Beiträge von ribes

    Gestern abend wieder große Bienenbärte bei 18 Grad. Nach dieser Nacht mit 54 mm Niederschlag und 13 Grad am Morgen -> noch vorlagernd (vernäßt und klamm), aber weniger als am Vortag. Allerdings ist der Bienenbart beim "Kontrollvolk", bei dem ich die Windel belassen hatte, wieder am größten. Relative Luftfeuchte immer noch knapp 100% (absulut weniger, da Temperatur niedriger), aber heute kein Nebel mehr und windig. Warum setzen die Vorlagernden sich solcher Lebensgefahr aus? Mehr Feuchtigkeit brächten die doch nicht in die Beute ein, wenn sie drin blieben (ist ja schon 100%); sie können die relative Luftfeuchte nur nicht senken - oder irre ich da? Könnte das Vorlagern Folge eines zu hohen CO2 - Gehaltes in der Stockluft sein, der ggf. mit der Luftfeuchte korreliert/schlechter regulierbar ist o.ä.? - Gottfried

    Lieber bernhard,


    Du hast mich nun fast überzeugt (die für die letzten drei Tage zurückliegenden Daten kann ich nicht finden). Hältst Du es für besser, die Windeln jetzt rauszunehmen, damit der offene Boden noch besser lüften kann? Luft mit 100% relativer Feuchte bei 20 Grad kann immer noch Feuchtigkeit aus dem Brutnest mit 38 Grad abtransportieren. Danke - Gottfried

    Ja, aber ich nahm an, daß es wesentliche Unterschiede von Mai zu Juli geben könnte. Ich gehe davon aus, daß einen wichtigen Grund vor das Vorlagern gibt, sonst hätten das nicht alle so gemacht (mit Bartmode auffallen müssen die zum Glück nicht). Selbst der schwächste Ableger mit 5 Waben hatte es durch seine kleine Einflugöffnung hindurch versucht mit einer Handvoll Bienen. Die war, so wie die Einflugöffnungen der Anderen, regelrecht verstopft heute früh. Gestern abend habe ich dieses Detail im Dunkeln nicht so genau wahrgenommen, weiß daher nicht, ob es gestern schon so verstopft war. Aber es ging nicht (nur) um das Abschotten, dazu waren die Bärte draußen zu groß. Leider sind die Online-Wetter-/Luftfeuchteaufzeichnungen vom IV Erfurt gerade in den letzten tagen nicht verwertbar. Noch immer rätselnd - Gottfried

    Ich bleibe dabei: Gestern abend war es bei uns nicht mehr so schwül und auch kühler und leicht windig. Vielleicht hingen sie da aus vortägiger Gewohnheit vor der Tür. Aber warum zogen sie bei aufziehendem Regen (der hier gegen Mitternacht zunächst ganz sachte begann) nicht ein? Wähnten sie sich in sicherem Schutz durch das vorspringende Blechdach von Bienenweber und wurden dann vom Starkregen überrascht?
    Gottfried

    Ich hatte das mal bei einer Trachtlücke. Die Damen hatten keine Arbeit und hingen auch bei 15 Grad im Regen von der Türe rum.


    Auch hier eine Trachtlücke wegen Trockenheit, nicht einmal der Weißklee in der Wiese wurde beflogen. Trotzdem noch gestern reger Flugbetrieb und keine Anzeichen von Räubereitendenzen (hatte eine Leerwabe rausgenommen + vergessen wegzuräumen, die war abends noch unberührt. Eine Kollege meinte, schon wieder Melizitose-Eintrag zu sehen, also doch keine Trachtlücke? Gewichtsveränderungen analog der Zeidlerwaage vom IV Erfurt, leider seit 5.7.14 Datenlücke und meine eigenen Kofferwaagenmessungen sind zu fehlerbehaftet:
    http://www.imkerverein-erfurt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=134&Itemid=98


    Zu hohe Luftfeuchte im Bienenstock.


    Hm, gestern abend war es aber noch deutlich trockener?!


    Etwas verwirrt - Gottfried

    Bei den Völkern ist seit mehreren Wochen alles unverändert geblieben, also: genug Platz (1 BrutR + 1 HoR, der NICHT überquillt vor Bienen), Flugloch bei den stärkeren Völkern auf voller Breite offen, bei den schwächeren Ablegern auf großem Schlitz (10 x 1,5 cm ca.), bei den ganz schwachen nur auf 4 Bienenbreiten (dort "Vorlagerung" nur von 6-10 Bienen).
    Zanderbeuten von Bienenweber mit dessen Böden mit Edelstahlgewebe von BienenWeber (s. dort unter Beuten, läßt sich leider nicht direkt verlinken). Windel seit Wochen zur Diagnose + Gemüllbeobachtung eingeschoben (mit Holzleisten nach unten -> also hinten (gegenüber dem Flugloch) auf voller Breite ca. 2 cm Lüftungsschlitz. Die Beuten stehen ca. 45cm hoch auf Stahlrohrstützen mit quer gelegten Kanthölzern.
    Jetzt haben wir hier dichten Nebel, hohe Luftfeuchtigkeit. Der vorlagernde Bienenbart setzt sich in der Beute nahtlos zu der unter den Unterträgern durchhängenden Traube fort, Rähmchen Zander modifiziert.
    Zu hohen Varroadruck schließe ich eigentlich aus. Zur Hitzewelle ging der natürliche Milbenfall zurück auf 2 - 3/Tag, davor 6 - 10/Tag.
    Wenn der Wassergehalt es erlaubt, will ich in ca. 2 Tagen schleudern + danach sofort AS-Kurzzeit mit Liebig-Dispenser + Auffüttern.


    Vorsorglich gerade eben noch einmal kontrolliert: Die vorlagernden Bienen sind größtenteils wieder eingezogen, nur die völlig vernäßten, bewegungsträgen hängen noch am Flugloch, andere fliegen schon wieder ein und aus. Für mich ist dieses verhalten noch immer unerklärlich, zumal es schon gestern Abend kühler wurde (20 Grad) und die schweren Regenfälle + Gewitter nicht urplötzlich aufkamen, sondern sich allmählich aufbauten. Sie hatten also genug Zeit, sich "vernünftig" zu verhalten und hätten sich nicht draußen hängend beregnen lassen müssen... Gottfried

    Moin, moin,


    meine Völker lagern mehr oder weniger vor (direkt am Flugloch bzw. an der Vorderfront). An den heißen Tagen mit 28 Grad am Spätabend hielt ich das für normal. Gestern Abend bei 22 Grad wunderte ich mich schon. Nach der heutigen Nacht mit 72mm Niederschlag und 17 Grad am Morgen frage ich mich nach der Ursache. Die Außentraube ist z.T. bis zur Flugunfähigkeit vernäßt, andere bewegen sich normal. Könnt Ihr helfen? Danke - Gottfried

    Bei aller Polarisierung bitte auch an die Fakten denken!
    Regelmäßig erscheinen in den Laborzusammenfasungen die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen die im Besonderen auch die hier nicht oder nicht mehr zugelassenne Arnzneimittel umfassen. Also ganz klar: "Ja!"


    Lieber Henry,
    so klar ist es wohl nicht! Hohenheim schreibt selbst, daß sie zwar auf Amitraz untersuchen (können), aber die erbgutschädigenden und z.T. noch giftigeren Abbauprodukte des Amitraz (-metaboliten) gerade NICHT (unter-)suchen (Zitat):
    "Analytik
    Was wird nicht gesucht?
    • Analytisch schwierige Substanzen
    – Amitraz Metabolite ..."
    Nicht umsonst weisen pharmezeutische Fachinformationen darauf hin, daß Amitraz in Verbindung mit Wasser (soll ja in Nektar/Honig/Futter vorkommen) nicht stabil ist, sondern toxische Zerfallsprodukte (Metabolite) bildet.
    Wenn man also lange genug wartet mit der Untersuchung, dann sucht/findet das Labor die Amitraz-Metabolite garantiert nicht... Ist doch toll, so ein sich selbst abbauendes Mittelchen, dessen Zerfallsprodukte weder gesucht, noch gefunden werden und so gesund, weil ja nicht gefunden! Früher haben meine Kinder sich beim Versteckspiel auch für unsichtbar gehalten, wenn sie selbst durch abgedeckte Augen nichts mehr sahen - aber sehr schnell gelernt, daß da etwas nicht stimmen kann und man sich nur selbst hinters Licht führt. Es wäre gut, wenn die Zaubermittelnutzer ebenso unvoreingenommen lernbereit wären... Servus - Gottfried

    Bei aller Polarisierung bitte auch an die Fakten denken!
    Müller entfernt Amitraz aus dem Wachs


    Wie mach´n die´d´n das?


    Regelmäßig erscheinen in den Laborzusammenfasungen die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen die im Besonderen auch die hier nicht oder nicht mehr zugelassenne Arnzneimittel umfassen.


    Nun, wie umfangreich Rückstandsuntersuchungen sind, hängt vom Untersuchungsauftrag und damit vom Preis ab, den der Auftraggeber bereit ist zu investieren. Hohenheim hat z.B. zwei Tarife 68,- für die kleine und 108,- für die große Analyse. Wie diese Daten dann in die Jahresberichte eingehen, wüßte ich auch gern.
    https://www.uni-hohenheim.de/f…se_Rueckstandsanalyse.pdf
    Gottfried

    Entschuldigung, ich habe mich ungenau ausgedrückt: Weisellose Brutscheune mit 10 BrutWa Zander nach 2 Tagen AS-Einwirkung kurzerhand auf zweites Problemvolk (gleiche Herkunft + geschichte, aber auf 6 BrutWa DN + natürlichem Milbenfall von ca. 12 bis 15 Milben/Tag) aufgesetzt. Beide Zargen enthalten noch tote Bienen + Larven in den stehen gebliebenen Zellen, die das vereinigte Volk nun noch ausräumt. Keine lebendigen Milben auf der Windel bemerkt - im Gegensatz zu meinen eigenen Völkern, wo fast jeden Tag eine lebendige Milbe auf der Windel krabbelt, bis sie mein Fingernagel trifft... Gottfried

    Kann aber auch Kälte gewesen sein. Offener Boden, dem Wind ausgesetzt, kalte Nacht dazu...oder das Volk geschröpft.


    Wirklich schon bei EINER kalten Nacht der "Rasen voll von stummelflügeligen Krabblern"?
    Mein Problemvolk (Schwarm von April eingenistet in alte unverschlossene Beute mit Altwaben - s.oben) hatte kaum Vorräte (nur in 60% der Waben kleine Ecken) - obwohl keiner die sonst sehr reichliche Frühtracht hier abgeschleudert hatte - aber rd. 40 Milben/Tag im natürlichen Fall. Die mit 10 Waben gebildete Brutscheune nach AS-Schwammtuch (ggf. etwas überdosiert - Bienen lagerten vor + tlw. plötzlicher Verlust des Haarkleides) dafür bis jetzt ca. 8.000 Tote (Boden vor der Beute übersät mit verkrüppelten Toten, Wiegeprobe + Schätzung), Behandlungsabfall ca. 400 Milben/Tag, nach 1 Woche allmählich nachlassend (z. Zt. 80/Tag).
    Natürlicher Fall des mit neuen Waben startenden anfangs brutlosen Restvolkes ca. 4 Milben/Tag. Die werde ich also in die allgemeine Kurzzeit-AS-Behandlung des gesamten Standes in ca. 1 - 2 Wochen mit einbeziehen müssen, oder?
    Die hochsommerlichen 30 Grad + x der letzten Tage bewirkten wieder einen deutlichen Rückgang des natürlichen Milbenfalles. Habt Ihr eine Erklärung dafür? Danke - Gottfried

    Der Honig wurde untersucht u. keine "Fremdstoffe" festgestellt. Der Wachs ist problemlos im
    Eigenkreislauf aufzuarbeiten. Ich habe Amitraz bewußt angesprochen um ehrliche und vor Allem fundierte Argumente zu erhalten.


    Lieber KSäuberlich,
    willst Du nicht verstehen, daß:
    a) Amitraz sich im Wachs anreichert und dort nicht mehr entfernbar ist, d.h. mit jeder Amitrazgabe dort immer mehr Reste zurückbleiben und sich aufaddieren, bis die Schwelle so hoch wird, daß auch der Honig was abbekommt? Laß bitte Dein Wachs auf DIESE Rückstände hin untersuchen.
    b) Rückstandsuntersuchungen können nur die Stoffe finden, wonach das Labor sucht. Ist Amitraz als Suchrubrik im Untersuchungsbericht vom Honig enthalten?
    c) Amitraz führt zu Resistenzen bei den Milben, die sich angesichts ihrer kurzen Entwicklungszeit schnell anpassen können. Deshalb sind über die Jahre immer höhere Dosen nötig, um noch Wirksamkeit zu erzielen. Willst Du das? Was tust Du Dir und Deiner imkerlichen Umgebung an, wenn Du die voll resistente Milbe gezüchtet hast?
    Die Probleme, die Du mit Deiner Rezeptur bewirkst, sind nicht kleiner als die von Dir beschriebenen PSM, nur weil sie Dir im Moment nicht auffallen. Sie werden leider nur sehr zeitverzögert sichtbar, kommen dann aber als um so größere und brutale "Überraschung". Willst Du das wirklich?. Fragend - Gottfried

    Hallo Ksäuberlich,


    Amitraz hin Amitraz her und ich will nicht den Moralapostel geben, aber eine Anleitung zum Varroamittel selbst herstellen mit Medikamenten die für Hunde gemacht würde, dann als Trägermaterial noch irgendwas improvisiertes verwenden, finde ich grob fahrlässig.


    Das ist nicht nur grob fahrlässig! Inzwischen sollte JEDER wissen, daß Amitraz zur Gruppe der Wirkstoffe gehört, die fettlöslich sind -> sich deshalb zwangsläufig im Wachs anreichern und sich nicht wieder entfernen lassen -><- ganz im Gegensatz zu den wasserlöslichen OS + AS. Neben der Rückstandsproblematik gehört seit Jahren zum imkerlichen Grundwissen, daß solche Mittel wie Amitraz bei den Milben zu Resistenzen führen. Gerade die amerikanischen Imker erfahren das leidvoll. Deshalb sind die dort geltenden Rückstandsgrenzwerte in Wachs und Honig wohl auch so stark angehoben worden... und bei uns mit gutem Grund eine solche Anwendung wie von Ksäuberlich nicht zulässig und mit Strafe belegt (illegales Tierarzneimittel). Das ist längst nicht mehr (nur) eine Frage der Moral und schadet i.Ü. uns Allen.


    http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Amitraz

    Es ist zu hoffen, daß Ksäuberlich diese vorsätzlichen Untaten sofort einstellt, das kontaminierte Wachs fachgerecht entsorgt (und NICHT etwa noch den allgemeinen Wachskreislauf damit verunreinigt) und den Honig mindestens auf Rückstände untersuchen läßt und je nach Ergebnis weiter damit verfährt. Und dies hier auch kundtut bis spätestens - ich schlage vor: 31.07.14. Sehe ich das zu eng?


    Übergekocht - Gottfried