Beiträge von beemax

    Ist das eine Schwarmzelle unten links der Mitte? Vielleicht liegt es ja doch an der Königin.

    Beim Ausbau von Fehlstellen werden oft mal Spielnäpfchen angelegt, quasi eine Laune der Bienen. Das hat m. E. wenig mit der Qualität der Kö' zu tun.

    Ausgehend von Bau auf MW würde ich Dir zustimmen, weil nicht geschlossenes BN, Löcher in der Wabe (am Draht unten) - mehr kann ich leider auf dem Bild nicht scharf sehen.


    Ich würde die Bienen reinen Naturbau machen lassen und diese Wabe zur Analyse einsenden.


    Erst dann weiß man genaueres...

    Man kann es sich so vorstellen:


    - kleinere Völker in kleineren Behausungen

    - deutlich schwärmerischer als heute

    - abwehrbereiter (wg. des Bären;))

    - Umgebung in Mitteleuropa völlig anders - viel mehr Wald mit wenigen kleinen baumfreien Zonen

    - deutlich vielfäligerer Bewuchs gg. heute

    - völlig anderer Pflanzencoctail

    - keine Pestizide, keinen Dünger oder gar gebeizte Saat, Wachstumshemmer, Glyphosat...

    - keine Varroa destructor

    - keine Imker :/, damit nur regional angepasste Landrasse

    usw.


    So etwas musste begünstigend sein; denn sonst wären sie ja nicht mehr da. Und die "in house logistic" wurde ja schon ausreichend beschrieben mit dem Prinzip "first in - last out" kommt es zur Überwinterung auf gemischtem oder Blütenhonig. Und wenn, wie WFLP schreibt, 50 % über den Winter eingingen, so what - sie hatten ja einen bis zwei Schwärme abgegeben.


    Irgendwie ist das rückblickend ein geniales Überlebenskonzept mit einer unglaublichen Anpassungsfähigkeit (lange Eiszeiten mit kurzen Vegetationsperioden; Wärmeperioden - die gerade diskutierten 2 °C Durchschnitt muten aus Bienensicht geradezu lächerlich an; Regenperioden, Trockenheit und und und).


    Dass es gerade so erscheint, als würde es kippen, an seine natürliche Grenze geraten, ist möglw. unserer menschlichen Perspektive und Tun geschuldet. Letzteres schafft Monotonie in der Landschaft, reduziert das Nahrungsangebot drastisch und fügt noch Substanzen hinzu, die hoch toxisch für die Bienen sind. Ersteres ist ein sehr enges Zeitfenster, das wir emotional nicht abstreifen können, trotz kognitivem Wissen über die langen Sonnen- und Erdzyklen. Was sind für eine Spezies, die schon gut 30 Mio. Jahre unter sich ständig wandelnden Umweltbedingungen überlebt hat, die gerade mal 50.000 Jahre einer Rasse, die sich völlig überschätzt ?


    Ich denke, die Bienen haben Zeit zuzuschauen, wie sich diese evolutionäre Epoche entwickeln wird.

    Wenn's unbedingt so sein soll:


    Option 1: DD-Brutraum sukzessive auf 10 - 11 - 12 Waben auffüllen, abhängig von der Bauaktivität, die ab der So-Sonnenwende abnimmt. Den wie unter Option 2 der Ausgsangsfrage geschleuderten Honig mit Wasser verdünnt über Adamfütterer zurückgeben. Dann bauen sie auch bis August.


    Option 2: Auf den Boden des DD-Brutraums den gefüllten Honigraum stellen und den Brutraum mit 10 - 12 Wb. oben drauf. Flugloch muss dann aber ganz eng gehalten werden, um Räuberei zu verhindern (das ist das größte Risiko!).


    Ich würde Option 1 wählen, mir einen Teil des Honigs nehmen und den Rest parallel mit Zucker über Fütterer zurückgeben. Das ist sicherer.


    Viel Erfolg!

    Machst du das mit all' den anderen - ganz legal vergifteten - Lebensmitteln auch so?

    Legal vergiftet ?? - Die Interpretation ist interessant!


    Wie Llecter schon richtig Paracelsus zitiert - die Dosis macht das Gift. Und die kennt er für seinen Honig ja nicht. Das ist der einzige Grund, warum ich das ohne Analytik nicht verkaufen würde.

    Das Abamectin, was ja wohl Hauptursache war, ist nicht wasserlöslich sondern säurelöslich (organisch).

    Dann kann man ja davon ausgehen, dass die Sauerei mit der Herbstbehandlung auf jeden Fall weg ist.

    Wie kommst Du darauf ? - Wird der Bienenstock in Säure getaucht ? Es ist zwar empfindlich gg. Säuren, jedoch sind die Bedingungen bei der Spätsommerbehandlung exakt bekannt und ausreichend für die Zersetzung ?


    Ich würde solch ein Volk als erstes von deren Wachs befreien - TBE mit viel Naturbau unter ständigem Füttern. Und der Honig wäre für mich nicht nutzbar, unabhängig von willkürlich fixierten Grenzwerten. Shit happen 's.

    Die machen am wenigsten Arbeit und bringen auch Honig...

    Was ist so schlecht an der Nachschaffung ?

    Hatte l. J. auch einen Kandidaten, die partout nicht schwärmen wollten. Haben dann die 3-jährige Kö' still umgeweiselt, nachdem ich einige Larven entnommen hatte. Sowohl die Nachzuchten aus den Larven wie auch die Tochter aus stiller Umweiselung sind d. J. sehr gut dabei.


    Es müssen nicht immer Schwarmzellen sein - Genetic ist m. E. die halbe Miete.

    https://www.google.com/url?sa=…Vaw0v1RN0x1G_DkpA07TOuIyA


    Die vorletzte Folie der Präsentation dürfte das Dilemma zusammenfassen: Das Geschehen ist multikausal und es wird m. E. zu stark auf Varroa / Viren fokussiert. Ernährungsbedingte Mangelerscheinungen infolge uniformer, monotoner Kulturlanfschaften sind mind. genauso schädlich wie der flächendeckende Einsatz von sog. PSM in der Landwirtschaft, Weinbau, Gärtnereien und bei der Hobbygärtnerei. Dieser komplexe Einfluss bedingt die immer schlechter werdende Resilienz der Bienenvölker. Und - da hat WFLP schon ganz recht - was man effizient durch ein bewährtes Konzept beeinflussen kann, sollte peinlichst genau so praktiziert werden, um schon mal eine Belastung zu minimieren.