Beiträge von beemax

    Viele Fragen...


    Wenn mit der Blüte in 3 Wochen gerechnet wird, müssen die Völker schon recht gut in Form sein. HRe aufsetzen, wenn sie stark genug sind, zur Weidenblüte.

    Nektar aus der Birne ist eher zu vernachlässigen, aus der Apfelblüte schon.


    Ein Wermutstropfen - stimm' mit dem Obstbauern ab, wann er die Spritze anwirft. Das könnte Verluste nach sich ziehen, auch durch den eingelagerten Pollen ...

    Night Shadow , die Tatsache einer hohen genetischen Vielfalt (Durchmischung) ist doch eher günstig für die Zuchtarbeit, greift man doch prinzipiell auf eine breite genet. Basis zu, aus der bestimmte Merkmale verstärkt werden.


    Das Stabilisieren derartiger Linien braucht Zeit und v.a.D. gezielte Verbreitung. Mit der üblichen Ablegerbildung und den (hier im Norden üblicherweise verbreiteten Linien) kommen wir nicht so richtig voran, auch wenn es Ausnahmen gibt.


    Vielen Imkerlingen sind solche genetischen Spezialistinnen zu teuer oder sie kümmern sich lieber um Drohnenschnitt und AS-Behandlung; geht doch...

    Ja aber, die imkerlich-züchterische Selektion hat es auch nicht gerichtet.

    keinimker , bin Dir noch eine Antwort schuldig.


    Schwarz/weiß denkst Du doch auch nicht. Es wird Zeit benötigen, um die erzielten (Zucht-)Erfolge zu verstehen, zu verbreiten und zu erhalten. Es wird Rückschläge geben - aus mangelndem Wissen, aus falschen Maßnahmen oder schlicht Pech. Die Zuchtarbeit all' derer, die sich der varroatoleranten Biene widmen, ist m.E. Gold wert. Zucht ist nichts anderes als die natürliche Selektion - nur mit weniger Verlusten und es geht vermutlich schneller, gewünschte Ziele zu erreichen.


    Die Berichte der sog. Überlebenden unbetreuten Bienenvölker sind eben nie so eindeutig, dass man folgern kann - die haben es geschafft, kommen dauerhaft mit der Milbe zurecht. Und wenn es so sein sollte, mangelt es an anderen Eigenschaften, die Imkerlinge so schätzen.


    Ohne Deine Bienenpopulation zu kennen, behandelst Du noch - differenziert nach Befall, generell oder gar nicht ? Du kannst ja selbst beurteilen, was nötig ist und was man lassen kann.


    Der teure Holzklotz entwickelt m.E. eher den Schaden, den das letzte Video zeigt. Und das sah ja nicht nach Winter aus....

    Abgesehen von der "Unhandlichkeit und den Anschaffungskosten", die Bienen müssen es erleiden. Aber soll ja natürliche Selektion sein !??? Womit mal wieder gezeigt wurde, dass die passende ideologische Sicht nahezu alles rechtfertigen soll.

    "Naturfreunde", die Bienen lieben - interessante Zielgruppe. Und das Marketing ist darauf zugeschnitten - passt dort exakt (merke: Marketing ist, wenn man den Hühnern die Füße plattklopft und sie als Enten verkauft. ;)).


    Die "natürliche Selektion" wird's schon richten; dauert halt!

    Bienen können vermutlich flexibel mit solchen "Vorgaben" umgehen. Den dezenten Hinweisen von jonas sei noch hinzugefügt, dass neben der Oberflächenrauhigkeit die exakte Form eine Rolle spielt. Dabei sind m.E. die exakte Kantenform und die Ausprägung des jew. Bodens wichtig. An den Kanten "passiert etwas", das die Bienen zum Bauen animiert oder nicht.

    Eine Beurteilung von Völkern kann immer nur relativ erfolgen - z.B. relativ zum Standdurchschnitt. Dabei muss man Kriterien bilden, nach denen die Völker bewertet werden, z. Bsp.


    Beurteilungskriterium + 0 -
    Volksstärke im Febr. (Anz. bes. Waben)
    Brutumfang im Mai (Anz. Brutwb. und bebrütete Fläche)
    Honigleistung in kg pro Saison
    Frühtracht
    Sommertracht
    Varroastabilität (Milbenfall Juli - Dez.)
    unter Berücksichtigung der Reduktionsmaßnahmen
    Schwarmverhalten
    Spielnäpfchen, WZ - wie oft nachgebaut, Schwarm
    Sanftmut (ruhig, nervös, wehrhaft, aggressiv)

    + = über Standdurchschnitt; 0 = Durchschnitt; - = unter Standdurchschnitt


    Es benötigt schon etwas Beobachtungszeit, wenn man ein solches Raster füllen möchte. Insofern ergibt sich (für mich), dass ein Volk mit Beurteilung frühestens nach einer Honigsaison und 2 Überwinterungen verkauft werden kann.


    Es macht Arbeit, die Dinge so übers Jahr zu verfolgen und sauber zu dokumentieren. Ich habe festgestellt, dass viele Eigenschaften konstant wiederkehrend entwickelt werden und komme somit zum Schluss, dass ein sehr großer genetischer Einfluss existiert. Mit der Zeit kennt man seine "Linien"...

    Es macht auch deutlich, dass ein gut dokumentiertes Volk eben nicht für € 120 zu haben ist, sondern seinen Preis verdient !


    Und zur Verkaufsstrategie noch eine Bemerkung: Willst Du Völker verkaufen, um sie los zu werden oder willst Du die Völker an Imkerlinge verkaufen, die wieder nachfragen ? Erstere kann man auch als Jungvölker anbieten - ohne diese Beurteilung. Für letzteres ist ein gut dokumentiertes Volk schon mal eine gute Grundlage und der Käufer wird es zu schätzen wissen.

    Die können m. E. nicht alles einlagern, was herangeschafft wird, da es ja kein pralles Volk ist. Zusätzlich geht wohl auch noch etwas verloren durch "interne Hindernisse".


    Ich würde die über die nächsten 4 Wochen einfach mal in Ruhe machen lassen. Sind doch Bienen - die wissen, was zu tun ist.;)

    Man erlebt da auch Überraschungen !

    Ich prüfe immer nur kurz die Futterwabe hinter dem Schied und die ganz an der Beutenwand. Wenn dort Futter ist, dann ist dazwischen auch noch welches... Wenn die Futterwabe am Schied leer wird, wird diese herausgenommen und der Wabenblock aufgeschoben. Ganz an der Beutenwand ergänze ich mit einer Wabe aus dem Lager.

    Meine Bienen sind komisch - die holen Futter von fast allen Waben hinterm Schied und tragen es zu deren akt. Sitz. Manche sind völlig schräg - bearbeiten Sie doch intensivst die äußerste Wabe hinter dem Schied ;).


    Aber das muss man ihnen lassen: Super in-house Logistik!

    Sollte ich das Flugloch lassen, wie es die Bienen anscheinend für gut befinden ?

    Oder sollte ich die Öffnung des Flugloches der Stellung der BW anpassen ?

    Meistens ordnet sich der Bien dort an, wo er im vorigen Herbst saß. So kann es kommen, dass bei spätem Einlegen der Fluglochkeile deren Öffnung nicht mit dem Bienensitz übereinstimmt. Ich habe solche Fluglochkeile, die mittig aber auch seitliche Öffnungen haben. Eine Beeinträchtigung der Entwicklung konnte ich nie feststellen - egal wo die Öffnung liegt.


    Bienen sind flexibel; ich würde nichts ändern.

    Ich hab die Bienentraube bei mir auch noch nie so nahtlos über das Schied hinweg sitzen sehen, vor allem mit einem breiten Wärmeschied und bei 0°. Ob das wirklich sinnvoll ist, wenn mitten in der Wintertraube so ein breites Schied hängt, da bin ich skeptisch.

    Bin ich nicht; denn die Traube schiebt sich über / um das Schied und trägt Futter um. Bei mir kommt das Schied (kein isolierter Rahmen, nur ein 5 mm Brett) ab Anf. Februar in die Völker. Danach sitzen die genauso - größter Teil im geschiedeten Bereich, der Rest über das Schied hinaus in den Bereich der Futterwaben.


    Bei der kürzlichen FK-Probennahme war hier (!) deutlich zu sehen, dass die Bienen im geschiedeten Bereich die Waben entleert hatten, bestenfalls noch eine oder zwei Waben mit Futterbereichen - sicher eine Folge der vergangenen Kälteperiode. Dort wird jetzt Pollen eingetragen und Brut angelegt.


    Ich sage nicht, dass es so sein muss. Jedoch können starke Völker mit dieser Anordnung umgehen, ohne vom Futter abzureißen.