Beiträge von ribes

    Das "große Gesundheitszeugniss" bedarf eine Sichtung des Volkes, d.h. das Volk wird geöffnet, Waben gezogen,Brut und Bienen angeschaut und mit einem Streichholz in einige Brutzellen gepickt um zu sehen ob Made oder Schleim drinnen ist.

    Das ist für Wanderungen innerhalb Deutschland nötig.

    Genaus so ist es bundesweit.

    Einige Bundesländer verlassen sich jedoch nicht nur auf das menschliche Auge, sondern ziehen bei der Besichtigung gleich noch eine FKP. Wenn die sofort an das Labor eingesendet wird, gibt es 10 Tage später den Befund. Die Labordiagnose ist sicherer, weil die Sporen auch für das geübteste menschliche Auge unsichtbar sind und nur im Labor durch Vermehrung sichtbar gemacht werden können. Warum dieses Frühwarninstrument nicht nutzen? Die Alternative ohne FKP heißt in der Konsequenz, abzuwarten bis die etwaigen Sporen sich im Volk vermehren (milliardenfach pro einzelner Larve!) und klinische Anzeichen sichtbar werden. Das kann mitunter Jahre dauern und zieht dann viel weitreichendere Folgen nach sich als bei der Frühwarnung. Laborbefund allein gilt ja n. BienSeuchVO nur als Verdacht, nicht als Ausbruch der AFB.

    Ich finde es auch folgerichtig, wenn derjenige, der das Gesundheitszeugnis wirtschaftlich nutzt (Wandern, Bienenverkauf), es auch bezahlt.


    Von all dem zu unterscheiden ist das AFB-Monitoring, das manche Regionen eingeführt haben. Die Auswahl der beprobten Stände trifft letztlich das VetA, kann sich jedoch von den IV o.a. Vorschläge machen lassen. Von dem Monitoring hat die gesamte Imkerschaft einen Nutzen. Die Epidemievorsorge ist aber auch Aufgabe der VetVerwaltung und deshalb bezahlt sie das auch.

    WFLP : Du hast ja völlig recht. Die Schachtelsätze habe ich ja selbst vorgeschlagen. Insofern versuche ich, mein Vorschläge zu verbessern durch folgende Änderungen:


    1. Abs. 2-Vorschlag entfällt.

    3. Die Ergänzung mit den Saftmalen hielte ich für wichtiger als die Leerzeile zwischen Absatz 1 + 2.

    4.

    Abs. 5 Satz 2 + 3: "Die Altbiene nutzt ihre reiche Lebenserfahrung, um Pollen, Nektar, Propolis und Wasser zu sammeln. Das ist der Gipfel ihres Lebens. Irgendwann..."

    6.

    Abs. 7 Satz 2: "Bienen haben im Laufe der Evolution ihren Baustoff soweit perfektioniert. Bienenwachs läßt sich bis heute nicht von Menschen nachmachen, obwohl es zahllose Versuche und Fälschungen gibt." Falls nötig, würde ich dafür die Leerzeile vor Abs. 7 weglassen.


    Die übrigen Vorschläge behalte ich bei -> selbstverständlich entscheidest Du über die Endfassung.



    WFLP :

    1. Die Wachsmenge/Wabe wird recht unterschiedlich angegeben. Ich war von den konventionellen Faustformeln ausgegangen: 80g für eine MW + 40g schwitzen die Bienen noch hinzu. Die LWG geht von etwas niedrigeren Zahlen aus (S. 4: Gesamtgewicht LeerW 105...110g):

    Bienenwachs - Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau


    https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/bienenwachs.pdf


    Weitere Quelle:

    - Honigmacher 10 g/qdm

    https://www.die-honigmacher.de/kurs3/aufgabe_16608.html

    oder sogar auf Messungen gestützt:

    - Fischermühle 10,3g/qdm für Naturbau, 16,7 g/qdm bei ausgebauter MW

    https://www.mellifera.de/blog/…waben-und-mittelwand.html


    Bei Zander-Naturbau würde das bedeuten: 10g/qdm x 9,24 qdm=92,4 g, also mit Zelldeckeln oder bei etwas größeren Waben rd 100 g/Wabe.


    Wie man rechnerisch auf 40g/Wabe kommt? Vielleicht mit der Wabenfläche von nur 4 qdm, also Mini+ oder 0,5 DNM-HoRä?


    2. Beim Layout ließe sich doch noch einiges "schummeln"? Über die Einsparung des ein oder anderen Absatzes, über die redaktionelle Kürzung von Schachtelsätzen etc.?

    Das "Kleine" gibt es, so weit ich weiß, nur in Bayern.

    Es wird ohne Beprobung erstellt. Da kommt kein Veterinär oder BSV zur Besichtigung und es werden keine Futterkranzproben eingeschickt. Es reicht, wenn keine Faulbrut in der näheren Umgebung vorhanden ist.

    Genau wie bei den TRACES-Zeugnissen auch: Sie bescheinigen nur, daß die Bienen nicht aus einem AFB-Sperrbezirk kommen. Den Herkunftsstand muß aber niemand besichtigen oder gar beproben.

    https://www.buckfast-bayern.de…-bayerische-belegstellen/

    Änderungsvorschläge:


    1. Totgesagte: Abs. 1: Klammer um "auch" weglassen. In Satz 3 "Pflanzenschutzmittel" (kein Akkusativ)

    Abs. 2: "Parasit, der von der Asiatischen auf die Europäische Honigbiene übergesprungen und seit den 1980er Jahren auch in Deutschland invasiv eingewandert ist, bereitet..."

    letzter Abs.:"...Mähmaschinen (ja, auch Rasenmäher!), versucht ein Bienenvolk umgehend durch verstärkte Bruttätigkeit wieder auszugleichen."


    2. Blümchensex: Satz 1 im letzten Abs.: "sogar" streichen (Doppelung im Satz 2)


    3. Rot: Abs. 2 ergänzen: "reflektieren. Besondere UV-Farbmuster, die Saftmale, zeigen den Bienen bereits beim Überflug, ob sich eine Landung lohnt oder ob der Nektar gerade ausverkauft bzw. die Blüte bereits bestäubt wurde."

    letzter Halbsatz: "erscheint, kann ein Bienengehirn sogar 200 bis 300 Bilder/Sekunde noch einzeln verarbeiten."


    4. Stirb...: Abs. 2 "gnadenlos" weglassen, es ist unzutreffend. Es gibt keine Untersuchung von Verschulden, erst recht kein Urteil, folglich auch keine Möglichkeit von Gnadenerweis.

    Abs. 5 Satz 2 + 3: "Die Altbiene nutzt ihre reiche Lebenserfahrung und das Erlernte, um im Freien trotz der allgegenwärtigen Gefahren Pollen, Nektar, Propolis und Wasser zu sammeln. Das ist der Gipfel ihres Lebens. Irgendwann..."

    Abs. 6: "Jüngere Forschungen zeigen, daß ein Bienenvolk über eine demografische Selbstregulation verfügt: Schlüpfen weniger Jungbienen, verlängert sich die Lebensdauer der Altbienen entsprechend . So kann...machen. Umgekehrt: Schlüpfen viele Jungbienen, verkürzt sich die Lebenserwartung der Altbienen, was die Gesunderhaltung des Bienenvolkes bzw. seine Selbstheilungsfähigkeit fördert."


    5. Träumen: Abs. 3 letzter Halbsatz: "und haben die Lage ihres Bienenstocks und seinen weiten Umkreis (ca. 10 km Radius) wie eine Landkarte auswendig gelernt."


    6. Physik: Abs. 2 letzter Satz "Nur 120g Wachs brauchen die Bienen, um darin 2 kg Honig sicher zu verpacken. Und sie können die Verpackung immer wiederverwenden - wenn sie ihnen der Imker nicht wegnimmt, um Kerzen, Lippenstifte, Seife o.a. daraus zu fertigen."

    Abs. 7 Satz 2: "...Geometer, sondern sie haben im Laufe der Evolution ihren Baustoff, das Bienenwachs, soweit perfektioniert und an die jeweiligen klimatischen Verhältnisse ihres Breitengrades angepaßt. Bienenwachs läßt sich bis heute nicht von Menschen nachmachen, obwohl es zahllose Versuche und Fälschungen gibt."

    ...Deckel sich in der Mitte durchbiegen, wenn man ein Stein als Flugsicherung benutzt.

    Stein an den Rand rücken, der in Hauptangriffsrichtung des Windes liegt oder 2 Steine - vorn + hinten jeweils am Rand. Der Trend geht jetzt (in Richtung Herbst) ohnehin zum Zweitstein...

    AFB-schleudern, da Erwerbsimker, eingestuft wurden.

    Wie alle Hobbyimker das auch glauben.

    Hm, solche Pauschalurteile führen meist nicht weit. Ich habe auch schon Äußerungen von Berufsimkern gehört, die den Hobbyimkern den Vorwurf der AFB-Schleuderei machen und ihnen Schlamperei, fehlendes Fachwissen oder ideologische Verblendung vorwerfen. Es gibt sicher hier wie dort Solche und Solche. Rein quantitativ ist das Verbreitungsrisiko bei Solchen um so höher, je höher deren Völkerzahl, Wanderaktivität etc. ist.

    ...der Betrieb gesperrt wird, wenn in nur 1 Petrischale von 6 auch nur eine einzige Spore auswächst, ...4 Tage später gemachte Futterkranzprobe bei 8°C ...brachte zum Ergebniss: 0,00 % Befall, sprich komplett negativ.

    Wir haben uns g`scheit geärgert über das, weil Wir garantiert von diesem Chef als FB-schleudern, da Erwerbsimker, eingestuft wurden.

    1. Das ist nun mal die Eigenschaft von AFB-Sporen: Sich massenhaft vermehren zu können. Prof. Genersch sagte: Eine einzige Spore in der Probe genügt, damit die AFB-Kultur wächst, resp. die Spore auskeimt und sich auf dem Anzuchtboden vermehrt. Zur Illustration des Vermehrungspotentials: AFB vermehrt sich in einer einzigen Bienenlarve zur 2,5 Mrd. Aktivformen - bei ERIC II sogar innerhalb weniger als 7 Tagen!


    2. Die Futterkranzprobe (FKP) ist unbestreitbar ein Frühanzeiger von AFB, noch bevor auch das geübteste VetA- oder Berufsimkerauge etwas erkennen könnte. Darauf zu verzichten (bspw. beim "kleinen" Gesundheitszeugnis) erscheint mir daher unlogisch.


    3. Gerade unter v.g. Gesichtspunkt sind Imkereien epidemiologisch sicherer, die jährlich FKP analysieren lassen. Berufsimkereien, die diese FKP für ihre tägliche Arbeit brauchen (Wandern, Bienenverkauf über Kreisgrenzen), sind so gesehen sicherer als eine Hobbyimkerei, von der jahrzehntelang nie FKP gezogen wurden. Das ist aber nur eine Seite, denn:

    Wanderimkereien unterliegen einem höheren Risiko, z.B. wenn:

    - sie in Gebiete einwandern, in denen der epidemiologische Standard niedriger als im Herkunftsgebiet ist (und wir wissen ja: AFB wird nicht von kranken Völkern exportiert, sondern gerade von den gesunden, starken importiert) oder

    - ihre Bienen in entsprechenden Regionen überwintern oder

    - ihre Völker frühtrachtreif machen mit Importbienen aus Regionen mit erhöhtem Risiko, für deren Import nicht einmal die Herkunftsbienenstände beprobt werden, sondern lediglich - mehr oder weniger glaubwürdig - bescheinigt wird, daß die importierten Bienen nicht aus einem AFB-Sperrbezirk stammen.

    Und sie verbreiten dieses höhere Risiko überall dorthin, wo sie hinwandern. Deshalb ist es gut, wenn dieses Risiko durch Früherkennungsmaßnahmen wie die FKP minimiert wird. Hier in Thür. gibt es ein

    Gesundheitszeugnis n. § 5 BienSeuchVO generell nur nach negativer FKP - also niemals ohne Früherkennungsdiagnose - ganz egal, ob für Hobby- oder Berufsimker oder zum Wandern oder zum Verkauf über Kreisgrenzen hinweg.

    ...das mit der Gefahr lernen sie zu Flugzeiten.

    Sicherlich. Das hält aber nur so lange vor, bis es mal einer probiert nachts, wenn es schon kälter ist oder gar winters. Da lernt mancher Störenfried bzw. die ganze Bande schnell hinzu. Bei mir ging es auch jahrelang gut, bis dann das verflixte 7. Jahr kam (allerdings vermutlich Waschbären).

    Einer hatte es jetzt offenbar mal wieder probiert. Ich hoffe, daß der Lerneffekt schmerzhaft war, die ganze Bande beeindruckt hat und zumindest für den kommenen Winter nachhaltig ist...