Beiträge von ribes

    Hallo Joew,


    auch bei mir das gleiche Problem und trotz Brille blöde Augen und kein Sohn nich da...
    Bin Formica (#52) gefolgt und nahm ein Lupe und wunderte mich, wieviel mehr ich sah...
    Ich will alle Völker sofort nach der Linde mit AS behandeln; ein Problemvolk bereits jetzt durch TBE (ich denke jedenfalls, daß mein #76 so genannt wird). - Gottfried

    Na, na! Der Verbraucher soll ja mündig sein -> den Überblick über Zulassungsbedingungen und Tierarzneimittel immer aktuell halten. So ist ihm jetzt klar, daß bei Bienen + Honig endlich die gleichen Verhältnisse geschaffen werden, wie bei den anderen Nutztieren und deren Produkten. Denen muß auch ab und zu was verabreicht werden können, weil es angeblich nicht anders geht bzw. "unvermeidbar" (Zitat Anlage 2 HonigVO) ist. Für die Rückstände kann man dann, wenn sich eines Tages genug Wähler dran stören, Grenzwerte einführen und skandalgeführt anpassen... Gottfried


    Und da steht auch:
    Wartezeit für Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.


    Diese Zulassung gilt ausdrücklich (nur) für AS in der Darreichungsform einer Lösung, also nicht für die so innovativen Gelstrips. Die Strips sind Wunderwerke, denn (Zitat aus Info-Brief Mayen):
    Seitens des Herstellers
    wird die Wartezeit nach den 7 Tagen
    Behandlung mit null Tagen angegeben.
    Da die Behandlung im Sommer
    erfolgt, kommt dies einer Behandlung
    während der Tracht gleich.


    Was nu? - Gottfried

    Das gilt aber doch nur für die AS dieses einen Herstellers, oder etwa nicht?


    Jein. AS stellt Andermatt nicht selbst her, sondern handelt nur damit, ebenso wie mit MAQS geplant. 1988 als Biocontrol mit eigenem biologischen PSM gestartet, aber schon 1991 zum Handelsunternehmen gewandelt.
    http://shop.biocontrol.ch/de_bc/geschichte
    Die AS aus Bernburg hat ihre Zulassung noch, wird dort auch hergestellt (technische + ad. us. vet. kommen aus ein und derselben Anlage, vet. aber enger vom werkseigenen Labor überwacht), ist im Handel meist preiswerter als die schweizer Ausgabe und erhält Arbeitsplätze in LSA...
    Die Bernburger AS geht jedenfalls in den Honig über, da wasserlöslich und Honig/Futter (jedenfalls bei mir) hygroskopisch sind und beim Anziehen nicht zwischen H2O und AS unterscheiden können. Ist nur mein Honig/Futter so ungezogen? - Gottfried

    Hallo Henry,


    Die Zulassung kennt keine Wartezeit! Das ist das Entscheidende. Damit kann das Produkt jederzeit angewendet werden. Es erhöht den Gehalt an AS im Honig nicht. Das spielte die Rolle. Ob andere Verfahren darauf untersucht worden sind und mit welchen Ergebnissen und ob die in die Zulassung eingeflossen sind, weiß ich nicht.


    Auf der Suche nach dem Zulassungstext blieb ich leider erfolglos - wo findt man den? Dafür fand ich, daß die Vertriebsfirma Andermatt (die jetzt die MAQSe an den Imker bringen soll) die Zulassung für AS ad us. vet. BioVet 85%/70%/60% zum 14.5.14 hat auslaufen lassen -> NICHT MEHR ZUGELASSEN (das Schwammtuch hatte auch nie eine Zulassung als Applikator).


    https://www.google.de/?gws_rd=…ulassung+tierarzneimittel


    Wo findet man die Untersuchung, wonach keine Rückstände im Honig seien (also mein Futter schmeckt nach AS-Behandlung auch ohne Untersuchung noch wochenlang nach Sauerdrops)?


    Suchend - Gottfried

    Eine Behandlung während der Tracht war noch nie verboten.


    Was verboten ist, ist die Ernte nach einer Behandlung.


    Kann mir einer die gesetzliche Quelle für das klare Verbot nennen? Empfehlungen gibt es jede Menge...
    Und wo findet man die genaue Anleitung zu den Maqs-Strips in deutscher Sprache? - Gottfried

    Hallo DoroE,


    auch ich sehe es als Versuch eines Konzerns an, vermeintliche Spielräume durch die Änderungen der HonigVO auszutesten. Man sollte sich Anlage 1 + 2 der HonigVO mal neben den Pressetext von BASF legen, da sieht man, warum die von AS als im Honig natürlich vorkommend (honigeigener Stoff) reden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt oder gar argwöhnt, die hätten bei den jüngsten Änderungen ihre Hilfe angeboten...


    Anlage 1: Honig ist der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.


    Anlage 2: Honig muss, soweit möglich, frei von organischen und anorganischen honigfremden Stoffen sein. Honig dürfen jedoch keine honigeigenen Stoffe entzogen werden, soweit dies beim Entfernen von anorganischen oder organischen honigfremden Stoffen nicht unvermeidbar ist. Abweichend davon dürfen gefiltertem Honig Pollen entzogen worden sein.
    Honig darf keinen künstlich veränderten Säuregrad aufweisen.


    Der letzte Satz könnte/müßte Angriffspunkt gegen die Zulassung von MAQS während der Tracht sein. Aber wer wagt den Angriff - der DIB wohl nicht? Vielleicht ein geschädigter Großimker, der im Vertrauen auf die Anwendungsanleitung während der Tracht von künstlich erhöhtem Säuregrad überrascht, beanstandet und in die Nicht-Verkehrsfähigkeit seiner Charge abgestuft wurde/Selbstanzeige vornahm? Oder bringt man die dadurch erst auf Nachbesserungsgedanken (Karrenzfrist)? - Gottfried

    Doch, die Trägersubstanz können/sollen sie wegfressen, so seien die Strips im Juliheft des Bienenjournals vorgestellt worden (sagte unser IV-Vorsitzender). Das ist das Neue und Tolle: keine Arbeit mehr mit dem Wegräumen alter Schwammtücher, Verdunster o.a. Und so gesund: kann sogar gefressen werden! Und den niedlichen "Baby-Bienen" geht es gut dabei, da nur die "natürlich im Honig vorkommende AS genutzt wird"! Erlaubt Imkers Griff nach Wunder-Strips (und Geldbeutel) auch während der Tracht. Dann schmeckt der Honig auch nicht mehr so zuckrig-süß, höherer Gehalt an natürlich vorkommender AS, gesünder als vorher, baut bestimmt beginnende Verkalkungen ab bei unserer alternden Bevölkerung... Gemäß HonigVO nix hinzugefügt, nur während der Tracht mit AS behandelt, wird ja erlaubt. Ja, warum soll denn bei Imkern nicht gehen, was bei anderen Tierhaltern schon längst gang und gäbe ist.
    http://www.agrar.basf.de/agrop…E_Presse.html?news=196096
    http://www.bienenjournal.de/kommt-nationale-anbauverbot
    Verärgert - Gottfried

    Oh, vergessen: Andere Mitglieder der Tierseuchenkasse kippen ja schließlich auch MS u.a. Vorsorgeprodukte in die Futtermittel, warum nicht auch wir? Hauptsache die Dokumentation ist vorschriftsmäßig. - Gottfried

    Ja, von ehrlichen Erfahrungen würde ich gerne lesen. Selbst habe ich aber vorerst nicht geplant, mich an den scheinbar unglaublich hohen Forschungskosten für den Zuckergel-Wirkstoffträger zu beteiligen. Oh, ich vergaß die neue Erfahrung: Preis soll nicht den Aufwand refinanzieren, sondern lediglich das Verhältnis von Angebot & Nachfrage ausdrücken (wieviel ist Ihnen die Gesundheit Ihrer Völker wert). Oder anders betrachtet: Wenn die Strips zum Ladenhüter werden, gibt´s evtl. in 2 Jahren Schleier, Stockmeißel, Smoker und Bienenweide-Senfsaatmischung als Werbemittel dazu?
    Wenn Henry nicht wachen würde, könnte mancher laborgängige Imker sogar versucht sein, mit Zucker, Tortenguß und AS die Strips in die Rubrik "Selbstgebautes" zu verschieben... Auch solche Erfahrungen wären interessant.
    Gespannt bin ich, wann der erste Herbst-Futterteig mit AS-Formulierung auf den Markt kommt und wie hoch der Nachfrage-Preis dabei geschraubt wird (korrespondierende Neuheit: Frühjahrsfutterteig mit natürlichem Pollenzusatz aus der Maiswüste). Oder wann die hier seit 2 Jahren geltende Allgemein-Verfügung zur Varroa-Pflichtbehandlung bis 31.7. d.J. konkretisiert wird und einen verpflichtenden AS-Zusatz im Bienenfutter vorschreibt mit Nachweis- und 5-jähriger Aufbewahrungspflicht. - Gottfried

    Hallo Jan,


    heute nacht hatten wir nur 8 Grad, gestern tagsüber 13 bis 17 Grad. In den nächsten Tagen soll es wenigstens tagsüber über 20 Grad werden. Deshalb mehr Bienenmasse zugeben?
    Nicht in bienenmassig überquellenden Startern nachgeschaffte Königinnen sollen ja nix taugen (keine paradiesische - sondern Mangelernährung bei der Weiselaufzucht), außerdem sind bei uns seit ca. 2 Wochen die Drohnen abgetrieben - ich glaube nicht so recht, daß eine Nachschaffung eine gute Königin ergeben würde (?).
    Liebigs Dispenser soll brutschonender sein als die Schwammtuch-Handgranate. Mir fehlt der Vergleich. Allerdings stelle ich seit 2 Tagen im Gemüll von 2 anderen Völkern auch unfertige Bienenteile (weiße bzw.hellbraune Beinglieder) fest und schlußfolgere, daß sie auch ohne AS Brutschäden erkennen und vor dem Schlupf ausräumen können. Sollte ich ausgerechnet an den Varroa-belasteten BrWa meinen ersten Versuch mit Schwammtuch wagen (20ml/Zarge)? Fragend - Gottfried

    Liebe EDV-Kundigen,


    wie ordnet man das alphabetisch? Die Liste jedesmal komplett durchzugehen, könnte die Vokabeln schulen (wenn man sich Zeit für die Übersetzung ließe), ist im praktischen Gebrauch aber oft hinderlich. Gibt´s da nicht eine EDV-Funktion, die man für das alphabetische Umsortieren je nach Sprache ein- oder ausschalten kann? Lehrt es mich, bitte. Gottfried