Beiträge von beemax

    Macht bei einer Radialschleuder der Kesseldurchmesser bei Halbrahmen DD von 63cm zu 76cm einen riesigen bzw. erheblichen Unterschied?

    Der Ingenieur sacht: "Beim Kreis liegt die Fläche außen". So ist das auch mit der Zentrifugalkraft, die direkt abhängig vom Radius ist und der Masse und der Bahngeschwindigkeit.


    Letztere wirkt im Quadrat, so dass bei gleicher Masse (Honig) und z.B. doppeltem Radius die vierfache Bahngeschwindigkeit in die Zentrifugalkraft eingeht und wirksam wird - dies nur prinzipiell, nicht exakt.


    Praktisch heißt das, je größer der Radius, um so höher die wirksame Kraft....

    Ja, das sind halt unterschiedliche Weltanschauungen.

    Das ist wohl Realität und nach oben ist so viel Platz, da können 'zig Betrachtungsweisen parallel existieren.

    Von daher ist Toleranz wohl die erste Devise.

    Darum möchte ich das unterstreichen.

    Meine Wenigkeit neigt hingegen dazu, den Menschen aus der Gleichung am liebsten komplett zu eleminieren - was ja auch nicht Sinn des Lebens sein kann.

    Die Eliminierung des Menschen aus einer Welt, die von diesem entscheidend geprägt wurde und wird, ist ein radikaler Ansatz. Darum fragte ich ja unter #43

    Ist der Mensch durch seine Existenz und sein Tun per se ein Störenfried der erdlichen Naturordnung oder ist er natürlicher Bestandteil dieses Systems ?

    Hielte man sich als Mensch für störend in dieser Welt, wäre es fatal; denn in letzter Konsequenz hieße das sich nicht zu vermehren und ggf. noch mehr darüber hinaus. Ich empfinde das nicht so und wünsche es keinem anderen Menschen; denn es macht unglücklich...


    Und den noch:

    Viele Menschen neigen dazu, die eigene Rasse als Zentrum des Universums zu definieren und dem alles unterzuordnen

    Den Begriff "Rasse" habe ich - zugegeben - provokativ verwendet, weil m.E. derzeit eine biologisch definierte Kategorie (die Rasse) moralisierend und oberlehrerhaft nichtig geredet werden soll. Es gibt sie aber und wir könnten sie auch umbenennen, was jedoch ein völlig anderes Problem auch nicht löst.


    Und eine Meinung zu vertreten, heißt nicht, diese als einzig Richtige zu betrachten. Vielmehr kann man Meinungen völlig sachlich in einem Diskurs austauschen, ohne Menschen mit anderer Meinung zwischen den Zeilen für blöd zu erklären.

    ...ich habe da so meine Bedenken, da wird nicht viel sein zu Nehmen.

    Wo nix ist, kann nix werden - da hast Du natürlich vollkommen recht. Wenn aber etwas da ist, die Königin brauchbar und man sich kümmert (füttern), wird es i.d.R. auch glücken. Ich habe das schon des Öfteren so gemacht und es hat gut funktioniert. Er wollte ja unter #4 wissen, wie es gehen kann...

    Ich bekomme vom lokalen Imkerladen morgen eine frisch geschlüpfte Königin.

    Die setzt Du in eine Beute mit 1 - 2 FW + Leerwabe + MW; darauf eine Bienenflucht, darauf 2 - 3 Honigräume mit Bienen. Nach 2 Tagen HRe abräumen, Deckel auf die BF und die Finger weg für eine Woche. Dann BF entfernen und nochmal eine Woche auf die Finger setzen. Dann schaust Du nach, ob Stifte da sind und kannst die Kö' zeichnen.


    Viel Erfolg!

    Geht, macht man ja bei einräumiger Völkerführung DN oder Za auch so.


    Jedoch würde ich es so machen wie Llecter es vorschlägt. Dann bist Du auch gleich den Milbenhauptanteil los. Die geschlüpfte und intensiv behandelte Brut kann man danach (August) einfach vor's Flugloch schütteln und zulaufen lassen.


    Viel Erfolg!

    Bei der Situation würde ich einen Schnitt machen: Das ganze Volk auf neue Rähmchen mit MW setzen (abschütteln). Da sie offensichtlich baufreudig sind, kommt unter dünnem Futter (1:1 Zuckerwasser) dann ein geordnetes BN zustande, wenn die Rähmchenabstände korrekt sind. Die Kö' ist noch jung und kann alles neu bestiften. Angenehmer Nebeneffekt - die Milben werden substanziell reduziert. Altes "Bauwerk" samt Brut würde ich in diesem Fall einschmelzen.

    Danke Dir!


    Das mit dem Käfigen der Königin ist son lokales Ding. Irgendwem ist hier einmal ein Volk direkt wieder ausgezogen...

    Habe ich noch nie erlebt, dass bei einer TBE ein Volk abhaut. Vlt. waren sie vorher schwarmtriebig ?!


    Ich käfige die Kö' nicht - sie soll ja legen, in eine Leerwabe, die dann als Fangwabe nach dem Verdeckeln entnommen wird. Kann man auch weglassen - ich folge hier aber dem Prinzip der "Schlechtestenselektion", wie Kleingartendrohn und ribes es immer betonen. Die Königin fangen und vorweg auf die neuen Rähmchen setzen, mindert das Verlustrisiko. Das ist mir schon mal passiert - sehr unschön.


    OXS-Behandlung wie Ralf es angibt.

    Ob diese auf ausgebüchste Schwärme von imkerlich gehaltenen Völkern zurückgehen oder schon länger (> 500 Jahre) existieren, wer weiß das schon?!

    Weiß das echt keiner? Vermutlich auch eine Frage, ob es jemanden interessiert. Mithilfe der Genetik könnte man das sicher schnell raus kriegen.

    Zum Thema "Ausrottung" durch den Menschen

    So wie ich das verstanden habe, ist die Milbe ja erst durch den Menschen in Europa eingeschleppt worden und seit dem rafft es die Westlichen Bienen dahin. Jetzt so zu tun, als wär der Mensch der Retter der Honigbiene... naja.

    Wie soll man vergleichend auf einen genetischen Ursprung analysieren, wenn dieser nicht verfügbar ist ? Das Problem gibt's bei der Paläontologie ständig...


    Die Milbe wäre auch ohne das Zutun des Menschen nach Europa eingewandert - sie war in den 70er Jahren schon in Völkern in Russland zu finden. Und der Mensch ist nicht "Retter der Honigbiene", sondern er unterstützt diese imkerlich. Dass dabei Interesse am Honig seit Jahrhunderten eine Rolle spielt, ist absolut nicht verwerflich - im Gegenteil. Mensch und Bien sind seit langem eine Zweckgemeinschaft zum Wohle beider (Rassen).

    Letztendlich habe ich bislang noch kein Eingreifen des Menschen in die Natur gesehen, was irgend etwas positives bewirkt hätte (wobei positiv noch definiert werden müsste). Selbst wenn man nach krampfhaftem Überlegen irgendwann ein Projekt erinnert, stünde es den negativem Bollwerk der Katastrophenansammlungen doch lächerlich gegenüber. Aber soweit wollte ich gar nicht abschweifen. Eigentlich wollte ich nur wissen, ob man auch Honigbienen in den Garten locken könnte, aber offenbar eher nicht. :)

    Diese Einschätzung ist fatalistisch und führt sich in letzter Konsequenz ad absurdum. Das ist aber eine andere Baustelle.


    Ja, (Wild)Bienen kann man auch in den eigenen Garten locken. Dazu müsste man eine Wildwiese o.ä. anlegen, diese pflegen und für ausreichend Nistplätze sorgen. Gleiches gilt für Honigbienen, aber da wäre man wieder imkerlich unterwegs, was sich mit der vorgenannten Einstellung schlecht verträgt.

    Ich werde bei der nächsten Ernte einfach mal etwas Leerraum zwischen Brutraum und Bienenflucht geben, sodass die Bienenflucht nicht direkt auf dem Brutraum aufliegt.

    Das wäre nur die "halbe Miete". Ein frisch geschleuderter HR unter einer Bienenflucht wirkt wunder. Wenn noch keine verfügbar, mal 2 oder 3 vorher schleudern; das erleichtert die Sache ungemein.


    black.peterle vielen Dank für den Hinweis mit dem Verbleib der Bienenfluchten bis zur letzten Ernte. Auf die simpelsten Dinge komme ich einfach nicht...

    Haben wir die alle ausgerottet? ?(

    Eine Frage, die m.E. schon bewertend mahnt!


    Honigbienen, betreut durch Imker, sind natürlich züchterisch bearbeitet in bestimmte Richtung(en). Züchterisch unbearbeitete Völker, die der Idee wildlebender Honigbienenvölker vielleicht am nächsten kommen, sind wohl sehr rar. Ob diese auf ausgebüchste Schwärme von imkerlich gehaltenen Völkern zurückgehen oder schon länger (> 500 Jahre) existieren, wer weiß das schon?!


    Zum Thema "Ausrottung" durch den Menschen: Größter derz. Feind der Honigbiene ist die Varroamilbe. An deren Verbreitung war Mensch beteiligt; es wäre m.E. aber auch ohne dessen Zutun gekommen (hätte etwas länger gedauert). Dieser Parasit rafft die Völker dahin, auch und besonders wildlebende. Man kann den Menschen aber nicht für die verheerende Wirkung der Varroen in Bienenvölkern verantwortlich machen. Im Gegenteil - durch imkerliches Tun überleben rein statistisch 85 % der Bienenvölker die Winter!


    Und da sind wir am entscheidenden Punkt: Ist der Mensch durch seine Existenz und sein Tun per se ein Störenfried der erdlichen Naturordnung oder ist er natürlicher Bestandteil dieses Systems ?


    Auch wenn viele Handlungen von Menschen natürliche Ressourcen belasten, es gibt aber genau umgekehrt menschliches Tun, das die Natur unterstützt. Dazu gehören die überwiegende Zahl der Imker, die in ihrer Gesamtheit ein viel umfassendere Verständnis von Zusammenhängen natürlicher Ressourcen besitzen und diese überwiegend unterstützen.


    Insofern liegt in der Frage m.E. schon eine "bias", eine tendenzielle Antwortvorwegnahme: Menschen rotten aus, sie pflegen und unterstützen die Natur nicht!

    Dem, werte Katja, möchte ich persönlich entschieden entgegen treten.

    Es ehrt Dich, auf eine andere Weise Licht in's Dunkel zu bringen! Ich kann Dir diese Korrelation - Drohnenbrutbefall vs. Gesamtmilbenzahl auch nicht benennen. Nach einigen Versuchen mit Drohnenbrutbefall die Milbensituation abzuschätzen, hab' ich's aufgegeben. Es passte selten zueinander, was ich an meiner diletantischen Vorgehensweise festgemacht hatte und am jeweiligen Zeitpunkt der Diagnose.


    Es ist praktisch einfacher und aussagefähiger, mindestens den natürlichen Milbenfall von Zeit zu Zeit zu bestimmen. Dieser ist ziemlich ungenau - am Besten ist die Alkohol Auswaschung oder Puderzucker Bestimmung, die zur Diagnose des Bienenbefalls aussagefähiger ist. Dann weiß man noch immer nicht, wie hoch die Milbenlast in der Brut momentan ist. Dann käme Dein Vorschlag zum tragen. Praktisch fand ich keinen Unterschied zwischen dem Befall von Drohnen- und Arbeiterinnenbrut.


    Für mich ist die Radikalkur der totalen Brutentnahme mit nachfolgender OXS-Behandlung im Sommer ein Garant für die massive Milbenreduktion zum entscheidenden Zeitpunkt. Die Völker kamen bislang immer bestens damit zurecht. Es ist zwar eine Materialschlacht für z. B. 15 Völker, lohnt sich aber. Die Milbenkontrolle danach ist dann eher eine Freude, denn ein Ärgernis.

    Nochmal: Wiese und Weide sind DAUERGRÜNLAND. Das heißt, es ist dauerhaft über unbegrenzte Jahre mit typischen Grünlandpflanzen bewachsen. Das sind auf jeden Fall ausdauernde Gräser, ausdauernde, aber mindestens mehrjährige Kräuter.

    Alles andere ist Ackerland, auch wenn da für eine (oft) festgelegte Zeit Gräser oder / und mehrjährige krautige Pflanzen in Reinsaat oder im Gemenge angebaut wird.

    ...

    Zum Schnittzeitpunkt ist schon richtiges gesagt worden: Samen müssen reif sein.
    Und das Erntegut muss nach dem Abtrocknen abgeräumt werden. Ansonsten werden die Gräser gefördert.

    Wie man das kategotisiert, hilft dem Halbwissenden wenig. Die Insekten und ich leben mit folgendem Kompromiss seit Jahren gut: Erste Mahd im Juni, wenn die Gräser schon Samen bilden. Es wird nicht vollständig gemäht, sondern inselförmig, so dass gut 2/3 noch stehen bleibt. Das fördert die umfassende Samenbildung von Blühpflanzen, die meistens später blühen. Das "Heu" wird nach Trocknung abgeräumt. Zweite Mahd erfolgt hier (!) im August komplett. Dieses "Heu" bleibt gut drei Wochen liegen und wird hin und wieder bewegt, damit die Samen der Blühpflanzen abfallen. Im Sept. wird konsequent abgeräumt. Im Herbst und Frühjahr wird die Fläche konsequent von Biomasse (Blätter, Zweig etc.) befreit, damit der Magerboden erhalten bleibt.


    Ist schon ein bisschen Arbeit!

    Dachaufstellung ist halt immer aufwändig - vom Einrichten über den Zugang bis zum Abräumen. Es gilt zwar als "schick", ist aber Aufwand und am Ende steht man oben und hat den Klippkäfig, zu wenig Rähmchen nicht dabei oder irgendetwas anderes fehlt...