Beiträge von lindenbaum

    Das heißt je einmal pro Behandlung aufgelegt?


    Richtig, wie von allen Bieneninstituten, Fachbüchern, Fachforen, Fachzeitschriften und Fachleuten empfohlen. Einmal pro Behandlung etwa 24 h von abends bis abends aufgelegt. Dabei der Empfehlung gefolgt, dass die Bienen keine direkte Berührung mit den Schwammtüchern haben und auch nicht mit Propolis ankleben eine schwammtuchgroße Folie untergelegt.


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    Wie viel Säure war im Schwammtuch?


    Wie die Uni Hohenheim empfiehlt: 2 ml pro Rähmchen also etwas mehr als 40 ml für den Zweizarger mit elf Rähmchen DN.

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    Momentan sieht es nach zu geringer Konzentration aus. Dann auch noch durch eine volle Futterzarge bis die Säure beim Brutnest ankommt. Das hat wohl nicht ausgereicht.


    Das ist so durchaus nachvollziehbar. Ich gestehe, dass ich als Techniker diese Methode zwar unkompliziert in der Durchführung, allerdings auch als recht ungenau empfinde. Ich würde die Messung der Säurekonzentration in der Stockluft vorziehen und diesem Wert folgend nachdosieren.


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    Die Ableger sind zweizargig oder wie vermutet einzargig?


    Die Wirtschaftsvölker - und das sind die beiden untergegangenen Völker - sind nach Honigernte und Einfüttern zweizargig. Ableger und "Reservevölker" einzargig - und putzmunter.

    Eine genaue Diagnose aus der Ferne ist immer schwierig. Zudem fehlen noch einige Infos.
    Mit welchem System arbeitest du? 1-Zargig oder 2-Zargig?


    Wenn ich von oberer und unterer Zarge schreibe, dann sind die Völker um die es vornehmlich geht zweizargig geführt.


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    Wie war die Varroa-Belastung nach der Ernte, bevor du mit AS behandelt hast?


    Direkt nach der Honigernte eingefüttert und dann mit 60% Ameisensäure auf Schwammtuch von oben behandelt. Am späten Nachmittag eingelegt und etwa 24 h wirken lassen.


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    Vielleicht hast du zu viel Raum gelassen.


    Bei der letzten Durchsicht waren 8 - 9 Wabengassen in beiden Zargen gut besetzt.


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    Warum hast die oberen Zargen nicht abbekommen? Zu schwer oder zu verkittet? Im oberen Raum (Räumen) auch keine Biene?


    Randvoll mit Futter - also sehr schwer, während im Vergleich die Waben in der unteren Zarge völlig leer waren - da war nicht mal untergegangene Brut zu finden.


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    Und warum willst du jetzt, wo die Bienen eigentlich bis auf die Winterbehandlung in Ruhe gelassen werden sollen umweiseln? Ich finde das deutlich zu spät im Jahr.


    1. Weil ich noch Königinnen über habe und diese in Apidea nicht überwintern können.
    2. Weil die Völker jetzt gerade völlig brutfrei sind und ich der Empfehlung meines Imkerpaten gefolgt bin, dass es kaum einen besseren Zeitpunkt mit Übernahmegarantie gebe.
    3. Weil die warme Witterung es zulässt, am offenen Volk zu arbeiten.


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    Und warum hast du deine Völker, die nicht mehr da sind, mit MS noch behandelt? Oder sind die doch noch da, nur nicht da, wo du sie haben willst? Dann ist es aber kein Völkerverlust.....


    Behandelt habe ich die Völker, die gerade offen waren und noch fit sind. Wie ich oben geschrieben hatte, haben meine Jungvölker bzw. Ableger, die ich von einem anderen Standort zu meinem Hauptbienenstand gebracht hatte, nicht den geringsten Schaden genommen und das soll auch so bleiben. Deshalb Milchsäure.

    Bin mal wieder ein wenig ratlos. Nach der durchwachsenen Sommer-Honigernte hatte ich alle meine Völker mit Ameisensäure mit Schwammtuchmethode behandelt und die Behandlung im August wiederholt. Futterabnahme war normal. Geringer Varroenfall deutete auf geringe Belastung hin. Nun kam ich am Samstag, 19. 11. 2016 und Sonntag, 20. 11. 2016 zu meinen Völkern, um bei wohlig warmen Wetter bei Brutfreiheit umzuweiseln - meine beiden großen Wirtschaftsvölker sind bei vollem Futterraum - ich schaffte es kaum, den oberen Zargen abzuheben - im unteren Zargen völlig leer. Keine Biene, kein Totenfall, nichts - nur leere Waben. Meine kleineren Wirtschaftsvölker bzw. Ableger standen über Sommer an einem anderen Standort im Wald - sind aber im übrigen gleichermaßen behandelt und gefüttert worden, diese sind putzmunter. Haben aber alle noch relativ junge Königinnen. Sind also nicht zwingend mit dem Umweiseln an der Reihe.


    Die Imkerkollegen meinten, das sei typisch für starke Varroa. Ich habe so etwas noch nie gesehen, ist ja kein Wunder, absolviere gerade mein drittes Bienenjahr.


    Zweierlei Fragen an das Forum: Gibt es Erfahrungen, dass Völker mit jungen Königinnen resistenter gegen Varroa sind? Kann der Standort die ausschlaggebende Rolle spielen, da die gesünderen Völker auf dem Bienenstand unseres Imkervereins mitten im Mischwald standen? Vereinskollegen sind auch der Meinung, dass die Völker dort zwar früher aus der Brut gehen, dafür aber weitaus geringere Belastung mit Varroa haben.


    Ach ja, da ich bei dem milden Wetter die Völker gerade offen hatte, habe ich ihnen eine Milchsäure-Behandlung gegönnt. Kann ja nicht verkehrt sein, oder?

    Anscheinend gibt es immer noch Imker, die den Wert von Öffentlichkeitsarbeit und öffentlicher Wahrnehmung immer noch nicht schätzen gelernt haben. Denen es wichtiger ist, im Stillen vor sich hin zu imkern und ansonsten ihre Ruhe zu haben, als Nachwuchs und Nachahmer zu finden. Wenn es darum geht, den Einstieg in die Imkerei zu finden, kann ich nur das Konzept "Imkern auf Probe" des Imkerkreisverbandes St. Wendel empfehlen. Die Interessenten werden ohne Zwang über ein ganzes Bienenjahr am verbandseigenen Lehrbienenstand am eigenen Lehrgangsvolk ausgebildet, erlernen in Theorie und Praxis den Umgang mit einem Bienenvolk, Varroabehandlung, Schwarmkontrolle und Vermehrung mittels Brutableger. Ausrüstung und Werkzeuge werden gestellt und können am Lehrgangsende zum Selbstkostenpreis vom Verband übernommen werden. Als Mitglied in einem der Imkervereine innerhalb des Landkreises mit einem örtlichen Imkerpaten ist der Neuling dann sogar berechtigt, die Neuimkerförderung des Landkreises St Wendel in Anspruch zu nehmen. Damit werden die finanziellen Lasten aus der Anschaffung der ersten Beuten und der Honiggewinnungs- und -verarbeitungsgerätschaften leichter zu schultern sein. Diejenigen, die allerdings bereits während oder nach dem Imkerkursus zu der Einsicht kommen, dass der Umgang mit den Immen nichts für sie ist, geben Materialien, Werkzeuge und Völker bzw. Ableger an den Verband zurück und keinem ist ein Schaden entstanden. Klar ist aber, dass jeder, der diese Ausbildung absolviert hat hier aus den Forum viel weiterführendes Wissen und einige Anregungen für sich gewinnen kann.

    Habe mir den Beitrag in der Mediathek des HR angesehen. So wie Victor Hernández es rüberbringt, ist es beste Werbung für alle Hobby- und Berufsimker, animiert zum Mitmachen und erklärt so vieles, was auch Laien interessiert. Dafür ein ganz dicker Daumen hoch. Danke dafür dem HR und Victor Hernández. Ich würde mir von allen Landesrundfunkanstalten solche Beiträge in den regionalen Programmen wünschen.

    Ich hatte im vergangenen Jahr zum ersten Mal in meinem Leben einen solchen Brummer an den Wicken an unserer Gartenmauer gesichtet. Dass es eine Wildbienenart sein muss, war ja an Kopf- und Körperbau ersichtlich. Ein Foto mit dem Handy gemacht, Onkel Goggel gefragt - und siehe da meine erste Begegnung mit der schwarzen Holzbiene war dokumentiert...

    Ich kenne viele Imker, die benutzen Milchsäure bereits bei der ersten großen Durchsicht und immer wieder dann, wenn große Eingriffe ins Volk erforderlich sind, man also an die Wabenfläche in Gänze herankommt. "Man erreicht zwar nicht jede Milbe - vor allem nicht die in der verdeckelten Brut, aber zusammen mit Drohnenwabenschneiden und Brutentnahme für Ableger hilft es, den Milbendruck bis zur Ameisensäure unter Kontrolle zu halten", so die Auskunft eines der Imker, die es so handhaben. Der Honig dieser Imker ist bisher auch immer unbeanstandet kontrolliert worden und wird so offensichtlich auch DIB-Kriterien gerecht. Da Milchsäure offensichtlich auch natürlicher Bestandteil des Honigs ist, sehe ich da auch faktisch kein Problem.

    Bin überzeugt davon, dass Deine Software alles tut, was ein Imker bis zu einer gewissen Betriebsgröße braucht. Was ich eigentlich mit meinen Posts erreichen will ist, dass sich die Kollegen auch überlegen "Was erwarte ich von einer Software, was muss diese für mich können?" Ich hoffe, dass der nächste Imkerkollege seine Nachfrage nach "guter" Imkereiverwaltungssoftware" danach stellt, was sie für ihn bringen muss. Dem einen tut es ein Excel-Sheet - dem anderen ein solch aufwändig erarbeitetes umfangreiches und anbetracht des Umfangs preiswertes Softwarepaket mit APP für Tablet oder Smartphone. Finde es nur übel, wenn hier Fragen gestellt werden, welche keinerlei Schlüsse auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Fragestellers zulassen. Dann ist nämlich der Kaffeesatzleserei Tür und Tor geöffnet, weil niemand weiß was der Fragesteller wirklich will - der Begriff "gut" ist nämlich dehnbar und interpretationsfähig. Schade nur, dass sich der Fragesteller zu keinem Punkt weiter beteiligt hat.

    Und bei uns im Ort und in der Region sind es halt nur einige wenige Efeupflanzen, die so alt sind und wild wuchern dürfen, dass sie jetzt als Bienenweide in Frage kommen. Wohlgemerkt: Mir als Kind vom Lande, welches gerade die komplette Nord- und Ostfront des über 100 Jahre alten Arbeiter-Bauernhauses vom Efeugewucher befreit hat, war der blühende Efeu nicht bekannt. Deshalb ja auch dieser Thread. Ein etwa zehn Jahre älterer Nachbar, der nur ein Zehntel meiner Schulbildung genossen hat, wusste, das es sich um Efeu handelt, konnte aber die Hintergründe, wie oben im Thread so gut erklärt, nicht nennen. Also war ich von dieser Ansprache nicht überzeugt. Hier habe ich nun viel über das Woher und Wohin des Efeus als Bienenweide erfahren. Bin auch sicher, dass diese späte Efeutracht meinen eingefütterten Völkern und Ablegern nicht schadet.

    Zum Ersten: Von nur 20 € Zahlen wollen kann bei mir gar nicht die Rede sein. Eine Software, die nichts kostet kann nichts sein. Wie überall, so auch hier: Entwicklungsaufwand schlägt sich im Preis nieder. Ich weiß um die Hintergründe einer Software-Entwicklung und den Aufwand, der betrieben werden muss, bis ein Produkt Marktreife erreicht hat.


    Ob eine Software aber nur nette Spielereien enthält, oder im Arbeitsalltag auch die Prozesse wirklich so abbildet und unterstützt, wie vom Anwender gewünscht steht auf einem anderen Blatt. Und hier setzt mein Denken an: Wie kann ich z. B. auch den Steuerberater oder das Finanzamt bedienen? Wie kann ich Daten aus der Software in standardisierten Formaten ausgeben, dass sie der Steuerberater z. B. in sein datev, der Erwerbsimker in seine Lexware oder Buhldata einlesen kann, dass die Online-Schnittstellen der Finanzämter die Daten annehmen? Das sind halt Fragen, die ich von einer guten Verwaltungssoftware beantwortet sehen möchte. Wenn ich erst noch anfangen muss, Daten von Hand in andere Systeme einzupflegen, dann ist der Zeitvorteil, der auf der einen Seite durch den Einsatz einer Software entsteht, schnell auf der anderen Seite wieder genommen. Und für die kaufmännische Buchführung gibt es bereits spezialisierte Software, die man auch nicht neu erfinden muss, sondern derer Schnittstellen man bedienen kann.


    Was mich nur ein wenig irritiert hatte war der Brustton der Überzeugung mit der die Antwort auf meine Frage: "Was muss eine gute Imkersoftware können" als Link auf die nun von mir heruntergeladene und getestete Imkereiverwaltungssoftware gegeben worden ist. Mein Gedanke dazu: Wenn das alles ist, wozu dann Software? Stockkarte und Notizbuch tun es dann auch.

    Die Frage ist doch: Was blüht überhaupt noch im Spätsommer, um die ausgeschleuderte Sommertracht einigermaßen adäquat zu ersetzen?


    Die Silphie soll da ja Lücken schließen. Sowohl beim Nektar, als auch bei den Pollen.


    Und besser als ein Maisfeld ist sie allemal: Kein vergiftetes Gutationswasser, weniger Bodenverdichtung durch geringeren Maschineneinsatz über mehrere Jahre hinweg. Auf meinen Äckern sät kein Landwirt mehr Mais an. Wenn er Biomasse für die Biogasanlage haben will, dann kann er sich gerne nach der Blüte der Silphien bedienen. Ansonsten, habe ich Gründünger für meine anderen Pflanzen...

    Tipp: Nach der Efeu-Tracht, wenn sie nicht professionell gewonnen wird, unbedingt noch drei, vier Liter Sirup nachfüttern, sonst könnten die Völker auf dem Efeu verhungern.


    Danke für den Hinweis! Bin mit dem Einfüttern auch noch nicht ganz fertig, also wird es wohl eine Mischung geben. :daumen:


    Noch eine Frage zur Formulierung: Wie wird Efeu-Tracht "professionell" gewonnen? Können die Profis den Bienen sagen, wo, wann und wieviel sie sammeln sollen? Dachte bisher, die Bienen suchen sich ihre Trachtquelle nach Bedarf, Güte und Nähe aus... :confused: