Beiträge von Florian Gehringer

    Ich dachte, es ist Allgemeinwissen, dass in der Industrie der Honig mit höherem Druck durch Feinfilter gepresst wird. Danach sind alle Kristallkerne so fein, dass der Honig nicht mehr kristallisieren kann. Auch sonst bekommt man den Einheits-Honig nur auf diesem Weg zustande, denn im Supermarkt soll ja jeder Honig einer Sorte immer völlig gleich sein.

    Versteh ich jetzt was falsch oder hast Du sie da nicht schon beantwortet?


    Gruß

    Flo

    luffi   Werner Egger Welchen Anteil schreibst Du/ihr den VSH-Bienen heute und in der Zukunft im Bezug auf das medizinfreie Imkern zu?


    Ganz ehrlich und ernst gemeinte Frage... Insofern als dass (Kunst-)schwärme, Drohnenbrutentnahme, TBE und Co. ja in erster Linie mal eine Verteilung von Varroen und im besten Fall eine (natürliche) Reduktion der Varroen ist die (natürliche Schwärme ausgenommen) vom Imker kommen bzw. durch eine zeitweilige Brutfreiheit entsteht.


    Im Falle der natürlichen Schwärme ist die Idee ja erstmal die Vermehrung, die es in der Verlängerung möglich macht Krankheiten/Schwächen auszumerzen. Varroa ist da nur zufällig ein Faktor der gemessen an der Geschichte der Biene einen kurzen Zeitraum annimmt.


    Bin gespannt... wirklich!


    Gruß

    Flo

    Ja klar Jörg K., wir dürfen alle 4 Jahre wählen und dann können die Politiker machen, was sie wollen, auch gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit (siehe Glyphosat).

    Das ist in der Imkerei auch so... einen gemachten Fehler kannst Du oft auch nicht mehr kurzfristig beheben, aber hörst Du deswegen auf zu imkern? Wird es besser, wenn wir nicht mehr wählen?

    Sie war souverän... bis sie zu Wort kam.


    Das war einfach nicht Ihr Terrain... wirklich nicht. Sie hat versucht in das Gespräch zu kommen, aber es an den entscheidenden Stellen einfach nicht gut gemacht, weil auch die Gesprächspartner clever sind. Du sitzt im Fernsehn und merkst... fuck... ich hab mich in eine Fettnäpfchen locken lassen, das die halbe Imkernation in Probleme bringt.


    Es gibt keinen Cut... kein "nochmal"... keine zweite Chance!


    Honig gegen Spende verschenken und Ameisensäure als Nervengift und einziges Mittel zu deklarieren ist problematischer als Sortenhonige gegen einseitige Ernährung aufzurechnen.

    Aber wieviele Yogeshwars und Häfeckers gibt es denn?

    Mindestens in jedem Imker-Ortsverein einen - oder mehr - für die Gesprächsbeteiligung beim Umdenken. Und das dauert lange, sagt z.B. der Pflanzenschutzbeauftragte meines LW-Amtes aus eigener umdenkender Gesprächserfahrung mit "seinen" Landwirten.

    Definitiv... aber das berechtigt nicht für TV-Formate und EuGH Streithelfer :)
    Das ist mit ein Grund warum ich dafür bin, dass die Mitgliedschaft im Verein wichtig ist. Da geht es nicht vorrangig um Versicherungen und den DIB, sondern darum vor Ort als Gemeinschaft Bewusstsein zu schaffen!

    Ranga Yogeshwar ist auch ein hübscher Kerl, aber der war gut vorbereitet.

    Einverstanden. Aber wieviele Yogeshwars und Häfeckers gibt es denn?


    Die Bauern sind schuld weil die schon lange kein gesundes Saatgut vermehrt haben, sonders Zeug aussähen was nicht ohne Gift hochkommt.

    wasgau immen Damit hast Du sicher recht, aber kann man "den Bauern" dafür wirklich die Schuld geben? Ich formuliere es bewusst als Frage... Vergleichen wir es mit den Strukturen bei den Imkern: Warum haben viele (Berufs-)imker keine gute Meinung über unsere Institute? Letztendlich sind es aber die Institute, die für "unsere Allgemeinheit" die Mittel und Wege aufzeigen (sollten).


    Was mich auch umtreibt und welche Frage ich mir selbst nicht eindeutig beantworten kann... Wir fordern von den Bauern gewisse Regeln einzuhalten, aber mischen (gezwungenermaßen) im Keller auch unsere eigenen Mittelchen!? Bzw. in der Verlängerung die Frage, ob wir als Imker nicht konsequenter BIO-Zertifizierungen anstreben müssten... (Die Sinnfrage von importiertem Bio-Zucker & Co. mal aussen vor gelassen). Innerlich treibt es mich zur Zertifizierung und trotzdem scheue ich mich vor dem Aufwand bzw. den Konsequenzen. Aber inwiefern muss man sich nicht diesen Regeln unterwerfen um überhaupt die Berechtigung zu haben die Bauern anzugreifen.


    Sicher muss man das sehr differenziert betrachten und kann es nicht pauschal so oder so beantworten, aber die Frage treibt mich um. Ich glaube, dass ich mich gemessen am "Durchschnittsimker" deutlich intensiver damit beschäftige als die breite Imkermasse, aber trotzdem kann ich die Frage nicht im Ansatz ausreichend beantworten. Insofern eine ehrliche gemeinte Frage an die Remsis, Henrys, Wasis im IF... Wie sehr ihr das?


    Gruß und Danke

    Flo

    Wenn man als Journalistin nicht reden kann, hat man den falschen Beruf. Wenn man um eigene Schwierigkeiten weiß, bereitet man sich noch akribischer vor als die Anderen.

    Ich mag mich nicht über Ihre Historie streiten... Nicht jeder Online-Redakteur ist ein Günther Wallraff. Fakt ist, dass eine gewisse Erfahrung im Bereich der Medien niemanden zum TV Profi macht. Ein guter Unternehmer, muss nicht zwingend ein guter Imker sein.


    Ich persönlich kann mich in meinem Leben an ein paar wenige Sachen erinnern für die ich mich durchaus gut vorbereitet habe, aber trotzdem verkackt habe. Es waren auch wichtige Sachen dabei.


    Sie war eben in diesem einen Fall nicht die Vertretung die wir gebraucht hätten. Die ARD hat da vermutlich andere Ansätze...


    Sie wird vermutlich hier mitlesen und sich drüber ärgern, dass es nicht so lief wie erhofft (was zu erwarten war), aber sich auch drüber selbst genug ärgern... Deswegen müssen wir sie nicht zum Sündenbock machen. Macht mal nen Punkt... Es geht um ein gesamtheitliches Problem und nicht um Agnes Flügel.

    Berggeist Du meinst die Pia Autschmeier mit Ihrer Vortragsreihe Imkern für Faule :)

    "Die Wissenschaft" war für meinen Geschmack abgedeckt... Es hat jemand gefehlt der mit Bienen sein Geld verdient. Es ist in keiner Weise verwerflich mit Bienen und viel Marketing-Effekt seinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber in der Diskussion fehlte eben ein Imker. Ein richtiger Imker!

    Dieter, ich teile Deine Meinung vollkommen, dass es aus Sicht der Imker nicht glücklich war. Aber wir dürfen Agnes (nicht verwandt, nicht persönlich bekannt) keine "Schuld" zuschieben. Ihre Art und Ihre Geschichte ist im Normalfall ein guter Träger für unsere gemeinsame Botschaft (und für Ihr Geschäft), wenn es um den "Verbraucher" geht.


    Sie war und ist sich sicher selbst bewusst, dass Sie im Dialog mit abgewichsten Profis sich schwer tun wird.


    Leute die fachlich und rhetorisch für so eine Diskussion "geeignet" sind, sind an einer Hand abzuzählen und mittlerweile so bekannt, dass die Gegenseite sich nicht in eine öffentlichen Schlagabtausch mit Ihnen einlässt.


    Es ist schade, dass die Imkerschaft an den entscheidenden Stellen keine Nadeln setzen konnte, sondern Tore geöffnet wurden, die "wir" an der Haustüre in vielen Gesprächen wieder erklären müssen. Trotzdem... Agnes als Person trifft keine Schuld. Immerhin hat sie unsere Fahnen vertreten und auch das erfordert in dem Fall Mut. Es war abzusehen, dass das nicht gut ausgeht... Das war nicht die Plattform auf der Agnes gut ist und erst recht keine Plattform für einen 5-Volk-Gartenimker.


    Fakt ist... Wir werden Idealisten wie Job und Hans nicht nur menschlich und fachlich mehr als vermissen. Das sind die Lücken die wir schließen müssen um überhaupt den Hauch einer Chance haben zu können.


    Gruß

    Flo