Beiträge von Manuel91

    Kann es sein, dass der abgegebene Nektar (z.B. von den Linden) insgesamt feuchter als üblich war? Die Pflanzen standen bei uns durch viele, kräftige Regenfälle auf feuchtem Boden und mussten vielleicht nicht so sehr mit dem Wasser haushalten. Zusätzlich führte die höhere Luftfeuchtigkeit wahrscheinlich dazu, dass weniger Wasser aus dem Nektar verdunstet ist als beispielsweise bei trockenem, windigem Wetter.

    Ich mache bei entsprechend passendem Wetter (s. Varroawetter) lieber eine Kurzzeitbehandlung über 3-5 Tage mit dem Nassenheider Professionell, die dafür dann aber gut wirkt. Bei längerer Behandlung stellen die Königinnen oft die Eiablage ein, das möchte ich jetzt um diese Jahreszeit nicht.


    Wichtig ist in meinen Augen, den Behandlungserfolg 14 Tage nach Behandlungsende zu überprüfen (Windel und natürlicher Milbenabfall für 3 Tage) und mit dem natürlichen Milbenabfall vor der Behandlung zu vergleichen.

    Der Lindenhonig will hier nicht reifen, es wird aber auch immer noch etwas eingetragen. Die Stockwaage im Nachbarort meldet auch noch leichte Zunahmen. Spritzprobe ist sowas von positiv und die Feuchtigkeit liegt bei ca. 22%.

    Nun haben wir schon Ende Juli... irgendwann muss ich ja mal abschleudern. Auf den Völkern stehen 3 Flachzargen, wovon die oberste Zarge die jüngste ist und den Lindenhonig/-nektar enthält. Manchmal wünscht man sich eben doch das Trachtende herbei.

    Würd mich echt interessieren, ob du bei dir Lindenblütenhonig erntest.

    Ich habe gerade mal eine Geschmacksprobe gemacht. Ist auf jeden Fall Nektar von der Linde. Man schmeckt sofort die typische ätherische Note. Sehr lecker :)

    Weißt du wie Linde riecht? Würd mich echt interessieren, ob du bei dir Lindenblütenhonig erntest.

    Dürfte Linde sein, kann ich aber nochmal gezielt probieren (mit einem Löffel aus der Wabe). Ich habe hier in unmittelbarer Umgebung recht viele große Lindenbäume und unterschiedliche Arten. Der Nektar ist hell/hellgelb.

    Man riecht es auch in der Nähe der Bäume, dass sie noch honigen.

    Einige Linden blühen hier immer noch. Ich würde eigentlich gern abräumen und behandeln aber die mittleren Waben liegen bei 18 % und die äußeren bei 20 bis 25%.

    Hier tropfen die Waben auch noch und es wird fleißig eingetragen. Ich hoffe, dass ich vielleicht Ende nächster Woche schleudern kann. Mal sehen

    Nachdem meine Frau vor Jahren einen ernsten Fall von Borreliose hatte würde ich das nicht als „Wanderröte“ verharmlosen. Das ging mit neurologischen Folgen einher die zum Glück bei der Behandlung wieder zurück gingen.


    Ich selbst nutze Zeckengamaschen, wenn es schlimm ist.

    Wanderröte und Borreliose sind auch zwei verschiedene Dinge. Wanderröte ist ein mögliches Symptom einer stattgefunden Übertragung der Bakterien (Borrelien). Früh erkannt ist Borreliose mit Antibiotika eigentlich gut behandelbar, wenn nicht, kann es z.B. zu neurologischen Folgen kommen.

    habe ich seit fünf Jahren keine Wanderröte mehr an mir entdeckt.

    Wanderröte tritt nur leider nicht bei jeder Übertragung von Borrelien auf. Wenn man Wanderröte nach einem Stich hat, weiß man, dass eine Übertragung stattgefunden hat. Hat man keine Wanderröte, kann man eine Übertragung (leider) nicht ausschließen.

    Ich bin und bleibe bei kurzer Hose, aus verschiedenen Gründen:

    1. kann man die ersten Zecken auf dem Bein gut sehen und direkt absammeln
    2. schützt die FSME-Impfung (FSME wird unmittelbar beim Stich übertragen)
    3. werden zugestochene Zecken zeitnah (d.h. abends) sofort entfernt (Borrelien werden erst ab ca. 20h nach Stich übertragen)
    4. ist mir nicht damit geholfen, wenn ich mich gut verpacke (Hose in die Socken etc.), wenn die Zecken dann in der Kleidung hängen, die Waschmaschine überleben und dann im Kleiderschrank umherwandern. Oder friert ihr eure Anziehsachen nach jedem Aufenthalt in der Natur konsequent für mehrere Tage ein?

    Ich habe zwar ein (günstiges) Refraktometer, welches ich jedes Jahr mit Olivenöl kalibriere, allerdings nicht am Bienenstand verwende. Ist mir einfach zu viel Gedöns mit dem Sauberwischen des Primas und so.


    Am Bienenstand habe ich auf manchen Völkern unter dem Deckel einen Holz-Eisstiel oder einen Holzlöffel liegen (gibts im Imkerfachhandel zu kaufen). Ein normaler Löffel tut´s natürlich auch.


    Ab und zu fahre ich damit durch eine randständige Honigwabe (durch mehrere Zellen) und lasse den Honig dann auf die Oberträger des Honigraums tropfen. Man sieht so eigentlich ziemlich gut, ob der Honig einigermaßen reif ist oder noch zu schnell vom Stiel/Löffel läuft. Eventuell braucht es etwas Erfahrung, aber man sieht wirklich recht gut, ob sich schon schöne zähflüssige Tropfen bilden oder der Honig noch zu feucht ist.

    Als Ergänzung zur Spritzprobe ist das für mich eine recht schnelle und praktikable Lösung. Zumindest fühle ich mich so sicherer, weil es wirklich doof ist, unreifen Honig zu ernten. :P

    Ich mache es, wie es René Schieback mal in einem Video erklärt hat.

    Es kommen insgesamt 4 Pilzköpfe (bei mir 10mm Pilzkopf; Rähmchenoberträger: 25mm) an 1 Rähmchen.

    Rähmchen und Pilzköpfe ab 11:40 min

    Finde ich sehr interessant und bin zufrieden mit der Lösung wie er es handhabt. Habe mich vorher jahrelang mit Hoffmann-Seitenteilen gequält. Jetzt geht das zusammenschieben super easy und ich muss nicht so viel schauen, dass ich auch keine Bienen quetsche.

    Meine Bienenvölker waren dieses Jahr deutlich weniger Schwarmstimmung, die bei manchen auch wieder zurückgegangen ist. Auch ist mir kein Schwarm abgegangen (wie auch, wenn wenig Schwarmstimmung da war). Letztes Jahr wollte nahezu jedes Volk seine Sachen packen und abhauen.


    Einräumen muss ich allerdings, dass ich dieses Jahr seit Mai mit MW erweitere (am Beutenrand) und die Völker nicht strikt die gesamte Saison so belasse, wie ich sie geschiedet habe. Gefällt mir sehr gut, werde ich nächstes Jahr wieder so machen.


    Geerntet habe ich noch nicht, ich warte noch auf die Trachtpause. Aktuell, aber nicht mehr sehr lange, sind die Robinien noch in Vollblüte und die Linden machen sich bereit. Mal schauen ob es Ende nächster Woche etwas wird.