Beiträge von Manuel91

    Toller Artikel :thumbup:

    Ich habe mir letztes Jahr auch solche Reusen gebaut, nutze sie allerdings (da ich Standimker bin) für die Honigernte. So fliegen mir vor allem bei der letzten Ernte nicht alle neugierigen Sammlerinnen am Stand herum und suchen nach Honig ;)

    Ich würde mich auch über Erfahrungen mit anderen großen Sonnenwachsschmelzern freuen. Es gibt ja unterschiedliche Modelle und Hersteller. Mit "groß" meine ich, dass mehr als 2 Waben DNM 1,5 bzw. mehr als 3-4 Waben Zander/DNM parallel einschmelzen kann.

    Hallo zusammen,


    beim Imkerfachhändler aus Aachen gibt es einen großen Sonnenwachsschmelzer (Solaris Innox) aus Edelstahl. Besitzt den jemand und kann mir seine Erfahrungen mitteilen?

    So allmählich wird mir mein sehr gut funktionierender SWS zu klein, da ich dort zeitgleich nur 2 Waben DNM 1,5 einschmelzen kann.

    Einen Schmelzturm mit Trichter zum Dampfschmelzen habe ich zwar auch, aber die Nutzung des SWS finde ich komfortabler bzw. weniger arbeitsintensiv.

    Daher die Überlegung einen größeren auf lange Sicht anzuschaffen.


    Viele Grüße aus dem Homeoffice 8o

    Manuel

    Hier im Sauerland habe ich erst letzte Woche Frühjahrdurchsicht gemacht und festgestellt, dass alle Königinnen erst (erneut) mit dem bestiften weniger Zellen angefangen haben. In 2-3 Völkern gab es noch ganz wenige Zellen auslaufender verdeckelter Brut. Aber die Natur ist hier auch noch nicht allzu weit. In den letzten Tagen wurde viel Pollen von der Weide eingetragen.

    Meine Quote: 11/11. 4 Völker sehr stark (die haben natürlich auch sehr viel Futter verbraucht), 1 etwas kleiner, der Rest ganz normal durchschnittlich. Das Futter muss man momentan echt im Blick haben.

    Interessantes Thema, allerdings denke ich, dass man das so pauschal gar nicht beantworten kann. Ich sehe da mehrere Faktoren, die eine beeinflussende Rolle auf das Mikroklima und somit die Volksentwicklung spielen:


    1. Der Boden unter den Völkern kann im Winter Kälte abstrahlen. Je näher am Boden, desto mehr bekommen die Völker eisige Temperaturen durch den Gitterboden zu spüren.

    Bei Sonneneinstrahlung hingegen kann sich der Boden im Frühjahr beispielsweise auch zügig erwärmen (je nach Bodenbeschaffenheit und wieviel Sonne auf den Boden trifft) und so auch schneller Wärme abstrahlen.

    Allerdings muss man auch bedenken, dass eine Palette oder eine relativ dicht gebaute Unterkonstruktion (Bretter o.Ä.) vielleicht auch eine abpuffernde Funktion spielen kann, sowohl abpuffernd auf Kälte- und Wärmestrahlung, die vom Boden ausgeht. Bei einer etwas erhöhten und "luftigeren" Aufstellung auf einem Beutenbock bekommen die Völker Temperaturen vielleicht in beiden Extremen stärker zu spüren? Das hat ebenfalls Vor- und Nachteile.


    2. Wieviel Wind unter den Beuten herziehen kann, wird natürlich auch durch die Art der Völker-Aufstellung beeinflusst. Auf Palette ist es wahrscheinlich weniger zugig als auf einem Beutenbock.


    3. Die Bodenbeschaffenheit ist für mich auch ein nicht zu vernachlässigender Faktor: An Standorten mit Unterbewuchs (Gras/Wiese) wird durch die Pflanzen Feuchtigkeit transpiriert, sodass ich in meinen Völkern im Winter Schimmel auf den Waben beobachten konnte und an Waldrandstandorten mit trockenem Laub oder Erde/offenem Boden so gut wie gar keinen.


    Ich vermute, dass eine bestimmte Völkeraufstellung (Abstand zum Boden) an einem Standort vorteilhaft sein kann, an einem anders beschaffenen Standort aber eine komplett andere Wirkung auf die Entwicklung von Bienenvölkern haben kann.

    Dennoch wären großangelegte Versuche oder Daten hierzu sehr interessant (sofern es welche gibt) :):thumbup:

    Ich schmelze meine 1,5-Waben im Zargenturm (alte Segeberger) und Einschmelztrichter + Tapetenablöser. Funktioniert ganz gut.

    Der Vorteil ist: Der Zargenturm steht das ganze Jahr über (Flugloch natürlich bienendicht verschlossen) im Garten und ich kann während der Saison anfallende Altwaben dort einfach einhängen/zwischenlagern und sie einschmelzen, wenn ich Zeit habe. Zu lange sollten sie dort wegen der Wachsmotte allerdings nicht bleiben ;)

    Hallo, ich werfe den 3. Weg in den Raum. Der Honig laeuft durch den Melitherm und wird noch viel kürzer erhitzt wie in einem einzelnen Glas. Da kann man dann auch den Schaum entfernen.

    Bis bald Marcus

    Sehe ich genauso! Melitherm scheint da ja die schonendste Methode der Honigverflüssigung zu sein.

    Allerdings habe ich das Problem, dass bei mir immer winzige Kristalle übrig bleiben und der Honig relativ zügig wieder trüb und fest wird (ich spreche hier vom Sommerhonig). Habe auch schon Kontakt mit Herrn Spürgin aufgenommen, mir bereits neue Original-Seihtücher/-Seihsäcke bestellt, aber dennoch bleiben Restkristalle im verflüssigten Honig. Bin echt ratlos

    ich weiß jetzt nicht wie groß bei dir eine Charge ist, aber man kann kristallisierten Honig auch verkaufen.

    Wir haben sogar Kunden die gerne festen Honig wollen, da sie vor der Langnese Zeit aufgewachsen sind, und dies als Merkmal für unbehandelten Honig ansehen. Manche mögen es auch wenn sich im Mund die Kristalle auflösen.

    Ich würde ihn einfach anbieten.

    Meine Chargen sind entweder 12,5kg oder 25kg. Meine Sorge ist nur, dass der Kunde cremigen Honig kaufen möchte und dann einen grob kristallisierten Sommerhonig erwischt. Ich vermarkte über 3 Blumenläden und stehe leider nicht daneben, um den Kunden den Sachverhalt zu erklären. Aber vielleicht mache ich mir hier auch einfach zu viele Gedanken :/;)

    Ansonsten kann man den im Glas sanft erwärmen (Wärmeschrank, Wasserbad...) bis man ihn vernünftig rausbekommt und dann im Melitherm wieder verflüssigen.

    Das wäre natürlich auch eine Option. Ich sollte mir abgewöhnen, sofort alle abgefüllten Gläser zu etikettieren. Bzw. ich sollte wirklich nur so viele Gläser abfüllen, wie ich sicher loswerde und den Rest einfach im Abfüller belassen. Danke für den Tipp!

    Bei mir kauft der überwiegende Teil der Kundschaft bevorzugt flüssigen Honig.