Beiträge von beemax

    Danke für die leidvolle Geschichte! Ich wünsche Dir, dass die Völker bis zum Spätsommer auf die erforderliche Überwinterungsstärke kommen.


    Man denkt immer - betrifft mich nicht; bei mir ist alles i. O. - ich habe durch TBE und konsequente Wabenhygiene alles im Griff. Mitnichten - d. FJ wollte ich Raps anwandern (habe keinen im Flugbereich meines Hausstandes). FK-Probe im März wie üblich; Ergebnis ließ auf sich warten: nach PCR-Check einer Sammelprobe Kategorie 1 (Verdacht auf AFB). Wandern war somit ausgeschlossen. Der Verdacht wurde im Referenzlabor FLI, Riems, bestätigt (April) und dank eines unaufgeregtem AmtsVet Nachbeprobung angeordnet. Diese erfolgte im Mai - Ergebnis negativ (Ende Mai).


    Fazit: Raps war durch, die verkauften Völker zum Glück in der betr. Sammelprobe nicht betroffen, viel geschwitzt und gebangt und am Ende noch mal gut gegangen. Es kann aber auch anders laufen.


    Holzauge, sei wachsam!

    Wenn du noch ein Volk hast, mit möglichst frischer Brut, dann mach doch eine Weiselprobe.

    Wenn da nichts dabei rauskommt, würde ich eine Königin mit Begleitbienen in einem Käfig zusetzen. Ich gehe davon aus, dass die Königin dem Drohnenmütterchen recht egal sein dürfte.

    Davon gehe ich nicht aus!

    Ich auch nicht. Wie lange sind die schon ohne "Hoffnung"? Wenn Kö' verfügbar, geht's am Besten mit Abfegen: Kö' im Käfig in eine Kiste mit FW, LW und MW; auf den Platz des Ablegers stellen und Flugloch klein halten. Diesen in ausreichender Entfernung abfegen - es bildet sich eine Bienentraube an der Kiste, die nach Stunden dann eingezogen ist. Die BW des Ablegers kannst Du noch dazuhängen, wenn alle drin sind.oder Du verteilst sie auf andere Völker.


    Ich würde da kein Risiko eingehen - es ist ja nur ein Ableger mit rel. überschaubarer Bienenmasse.


    Viel Erfolg!

    Da meine Bienen im Frühjahr beim erweitern bis zum Isolierschied legen und verdeckeln, und das innerhalb weniger Tage(ersteres) soll es mir Recht sein, dass dies andere Bienen nicht tun.

    Dies bei einer einengen den Schiedtechnik.

    Es gibt selbstverständlich Unterschiede, z. B. Zwischen Holz- und Styroporbeuten. In letzteren wintern Bienenvölker schneller aus, lösen die Traube früher auf oder bilden erst gar keine - je nach Außentemperatur.


    Die Kombination von Völkern in einer Holzkiste hat der Pfarrer Gerstung schon vor 100 Jahren mit seinem Thüringer Zwilling als vorteilhaft beschrieben, weil sie sich gegenseitig wärmen - an den Wandungen, wo gegenüber die Anderen sitzen. Da wird Wärme direkt gespart. Das hatte ich bei der Nutzung von randständigem Wärmeschied auch erwartet; ist aber hier in meinen DD-Beute nicht der Fall. In diesem Winter werde ich die Beuten mit der Wandung direkt aneinander stellen und einen gemeinsamen Deckel bauen, um solche Effekte in Holzkisten zu fördern. Bei Styro-Beuten ist das überflüssig.

    Freebee16 , mag alles so sein, wie Du beschreibst. Die Frage war, ob leere / mit Iso-Material gefüllte Futtertasche eine Verbesserung bringt. Aus meiner Erfahrung bringt's nix. Ich habe auch ein bisschen getestet - in Holzbeuten, nicht Segeberger Styroporkisten (da braucht's das nicht!):


    - Styropor Alu-kaschiert und mit Aluklebeband alle Seiten zugeklebt (abgenagt),

    - Futtertasche mit / ohne Isomaterial (verbaut)

    - 2 Styrodurschiede (sie saßen auf dem alten BN, jew. eine Wabe entfernt vom Iso-Schied.


    Was geblieben ist: An der Holzbeutenwand ein Styrodurschied; beruhigt eher den Imker als es den Bienen etwas bringt - s.o.


    Und Dein Vergleich mit unseren Häusern ist nicht korrekt, weil diese vollständig geheizt werden, der Bien über den Winter eben nur sich selbst heizt. Die Wärmeabstrahlung der Wintertraube erreicht bei Wabenabstand (mit Futtereinlagerung) zum Isomaterial noch nicht mal das Isolierschied, kann somit auch nicht reflektiert werden und geht verlustig. Anders ist es, wenn sie direkt an der Isolierung sitzen würden. Machen meine aber nicht...

    Drück sie ab. Wenn es mit der Neuen nicht klappen sollte, könntest Du über den Kasseler Verein doch sehr schnell eine andere begattete Königin bekommen.

    Hatte auch so einen Kandidaten. Die Alte hat sich nicht beirren lassen, stiftet reduziert bis heute weiter. Die Nachschaffungszellen, einschl. zugehängter WZ wurden vom Volk alle ausgebissen. Ich habe sie dann einfach machen lassen. Wenn die bis Ende Juli nicht umgeweiselt haben, mache ich das (Kö' ist eine weiße).


    Bienen halt!

    Bei den Bienen ist das was anderes. Die Genetik die du hier "duldest" verbreitest du in deiner Umgebung über die Drohnen. Genauso ist es mit Völkern die nicht ausm Quark kommen, Krankheitsanfällig sind etc.

    Soo ganz anders ist es bei Firmen auch nicht: Was am Markt vorbei agiert, wird mittel- langfristig aussortiert. Die Märkte sind knallharte Selektionseinrichtungen. Es gibt da sehr bekannte Beispiele...

    Die Bienentraube heizt sich selbst, nicht die Bude! Die seitliche Isolierung ist überflüssig, da sie nicht bewirkt, dass die Bienen direkt dort die Traube anlagern. Wichtiger ist die Deckelisolierung... Es gibt hierzu unzählige Beiträge.

    Die Lage, die Lage und nochmals die Lage, um an den Vorschreibenden anzuknüpfen. Und natürlich das Wetter, das Wetter.


    Seit Jahren bilde ich Standdurchschnitt in puncto Ertrag, Schwarmverhalten, Sanftmut, Varrroabefall. Letztes Jahr bez. Ertrag hier der absolute Hammer. So etwas wird eine positive Ausnahme bleiben.


    D.J. bisher nur Durchschnitt, d.h. FJ ca. 25 kg, Sommer (Linde läuft noch) schätze ich 15 kg pro Volk. Die positiven Ausnahmen des letzten Jahres bleiben diesjährig unter dem Durchschnitt - Kö's hatten sich verausgabt und Völker d. J. umgeweiselt.


    Positiv ist die zunehmende Selektion zur Schwarmträgheit - keinen einzigen Schwarm im lfd. Jahr.

    Können Landwirte nicht mehr konkurrenzfähig produzieren geben sie über kurz oder lang auf - wie jeder andere Wirtschaftsteilnehmer es auch würde

    Welchen Anteil an unserer Lebensmittelproduktion hat die heimische Landwirtschaft ? Ist das so, wie beim Honig (80 % Importware !) oder viel weniger?

    Die Landwirtschaft bringt große Probleme mit sich, aber was mit den Flächen geschieht wenn keine Landwirtschaft mehr vorhanden ist, wird auch nicht toll.

    Schwarz/weiß geht sicher nicht. Aber man könnte solche Flächen durchaus gezielt "bewirtschaften lassen" und diesen Service finanziell unterstützen. Die weiterhin genutzten Anbauflächen dann auch gerne großflächig, aber differenziert bewirtschaften - z.B. nicht alles voll Raps und Maisflächen. Wenn man will, kann auch dafür finanzieller Anreiz geschaffen werden.

    Ich verschließe mich deinen wohlbegründeten Argumenten nicht hornet und stimme dir zu, dass es mehr Druck in diese Richtung geben soll und muss.

    Wenn sich die Bauernlobby einmal in diese Richtung bewegen würde, wäre es schon ein Gewinn. In der globalen Weltwirtschaft gibt's nun mal eine sehr differenzierte Arbeitsteilung und eine Region mit 500 Mio. Menschen auf relativ kleiner Ausdehnung ist eine schlechte Voraussetzung für eine Agrarregion.


    Und - da gebe ich Dir völlig recht - das ist der Grund, warum man anderswo deutlich günstiger produzieren kann. Wenn dann aber Schritte in diese Richtung getätigt werden (Stichwort Mercosur Abkommen), fängt der Bauernverband an zu klagen, hat Angst um seine Umsätze etc.


    Ich gebe zu, dass ich zu wenig von diesen Dingen verstehe. Aber so wie momentan mit immer mehr Aufwand immer mehr entfernt von einem gesunden Bewirtschaften kann perspektivisch nicht zum Erfolg führen.

    Also HR1 auf den alten Gitterboden, Königin mit Bienen dazu. Packt ihr die Königin in einen Käfig mit Futterverschluss?

    Kö im Futterteigverschluss in den Flugling, ja. Habe ich früher anders gemacht, mich hier im Forum aber eines Besseren belehren lassen

    Habe bei der TBE immer nur einfach abgeschüttelt - fertig; war immer o.k.


    Bei einem Transfer zwischen Beutenformaten ist mir d. J. aber eine Kö' vom letzten Jahr "abhanden gekommen" (Buckelbrut im Honigraum, statt schönes ausgebautes neues Brutnest nach 3 Wochen).


    Insofern empfiehlt sich die Suche der Kö' und manueller Transfer in die neue Zarge. Man kann sie vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger von der Wabe picken und auf einen der Rahmenoberträger in der neuen Zarge setzen (geht ganz schnell). Danach die Bienen dazu. Gekäfigt habe ich sie bei solchen Aktionen noch nie.


    Viel Erfolg!

    PaBa , Dir fehlen Fakten - ich hatte solche zitiert. Dass AMPA als Abbauprodukt von Wasch- und Reinigungsmitteln mit Aminopolyphosphonaten entsteht, ist bekannt. Nur - wie kommen die genannten Pegel im Honig zustande ? Insbesondere wenn Völker 50 bis 100 m vom Feld entfernt stehen, treten solch hohe Kontaminationen auf. Da drängt sich schon Glyphosat, das regelmäßig in der "modernen Landwirtschaft" eingesetzt wird, auf.


    Es ging ja um die Kontamination von städtischen Blühstreifen und ich hatte die am Feldrand stehenden als höher toxisch für Bienen & Co. eingestuft - dies aufgrund der Anwendung von u.a. Glyphosat zur Vorbereitung von Einsaaten und v.a.D. durch die Abdriften von Pestiziden aller Couleur. Da wird genug eingesetzt, da sind die Intoxikationen auch ohne Glyphosat hoch genug.


    Ich muss hornet hier zustimmen. Sog. Blühstreifen kommt eher die Rolle des Feigenblatts, des Alibis zu, um zu zeigen, dass man "etwas tut". Ob es den Insekten maßgeblich hilft, bezweifel ich. Vielmehr sind die großen Flächen mit Raps und Mais (hier im Norden von D), die mit Pestiziden belastet sind, eher das Problem. Und das geht zurück auf eine verfehlte politische Ausrichtung auf sog. nachwachsende Rohstoffe mit all' den Folgen.


    Ich bin genauso realistisch wie Du: Das dreht so schnell keiner mehr zurück.

    ... Habe ich gefunden in der Bienenzeitung des LV SH und Hamburg (Juli Ausgabe). Sie wollen das auf deren Homepage stellen.

    Wer spritzt den Glyphosat in blühenden Raps?


    Von der o.g. Hochschule habe ich bisher nix gehört - haben die sich irgendwie umbenannt?

    Grüße Ralf

    Ralf, Deine Argumentation hatte ich auch immer vertreten, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass es nicht so einfach ist. Es muss ja aus dem Boden in die Pflanze kommen; denn wie Du schon angemerkt hast, in den blühenden Raps wird es nicht gespritzt.