Beiträge von HaroldBerlin

    :thumbup:

    hab da auch fertig

    Aber mich stört einfach das besserwisserische Gelaber vom freyflug . So etwas geht mir auf den Zeiger. X(

    Nicht nur Euch, es zeichnete sich ja schon mit den ersten Beiträgen ab. Dafür gibt es zum Glück eine einfache Funktion im Forum - und wenn dann nicht immer wieder den anderen zitiert, verschwinden die Beiträge völlig aus dem Sichtbereich.

    Möchte Dich nicht deprimieren, aber nicht die Größe ist in dem Satz wohl das Ausschlaggebende sondern die (gedehnte) Formulierung: "Gebäude bis zu 75 m³ Brutto-Rauminhalt [sind] im Außenbereich nur [dann] verfahrensfreie Bauvorhaben, wenn sie einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb [...] dienen."

    Die Tücke könnte und dürfte darin liegen, als ein solcher anerkannt zu werden, dazu gab es schon ein paar mal Beiträge, ging, glaube ich um das sogenannte "privilegierte Bauen im Außenbereich". Es sei denn, der Landwirt ist der Bauherr...

    Liebe Mitimkerinnen und Mitimker,


    ich bin seit dem Frühjahr Besitzer einer wenig gebrauchten, halbautomatischen Entdeckelungsmaschine "FG-K-S" des ungarischen Herstellers "Königin-Trade". Vorab, ich bin mit der Verarbeitung, der Solidität und vor allem mit dem hilfreichen und freundlichem Service sehr zufrieden - beim Versand hat die Spedition den elektrischen Anschlusskasten zerstört und jede Haftung abgelehnt. Dank dem Chef von Königin-Trade konnte ich die aber ersetzen, zur Not hat er mir sogar den kostenlosen Umtausch des Motors gegen einen neuen angeboten.


    Ich habe nun in dieser Saison schon so manche Wabe entdeckelt und stoße immer mal wieder auf ein Problem, dass ich vielleicht mit Hilfe des Forums lösen möchte.

    Zur Funktion:

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    Der Imker oder die Imkerin nimmt die Wabe, tritt ein Pedal, das die Messerbalken weit öffnet und hängt die Wabe von oben so tief in die vier Halterungen, das der untere Querträger unterhalb der Messer liegt und das Rähmchen aufsitzt. Dann lässt man das Pedal los und die Messer sinken bis auf eine per Hebel auch kurzfristig verstellbare Tiefe ein.

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    Durch Druck auf den Oberträger (Gegengewicht mit Umlenkrolle) sinkt die Wabe nach unten und die Messer setzen sich horizontal in Bewegung und öffnen so die Deckel - wenn die Tiefe groß genug ist. Unten ist der Abstand des Messers zum Unterträger beim Start kein großes Problem, da unten ja meist nicht ganz angebaut wird. Oben ist es hilfreich, das Pedal am Ende ganz zu treten, die Bewegung des Messern von der Mittelwand weg nimmt den Rest der Deckel am Oberträger gut mit.

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    Wenn man den Druck auf die Wabe mindert, zieht das Gegengewicht alles nach oben, bis die Messer anhalten und die Wabe wieder entnommen werden kann. Auch da ist das getretene Pedal hilfreich, damit nicht wieder alles auf der entdeckelten Wabe entlang schmiert.


    Mein Problem:

    Die Rähmchen, die oben an den Ohren links und rechts in je eine Halterung eingehängt werden, treffen unten nur wirklich selten genau mittig auf den Balken. Die Laschen, die sie führen sollen, können nicht ganz "knirsch" führen, es ist ja auch mal ein Rähmchen etwas dicker oder hat Wachs und Propolis dran.

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    Das führt dann dazu, dass im schlechtesten Fall eine Seite bis auf die Zellböden "entdeckelt" wird, während die andere Seite noch viele ungeöffnete Deckel hat. Oder man stellt da Ganze eben (beidseitig) auf maximale Tiefe ein, so dass man immer beide Seiten tief entdeckelt. Dafür landet dann sehr viel Honig im Auffangkasten und erst gar nicht in der Schleuder. Ich würde schätzen, bei mir war es rund ein Viertel... das Gemisch muss dann in den Deckelwachsschmelzer, was Zeit, Strom und viel Arbeit kostet.


    Ich habe es dann in der Zeitnot so gelöst, dass ich einfach ein Messer entfernt habe und nur eine Seite auf einmal entdeckle. Die Wabe drücke ich immer von Hand nach hinten an den Anschlag und "moduliere" mit dem Fußpedal, dass die Messer eigentlich nur beim Einhängen öffnen soll, um am unteren Querholz vorbeizukommen, die Eintauchtiefe des einen Messers dann je nach Bedarf. Da einseitig lässt sich das ganz gut beobachten und geht auch fix. So lange ich nicht mal abrutsche, geht das, allerdings muss ich die Wabe auch noch einmal drehen, wobei ich immer wieder oben im Gestell hängen bleibe.


    Und nun meine Fragen an alle, die solche Maschinen kennen oder selbst nutzen:

    • Wie ist die Einstellung der Entdeckelungstiefe bei Euch geregelt?
    • Wie stellt die Maschine die "Mittigkeit" des Rähmchens sicher?
    • Lässt sich sonst noch etwas an den Messern oder der Führung der Wabe einstellen?
    • Bin ich einfach zu "gaga" und es ist beim automatischen Entdeckeln eben so, dass ein Viertel oder ein Drittel des Honigs beim Entdeckelungswachs landet? Schnelles Entdeckeln erfordert halt noch einen weiteren Schritt (Deckelwachsschmelzer/Schneckewachspresse), um das zu trennen? Ist ja wohl so bei den Kettenentdeckler oder den Schlagmessern, da sieht man dank des geschlossenen Gehäuses ja gar nicht, was die machen. Insofern gefällt mir die Maschine schon gut.
    • Oder gibt es geniale Lösungen, die das deutlich besser können? Dann würde ich da glatt basteln... die Aufhängung oben würde ich auch gerne anpassbar machen, damit auch mal 2/3-Zander reinpassen - und damit die eine Führung nicht immer so im Weg steht.

    Ich hoffe, die Bilder erklären ein wenig besser, wo es meiner Meinung nach klemmt... Ich habe schon überlegt, in die Führungsbleche kleine Gewinde zu schneiden, so dass ich mit einer Schraube + Teller diese noch mal zusätzlich, aber umkehrbar verengen könnte.


    WEThermplate hat das beim WT1 wohl auch mit Laschen gelöst, die die Rähmchen führen, aber zusätzlich noch "Kufen" an die Messer geschweißt, die an den Rähmchen wenigstens an den Ober- und Unterteilen die Messer automatisch und gegen Federn auf Abstand zum Holz halten.


    Grüße Frank

    Hallo, wieso muss du die Spitzsiebe ständig ersetzen ? Ich dachte die halten mit Metalschutzkegel sehr lange ?

    Bis bald

    Marcus

    Öhmmm.... :rolleyes:8| DEN Kegel hatte ich neulich in der Eile und zum Beginn dem Abfüllsaison zum Beispiel glatt vergessen.

    Die anderen Netze bekommen irgendwann Löcher, sie sind auch nicht optimal mit der Kegelform abgestimmt, dadurch dehnt der Kegel unten sehr und oben weniger. Und die Kegel sind auch nicht so fein und gratfrei gearbeitet, wie man sich das wünschen würde. Ich habe dann gerne mal kleinere Löcher...

    Hätte ich ne Metallwerkstatt, würde ich mich mir so was aus rundem Edelstahldraht bauen, der das Sieb aufhält und die Heizspirale zentriert und sichert. So "zerren" ja das Kästchen mit dem Drehregler und die Zuleitung immer an der Spirale und damit am ganzen Sieb, was es noch mal wackeliger macht.

    Darin, dass er das nicht macht, sehe ich ja den Vorteile vom Melitherm.

    Zwergkämpfer?`0029 finde ich verschärft, aber ich habe aktuell auch viel zu viel und muss mich leider von den Allermeisten trennen. Bei mir sind es aber Araucana und Bhramas...

    - dauert es nach dem Auftauen genauso lange bis die Kristallisierung wieder einsetzt wie nach dem Schleudern oder geht das schneller los?

    Kommt auf die Parameter an: Temperatur, Bewegung, Konzentration, Kristallisationskeime und mehr. Bei ungenügender Erwärmung (z.B.im Glas) sicherlich eher schneller PLUS Phasentrennung.

    - werden die Kristalle beim zweiten Mal so fein, wie sie es vor dem Auftauen im fertig gerührten Honig waren, oder ist es ein komplett neuer Kristallisationsprozess, bei dem auch dicke Kristalle entstehen können, so dass man den eigentlich noch einmal rühren müsste wenn es soweit ist um das zu verhindern?

    Kommt auf die Parameter an, geht bei IDEALER VERFLÜSSIGUNG (Melitherm oder feines Spitzsieb) los wie frisch geschleudert - im Glas und ungestört und warm auch gerne mal mit groben Kristallen.

    Da ich mir den Melitherm schlicht nicht leisten kann, aber Kunden habe, die ihren Honig partout flüssig haben wollen, [...] Der Plan ist, die abgefüllten Gläser mit dem cremigen Honig da für einige Stunden verschlossen reinzustellen, damit der Honig wieder flüssig ist. Das würde doch funktionieren, oder hab ich da einen Denkfehler?

    Kunden wechseln, wenn sie "beratungsresisent"! sind :);) Ich erkläre immer, dass die meisten Trachten (außer vielen ausländischen und Robinie) nach kurzer bis längere Zeit fest werden, aufgrund von Zuckerspektrum, weiteren Inhaltsstoffen und Konzentration. "Flotte Biene" ist kein Honig, mit dem ich meinen vergleichen will, weder inhaltlich noch geschmacklich noch preislich.

    Den Plan finde ich nicht gut, weil er nicht klappen wird - außer Du kochst den Honig darin!

    Aber was hält den Honig davon ab, wieder cremig zu werden? :/

    Nichts... er wird noch nicht mal richtig klar, bleibt eher "pudding-artig" und geht im besten Fall in Phasentrennung.

    um ihn im Glas wieder flüssig zu machen? Kann ich ihn nicht einfach im Glas drin lassen? Der Honig hat sehr feine Kristalle, ist aber halt durchs Auskristallisieren in den Gläsern inzwischen cremig.

    Es fehlt die Bewegung, das Durchmischen und das Sieb, das die Kristalle so lange zurückhält, bis auch sie sich auflösen. Stell doch mal probeweise ein Glas, dass Du danach zum Lebkuchenbacken nehmen kannt, in den Umluftherd... Nicht anderes ist ja der Dörrautomat. Nur, dass Du den nicht kaufen musst!

    Ich glaube viele Hinweise für deine Fragen finden sich im Melitherm vs. Spitzsieb Thread:


    Danke!


    Im Wärmeschrank (oder was auch immer, in der Art) wird Honig nicht wirklich flüssig. Es bleiben immer irgendwelche Kristalle zurück.
    Nur der Melitherm schafft den Komplettreset.

    Ich würde sagen das Spitzsieb auch, aber mit einigen Nachteilen bei günstigerem Preis. Wenn der Melitherm bei gleichem Preis auch einen Hobbock voll abkönnte, hätte ich ihn schon längst! So zahle ich den Preis über die ständig zu ersetzenden Spitzsiebe

    Für Dich finde ich 2 Punkte viel wichtiger:

    1. Warum lässt Du Deinen guten und für Dich nach Deinen Vorstellungen geernteten und abgefüllten Honig nicht wie er ist und verkaufst ihn auch so, nämlich cremig!

    2. Schau Dich bei anderen Imkern um, knüpf Kontakt und nimm einen klaren Honig ins Programm, den Du warmen Herzens weiterverkaufst ohne dass es eine "tote Mischung" ist, die auf 70° erwärmt wurde...

    Alles was Blüte ist bleibt doch sowieso nicht lange flüssig im Glas. Den kann bei mir auch niemand flüssig kaufen.
    Was bringt's mir, wenn jemand nen flüssigen Honig kaufen will und der nach nem Monat im Glas wieder fest wird? damit hab ich Beschwerden vorprogramiert.

    Das sind für mich die richtigen, wichtigen Hinweise... Die Kunden wollen ein "gesundes, natürliches" Lebensmittel - aber in der "unnatürlichen" Konsistenz, die ihnen die Industrie vorsetzt.... Aufklärung, Beratung und maximal Robinie flüssig verkaufen ist mein Weg. Ich setze ja auch keine künstliche Farbstoffe oder Aromen zu, bloß weil das in Limonaden so ist ;) . Flüssige Linde gab es auch ein Mal bei mir, aber bei jedem Glas mit dem ausdrücklichen Hinweis am Weihnachtsmarkt, dass er im Januar spätestens grobkörnig und fest ist. Ich mache das nicht mehr, wer weiß, wer sich daran erinnert, an Zucker denkt oder einfach die Textur unangenehm im Erinnerung behält? Dann hätte ich aus einem interessierten Kunden einen unzufriedenen Kunden gemacht!

    Hallo Natalie,


    um die Prüfung extern ablegen zu können, musst Du in Celle mindestens 2,5 Jahre mit 25 Völkern und die letzten zwei Jahre mit mindestens 50 Völkern geimkert haben. Das ist schon eine Hausnummer, und vor allem wenn Du da niemand Erfahrenen an der Seite hast. Darüber hinaus braucht man für so viele Völker viel Platz, einiges an Geld und eine Menge Ausrüstung - Du wärst dann Dein eigener Ausbildungsbetrieb. Innerhalb von vier Jahren auf so eine Zahl zu steigern oder kann klappen, ist aber sicher kein Weg, den man jemandem raten sollte.


    Erst einmal mit den Bienen anzufangen, um dann zu sehen, ob man diesen schönen, aber anstrengenden und oft auch verschleißenden Weg gehen will, würde ich für günstiger halten.


    Wie viele Völker Du brauchst, um davon leben zu können, kann Dir niemand so pauschal beantworten. Das hängt von Deinen Verkaufstalent, möglicher Spezialisierungen, Deiner Region, Deiner Ausrüstung und letztendlich auch von Deiner Kraft, Deinen Ansprüchen, Umständen, Kosten und Leidensfähigkeit ab.

    Und drittens würden hohe Preise schlichtweg das Image der Imkereiprodukte deutlich aufwerten - für uns alle. [...] Das Image des Honigs ist teilweise durch (importierten) Billighonig miserabel und eigentlich sollten wir alle daran arbeiten, es zu verbessern..

    DAS möchte ich mal hervorheben, das unterschreibe ich voll und ganz!

    Diese Haltung kommt meiner Meinung nach auch immer dann hervor, wenn Menschen bei der bei der Bienenhaltung betonen, gar keinen Wert auf Honig zu legen. Oder, wie letztes Jahr passiert, mit meiner Frau am Stand diskutieren wollen, warum ich den Bienen den Honig wegnehme, den sie so dringend brächten. Ja, es ginge auch mit nur teilweiser Ernte, dann hätte ich aber nur drei Völker für unsere Familie und könnte keinen Honig abgeben.


    Ganz ehrlich, Bienen zu halten, ist an sich schon toll! Noch schöner ist es aber, weil sie so etwas Unvergleichliches wie Honig produzieren. Und wir es gewinnen können, ohne sie töten, häuten oder quälen zu müssen!


    Was für eine "sanfte" Methode, was für ein Hobby, was für ein Stoff!!!


    Für Honig aus der Region und für Honig (direkt) vom Imker zu werben, sollte uns allen ein großes Anliegen sein. Der Preis eines Glases ist dafür eine direkte Anerkennung.

    Ich empfehle jedem immer, Honig vom lokalen Imker zu kaufen: Bei mir, beim Nachbarimker, im Urlaub... so viele schöne Angebote, so viele Varianten! Und die Menschen sollten lernen, das wertzuschätzen.


    Ich werde - bisher auch eher im etwas höheren Segment der Imker im Haustürverkauf angesiedelt - in diesem Herbst nach Ankündigung die Preise merkbar erhöhen. Zu viel direkt mit den Hobby zusammenhängende Kosten sind in den letzten Jahren zu sehr gestiegen. Mehr Völker bedeutet da für mich sonst auch mehr Subvention. Im Supermarkt ist er dann vergleichbar teuer, weil ich dem Händler für seinen Service natürlich eine gewisse Spanne einräume. Daher gibt mir diese Diskussion auch viel Input - ich sehe aber auch klarer, warum die Vermarktung für mich ein wichtiger Teil das Hobbys ist: Weil ich richtig stolz auf die Bienen, mein "Können" und das Endprodukt bin!

    Ich denke, dass ich jetzt tatsächlich endlich den "das muss ich auf jeden Fall noch haben"-Teil so ziemlich abgeschlossen habe.

    *KICHER* DAS denke ich auch jedes Jahr am Ende der Saison - und bin jedes Jahr aufs Neue erstaunt, wie dringend ich dann so vieles wieder benötige, wovon ich vorher gar keine Ahnung hatte… Und was schon wieder alles verbraucht ist: Palette Rähmchen, 25 Kilo Wachs, Tonne Zucker….