Beiträge von Bienenfrau

    Hat schon mal jemand versucht, mit einer zweiten, reifen Königin, die vor das Flugloch mit Brutwaben platziert wird, zumindest einen Teil des Volkes abzufangen, bevor alle vernichtet werden?

    Zu Elles Frage:
    Anfangs geht das ganz gut im Zeitmanagement. Wenns kritisch wird mit dem Kristallisieren, habe ich soviel Impfhonig, dass ich die weiteren Eimer impfen kann und dann im Eimer lagere für späteres Abfüllen nach ein-, zweimal Rühren. Habe allerdings kaum Raps im Flugkreis.

    Da ich nicht alle Eimer auf einmal bearbeiten kann, die Abfüllerei so nach und nach stattfindet, impfe ich den ersten Eimer der neuen Ernte. Wenn der gut geworden ist, bleibt was drin nach dem Abfüllen, nächsten Eimer der neuen Ernte rein, schön verrühren....So reicht ein Glas Impfhonig für die ganze Ernte. Muß mit dem Gläser herrichten dann schnell sein.

    Die PA´s sind in den Fokus gerückt und werden inzwischen in der Imkerei argwöhnisch beäugt. Der TGD Bayern warnt z.B. vor allem bei einer Pollengewinnung. Deshalb weiche ich lieber auf andere Pflanzen aus, auch wenn ich weiß, wie sehr Bienen Borretsch und Natternkopf lieben und diese sehr wüchsig sind.

    Bei Borretsch bitte daran denken, dass da Pyrroalkaloide drin sind.

    Ich habe mich letztes Jahr erstmals an Reseden versucht. Nicht so auffällig, aber schöne Strukturpflanzen, mit Duft und sehr beliebt bei den Insekten, bis zum Frost!

    Ich lasse dieses Jahr die Halbzargen oben auf, lege beim Ziehen der Futterkranzproben ein Absperrgitter ein. Wenn dann die Honigräume drauf sollen, hänge ich an den Rand des Brutraumes hinters Schied oder auch im 1. HR Futterwaben (markiert), die noch nennenswert was drin haben, damit Futterreserve da ist, je nach Witterung.

    Hat letztes Jahr bei einem Volk probeweise gut funktioniert, waren schnell im Honigraum.

    Bei Ranunkel/Anemonengewächsen wäre ich zurückhaltend. Habe schon gelesen, dass sie unbekömmlich für die Bienen seien. Der scharfe Hahnenfuß ist es auf jeden Fall. Wie das mit den weiteren Familienmitgliedern ist, habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können. Weiß jemand mehr darüber?

    Genau das habe ich letztes Jahr gemacht, als ich überraschender Weise die Möglichkeit bekommen habe, von einem geprüften Volk Zuchtstoff zu erhalten. Ich hatte die Altkönigin bereits in ein Miniplus mit ausreichender Mannschaft gesetzt. Nach 9 Tagen habe ich die vorhandenen Schwarmzellen gebrochen, Zuchtlatte eingehängt. Von 20 wurden 13 Zellen gepflegt. 12 sind geschlüpft, die 13. hätte wohl noch einen Tag gebraucht. Eine der Königinnen blieb dann gleich in diesem Volk.

    Ich habe mal nachgesehen und meine, dass die Maschen des Drahtsiebes sind eine Idee größer als die des Seihsackes.

    An Klemmi: Wurden auch die Invertasewerte gemessen?