Beiträge von ribes

    Ich hatte mal 2-3 Versuche gemacht, die Kö's zu zeichnen - ist mir aber zu riskant und die machen Quatsch: Anstatt, dass die stillhalten ...

    Nur Mut: Fangen an den Flügeln mit der zeichnenden Hand, Übergabe an die andere Hand in den richtigen Haltegriff mit 3 Fingern (Mittelfinger als beruhigende Sitzunterlage für Kö.füße und Halten am Thorax mit Daumen +Zeigefingerspitze), da muß jede Kö. stillhalten (zumindet mit dem Brustkorb, Beinen und den Flügeln; der Hinterleib darf frei und sexy wackeln):

    Ein "Public Shaming" hier im Forum wäre wohl rechtlich problematisch? Andererseits will man solche Leute ja bei anderen Sammelbestellungen nicht dabei haben.

    Es geht nicht um Shaming, sondern um Sachinformation. Wir haben uns hier zu einer Zweckgemeinschaft "Honigbroschüre" zusammengeschlossen. Das BGB nennt so etwas (BGB-)Gesellschaft, in der bestimmte Regeln gelten. Wenn sich einer der Beteiligten nicht an diese Regeln hält - und das pünktliche Bezahlen ist eine sehr grundlegende Regel - dann haben alle anderen Beteiligten sehr wohl ein Recht zumindest über die Information, wer der Regelbrecher ist - nicht zuletzt, um fundiert entscheiden zu können, ob man mit einem solchen nochmals eine Zweckgemeinschaft bilden möchte.

    So früh auftretende Schwarmgedanken bis hin zu ersten belarvten Schwarmzellen sind hier ungewöhnlich. Das bisher kalte Wetter (bis vor 2 Nächten frostig) schien dagegen zu sprechen, auch die noch nicht abgeschlossene Durchlenzung (relativ wenige Pflegebienen auf großen Brutflächen). M.E. ist das hier der ausgesprochen guten und durchgehenden Pollenversorgung seit 15.2.19 zuzurechnen.

    Wir haben Mitte April und bisher noch kalte Nächte gehabt. Da ist das mglw. der erste, bescheidene, untypische Schwarm-Vorbereitungsversuch mit nur 1 Zelle.

    Weitere Schwarmvoranzeiger wären zu prüfen: eingelagerter Pollen bereits mit glänzender Honigschicht bedeckt? Bautrieb nachlassend bzw. mißmutig und mangelhaft koordiniert (im BauRä. mehrere Wabenzungen von separierten Bautrupps)? Nachlassende Legetätigkeit der Kö.? usw.

    Gezeichnete Kö. findet man schneller und kann sie im Zweifel besser identifizieren. Tipp-Ex ist ggf. schnell zur Hand und kann zum Zeichnen sehr gut zweckentfremdet werden.

    Mglw. werden durch die imkerliche Honigentnahme nennenswerte Kristallisationsstarter in Kontakt zum Honig gebracht: feine Luftbläschen (v.a. durchdas Schleudern) und Pollenkörner, die ja vor dem Schleudern bzw. Pressen von den Bienen separat in gesonderten Zellen getrennt vom Honig gelagert werden.

    Die demografische Zusammensetzung im Volk ist entscheidend (Verhältnis Winter- zu Sommerbienen, Alt- zu Jungbienen, Brut zu Pflegepersonal) und die anstehende Arbeitsbelastung. Bei Engpässen werden entsprechende Prioritäten gesetzt.

    Mglw. ist auch auf den übrigen BrRä. bereits so viel DrBrut in Pflege, daß gegenwärtig der BauRa. nebensächlich ist oder die Außentemperaturen für mehrere große Baustellen (HoR + DrRä.) unpassend.

    Die rechtlichen Möglichkeiten sind mir klar. sie kosten aber alle Geld (und Zeit).

    WFLP : Das gerichtliche Mahnverfahren erfordert nicht mehr Zeit als eine persönliche Mahnung (eher weniger, geht auch online) und nur 50% des "normalen" Gerichtskostenvorschusses, der zur Gesamtsumme ja hinzugesetzt wird und den der Schuldner letztlich ebenso zu tragen hat.


    Der Betrüger sollte sich also nicht zu sicher fühlen...


    Und: Je länger die Zahlung aussteht, umso mehr gesetzliche Verzugszinsen erbringt Dir das. So einen attraktiven Zinssatz wie im BGB findet man derzeit bei keiner normalen Geldanlage. Je länger Du wartest, um so besser für Dich...

    WFLP : Das ist so dreist wie Bienenklau!

    Für Zahlungsverzug sieht das BGB attraktive Zinssätze (5% über Basiszinssatz) und noch dazu eine Schadenersatzpauschale von 40,- EU vor, die auf eine Imkerei als Zahlungsschuldner durchaus als anwendbar erscheint.

    Neben dem gerichtlichen Mahnverfahren (bei dem sich Kommunikationsverweigerung nicht auszahlt, sondern zum vollstreckbaren Titel führt) gibt es den vereinfachten Weg der Klage im schriftlichen Verfahren - braucht man auch keinen Anwalt dazu, nur die Anspruchsbegründung mit schriftlichen Unterlagen (Angebot + Bestellung) einzureichen. So etwas erledigen die Gerichte gern: Mit links ist der richterliche Schreibtisch da ganz fix von dieser Akte entlastet. Lohnen tut sich´s allemal: es sind ja offenbar pfändbare Sachen da: Honig, Bienen, Imkergerät, Broschüren etc.


    Abgesehen davon sollte hartmut prüfen, inwieweit dieser IF-Nutzer das IF dazu mißbraucht hat, um sich ungerechtfertigte Vermögensvorteile zu erschleichen bzw. sogar im strafrechtlichen Sinne zu betrügen. Da kann man über eine befristete/unbefristete Sperrung sehr wohl nachdenken.

    Blockbehandlung - vermutlich als Sublimation - im Oktober erscheint mir als Ursache für die Schwächung jetzt Mitte April (erster Reinigungsflug war hier am 14.2.19) ziemlich unwahrscheinlich. Unter dem Aspekt der (mechanischen) Störung erst recht: Es wird ja schließlich bei der Applikation Wärme eingetragen. Außerdem gab es von Oktober bis Dezember 2018 genügend Flugtage zum Abkoten.

    Ich schließe mich daher der These an: Diskrepanz zwischen Personalnot (plötzlicher Flugbienenverlust durch Verstellen) in Kombination mit Kaltwettereinbruch (erhöhter Personalbedarf zum Brutwärmen und zum Futterumtragen).

    Duft : Amape hat es in #3 zutreffend geschildert. Man kann die Bedeutung von Grundkurs und praktischer Ausbildung nicht genug unterstreichen: Jeder Imker-Anfänger muß zunächst einmal einen systematischen Überblick über die Grundzüge imkerlichen Handelns, das Leben/die Grundbedürfnisse von Bienen im Jahreslauf incl. ihrer Parastiten, Bienenkrankheiten und nicht zuletzt über die eigenen rechtlichen (auch seuchenrechtlichen) Pflichten bekommen (Grundkurs) und praktisch lernen, wie dieses Grundwissen anzuwenden und umzusetzen ist (Imkerpate). Sich dem freiwillig zu unterziehen, gehört zum Mindesten, was man an Verantwortungsbewußtsein den Bienen und den anderen Imkerkollegen gegenüber aufbringen soll und muß.

    Alle anderen "Lösungen" über Literatur, YT o.ä. können zwar partiell erhellen, führen aber nicht zum Gesamtüberblick und erst recht nicht zu eigener praktischer Ausbildung. Das geht dann immer auf Kosten der Bienen, die aber sehr robust sind und selbst grobe Fehler u.U. ausgleichen können. Deshalb werden eigene imkerliche Fehler oft nicht bemerkt oder mit falschen Schlußfolgerungen verknüpft. Im schlimmsten Falle enden sie mit Schiffbruch oder gar mit dem Ausbruch einer Bienenseuche, unter der dann alle anderen Imker des Sperrbezirks mitzuleiden haben.

    Deshalb auch von mir der dringende Rat und die Bitte: Kanalisiere Deinen Eifer zunächst in Grundkurs und praktische Ausbildung (bei einem Imkerkollegen mithelfen) und benutze Dein neu erworbenes Material erst danach - auch wenn es schwerfällt.