Beiträge von beemax

    Dann war es (mutmaßlich) 'ne unbegattete Prinzessin, die beim Hochzeitsflug abhanden gekommen ist.

    Möglich; nichts Genaues weiß man nicht! Immerhin - die Empfehlung unter #2 ist letztlich die einzige Handlungsalternative...


    Für alle, die sich jetzt Königinnen schicken lassen, empfiehlt sich bei der Hitze ein etwas teurerer über Nacht Versand. Dann kommen die Damen - un- oder begattet -zumindest in fittem Zustand beim Empfänger an. Sofortige Einweiselung ist m. E. selbstverständlich.


    Viel Glück !

    Als ich mit Imkern angefangen habe, habe ich einen Schwarm bekommen.

    Mitte Juli dann plötzlich 40 - 50 Milben pro Tag gefallen.

    Ich schnell in den Imkerhandel den Nasenheider prof. geholt und erste Behandlung.

    Bis einschl. Winterbehandlung sind 12000 !! Milben gefallen.

    Volk hatte damals überlebt.

    War es ganz sicher ein Schwarm ? Dann möchte ich nicht wissen, wie das Muttervolk aussah. Anders herum - die hatten offensichtlich eine Abwehrstrategie, mit der sie eine solche Milbenlast beherrschen konnten... - auch nicht schlecht!


    Er sieht doch nach einmal Windel schieben, wie die Verhältnisse sind.

    Zu 1. Wenn täglich schöner Trachtflug herrscht, würde ich einen HR aufsetzen. Ob er gefüllt wird, sieht man dann ja.


    Zu 2. Schwärme haben i.d.R. relativ wenig Milbenlast - insofern ist eine Behandlung in der ersten Augusthälfte m.E. völlig o.k. Bis dahin würde ich auf jeden Fall jew. einen ausgebauten HR aufsetzen - am Besten aus der FJ-Ernte, solange die Linde noch blüht. Die schaffen das schon nach oben...


    Zu 3. Wenn man HR aufsetzt, erübrigt sich das Umhängen von honiggefüllten Waben aus dem BR in den HR - würde ich belassen.


    Abschleudern kannst Du nach eigener Einschätzung und Trachtlage jederzeit, jedoch vor Behandlung versteht sich. Es hängt von der Region ab, ob da noch länger Tracht herrscht oder nicht. Bei Trachtmangel nutzen die Völker den Honig halt für sich selbst.


    Beste Grüße

    Dann vergleich mal die Begattungsergebnisse daheim und auf der Belegstelle. Ich zeichne grundsätzlich erst Muttis in Eilage. Spart auch Arbeit.

    Ja, mache ich sonst auch so - es wurden aber gerade andere gezeichnet und wenn man das Zeugs schon da hat....

    So etwas ist mir auch schon passiert. Ich entfernte mich dann von der offenen Beute und das Fräulein flog wieder zurück ins traute Heim.

    Übrigens, sie ist offensichtlich nicht wieder ins heimische Volk zurückgekehrt - sonst wäre damit ja alles in Butter gewesen.


    Der Imker macht es den Bienen hin und wieder schon schwer - mea culpa!

    Die Kö'-Zucht ist schon lange durch und brachte 10 schöne neue Prinzessinnen, von denen immerhin 7 begattet wurden und sehr schöne BNer angelegt haben.


    Interessant ist der Zustand des ehemaligen schwarmtriebigen Volkes:


    Nachdem ich die alte (weiße) Kö' wieder zurück ins Volk gesetzt habe, hat die sich redlich bemüht, ein BN aufrecht zu erhalten. Es wurden WZ angelegt - ich interpretierte das als Umweiselung; denn die Alte hielt sich zunehmend nur noch Richtg. DR auf, um die letzten unbefruchteten Eier rauszuquetschen.


    Die geschlüpften Prinzessin hatte ich versucht, zu zeichnen - dabei ist sie entwischt. Nun haben die Bienen erneut WZ angezogen, von denen 2 mit runder Öffnung unten auf weitere geschlüpfte Jungköniginnen hinweisen. Eine WZ wurde seitlich aufgebissen, andere wurden zu Spielnäpfchen zurückgebaut, obwohl sie schon gefüllt waren ! Ich denke, da hat ein gezielter Selektionsprozess stattgefunden.


    Eine Beobachtung gestern: Der Schlupf der jüngsten Prinzessin scheint kommuniziert zu werden - auf allen Waben "tanzende Bienen"; ob sie sich freuen ?


    Die Alte schiebt noch immer auf dem DR herum...


    .

    Ja Ralf, könnte passieren. Jedoch muss es nicht so laufen - zumindest über den ersten Winter kann es kommen. Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht so gering...

    ... und das Varroabehandlungskonzept der umliegenden Imker möglicherweise damit über den Haufen geworfen...

    MarcoNrw , bitte erkläre mir das: Warum wird ein Konzept über den Haufen geworfen, wenn sich irgendwo ein Schwarm ansiedelt?


    Mein Konzept ändert sich dadurch nicht!


    Könnte es sein, dass Du meintest, die umliegenden Bienenvölker würden durch ggf. hohe Milbenlast eines nicht betreuten Volkes gefährdet ? Selbst das verstehe ich nicht; denn eine sog. horizontale Infektion findet im Wesentlichen nur dann statt, wenn Völker dicht nebeneinander stünden und sich die milbenbelasteten Bienen verflögen, sprich ins falsche Flugloch heimkehrten.


    Bei einem Volk, das in 5 m Höhe unter einem Dach angesiedelt ist, wird wohl kaum ein weiteres in direkter Nähe stehen, bestenfalls 4 m niedriger. Und da ist m.E. ein horizontaler Milbenaustausch höchst unwahrscheinlich.


    Nun, wo liegt jetzt die Kontaminationsgefahr ?

    Keine guten Voraussetzungen - hatte ich noch nicht in der Weise! Wenn die Kö' noch lebt, würde ich die toten Begleitbienen entfernen, Kö' im Käfig in eine Zarge mit LW, MW, FW. Darüber eine Bienenflucht, darüber ein bis zwei HR mit Bienen. Nach 2 Tagen ist die Kö' i.d.R. befreit und legt.


    Diese Einheit dann mit dem weisellosen Volk vereinen...


    Viel Erfolg!

    Die Brutbretter werden etwas unregelmäßiger, sind aber nicht mehr so ganz dicht geschlossen. Da lagert schon mal ein Pollenfeld (jetzt grauen Brombeerpollen) vom Rand her ins BN. Im Großen und Ganzen finde ich aber nach wie vor gut geschlossene Brutwaben. Es ist jetzt zur Sommersonnenwende auch schon mal zu beobachten, dass die Randwabe weniger Brut zugunsten von Polleneinlagerungen hat.


    Ein überwiegend geschlossenes BN ist ein gutes Mittel gg. eine forcierte Milbenentwicklung. Insofern will eine Veränderung (zusätzliche MW) des BN's jetzt gut überlegt sein.

    Ein schöner Spruch dazu ist: AFB bekommt man gemeinsam, und AFB bekämpft man deshalb gemeinsam.

    ...

    Auch wenn das bisherige System Mängel hat, ... ist dadurch doch ein recht breites Kontrollnetz gespannt, was nicht so einfach zu verbessern ist.

    Das kann man nur unterstreichen - danke Berggeist !


    Am Ende hängt's am Geld, wie so oft. Es gibt Imker, die freiwillig Proben nehmen und analysieren lassen, um den Status der eigenen Völker zu monitoren. Das dürften, im Falle der 97 % Hobbyimker, der weit geringere Anteil sein; denn die Analytik macht Aufwand und kostet ja Geld :wink:.


    Eine freiwillige Selbstüberwachung mündet zweifelsohne in eine nicht-Überwachung der Majorität der Hobbyisten und damit in einen völlig unübersichtlichen Zustand.


    Erfahrungsgemäß folgt daraus im jeweiligen bestätigen Verdachtsfall, der erst bei nicht mehr zu übersehenden Schäden entdeckt werden wird, entweder die "englische Variante" (Vernichtung) oder aber eine Geigelei ohne Ende mit unübersichtlichen Folgen für alle rundherum. Man mache sich das mal realistisch klar, zu welchen Diskussionen und mglw. Verunglimpfung und Streit so etwas führt.


    Recht und Regeln dienen der friedlichen Bewältigung von Konflikten. Das sollte man nicht unnötig aufgeben.

    Die Ergebnisse passen deswegen immer mal nicht, mal den einem oder mal dem anderen.

    ... mit Deiner Erklärung, die dem gutgläubigen Demokraten entspringen mag (, was ich Dir hoch anrechne!), bist Du auf einer Ideallinie unterwegs.


    Hier die Praxis: Der Lobbyist X kann über die ihn finanzierende Organisation an jeder beliebigen Stelle etwas unterstützen, forcieren und in Gang bringen, was den Interessen seiner Organisation nützt. Und wenn man damit noch eine unbequeme Kontrolle vermeidet, ist das doch eine schöne Begründung....


    Fakt ist, wenn die AFB-Kontrolle auf die Organisation der potenziell Betroffenen fällt ist sie im wahrsten Sinn des Wortes hinfällig.

    die Faulbrut im Deutschland ist unter Kontrolle. Es gibt vergleichsweise wenig Fälle im Jahr..

    ...

    Das System (Bienenseuchenverordnung und konkreter die Leitlinie) funktioniert also und ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Änderung eine Verbesserung herbeiführen würde.

    Wie in allen QM-Systemen ist die unabhängige Stelle eine der wichtigen drei Säulen des Systems. Wird die entfernt, ist das System nicht mehr zuverlässig und erfüllt den Zweck nicht. Soweit der theoretische Aspekt.


    Was praktisch daraus werden kann, sieht man dann einige Zeit später - ein großes Durcheinander mit undurchsichtiger Sachlage.

    Beispiel gefällig ? - Siehe Bienenwachsskandal vor ein paar Jahren; kommt regelmäßig wieder.