Beiträge von beemax

    Hallo,

    ein anderes (wirkliches) Problem ist die Tatsache, dass das Werkzeug Genschere nicht genau und somit punktuell „schneidet“. Sie „orientiert“ sich an der Ähnlichkeit der Basensequenz. So schneidet sie an analogen Stellen mehrerer DNA-Stränge. Somit sind die Folgen für das Individuum unabsehbar.

    Und es kommt hinzu, dass die Veränderung in aller Zeit Bestandteil der Bienengenetik bleibt.

    Das Besondere an der Crispr/Cas9 Technik ist ja gerade die hohe Spezifitätig, sprich Zielgenauigkeit; das aber nur als Randbemerkung.

    Um einem mögl. Missverständnis vorzubeugen - ich denke, dass es möglich werden wird, mit dieser Technik auch gezielte genetische Veränderungen in Bienen vorzunehmen, bin aber dagegen - aus folgendem Grund:

    Dies eröffnet eine Schraube zur Herstellung bestimmter "Sorten", ganz ähnlich wie im Getreide- oder Gemüseanbau. Die Anbieter würden analog eine hohe Hürde für jegliche Nachzucht setzen, abgesehen von den Schwierigkeiten einer solchen, speziell bei Bienen (s.o. Die Aussage von @Kleingartenndrohn). Dennoch - nix ist unmöglich, siehe den jüngsten Fall humaner Genveränderungen des chin. Wissenschaftlers He Jiankui...

    Soweit ich verstanden habe, könnte man mit CISPR/CAS9 gezielt die erforderlichen Genabschnitte von verschiedenen Herkünften in einem Genom zusammentragen. Das wäre aber durch Fachleute zu beurteilen, die auf diesem Gebiet arbeiten.

    Falls das ginge, könnte man das gleich für mehrere Linien und Mellifera-Unterarten durchführen, um Inzucht zu vermeiden.

    Gruß Ralph

    Du hattest es genannt - darum meine Frage. Wenn's aufgrund der Komplexität nicht so einfach ist, um so besser. Ich halte diesen Weg aber nicht für utopisch, auch wenn davor noch viel Arbeit steht.

    (Zu dem Thema hatte ich schon viele interessante Gespräche mit informierten Mitmenschen. "Ich würde nie eine Tomate mit Genen drin essen!")

    Ich auch nicht - Gene in Tomaten sind widerlich ;)


    Nochmal: Milbenresistenz per implantierter Genabschnitte in Kö's - wie bei Züchtung, nur per Crispr/Cas...


    Ich denke, das wird nicht nur überlegt!

    Ich sehe das genauso, aber per Gesetz müsste der Honig als von genmanipulierten Organismen gekennzeichnet werden, und das wird viele abschrecken.

    Bist Du sicher ? - Muss nicht der "genmanipulierte Stoff selbst" als solcher gekennzeichnet sein ?


    Nimm Humaninsulin oder Antibiotika … - keine Kennzeichnung !

    Per se ist das immer noch der gleiche Stoff und beim Honig wäre es Honig.


    Aber - wem gehören die Rechte an solch veränderten Königinnen ?

    Das ist ein interessanter Ansatz, allerdings wären das dann genmanipulierte Bienen und ich bezweifle eine hohe Akzeptanz bei den Honigkunden.

    Das wäre m.E. eher nicht im Vordergrund; denn Gen ist Gen - unabhängig von der Herkunft und der Methode des Einfügens (das macht die Natur ja auch, nur nicht so gezielt).

    Soweit ich verstanden habe, könnte man mit CISPR/CAS9 gezielt die erforderlichen Genabschnitte von verschiedenen Herkünften in einem Genom zusammentragen.

    Und was passiert dann ?


    Wie ist das mit den "Getreidesorten in Vbdg. mit bestimmten Neonics" ?

    Man möge das mal zu Ende denken...

    Reiner,

    die Buckies Elgons auch F1?

    Haben deine AGT F1 überwiegend Buckidrohnen genossen ?


    Übrigens Heterosis funzt auch umgekehrt:) und muß nicht mit erhöhtem Schwarmtrieb einhergehen.

    Bf auch F1, El vom Züchter.

    Klar habe ich nicht gemeckert - die sollten die kommende Saison durchstarten...;)


    Es ist wohl wie Du sagst und ich nehm's nicht so genau mit den sog. Unterarten. Hauptsache, die kommen über den Winter - sieht momentan gut aus...

    In diesem Jahrhundertsommer zu beobachten:

    Es gibt auch schwarmträge Carnica.

    Die einjährigen F1-Kö's einer AGT Ca-Inselkönigin - standbegattet - waren sehr gerne zu Hause (kaum Spielnäpfchen), während es die Bf-Kö's alle bis zu WZ-Ansatz schafften, aber nach zweimaligem Entfernen vom Schwärmen abgehalten werden konnten; alles in DN1,5. Und - dank des tollen Sommers war die sog. Spättracht (Linde, Wald) hier ergiebig eingesammelt worden.


    Ist nicht repräsentativ, kommt aber vor.


    Einziger Schwarm aus einer 2-jährigen El-Kö', die nicht zu halten war (in 12er DD) trotz WZ brechen. Die legten erst nach dem Schwarmabgang eine neue WZ an... und die Nachzucht-Kö' legte 7 BW an.

    Ausnahmen bestätigen die Regel

    Ich denke, es gibt bei den Bienen nix, was es nicht gibt. Und die Frage von AX_EL beantworte ich mit: Musst Du ausprobieren!


    Meine Meinung


    Rainer

    Ja gerade bei der Blockbehandlung ist es unheimlich schwierig, den Punkt zu finden, an dem man dem Ganzen traut. Und aus Angst dampfe ich eben weiter ...

    Blockbehandlung ist aus meiner Sicht eine sehr wirksame Methodik, jedoch immer im Kontext mit dem Volkszustand. Am Ende nehmen die Fallzahlen i.d.R. nur wenig ab, so dass man den Eindruck gewinnt, da ist noch größerer Befall. Die OXS wirkt aber durchaus noch einige Tage nach. Das zeigt sich bspw. bei der einmaligen Winterbehandlung ca. 2 Monate später: Da sind die Völker mit ehemals hohem Befall nahezu milbenfrei (< 20 M. nach OXS). Dort hätte man die Winterbehandlung auch ausfallen lassen können. Aber hinterher bist halt immer schlauer...

    "Viel hilft viel" - das zeugt von Unsicherheit oder ganz schlechten Erfahrungen.

    Die Dosis macht den Unterschied zwischen Medikament und Gift. Mit 12x Bedampfung und 2x Schwammtuch bis Mitte Dezember bist du in meinen Augen eher bei letzterem

    :daumen:


    Zur rechten Zeit das Richtige tun: Nach TBE einmal OXS vor (!) Verdeckelung, am Besten wenn erst wenige Larven sichtbar sind. Aus meiner Erfahrung reicht das, je nach Volk bis September oder gar bis zur Winterbehandlung. Ist der Milbenfall im Sept. hoch (>10 M / Tg.), ist eine Blockbehandlung sehr wirksam; erkennt man dann in der späteren Winterbehandlung: Da fällt kaum noch etwas.

    Mehrfaches bedampfen ist definitiv eine Möglichkeit, aber wie bekannt auch Problematisch, da man die Wirksamkeit nicht genau beziffern kann (es sei den man ist Brutfrei).

    Was ist "genau beziffern"?

    Wenn's um Größenordnungen geht, ist es nachvollziehbar, sprich nahe am theoretischen Modell:


    OXS-Sublimation (7 * 3 Tg. = 21 Tg.).

    Ich würde erwarten - anfangs relativ geringer Milbenfall, gefolgt von schwankendem stärkerem Fall und am Ende wieder weniger.


    In der Weise kann man es beobachten - mit den üblichen Schwankungen, versteht sich. Und die Nachkontrolle nach 3 - 4 Wochen per 6 Tg. Schublade bringt dann auch passende Fallzahlen.

    @Solanum - erneut jemand, der "seine Methode" hat und sich dazu bedeckt hält; selbst die Region wird nicht preisgegeben... warum so geheimnisvoll ?

    Wenn man 10 erfahrene Imker eine Beute und eine Anleitung in die Hand drückt und sagt, dass sie die Anleitung bei dem Volk befolgen, wird trotzdem jeder von diesen etwas anders arbeiten.

    Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht Dasselbe - Binsenweisheit!

    DNM alle 9 Tage Durchsicht, 2-6 Ableger geplant aus einem Volk zu entfernen, im Schnitt ein bis zweimal komplett frische Waben. Nachteil: keine Schwärme.

    Einen Ableger aus DNM mit 3 Brutwaben bei zwei mal kpl. frische Waben heißt, die dürfen sich bauend austoben und sind gut geschröpft. Wie sollen die dann noch schwärmen ?

    Dadant … meist Schied bei 6-7 Waben im Verlauf. Schwarmneigung von Ende April bis zum Juli, manchmal August möglich.

    Bei so langer Schwarmneigung muss es an der Region oder an der Genetik liegen. Und Völker die schwärmen bzw. lange in der Stimmung dazu sind, sammeln nun mal weniger. Da kann man den "2er Rat" vom @wasgauer schon mal befolgen.


    Meine DNM Einzarger machen nicht mehr und nicht weniger Honig als die DNM1,5- und DD-Völker. Damit sind nicht kleine Differenzen gemeint.