Beiträge von beemax

    Es liegt nicht allein an der Bienenmasse. Mit dem "Parameter" legst Du natürlich die wesentliche Basis, völlig klar.


    Ich hab' keinen Vermehrungsbetrieb, muss nur für meine Imkerei selektieren. Bei stetiger, optimaler Versorgung mit Nahrung (Futter und Pollen ) klappt es bei mir überwiegend, diese winterfit zu machen. Sie müssen in den gut isolierenden Kisten nicht "randvoll" sein; Überwinterung war nie das Problem. Wie schon angemerkt, ist dies eine Form der Selektion.

    Diese Einheiten wachsen bei wöchentlicher Fütterung mit Ambrosia-Sirup sehr schnell - bis Ende Juli haben sie i.d.R. zwei BW auf DD-Maß (nicht komplett bebrütet). Bis Sept. kommen sie auf 3 Wb. mit Brut, eine davon nahezu komplett bebrütet. Die jungen Kö's brüten lange - bis Ende Okt. - und ich überwintere sie in den 6er Ablegerkästen.

    Die Umsiedlung habe ich gerade gemacht:


    Ich hänge die 3 Apidea-Rähmchen nicht quer zwischen FW und LW (DD), sondern stelle diese einfach schräg an die LW. Die Bienen laufen früher oder später zu den beiden großen Waben und die Kö' stiftet in die FW. Falls Sie dies nicht tun, fege ich Sie einfach ab und entnehme die 3 Kleinstwaben; das bißchen Brut rettet die auch nicht. Wenn viel Brut drauf ist, lasse ich sie einfach bis zum Schlupf stehen; bis dahin hat die Kö' ein ordentliches BN auf den DD-Waben angelegt.


    Zur Größe der Einheiten: Ganz bewusst werden die regelmäßig gefüttert, bekommen aber keine zusätzlichen Bienen. Unter stetigem Futterstrom in kleinen Portionen entwickeln gute Kö's erstaunliche Einheiten bis Sept. Die es nicht hinbekommen, sind auch nicht erwünscht.

    Eine Windeldiagnose vor der Behandlung im Juli ist m.E. kaum aussagekräftig. Der Milb sitzt zu 70 % +/- x in der Brut. Was da runterfällt von den Bienen ist purer Zufall.


    Etwas genauer dürfte die Alkoholwaschung von Pflegebienen sein, die zumindest den phoretischen Milbenbefall ziemlich genau anzeigt (gehen halt ein paar Bienen drauf).


    Nach einer Brutunterbrechung (TBE) bzw. Brutpause (Käfig) sieht das ganz anders aus. Die Milben müssen auf den Bienen überleben, denn Brut ist noch nicht da. Resultate aus der Alkoholwaschung beziffern dann den gesamten Befall im Volk.

    Königinnen 4 Wochen käfigen und HRe den Völkern belassen. Dann kannst Anf. August abräumen, die Kö's freilassen und behandeln.


    Die Zeit für Dich und gg. die Milbe arbeiten lassen....

    Lieber Matthias,

    beim Brutnesttransfer von z.B. einem Jungvolk/Ableger habe ich noch nie gewartet. Alte Kö' finden und raus. Brutnest mit Bienen und Jungkönigin mitten rein - fertig.


    Bruder Adam hatte sich mal zum Kö'-Tausch erklärt und den sog. Stockgeruch als nicht existent erklärt. Ich denke, solange Kö'-Pheromon vorhanden ist, fühlen sich die Bienen zugehörig. Pheromone sind m.W. keine komplizierten Moleküle ( https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pheromon). Da wird es Species-spezifische geben, aber wohl kaum Individuen-spezifische. Das würde viel komplexere Molekülstrukturen erfordern.

    Bienen können ihre Genetik riechen und wollen im Normalfall, dass sich ihre Genetik vermehrt. Daher könnte es sein, dass die Bienen, welche du zusetzt, versuchen ihre eigene "Brutwabe" zu einer Königin zu machen.

    Das kann ich nicht bestätigen; habe schon jahrelang Brutsammler mit Waben mit wenigen ansitzenden Bienen (< 500/BW) erstellt. Wäre das mit der Wahrnehmung der eigenen Genetik so, würden sie bspw. auf nahezu allen Brutwaben WZ anziehen; tun sie aber nicht. Ich finde auf 2 bis 3 BW NS-Zellen (weiselloser BSA), auf mehr nicht.

    Zu #1: Die Bienen bekämpfen sich nicht, wenn sie weisellos sind. Das sollte also klappen. Räuberei sollte auch kein Problem sein, da ihr ja den Ableger auf einen anderen Stand bringen werdet.

    Aber gleich nach dem umhängen wissen die Bienen doch noch nicht das sie jetzt weisellos sind, da sie ja bis eben noch eine Königin hatten?

    3. In Schwarmbox/Drahtkorb o.ä. abstoßen und dann mit Zerstäuberflasche mit Wasser besprühen. Füttern beim Kunstschwarm nicht vergessen und die Königin nicht sofort hinzugeben, sondern erstmal Weiselunruhe einsetzen lassen.

    Aber nach den ersten abgestoßenen Waben sind ja schon nasse Bienen in der Schwarmbox auf welche dann wieder trockene Bienen kommen die dann auch nass gemacht werden was die Bienen von davor ja nochmals nass macht. Ist das schlimm?

    Die Bienen "wissen" eher nichts, sie handeln instinktiv. Keine Pheromone von Kö's - keine klare Zugehörigkeit, es entsteht Unruhe, und das bei allen.


    Kunstschwarm mache ich in einer Maurerwanne: Bienen aus HR aus verschiedenen Völkern dort hinein abschütteln und gleich besprühen. Nächste Waben abschütteln, besprühen usw.

    Zuletzt die Kö' dazu und alles in eine vorbereitete Kiste. Man kann die Kö' auch im Versandkäfig zum Ausfressen zwischen 2 Rähmchen in die Kiste hängen und die angefeuchteten Bienen dazu kippen oder einlaufen lassen: alle freuen sich, Bienen weil Kö' gefunden = Orientierung und Kö', weil Bienen sie betreuen.

    Viel Erfolg!

    Die "Spätzünder" könnten jetzt nochmal....

    Ich habe einige Völker, die in der Frühtracht mitmachen, aber nicht herausragend sind. In der Sommertracht laufen die aber zur echten Form auf und sammeln sehr gut. Da könnte es nochmal sein, jedoch:


    ...e s ist aber ein weiter Weg von Spielnäpfchen über bestiftetes Näpfchen zu Weiselzellen und schließlich zum Schlupf. Da geht um diese Zeit schon mal etwas unterwegs verloren. Ich kontrolliere schon seit Mai nicht mehr.