Beiträge von Florian Gehringer

    Das eigentliche Narrativ ist, dass v.a. die intensive Landwirtschaft den heimischen Insekten das Leben schwer macht. Das die Honigbiene ein Feindbild darstellt ist zumindest in einem Umfeld und den Medien die ich konsumiere eine absolute Nische.

    Noch nicht. Darum geht es... und wir müssen "aufpassen", dass auf der anderen Seite nicht eine zweite große Mauer entsteht die uns am Ende den Handlungsspielraum nimmt. Nicht heute, nicht morgen...

    Die Frage ist doch am Ende des Tages... Warum nimmt der NABU "die Bienen" ins Visier, wenn PSM das deutlich größere Problem ist! Und wer profitiert, wenn der Keil hier größer wird? Das einzige was wir als Imker tun können ist wiedermal mit Studien entgegenzuwirken solange die kritische Masse noch nicht zu groß ist.

    Der Deutsche Honig steht bei Aldi mitunter aber für 3€/500g im Regal.

    Natürlich... das ist mir bewusst. Die Frage ist aber nicht ob man das "verbessern" kann, sondern ob es sich "verschlechtern" würde, wenn es für die Imkern ganz allgemein NOCH schwerer werden würde.

    Reibung erzeugt Wärme... Argumente gibt es auf beiden Seiten. Keine Frage.


    Wir sind uns einig, dass wir bei den Wildbienen auch die Notfallzulassungen bei den Zuckerrüben nicht vergessen. Das ist aber denke ich allen Beteiligten klar.

    Die Importe könnten aber nicht mit dem Label "Deutscher Honig" werben, was vielen Verbrauchern zunehmend wichtiger wird, gerade jenen, die nicht "den Guten" von Langnese konsumieren.

    Natürlich nicht... es geht ja auch nicht um den "bewussten" Konsumenten, sondern um das wabernde Mittel. Aldi verkauft ja nicht 20kg Phacelia mit Eiche aus der Rhön und nicht Würzburger Silvaner mit linksgedrehten Presse, sondern argentinische Rinderstakes für 5,50 und Honig aus nicht EU-Ländern.

    Ich habe erstmal nicht unbedingt ne andere Meinung als Du, aber wir dürfen auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Und ein Erwerbsimker verkauft/erwirtschaftet "anders" als ein Kleinimker.

    Es geht nicht GEGEN den Naturschutz!


    Nochmal eine Ergänzung: Man kann ja auch hier Kompromisse finden und definieren wie ein Miteinander funktionieren kann.
    Fraglich ist ja dahingehend auch warum die Gespräche beim DIB laufen und beim DBIB es darauf reduziert wird, das Volksbegehren und den Naturschutz zu torpedieren.

    Wenn ich ein Thema aufmache, dann dieses, das Wanderverbote das Honigangebot verknappen würden, was einen Preisanstieg zur Folge hätte, der v.a. auch für kleinere Imker interessant wäre, weil die Abfüller nicht mehr Tonnen an Honig günstig einkaufen könnten.

    Man könnte auch sagen, dass eine Erwerbsimkerei in der heutigen Form dann nicht mehr wirtschaftlich wäre und die Lücke nicht durch Hobby- und Kleinstimker gefüllt wird, sondern durch Importe?
    Jedem steht frei seine Preise JETZT zu erhöhen! Ich habe höhere Kosten als jemand im Vollerwerb, aber ich kann es nicht so günstig erzeugen, wie ich es einkaufen kann.

    Es ist absolut davon auszugehen, dass die Leute die heute keine Wespe von ner Biene unterscheiden können, morgen schon vermeintlich klar zwischen der Massentierhaltungs-Biene und der unschuldigen Wildbiene unterscheiden können.
    Der Großteil ist nicht interessiert am besten Produkt, sondern an der schönsten Verpackung... das muss uns einfach bewusst sein und den Weitblick dazu haben, dass unsere Verpackung bald an Farbe verliert.

    Wir können unabhängig von allen Querelen, Stänkereien, Fakten und Emotion einfach mal "Lobbyarbeit" und "Möglichkeiten" im Bezug auf die Mitglieder (unabhängig der "Systemrelevanz") vergleichen:

    DBIB: 1000
    DIB: 120.000
    DBV: 285.000
    NABU: 770.000

    Die Idee vor Ort mit Landwirten und Kommunen ist total super. Das ist sogar selbstverständlich, dass ich als Imker (erst recht als Imker mit wirtschaftlichem Interesse) mit meinen Nachbarn, Freunden und Partnern - sogar mit "Gegnern" spreche.

    In einem offiziellen Statement weiß ich nicht ob ich mich als Mitglied ernst genommen oder gar geohrfeigt fühlen soll und empfinde es mindestens naiv zu glauben, wenn der Lösungsvorschlag lautet "doch mal lieber mit meinem Bauern vor Ort zu reden".


    Wir brauchen definitiv die Gespräche auf der Fläche, aber auch die Verhandlungen in der Spitze bei den "Entscheidern". Und um die Bündnisse und Gespräche in der Form führen zu können ist auch intern das Feedback aus der Fläche notwendig.


    Ich schätze die Arbeit und die Menschen im DBIB sehr und kann Ihre Leistung nicht hoch genug ansetzen. Ich stelle mir also die Frage wie der Einsatz und das Wissen entsprechend kanalisiert und NACH AUSSEN für den Verband arbeiten kann, anstatt es in internen Streitigkeiten versumpfen zu lassen. Ein Anfang wurde gemacht... Ob es alle "ernst" meinen muss man sehen und man wird es sicher auch bald irgendwie "messen" können.

    Nachdenklich...
    Der Flo

    Ich gehe nicht mit dem NABU ins Bett und in diesem Fred geht es ja konkret um das Volksbegehren in Niedersachsen, welches von mehr als 200 Organisationen unterstützt wird.

    Und wer steht über den 198 gemeinschaftlich ganz oben? Und warum müssen Imker Ihre Standplätze aufgeben die seit Jahrzehnten genutzt werden?

    Wenn solche Verbandsentscheidungen der Grund für die Auflösung von privaten Beziehungen sind, dann stand die Beziehung wohl von Anfang an auf wackeligen Füßen. :)

    Das ist ein Punkt. Warum gehen wir mit dem Nabu ins Bett, wenn er uns dabei die Eier abreisst?

    Dass man das Volksbegehren grundsätzlich unterstützt empfinde ich nicht als falsch... im Gegenteil! Aber man kann da geteilter Meinung sein.

    War ein Leerrähmchen, wurde direkt ausgebaut zur Dickwabe und befüllt, innerhalb dieser einen Woche wohl gemerkt. Die Völker sind alle recht stark.

    Na, wenn es direkt zur Dickwabe ausgebaut wurde, hast Du ja alles richtig gemacht ;)

    Wenn Du nen Balkon zur Speisekammer umfunktionierst, würde ich den Einkauf es auch nicht unters Dach tragen... Einfach nochmal drüber nachdenken, warum man es "angepasst" nennt.


    Gruß Flo

    Träumerei, dass eine Corona-Krise wirtschaftende Unternehmen zur Mutter Theresa werden lässt. Höher, schneller, weiter geht genauso weiter und das sogar mit noch breiter ausgefahrenen Ellenbogen. Wenn Du ein Geschäft siehst, wirst Du es machen... Wenn Du ums wirtschaftliche Überleben kämpfst, dann mit noch weniger Blick nach links und rechts.

    Es mag unsere gesellschaftliche "Ordnung" verändern und zum Umdenken im persönlichen Bereich führen... aber bis das in der Verlängerung "ehrlich" und nicht nur in den Marketing-Abteilungen angekommen ist, braucht es noch mehr als eine Corona-Krise. Einen Tanker der ungewollt bremsen musste, pumpt Diesel in den Motor um wieder volle Fahrt machen zu können.


    Amazon hat schon vor 6 Wochen 100.000(!) Leute eingestellt... Vermutlich nicht, weil "die Leute" die regionalen Händler so sehr unterstützen.

    Mal so ein, zwei Gedanke...

    Die Demo richtet sich aber nicht gegen einen Industriezweig, sondern gegen Bayer. Was die jetzt anders machen, als der Rest, entzieht sich meinem Verständnis.

    Ach Mensch Ralle... :) Der Tag hat 24 Stunden und jede "Geschichte" hat einen Hauptdarsteller. Wir wissen beide, dass es mehr als ein schwarzes Schaaf gibt und auch das Bayer nicht jede leere Kiste auf dem Gewissen hat. Ganz ehrlich... wo würdest Du "ansetzen"?