Beiträge von Bienenfrau

    Ich habe dieses Jahr bei einem hoffnungslos weisellosen Volk (das wollte ich wegen Griffigkeit umweiseln, habe mit ihnen schon seit der Schwarmzeit um die Thronfolge gestritten), eine unbegattete Königin zur Hintertür - das geht bei meinen Beuten - einlaufen lassen, nachdem sie eine gekäfigte Unbegattete und eine am Flugloch angebotene Unbegattete sofort entfernt haben. Die Königinnen hatte ich aus einer stillen Umweiselung übrig, die mit einem Schwarmakt geendet hat. Diese Königin hats dann geschafft!

    Bienen haben ihren eigenen Kopf!

    Ich stelle unter den Abfüller mit etwas Entfernung einen frischen Lagereimer, Quetschhahn auf, so dass der warme Honig gleich rausläuft. Und das alles in kalter Umgebung. So ist der Honig recht schnell nur noch handwarm. Ich muss mich warm anziehen dabei!

    Ja, ich hatte den Eindruck, dass da noch was Feines im Honig ist nach dem Verflüssigen. Und wo Kristallkerne sind, wird wohl auch schnell kristallisiert. Ist ja praktisch ein Impfen. Deswegen kann Luis schon recht haben. So ganz beherrsche ich den Umgang mit dem Melitherm einfach noch nicht. Jeder Honig verhält sich anders, gell Ralf?

    Hallo,

    ich habe mir den Metalleinsatz von Riffert geleistet. In der Handhabung (Reinigung etc.) fand ich ihn angenehm. War ganz zufrieden damit. Nun ist aber der Sommerhonig sehr schnell wieder kristallisiert. Bin nun unsicher, obs am Honig lag, an der Temperatur oder eben doch an dem Metallsieb. Kann jemand Erfahrungen dazu beisteuern? Danke!

    Hm, so ganz stimmt das wohl nicht. Ich hatte dieses Jahr vermutlich eine Vergiftung durch scharfen Hahnenfuß, oft Butterblume genannt. Ich habe eine Bienenprobe an den Tiergesundheitsdienst eingeschickt. Das waren Jungbienen ohne äußeren Schaden, die nicht fliegen konnten, also als Krabbler aus dem Stock fielen in nicht unerheblichem Umfang. Viren etc. waren zwar vorhanden, aber in zu geringem Umfang lt. Dr. Schierling. Er fragte mich dann nach dem scharfen Hahnenfuß. Den habe ich tatsächlich ganz in der Nähe. Als er abgemäht worden ist, verlor sind das Phänomen in der Deutlichkeit. Ich werde nächstes Jahr auf Blühbeginn, Beflug usw. achten.

    Die Königin gebe ich in einen der üblichen Käfige mit etwas Zuckerteigverschluss, nicht dick, dass sie schnell frei kommt. Diesen Käfig platziere ich direkt unter der Bienenflucht mit Hilfe einer dünnen Leiste, die ich in meinen Kisten da von Beutenwand zu Beutenwand einklemmen kann und den Käfig mit dünnem Draht, ggf. noch ein Reißnagel, dass da nix verrutscht beim Hantieren. Nur wenn da unten eine reife Königin sitzt, ist es für die Honigraumbienen attraktiv, runter zu krabbeln.

    Bitte auch etwas Futter geben, entweder Futterteig in die Ecke kleben - der aber dann stört, wenn man die Mittelwände reinhängt, oder ev. eine Futterwabe, oder ein Honigraumrähmchen, gerne noch offen. Diese Bienen haben ja im Gegensatz zu einem Naturschwarm keinen Proviant dabei! Rähmchen dabei bitte auch richtig befestigen, z.B. mit dem Leistchen für die Königin. Wie es halt in Deinen Kisten möglich ist.

    Die Mittelwände geben ist wie bei Naturschwärmen/Kunstschwärmen auch. Schau da mal nach Filmchen in Youtube: Mittelwände bereit legen, ev. Wassersprüher, die ganze geschlossene Kiste einmal beherzt aufstoßen (vorher überlegen, wo Du da bei Deiner Beute hinfassen musst!), dass die Bienen runterpurzeln, sofort Deckel auf mit der Bienenflucht, ev etwas Wasser sprühen, Königinnenleistchen raus, dabei kontrollieren, ob sie frei ist, die Rähmchen mit den Mittelwänden/Anfangsstreifen etc. reingleiten lassen, zusammenrücken, ev. Folie und Deckel drauf. Wenn auf der Unterseite der Bienenflucht noch Bienen sitzen, was gar nicht schlecht ist, diese schräg vors Flugloch stellen, dieses öffnen, dann können alle rein, die dabei rausgeflogen sind. Nachdem die ganze Aktion ja auf fremden Terrain stattfindet, suchen die sich ihr Flugloch, da wird gesterzelt.

    Verständlich beschrieben?

    Bei der Methode, Honigraumbienen über Bienenflucht einer begatteten Königin zulaufen zu lassen, habe ich festgestellt, dass es besser ist, die Bienen eine Nacht in einer leeren Kiste eine Traube bilden, also auf Schwarmmodus umschalten zu lassen. Da wurde anschließend blitzschnell und wunderbar ausgebaut. Bei denen, denen ich gleich die Wohnungseinrichtung gegeben habe (Mittelwände), war das immer zögerlicher. Daher bilde ich den Turm am Nachmittag, wenn ich den Schattenplatz habe, lasse die Honigräume über Nacht drauf, räume sie am nächsten Vormittag (bevor die Sonne zu stark wird - ab und verfahre die Beute - noch mit der Bienenflucht drauf, Deckel, drauf, an den neuen Stellplatz. Dort gebe ich die Mittelwände und weiteres Futter und öffne das Flugloch. Dann musst Du dann keinen Turm transportieren, Waldi.