Beiträge von beemax

    wenn Umarbeiter garantieren

    Was ist so eine Garantie wert?

    Die dritte Säule des QM - Drittkontrolle des Systems!


    Mit Verlaub: Beschäftige Dich mal damit oder glaubst die Cracks der Autoindustrie, Pharma, Kosmetik und Lebensmittelindustrie sind alle blöd, einschl. der Überwachungsbehörden EMA, FDA etc.?

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    ...dass nur noch Eigenwachsverarbeitung eine langfristige Perspektive haben müsste.

    Das scheitert aber an der Inkonsequenz der Imkerschaft.

    Nicht alle über einen Kamm scheren! Da gibt's schon konsequente Mitspieler, die sehr genau auf ihre Matetialien achten. Die geben sie nur aus der Hand, wenn Umarbeiter garantieren, dass sie ausschließlich das Eigene wieder bekommen.


    Nochmals zum QM: Es wäre schon ein großer Schritt, wenn die Rohstoffeinträge dokumentiert und stichprobenartig analysiert werden. Weiterhin die Prozessdaten inkl. Zuschlägen und Prozessanalytik und schließlich ein Endprodukt Analysenzertifikat mit mod. Methoden (GC MS), welches den Namen auch verdient. Analysen mit Ester-, Säure- und Verseifungszahl stammen aus den 60'er Jahren des vorigen Jh. und haben kaum Aussagekraft bez. Verfälschung wie Stearinsre. oder Paraffinen oder Polyglykolen et.


    Das kostet keine großen Summen. Schon gar nicht im Vgl. zuden Kosten und dem Aufwand für die ganzen Umwege, die wir machen.


    Man müsste nur wollen!

    Beim Durchscrollen habe ich was von Biopolymer gelesen. Den Zahn kann ich Euch ziehen.

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    Es dann auch Material das natürlichen Ursprungs ist und abbaubar ist. Meist Lignin basiert.

    Es gibt viel "greenwashing", ohne dass es auffällt. Ist nicht immer "Bio" drin, wo Bio drauf steht. Und bei KSt. ist es tricky, weil durch Beimischungen von "whatever"kann es dann als Biopolymer durchgehen.


    PE, PP, PET ist sicher nicht biol. abbaubar, jedenfalls nicht innerhalb von einigen Jahren. Du kennst Dich ja aus mit der Materie. Was ist mit PLA, Polylactat oder anderen biol. abbaubaren Stoffen ? Zugegeben, im Komposthaufen des Gartens dauert es mit dem Abbau. In ind. Kompostieranlagen sollen diese jedoch abgebaut werden.


    Was ist denn Deiner Meinung nach in solchen Materialien an lipophilen Substanzen nach dessen Herstellung und Verarbeitung zu finden, das bei Temperaturen von 35 °C ins Wachs übertreten kann ? Mir fallen da nur Monomere (Milchsäure) oder Katalysatorreste ein. Kannst dazu bitte etwas benennen ?!

    Der jetzige Vorsitzende weiß als Apotheker genau, was ein QM ist, was es kann und welchen Aufwand man dazu betreiben müsste. Muss ja nicht gleich Pharma sein, kleine Lsg. würde ja schon reichen.


    Diese Lücke im Wachskreislauf treibt ja die "Stilblüten" mit Eigenkreislauf, KSt.MW usw.


    Sie wollen es nicht!

    Keiner kann bei biologischen Individuen garantieren! Sind halt Individuen und da greift man auch schon mal daneben, sonst hätten wir ja fast alle "Superqueens".


    Züchter sind auch nur Menschen und deren Queens auch nur Bienen. Selbst wenn Du JCD "wech" bist, das Thema kommt immer wieder. Es gibt viele Einflüsse, die eine Rolle spielen und einige kann man günstig gestalten.


    Kaufe ich besondere Kö's (Belegstellen begattet, solche mit besonderen Eigenschaften) und will diese für die Nachzucht nutzen, dann lasse ich mir diese grundsätzlich per Express über Nacht senden, wenn ich sie nicht selbst abholen kann. Nicht am falschen Ende sparen!


    Einweiseln in KS oder einfach unter Bienenflucht mit der üblichen Bestückung und 2 HRe darüber hat bisher immer funktioniert. Die Mühe macht man sich. Und so eine Kö' muss dann auch eine Standmaßkiste bekommen - das steht ihr zu und da zeigt sich, was sie kann.


    Noch eine Anmerkung: Manche Nachkommen (Bienen) solcher Kö's benötigen aus meiner Sicht schon mal eine Saison, um sich an die Örtlichkeit anzupassen, mit den Gegebenheiten zurecht zu kommen.


    Irgendwie auch ganz individuell. ;)

    Einfach mal anschauen was sich mit 'ner guten Kö' im 3. Jahr ergibt. Ja, es trennt sich die Spreu vom Weizen, aber der Weizen...


    Mit der Zeit lernt man zu deuten, welche der älteren Damen alt werden dürfen. Oft werden die Anderen schon vorher umgeweiselt - von den Bienen, nicht vom Imker. Und die Bienen wissen meist besser, was zu tun ist.

    Bei dem Thema Kunststoffwaben (KW) scheiden sich immer die imkerlichen Geister. Das ist auch nicht verwunderlich, denn was könnte besser sein, als die ureigenste Basis des Biens, die sich über Jahrmillionen etabliert hat? - Nichts, völlig klar.


    Schaut man sich mal an, wer KW einsetzt, aus welchen Gründen, finden sich so einige Motivationen:

    - Gewinnung von reinem Bienenwachs, ohne auf zuviel Honig verzichten zu müssen;

    - etwas weniger Arbeit bei der Wachsgewinnung (geschmolzen wird hier auch!)

    - wiederholte Nutzung der Basismatrices.


    Arbeits- und kostenmäßig sehe ich kaum Unterschiede. 100 BR-Rahmen vom Wachs befreien, kostet auch Zeit. Es ist übrigens kein Abkratzen, eher ein Schaben/Rollen (das Wachs rollt sich auf - zumindest bei der Matrix, die ich momentan teste!), so dass m.E. eine Problematik der KSt.Mikropartikel eher nachrangig ist. Was übrig bleibt, ist eine bewachste Oberfläche, unbeschädigt, wenn man da etwas vorsichtig arbeitet.


    Was das beobachtete Bienenverhalten angeht, sehen die das offensichtlich pragmatisch und nutzen die Basismatrix wie's kommt zum Bauen. M.W. ist es sehr wichtig, wie exakt die Winkel und Kanten ausgeprägt sind. Darauf kommt es an! Sind diese nicht exakt ausgebildet, gibt's Bauprobleme. Das ist der Grund, warum z.B. weichere KSt.Materialien wie PE oder PP bewachst werden müssen. Darum habe ich auch Zweifel, dass die potenziellen Exemplare aus dem Drucker ohne Wachs funktionieren (s. anderer Thread). Die Nutzung von KW, die bewachst werden müssen, ist wieder ein Arbeitsschritt mehr, nicht weniger. Dagegen sind exakt ausgeformte Exemplare eine Arbeitsersparnis - einmal eingebracht, lassen sie sich lange verwenden. Wie lange? teste ich gerade.


    Die Bienenkommunikation scheint zu funktionieren; denn sie bauen, brüten, tanzen darauf und Futter wird auch eingelagert. Wie's mit Pollen ausdieht, sehe ich dieses FJ, erwarte aber keine Problematik.


    Wir machen uns manchmal sehr grundsätzliche Gedanken über bestimmte Sachen und ideologisieren das dann. Im Ergebnis sind unsere imkerlichen Kolleginnen und Kollegen aus USA/Canada da völlig hemdsärmelig. Und es scheint gut zu laufen.


    Jeder soll nehmen, was er/sie für richtig hält.

    Ich habe die KSt.MW von Health4bees zum Testen. Die haben Perforierungen zur Anpassung für div. Formate. Einen Schmelzvorgang kann man sich sparen - es genügt, das Wachs abzuschaben.

    Es ist nicht generell so, dass WV mit Kö's im 3. Jahr (Jahr 1 - Schlupf, Jahre 2 und 3 - WV) der Brüller sind. Hat man aber die Jungfern aus guter Linie nachgezogen und die Standbegattung passt, erlebe ich des Öfteren, dass die Honigleistung im 2. Wirtschaftjahr besser als im 1. ist. Das messe ich anhand der relativen Standleistung, also im Vgl. zum jew. Standdurchschnitt. Es versteht sich von selbst, dass dann auch beherrschbar bis keine Schwarmtendenzen vorhanden sind.


    Probier's aus!

    Du bist gut beraten, wenn du deine Frau mit ins Boot nimmst.

    Die muss das aber wollen! Aus dem Stadium "einziger Mitarbeiter" kommt man allerdings ein wenig raus: Du bist dann zu 50 % "einziger MA" und musst halt den "Zettel" in der halben Zeit bearbeiten. ;)

    Anfangen, mit Kurs und bei Imkern in der Nähe mitmachen. Da bekommst einen Eindruck und weißt, ob es für Dich geeignet ist.


    Wenn Du für die Etappe nach bezahlter Arbeit eine sinnvolle Beschäftigung suchst und an Natur und Umwelt Interesse hast, machen.


    Viel Erfolg !