Beiträge von ribes

    OX ist hydrophil, zieht Wasser an. Sublimat schlägt sich auf allen kontaktierten Oberflächen nieder, die kälter als 158 Grad sind, also auch auf offenem Futter. Es wird von diesem angelöst und geht dort nicht mehr raus außer über den Verdauungsweg der Bienen.

    Wieviel OX nun in offenes Futter gelangt, hängt davon ab, wieviel Kontaktfläche es wie oft dem Sublimat darbot. Von praxisrelevanten Bienenschäden bei Fütterung während der Blockbehandlung habe ich jedoch noch nirgends gehört.

    die Frage, ob Pollen/Perga generell wesentlich belasteter ist als z.B. Obst und Gemüse?


    Ein Verzicht macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn Perga ein grundsätzlich deutlich belasteteres Lebensmittel ist als andere Lebensmittel.

    Man muß das differenziert betrachten, z.B.:

    - Wirkweise des jeweiligen Giftes auf den Zielorganismus (Pollen- bzw. Nektarfresser)

    - Pflanzen priorisieren naturgemäß ihre Organe, die ihrer Fortpflanzung dienen - also z.B. Nektarien, die ja die Bestäuber anlocken sollen und Pollen = die männlichen Keimzellen - sind im Vergleich zur fertigen reifen Frucht (ganze Tomate, Gurke etc.) eben sehr klein, ein Konzentrat in gewissem Sinne

    - Welchen therapeutischen Effekt soll der Pergaverzehr erzielen? Z.B. wäre es wohl wenig zielführend, Probleme im Bereich neuronaler Prozesse im Patienten mit Perga lösen zu wollen, der mit Pflanzenschutzmitteln belastet ist, die Nervengifte enthalten oder Probleme in der Nahrungsverarbeitung/-verdauung mit Perga zu begegnen, der mit Fungiziden befrachtet ist usw.

    summ : Es hilft nix, Du mußt Dir selbst ein Bild machen. Das Problem mit Giften im Perga wird dadurch verschärft, daß die ausgebrachten Gifte zumeist lipophil sind bzw. mit öl-/fetthaltigen Additiven versehen werden, die dafür sorgen sollen, daß z.B. Spritzbrühen besser auf den Zielpflanzen haften, sich verteilen und nicht so leicht durch Natureinflüsse (Tau- u.a. Feuchtigkeitseinwirkung, Wind etc.) verdünnt oder in ihrer Wirkung abgeschwächt werden.

    Pollen selbst enthält ebenfalls Öle und Fette und auch das Bienenwachs ist ja letztlich ein Fett/Öl. Beide verbinden sich also besonders gut mit fetthaltigen Giftresten und geben diese auch nicht mehr frei. Pollen/Perga/Wachs speichern diese Giftdosen also immer weiter auf (Kumulationseffekt) und erst die Verdauung (der Bienenlarve bzw. des Menschen) knackt die chemischen Verbindungen und erschließt sich so auch die Gifte und deren (oft nicht weniger giftigen) Abbauprodukte (nach denen bei Analysen oft nicht gesucht wird).

    Im Rahmen des Deutschen Bienenmonitoring (DeBiMo) wird stichprobenhaft nach bestimmten, häufig angewendeten Giften gesucht:

    https://www.uni-hohenheim.de/f…DIZ_db_IF_10_2011_S09.pdf

    Dr. Annely Brandt hat die massenhafte Verbreitung der Problematik in der Praxis und die daraus abzuleitenden dringenden Anpassungen von Zulassungsverfahren hier etwas ausführlicher umrissen:

    https://www.bing.com/videos/se…EF0254D3D9DEAD49E754753AB

    Im Herbst und im Winter wirst Du kein Perga, schon gar kein frisches bekommen, jedenfalls nicht hierzulande. Einfrieren von Vorräten hilft, Lücken zu überbrücken.

    Aber warum willst Du unbedingt Perga essen? Ist Dir und deinem Therapeuten bewußt, was die Bienen sich mit Pollen zwangsläufig mit einsammeln, wenn die Bienen bspw. Pflanzen befliegen, die Kontakt zu Giften irgendeiner Art hatten? Weißt Du, daß der Flugkreis von Bienen durchaus 10 km Radius haben und auch der beste Bioimker seinen Bienen nicht verbieten kann, Problempollen zu sammeln, zumal den Bienen die Meß- und Analyseinstrumente i.d.R. fehlen, um die üblicherweise von Menschen angewendeten Gifte schon beim Sammeln zu erkennen?

    Ich kenne hier einen Berufsimker, der entfernt regelmäßig Pollenwaben aus seinen Völkern, weil er durch Analysen nachgewiesen bekommen hat, daß der Giftcocktail, den seine Bienen regelmäßig einsammeln, seinen Völkern schadet. Leider werden die Zulassungsbestimmungen für Pflanzengifte nie an praxisrelevanten Cocktails ausgerichtet, sondern an den jeweils zur Zulassung anstehenden Einzelpräparaten.

    Einmal etwas kleckern beim Füttern reicht schon, und ein Volk Ist absolut chancenlos.


    Auch das Kleckern ist nunmal ein imkerlicher Fehler. Der sollte nicht einmal Anfängern passieren bzw. wenn es passiert, dann sollte der Imker sofort die Verlockung beseitigen, resp. jederzeit auf entsprechende Gegenmaßnahmen vorbereitet sein.

    Mein Imkereifachhändler betreibt eine Bienenfuttertankstelle. Dort wird peinlichst und permanent auf Sauberkeit geachtet. Einmal passierte ein Malheur. So schnell, wie Mitarbeiter und sogar der Chef sprangen, putzten, wischten und das griffbereite Nelkenöl einsetzten, so schnell konnte die staunende Kundschaft gar nicht gucken!

    Wenn Du aber einen Nachbarn dabei hast, der sich informiert, dann sinkt Dein Ansehen bald.

    Wespen pflegen jetzt gar keine Brut mehr. Die Altkö. ist meist bereits abhanden gekommen/tot. Die Jungkö. legen erst im kommenden Frühjahr (alleine los). Es gibt daher keine Larven mehr, die die Wespenarbeiterinnen pflegen und ernähren könnten/müßten. Die Arbeiterinnen bekommen also für ihre Arbeit keinen Lohn (in Form von Kohlehydraten) von den gefütterten Larven mehr und müssen sich deshalb ihre Kohlehydrate/Flugbenzin selber zusammenstoppeln. Die Bilanz ist naturgemäß negativ, resp. sie verhungern planmäßig. Die Nachbarn verlängern das Sterben etwas, wenn sie Obst zum Nachtanken liegen lassen und lenken damit sogar etwas von den Vorräten in Deinen Bieneneinheiten ab. Wenn Wespen in solche Einheiten räuberisch eindringen, dann liegt das einzig und allein an unzureichender Verteidigungsfähigkeit dieser Einheiten, also an imkerlichen Fehlern.

    Es ist zum heulen ich komme grade von meinen Brutsammlern nur noch Wespen und jede Menge geschrotete Waben. teils mit 6 auslaufenden Brutwaben. Ich konnte nur noch die Beuten verschließen morgen wird abgeräumt :( Ich hatte die Fluglöcher auf einer Bienenbreite.

    Wann hast Du die erstellt und wie (Volksgröße des Brutsammlers?, Weiselrichtig?,Wieviele BrW aufgesetzt? usw.).

    Wenn der BrSammler kein weiselrichtiges Volk mit aktiv legender Kö. war, wäre der Eroberungserfolg von Wespen oder Räuberbienen nicht verwunderlich.

    Bei mir hat der Sammler vom Sammler (SaSa) in diesem Jahr erstmals Schwierigkeiten bekommen mit räubernden Bienen, Wespen wurden noch abgewehrt. Allerdings hatte die zugesetzte Kö. wahrscheinlich Startschwierigkeiten und ich vermute außerdem eine Erkrankung der meisten Arbeitsbienen dieses SaSa am Chronischen BienenParalyseVirus (CBPV).

    Ich muss nochmal darauf hin weisen, dass Säuren, As und auch Ox, unter anderem die Fühler, also die Riechorgane der Bienen schädigen.

    Bienen MÜßEN und können befallene/kranke Zellen/Brut erkennen und ausräumen.

    Kannst Du dafür Quellen mitteilen? Schädigt auch OX-Dampf, also OX-Kristalle in fester Form, die ja nicht systemisch, sondern nur äußerlich wirken?

    Zufällig hat mir ein Imkerkollege folgende "Versuchsanordnung" geschildert: Er ließ 2 tiefgefrorene BauRähmchen mit Drohnenbrut nach dem Auftauen im Brutsammler ausräumen, um zu beobachten, wie lange die Bienen dafür brauchen (etwa 2 Wochen) und ob/wieviel tote Milben sich im Gemüll dann finden würden. Zufällig begann er in der Halbzeit (also nach 1 Woche) mit OX-sublimation. Auf meine Frage hin habe sich nach seiner Beobachtung das Ausräumverhalten nach BeOXung nicht signifikant verändert, also auch nicht verschlechtert.

    Im übrigen gibt es auch Geräte OHNE Stromanschluss, welcher die Idee der ‚Zerstörung’ des Giftes der Insektenstiche verfolgt. Es sind diese Dinger hier. Diese enthalten eine Mechanik, welcher durch Druck eine Spannung erzeugt, die dann mittels ‚Blitzschlag‘ auf der Haut sich entlädt.

    Sicher fummelt der Imker in der Bienenwelt herum. Die Antwort auf die Frage, ob das allein Bienenstiche gerecht macht, erfordert einen längeren philosophischen Exkurs, dessen Resultat wohl recht differenziert ausfallen dürfte...

    Nach meiner praktischen Erfahrung sind die piezoelektrischen Stichheiler nicht vergleichbar in der Wirksamkeit mit batteriebetriebenen wie z.B. dem Bite away. Ob das an der Einwirkzeit liegt (piezoelektrisch nur Sekundenbruchteile - eben der Entladungsblitz, bei batteriebetriebenen mehrere Sekunden je nach Einstellung durch den Nutzer) oder am Wirkprinzip, kann vielleicht heat_it sagen. Piezoelektrische Stichheiler haben jedenfalls nach meiner Beobachtung keine ausreichende Wirkung gegen Wespen- bzw. Bienenstiche, bes. nicht an den besonders empfindlichen Stellen wie Augenlid, Nasen-/Rachen-Innenbereich, Zunge etc. Den Heat-it hab ich allerdings noch nicht in der Anwendung beobachten können. Nachteilig kommt mir jedoch sein vergleichsweise großes Einwirkungsfeld vor (s. #36: 10 x 5 mm).

    Waldi : Gut, daß Du so aufmerksam hinsiehst und nach Ursachen/Erklärungen suchst.

    Mögliche Ursachen könnten sein:

    - Mangelernährung der Larven (s. #7) z.B. wegen Pollenmangels oder wegen

    - Arbeitskräftemangel (zu wenig Pflegebienen für zuviel Brut)

    - Krankheitssymptome

    - normale Körperdifferenzen, z.B.: Erfahrene, alte Flugbienen haben einen großen Hinterleib, wenn sie voll aufgetankt sind und wirken gegenüber gerade geschlüpften Jungbienen deutlich größer.