Beiträge von beemax

    Vielen Dank für Deine Antwort Sulz .


    Rein mikrobiologisch kann man sich das schon vorstellen, dass jedes Volk sein eigenes "Mikrobiom" besitzt, welches Schutz- und andere Funktionen hat; ähnlich wie beim Darm eines Menschen. Somit würde ein Austausch von "Organen" wie Brut- und Futterwaben zumindest eine Störung des vorhandenen individuellen Mikrobioms bewirken, die - je nach Menge - zu einer Veränderung dessen führen könnte.

    Bei meinem Lehrmeister, hatte jedes Volk seine eigenen Waben. Auch die Honigwaben wurden nicht unter den Völkern ausgetauscht.

    Das muss ich mir merken! - Ist nicht immer einfach zu realisieren, kann aber hilfreich sein, die jeweilige Volkssituation zu akzeptieren und zu schützen.


    Beste Grüße


    Rainer

    In welchem Zeitraum? 200 Jahre?

    Die exakten Zeiträume sind heute nicht mehr zu rekonstruieren. Man weiß aber, dass es über Mio. Jahre waren, die die Warmzeiten überdauerten und in denen sich das Leben auf der Erde neu "formierte". Diese Erkenntnis ist wichtig, da es einen Fortbestand von vorher existenten Lebensformen nicht garantiert.

    Die was anzweifelt?

    … dass die sog. erneuerbaren Energien Kohlendioxidäquivalente (KÄ) einsparen und damit die Reduzierung unserer Emissionen herbeiführen. Dazu nochmal die Zusammenfassung der Originalarbeit als "link": http://www.kosten-energie-aequivalenzgesetz.com/KEAG-d.pdf


    So wie ich es verstehe, führt die Herstellung eines Produkts zu einem Energieverbrauch "X". Wenn das Produkt zur Energieerzeugung eingesetzt wird, produziert es die Energie "Y". Setzt man X und Y in Relation, so gibt es nach dem Naturgesetz niemals die vollständige Rückgewinnung der eingesetzten Energie, weil Wärmeenergie verloren geht. Es gibt jedoch unterschiedliche Effizienz - ausgedrückt in Wirkungsgraden (je höher desto bessere Energienutzung; hier ist der Diesel nach den Turbinen schon sehr gut). Somit zeigt der Vergleich von KÄ bei Entstehung und Energieerzeugung über die entsprechenden Kosten die Effizienz an.


    Ausgehend davon, benötigt man zur Erzeugung einer PV-Anlage, eines Windkraftwerks oder eines herkömmlichen Kraftwerks die jeweilige Energie "X". Für das herkömmliche Kohle-, Öl- oder Gaskraftwerk wird die gespeicherte Sonnenenergie vergangener Zeiten verbraucht - mit einer bestimmten Effizienz.


    Für die sog. regenerativen Energieerzeuger erfolgt ebenso bei der Herstellung, Transport, Errichtung, etc. der Einsatz von sog. Primärenergieträgern wie Kohle, Öl, Gas. Die Energieerzeugung pro KÄ ist aber bei den herkömmlichen Kraftwerken deutlich höher / effizienter als bei den sog. regenerativen Energieerzeugern. Diese Korrelation macht das Kosten-Energie-Äqzuivalenzgesetz deutlich.


    Im Klartext heißt das, wir können nur unter Nutzung der vorhandenen Ressourcen möglichst effiziente Energieerzeugung realisieren und/oder Energie einsparen, um die Ressourcen zu schonen / länger zu nutzen. Der Umweg über die sog. regenerativen Energieerzeuger verbraucht zusätzlich Energie, womit diese Form eine schlechtere Bilanz als die herkömmlichen Kraftwerke hat.


    Da bleibt nur sparen, sparen, sparen. Wenn wir es ernst nehmen, können wir uns diese Umwege (Elektromobilität, regenerative Energieerzeugung)nur leisten, wenn wir auf Kosten anderer mehr KÄ erzeugen.


    Ob man das mag oder nicht - es bleibt im Wesentlichen nur die effiziente Energienutzung und deren Einsparung.

    Für wen? Die ganz großen zahlen überhaupt keine Umlage und selbst kleinere Betriebe können schicke Strom-Preise aushandeln. Bei uns wird ein möglichst hoher Stromverbrauch belohnt.

    Hier bin ich Deiner Meinung - die ungleiche Behandlung der Energienutzer ist eine versteckte Subvention. Dieser politische Schachzug wird natürlich nicht an die große Glocke gehängt. Es zeigt aber die Unsinnigkeit des Systems; denn würden die Großverbraucher den gleichen Tarif zahlen, wären die Betriebe und damit die Arbeitsplätze schon längst in unseren Nachbarländern abgewandert, weil Energie dort viel günstiger zu haben ist. Oder mit anderen Worten - wir zahlen die Zeche für den energetischen Umweg, der ineffizienter Energie produziert.

    Allerdings ist das noch viel unangenehmer als die "hohen" Strompreise.

    Exakt das ist die Crux. Politisch schwer zu vermitteln, dass man einsparen soll, um die Umwelt zu schonen. Letztlich leben wir auf zu großem Fuß und das auf Kosten anderer.

    Ja, lasst uns den Holländern unsere Häuser zu überteuerten Preisen verkaufen und von dem Geld schöne Villen für uns selber bauen, mit schönen großen Zisternen, damit wir nicht verdursten.

    Hier wirst Du ein bisschen unsachlich. Die Holländer sind Pragmatiker in Sachen Wasserspiegel und Umgang damit. Sie können es ja nicht anders machen - aber wir könnten von deren Pragmatismus lernen und uns auf kommende Dinge einstellen.

    Euch Atomstrom-Liebhabern ist schon klar, was “atomarer Abfall“ bedeutet und wie lange wir damit zu tun haben werden

    Wieso kommst Du darauf, dass die Lösung Atomstrom sei ? Wir sprechen vom Sparen statt ineffizient zu erzeugen.


    Wenn wir es uns in Deutschland schon leisten wollen, regenerativ Energie zu erzeugen und weitestgehend auf Primärenergieträger bei der Energieerzeugung zu verzichten, müssen wir uns auf jeden Fall darauf spezialisieren, diese effizient speichern und nach Bedarf wieder freisetzen zu können. Da hat das Ganze die größte Lücke!


    Aus meiner Sicht haben wir nur die Optionen effizient Energie aus gegebenen Rohstoffen zu erzeugen und diese sparsamst zu verwenden.


    Das ist unpopulär - weiß ich - hilft aber am Besten.

    In meinen Berichten, geht es doch "nur" über die Belastung von Krankheitskeimen..........Was hat dies nun mit dem "verfliegen", oder überzeugung zu tun?

    Untrennbar mit jedem Bienenvolk verbunden ist dessen Umgebung, denke ich. Diese ist Teil des Volkes, der Völker, die sich dort befinden. Alles beeinflusst sich m. E. gegenseitig und führt zu besseren oder eben unbefriedigenden Standorten. Was da im Detail welchen Einfluss hat, ist schwerlich auszumachen. Da bedarf es schon sehr gezielter Beobachtungen und Schlussfolgerungen.


    Es wäre höchst interessant, was Du Sulz da herausgefunden hast...

    Sorry, ich "oute" mich mal:

    Die Anlagen sind nach zwanzig Jahren bezahlt. Meistens schon einige Jahre früher.

    Ja, weil die EEG-Umlage etc. die Stromkosten auf ca. 30 Cent/KWh treiben. Das System ist auf Subventionen gebaut - weil wir es uns leisten können.


    Wir benötigen m.E. jegliche Form von Energiegewinnung, die einigermaßen nachhaltig und damit umweltschonend ist. Die wichtigste Form der Energiegewinnung ist deren Einsparung - darüber redet in der Spaßgesellschaft kaum noch einer... das Potenzial ist aber riesig!

    CO² ist zwar ein Treibhausgas, aber es ist NICHT richtig, dass erst die CO²-Konzentration in der Atmosphäre steigt, danach steigt die Temperatur derselben. Anders herum ist es richtig: Erst steigt die Temperatur und danach der CO²-Gehalt in der Luft.

    Ich hatte es ja schon angemerkt - die Fokussierung auf den CO2-Gehalt ist zu einfach, weil das Geschehen viel komplexer ist. Es gab in der Erdgeschichte vier Perioden, die das Leben fast vernichteten: alles waren Eiszeiten, ausgelöst durch Vulkanismus/Erdplattentektonik und / oder Meteoriteneinschlag. Und danach wurde es immer wieder sehr warm - ohne Menschen, ohne Autos, ohne was weiß ich. Könnte es nicht sein, dass unser wichtigster Energielieferant Schwankungen unterliegt ? Da empfehle ich das Buch "Die launische Sonne" von Nigel Calder, Dr. Böttiger Verlag, aus dem engl. übersetzt 1997.


    Das entlässt uns nicht aus der Verpflichtung, mit unseren Ressourcen sparsam und nachhaltig umzugehen, Energie zu sparen und nicht auf Marketing-Maßnahmen hereinzufallen, die vorgenannte Ziele definitiv nicht erreichen lassen, wie aktuell der sog. Elektromobilität. Diese führt derzeit zu einer unvergleichlichen Verschwendung von Energie, Materialien und belastet die Umwelt ohnegleichen. Das dann allerdings erst einmal woanders und hier unter der "Käseglocke" wäre alles picobello und man fühlt sich "sauber"...

    Es würde mich sehr interessieren, wie diese Bilanz vergleichsweise aussieht, wenn man alle Faktoren berücksichtigt.

    Ein Windkraftwerk umfasst Materialien in der Größenordnung von 7000 bis 8000 Tonnen. Das muss hergestellt, transportiert, eingebracht, montiert und errichtet werden. Wie sieht die CO2-Bilanz nach 25 Jahren aus ?


    Ich nenne hier mal eine völlig andere Meinung, die das wissenschaftlich begründet anzweifelt: http://www.kosten-energie-aequivalenzgesetz.com


    Als Fazit steht dort abschließend: "Das KEÄG (Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz) erklärt – basierend auf dem Stand der Wissenschaft – logisch nachvollziehbar die nicht widerlegbare Tatsache, dass der Einsatz „Erneuerbarer Energien” und die Herstellung von „Bio”-Produkten höhere CO2-Emissionen zur Folge haben als die entsprechenden klassischen Vergleichsprodukte."


    Wenn man das mal zugrunde legt, vergeuden wir mit unseren sehr begrenzten Ressourcen derzeit zu viel Energie und erzeugen damit unverhältnismäßig viel CO2.

    Und wenn man mich jetzt als "Klimaleugner" bezeichnet, möchte ich vorsorglich widersprechen: Ich leugne das Klima nicht und schon gar nicht dessen Schwankungen.


    Ich glaube aber, dass die Klimaveränderungen nicht nur von Menschen gemacht sind, sondern dass es weitere Faktoren gibt. Wir täten gut daran, die Dinge kritisch und mit allen Einwänden zu betrachten, statt jedem Trend hinterherzulaufen und zu glauben, damit wäre alles schick. Aus meiner Sicht haben wir nicht die Freiheit, noch lange herumzudoktern, statt sich dem Thema zu stellen und uns auf die kommende Warmzeit einzustellen, statt sie vermeintlich aufzuhalten.

    Für eine transparente Beurteilung der Investition an Kohlendioxidäquivalenten bei der Herstellung / Errichtung von Energieerzeugungsanlagen und deren Ersparnis an CO2-Äquivalenten bei der Energieerzeugung über die gesamte Lebensdauer inklusive Wartung und Reparatur sieht man selten realistische Daten.


    Es würde mich sehr interessieren, wie diese Bilanz vergleichsweise aussieht, wenn man alle Faktoren berücksichtigt.


    Da gibt es auch kritische Betrachtungen - siehe unter Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz, deren naturwissenschaftliche Gültigkeit nicht von der Hand zu weisen sind.


    Und noch einen Aspekt bspw. zur Biogaserzeugung: hier ist in die Bilanz ebenfalls jeglicher Aufwand samt Kollateralschaden mit zu berücksichtigen, u.a. Auswirkung auf die Biodiversität, die Schäden durch PSM in sog. Monokulturlandschaften und nicht zuletzt der Transportaufwand, die Biomasse über 40 / 50 km beizuschaffen.


    Der reine Fokus auf Kohlendioxid führte schon einmal zum Schluss, dass Kernkraft der Schlüssel zur Sorgenfreiheit sei.


    Die Sache scheint komplex zu sein!

    Wer eine Marke / Begriff unter Markenrecht schützen lässt, darf diese alleinig verwenden.


    Wenn jemand vor ihm diesen gleichen Begriff nutzte, aber nicht markenrechtlich schützte, kann den dann nicht mehr nutzen. Meistens zahlt sich ein Markenschutz aus - jedoch sind die Hürden zuweilen hoch.

    Was bitte haben denn Bienen über Monate in einer Halle zu suchen! Besonders cool finde ich das nicht!

    Vorsicht - da herrschen andere Bedingungen, je nach Region. Der größte Imkerbetrieb in Kanada stellt seine 8000 (!) Völker winters auch in die temperierte Halle (4 °C). Bei Außentemperaturen von -35 °C plus Wind (gefühlte Temperatur dann < - 40 °C) über Wochen verlierst halt viele Einheiten. Da ist die Halle die bessere Lösung.

    Verstehe ich es richtig - 3 Völker, eines schwach, eines stark und das Dritte anscheinend ohne Kö'?

    Ich würde die Brutwaben samt Bienen uns Kö' des schwachen Volkes in das (ehemalige) Brutnest des Volkes packen, welches vermeintlich keine Kö' hat. Restliche Waben - sind ja eher noch MW - aufheben.


    Ansonsten wird es nix mehr.

    Viel Erfolg!

    Hallo,


    Bin zwar kein AS Behandler, aber der Zeitpunkt war sicherlich zu spät.

    Temperatur zu tief, als schaden von der As sollten sie nicht genommen haben.

    Weiß man nicht, solange der Ort fehlt - und damit die Tagestemperaturen usw.

    (andere räumen mglw. aus)*

    ...

    * bei der Herkunft ist das wahrscheinlich.


    Es kann aber auch sein, dass der Imker sein Behandlungskonzept immer besser realisiert...

    happygerd , bitte das beachten.


    Wie üblich hat auch der Hobbyimker mehrere Herkünfte, eigene Nachzuchten und Kombinationen dessen. Die sind ja nicht alle schlecht - ich wähle aus nach Honigleistung (abhängig vom Alter der Kö'), Schwarmtrieb, Sanftmut und natürlich Milbenbefall. In jüngster Zeit rückt das Letztere in den Vordergrund, weil mir der Behandlungsmarathon bzw. TBE-Materialschlachten ziemlich die Zeit rauben und v.a.D. seitens bestimmter Züchter hervorragende Königinnen angeboten werden (natürlich nicht für 20 €uronen, da muss man schon investieren). Diese bauen Völker auf, die sich wacker schlagen...nicht behandelt werden - bisher jedenfalls.


    Als Kleinimker kennt man ja alle seine 20 Kandidaten und kann das gezielt verfolgen.

    Schon klar. Wer keine Restentmilbung macht und vielleicht nur TBE, von wo eventuell die beiden KS herstammen könnten, dem kann es schon so gehen. Allerdings würde ich bei Ausschluss anderer Faktoren diesen Völkern nicht nachtrauern.

    Man kann ja praktisch sehr schlecht "andere Faktoren" ausschließen...

    Aus meiner Sicht ist ein massiver Varroabefall auch genetisch bedingt, wenn nicht der ganze Stand völlig vermilbt ist. Habe über Jahre TBE mit anschl. OXS-Behandlung vorgenommen und finde immer bei bestimmten "Linien" (Nachzuchten aus einer Mutter) ähnliche Verhältnisse vor wie beim Ursprungsvolk - unabhängig von der Vorbehandlung. Entweder sie sind anfälliger (andere räumen mglw. aus)* oder sie räubern und schleppen so Milben ein.


    Natürlich gibt's auch Abweichungen - die sind aber seltener; hat ja viel mit den Drohnen zu tun, die unterwegs sind. Insofern bin ich dazu übergegangen, Drohnen der Milbenträger nicht mehr fliegen zu lassen und nur die aus milbenarmen Völkern. Ich bilde mir ein, dass sich die Milbenlast in den Völkern von Jahr zu Jahr reduziert.

    * bei der Herkunft ist das wahrscheinlich.


    Es kann aber auch sein, dass der Imker sein Behandlungskonzept immer besser realisiert...

    Hallo Bemax im Moment arbeite ich noch meine Tollstrafzettel aus den USA ab.

    Oha, ich hoffe, es bleibt bezahlbar :wink: !


    Ja, so ein Teil macht natürlich nicht schlauer. Wer seine Völker kennt, ist allemal besser dran. Und - wie bei allen neuen Dingen, wird dem unkritisch Fortschrittsgläubigen schon mal kräftig das Konto erleichtert.


    Ich brauche so etwas auch nicht - die Völker stehen zu dicht am Haus...