Beiträge von ribes


    Es gibt ne Neuentwicklung, soll gut sein, sagt Wentorfer http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=43290&highlight=oxamat


    Was soll daran seit wann neu sein? Der Rohrdurchmesser wurde schon vor mehreren Jahren von 70 auf 100mm erweitert (Oxamat Jumbo). Jetzt wird die 70mm-Variante wohl nur noch für Mini-Plus/Schweizer Kasten angeboten (hatte sich wohl für größere Beuten nicht so bewährt). Andere Neuigkeiten habe ich noch nicht erkennnen können. Habe ich da etwas übersehen?

    Fragt mal bei euren zuständigen staatlichen Bienenzuchtberatern nach! Bitte! löchert sie mit Fragen, dafür werden sie bezahlt von den Steuerngeldern.
    Bitte nicht verwechseln mit BSV.
    Bienenzuchtberater sind https://www.google.de/search?q=bienenzuchtberater+staatliche&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=Yw-OVNa6BcK_PPuGgOgN


    Sofern man in einem Bundesland wohnt, welches sich einen Bienenzuchtberater leistet. Kannst Du, Drohn, die anderen Hilf- und Ahnungslosen hier informieren oder unterliegst Du ebenfalls Geheimhaltungspflichten?


    dG

    Lieber Andreas,

    ja, aufschlußreich! Beim DBM ist offenbar mehr Geld da, als die armen Imker aufbringen können/wollen. Bienenbrotproben werden m.W. nur im DBM gefördert, nicht für den Einzel-Imker.
    Der bekommt allenfalls seine Honiguntersuchung gefördert, dann aber im eingeschränkten Umfang, wie von winolf (#96) fotografiert. Wenn man ungefördert selbst bezahlt, lassen die natürlich auch nach Thiacloprid u.a. untersuchen (Hohenheim bereitet die Proben nur auf und schickt dann weiter an ein Labor, was die erforderliche Analysetechnik hat).
    Aber solche Honig-Gruppenuntersuchungen ab 50 Teilnehmern hatte Bernhard ja hier versucht anzuregen.


    IG - Gottfried


    Die erste 5 Stoffe sind Neonics, die übrigen andere Nervengifte. Hohenheim erklärte mir auf tel. Anfrage, daß auf Thiacloprid nicht geprüft werde, da die Untersuchung sehr teuer sei und man aus dem Vorhandensein anderer Rapsmittel schließen könne, daß auch Thiacloprid vorhanden sei in etwa der gleichen Menge wie der gefundene Kombinationswirkstoff (etwa Boscalid). Die anderen Wirkstoffe gingen wir einzeln durch. Ich verstand die Auskunft so, daß sie im Honig nicht bzw. nur in ganz geringen Mengen zu erwarten seien (entweder nicht im Raps angewendet oder vor der Blüte oder so wirksam, daß Sammelbienen gleich am Sammelort zu Tode kommen und nichts in den Honig übertragen können oder im Körper das Gift aus dem Nektar ausfiltern/bei sich selbst speichern).
    Wie beurteilt Ihr die Chancen von Unterlassungs-/Schadenersatzforderungen, wenn zwar die Höchstwerte für Rückstände unterschritten, aber trotz Einhaltung der PSM-Anwendungsbestimmungen nachweislich PSM-Rückstände vom Feld in den Honig abgefüllt werden (vorausgesetzt, es gibt nur einen möglichen Verursacher im Flugkreis)? Nicht einmal der rasenmähende Florist darf sein übrig gebliebenes Schnittgut auf Nachbars Grundstück umfüllen, obwohl das ggf. nicht nur unschädlich, sondern humos zuträglich wäre...


    illusionistisch? - Gottfried


    Lieber Bernhard,
    Uni Hohenheim untersucht davon standardmäßig nicht:
    - Thiacloprid
    - Acetamiprid
    - Clothianidin
    - Imidacloprid
    - Thiametoxam
    - Methiocarb
    - Fipronil
    - Dimethoat
    - Prothioconazol
    - Metconazol
    - Etofenprox
    dafür eine Reihe anderer Stoffe, die im Foto von Winolf in #96 aufgelistet sind.
    1. Handelt es sich bei den nicht-untersuchten um die gesuchten Neonics?
    2. Die Jahresberichte von Hohenheim nennen ja summarisch die Ergebnisse der Rückstandsanalysen (2013: 1.763 Proben deutscher Honige). Diese Probenzahl ist jedenfalls höher als hier im IF. Ob man sich ggf. über diesen Weg die von Dir angefragten Datenbestände beschaffen kann? Oder andere Labore um ihren diesbezüglichen Jahresbericht bittet? Die öffentlich geförderten wären ggf. sogar berichtspflichtig, notfalls über die Anfrage eines willigen Landtagsabgeordneten...
    Vielleicht ließe sich die Zurückhaltung hier im IF auch auflösen, wenn man den Probenoffenbarern Anonymität zusichern würde? Aber auch bei uns im IV besteht große Angst vor möglichen/zu erwartenden Untersuchungsergebnissen wegen des dann evtl. verlorenen guten Gewissens, obwohl die Rückstandsanalyse sogar bezuschußt werden könnte.


    Die Forschungsthemen im Bericht 2013 S. 14 - 16 müßten ja nun in 2014 vorgestellt werden. Ob man an die Arbeiten selbst herankommt?


    winolf : Was hat Deine Nachfrage dort zu den fehlenden Untersuchungsergebnisse zu Neonics ergeben (#98)?


    Danke - Gottfried


    Nahrungsergänzungsmittel ... ist OK


    Hoffentlich mit vorheriger Anmeldung beim Zollamt (sofern Trinkbranntwein verarbeitet wurde), sonst kann es eine Haussuchung und Strafvorwürfe geben (S. 2):


    http://www.apis-ev.de/fileadmi…014/Infobrief_2014_27.pdf


    Frau Dr. Backer-Struß will nach tel. Anfrage im nächsten Info-Brief darüber aufklären, ob der Zoll wirklich auch alkoholische Propolislösungen für anmelde-/dokumentationspflichtig hält. Bisher gibt es dazu widersprüchliche Auskünfte.


    Gottfried

    PSM-Schäden werden gerne der Varroa zu geschoben,
    dass nun auch Mäuse dafür herhalten müssen ist dem Drohn neu.


    1. Woran erkennt der Weise den PSM-Schaden auf dem Foto, der den Mäusen untergeschoben werden sollte (und lehrt es dem Anfänger)?
    2. Ich bin mir auch nach Benutzung einer Brille nicht sicher, ob in manchen Zellen tote Bienen stecken. Vielleicht kann der Fotograf etwas dazu sagen?


    Danke - Gottfried

    das Wachs nicht ein Produkt an sich ist, sondern ein Abfallprodukt aus der Verdauung/Verstoffwechselung.


    Bernhard : Wenn man es so betrachtet, ist es schon verständlicher. Darf ich trotzdem fragen: Bienen haben die Wahl beim Fressen: Nektar oder/und Pollen. Da Pollen Öl enthält, nehme ich an, daß sie v.a. Pollen fressen müssen, um Wachs zu produzieren. Der Nektar ist mehr oder weniger nur für die "Prozeßenergie" nötig. Und den Polleneintrag steuern sie. Wenn die Brut nach mehr ruft, holen sie den (wenn es gibt). Und wenn es zuwenig Pollen gibt -> sollten sie da nicht zugunsten der Brut/zulasten der Wachsausscheidung ihren Speiseplan umstellen bzw. in Hungerphasen weniger ausscheiden? Der Mensch wachst/fettet auch weniger, wenn er mangelernährt ist oder gar hungert. Und entsorgen könnten die Bienen ihr Schmuddelwachs viel besser durch einfaches raustragen, statt es mühsam zu Wachsbrücken auf den OT umzuarbeiten.


    Jörg : Hm, ich beobachtete, daß mein Deckelwachs zielgerichtet aus Behältnissen auf den OT ins Stockinnere getragen wurde, aber weder zum Flugloch, noch auf der Windel rauskam. Ich vermute nach wie vor, daß die irgendetwas Sinnvolles damit anstellen, habe aber nach ca. 4/5 Tagen abgebrochen. Abfall -> Sekundärrohstoff?


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

    Lieber Bernhard,


    Deinem Hinweis, die Wachschuppenkonstante sei gut belegt, kann ich mangels Englischkenntnissen nicht folgen (Du beziehst Dich vermutlich auf eingangs genannte Quelle). Kannst Du sagen, was mit den überzähligen Wachsschuppen wird? Gilt die Konstante selbst für die Bienen, die im Notfall vorzeitig zum Flugdienst einberufen werden?
    Bei mir war der erste Naturbau (z.B. beim Schwarm) immer jungfräulich weiß/durchscheinend (je nach Dicke). Tage später bekommt er dann bräunliche Anfärbungen - das hielt ich bisher für den Propolis-Erstanstrich der neuen Wohnung. Das macht das Wachs offenbar auch temperaturstabiler und härter/spröder/tanzfähiger. Beim Baurahmen beobachtete ich ähnliches. Beim Bebrüten kommen dann freilich noch die (Seiden-?)Häutchen dazu und immer wieder Propolistapete zur Keimabwehr. Dein Exzerpt könnte man aber auch gegenteilig so verstehen, als würden die Wachsschuppen beim Wabenbau nicht einfach nur schmelzend zusammengefügt und anschleißend propolisiert, sondern chemisch umgewandelt, aufgewertet?


    @uwejur: So theoretisch ist die Frage nicht, ob es eine "Wachschuppenkonstante" gibt. Könnte man den Bien bspw. mit Zugabe von losem Deckelwachs beim Wabenbau unterstützen oder nicht? Auch ist mir noch nicht klar, welchen evolutionären Sinn eine solche Konstante haben sollte. In meinen Anfängeraugen wäre die in diesem (energieaufwändigen) Wachsproduktionsprozeß fehlende Anpassungsfähigkeit reine Verschwendung. Und das Herstellen von Wachs ist m.E. für die Biene auch aufwändiger als das bloße thermische Umformen, was ja ohnehin beim Wabenbau stattfinden muß
    .
    Fragend - Gottfried

    Hm, die kenne ich nicht. Aber von dem Rundrahmen außen kommt doch normalerweise kein Honig/Fehlaroma nach innen in die Schleuder? Oder doch über die Schraubverbindungen Behälter -> Gestell? Dann würde ich alles zerlegen und separat säubern, danach müßte doch Ruhe sein?


    Gruß - Gottfried

    Liebe Rechner, lieber Bernhard,


    in Bernhard´s dankenswertem Excerpt (Beitrag 79):


    http://www.immenfreunde.de/docs/NestOfHoneybee.pdf


    ist zu lesen:
    "Honigbienen scheiden immer die gleiche Menge an Wachsplättchen aus. Unabängig vom Zustand des Volkes, zum Beispiel unabhängig von der Weiselrichtigkeit. Es gibt aber saisonale Schwankungen."


    Soll das heißen: Jede Honigbiene scheidet (bezogen auf ihr gesamtes Leben - altersschwächlichen Tod unterstellt) immer die gleiche Menge Wachs aus, d.h. kann die Produktion nicht herunterfahren, auch wenn das (im eigenen bzw. Volksinteresse) besser wäre? Wo bleiben da die Wachsabfälle, wenn nicht gebaut wird?
    Meine Anfängerbeobachtungen nun über 3 Jahre ließen mich bisher Gegenteiliges annehmen: Die meisten Wachsschüppchen habe ich bei täglich 2-maliger Gemüllkontrolle immer dann gehabt, wenn die größte Bauaktivität herrschte - nicht aber bei fehlender Bauaktivität trotz vieler bauwilliger Jungbienen.
    Kann mir Jemand diesen scheinbaren Widerspruch erklären?


    Danke - Gottfried

    Lieber Drobi,


    ja, da war es wohl noch warm genug und die Traube locker, damit jede Biene -> Milbe etwas abbekommt vom Dampf (sagen die Erfahrenen).
    Aber wann legst Du wie zusammen? Erst zum ersten Reinigungsflug oder jetzt schon, wenn sie in der Wintertraube sitzen? Das hielten die Kollegen hier gestern für problematisch, allerdings in freistehenden Magazinen.


    Danke - Gottfried

    Ja, das haben die Kollegen hier auch gesagt. Wegen der drohenden Schmauchrückstände hatte ich ohnehin den Abbrand vermieden. Bei meiner (allerdings neuen) Schleuder soll nach Auffassung von Kollegen auch die Reinigung mit Kaltwasser ausreichen. Die raten von Wärme überhaupt ab, weil sich so evtl. Wachsreste verflüssigen und dann viel schwieriger entfernbar seien. Danach ausgiebig lüften zur vollständigen Trocknung reiche aus, da Keime Feuchtigkeit benötigen.
    Das letzte Mal wurde sogar versucht, durch abendliches Abkehren etlicher Bienen in die Schleuder, eine (ritzentiefe) Vorreinigung zu erzielen. Leider haben so ca. 50 Bienen nicht über den kurzen Verbindungsschlauch über den Beuteneingang zurückgefunden (sonst hatte ich alles verdunkelt und verschlossen wegen Räubereigefahr). Deshalb werde ich das nicht noch einmal mitmachen.

    Andreas : Woher kommt bei Dir der Baustahl (verzinkter Schleuderkorb)? Bei mir gab es nie schwarzen Schmodder. Kann es sein, daß bei Dir Altwachsreste mit Industriereiniger reagierten? Wachsreste (durch zu heißes Reinigen verflüssigt) dürften sich vorzugsweise in Kreuzungspunkten o.ä. Kontaktbereichen ansammeln können. Meine Plastik-Adamfütterer habe ich übrigens sehr gut mit Natronlauge von Wachs- und Propolisresten befreien können. Edelstahl-Schweißnähte habe ich aber damit noch nicht behandelt, die sind schon neu so dunkel angelaufen. Da will ich vorsichtig bleiben mit Chemiereinigung, auch wenn das wahrscheinlich nur schweißtemperaturbedingte Verfärbungen sein mögen.


    Gibt es überhaupt Edelstahl-Lagereimer, die keine Boden-Wand-Fuge/-Ritze haben? Wenn ja, dann wahrscheinlich nicht zu erschwinglichen Preisen? Also ebenso reinigen wie die Schleuder?


    Gruß - Gottfried