Beiträge von Leberkas

    Bei EU Bio gehen seit 2022 20%.

    Demnach war das vorher vermutlich auch bei 10% - ohne es genau zu wissen. Verstehen kann ich die Regel auch nicht. Aus den bereits genannten Gründen.

    Die Zertifizierung macht schon Sinn. Wenn ich Auto fahren will, brauche ich einen Führerschein, egal wie gut ich auch ohne Führerschein fahre.

    Wenn ich Bio verkaufen will, brauche ich ein Zertifikat. Egal was man sowieso schon so ähnlich wie ein Bioimker macht.

    Allein die Kosten sind zu hoch, als dass es sich "lohnen" würde.

    Nur weil ich die Kosten wieder herein hole, lohnt es sich dadurch ja nicht. Dann ist man erst bei einer schwarzen Null.


    Ob da jetzt die ein oder andere Regel Sinn macht oder nicht, ist die andere Sache. Wer sich für Bio entscheidet, muss sich auch daran halten.

    Wenn ich mich entscheide, am Straßenverkehr teilzunehmen, muss ich auch die ein oder andere schwachsinnige Regel akzeptieren...


    Ansonsten wurde es schon richtig erkannt, dass bei der Bio Haltung die Haltung im Fokus steht, nicht das Produkt. Auch viele Käufer verstehen das nicht und denken, das "Bio" ist für den Honig in ihrem Glas da. Es geht hier aber um die Tiere, nicht um die Menschen.

    Lohnen tut sich das nie.

    Entweder man stellt aus Überzeugung um, oder man sollte es lassen.

    Das ist Unsinn. Wenn Du eine Kundschaft erreichst, die für bio mehr zahlt, lohnt sich das schnell. Vergessen darf man auch nicht, dass man so Absatzwege erreicht, die einem konventionellen Imker verschlossen sind (Bioläden und -märkte).

    Ich haben z.B. einen (!) Großkunden, der nur bio will. Allein für den lohnt sich die Zertfizierung.

    Die Mehrkosten pro Glas Honig sind auch gar nicht so groß. Schon bei 500 kg Honig im Jahr sind das bei mir nur noch rund 50 Cent.

    Wenn das Wörtchen wenn nicht wär'...


    Ich schreibe jetzt nur von meinen Erfahrungen bei +/- 15 Völkern, vielleicht hilft das dem ein oder anderen ja zur Selbsteinschätzung:

    Kontrollstelle 450€ + 1 Tag Urlaub nehmen, sonst 150€ für die Extraanfahrt.

    Anbauverband 170€

    Zusatzkosten Wachs- und Honigkontrolle 60€

    Zusatzkosten Wachs- und Honiganalyse der Kontrolle ?€

    Mehrkosten Deutscher Bio-Zucker 200€

    Mehrkosten Bio-Futterteig 30€


    = ca. 900€ Mehrkosten bei 750kg Ernte (Wobei ich die Kosten f. Analyse nicht mehr im Kopf habe) => 60cent Aufpreis.

    Zur Umstellung musste ich noch für 1000€ Wachs zukaufen, irgendwo müsste man das in der Rechnung auch berücksichtigen.


    So, nun hat man natürlich verschiedene Stellschrauben, das zu optimieren.

    Günstigere Kontrollstelle, Zucker aus dem gerodeten Regenwald, verzicht auf den Anbauverband usw. Hier muss man für sich einen richtigen Weg finden. Für mich ist es jedenfalls nicht der Weg, Zucker aus Brasilien zu verfüttern (Habe ich im ersten Jahr gemacht, weil ich nicht aufgepasst habe, wo der Zucker herkommt). Man kann das ganze nun soweit verwässern, dass man kaum noch Mehrkosten hat, aber Hand aufs Herz - das hat dann mit bio nichts mehr zu tun. Für mich persönlich jedenfalls.


    Seitdem nun die Preise steigen klebt mein Honig in den Supermarkt-Regalen. Habe ich vorher alle vier Wochen das leere Regal nachgefüllt, steht jetzt teilweise seit Juni der Honig unverändert dort. Ich müsste meine Preise um 20% erhöhen, habe aber immer noch den selben Preis wie vor 5 Jahren.

    Mein Eindruck ist, dass Bio gemieden wird, weil es "unnötig teuer" ist. Der fast gleichteure konventionelle Honig wird weiterhin gekauft. Und so ist es nun so, dass ich 600kg konventionell vermarkten muss, weil er sonst im nächsten Juni immer noch im Kühlhaus steht. Witzigerweise bekommen ich für den dann konvi verkauften Honig nur 20 cent weniger, als für den mit bio-Etikett. Der konvi Honig wird nach wenigen Monaten weg sein, der bio steht dann noch so im Regal wie heute.


    So, wo rentiert sich das jetzt nochmal? :)

    Ich freue mich für Wolfgang, dass er seinen Honig als Bioware gut losbekommt. Für mich ist das Siegel momentan zu einem Hemmnis geworden. Und das geht nicht nur mir so...

    Es bestätigen auch andere Märkte, dass im Moment Bio gar nicht mehr geht.


    Ich wechsle nun zu einer billigeren Kontrollstelle, wechsle den Anbauverband und hoffe auf bessere Zeiten.


    (In den paar Biomärkten, die wir haben, stehe ich auf der "Warteliste". Es müssen erst noch mehrere Imker wegsterben, dann komme ich zum Zug. Außer es erwischt mich vor den anderen :) In den Großstädten mag das anders aussehen. Hier am Land ist es schwierig.)

    Lohnen tut sich das nie.

    Entweder man stellt aus Überzeugung um, oder man sollte es lassen.


    Da ich den Kontrollverband gewechselt habe, bzw wechsle, kann ich sagen, dass die Kontrollstellen bei bis zu 20 Völkern etwa 350-600€ nehmen.

    Je nach Anbauverband kommen für Kontrollen von Wachs und Honig nochmal 30-60€ im Jahr dazu. Das ist aber nicht die Rechnung des Labors, sondern das verlangt der Zertifizierter für die Plastiktüte, in die Du dann unter Aufsicht Deine Probe verpackst und versiegelst. Das Porto zum Einschicken musst du natürlich auch noch selber zahlen...


    Dann kann es noch vorkommen, dass Beginn und Ende der Kontrollzeit auf jeweils eine vierterl Stunde aufgerundet werden. Also Beginn 15:07, Ende 16:23 = 1,5 h. Manchmal musst Du auch warten, weil der Zertifizierer mit einem anderen Kunden telefoniert. Das musst Du aber natürlich auch mit bezahlen.

    So kommen dann bei 15 Völkern über 500€ zusammen...

    wir schleudern die Stände getrennt- bei 5-200km Entfernung bringen die individuelle Ernten, und damit sind die gewünschte Chargengrößen bei 6-12 Völkern/Stand dann sicherlich nicht 400kg.

    Also Chargengröße und Tagesleistung beim Schleudern bestimmen das sinnvolle.

    Bei 5-10 Völkern gehts auch ohne Klärfässer. Die belegen den Platz das ganze Jahr und produktiv sind letztendlich nur Honigraumzargen.

    unter 20 Völkern würde ich noch nicht einmal an ein Klärfass denken, einzige Entscheidung da wäre Doppelsieb oder Siebeimer, Wahrscheinlich aber 3-4 Doppelsiebe und n ordentliches Gastrospülbecken

    Wenn man auf der Suche nach weiteren Herausforderungen ist, kann man das so machen.


    Der Siebeimer kostet mindestens genauso viel wie ein Fass von Lega. Man spart sich kein Geld, keine Zeit, keine Nerven. Und man hat dann noch in jedem Eimer einen anderen Honig, der auch so dokumentiert und beprobt werden möchte. 20 Völker sind ca 40 Chargen in 25 kg Eimern.

    Ich habe eine Charge Frühling 22 und eine Charge Sommer 22.

    Das ist leider längst ausverkauft. War ja Restposten. Im Grunde ist es nur ein Heizkabel, das durch ein Kunststoffnetz gefädelt ist.

    Befrage mal google nach Silikon Heizkabel 12 m 360 W. Anschluss an PID Regler durch Elektrofachkraft.

    Dann ist immer noch die Frage des Hahns , bei Lega sind die aus Plaste. Kann man die Tauschen ?

    So wie ich das im Video sehe ist da ein geschweisster Anschluss mit Innen Gewinde dran

    ja, das ist mit Gewinde. Bei Weber kann man sogar gleich einen Edelstahlhahn dazukaufen.

    Ich dachte ich bin schlauer und nehme den von Holtermann - passt aber nicht, trotz gleicher Größe...


    Den Zeroquatsch braucht kein Mensch. Das Fass muss sowieso geputzt werden. Wer drauf angewiesen ist, dass die 100g Honig da vorher noch rausfließen, der hat auch kein Geld für den Zero-Aufpreis. Ich kratze den mit dem Teigschaber zusammen. Die letzten 5g gehören dem Gulli.

    Bei sich absetzenden Kristallen ist die Stufe ganz praktisch.

    Ich habe die Matte auf Maß zugeschnitten und klebe die beiden Enden einfach mit Panzertape zusammen. Zum Öffnen Tape einfach aufschneiden. Ggf noch zwei einfache Spanngurte rum. Die ohne Ratsche natürlich.

    Lega 200kg oder größer. Ist zwar aus Trompetenblech, aber für wenige Tage Nutzung im Jahr taugt das.

    Das ist halt nichts, was man wöchentlich herum werfen sollte.


    Er hat noch gute Maße zum Reinigen.

    Nimm es aber um Himmels Willen nicht mit Plastikquetschhahn. Wenn das Fass voll ist und man den auf macht, steht er 45° nach vorne weg.