Beiträge von beemax

    Noch mal: Wenn man seine Völker durch die letzte Saison geführt hat und weiss, wann man was gemacht hat, und das alles funktioniert hat, dann kann man das Thema jetzt auch entspannt angehen.


    Ich möchte aber daran erinnern, dass wir den ganzen Winter über in diesem Forum darüber geschrieben haben, dass es sehr mild ist, die Bienen teilweise gar nicht aus der Brut gehen, und unklar ist, ob und wie die Winterbehandlung gewirkt hat.

    ...

    Aber es zeigt mir, dass es unschädlich ist, zumindest einmal im Frühjahr einen genaueren Blick zu werfen.

    Ja, Ralf, keiner sagt was dagegen. Es ist ohnehin immer (!) eine regional / lokale Betrachtung notwendig.


    Orakel gelten m. E. niemals pauschal für alle, egal von wem sie kommen.


    Meine Völker waren definitiv brutfrei - das sehe ich beim Schieden im Februar, wo ich von oben einen Blick auf jede Wabe schauen kann; gut so!


    Die Effizienz der Winterbehandlung lässt sich stichprobenartig durch eine weitere OxS-Staubbehandlung z. B. 8 - 10 Tg. nach erster Behandlung bestimmen. Ein Vorteil dieser Applikationsmethode!


    Dies gilt auf keinen Fall für die Träufelbehandlung - da ist zweimal einmal zu viel!!


    Fallen z. B. bei der Winterbehandlung 340 Milben in 10 Tg. und bei der 2. Behandlung nochmals 25 Milben nach weiteren 10 Tg. und nehe ich eine Effektivität von ca. 93 % an. Praktisch ergibt sich, dass mit dem - recht hohen Wert - von 340 "der Drops gelutscht ist" und man befreit ins FJ gehen kann. Denn von dem theoretischen Rest (von mind. 25) fällt ein Großteil noch durch die Brutpause aus und es verbleiben sehr wenige im Volk über die man sich keine Gedanken machen muss.


    Zurück zur Verstärkung / Ausgleich: Bisher habe ich das nicht gemacht; geht ja auch so. Aber d. J. möchte ich mögl. Ähnlich starke Völker an den Ständen haben. Das macht die Arbeit leichter.

    Nach der Varrroa (-Kontrolle, - Behandlung) ist vor der Varroa; völlig korrekt. Um es sachlich zu bewerten: die Milben sind jetzt kaum zu finden; denn sie sitzen jetzt (!) in der verdeckelten Brut, um sich zu reproduzieren. Die findet man jetzt (!) weder mittels Schubladen (bei mir immer ab Ende Februar bis Anfang April drin, um für Wärmeschutz von unten zu sorgen) noch mit dem Varroa Checker.


    Vielleicht weiß ich auch zu wenig über die Interpretation eines Milbenfalls, gerade im frühen Frühjahr (z. B. 1 gefallene Milbe entspricht einer Population X im Volk). Da könntest Du, rall0r , uns im Mai Deine Resultate nennen. Die dürften dann auch erste relevante Hinweise pro jew. Volk (!) liefern.


    Vor der ersten Honigernte brütet der Bien dem Milb davon - wissen wir doch. Mir geht's jetzt um möglichst gleich starke Völker - machen weniger Arbeit.

    Frage: würdet ihr in diesem Falle den BR auch komplett mit Mittelwänden auffüllen? Oder eher mit sechs oder sieben Rähmchen, schieden und bei entsprechender Entwicklung sogar HR aufsetzen?

    ...

    Wenn Ihr da Tips für mich habt...

    Empfehlung: BR (Format nach Wunsch) mit einer Futterwabe, so vorhanden am Rand und Leerwabe daneben, ggf. mit Wasser gefüllt, weiters 2 -3 MW (es reichen auch halbe, dann bekommst Naturbau im unteren Bereich), dann Schied. Dazwischen die Kö' im geöffneten Ausfresskäfig, mit Futterteig verschlossen, so dass sie befreit werden muss. Bienenflucht drauf, darüber 2 HR mit Bienen von einem oder 2 Völkern, gerne auch 3. Nach 24 Stunden leere HR abräumen und Deckel drauf. Nach weiteren 24 Std. Bienenflucht entfernen und Fütterer mit Zuckerwasser 1:1 auf den BR, Deckel drauf. Nach weiterer Woche sollte der Fütterer leer sein - abnehmen und auf Eilage kontrollieren.

    Funktioniert bei mir bisher immer.


    Sind die Rähmchen mit (halben) MW ausgebaut und zum größten Teil bestiftet bzw. mit Brut belegt, kann man Anfang Juni noch ein Leerrähmchen für Drohnenbau geben (6. Rähmchen). Bei guter Tracht wird der auch noch ausgebaut und bestiftet...


    Viel Erfolg !


    p.s. Honigraum würde ich gar nicht aufsetzen, eher ein weiteres Rähmchen ausbauen und füllen lassen; dann sparst die Schleuderei

    Um die Geschichte soweit aufzulösen: Das Volk hat die zugehängten Stifte verdeckelt und keine Nachschaffungszelle angelegt. Hat aber leider nach wie vor sonst keine Brut im Volk.

    Also ist eine drin, unbegattet oder sie stehen kurz vor Drohnenbrütigkeit...


    Ich hatte im Spätsommer auch eine, die das Legen eingestellt hatte: nach 4 Wo abgedrückt und neu beweiselt. Da die Alte gezeichnet war, gab's kein Problem, bis auf die geringere Anzahl Winterbienen (Volk jetzt in guter Entwicklung).


    Wie nun die unzureichende Kö' finden ?

    Ich kenne nur zwei Methoden:

    - genau Wb. für Wb. absuchen, ggf. mehrfach (auch kleine Kö's lassen sich finden) und Kö' rausfischen;

    - Volk bei warmem Wetter komplett aus der Beute entfernen - am Besten leere zweite Beute an den Platz der alten Beute mit Absperrgitter vorm Flugloch und dann alle abschütteln / abfegen. Die Kö' sollte am ASG hängen bleiben.


    Die erste Methode kann sehr langwierig sein und dennoch findet man sie nicht. Bei der zweiten Methode hängt man eine neue Kö' im geöffneten Käfig in die Beute. Diese wird i.d.R. freigefressen und angenommen.


    Viel Erfolg!

    Mit der Verstärkung ist das so ein Problem. Man verstärkt auch die Varroa.

    Korrekt, wenn die Milben noch drin wären.

    Nach der OxS Winterbehandlung ist aber ca. 90 % raus.


    Sehe es so wie Ralf und möchte jetzt unterstützen. Habe 1 Wb mit Bienen aus einem starken Volk zugehängt und den Platz mit einem weiteren getauscht. Die anfliegenden Neubienen werden "auf Herz und Nieren" am Flugloch geprüft und dann reingelassen.


    Nächste Woche prüfe ich, ob die Kö' ordentlich loslegt.

    Ja, so schwach sind sie ja nicht - hinken hinterher. Deine beschriebene Vorgehensweise beim Wandern schwächere Kandidaten als Empfänger für den Überschuß zu nutzen, finde ich sehr schlüssig.


    Ich berichte, wie es weitergeht...

    beemax Ist denn bekannt, warum das Volk schwach ist?

    Ja, ich vermute zwei Gründe:

    1. Letztes Jahr Milbenbefall im oberen Bereich des Standdurchschnitts.

    2. Futterverbrauch erhöht (was zu 1. passt), musste im Jan. schon Futterteig auflegen.


    Zum Milbenbefall - Jungvolk im Mai 2019 gebildet aber aus Zeitmangel keine Milbenbehandlung und keine TBE im Sommer gemacht (mein Fehler). Darin liegt m.E. die Ursache. Genetik der Kö' ist o.k., wenn aber die Gefolgschaft fehlt...

    Samstag wird's hier endlich wärmer und dann wechseln sie die Plätze

    Keine gute Idee, Ein Trachtvolk zu schwächen. Erst wenn ein Trachtvolk Näpfchen poliert eine Wabe umhängen.

    Habe da so 3 - 4 Kandidaten, denen man schon ein paar Bienen entnehmen kann. Die Kisten rappelvoll, HR drauf und alle in angeregter Erwartung - voll nervös. Wird Zeit, dass es wärmer wird!

    man hört die Vorträge von Guido Eich und Jürgen Binder an....

    und päppelt weiter anstatt mit starken Völkern erst mal eine mögliche Frühtracht zu nutzen! Die Pflanzen sind weit voraus. Die anderen werden sich bis zur Linde schon entwickeln.

    Schaut was in den nächsten 2-4 Wochen an Wetter und Tracht im Umkreis des Standes kommen könnte. Wenn Tracht kommt, macht man Honig (Binder).

    Vorsicht, lieber bienenfred - hier (!) sind wir gerade kurz nach der Kirschpflaume und seit ganz kurzem mit beginnender Weidenblüte, einer Aufbautracht. Da darf man schon mal päppeln, insbesondere wenn die Genetik erhaltenswert ist. Ich benötige die Drohnen! Honig machen sie ohnehin noch genug, wenn's hier richtig losgeht...


    Und Hr. B. versteht sich aufs Vermarkten; gerne mit markigen Sprüchen. Meine Imkerei ist sehr regional und darauf ziemlich gut angepasst.

    Danke Euch schon mal. Mit dem Aufsetzen hatte ich bisher wenig Glück... vlt. wegen des zu großen Untetschiedes.


    Darum gefällt mir der Vorschlag von Franz am Besten. AM Samstag wird's hier endlich wärmer und dann wechseln sie die Plätze :daumen:.

    Liebe Imkers,


    bei der ersten Durchsicht fand ich ein schwächeres Völkchen mit derz. Brut auf zwei Waben DN1,5 (der Rest am Stand hat Brut auf 3 - 4 Wb). Naturgemäß findet dort auch nur wenig Flugaktvität statt, bei 7 bis 8 °C im Sonnenschein. Sorgen mache ich mir nicht um das Volk, würde es nur gerne in seiner Entwicklung unterstützen. Schied sitzt auf 3 Wb, Kö' im letzten Jahr selbst gezogen im SBA - völlig unauffällig eingewintert, Futter ist ausreichend vorhanden.


    Plan ist, aus den starken Schwestervölkern 2 bienenbesetzte DN1,5 Wb. hinter dem Schied zu platzieren, um etwas mehr Frauschaft für den Massenwechsel zu haben. Besser wären brut- und bienenbesetzte Waben, jedoch möchte ich die "Renner" jetzt nicht zu sehr schwächen.


    Was meint Ihr ?

    Der Initiator aus dem o.g. Hobos Projekt beschrieb in seinem Buch "Phänomen Honigbiene" (vlt. auch in einer anderen Publikation), dass Bienen beim Flug über Wasser diese Fläche ohne Landmarken nicht wahrnehmen. Somit würde ich annehmen, dass die 150 m Rheinbreite kein Problem darstellen.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei Verfügbarkeit von guter Trachtquelle, z. B. Raps, "hinter dem Wasser", die Sammelbienen dann ohne Weiteres diese anfliegen, erkennbar an dem typischen Rapszeichen am Kopf der Sammlerinnen. Ich kann das mit Sicherheit sagen, weil es anderweitig keine Rapstracht gab - nur übers Wasser.

    Tja, hier mal eine ganz andere "Verschwörungstheorie": Bestünde ein ernsthaftes Interesse von Bayer Animal Health am Schutz der Bienen gg. Varroa, würde man doch parallel zu Perizin OxS in welcher Form auch immer zulassen.


    Warum das nicht erfolgt ? - Gibt einen wichtigen Grund: Damit kannst zu wenig verdienen. Es ist beim Perizin mittlerweile schon zu gering.


    Macht nix - andere haben auch Ideen...

    Die einzigen, die groß genug sind, wie Bayer, wurden von den Deutschen Imkern vertrieben. Die Geschäftsbereiche von Bayer Bee Health wurden in Deutschland verkauft, werden aber im Rest der Welt immer noch geschätzt.

    Bayer lässt sich von Imkern vertreiben ?? :roll::lol:


    Steile These !


    Nebenwirkungen - worin liegt das Problem für Imkers ? Einatmen von substanziellen Mengen unmöglich wg. Reizhusten; da stellt man sich weit genug weg. Und die Berührung ist kein Thema, solange Trockensubstanz genutzt wird. Da ist die Sprühlösung unangenehmer...