Beiträge von Manuel91

    Ich habe zwar ein (günstiges) Refraktometer, welches ich jedes Jahr mit Olivenöl kalibriere, allerdings nicht am Bienenstand verwende. Ist mir einfach zu viel Gedöns mit dem Sauberwischen des Primas und so.


    Am Bienenstand habe ich auf manchen Völkern unter dem Deckel einen Holz-Eisstiel oder einen Holzlöffel liegen (gibts im Imkerfachhandel zu kaufen). Ein normaler Löffel tut´s natürlich auch.


    Ab und zu fahre ich damit durch eine randständige Honigwabe (durch mehrere Zellen) und lasse den Honig dann auf die Oberträger des Honigraums tropfen. Man sieht so eigentlich ziemlich gut, ob der Honig einigermaßen reif ist oder noch zu schnell vom Stiel/Löffel läuft. Eventuell braucht es etwas Erfahrung, aber man sieht wirklich recht gut, ob sich schon schöne zähflüssige Tropfen bilden oder der Honig noch zu feucht ist.

    Als Ergänzung zur Spritzprobe ist das für mich eine recht schnelle und praktikable Lösung. Zumindest fühle ich mich so sicherer, weil es wirklich doof ist, unreifen Honig zu ernten. :P

    Ich mache es, wie es René Schieback mal in einem Video erklärt hat.

    Es kommen insgesamt 4 Pilzköpfe (bei mir 10mm Pilzkopf; Rähmchenoberträger: 25mm) an 1 Rähmchen.

    Rähmchen und Pilzköpfe ab 11:40 min

    Finde ich sehr interessant und bin zufrieden mit der Lösung wie er es handhabt. Habe mich vorher jahrelang mit Hoffmann-Seitenteilen gequält. Jetzt geht das zusammenschieben super easy und ich muss nicht so viel schauen, dass ich auch keine Bienen quetsche.

    Meine Bienenvölker waren dieses Jahr deutlich weniger Schwarmstimmung, die bei manchen auch wieder zurückgegangen ist. Auch ist mir kein Schwarm abgegangen (wie auch, wenn wenig Schwarmstimmung da war). Letztes Jahr wollte nahezu jedes Volk seine Sachen packen und abhauen.


    Einräumen muss ich allerdings, dass ich dieses Jahr seit Mai mit MW erweitere (am Beutenrand) und die Völker nicht strikt die gesamte Saison so belasse, wie ich sie geschiedet habe. Gefällt mir sehr gut, werde ich nächstes Jahr wieder so machen.


    Geerntet habe ich noch nicht, ich warte noch auf die Trachtpause. Aktuell, aber nicht mehr sehr lange, sind die Robinien noch in Vollblüte und die Linden machen sich bereit. Mal schauen ob es Ende nächster Woche etwas wird.

    Ich nutze mal den Faden hier weiter:


    Ich habe aktuell schlupfreife/schlüpfende Brutwaben für die Ablegerbildung zur Verfügung, die mind. 9 Tage lang über ASG auf einem anderen Ableger (Kö-Ableger mit Kö aus 2020) hingen.


    Mit den begatteten Königinnen in Begattungskästchen würde ich nun gerne Ableger bilden. Die Frage ist nur, wie ich Brutwaben und Königinnen zusammenbringe.

    • Brutwaben in neue Beute, Weiselunruhe abwarten und Königin unter Futterteigverschluss im Käfig zuhängen?
    • Brutwaben in neue Beute und das Begattungskästchen in den Leerraum daneben?

    Die zweite Variante würde mir besser gefallen, damit die Brut aus dem Begattungskästchen noch auslaufen und die Königin selbst entscheiden kann, wann sie das Kästchen verlässt.

    Man liest immer nur von "über Zeitungspapier aufsetzen", aber warum sollte daneben nicht auch funktionieren?


    Was meint ihr?

    Je mehr ich hier mitlese, desto mehr denke ich, dass man in einem komplexen "System" wie dem Bienenvolk nicht eine Variable wie "Drohnenschnitt mit Auswirkung auf den Varroabefall" einzeln herausgreifen und betrachten kann.


    Bei dem einen Imker, der mit hohem Varroabefall in die Saison startet, vermag der Drohnenschnitt nicht mehr zu helfen, sodass die Völker möglicherweise zu Saisonende mit recht hohem Milbenbefall dastehen (exponentielles Wachstum). Vielleicht sind es aber auch gerade die 2-3 geschnittenen Drohnenrahmen, die dazu führen, dass das Volk im Spätsommer die Schadschwelle noch nicht überschritten hat.

    Bei dem anderen Imker, der beispielsweise den Milbenbefall im Winter auf ein Minimum gedrückt hat und während der Saison keine Drohnen schneidet, stehen die Völker möglicherweise zu Saisonende besser da. Oder auch nur kurz vor der Schadschwelle?


    Auch spielen ja Faktoren eine Rolle wie

    • Ableger gebildet (falls ja, wieviele Waben Brut inkl. Milben wurden dafür aus den WV entnommen)?
    • evtl. Brutpause (auch für die Milben) durch Königinnenableger?
    • Brutleistung der Königin


    Es gibt bestimmt noch weitere Faktoren, die ich hier gar nicht berücksichtigt habe.

    Die Varroamilbe hat vor einigen Jahrzehnten einen Wirtswechsel gemacht. Dabei hat sie uns beigebracht, dass das mit den Drohnen Geschichte ist. Wer wegen der Milbe Drohnen schneidet, hat sich mit der Biologie der hier lebenden Varroamilbe nicht genug beschäftigt.

    Drohnenlarven werden aber von Ammenbienen doch häufiger besucht und gepflegt als Arbeiterinnenlarven, oder nicht? Daher ergeben sich für die Varroamilben auf den Ammenbienen häufigere Möglichkeiten in Drohnenzellen abzusteigen.

    Hinzu kommt die etwas längere Verdeckelungszeit von Drohnenlarven und somit eine höhere Reproduktionsrate für Varroamilben im Vergleich zur Arbeiterinnenbrut. So gesehen macht Drohnenschnitt eigentlich schon Sinn (#flattenthecurve) :P


    Ich schreibe das, obwohl ich dieses Jahr bei der Hälfte meiner Völker auch keine Drohnen mehr schneide :D

    Ich habe heute zum ersten Mal in diesem Jahr Drohnenrahmen (DR) eingeschmolzen und dabei beschlossen, dass ich in Zukunft keine DR mehr einschmelzen werde. Hatte ich mir eigentlich schon letztes Jahr vorgenommen, aber irgendwie doch nicht umgesetzt :P

    Es ist ein nicht gerader geringer Aufwand, der sich für das bisschen Wachs nicht wirklich lohnt (zumindest in meinen Augen).


    Ich teste dieses Jahr sowieso, ob sich der Drohnenschnitt varroatechnisch überhaupt lohnt:

    Die Hälfte der Völker haben einen Drohnenrahmen bekommen, die andere Hälfte nicht. Nach der Saison werde ich den Varroabefall auswerten und zwischen den Völkern vergleichen, vor allem im Hinblick auf den Befall zu Beginn des Jahres. Ist zwar statistisch nicht so richtig aussagekräftig, aber für mein persönliches Fazit wird es schon reichen.


    Die Drohnenwaben von den Völkern, bei denen ich dieses Jahr noch den DR ausschneide, werde ich im Garten vergraben, dann freuen sich wenigstens die Bodenorganismen.

    Bin auch der Meinung, dass die Ausrichtung des Fluglochs relativ gleichgültig, der Mikrostandort aber von größerer Bedeutung ist.

    Aktuell stehen bei mir ein paar Völker im Garten, mit dem Flugloch in Richtung Westen vor einer 2m hohen Hecke. Sie haben bei Sonnenaufgang die Sonne im Rücken, aber durch die Hecke ergibt sich eine Sonnenfalle, sodass dort bei Sonnenschein ein wärmeres Mikroklima entsteht.


    Sobald auch nur für 2 Minuten die Sonne rauskommt, ist sofort massiver Flugbetrieb angesagt. Die Bienen fliegen (bedingt durch die Hecke vor dem Flugloch) erstmal 2m in die Höhe und verteilen sich dann in alle Himmelsrichtungen.


    Die Völker im Wald (Waldrand) stehen zwar nach Süden ausgerichtet, allerdings ist es dort etwas schattiger (auch windiger) und der Flugbetrieb ist bei nicht optimalem Wetter geringer oder verzögerter als im Garten.


    Bei meinen bisherigen Bienenständen habe ich nie auf die Ausrichtung in einer Himmelsrichtung geachtet und ich habe, wie andere Imker auch, gesunde Völker und gute Honigerträge. Also fällt die Variable "Ausrichtung in eine bestimmte Himmelsrichtung" scheinbar nicht so sehr ins Gewicht.

    Ob Mettbroetchen s schlechte Erfahrungen an einer Montagscharge lagen, MAQS für Styropor ungeeignet sind oder es andere Gründe hat warum es bei ihm nicht, bei mir schon klappte vermag ich nicht zu sagen.

    Ich hatte letzten Oktober oder November bei kalten Temperaturen ein Volk, dessen Varroabefall über dem Grenzwert lag. Ich habe dem Volk eine Halbzarge aufgesetzt, darauf ein ASG gelegt und einen MAQS vorne und einen hinten aufgelegt, (Boden war offen) und 1 Woche drin gelassen. Das hat wunderbar den Milbenbefall reduziert und ich werde es in solchen Fällen wieder so machen.