Beiträge von beemax

    Die Frage die immer noch bleibt:

    Warum überhaupt gehen mehrere Varroen in dieselbe Drohnenbrutzelle, obwohl es klar ersichtlich ist daß sie sich dort nicht vermehren können ?

    ...weil offensichtlich der JH-Spiegel der Drohnenlarve als "trigger" so hoch ist, dass mehr als eine Milbe in die Zelle schlüpft. Die Milbe kann ja nur auf das Signal reagieren - so wie die Bienen, die dann verdecken. Milben können nicht vorausschauend denken!


    Das hatte in den 80ern Ruttner und Mitarbeiter (Hänel) auch schon herausgearbeitet. Und sie fanden auch heraus, dass sich der JH-Spiegel der Larven als "Signal" für Bien und Milb bei A. mellifera zwischen Drohnen- und Arbeiterinnenlarven weniger stark unterscheidet als bei A. cerana. Daraus resultiert der starke Befallsunterschied zwischen Drohnen- und Arbeiterinnenbrut bei A. cerana, was bei A. mellifera eben nicht der Fall ist. Hier sind die JH-Spiegel kurz vor Verdeckelung der Larven von Drohnen und Arbeiterinnen nicht so unterschiedlich, warum eben kein bevorzugter Befall der Drohnenbrut stattfindet.


    Und wie der "trigger" JH-Spiegel durch kleinere Zellen beeinflusst werden, wäre jetzt mal interessant!?

    Oft beobachtet - Ende Sept. fallen trotz Maßnahmen vorher (TBE, AS, OXS) wieder viele Milben. Sei es aus dem Grund, den hornet nannte - Reduzierung des BNs - oder durch Räuberei eingeschleppte Milben oder durch unzureichende Wirksamkeit der Behandlung.


    Es ist praktisch eben nicht alles so, wie theoretisch immer beschrieben. AS soll ja in die Brut wirken 😏 und und und.


    Gerade jetzt entscheidet sich, ob die Völker gut überwintern oder gerade so oder nicht.


    Holzauge sei wachsam!

    Lieber Bernd, der Folgerung mehr Biomasse pro Volumen liegt die Annahme zugrunde, dass eine dichte Packung kleinzelliger Bienen (-larven und -puppen) mehr Biomasse umfasst als eine dichte Packung größerer. Selbst wenn das so wäre (hier fehlt mir der Beweis), hieße das noch längst nicht, dass die optimale Entwicklungstemperatur/zeitsumme höher liegt. Das Optimum ist klar für die Spezies festgelegt, da hat die Evolution millionenfach dran gebastelt. Ob da 800 oder 1000 Zellen pro Volumeneinheit temperiert werden, führt m.E. nicht zur Veränderung des Optimums.


    Für den umgekehrten Fall sind sich doch alle einig: liegt die Brutnesttemperatur unterhalb des Optimums (zu wenig Bienen, zu ausgedehntes Brutnest, mangelnde Energieversorgung, ...), verlängert sich die Entwicklungszeit der Bienen und erhöht sich die Reproduktionsrate der Milben.

    Wo ist der Beweis - die Temperaturmessung ?

    Du sprichst von der Larven- / Bienendichte, ebenso die zitierten Stellen und folgerst aus mehr Biomasse pro Volumeneinheit höhere Brutnesttemperatur. Für mich nicht nachvollziehbar ohne Vergleichsmessung.


    Wenn's denn so klar ist, sollte es doch auch schon überzeugende Daten geben ! Ich lasse mich gerne überzeugen, wenn eindeutige Daten existieren.


    Momentan glaube ich an eine optimale Entwicklungstemperatur für diese Spezies - unabhängig von der Zellgröße; eine Frage des Energieumsatzes.

    Volumen und Oberflächenrelation für die Kugelform bspw. hängt nur vom Radius ab (O/V = 3/r). Will heißen, je größer der Radius ums so kleiner die Oberflächen/Volumenrelation oder je größer das vom Volk gebildete annähernd kugelförmige Brutnest, desto geringer die relativen Wärmeverluste (z. B. pro 1000 Brutzellen). Das nutzen die Bienen ja instinktiv für ihre Winterzeit - sie verringern den Radius und sparen Energie.


    Nimmt man an, dass ein Organismus durch seine inhärente Physiologie Wärme produziert, so ist diese konstant und charakteristisch für jede Spezies. Das dürfte auch für Bienen gelten und liegt so im Brutnest bei ca. 35 °C. Ob dabei große oder kleine Larven drin sind, erscheint unerheblich. Dies ist die optimale Entwicklungstemperatur für die Bienenlarven. Ob es eine konstant höhere Brutnesttemp. hatte ich ja schon mal gefragt. Gibt es dafür gemessene Daten ??

    Aus den gerade genannten Gründen (Verhältnis Oberfläche zu Volumen) ist das Aufrechterhalten der Temperatur in einem größeren Brutnest mit relativ weniger Aufwand als in einem kleineren Brutnest möglich.

    Und die Brutnesttemperatur ist eine makroskopische Größe, die m.W. nur gesamthaft per Sensor im Bienenvolk gemessen wird. 35,5 °C wird da immer genannt. Ich würde erwarten, dass der Bien unabhängig von der Zellgrößen diese Temperatur hält. Gibt es derartige Vergleichsmessungen zwischen klein- und großzelligen Brutnestern ?

    Danke für die Antworten.


    Daß die Luftfeuchtigkeit auch die AS-Behandlung beeinträchtigt hatte ich noch gar nicht....


    beemax , womit behandelst du inzwischen? Falls überhaupt..

    Luftfeuchtigkeit wird im Wesentlichen durch die äußeren Bedingungen bestimmt. Bienenvölker können durch Luftbewegung die inneren Bedingungen konstant halten, solange die äußere Luft "trocken genug ist".


    Die Wassermenge, die durch Futter eingetragen wird, ist nicht wesentlich, da der Bien genügend Kapazität hat, die "Lüftung" zu gewährleisten. Allein schon der Abtransport des AS-Dampfes aus dem Volk bedingt ausreichend Belüftung des Bienenstock, immer vorausgesetzt, die Völker sind keine Schwächlinge!


    Zur Frage nach meiner Varroabehandlung: Totale Brutentnahme im Juli in Vbdg. mit Oxalsäurebehandlung bei Brutfreiheit. Nur in außergew. Fällen mache ich Blockbehandlung mit OXS. Mit der Methode ist man unabhängig von Außentemperatur und rel. Luftfeuchte!

    Hallo

    Ja das liest sich schon nach umweiseln.

    Bei der Brutscheune vielleicht nochmal checken ob die nicht schon eine neue haben die nicht legt, wenn die jetzt keine...

    Die habe ich drei Mal vorwärts und rückwärts durchgesehen - keine Kö' drin. Weiselprobe war negativ. Ich kann mir nur erklären, dass die ggf. noch in Erwartung einer begatteten Kö' sind, die nicht mehr kommt.


    Und Deinen Hinweis auf evt. Brutstopp bei der Anderen habe ich nochmals überprüft. Die gefüllte WZ ist wieder abgebaut, jedoch kein einziger Stift.


    Nächste Woche wird gehandelt.

    Habe ich früher schon mal gemacht, wenn die Zeit am Ende knapp wurde. Schwammtuch unter die Futterzarge, AS60%ig 3 ml pro Wabengasse Großwaben (DN1,5) und dann Futtersirup in den Fütterer. Negative Effekte, außer den üblichen bei AS konnte ich nicht verzeichnen. Es wird dann halt ziemlich verbaut unter der FZ. Du kannst auch Folie über das Schwammtuch legen (mit Gitter als Abstandhalter) und diese zum Aufstieg der Futterzarge umschlagen. Dann hast keinen Verbau.


    Heute nutze ich keine AS mehr - Dosierbarkeit zu ungenau, bienenschädlich.

    Sorry, ich war etwas ungenau...


    Die eine Königin in der Brutscheune hat in den letzten 2,5 Wochen ein kleines Brutnest angelegt mit ca. 70 % Drohnenbrut. Sie ist aber nicht mehr in der Einheit - wurde wohl entsorgt. Stutzig macht mich, dass keine Nachschaffungszelle aus der Arbeiterinnenbrut angelegt wurde!


    Die Zweite hatte ein völlig normales Brutnest im Sommer aufgebaut, das jetzt großflächig leer ist. Sie ist noch da, jedoch legt sie nicht mehr und die Bienen haben eine Nachschaffungszelle angelegt (noch offen!). Ich glaube nicht mehr an eine erfolgreiche Spätbegattung, da kaum noch Drohnen hier herumfliegen und die Aussichten kälteres Wetter ankündigen.


    Insofern habe ich für neue Königinnen entschieden.

    Wie es weiterging - quasi als Lehrstück:


    Eine der Kö's für eine Brutscheune verwendet; Zusatz nach Blockbehandlung über 21 Tg. bei quasi Milbenfreiheit über Zweitschlupfzelle.

    Die Andere verblieb im Volk.


    Jetzt im Sept. haben beide Königinnen das Legen eingestellt, waren also nur schlecht begattet worden. Ob's an den Drohnen lag oder den Damen - wer weiß. Jedenfalls werden die beiden Einheiten n. W. neu beweiselt.


    Möglicherweise war die Mutter mit 3 Jahren doch zu alt....


    Man kann mit Bienen viel erleben!