Beiträge von beemax

    Momentan haben die Völker ihre wohlverdiente Ruhe. Nach der Saison ist vor der Saison...


    Sicher haben hier Experten Erfahrung mit gezielter Begattung im "Mondschein". Ich habe einige Ablegerkästchen präpariert, so dass sie "drohnendicht" sind und gezielt Kö's freilassen können. Leider ist das praktische Apidea-Kästchen von Dieter ( wasgau immen ) beim vorletzten IFT an mir vorbeigegangen :(. Vielleicht kannst Du mir per PM nochmals die Variante erläutern (Dein Postfach für PM ist leider überfüllt).


    Wie bändigt Ihr die Drohnen in den jeweiligen Völkern ? Ein Versuch mit einem modifizierten Boden ging bei mir leider schief, weil das halbe Volk vorlagerte; es war offensichtlich die eingeschränkte Belüftung zu gering. Wie sieht ein brauchbarer funktionierender Boden, z. B. für DD aus ?


    Vielen Dank für Eure Anregungen!

    beemax Genau! den Teil mit den Wachspartikeln hatte ich vergessen. Mir sind die Siebe allerdings dieses Jahr schon nach 5 Stunden schleudern verstopft. Abhilfe schaffte aber ein Pfannenwender.

    Ich schiebe für die groben Wachspartikel noch ein einfaches Haushaltssieb zwischen Schleuderausgang und Siebkübel. Das ist eine Kleinigkeit mit großer Wirkung: Da verstopft dann nichts in den Kübelsieben. Das Vorsilbe wird dann täglich gereinigt / gewechselt.

    Allerdings beruht das Prinzip des Siebkübels mit Doppelsieben darauf, dass der Kübel unter der Schleuder sitzt. Folglich ist es nicht möglich den Honig währenddessen abzulassen ohne den Kübel zu tauschen. Damit das aber ohne Wechsel möglich ist gibt es den Quetschhahn oben um nach dem Siebkübel den Honig direkt in Eimer abzufüllen.

    Schlaugemeiert: der oben liegende Quetschhahn beim Siebkübel hat den Sinn, dass ein kontinuierlicher Durchlauf des Honigs mit Wachspartikeln durch einen permanent gefüllten Siebkübel erfolgt und so die Wachspartikel immer obenauf hinter den beiden Sieben (grob + fein) schwimmen. Man kann sie zwischendurch abschöpfen! Damit kann ich z.B. 2 -3 Tage am Stück schleudern, ohne dass etwas verstopft. Der untere Quetschhahn ist nur zur abschließenden Entleerung des Siebkübels.


    Und wenn man so ein Teil zwischenschaltet, kann man ohne weitere Siebung direkt in die 12,5 kg-Eimer füllen. Diese lassen sich bequemer laden / transportieren. Anschließend kann man damit alles Mögliche veranstalten...

    aber warum dann wieder auf 10er wechseln?

    Weil Du dann schöne dicke Waben mit Honigfüllung bekommst, die mit dem beheizten Messer gut zu entdeckeln sind.


    Was die unterschiedliche Breite der "Ohren" am OT angeht, darum hatte ich mich entschieden, statt Rechen Metallschienen zu nutzen. Da ist das völlig egal, wie breit die Ohren sind - brauchst dann halt Abstandspilzköpfe. Der Umbau ist schnell gemacht.

    Empfehlungen ? Da kann man sich auf's Glatteis begeben ;)....


    Bei mir so: DD-HR-Zarge mit

    a) 10er Rechen für die Dickwabe zur Entdeckelung mit beheiztem Messer (gibt mehr Honig im Entdeckelungswachs) - gut geeignet für bereits ausgebaute Waben


    b) 13 Waben auf Metallschienen mit Abstandshalter (Pilzköpfe - bisher kein Verbau zwischen den Waben) - gut für Anfangsstreifen und Naturbau im HR


    Bedenke das Gewicht - eine volle Zarge mit 13 Rähmchen wiegt gut 20 kg. Ab dem 3. HR und Schwarmkontrolle wird's sportlich. Die 10er Dickwaben sind m.E. etwas leichter - je nach Füllung.


    Blöd sind die gängigen Griffmulden; ein Anbau von Leisten oder Metallgriffen macht das Heben leichter.


    Ich habe glücklicherweise eine Hebehilfe.

    Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!


    Wie willst Du Dich / Deine Völker z.B. auf das nächstgelegene Rapsfeld einstellen ? Entweder sie gehen stark in den Winter und kommen ebenso stark ohne nennenswerten Totenfall wieder raus und die FJ-Tracht ist Dir sicher oder man hat Pech, weil weder Raps noch Obst noch "wasweißich" Nektar ob des nasskalten FJs liefert. Oder - siehe Deine Diskussion zur Milbe - die Varroa schwächt sie soweit, dass erst einmal Entwicklung im März bis Mai angesagt ist.


    Shit happens - each and every year.


    Insofern gibt's nur eine ganz allgemeine Empfehlung: Stark ein- und auswintern.


    Viel Erfolg!

    Ja Ralf, mit Abstand betrachtet wird es eben etwas weniger dramatisch. Dennoch ist es für mich (!) immer noch eine Schräglage, wenn wir als Imkerschaft und Hauptlieferant nicht den Qualitätsstandard der anderen Großverbraucher erhalten.


    Da warte ich noch immer auf die "Gleichstellung". Das gibt's offensichtlich nur in peinlichst genauer sprachlich exakter Umsetzung bei LGBT-Themen o.ä.


    Sorry, rege mich schon wieder ab.:S

    Freebee16 , wir sind durchaus im gleichen Boot und rudern in die gleiche Richtung!


    Wenn Du Dir die Mühe machst, die Diskussionen zur Zeit des (letzten) Wachsskandals im hiesigen Forum zu besuchen, wirst Du das sehen.


    Ich habe für ein Qualitätsm'ment System (QM) plädiert, das auf den üblichen drei Säulen Produkt-, Prozess- und Systemqualität beruht, so wie es im Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmabereich Standard ist. Dafür bekam ich den Aluhut aufgesetzt...


    Die Folge seitens des DIB war, außer G'schwätz, nichts. Einzig der eigene Wachskreislauf ist populärer geworden, was zu befürworten ist, da der "Wareneingang" dann unter Kontrolle ist.


    Wir haben nach wie vor die Sachlage - der Hauptlieferant für Bienenwachs (Imker) bekommt aus der sog. Umarbeitung das qualitativ schlechteste, undokumentierteste Produkt, während Kosmetik-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie aus diesem "Pool" Ware mit QM-Zertifizierung nach o.g. Prinzipien erhalten.

    Das gilt auch für die sog. Bio-Herkünfte, die auch kein unabhängig kontrolliertes QM aufweisen.


    Freilich sind in der Fraktion für die Imker Fremd-KW's drin und mglw. auch noch weiterer Dreck, der unseren Bienen ihr Leben schwer macht.


    Es bleibt - realistisch betrachtet - nur der eigene Kreislauf als kontrollierbares Verfahren. Dazu haben sich einzelne Forumsmitglieder auch aufgemacht und arbeiten kundenspezifisch um, was ich für sehr löblich erachte.

    Kann es sein, dass du hier was durcheinander bringst? Die 14 % sind meines Wissens eine Kennzahl von reinem Bienenwachs und beziehen sich NICHT auf 14 % fremde Kohlenwasserstoffe. Erst Werte über 14 % deuten daraufhin, dass dem reinen Wachs etwas zugesetzt wurde.

    Bin aber kein Experte auf diesem Gebiet und lasse ich mich gerne korrigieren. Das o.g. ist mein aktueller Wissensstand, der nicht zwangsläufig richtig sein muss.

    Korrekt - es sind 14 % KW genuin im Bienenwachs enthalten. Sehr seltene Herkunft aus Afrika enthalten etwas mehr. In unserem Imkereifachhandel angebotene MW mit > 14 % KW würden mich extrem stutzig machen.

    Ich habe beispielsweise eine Königin bekommen, die die guten Eigenschaften, die ihr zugeschrieben wurden, vortrefflich verstecken konnte. Jeder Züchter hätte sie abgedrückt.

    Ich habe ihr und dem Züchter (der sie selber tauschen wollte) Vertrauen geschenkt und davon nachgezogen. Ich hab es nicht bereut.

    Was mir im ersten Jahr aufgefallen ist, war keinen Pfifferling wert.

    Man sieht und beurteilt immer nur einen kleinen Teil.

    Genau - kenne Ähnliches bzw. es läuft gerade. 3 Kö's vom Züchter l.J. eingeweiselt. Sie kamen schön über den Winter, wurden aber alle 3 im FJ umgeweiselt; ungewöhnlich!


    Die standbegatteten Töchter machen derz. einen super Eindruck (derz. 7 - 8 DD-Waben besetzt) und ich schau mir die Ergebnisse im kommenden Jahr an.

    Wenn man seine Bienenstände nicht wöchentlich besuchen kann, sind Hilfsmittel wie Stockwaage und mglw. weitere Sensoren im Volk m. E. hilfreich. Es gibt da solche Datenerfassung wie Temperatur, Geräusche, Luftfeuchtigkeit u.a.


    Ich selbst benötige das alles nicht, bilde mir ein, dass ich ohne zurecht komme.


    Es könnten aber eine Menge an Daten zur Umgebungssituation gesammelt werden, wenn man die Bienen quasi als "Umfeldsensoren" betrachtet. Mit einiger Erfahrung und entsprechend ausgetüftelt (lernenden) Algorithmen ließe sich da sicher etwas zusammentragen.

    Hallo, mit der (zu)späten Fütterung haltet ihr aber auch die Königin schön in der Brut. Meist ist man zu ängstlich, mir haben bis jetzt erst 2 Völker den Arsch gezeigt. Eins im Winter und eins in Mai, aber altes Futter habe ich schon zentnerweise ausgeschmolzen.

    Genau, bei Komplettierung der Fütterung bis Ende Sept. muss man bestenfalls mal die Kisten anheben, um festzustellen, dass noch viel Gewicht drin ist. Ich musste das auch erst kapieren, dass die lange Fütterung bis in den Okt. hinein nur zu verlängertem Brutgeschäft führt.