Beiträge von Manuel91

    Natürlich kann die Heizung nur an oder aus. Somit hängt die Temperatur davon ab wie oft und wie lange am Stück an ist. Stelle ich den Regler hoch ein, schaltet sie vermutlich nie ab solange Honig drumherum ist, weil der die Wärme aufnimmt und mitnimmt. Schalte ich den Thermostaten so, dass er bei geringerer Temperatur abschaltet, wird er immer dann abschalten, wenn die Spirale diesen Wert überschreitet. Solange der Honig dabei noch flüssig wird, wird er abtropfen und die Wärme mitnehmen. Dann schaltet die Heizung wieder ein…Wird der Honig nicht mehr flüssig genug, läuft er nicht oder zu langsam ab, die Wärme bleibt länger und die Heizung somit länger aus bis die eingestellte Temperatur unterschritten wird.

    Okay, jetzt habe ich es gerafft ^^ Danke!


    Allerdings finde ich diese Aussage widersprüchlich, wenn das Melitherm nur zwischen 0 und 1 wechseln kann:

    Genau da spielt aber jetzt die Einstellung der Temperatur eine Rolle. Heizt die Spirale mehr als nötig, wird der Honig wärmer als nötig bis er abgeflossen ist und kommt dann auch heißer aus dem Sieb. Hier kann man optimieren.

    Wie kann die Spirale mehr als nötig heizen, wenn es nur "an" oder "aus" gibt?

    Oder habe ich einen Denkfehler?

    Wird es dadurch am Heizstab heisser, wenn er nicht trocken liegt?

    500 Watt pro Stunde bleiben 500 Watt, auch wenn der Thermostat auf 5 Millionen Grad steht.

    Danke für deine ausführliche Erklärung!

    Zur Frage:

    Ich würde sagen: ja!

    500 W/h ist ja lediglich die maximale Heizleistung, darüber geht nicht mehr, aber was ist mit dem Herunterregeln der Leistung?


    Auf der Melitherm-Homepage ist ja auch ein "Temperaturschaltbereich von 20-85°C" angegeben.

    Wieso sollte man einen Temperaturschaltbereich angeben, wenn die Temperatur nicht regelbar wäre?

    Ich teile die mehrheitliche Meinung hier nicht und bin eher bei Berggeist. Oder ich habe die Melitherm-Funktionsweise auch noch nicht wirklich verstanden:


    Seit dem Vortrag von Dr. Werner von der Ohe bei den Montagsimkern verflüssige ich Honig im Melitherm nur noch bei niedrigeren Temperaturen (50°C). Vorher habe ich auch bei beispielsweise bei 65 oder 70°C verflüssigt, damit der Honig eben zügig durchläuft.


    1. Die Lampe hat auch bei 50°C ununterbrochen geleuchtet
    2. Braucht man nach einem Verflüssigungsprozess doch nur mal die Hand an die Abfüllkanne mit dem verflüssigten Honig zu halten: Lasse ich ihn bei 70°C durchlaufen, ist die Wand der Abfüllkanne richtig heiß und es dauert länger bis der Honig abgekühlt ist. Bei 50°C ist die Abfüllkanne weniger heiß, sondern nur warm und der Honig erreicht schneller die kalte Umgebungstemperatur von 15°C (die ich im Keller habe).
    3. Unabhängig von der Temperatur haben die Verflüssigungsprozesse dieselbe Zeit in Anspruch genommen.


    Warum soll ich am Rädchen also eine höhere Temperatur einstellen? Das leuchtet mir nicht ein.

    Der Honig ist ja doch einer höheren Temperatur ausgesetzt.


    Übrigens steht das Melitherm bei mir auf einem breiten Distanzring, damit die Fallhöhe der Honigtropfen etwas größer ist und der Honig etwas schneller an Temperatur verliert. Die Umgebungstemperatur liegt, wie beschrieben, bei ca. 15°C.

    Ich verfolge die ganze Diskussion seit längerer Zeit sehr interessiert und möchte mich aus gegebenem Anlass kurz zu Wort melden, weil es eine für viele bestimmt wichtige und relevante Info ist. Die Info bezieht sich allerdings nicht auf das Eichen, sondern auf den 2. Teil der Fragestellung (Lebensmittelkontrolle):


    Ich habe gerade mit einem Lebensmittelkontrolleur vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt telefoniert. Erst ab einer Völkerzahl von mindestens 10 unterstellt das Amt eine gewisse Honigproduktion und führt Kontrollen durch.

    Eventuell gilt diese Grenze nur für NRW.


    Da ich meinen Bestand aus Zeitmangel wieder auf unter 10 reduziert habe, entfällt bei mir nun doch die erst angekündigte Kontrolle. Allerdings soll ich die aktuelle Völkerzahl der Tierseuchenkasse melden, da das Lebensmittelüberwachungsamt bei der TSK die aktuellen Zahlen abfragt und dann Kontrollen unternimmt und ich mit meiner bisherigen Völkerzahl noch "im Raster" bin.

    Kann es sein, dass der abgegebene Nektar (z.B. von den Linden) insgesamt feuchter als üblich war? Die Pflanzen standen bei uns durch viele, kräftige Regenfälle auf feuchtem Boden und mussten vielleicht nicht so sehr mit dem Wasser haushalten. Zusätzlich führte die höhere Luftfeuchtigkeit wahrscheinlich dazu, dass weniger Wasser aus dem Nektar verdunstet ist als beispielsweise bei trockenem, windigem Wetter.

    Ich mache bei entsprechend passendem Wetter (s. Varroawetter) lieber eine Kurzzeitbehandlung über 3-5 Tage mit dem Nassenheider Professionell, die dafür dann aber gut wirkt. Bei längerer Behandlung stellen die Königinnen oft die Eiablage ein, das möchte ich jetzt um diese Jahreszeit nicht.


    Wichtig ist in meinen Augen, den Behandlungserfolg 14 Tage nach Behandlungsende zu überprüfen (Windel und natürlicher Milbenabfall für 3 Tage) und mit dem natürlichen Milbenabfall vor der Behandlung zu vergleichen.

    Der Lindenhonig will hier nicht reifen, es wird aber auch immer noch etwas eingetragen. Die Stockwaage im Nachbarort meldet auch noch leichte Zunahmen. Spritzprobe ist sowas von positiv und die Feuchtigkeit liegt bei ca. 22%.

    Nun haben wir schon Ende Juli... irgendwann muss ich ja mal abschleudern. Auf den Völkern stehen 3 Flachzargen, wovon die oberste Zarge die jüngste ist und den Lindenhonig/-nektar enthält. Manchmal wünscht man sich eben doch das Trachtende herbei.

    Würd mich echt interessieren, ob du bei dir Lindenblütenhonig erntest.

    Ich habe gerade mal eine Geschmacksprobe gemacht. Ist auf jeden Fall Nektar von der Linde. Man schmeckt sofort die typische ätherische Note. Sehr lecker :)

    Weißt du wie Linde riecht? Würd mich echt interessieren, ob du bei dir Lindenblütenhonig erntest.

    Dürfte Linde sein, kann ich aber nochmal gezielt probieren (mit einem Löffel aus der Wabe). Ich habe hier in unmittelbarer Umgebung recht viele große Lindenbäume und unterschiedliche Arten. Der Nektar ist hell/hellgelb.

    Man riecht es auch in der Nähe der Bäume, dass sie noch honigen.

    Einige Linden blühen hier immer noch. Ich würde eigentlich gern abräumen und behandeln aber die mittleren Waben liegen bei 18 % und die äußeren bei 20 bis 25%.

    Hier tropfen die Waben auch noch und es wird fleißig eingetragen. Ich hoffe, dass ich vielleicht Ende nächster Woche schleudern kann. Mal sehen

    Nachdem meine Frau vor Jahren einen ernsten Fall von Borreliose hatte würde ich das nicht als „Wanderröte“ verharmlosen. Das ging mit neurologischen Folgen einher die zum Glück bei der Behandlung wieder zurück gingen.


    Ich selbst nutze Zeckengamaschen, wenn es schlimm ist.

    Wanderröte und Borreliose sind auch zwei verschiedene Dinge. Wanderröte ist ein mögliches Symptom einer stattgefunden Übertragung der Bakterien (Borrelien). Früh erkannt ist Borreliose mit Antibiotika eigentlich gut behandelbar, wenn nicht, kann es z.B. zu neurologischen Folgen kommen.

    habe ich seit fünf Jahren keine Wanderröte mehr an mir entdeckt.

    Wanderröte tritt nur leider nicht bei jeder Übertragung von Borrelien auf. Wenn man Wanderröte nach einem Stich hat, weiß man, dass eine Übertragung stattgefunden hat. Hat man keine Wanderröte, kann man eine Übertragung (leider) nicht ausschließen.

    Ich bin und bleibe bei kurzer Hose, aus verschiedenen Gründen:

    1. kann man die ersten Zecken auf dem Bein gut sehen und direkt absammeln
    2. schützt die FSME-Impfung (FSME wird unmittelbar beim Stich übertragen)
    3. werden zugestochene Zecken zeitnah (d.h. abends) sofort entfernt (Borrelien werden erst ab ca. 20h nach Stich übertragen)
    4. ist mir nicht damit geholfen, wenn ich mich gut verpacke (Hose in die Socken etc.), wenn die Zecken dann in der Kleidung hängen, die Waschmaschine überleben und dann im Kleiderschrank umherwandern. Oder friert ihr eure Anziehsachen nach jedem Aufenthalt in der Natur konsequent für mehrere Tage ein?