Beiträge von ribes

    Im Sprühverfahren ist MS ist nicht weniger aggressiv zu Bienen als OX, resp. Überdosierung bzw. Applikationsfehler (Bienen durchnässen) wirken bei beiden TAM tödlich auf die betroffenen Bienen (erst verlieren sie ihr Haarkleid, spätestens nach einigen Tagen sind sie tot/verschwunden).

    Ob MS von den Bienen oral aufgenommen wird, weiß ich nicht. Bei OX gehe ich nach den Beobachtungen von IF Brüning davon aus, daß sie auf der Körperoberfläche eintrocknet, auskristallisiert und sodann von den Bienen mechanisch abgeputzt, auf jeden Fall eine orale Aufnahme vermieden wird (Parallele zur Sublimation/Verdampfung von OX; s. Fütterungs-/Vergrämungsexperiment von IF Brüning*). Die fehlende systemische Wirkung (keine Aufnahme in den Stoffwechsel) würde ihre gute Verträglichkeit erklären.


    * s. Bericht 1, S. 3 oben:

    https://pdfslide.net/documents…-bruening-buchenrain.html


    Der Ruf von MS, bienenschonender zu sein, stammt m.E. aus der Zeit, als zum Vergleich nur die AS herangezogen wurde. Ich gehe davon aus, daß BI Kirchhain seine Empfehlungen aufgrund fundierter wissenschaftlicher Untersuchungen aktualisiert hat und deshalb OX nicht ohne objektive Gründe priorisiert im Direktvergleich mit MS.

    Bei dem Kellerfund Oxuvar 3,5% ist der Zucker offenbar noch getrennt von der Säure originalverpackt. Unabhängig von der formalen Zulassungsfrage: Was spricht naturwissenschaftlich dagegen, die auf 3% herunterzuverdünnende OX-Säure (also ohne den Zucker) zu sprühen? Schlecht werden oder gar HMF bilden kann sie ja eigentlich nicht ohne den Zucker - gibt es noch andere chemisch-biologische Gründe?

    Hier wurden ähnliche Fälle regelmäßig diskutiert.

    Wenn sich der Schwarm nicht aus der Zwischendecke entfernen läßt, kann man ihn wenigstens ausdünnen mittels einer Reuse ->Trichter aus Drahtgeflecht vor das Flugloch -> Flugbienen können heraus, aber den engen Trichtereingang finden sie i.d.R. nicht mehr wieder, weil das Drahtgeflecht die Duftmarken des Einflugloches überall durchläßt = Trap-out-Verfahren mit Foto von Bernhard Heuvel (#9):

    Schwarm aus einem hohlen Baum holen


    Das könnte ggf. noch mit der jetzt vorgehängten Kiste mit LockW und LockKö. kombiniert werden, solange der Eigentümer noch nicht vermietet hat.

    Da der Schwarm erst gestern einzog, wäre es doch einen schnellstmöglich zu startenden Versuch wert (am besten jetzt noch, über Nacht), die Schwarmkönigin zum Zweikampf herauszulocken mit einer (legenden) Kö. im Wohlgemuth-Doppelkäfig vorm Flugloch (ggf. mit BrW offener Brut und möglichst in einer Kiste, die ähnlich dunkle Verhältnisse wie in der Zwischendecke bietet):

    Was ist das für ein Teil?

    Einen solchen Doppelkäfig kann man irgendwie improvisieren oder die Lockkö. sicher gekäfigt mit der BrW im Kasten vor das Schwarmflugloch hängen und sehen, ob sich bis morgen früh die Schwarmkö. hat provozieren lassen und draußen auf ihren Zweikampf lauert.

    Ich habe mir extra für einen solchen Versuch den Wohlgemuth-Doppelkäfig bereit gelegt und warte seither auf eine passende Gelegenheit. Fa. Holtermann führt sogar die Nachbauten noch unter Art.Nr. 95273.

    TBE


    1: Das Pollenangebot...CO2 Gehalt in der Luft...sinkt der Proteingehalt im Pollen...

    kurzlebigere Bienen. Die zweite Auswirkung des reduzierten Fettkörpers ist eine anfälligere Biene, auch für einen Virus...Durch die Entnahme der Brutwaben sinkt die Anzahl der Ammenbienen, weil sie ja nicht mehr gebraucht werden. Wer füttert die Flugbienen mit Proteinen/Futtersaft? Die Zahl der Ammenbienen ist aber nun reduziert wegen fehlender Brut und es herrscht ein Ungleichgewicht. Der Fettkörper der Bienen sinkt weiter, zumindest bessert es nicht den Zustand. Zusätzlich wird durch die Entnahme der Brutwaben das gesamte Mikrobiom des Volkes aus dem Gleichgewicht gebracht. Das Wachstum des für die Versorgung mit Vitamin B12 und K zuständigen Schimmelpilzes Aspergillus wird gehemmt. Die Lage verschlechtert sich weiter und das Volk muss ganz von neuem beginnen. Eine schwere Aufgabe um diese Jahreszeit.

    Nach meinen Erfahrungen starten die Völker nach der Entfernung der verdeckelten BrW richtig durch - wenn alles stimmt (Kö. leistungsfähig, genug Bienen + Futter incl. Pollenangebot im Flugkreis), Anzeichen von Mangel habe ich nicht bemerken können. Ich entnehme die BrW zur TBE nach dem Konzept von Kleingartendrohn bienenleer. Es gibt so in den BrSpendervölkern zunächst einen Überschuß an Ammenbienen, die freilich schnell zu Sammelbienen fortgebildet werden. Nach meinem Eindruck stellen sich Brutspender wie auch BrSammler sehr schnell und flexibel auf die neue Situation ein incl. Lebenserwartung (gesteuert durch Schlupf von Jungbienen/vermutlich Juvenilhormon)) und anfängliche Ungleichgewichte tarieren die Bienen erstaunlich schnell aus. Die abnehmende Tageslichtlänge spielt beim Aufbau der neuen Brutnester in den Brutspendern nach meinen Beobachtungen keine (bei sehr spätem TBE-Start allenfalls eine untergeordnete) Rolle.

    Allerdings werden diese Völker bei mir grundsätzlich nicht noch zusätzlich mit TAM belastet. Nur der Sammler vom Sammler (mit den fast bienenleeren FangW der BrSammler) bekommt OX. Restentmilbung im Nov./Dez. bei Brutfreiheit führe ich mittlerweile nur noch stichprobenhaft durch.

    Durch meine Betriebsweise errichten die Völker grundsätzlich im Wirtschaftsjahr im Rahmen der TBE zu 90% neues Wabenwerk (nur die erste LeerW am Tag 0 der TBE kommt fertig ausgebaut aus dem HoR, die anderen 9 sind LeerRä. mit Anfangsstreifen oder ggf. MW). Ich setze seit mehreren Jahren keinerlei zugekauftes Wachs mehr ein (MW bei Bedarf aus eigenem Wachs (Entdeckelungswachs, Wachsbrücken, Gemüll, ggf. DrohnenW) selbst gegossen, keine Fremdverarbeitung).


    Virenbelastung habe ich bisher nicht labormäßig untersuchen lassen. Klinische Anzeichen von CPBV o.ä. habe ich in den Völkern bisher nicht beobachtet. Mglw. ist die Pollenversorgung im Flugkreis hier auch noch ausreichend und vielfältig genug v.a. für das beschriebene Durchstarten der Völker nach TBE (mit 2 nachgeschalteten FangW-Entnahmeschritten).



    In den UK und den USA gab's stetig steigende Werte von 1% in 2011 bis 46% in 2016 in UK, und von 0% in 2009 bis 18% in 2017 in den USA.


    Vergleichend dazu gab es beim Bienenmonitoring in Deutschland 2013 einen sehr hohen Nachweis von 35,8% CBPV in den Proben, dann sinkend 2014 auf 20,7%, 2015 nur mehr 3,3%, und 2017 weiter sinkend auf 1,5% ... aktuellere Zahlen sind scheinbar nicht veröffentlicht.

    Für diese Unterschiede kann es mglw. auch andere Erklärungen geben, die nicht unmittelbar mit dem Virus zusammenhängen, z.B.:

    - unterschiedliche Melde- und Registrierungssysteme (m.W. gibt es in USA bzw. UK kein dem deutschen Bienenmonitoring vergleichbares Untersuchungssystem)

    - Die mikrobiologischen Anzeige von CPBV-Spuren und das Auftreten von klinischen Erkrankungszeichen in den Völkern kann man nicht gleichsetzen. Worauf beruhen die Zahlenangaben aus USA, UK (verdachtsunabhängige mikrobiologische Beprobung oder Augenscheinsangaben von Imkern?)

    - Schärfung der jeweiligen Diagnosesysteme (imkerliche Fortbildung/Sensibilisierung vs. unveränderte Laborauswertung)

    - statistische Unterschiede, z.B.: Wie wurde die Durchseuchung gemessen: pro Imkerei, pro Bienenstand oder gar bezogen auf jeweils diagnostizierte Völker? Je nachdem - da können sich bereits unterschiedliche Betriebsgrößen signifikant auswirken ganz unabhängig von den vermehrten viralen Ansteckungsmöglichkeiten in industriell-imkerlichen Massenbetriebsweisen.

    - u.s.w.

    Wen's interessiert, hier der Link zu einer Dissertation von der Justus Liebieg Untiversität zum Thema "Untersuchungen zur viruziden Wirksamkeit von chemischen Desinfektionsmitteln bei verschiedenen Temperaturen" von Patricia Bremer.


    Unter anderem wird die Wirkung von Ameisensäure als Desinfektionsmittel bei verschienden Temperaturen untersucht...(Ob, und in wie weit Ameisensäure oberflächlich direkt gegen CBP-Viren wirkt, wird dort natürlich nicht untersucht.)

    Hm, die in dieser Dissertation untersuchten AS-Konzentrationen (z.B. 0,5 ... 1%) werden bei imkerlicher Anwendung z.B. mittels Nassenheider prof. nicht erreicht.

    Dr. Pia Aumeier hatte die AS-Konzentrationsverläufe in der Stockluft ja bei verschiedenen AS-Applikatoren aufgezeichnet, sie lag bei Nassenheider u.ä. etwa bei max. 300 ppm, nur bei MAQS am Tag 1 schnellte sie hoch auf knapp 1.000 ppm. Das Schwammtuch zum Vergleich wurde ja leider nicht mit untersucht (s. Link in #13):

    Königinenverlust

    Wenn man kein Imker ist.


    Wenn man den Honig verramscht.

    zu 1.: Das läßt sich - nicht zuletzt aus Werbegründen ja schnell ändern. Bienen aufs Dach oder sonst irgendwie fotogen in Szene oder die SchulAG unterstützen...


    zu 2.: Das machen auch gestandene Hobbyimker massenhaft...


    Gibt es geeignetere Kriterien, die sich auch markenrechtlich halten lassen?


    Ich z.B. halte es für die Marke schädlich, wenn das DIB-Glas gleich beim Erstverkauf als Wegwerfglas konzipiert wird. Das widerspricht dem Markenkern. Das Glas wurde von Anfang an als Mehrwegglas angelegt. Wenn der Gesetzgeber nun die Hürden für Mehrweg erhöht hat (Rücknahmelogistik und Belohnungs-/Pfandsystem), dann muß sich auch diese Marke dem stellen und das in die Nutzungsbedingungen aufnehmen. Da sind die Discounter dann raus, denn Rücknahmelogistik verweigern die (bisher).

    Die Bierproduzenten haben kürzlich die Erhöhung von Bierflaschenpfand gefordert, weil die 0,08 EU/Flasche nicht mehr dem Beschaffungspreis entsprechen. Also: 0,50 EU Pfand für jedes DIB-Glas ab 1.1.2021? Die Angst vor einem Sturm der Entrüstung in der Imkerschaft hält den DIB wohl davon ab, vermute ich:

    Pfand für Neutralglas einheitlich?

    Mit dem Innenanstrich durch die Bienen selbst ist es nicht so einfach. Allerspätestens im Juni muß die Zarge von den Bienen bewohnt sein, sonst ist die Propolisbeschichtung mglw. unvollständig und es bläut und schimmelt dann im Herbst doch - v.a. bei schwachen Völkern. Stark propolisierende Völker schaffen es in einer Saison problemlos, 3 ... 4 Zargen zu beschichten. Ableger, Schwächlinge oder Völker mit wenig Propolissammlerinnen schaffen nicht einmal eine einzige Zarge.

    Kirstin : Mglw. ist es jetzt - 2 Tage nach dem Einzug des Schwarmes - schon zu spät. Aber einen Versuch mit einem erfahrenen Imker wäre es wert:

    Die (mglw. nicht ganz intakte) Kö. des Schwarmes m.H. einer anderen Königin anzulocken. Für solche Tricks wurde bspw. der Wohlgemuth-Doppelkäfig entwickelt, läßt sich aber sicher auch auf die Schnelle provisorisch konstruieren. Hier hatten wir das sogar mit Foto diskutiert (s. bes. #7):

    Was ist das für ein Teil?


    Wenn bei den einfliegenden Bienen Pollenhöschen auftauchen, hat der Schwarm bereits Brut angelegt und pflegt diese. Ihn da wieder herauszuholen, wird ohne Öffnung des Bauwerkes nicht möglich sein. Man kann das Volk allerdings "ausdünnen", d.h. seine Flugbienen durch eine trichterförmige Reuse an der Heimkehr hindern (s.a. #35):

    Bienen im Baum

    Hier hat Glaronius seine sehr detaillierte Aufstellung zur Gemülldiagnose verlinkt (#38):

    Gemülldiagnose: Wassertropfen um Bienensitz (Gemüllstreifen)


    Immenfreund Jens : Ich sehe auf den Fotos v.a. Wachsreste (hell = unbebrütet, braun = von bebrüteten Waben oder ggf. Propolisstücke, die der Imker bei seiner letzten Durchsicht löste). Auf Foto 2 links oben vermute ich bei den 3 langen, stäbchenförmigen, dunklen/schwarzen Teilen: Wachsmottenkot (s. Link S. 34). Varroa konnte ich auf den Fotos nicht erkennen (vgl. Link S. 25).