Beiträge von beemax

    Es gibt die Aussage, dass man bis zu 6 x Ox sublimieren kann ohne Schaden für das Volk. Aber wenn da nur geschädigte Bienen sind, kann ich das nicht glauben.


    Deshalb bitte Kirche im Dorf ...

    Kann man und es fördert bei stärker befallenen Völkern die Überwinterungsfähigkeit ungemein. Für den "Normalfall" reichen ein bis drei Behandlungen bei Brutfreiheit.


    Schon richtig - Kirche im Dorf lassen.

    Anfangs orientierte ich mich am sog. "Pressen". Ja, die Völker werden stark, aber nur, wenn Aufbautracht verfügbar ist (Weide, frühe Mirabellen und Pflaumen, Ahorn tw.). Andernfalls müssen sie vom Futter leben und das ist eben nach Monaten genossen nicht der Brüller. Heute setze ich das Schied auf die zu erwartende BN-Größe von Anfang an, den Rest machen die Bienen. Entscheidend dürfte sein, dass zur Schwarmzeit (hier Anfang Mai) die mittleren BW von Holz zu Holz bebrütet sind und im HR Bautätigkeit gefordert ist. Dann läuft's bis zum Ende problemlos. Hängt nat. Von der Genetik ab...


    Ergänzung: Ist das BN angelegt, Finger weg. Reserve für Brutzellen bildet die Pollenwabe am Kastenrand.

    Mich stört der Begriff "Mode". Als ich meine Bienenvölker im April 2011 von DNM zweiräumig auf DN1,5 setzte, war ich überrascht, dass Brutnester so schnell so groß werden können. Ich hatte den Eindruck, die Völker explodieren richtig. Seitdem mag ich es nicht mehr missen! Wie WFLP schon richtig aufzählt, gibt es einige Vorteile beim angepassten BR. Für mich die zwei wichtigsten:


    - wenige Eingriffe ins Volk und diese bedeutend einfacher ohne Quetschen und Würgen

    - definitiv mehr Honig in der Saison, dafür mehr Futter am Ende


    Und swissmix - wenn Du die Legeleistung der Königin kennst (VJ!), kannst Du Dir die Wabenmechanik sparen und gleich die 5 - 7 Waben inkl. Futter drin lassen. Der Bien richtet schon.

    Vielen Dank - das ist der erste schriftliche Hinweis. Demnach liegt der Befall von Stockdrohnen in der Größenordnung der Stockbienen (Tab.1). Bei Völkern mit hohem Befall sind die Stockdrohnen mit 18 % stark befallen, die Flugdrohnen mit 11 % ebenso - stärker als Flugbienen.


    Unabhängig von den Quantitäten zeigt das auf, dass Drohnen durchaus eine substanzielle Rolle bei der Verteilung von Varroamilben von Vok zu Volk spielen; vielleicht stärker noch als Flugbienen, die ja zumeist wieder in ihren heimischen Stock zurückkehren. Somit ist meine Frage beantwortet und ich denke, dass der Milbenbefall pro Bienenstand viel wichtiger ist als pro Einzelvolk. Das sollte man berücksichtigen, gerade wenn es um Themen wie Re-Invasion geht und z. B. des Nachbars "verseuchte Völker".


    Die Männer sind halt auch beteiligt...

    Weisellose oder Völker/Schwärme mit einer Unbegatteten oder gekäfigten Begatteten sind Magneten für Drohnen.

    Und die zugeflogenen Drohnen bringen wohl auch Milben mit.

    Das ist z. B. ein "trigger", der sozusagen eine Milbenverbreitung über Drohnen anschiebt. Wie ist es mit Hormonspiegel im Volk ? Gibt's dazu Erkenntnisse ?

    Im Juli beginnt das neue Bienenjahr......

    Da gilt es Virenfrei und mit gutem Proteinspiegel, und wenn nötig, mit Junger Queen zu starten.

    Meist werden die Drohnen ja zu diesem Zeitpunkt aus Gründen des Mangels abgetrieben, für mein Verständnis beginnt ab da schon das Leiden........

    Genau - und was machen die Drohnn, wenn sie bei A rausfliegen ? Sie wechseln zu B oder C, die noch nicht so weit sind, ihre Männer rauszuwerfen.... und bringen "Gastgeschenke" mit.

    Die sog. Re-Invasion beginnt m.E. im Sommer - da siedeln sich die Milben in der offenen Brut an etc. etc.

    Für mich ist es klar, dass die Drohnen eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der Milbe von Bienenstand zu Bienenstand zukommt.


    Ich bin mir heute sicher, dass eine "Reinvasion" in der Zeit von Aprli, bis Juli, wegen diesem Umstand eben höher ist, als im Spätherbst. (Aug- Nov)

    Das war der Hintergrund meiner Frage. Wir kennen diesen Teil der Verteilung eher wenig. Zudem kommt mir (!) die Rolle der Drohnen im Zusammenhang mit der Bienengesundheit eher zu kurz. Seitdem ich keine Drohnenbrut von vermehrungswürdigen Kandidaten mehr schneide, kann ich nicht von einer vermehrten Milbenlast sprechen - eher umgekehrt.


    Gibt es zu dem Aspekt Gesundheit im Bienenvolk und Drohnen mehr Schriftliches ?

    Danke für die Antworten - ich sah es auch so - weniger Individuen, je später im Jahr um so weniger vorhanden, eher schlechte Wahrnehmung bei der Volkskontrolle, jedoch: Ich formuliere es mal als Frage

    werden sie auch durch bestimmte Situationen im Bienenvolk angezogen

    Warum vagabundieren Drohnen durch die Völker (ich habe tw. jetzt noch einige in den Völkern - keine Drohnenbrütigkeit !), gibt's da einen "trigger" ?

    sorgen sie somit für einen wesentlichen Teil der Verbreitung von Milben ?

    Es ist jetzt eher nicht die Zeit für Drohnen, jedoch frage ich mich schon länger danach, ob erwachsene Drohnen Milben tragen. Dass sie von der Milbe im Brutstadium befallen werden, ist hinreichend bekannt - ob mehr oder weniger als Arbeiterinnenbrut sei dahingestellt. Ich sehe Milben auf Arbeiterinnen eher schlecht. Auf Drohnen habe ich noch nie eine Milbe sitzen sehen, was nichts heißt.


    Es ist ja bekannt, dass Drohnen durch unterschiedliche Völker vagabundieren. Sicher werden sie auch durch bestimmte Situationen im Bienenvolk angezogen...


    Somit die Frage, tragen Drohnen Milben mit sich herum und dann die nächste Frage - sorgen sie somit für einen wesentlichen Teil der Verbreitung von Milben ?


    Wie sind Eure Erkenntnisse ?

    Diese lehnt Bernhard aber ab, weil er behauptet, dass diese die Wintertraube auflöst.

    (konnte ich übrigens, wie auch andere seiner Thesen, nicht bestätigen, auch nicht mit Temperaturfühler im BN).

    Hier (!) löst sich durch eine Winterbehandlung keine Traube auf - sei es OXS geträufelt oder sublimiert. Beim Sprühen wäre ich mir jedoch nicht so sicher...

    Es kommt sehr auf die Applikationsform an.

    ... wie sieht es denn da mit den anderen verwendeten Mitteln aus? Milchsäure, Oxalsäure, AS und auch das, jetzt als Oxybee verkaufte, Bienenwohl dürften vom ph- Wert auch nicht viel besser da stehen.

    ...

    gehe eher davon aus, dass Jeder letztendlich sein eigenes Behandlungskonzept finden muss. Was beim Einen klappt, kann beim Anderen durchaus versagen.

    Wir haben es hinreichend hier im IF diskutiert (Suchfkt.). Ich gebe hier nur meine eigene Meinung wieder, nicht die gültige Gesetzeslage:


    Jede Säure, ins Bienenvolk eingebracht, bewirkt etwas. Dabei sind zwei Aspekte wichtig - die Säurewirkung als solche (hängt ab von der Konzentration am Wirkort und der individuellen Säurestärke) sowie die Applikationsform.

    Der Wirkort ist die unmittelbare Umgebung der Milbe; damit wird klar, wie entscheidend die Applikationsform ist (das Zeug muss an die Milbe, bei mgl. geringer Schädigung des Biens).


    Indiv. Säurestärke und Konz. sind additiv zu betrachten - je stärker die Säure, um so geringer die notw. Konzentration.

    MS - 15 %ig in Lsg.

    AS - 60 %ig in Dampfform

    OXS - 3 - 5 %ig in Lsg.

    OXS - Sublimat (Staub) - 100 %ig


    Nun muss die Applikationsform betrachtet werden, die entscheidend für die Konz. am Wirkort ist. Nach steigender Konz. am Wirkort grob geordnet:


    MS < AS (Dampf) < OXS (Lsg.) < OXS (Staub).


    Die Verteilung der Säure ist am Besten in der sog. Gasphase - das kommt überall leicht hin. MS- und OXS-Lsg. muss gesprüht werden bzw. geträufelt, damit es an die Bienen/Milben kommt. Die gasförmigen Säuren wie AS oder OXS-Sublimat sind am Besten verteilt.


    Betrachtet man nun alles zusammen, ergibt sich die sublimierte OXS als bestwirksames Mittel aufgrund der

    - optimalen Verteilung

    - höchsten Konz. am Wirkort

    - stärksten Säurewirkung infolge vorgenannte Parameter.


    Alles was mit/ohne div. ätherischen Öle, Zucker, Glycerin etc. angeboten wird, sind letztlich nur Spielarten davon, wobei die Zusätze einerseits dazu dienen sollen, die Verteilung / Haftung zu verbessern und andererseits mglw. (!!) synergistische Wirkung zu entfalten.


    Meine Meinung!

    Wie das bei der Zulassung zustande kam, fragt man sich schon. Wird da mit zweierlei Maß gemessen ?


    Faktisch hinterlässt eine OX-Sublimation im Winter (s.o. Bsp.Rechnung) im ungünstigsten Fall, dass 75 % dauerhaft im Bienenvolk verbleibt (gesamt ca. 750 mg) OXS-Konzentrationen im Honig in der natürlich vorkommenden Größenordnung.


    Bsp.rechnung für Varromed:

    1 ml enthält u.a. 44 mg OXS-Dihydrat + 5 mg AS. Anwendungsempfehlung für bspw. Völker mit ca. 10.000 Bienen (FJ) 30 ml entspricht somit 1.230 mg OXS + 150 mg AS. Ernte ich wieder die 20 kg FJ-Honig, bin ich bei gast doppelt soviel wie die o.g. Größenordnung.


    Es möge jeder selbst urteilen, wie das für den Fall aussähe, den Ulrich hier nannte.