Beiträge von ribes

    ;(

    rase umschreibt damit nur den Stand der Wissenschaft. AFB-Sporen werden nunmal im Verdauungstrakt der erwachsenen Biene "gecrackt" und damit unschädlich gemacht. Ubiquitär sind die Sporen keineswegs, das zeigt z.B. das tschechische AFB-Monitoring (das ja seit vielen Jahren 1 x jährlich jeden Bienenstand beprobt).

    Problematisch ist in unseren Zeiten nur, daß die Völker nur sehr kurze brutfreie Phasen haben. Zander schrieb noch in den 40er Jahren davon, daß die Völker spätestens im Oktober brutfrei waren und erste Brut vereinzelt frühstens im Dezember, i.d.R. aber erst im Februar angelegt werde. Gelangt nur ein einziges AFB-Sporum in eine Bienenlarve, so entwickelt sich daraus die Lebendform der AFB und zwar nicht nur einmal oder doppelt, sondern rd. 1,5 Mrd.-fach.

    Es geht hier nicht um eine Riesenmenge, sondern nur um 1 Karton 250er Gläser. Davon ist mglw. auch nur die Hälfte zerborsten. Melitherm hat der Jungimker nicht und den für ca. 1 ... 2 kg Glassplitterhonig extra vom Berufsimker auszuleihen, sich einen eigenen Seihsack zu kaufen und gleich zu opfern ... ich fürchte, das erscheint auch dem Jungimker zu weit hergeholt.

    Einem Jungimkerkollegen passierte ein Mißgeschick. Im Ergebnis sind jetzt einige Gläser zu Bruch und der Honig darin dürfte jetzt nicht nur mit groben, sondern auch mit feinen Glassplittern versetzt sein. Er würde jetzt am liebsten (noch ist es warm genug dafür bei uns) den Honig seinen Bienen zurückgeben oder provisorisch abfüllen und im Frühjahr damit füttern.

    Ich möchte seine Ehrfurcht vor der Gabe seiner Bienen nicht bremsen. Da mir dazu jede Erfahrung fehlt:

    Gibt es sachliche Gründe, die gegen ein Rückfüttern sprechen?

    Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß die Bienen bei Überkopffütterung versuchen würden, Fremdkörper aus der Beute zu schaffen und daß so z.B. Glassplitter in den Brutraum bzw. sogar im Wabenwerk hängen bleiben. Abhilfe: Honig in Futterschale auf dem Beutenboden, also unter den Waben darbieten?

    Verletzungsgefahr für Bienen an scharfkantigen Glassplittern scheint mir dagegen unwahrscheinlich.

    Hm, solche Probleme hatten wir hier mit Futtersirup auf Weizenbasis noch nicht bzw. nur, wenn die Bienen noch nennenswert Tracht von außen dazugetragen haben. Bienenweber warnt z.B. ausdrücklich vor dem damit verbundenen Mischeffekt und der daraus folgenden Kristallisationsneigung - und zwar nicht nur bei Bienenfuttersirup auf Weizenbasis, sondern auch bei dem auf Zuckerrübenbasis. Mglw. hat das nicht nur mit den Zuckerarten, sondern auch mit Polleneintrag zu tun (Kristallisationskeime?).

    Aber vielleicht können die Wabenhonigpresser wie z.B. WFLP etwas zu dieser These sagen.


    Wichtig ist ohnehin, nur speziell als Bienenfuttersirup deklarierte Ware zu verfüttern, da es auf dem Markt wohl über 100 verschiedene Glukosesirupe gibt. Diese sind aber i.d.R. für andere Verwendungszwecke konzipiert (ggf. mit Fruktoseanteil unter 15% bzw. gar nicht invertiert oder mit zu hohen Maltoseanteilen) und z.T. viel preiswerter als Bienenfuttersirup (mit entsprechendem Analysezertifikat über die einzelnen Zuckerarten und HMF) einkaufbar. Säurebasierte Herstellungsverfahren sind für Bienenfuttersirup vermutlich ungeeignet wegen des dabei zwangsläufig entstehenden HMF. Welche Probleme es bei enzymatisch invertierten Sirupen für Bienen geben könnte, weiß ich nicht.

    So geb ich im Spätherbst nochmal ordentlich Flüssigfutter (Sirup) um die Lücke eng zu halten.

    Genau das halte ich für falsch. Ich versuche so einzufüttern, daß die Völker bereits vor der Efeublüte genug Vorrat haben. Wird dann Efeunektar noch darauf eingetragen. Der liegt dann brutnestnah und bleibt meist unverdeckelt. Die Bienen verbrauchen den dann zuerst, also in einer Zeit, in der sie noch ausfliegen, abkoten und Wasser sammeln können. Ging bisher immer gut, auch wenn die ein oder andere Wabenecke Krsitallisationsneigung entwickelt. Die störenden Kristalle räumen die Bienen im Zweifel aus. Wenn genug anderes Futter erreichbar bleibt, ist das kein Problem.

    Meine Regierung wird ungehalten, wenn der Stichheiler nicht einsatzbereit ist. Ich gebe zu, ihn auch schon benutzt zu haben. Eine Brille am Imker versetzt manche Bienen in Panik...Man muß ja nicht gleich seine verschwollenender Augen der ganzen Welt vorweisen, nur um seinen Mitmenschen zu zeigen, was für ein Imkerheld man ist.

    Noch nicht abgehärtete Besucher sind mglw. auch dankbar, wenn ihnen große Schwellungen erspart werden.

    Obduktion durchführen und je nach Ergebnis Varroamanagement überdenken bzw. nach anderen Erkrankungen suchen, BSV zuziehen, vorsorglich Futterkranzprobe untersuchen lassen.


    https://www.imkerverein-greven…s-habe-ich-falsch-gemacht


    MS hat (bei Brutfreiheit!) nur eine Wirksamkeit von ca. 60%, deshalb muß MS nach ca. 1 Woche wiederholt werden. Wenn Brut vorhanden ist, sinkt die Wirksamkeit um ca. 50%, d.h. Wirksamkeit von 30% pro Behandlungsschritt. Das ist zu wenig, v.a. wenn gesunde Winterbienen aufgezogen werden sollen. Die Bienen brüten dann gegen den Varroaschaden an (der Imker freut sich über ein großes Brutnest und merkt nicht, daß vorgeschädigte, kurzlebige Bienen erbrütet werden), deshalb kann die Befallsmessung bzw. Windeldiagnose (v.a. wenn nur kurzzeitig) täuschen, weil überdurchschnittlich viele Milben sich in den (offenen und verdeckelten) Brutzellen verstecken.

    Mglw. war die Varroastartlast im Frühjahr bereits zu hoch.

    ...Ameisensäure z.B. hol ich mir in 75%iger Konzentration und verdünne sie für die Anwendung auf 60%, und wie lange hält sich die verdünnte Lösung dann?

    60%ige AS ad us. vet. hält sich gem. Standardzulassung in den dafür vorgeschriebenen Behältnissen 3 Jahre lang (s. Zf. 6.2.4. und 7):

    https://www.bvl.bund.de/Shared…69_99_99.html?nn=11032850


    Haltbarkeitsangaben bei eigenständigem Herunterverdünnen von technischer AS 75% zu 60% wirst Du nirgends finden, schon gar nicht zur veterinärmedizinischen Anwendung (ad us.vet.).