Beiträge von Manuel91

    Zerreißt man dabei nicht das Brutnest?

    Das schon, aber im Sommer ist das aufgrund der Volksstärke und der Temperaturen nicht mehr so heftig wie beispielsweise im Frühjahr.


    Ich habe die Mittelwände nur auf einer Seite gegeben, damit die älteren Waben auf die andere Seite rutschen (alles im Kaltbau)

    Dann kennst Du Deinen Fehler ja jetzt, dann machst Du das eben in diesem Jahr besser...

    Das Geben von MW mitten ins Brutnest ist ja nur eine Variante der "Großraumbetriebsweise".


    Mir persönlich gefällt es wie von Uwe beschrieben besser:

    Flugloch einseitig

    und hier immer die MW

    dann geht das alles

    So weiß ich genau wo die ältesten und wo die jüngsten Waben sind. Erscheint mir einfach strukturierter. Auch wenn es dieses Mal nicht bei allen Völkern so richtig mit der Entnahme der ältesten Waben funktioniert hat, bekomme ich trotzdem 50% der Waben im Jahresverlauf ausgetauscht. Das reicht mir.

    Ich habe die Mittelwände nur auf einer Seite gegeben, damit die älteren Waben auf die andere Seite rutschen (alles im Kaltbau). Hätte ich MW zum Auffüllen mittig gegeben, da gebe ich dir recht, dann könnte ich auf der anderen Seite alte Waben entnehmen.

    Das kann man erreichen in dem man den BR im Sommer mit MWs erweitert. Dann sorgt man dafür das älteste Waben außen sind. Beim Einfüttern werden dann die ältesten Waben zu FWs.

    Genau so hatte ich es geplant und auch letztes Jahr so gemacht. Dieses Frühjahr habe ich gesehen, dass die Königinnen mancher Völker auf den alten Brutwaben gestiftet haben. Somit war mein Plan dann hinüber ;)

    Geht zwar auch mit dem "immer weiter zum Rand hin", aber das dauert mir zu lange und eine TBE will ich nicht machen.

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Ich habe mir überlegt vielleicht gegen Ende der Saison je Volk 1 oder 2 von den ältesten Brutwaben herauszunehmen und sie einem weiselrichtigen Ableger über ASG aufzusetzen, bis die Brut ausgelaufen ist und ich sie spätestens 3 Wochen später leer entnehmen kann.


    Vorteile:

    • Zeitaufwand und Materialbedarf ist gering (nur 1 Brutraumzarge+ASG nötig, kein Überprüfen auf Nachschaffungszellen)
    • höherer Wabendurchsatz/Jahr in Kombination mit dem Schieden im Frühjahr und gleichzeitiger Entnahme älterer Waben


    Man könnte Brutwaben nach der Saison auch einem Wirtschaftsvolk aufsetzen. Man sollte generell dann nur den Varroabefall im Auge behalten, da er ansteigen wird.

    Ich habe auch schon Futterwaben in einer bienendicht verschlossenen (!) Beute gelagert. Gitterboden unten, oben ein bienendichtes Lüftungsgitter und auf einer Seite unter den Deckel eine dünne Holzlatte einklemmen, sodass Luft von unten nach oben durchziehen kann. Das kann man übergangsweise ein paar wenige Wochen so machen. Man muss wegen Wachsmotten aufpassen.

    Besser ist die Variante auf einem schwachen Volk.

    Aber falls man als Anfänger noch knapp ist mit Völkern, geht das in einer separaten Beute übergangsweise ganz gut und wenn man den ersten Ableger erstellt hat, kann man die Futterwaben auch dem Ableger über ASG aufsetzen. Nur sollte das Flugloch sehr klein sein und der Ableger braucht eine gewisse Stärke.

    Und trotzdem habe ich in der Saison keine Honigkappe unter dem Absperrgitter.

    Ich werde dieses Jahr mal ganz genau auf virtuelles Brutnest achten. Vielleicht war es bei mir in der Vergangenheit auch so klein, dass es mir nicht aufgefallen ist.

    Den theoretischen Hintergrund dahinter verstehe ich schon 8o

    Mein stärkstes Volk hat den Honigraum nicht angenommen, baut stattdessen den Drohnenrahmen aus und macht Wildbau an den Unterträgern. Habe aufgrund der hohen Biene Masse und den vorhergesagten warmen Temperaturen bei uns, eine Brutwabe in den HR gehangen. Falls das ein Fehler ist, bitte melden...

    Ich würde generell keine Brut in den Honigraum hängen. Das bringt immer die natürliche Brutnestordnung des Biens durcheinander und kann zur Verkühlung der Brut im Honigraum führen, vor allem wenn es in den nächsten Tagen wieder etwas kälter werden sollte.

    So können Meinungen auseinander liegen. Für mich wäre das gepresst oder zu eng geschiedet, wenn die im HR noch brüten wollen dann fehlt Platz im BR - ich nenne das "zu eng geschiedet"...

    Sehe ich auch so.
    Bzw. denke ich mir: warum sollten sie oben (über dem ASG) Zellen freihalten, wenn sie unten genügend Zellen und das Brutnest in passender Form zur Verfügung haben?

    Für mich bestätigen immer 2 Beobachtungen, dass kein Futter umgetragen wird:

    • bei kühlem Wetter gibt es keine Füllung der Honigraumwaben (wobei sie ja hier Zeit hätten Futter aus den Futterwaben in den Honigraum zu tragen)
    • bei Tracht und Nektareintrag werden die Futterwaben nicht leerer und werden mehr oder weniger ignoriert

    Ich werde jetzt auf jeden Fall erstmal nichts unternehmen und die Bienen einfach mal machen lassen, das hat sich ja schon öfter bewährt. :) Wenn die Obstblüte begonnen hat, kann ich ja immer noch reinschauen und agieren. Danke für die Bestärkung!

    Meiner Meinung nach muss das Schieden nicht "ultra" präzise sein. Das wichtigste ist m.M. das das Brutnest auf mehreren Waben sauber bis zum Oberträger reicht und sich das berühmte "Virtuelle Brutnest" im ersten HR bildet.

    Ich meine sogar, dass bei DNM 1,5 gar kein virtuelles Brutnest im HR entsteht, weil die Waben doch recht hoch sind und die Bienen ihre "Kugel" (=Brutnest) komplett auf den fast quadratischen Waben unterbekommen. Das ist aktuell aber mehr ein Gefühl und Beobachtung der letzten Jahre. Es waren auch eigentlich so gut wie nie Pollen auf Honigraumwaben zu finden.

    Das Virtuelle Brutnest hatte ich aber selbst bei einem Schwächling in einer ungeschiedeten Zander-Zarge, der dort eher nur 6 Rähmchen bebrütet hat.

    Als ich auch noch auf 1 Brutraum DNM (1,0) geimkert habe, gab es immer ein virtuelles Brutnest.


    Mit eine Wabe, die für die Bienen hoch genug ist, entfällt das mitunter. Vielleicht gibts ja ähnliche Beobachtungen von anderen DNM 1,5lern?

    Ich weis zwar nicht wie bei Euch die Wetterprognose genau aussieht aber bei mir wird es über Ostern kalt. Spätestens da werden die jetzt eingetragenen Reserven verbraucht werden... - daher mache ich mir keinen Kopf...

    Bei uns wird es auch etwas kühler.


    Zur Not kannst Du nach Ostern immer noch Pollenbretter rausnehmen und Leerwaben in den BR reingeben...

    Das stimmt, danke für deine Einschätzung.

    Ich bin noch nicht richtig sattelfest, was den angepassten Brutraum und das Schieden angeht ;)

    In meinen Augen ist das Hauptproblem, dass der Nektar- und Polleneintrag nun in der kurzen Zeit so abrupt und stark vonstatten ging und die Königin so schnell die Zellen nicht bestiften konnte.


    Durch die Kältephase sind die Völker halt alle aus der Brut gegangen (s. anderer Faden dazu) und deswegen waren jetzt viele Zellen im Brutraum frei, die sofort zugeknallt wurden, noch bevor die Königin mit dem Bestiften nachgekommen ist, was sie nun gerne tun würde.


    Die Frage ist nur, was man jetzt am Besten tun sollte.

    Bei kalten Temperaturen haben sie diese 4 oder 5 Waben komplett in der gesamten Wabengasse eng beiandersitzend besetzt. Ich führe die Völker auch später im Frühling meist nur auf 5 Brutwaben + 1 Drohnenrahmen.

    Wenn ich hier im Forum verschiedene Beiträge so lese, bekomme ich auch den Eindruck, dass die Volkstärke meiner Völker generell geringer zu sein scheint. Weniger Fleisch sozusagen ^^

    Trotzdem sind sie auch mit dieser Stärke in der Lage 50 kg Honig/Jahr zu produzieren.


    Und ist der HR bereits angenommen worden und wie ist der bestückt (MW und/oder Leerwaben) ...

    Das ist der Punkt: HR ist von den meisten noch nicht angenommen (nur vereinzelt wenige Bienen auf den Honigraumwaben). Die Waben sind alle helle, ausgeschleuderte Leerwaben vom letzten Jahr.


    Im Zweifelsfall alles so lassen, in den nächsten 2 Wochen wird kein Volk stärker, höchstens schwächer...

    Ich würde normalerweise auch so denken und alles lassen wie es ist und auf kühlere Tage setzten, in denen sie in den Pollen reinbrüten können. Allerdings ist für die nächste Zeit nur gutes Wetter vorausgesagt. Was für Luxusprobleme :D


    Ich möchte jetzt einfach die Weichen richtig stellen, um nicht in 4 Wochen sofort im bösen Schwarmgedusel zu stecken, weil alles "zugepollt" und "zugenektart" ist.

    Ich brauche mal eure Hilfe für einen guten Start in die Frühtracht:


    Die meisten meiner Völker sind schon seit Längerem auf 4-5 Waben geschiedet und knallen auf den geschiedeten Waben gerade massig Pollen und Nektar von der Weide in die Zellen.


    Kurz zur Situation:

    Je 1 Honigraum (Flachzarge) mit ausgebauten Waben wurde vor 7 Tagen aufgesetzt und wir haben erst seit wenigen Tagen richtig vernünftiges Flugwetter. Aktuell blüht die Weide noch, Obst ist noch nicht aufgeblüht. Man merkt/sieht, dass die Königinnen nun Vollgas geben.


    Wie würdet ihr jetzt vorgehen?

    Einfach alles so lassen wie es ist, in der Hoffnung, dass sie den Nektar noch Umtragen und sie sich so den Platz zum Brüten selbst schaffen? Oder doch lieber regulierend eingreifen und nachhelfen? Und falls Letzteres: wie konkret?