Beiträge von ribes

    Mglw. entstand ein Mißverständnis: Die Windeln bei den Weberböden können mit den hölzernen Griffleisten:

    - nach unten eingeschoben werden (Lüftungsspalt ca. 1,5cm hinten an der Unterbodenrückseite, also unter dem Bodengitter, quasi gegenüber dem Flugloch) = offener Boden, Gemülldiagnose möglich oder

    - nach oben eingeschoben werden = geschlossener Boden.


    Wenn sich trotz Lüftugsspalt durch die Atemluft des Bien Kondenswasser auf der Windel bilden sollte (ggf. im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr), ziehe ich die Windel etwa 1 ... 2cm heraus und schaffe so noch einen zusätzlichen Lüftungspalt vorn unter dem Flugloch (unter dem Bodengitter). So bleibt dann immer noch die Gemülldiagnose möglich, aber die Kondensatbildung wird vermieden.

    ...Unfälle mit den Geräten für die Sublimation gegeben hat.

    Wurden diese so dokumentiert, daß man sie - anonymisiert - öffentlich einsehen kann oder kannst Du wenigstens nähere Angaben dazu machen (Häufigkeit, Geräteart, technischer oder Bedienfehler etc.)? Vermutlich kamen sie nicht bei der Berufsgenossenschaft zur Anzeige, da eben nicht zugelassen. Eine Abfrage dort würde daher ein unrealistisches Bild abgeben.

    ...und man kann seine Spuren in den Mittelwänden des einschlägigen Imkerfachhandels finden. Wenn überhaupt TAM (Tierarzneimittel), dann möglichst keine wachsgängigen. I.Ü. möchte man als potentieller Käufer von MW nicht mit irgendwelchen TAM-Resten aus zweifelhaften ausländischen Quellen konfrontiert werden.

    Reinhard : Ein wenig mehr Kollegialität in diesem Punkt wünschen wir uns deshalb vom Fragesteller.

    Einem Kollegen starb eine frisch aus dem Spendervolk gefangene legende Kö. im Ausfreßkäfig. Er hatte sie ohne Begleitbienen und ohne Futterteig in seiner Hosentasche verwahrt für etwa 3 h. Sauerstoffmangel?

    Es kommt darauf an. Ich mußte in diesem Jahr wegen Melezitose 45,5 h die Schleuder mit 110 W -Motor laufen lassen. Unterbrechungen 1 x für 2 h (Mütze voll Schlaf) und zu den Mahlzeiten je 0,5h und bei Siebwechsel kurzzeitig. Der Motor hat diese lange Belastung problemlos verkraftet. Geschleudert wurde nach dem Anschleudern jeweils in höchstmöglicher Drehzahl tangential, sonst hätte sich gar kein Honig gelöst.

    Beim brutlosen Volk nach TBE oder nach Scalvinikäfig im Sommer ist nach meiner bisherigen Erfahrung das Besprühen mit OS das am besten funktionierende Mittel. Dazu sollte das Volk schon offene Brut pflegen, aber erst so 2 bis max. 3 Tage alte. Dann sind noch keine Milben im Futtersaft und man erwischt sehr sehr viele Milben. Vielleicht funktioniert das ja auch mit Varromed?

    Warum sind die jüngsten, offenen Brutzellen so wichtig (besserer Wabensitz vieler Pflegebienen?)?

    Ich beobachtete einmal zufällig beim Auszupfen von Drohnenlarven aus offenen Brutzellen, daß bereits am Tag 3 nach Schlupf aus dem Ei Larvenzellen eine Muttermilbe enthielten. Ich habe das aber nicht weiter systematisch untersucht.

    In den 3 Tagen Pause zwischen den Blockbehandlungsschritten bieten sich für geschickte Milben (entsprechende Zuchtauswahl infolge Auslese durch vorherige Behandlungen?) genügend Unterschlupfmöglichkeiten in den Futtersaftseen offener Brutzellen - und wenn es nur durch Füßewaschen die Osmose der OX über die Haftlappen an den Füßen ins Körperinnere der Milben unterbricht. Wenn die beiden auffälligen Völker also Anfang September noch größere Brutnester als die übrigen hatten, ließen sich die Ausreißer damit erklären.

    ...ist der Kollektor nicht der Schwachpunkt des Repulsionsmotors? Das Bürstenfeuer bei zahllosen Start- und Regelvorgängen setzt dem doch recht stark zu. Abdrehen mag ein oder zweimal gehen, aber danach ist der Motor reif für die Tonne.

    Das was der Motor wirklich schlecht verträgt ist der Gegenstrombetrieb, also Umschalten auf entgegengesetzte Drehrichtung, während sich der Korb noch in die andere Richtung dreht. Davor wird aber in der Anleitung und manchmals sogar per Aufkleber ausdrücklich gewarnt. Ich habe es sicherheitshalber für etwaige Schleuderhelfer noch einmal direkt auf den Motor neben dem Bedienhebel draufgeschrieben.

    Hi,


    ...Der 110er ist wohl deutlich lauter.

    Die Geräusche kommen weniger vom Motor, viel mehr vom angeflanschten Getriebe.

    el schnorro :

    - Wann endete die Blockbehandlung?

    - 30 Milben/Tag als behandlungsbedingter Totenfall? (Das ist mglw. - je nach Brutumfang - noch zu hoch)

    - Nicht die beraubten Völker holen sich fremde Milben ein, sondern gerade die starken und gesunden - also die Räuber bzw. die attraktivsten für irritierte Bienen, die sich verflogen haben oder aus (unter Varrolast) zusammenbrechenden Völkern geflüchtet sind.

    Fallen die 110W-Motoren wirklich häufiger aus? Der An-/Aus-Schalter ist ja ein separates Teil -> einfach austauschbar. Ich benutze den gar nicht, sondern schalte mit dem Sicherheitsschalter, der beim Öffnen/Schließen des Deckels ohnehin arbeitet.

    Die 300W + x-Motoren haben eine eigene interne Steuerung (oder nur die externe, die der Schleuderer programmieren kann)? Wenn ja, was tut die? Sorgt für sanften Anlauf beim Start?

    Früher reichten 60 W Motorleistung. Solche Schleudern sehe ich ab und zu nach mehr als 4 Jahrzehnten ungestört im jährlichen Betrieb, obwohl die Lebensmittelkontrolleure die hier bei Entdeckung sperren wegen des Kessels aus verzinktem Stahlblech. Manche Imker halfen sich damals auch mit Scheibenwischermotoren (Drehmoment 2 Nm!) und die schleuderten damit i.d.R. hohe 2-stellige Völkerzahlen ab. Immer wieder interessant, wenn die alten Imkerkollegen ihr beredtes Schweigen brechen und zum Erzählen verleitet werden können über die Zeit, in der man dem Imkerverein erst beitreten durfte, wenn ein Kollege verstorben war und ein Platz frei wurde...


    Der Motor bzw. seine Leistung werden m.E. heute überbewertet. Problemfeld ist eher das Getriebe. Wenn das nicht mit der Motorleistung mitgewachsen/stabiler ausgeführt ist, dann kann höhere Motorleistung eher beschädigen als nützen...