Beiträge von beemax

    Wie es weiterging - quasi als Lehrstück:


    Eine der Kö's für eine Brutscheune verwendet; Zusatz nach Blockbehandlung über 21 Tg. bei quasi Milbenfreiheit über Zweitschlupfzelle.

    Die Andere verblieb im Volk.


    Jetzt im Sept. haben beide Königinnen das Legen eingestellt, waren also nur schlecht begattet worden. Ob's an den Drohnen lag oder den Damen - wer weiß. Jedenfalls werden die beiden Einheiten n. W. neu beweiselt.


    Möglicherweise war die Mutter mit 3 Jahren doch zu alt....


    Man kann mit Bienen viel erleben!

    Da denke ich mal, dass Du das auch nicht erfahren wirst.

    Soweit hängt sich doch keiner aus dem Fenster. Und dann noch zu dieser Zeit.

    Doch, mache ich mal...

    Nach der TBE im Juli direkt nach letzter Honigernte wird bei mir OXS-behandelt wenn noch keine Larven da sind und gezählt. Sind es mehr als 50, wird nach 3 Tg. nochmals behandelt. Das war's dann bis jetzt im Sept.


    Fällt jetzt ein Volk durch erhöhten Milbenbefall auf (>1,5 % oder mehr als 5 Milben pro Tag auf der Windel), erfolgt Blockbehandlung mit 7 * alle 3 Tage. Ist Aufwand aber dann ist wirklich Schluss bis zum Dez. Auch hier behandle ich nur die Völker zweimal, die mehr als 50 Milben nach 3 Tagen fallen lassen.


    Das hat so immer gereicht.

    Small Cells als Voraussetzung für eine Varroa-resistente Biene ? Ganz simpel gefolgert - kleinere Zellen ergibt kleinere Bienen und damit hat die Milbe immer noch den notw. Platz sich zu entwickeln... was also ist die Begründung ?


    Bisher wurden zur Begünstigung von Varroaresistenz angeführt


    - genetische Disposition und/oder gezielte Züchtungen auf diese Merkmale (hygienisches Verhalten wie Erkennen von befallenen Zellen und deren Eliminierung inkl. gegenseitiges Putzen etc.)

    - permanent höhere Brutnesttemperatur

    - möglichst geringe bis fehlende Pestizidbelastung in der Umgebung, was den vorgenannten Parameter begünstigt

    - ausreichende und gute Ernährungsbedingungen der Bienenvölker und damit

    - optimale Umfeldbedingungen hinsichtlich Trachtangebot und Pestizidarmut

    - Einzelaufstellung der Völker

    - ….

    Schade, dann bleibt das „System Lusby“ eine unbestätigte Hypothese.

    So endeten die Diskussionen immer wieder hier - nix genaues weiß man nicht.


    Nähme man die "small cells" als ein zwingendes Kriterium an, wären die o.g. Voraussetzungen ggf. ebenfalls zwingend. Das würde möglw. erklären, wieso es für natürlich ausgelesene Linien, die mit den Milben ohne Behandlung zurechtkommen, nur an diesen bestimmten Orten funktioniert, aber nicht beliebig örtlich übertragbar ist.


    Zumindest die akt. Zuchtfortschritte (genetische Disposition durch Selektion) weisen auf mindestens einen wohl unverzichtbare Parameter hin, auch ohne kleine Zellen, wenn ich es richtig verstanden habe.

    AS ist nun mal der Hammer, insbesondere bei so hoher Dosierung.

    Bin ich der einzige der tote Bienen bei 33,3ml am Tag seltsam findet? Das ist doch nur knapp über dem was eh verdunsten sollte bei Zander. Er hat ja noch nicht mal erwähnt ob 2 oder 3 Zargig.

    2 ml 60 %ige AS pro Wabengasse Zander oder DNM ist wohl die richtige Dosis; bei 11 Waben also 22 bis 25 ml pro Zarge.


    Ich hatte früher 3ml für Großwaben (DN1,5) genutzt - mit Schwammtuch. Hier wurde ja das 3-fache appliziert.


    Jetzt hilft päppeln, ggf. füttern, wenn das Zielgewicht noch nicht erreicht wurde. Und evt. mit einem.anderen Volk vereinigen, wenn bis Oktober kein neues Brutnest aufgebaut wurde. Die Milben hast jedenfalls erwischt.


    Viel Glück!


    p. s. AS nutze ich nicht mehr - ungewisse Dosierbarkeit, Bienenschäden unnötiger Stress fürs Volk. Es gibt andere Säuren...

    Habe ähnliches beobachtet bei einer gut selektierten Kö' von anerkanntem Züchter. Dieses Jahr sogar mehrfach 2 Königinnen in der Kiste gefunden. Irgendwas ist anders dieses Jahr!


    Die Zweitköniginnen habe ich jew. entfernt und damit Ableger gemacht; alles schick. Bei einem Volk zogen sie auch immer wieder WZ nach, die jedoch alle vor Schlupf seitlich aufgebissen wurden...


    Jetzt würde ich keine WZ mehr im Volk belassen; denn die Begattung ist derz. eher unsicher.

    ... zeigt das Potenzial einer OX-Sublimation, unabhängig von Jahreszeit und Wetter. Und die Bienen bleiben (werden) dabei offensichtlich überwinterungsfähig.

    Also erstmal ne Weiselprobe. Sollte die negativ sein, was dann? Die Ableger nicht anrühren und ne neue Königin kaufen?

    Wenn W.-Probe negativ ist, haben sie ja eine Königin - unbegattet oder begattet. Dann verweise ich auf meine erste Empfehlung.


    Erst bei negativer W.-Probe und ab Mitte Sept. fehlender Stifte / Brut würde ich eine neue Königin besorgen oder auflösen.

    ...

    am Wochenende bekam ich prompt eine automatisch generierte Mail, dass ein Imker in meiner Umgebung einen erhöhten Milbenfall eingegeben hat.

    Und nun ? Was machst Du jetzt ? Mehr, intensiver behandeln ?

    Es sei denn, er hat Drohnenflöten als Weiselzellen. Wann hast du denn die letzte Arbeiterinnenbrut gesehen?

    Wären sie drohnenbrütig, hätte es Stifte, Larven oder sogar schon Brut mit hohen Deckeln... es gibt aber (noch) nichts dergleichen.


    Und zur Ausgangslage - die beiden Ableger würde ich nicht anrühren, um ein vermeintliches Problem zu lösen.

    Wenn vor zwei Wochen noch WZ vorhanden waren, ist mglw. vor einer Woche eine Prinzessin geschlüpft. Diese sind schwer zu finden, da rel. klein. I.d.R. werden sie ca. zwei Wochen vom Schlupf bis zur Begattung benötigen; dann noch ein paar Tage bis zur regelmäßigen Eilage. Da würde ich in zwei Wochen entscheiden, ob das Volk aufgelöst werden muss. Das geht bis Oktober problemlos.

    Je nach Betriebsweise würde es sich sogar eher lohnen früh Ableger mit schlupfreifen Zellen zu bilden und diese im Herbst mit den Brutsammlern vereinigen.


    Gruß Chris

    Hallo Chris, das ist auch immer mein Plan für gerade mal 10 - 15 Kö's. Die Praxis läuft dann immer anders:

    - von 10 geschlüpften kommen 6 - 7 begattet wieder; immerhin

    - die 2-Wabenableger mit den begatteten Kö's entwickeln sich von Juni bis August zu Vollvölkern, bringen bei guter Tracht sogar noch Sommerhonig. Dazu noch entmilbte TBE-Bienen im August, dann sind die Kisten (DD, DNM1,5) rappelvoll.

    - die Standbegattung im August/September ist hier (!) eher zurückhaltend - ich schätze max. 50 % Erfolgsquote


    Und dann hat man nochmals z. B. 3 Kisten mit Großwaben, die entweder mangels begatteter Königin noch verteilt werden müssen oder man bestellt sich noch Kö's beim Züchter des Vertrauens. Die Planung ist jedenfalls dahin.


    Besser zu viele als zu wenige Bienen. D.J. Ist mal wieder ein besonderes...