Beiträge von ribes

    Wenn erhaltenswerte Biotope mit Fotovoltaik zugepflastert werden, dann fragt man sich schon, ob die Steuerungsinstrumente richtig justiert sind. Jeder Umstand, der Investoren dazu bringen könnte, diese Anlagen ohne Bodenverbrauch bspw. an ohnehin vorhandenen Bebauungen zu installieren, ist zu begrüßen. Auch dies könnte ein Mitzeichnungsgrund sein, m.E. nicht einmal der schlechteste.

    Offenbar gibt es auch gewisse Unterschiede zwischen einzelnen Bundesländern...

    Auch wenn die 50.000 nicht erreicht würden, wird sich der Petitionsausschuß trotzdem mit dem Thema befassen, hoffe und vermute ich. Vielleicht gibt es sogar eine Beschlußempfehlung für den Bundestag. Auf jeden Fall können viele Unterstützungen die Bedeutung des Themas unterstreichen.


    Ich bin weit entfernt davon, die Verhältnisse in der DDR zu loben. Aber in Erfurt gab es in den 80er Jahren am Staatlichen Vertragsgericht einen Richter, den man für seine Entscheidung zur "VO zum Schutz des land- und forstwirtschaftlichen Bodens" sogar ausgezeichnet hat. Er entschied bspw., die Dehnungs-U von überirdischen Rohrleitungen nicht mehr liegend, sondern stehend zu installieren. Er begründete das mit dem Mehrbedarf an landwirtschaftlicher Nutzfläche, der bei der üblichen liegenden Installation entstünde. Daß er sich dabei gegen die Anwendungsvorgaben zur Bevorzugung von "Volks"eigentum (der Rohrbetreiber) zugunsten der rangniederen "sozialistischen" Eigentumsform der LPG entschied, nahm man zähneknirschend in Kauf. Soviel Akribie bei wichtigen Entscheidungen wünscht man sich heute öfter.

    Aubie : Unsere Landwirte säen hier nix. Es wäre auch glatte Verschwendung, denn keimen könnte unter den gegebenen Verhältnissen: nix. Die Felder stehen notgeerntet mit gelben Stoppeln da - Kurzarbeit auch hier. Selbst in den Wäldern hat das Kleben und Tropfen anfänglich ansehnlichen Honigtaues längst aufgehört. Dafür fahren und fliegen täglich die Brandwachen.

    Lieber ChristianS., Entschuldigung angenommen!


    Auslegung von Vorschriften und Gesetzen sind m.E. Ansichtssache, keine Frage von Tatsachenbehauptungen und ein Diskurs sollte von der Auseinandersetzung verschiedener Ansichten leben. Wesentlich in der Vollzugspraxis ist aber dann, welche Auslegung den längeren Hebel in die Hand bekommt bzw. schon hat. Mir ging es darum, hier Argumente zugunsten der Hobbyimker zu sammeln, da die anderen Beteiligten an diesem Spiel m.E. ohnehin bereits strukturell im Vorteil sind.

    Hier sagen die Experten: Biologisch ist bereits Herbstende eingetreten, resp. die Fähigkeit der Pflanzen, Blüten auszubilden, ist abgeschlossen (vermutlich wegen fehlenden Niederschlages). Einzig einige Springkrautbestände in schattigen Lagen und Bachnähe blühen noch und Magnolien blühen zaghaft ein zweites Mal und nehmen so bereits den Frühling vorweg.

    Die Bienen haben Kurzarbeit und tragen allenfalls Pollen ein. Nektar und Honigtau sind versiegt. Das wird auch nix mehr, selbst wenn es regnen würde, sagen unsere alten Hasen.

    Fotovoltaikanlagen am Boden blockieren i.d.R. grünfähige Bodenfläche. Bunt statt Grün - Eine fränkische Imkerin ruft den Bundestag mit einer Petition dazu auf, wenigstens die noch begrünbare Bodenrestfläche solcher Anlagen mit Samen und Pflanzen gebietseigener Wildblumen verpflichtend vom Betreiber besiedeln zu lassen. Der Landesverband Thür. Imker ruft jetzt zur Mitzeichnung dieser BT-Petition Nr. 82333 auf:


    https://epetitionen.bundestag.…7/_10/Petition_82333.html


    Die Zeichnungsfrist endet am 30.08.18. Kommen bis dahin 50.000 Unterstützungen zusammen, wird i.d.R. der Antrag im Petitionsausschuß öffentlich behandelt und die Antragstellerin eingeladen, um ihr Anliegen persönlich vorzutragen.

    Lieber ChristianS.,


    Dir steht es - wie jedem - frei, Dich an Dein Umweltministerium zu wenden oder an die Stiftung oder - falls Du falsche Informationen durch mich argwöhnst - direkt beim TMUEN nachzufragen. Mir liegt entsprechender Schriftverkehr direkt aus dem TMUEN und auch von der Stiftung vor. Sofern Du in Thür. Mitglied wärest, wäre er sogar für eine Direktinformation an Dich vorgesehen.

    Du darfst mich auch besuchen, so daß wir Deine Einsicht in die Originale auf der Basis einer Probemitgliedschaft ohne weitere Umstände bewerkstelligen könnten. Weiter kann ich mich leider nicht aus dem Fenster lehnen.


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried


    p.s.: Die Unterstellung bewußter Fehlinformationen bitte ich Dich zurückzunehmen. Sie ist ebenso unzutreffend wie ehrenrührig.

    In D wird OX vertrieben ad us. vet. in 99,8% Reinheit, technisch in 99,6%.

    Die unterschiedlichen Reinheitsgrade könnten rein statistische Gründe haben, wie mir ein Mitarbeiter eines Herstellers erklärte. Dort kommt die OX aus ein und derselben Anlage. Ad us. vet. wird aber öfter im werkseigenen Labor beprobt und man kann ihr deshalb nach den einschlägigen Regeln statistischer Sicherheit eine höhere Reinheit zusprechen.

    In Italien, Österreich bzw. Schweiz wird die Reinheit der OX zur Behandlung gegen Varroa gar nur mit 88,6% angegeben (Bioxal):

    http://www.vetpharm.uzh.ch/rel…/00065974.01?inhalt_c.htm

    In Italien ist Bioxal frei erhältlich, weder verschreibungs- noch apothekenpflichtig.

    In Dänemark gar ist OX zur imkerlichen Verwendung völlig frei und wird nicht einmal als Arzneimittel eingestuft - d.h. dort wird legal OX aus dem Metallhandel (zur Entrostung) verdampft ohne jegliche Einschränkung.


    Wissen sollte man auch, daß die Reinigung von OX üblicherweise durch Sublimation erfolgt. Man macht sich dabei den Effekt zunutze, daß die Fremdsstoffe die Anomalie der OX eben nicht aufweisen, bei 157 Grad vom festen sofort in den gasförmigen Zustand zu wechseln (Sublimation) und bei Abkühlung sofort zu resublimieren. In der imkerlichen Anwendung würde OX also ebenso von etwaigen Fremdstoffen befreit. Diese Reinigung würde zu dem von Beemax vorausgesagten Effekt führen: Die Fremdstoffe würden auf der Verdampferpfanne oder Unterlage zurückbleiben, nur die "reine" OX in die Beute hineinsublimiert - sofern die Fremdstoffe nicht schon vor dem Erreichen von 157 Grad verdampfen (z.B. Wassser, Alkohol z.B. bei Behandlungen mit gelöster OX).

    Bienen-Freund : Entschuldigung, hier die Übersetzung mit Quellangabe:

    „Wohlbekannt ist der alte Spruch Catos, er wundere sich, dass ein Haruspex nicht lächle, wenn er einen anderen Haruspex sehe.“ (Cicero, De divinatione 2,24,51)

    zur Erklärung: Haruspex: Ursprünglich etruskischer Seher, der das Leberorakel auslas, später auf die römischen Beamten angewendet, die zu ergründen hatten, ob ein vom Staat oder dem familiären Oberhaupt geplantes Vorhaben dem Willen der Götter entspreche.


    hornet : Die Gründe schilderte ich in #371, 374, 379:

    Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

    Ich versuchte das auch -> zu wackelig und gefährlich (eine Rasengitterplatte brach bei Schrägbelastung mit dem langen Balkenhebel - zum Glück, bevor Bienenbeuten darauf standen).

    Ich stelle seither je 2 Beuten auf 1m-Balkenstücken, die auf in den Boden eingeschlagenen 3/4`` Wasserrohrabfallstücken aufgeständert sind (#20):

    Frage vom Neuling

    ...

    „Vetus autem illud Catonis admodum scitum est, qui mirari se aiebat, quod non rideret haruspex, haruspicem cum vidisset.“

    (Cicero)

    Laß die Bestrahlungsmethode schnell patentieren, sonst schnappt Dir die geniale Idee noch irgendein BWL-Fuzzi (ob mit oder ohne Erfahrung mit Imkerei, Bienensauna, Ultrabeschallung von Milben etc.) weg und räumt gar noch Bundesinnovationspreise vor Deiner Nase ab...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelbestrahlung

    Hilft bestimmt auch ganz einfach und genial gegen Varroa, wenn man das richtig bewirbt.

    Bald kommt der Herbst und mit ihm die crowd-Ernte...

    Wenn das bereits 5 Jahre so geht, muß man noch mehr Arbeit in die Ursachenanalyse stecken. Noch ist es nicht zu spät für einen Erkenntnisversuch im Ausschlußverfahren:


    1. Kunstschwarm aus den adulten Bienen des verseuchten Volkes bilden auf neuem Wabenmaterial, wirksam gegen die etwaig aufsitzenden Milben behandeln, ggf. 3 Tage später Kontrollbehandlung. Fallen da immer noch viele Milben, dann ggf. Flugling bilden und separat behandeln, um Verdacht auf Reinvasion von außen zu überprüfen. Wichtig dabei: Den Milben jede Möglichkeit zur Flucht in den Futtersaft abschneiden, resp. keine Larven zulassen, die länger als 3 Tage aus ihrem Ei geschlüpft sind.


    2. Die mglw. vermilbten BrW bienenleer in einer leeren Beute mit FuW, PoW, 2 WasserW aufstellen, Flugloch verschließen für ca. 10 Tage. Danach Kontrollbehandlung, für eine neue Kö. sorgen (nach beliebiger Methode), ggf. weitere Behandlung bis alle Brut geschlüpft/ausgeräumt ist. Die Fallzahlen werden zeigen, ob die Brut wirklich vermilbt war - sofern die Behandlungsmethode in beiden Fällen gleich wirksam war.