Beiträge von beemax

    Bei DD-Betr.weise bleibt der Platz hinter dem Schied bei dauerhafter Tracht grundsätzlich frei. Ansonsten verstärkst Du den Effekt der Honigeinlagerung im BR. Wenn die Kö' nur 3 oder 4 BW permanent bestiften kann, lagern Sie den Nektar BN-nah in die überschüssigen Waben ein. Warum sollten sie das in die HR tragen, wenn unten ausreichend Platz ist?


    Wie schon empfohlen, Waben im BR reduzieren auf z. B. vier BW. Ob das allerdings jetzt noch nützt, ist fraglich - sie sind nun mal im "Brutraummodus". Und wenn Du den Honig aus den BW nicht willst, wirst Du ihn wohl verfüttern müssen.


    Nächstes Jahr wird besser...

    Bienen Ede , genau das meinte ich mit menschlich verkürzter Perspektive. Das Mittelalter ist gerade mal 1000 bis 1500 Jahre her. Nix gegen die rd. 29,85 Mio. Jahre vorher, die die Bienen gemeistert haben.


    Und zum Thema Zucht / Selektion: natürlich hat der Mensch im Laufe der Zeit die Linien ausgesucht und vermehrt, die seinen Interessen am meisten entsprachen. Machen wir doch heute auch. Das Ziel dieser Selektion ist aber nicht die generelle Überlebensfähigkeit der Bienen, sondern deren Nutzen für Bestäubung und Honig (früher haupts. Wachs!). Somit ist der Mensch ein substanzieller Teil der jüngsten evolutionären Entwicklung der Bienen! Gleichwohl - der "Wildtyp" setzt sich eben immer wieder durch, was wasgauer ja gut beschrieben hat.

    Wer nun aber ab und an auch mal über den Tellerrand seines dörflichen Imkervereins schaut, wird feststellen das immer öfter Berichte in der Literatur auftauchen von freilebenden Bienenvölkern und diese auch schon länger als zwei Jahre überlebt haben.

    Warum auch nicht ?! Um den Vergleich mit dem Tellerrand mal weiter zu spinnen: Selbstverständlich hat der Mensch über Jahrhunderte die Bienen seinen Interessen angepasst, so wie er den Wolf angepasst hat, das Wildschwein, den Auerochsen usw.


    Und die Mehrheit der Imker/innen will Honig ernten - weil, der süße Seim ist nun mal eine wunderbare Motivation. Daraus sind die heutigen Bienen Stämme entwickelt worden, die den Anforderungen genügen. Ist das per se schlecht ?


    Die Ausgangsfrage lautete ja "Wie haben Bienen bis heute überlebt ?" und nicht, wie können Bienen heute ohne Zutun des Imkers überleben oder ist es möglich, dass Bienen heute ohne Betreuung überleben ?


    Natürlich könnten sie das - in den noch vorhandenen Nischen und sie würden sich dorthin zurückziehen; davon bin ich überzeugt. Denn die genetische Basis einer Spezies mit gut 30 Mio. Jahren evolutionärer Entwicklung ist breit und kann so manches Dilemma (für den Menschen) locker meistern. Nur - da machen sie eben nicht den Honigüberschuss, den die Imker/innen wollen... - ganz altes Dilemma, siehe Strategie zur Varroabekämpfung.


    Das "Rad zurückdrehen" wird wohl kaum einer wollen. Aber eine Agrarwirtschaft, die besser die Anforderungen der Umwelt berücksichtigt und ggf. auch mal zurücksteckt, wäre schon ein Fortschritt. Das bedingt dann wieder, dass die Lebensmittel deutlich teurer sein würden (provokative Frage: kann man ein DIB-Glas mit FJ-Honig zu > € 10 verkaufen ?).

    Man muss aber auch bedenken, dass Bienen bzw. Imker von den heutigen Monokulturen durchaus profitieren.

    Die Waldvegetation Mitteleuropas vor der menschlichen Besiedlung bot den Bienen kein sehr großes Nahrungsangebot.

    Darum ja auch viel kleinere Völker - es muss ja irgendwoher kommen.


    Und - ja, Monokulturen sind per se nicht schlecht. Einerseits liefern sie ein großes Nahrungsangebot, andererseits wissen das die sog. Schädlinge auch. Und da muss dann wieder großflächig dagegen gehalten werden.


    Unser Problem sind nicht die Monokulturen (d.h. dass auf einer Fläche meist nur eine Art kultiviert wird), sondern dass es kein ausreichendes Nebeneinander von Monokulturen gibt...


    Das kann man nur unterstreichen und vlt. bewegt sich die moderne Agrarwirtschaft mittelfristig in diese Richtung.

    Eine umweltschonende Landwirtschaft mit weniger Pestiziden und Dünger und einer vielfältigere Fruchtfolge bietet für Bienen eine viel besser Lebensgrundlage als der nacheiszeitliche Wald Mitteleuropas.

    Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass die menschengemachte Kulturlandschaft grundsätzlich von übel sei. Sie ernährt mittlerweile ja fast 8 Mrd. Menschen! Wir sind aber m. E. zu sehr in das Extrem der flächigen Einseitigkeit geraten, die in mehr Vielfältigkeit geändert werden sollte, um beiden Zielen gerecht zu werden - der menschlichen Ernährung und dem Erhalt von natürlicher Vielfalt.

    Und doch ohne Varroa, wie gut würde es der Biene ohne Imker gehen. Monokultur und Pestizide wirken auch, die Umweltbedingungen verändern sich. Würde es der Honigbiene besser gehen? Oder wäre es nicht ähnlich, wie bei den Wildbienen?

    Ohne Imker ging es heute den Bienen schlecht; denn die Imker kompensieren oft genug die Defizite, welche Bienen heute aufgrund vorgenannter Gegebenheiten erleiden müssen. Jedoch - Pollenmangel oder präziser ausgedrückt, Pollen mit toxischen Substanzen machen selbst das schon schwierig genug. Die Nischen werden immer weniger, jedoch gibt's viele Imker, die auch im Kleinen ein mgl. ganzjähriges Angebot durch gezielte Pflanzungen erstellen. Und davon profitieren Wildbienen und Hummeln gleichermaßen.

    Ist das eine Schwarmzelle unten links der Mitte? Vielleicht liegt es ja doch an der Königin.

    Beim Ausbau von Fehlstellen werden oft mal Spielnäpfchen angelegt, quasi eine Laune der Bienen. Das hat m. E. wenig mit der Qualität der Kö' zu tun.

    Ausgehend von Bau auf MW würde ich Dir zustimmen, weil nicht geschlossenes BN, Löcher in der Wabe (am Draht unten) - mehr kann ich leider auf dem Bild nicht scharf sehen.


    Ich würde die Bienen reinen Naturbau machen lassen und diese Wabe zur Analyse einsenden.


    Erst dann weiß man genaueres...

    Man kann es sich so vorstellen:


    - kleinere Völker in kleineren Behausungen

    - deutlich schwärmerischer als heute

    - abwehrbereiter (wg. des Bären;))

    - Umgebung in Mitteleuropa völlig anders - viel mehr Wald mit wenigen kleinen baumfreien Zonen

    - deutlich vielfäligerer Bewuchs gg. heute

    - völlig anderer Pflanzencoctail

    - keine Pestizide, keinen Dünger oder gar gebeizte Saat, Wachstumshemmer, Glyphosat...

    - keine Varroa destructor

    - keine Imker :/, damit nur regional angepasste Landrasse

    usw.


    So etwas musste begünstigend sein; denn sonst wären sie ja nicht mehr da. Und die "in house logistic" wurde ja schon ausreichend beschrieben mit dem Prinzip "first in - last out" kommt es zur Überwinterung auf gemischtem oder Blütenhonig. Und wenn, wie WFLP schreibt, 50 % über den Winter eingingen, so what - sie hatten ja einen bis zwei Schwärme abgegeben.


    Irgendwie ist das rückblickend ein geniales Überlebenskonzept mit einer unglaublichen Anpassungsfähigkeit (lange Eiszeiten mit kurzen Vegetationsperioden; Wärmeperioden - die gerade diskutierten 2 °C Durchschnitt muten aus Bienensicht geradezu lächerlich an; Regenperioden, Trockenheit und und und).


    Dass es gerade so erscheint, als würde es kippen, an seine natürliche Grenze geraten, ist möglw. unserer menschlichen Perspektive und Tun geschuldet. Letzteres schafft Monotonie in der Landschaft, reduziert das Nahrungsangebot drastisch und fügt noch Substanzen hinzu, die hoch toxisch für die Bienen sind. Ersteres ist ein sehr enges Zeitfenster, das wir emotional nicht abstreifen können, trotz kognitivem Wissen über die langen Sonnen- und Erdzyklen. Was sind für eine Spezies, die schon gut 30 Mio. Jahre unter sich ständig wandelnden Umweltbedingungen überlebt hat, die gerade mal 50.000 Jahre einer Rasse, die sich völlig überschätzt ?


    Ich denke, die Bienen haben Zeit zuzuschauen, wie sich diese evolutionäre Epoche entwickeln wird.

    Wenn's unbedingt so sein soll:


    Option 1: DD-Brutraum sukzessive auf 10 - 11 - 12 Waben auffüllen, abhängig von der Bauaktivität, die ab der So-Sonnenwende abnimmt. Den wie unter Option 2 der Ausgsangsfrage geschleuderten Honig mit Wasser verdünnt über Adamfütterer zurückgeben. Dann bauen sie auch bis August.


    Option 2: Auf den Boden des DD-Brutraums den gefüllten Honigraum stellen und den Brutraum mit 10 - 12 Wb. oben drauf. Flugloch muss dann aber ganz eng gehalten werden, um Räuberei zu verhindern (das ist das größte Risiko!).


    Ich würde Option 1 wählen, mir einen Teil des Honigs nehmen und den Rest parallel mit Zucker über Fütterer zurückgeben. Das ist sicherer.


    Viel Erfolg!

    Machst du das mit all' den anderen - ganz legal vergifteten - Lebensmitteln auch so?

    Legal vergiftet ?? - Die Interpretation ist interessant!


    Wie Llecter schon richtig Paracelsus zitiert - die Dosis macht das Gift. Und die kennt er für seinen Honig ja nicht. Das ist der einzige Grund, warum ich das ohne Analytik nicht verkaufen würde.

    Das Abamectin, was ja wohl Hauptursache war, ist nicht wasserlöslich sondern säurelöslich (organisch).

    Dann kann man ja davon ausgehen, dass die Sauerei mit der Herbstbehandlung auf jeden Fall weg ist.

    Wie kommst Du darauf ? - Wird der Bienenstock in Säure getaucht ? Es ist zwar empfindlich gg. Säuren, jedoch sind die Bedingungen bei der Spätsommerbehandlung exakt bekannt und ausreichend für die Zersetzung ?


    Ich würde solch ein Volk als erstes von deren Wachs befreien - TBE mit viel Naturbau unter ständigem Füttern. Und der Honig wäre für mich nicht nutzbar, unabhängig von willkürlich fixierten Grenzwerten. Shit happen 's.

    Die machen am wenigsten Arbeit und bringen auch Honig...