar Plagiate.
    An dieser Stelle gebührt Bernhard ausdrücklicher Dank für seine stetige Bereitschaft, uns an seiner offenbar enzyplopädisch wohlgeordneten Bibliothek teilhaben zu lassen.


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

    ..Eigentor würden da einige dazu sagen


    Oh, ich vermute, mit "Eigentor" ist ein Vergiftungsschaden an den Bienen durch Rapsbeize/-spritzung gemeint, der dem Spritzbauern beim Obst dann folglich mindere Bestäubungsleistung beschert, oder?
    Aber wer hat gesagt, daß der Obstbauer auch der Rapsspritzer ist? So ganz verstehe ich die Anmerkung vom Eigentor daher auch nicht.


    Servus - Gottfried

    Lieber Sven,


    Pacelia honigt nicht immer, sondern enttäuscht ab und zu. Lies mal Gerhard Fuhrich:


    http://www.imkerverein-lehrte.de/archiv/arch172.htm
    Zitat:
    Als die rainfarnblättrige Phacelia, bei uns auch „Büschelschön“ oder „Bienenfreund“ genannt, in feldmäßigem Anbau auf größeren Flächen auftauchte, ließen mich Berichte in der Imkerpresse an dem eigentlich sprichwörtlich guten Ruf dieser Trachtpflanze zweifeln. Da hieß es u.a. „Feldversuch mit Phacelia endet mit enttäuschendem Ergebnis“ oder „Schädliche Phacelia“. Selten oder gar nicht wurde von einer guten Honigernte berichtet. Aus meiner Sicht – und aus der hiesigen Gegend – kann ich nur von Vorteilen berichten.


    Wie andere Pflanzen auch benötigt die Phacelia bestmögliche Voraussetzungen für die Nektarsekretion, weniger für eine Pollenabgabe. Sie ist also keine Wunderpflanze, und deshalb wird auch von unterschiedlichen Erträgen berichtet. Bezeichnend dürfte sein, dass das beste Waagstockergebnis (6.800 g Zunahme) an einem Tag Anfang Juli bei +31°C und einer Luftfeuchtigkeit von 74-90% (Gewitterluft) erzielt wurde.


    Wenn alle positiven Bedingungen zusammenkommen, kann man den Darstellungen in der Imkerliteratur beruhigt Glauben schenken, dass die Phacelia eine gute Trachtpflanze ist. Im Trachtpflanzenbuch von Maurizio/Schaper heißt es: Nektarabsonderung je Blüte innerhalb 24 Stunden 0,62-0,85mg (Raps 0,6 mg) Zuckergehalt 22-43% (Raps 44-59%) und mögliche Ernte je Hektar 214 bis 496 kg (Raps 40-200 kg).


    Aus der Phaceliatracht kommend, sehen die Bienen oftmals fast schwarz aus. Das rührt einmal von tiefblauen Pollen her, und zum anderen arbeiten sie ihr Haarkleid regelrecht ab. Um an die Nektarien heranzukommen, müssen die hochstehenden Staubgefässe „verdrängt“ werden. Die mehr robusten Hummeln, die die Pflanze ebenfalls sehr stark befliegen, haben es mit ihrem größeren Eigengewicht erheblich leichter. Zitatende


    Die weiße Taubnessel heißt nicht umsonst synonym Honigblume. Wie hoch der Zuckergehalt ihres Nektars und die Nektarmenge unter welchen Bedingungen ist, habe ich leider noch nicht gefunden.


    Servus - Gottfried