Beiträge von ribes

    Dasselbe trifft ja nun auch auf die Impfung zu, oder nicht?

    Der entscheidende Unterschied: Die Impfung rettet Brut, befähigt sie, AFB-Sporen der Vernichtung zuzuführen (aktiver Selbstschutz), Antibiotika nicht (eingeschränkter Passivschutz mit Resistenzgefahr).

    Die vergleichsweise viel bessere Verträglichkeit der Verdampfung hat die Fischermühle in ihrem Flächenversuch nachgewiesen (Link in #3) und nicht zuletzt die entsprechende Praxis in Ländern mit zugelassener Verdampfung bestätigt das seit Jahren.
    Bienenlude : Bitte verlinke die Quelle, aus der Du Deine These bezüglich der in diesem Faden angefragten Verdampfung ableitest.

    ...man könnte ja auch örtlich begrenzt und im Bedarfsfall statt rettungswürdige Völker zu töten wie in der Ex-DDR Antibiotika zulassen.

    Die Antibiotika können gegen die Dauerform der AFB (Sporen) nichts ausrichten, nur gegen die Vermehrungsform ("Stäbchen"). Und genau deswegen gibt es so oft den AFB-besporten Honig aus Ländern, in denen die AFB mit Antibiotika "behandelt" wird. Antibiotika verdecken das AFB-Problem nur, sind aber keine Lösung, auch nicht örtlich begrenzt.

    ...Hungerschwarmverfahren...Man kann sich vorstellen, wieviel % da noch auswintern, wenn teilweise die Fetteiweispolster runter gehungert sind.

    Bei der Kunstschwarmsanierung geht es nicht darum, ddie Fetteiweißpolster abzuhungern, sondern nur der unverdaute Honigvorrat soll vollständig von erwachsenen Bienen verstoffwechselt und so die AFB-Sporen von den Bienen selbst unschädlich gemacht werden.


    Die Larven und auch die Königin werden von Ammenbienen gefüttert, die Sporen im Futter müssen nicht unbedingt aktiv werden, somit würde bei einer geringen Sporenkonzentration doch eine Impfung erfolgen, damit würde aber automatisch sich die Infektionsausbreitung stoppen, wenn es effektiv wäre. Damit würde sich jeder Faulbrutausbruch selbst an der Verbreitung hemmen und wir hätte eigentlich kein Faulbrutproblem.

    Bei ungeimpften Völkern keimen die Sporen zu Stäbchen aus, sobald sie in die Larve gelangen und vermehren sich enorm. Die Stäbchen selbst sondern ein Antibiotikum ab (Paenilamicin) und hemmen damit andere Mikroben im Darm der Larve, durchbrechen ihn und zersetzen schließlich die gesamte Larve von innen. Auch eine geringe Sporenkonzentration führt also unweigerlich zum starken Anstieg der Infektion, da stoppt bisher nix automatisch - außer der Sozialhygiene der Ammenbienen, wenn sie geschädigte Larven rechtzeitig erkennen und ausräumen, bevor deren Außenhaut zersetzt ist und Stäbchen freigibt.

    Die Impfung beruht offenbar darauf, daß das Auskeimen bzw. die Vermehrung der AFB-Keime in den infizierten Larven gehemmt wird und dieser Impfschutz von der Kö. bereits dem befruchteten Ei mitgegeben wird. Genauere Informationen liefert ggf. der Patentantrag. Den kenne ich aber nicht.

    Der Imkerbedarfshandel führt Ätznatron nach wie vor als Reinigungsmittel ohne Einschränkungen.


    Der Konflikt entsteht dort, wo nach amtlicher Anordnung desinfiziert werden muß - also bei AFB-Sanierungen. Für diese Fälle darf nur ein zugelassenes Biozid eingesetzt werden. Auf Antrag des VetA wird für Ätznatron innerhalb kürzester Frist eine entsprechende Ausnahmegenehmigung zur Verwendung als Biozid gegen AFB erteilt.


    ...Die äußeren Randwaben sollten an die Wand geschoben werden, dort keine Lücken lassen. Dann alle Waben relativ gleichmäßig verteilen mit einer Ausnahme:

    Für Drohnenbau brauchen die Bienen mehr Platz,

    Das ist mir zu unpraktisch. Ich lasse die Platzreserve jeweils zur Beutenwand und rücke die Waben möglichst mit den Abstandhaltern aneinander. Da spart man sich Einzelkorrekturen, schont Wabenbau und Bienen, wenn man den Wabenblock am Ende der DS noch einmal zusammenschiebt. Das genügt auch für die Bau-/DrRä. Bei mir kommt so mit den Polsternägeln 7,5mm und modifizierten Za.Rä. 28,5mm breit ein Abstand von MW zu MW zustande von rechnerisch: 36mm, praktisch meist 37 ... 38 mm (OT nicht ganz gerade, Maßtoleranzen usw.).

    Genauso halte ich es im HoR - ganz ohne Rechen o.a. Konstruktionen, die die Handhabbarkeit und Reinigung/Wartung erschweren würden.

    Wir Imker müssen uns einmal in die Situation des VetA hineinversetzen und mit diesem Hintergrund eine Veränderung durch Kooperation versuchen zu erarbeiten. Wir haben hier über die Jahre auf beiden Seiten Schritte des Auf-einander-Zugehens geübt und sind mittlerweile ganz zufrieden miteinander. Am einfachsten läßt sich das anbahnen, wenn keine akute Krisenlage herrscht.

    Wir haben hier gute Erfahrungen damit gemacht, das VetA 1 x jährlich zu einem Vortrag einzuladen. Abgesehen vom gegenseitigen Kennenlernen veranlaßt man den Vortragenden dazu, sich zum Thema einzuarbeiten und vorzubereiten. Er weiß dann i.d.R. selber mehr als vorher...

    Sehr dankbar hat das VetA auch unseren Vorschlag angenommen, die Daten aus freiwilligen FKP (auch die für Wander- und Handelszeugnisse) für ein Monitoring zu verwenden. Auch die jährliche Gesprächsrunde zur Festlegung der Bienenstände, die zum Monitoring vorgesehen werden, hat zur Vertrauensbildung beigetragen - man hört dabei immer die Argumente der anderen Seite und wägt mit den eigenen ab, ein Gewinn für beide Seiten.

    Aber so etwas muß wachsen oder besser: erarbeitet werden. Es entsteht nicht von allein oder weil jeder der Beteiligten für sich glaubt, vernünftig zu sein und nur das Beste zu wollen oder zu tun.

    Mglw. kann die Aufstellung der 2er-Gruppen im Bogen bzw. Halbkreis Verflug reduzieren, ohne wesentlich mehr Platz wegzunehmen. Der Sonnenstand ist ja dann für jede Beute doch stärker abweichend vom Nachbar-Flugloch als bei Aufstellung in gerader Linie.

    ...schon darum gefeilscht werden musste, die gebührenfreien Proben anteilig über die Fläche zu verteilen,...nachgedacht, diese Monitoringproben rotierend durchs Vereinsrevier zu vergeben, damit nicht immer dieselben Imker das Angebot nutzen, bzw. sich nicht andere regelmäßig zurückhalten.

    Genau so hat es bei uns auch angefangen. Mittlerweile nimmt die Zahl der Imker zu, die völlig freiwillig und ohne weitere Verwendungsabsicht (Wanderzeugnis, Handelsuntersuchung) FKP nehmen und die Daten in das Monitoring einspeisen lassen. So betrachtet, hat ein hier ausgestelltes Gesundheitszeugnis ganz andere epidemiologische Aussagekraft als eines aus Nicht-Monitoringgebieten. Und unser VetA nimmt zwar die Vorschläge der Vereine für die Untersuchungen an bzw. bittet ausdrücklich darum, aber die Entscheidung trifft der AVet, wer beprobt wird (in Abstimmung mit den BSV). Das ist hier auch völlig i.O. so.

    ...riecht nach Banane .

    Wenn jedoch verboten sollte das schon eingehalten werden oder der Anwender sollte sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein - Regress der Kasse bei gesundheitlichen Beschwerden etc.

    Meinst Du damit Isopentylacetat und die anderen Alarmpheromone beim Bienenstich?

    Gesundheitliche Beschwerden - wo sind die jemals nachgewiesen worden?