Beiträge von beemax

    Der zeitliche Flaschenhals ist meiner Erfahrung nach eher das Entdeckeln, und ab dem vierten Volk das Doppelsieb. Für Ersteres holt man sich ein Helferlein, für Letzteres ein zweites (oder drittes, oder...) Doppelsieb ;)

    Da empfehle ich immer den Siebkübel - gibt's von beiden Herstellern. Der entzerrt das Siebgeschehen komplett und reicht für Honig von vielen Völkern - auch bei schludriger Entdeckelung, weil das Wachs halt immer oben schwimmt...

    Beim Deutschen Bienenmonitoring bekommt man als Teilnehmer fast alle Ergebnisse der Untersuchungen...

    Was aber ausdrücklich ausgenommen ist: Die Ergebnisse der Pollenuntersuchung!

    ...

    Warum das so ist, konnte man mir nicht sagen.

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Es macht einen halt stutzig und dann fängt man an, zu denken...

    Aber wie passt diese Theorie zu dem von Ehrenbuerg beschriebenen Schadensbild? (Scheinbar) nur Zweizarger und damit die stärksten Völker betroffen. Die stärksten Völker sollten am ehesten die BN-Temperatur hochhalten können. Zudem räuben sie auch keinen belasteten Pollen. Das hier beschriebene Bild spricht in meinen Augen gegen die Theorie von belastetem Pollen.

    Aber sie sammeln vermehrt Pollen - belastet oder nicht - in größerem Radius als schwächere Einheiten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, sich toxische Substanzen reinzuholen. Wir hatten die Diskussion schon mal mit praktischem Beispiel von mir...


    Ich will es ja nicht dogmatisieren - es könnte aber eine realistische Option darstellen.

    Ja, Fred, es ging mir um die "generelle Aussage". Dass es Randbereichen von BNern zu Temp.schwankungen kommt, ist mir klar. Ich beobachte bei normal starken Völkern hier (!) im Sept. eine recht starke Reduktion der Bruttätigkeit (von z. B. 5 auf 1 -2 BW). Das kann ein Volk um diese Zeit ausreichend wärmen, zumal sie viel mit Ein- und Umlagern beschäftigt sind und kein Mangel herrscht (sollte !).


    Und dort müssen die Milben rein, um sich zu vermehren - es kommt zu stärkerem Populationswachstum beim Milb, während der Bien reduziert. Das Phänomen der Umkehr der Vermehrungsdynamik überrascht oft in der Zeit, weil - "ich habe doch behandelt!?"

    Was willst Du uns sagen ? - Dass klimatisch sich etwas verändert und das sei anscheinend Ursache des Nahrungsproblems für die Wildbienen ?


    Mmh, wie lange modelliert die Evolution schon an Bienen ? -1000, 1.000.000 oder 30 Mio. Jahre ? Klimaveränderungen gehören zur Tagesordnung...

    Wenn das Wetter halbwegs passt (früh nahe 0°C) bekommen alle noch ihre OX-Beträufelung und ich überdenke für nächstes Jahr mein Behandlungskonzept. Scheint so nicht mehr hinzuhauen...;(

    Vieles bleibt unverstanden, weil die bisher funktionierenden Konzepte löchrig werden. Es gibt wohl Faktoren, die das bewirken, aber bisher unerkannt bleiben. Dazu ist der o.g. Hinweis sicher hilfreich:

    Hallo Reinhard, die aufgelösten 3 Völker hatten doch bestimmt Pollenwaben drin? Lass diese doch mal untersuchen.

    Ob dort Hinweise auf z.B. Pestizide zu finden sind, weiß man eben nur nach der Analyse! Die Hypothese, dass PSM belasteter Pollen zu sinkenden BN-Temp. führt hatte vor Jahren toyotafan hier schon ausgewalzt...


    Beim Varroakonzept setze ich mitlerweile auf komplette Brutfreiheit während der Behandlung - einmal imkerlich vorgenommen, einmal im Jahreszyklus gegeben. Das scheint zu funktionieren, ist für hohe Völkerzahlen jedoch aufwändig.

    Die erhöhte Vermehrungsrate der Varroen im Herbst wird ja bekanntermaßen auf die niedrigere Brutnesttemperatur (bis 30°C) zurück geführt, bei welcher die langlebigen Winterbienen erzeugt werden.

    ...

    Das heisst, dass in "kühlen" Jahren die Varroa-hemmenden Effekte des Brutstopps bei allen 3 Einheiten (Restvolk, Vor-, Nachschwarm) durch zu geringe Brutnesttemperatur wenigstens in Teilbereichen des Brutnestes durch die daraus folgende längere Verdeckelungszeit und höhere Varroavermehrung wieder zunichte gemacht werden.

    Dass die BN-Temperatur gen Saisonende sinkt, ist mir neu. Ein gesundes Volk schafft es doch auch im Sept./Okt. das BN auf 34 °C zu erwärmen oder gibt es dazu anderslautende Untersuchungen?


    Ist die Milbenvermehrung im Sept. nicht doch die Folge unzureichender Sommerbehandlungen (z. B. die Mähr von der ausreichenden Wirksamkeit in die verd. Brut) ?

    Warum sind die Imker in unseren Nachbarländern eigentlich schlauer / resistenter in puncto Sicherheit bei der staubförmigen Anwendung der OXS ?


    Diese Applikationsform schadet den Bienen am Wenigsten bei gleichzeitig hoher Effizienz, ggf. durch Mehrfachanwendung jederzeit.

    Pollenmangel veranlasst die Bienen die Drohnen abzutreiben und keine mehr aufzuziehen, da mußt schon anfangen, bzw besser vorher:u_idea_bulb02:

    In Landstrichen wo reichlich Pollen vorhanden sind, halten sich die Drohnen erfahrungsgemäß bis weit in den Herbst

    Da sagst 'was, Dieter - d. J. sehr frühe Drohnenschlacht im Juli, nachdem die Sommerhonigernte hier ausfiel. Per Juni waren die HR noch gut gefüllt - haben sie alles für sich benötigt. Ein Mangeljahr trotz viel Regen hier im Norden.

    An meinem Standort, haben Schwärme und abgeschwärmte Völker, mehr Probleme mit der Milbe, als Völker wo nicht schwärmen.

    Den Grund dazu, glaube ich heute zu wissen, aber um dies geht es mir hier nicht.

    Zu den Zeiten wurde ja schon geantwortet....

    Die o.g. Aussage finde ich interessant - was glaubst Du, ist der Grund ?


    Ich beobachte ähnliches - die Milbenlast ist aber meist erst im Sept. / Oktober sehr hoch, trotz Behandlung. Dies jedoch bevorzugt beim Altvolk, das brutseitig die Milben behalten hatte.

    Bis dahin kann ich es nachvollziehen.

    Gefangene Schwärme dagegen haben i.d.R. eher weniger Milben.


    Was ist Deine Erklärung ?


    Danke für eine Antwort!

    Hm, die Kollegen verwenden ehemals untergesetzte HoW ohne Probleme im HoR wieder und vertrauen dabei auf die Eigenhygiene ...

    Mehrere Kollegen, die das z.T. seit vielen Jahren so praktizieren, lassen ihre Honige regelmäßig untersuchen bzw. nehmen an dem landesweiten Honigwettbewerb teil: Nie gab es Beanstandungen wegen Hygienemängeln oder gar Keimbelastung.

    Kann man nur unterstreichen. Wären die BW per se hygienisch bedenklich für Honig, würden die Bienen diese mglw. nicht zur Honigeinlagerung nutzen. Sie nutzen es aber gerne und es ist, detailliert betrachtet (s.o. bei Schillbee ) mikrobiologisch völlig i. O., wie die Daten es auch bestätigen. Ich selbst nutze unterschiedliche Wabenmaße in BR und HR, scheue mich aber nicht, ggf. auch mal eine BW mit Honig auszuschleudern, wenn zu viele BW vor dem Schied saßen.