Beiträge von lindenbaum

    Kein Problem, setz den Honigraum mit Mittelwänden auf - wenn es Tracht gibt bauen die Mädels sich ihre Vorratskammern schon mal selbst aus. Musst Du halt ein wenig Honig opfern und bekommst dafür reine, fast weiße Honigwaben. Beim Schleudern musst Du mit diesen "jungfräulichen" Bauwerken etwas vorsichtiger sein - bebrütete Waben sind schon mal ein gutes Stück stabiler.

    Die Völker, die am gleichen Stand kälter standen, sind nicht mehr geflogen und sitzen jetzt sehr gepflegt und ruhig in ihrer Kiste. Schön und beruhigend anzuschauen. Insgesamt sind die kühl stehenden Völker besser dran, als die an wärmeren Plätzen, womit hier ein anderes Bild vorliegt, als bei Bernhard und wohl dem Rest der Niederrheiner.


    Ähnliches beobachten wir ja auch bei unseren Völkern, die wir auf dem Stand unseres Imkervereins im Gemeindewald haben: Die gehen dort eher aus der Brut, haben weniger Varroen, stehen im Frühjahr besser da, als die Bienenstände in den Streuobstwiesen. Auch das hatte ich als Themenstarter zu Beginn schon erwähnt - leider haben sich alle auf das Thema Ameisensäure gestürzt. Dass Standort und Temperaturen einen Unterschied machen könnten - darauf ist keiner eingegangen. Aber ich empfinde gerade diesen Aspekt als erwähnens- und beachtenswert.

    Es kann zu Weisel-Verlusten durch AS kommen,ich habe keine in den letzten 2 Jahren! Übrigens ist das auch schon mit Nassenheidern passiert, und die weisse Brut wird auch bei der Langzeitbehandlung ausgeräumt und eine Brutpause erzwungen.


    Deckt sich mit den Erfahrungen eines Vereinskollegen - bei ihm ging das Volk mit den Nassenheidern Verdunstern aus der Brut - und nicht mehr hinein...


    Zitat

    Ich nehme nur Schwammtuch 60% 2-3 im Wochenabstand- in den ersten 12 Stunden Temperaturen 15-max 25°C, meist spätnachmittags-abends aufgelegt.
    2015 25ml/Schwammtuch bei 11-13 DNM
    2016 Dosis etwas erhöht, aber immer nur max 30ml/Schwammtuch
    Einzargige Völker - gute Wirkung, max 20-30 Varroa im Dezember


    Frage dazu: Schwammtuch von oben oder von unten eingelegt? Ansonsten: Bei 11 DNM habe ich etwa 22 ml pro Zarge dosiert. Bei zwei Zargen allerdings auch zwei Schwammtücher aufgelegt.


    Zitat

    2zargige Überwinterung=2x - schlechte Wirkung,starkes Ausblasen, Dezember 3stelliger Varroafall


    Da wären wir schon mal da, wo ich gerade bin... Mit dem Unterschied, dass meine Völker gar nicht mehr da sind.


    Zitat

    Aktuelle Empfehlung von Dr. Radtke: es besteht die Vemutung das die bisher empfohlenen 2ml/Wabe zu niedrig sind.
    "3 ml/ Wabe DNM (tiefgekühlt); Häufigkeit und Intervall nach Bedarf (bei geringem Befall und/oder Fehlen verdeckelter Brut 1mal, sonst 1-2mal je Woche über einen Zeitraum von 2 Wochen)"


    Wir sollten irgendwie in der Lage sein, die Säuresättigung der Stockluft messen zu können. Dann hätte diese ganze Kaffeesatzleserei mit Mengen und Behandlungsintervallen endlich mal ein Ende und würde tragfähigen Daten weichen.


    Zitat

    Ableger und Kunstschwärme behandle ich im ersten Jahr nur mit Milchsäure(Dez-Oxals. bei Ablegern), schone also Königin und Bienen.
    Gruß Fred


    Die sind ja zeitweilig auch brutfrei und dann bestens mit Milchsäure zu behandeln. Mach ich auch so...

    Warum sollte man Waben frei aufhängen wenn man die ausgeschleuderten Zargen Abends blos wieder auf die Völker zu setzen braucht, ( oder eben nur auf ein Volk).


    Wie ich oben beschrieben habe: Eine Zarge dazwischen und den Futterdeckel mit dem Spundloch - dann ist es für die Bienen keine Erweiterung der Bienenwohnung sondern Tracht. Wichtig ist halt, dass man das Flugloch einengt, so gibt man Räubern keine Chance. Und die Waben sind danach blitzblank und lassen sich aus leichter einlagern. Es sei denn, man hat einen Ableger, den man damit erweitern kann, dann sind sie honigfeucht besser.

    Ein guter Vergleich sind meiner Meinung nach die Obst- und Gartenbau-Vereine. Diese unterhalten Keltereien und Brennereien, haben leistungsstarke Komposthäcksler angeschafft und handeln für ihre Mitglieder im Garten- und Baustoffhandel für Pflanzen, Düngemittel und Baustoffe Rabatte aus bzw. organisieren gemeinsamen Einkauf. Leider weiß ich aber nicht, wie die es mit der Nutzung der vereinseigenen Anlagen und Maschinen halten. Gehe mal davon aus, dass die Nutzung Geld kostet, dass diese Gebühren in einer eigenständigen Gebührenordnung hinterlegt sind, dass Vereinsmitglieder diese Anlagen vergünstigt bzw. kostenlos nutzen können, Außenstehende laut Gebührenordnung abgerechnet werden.

    Wer jemals eine richtig heftige Räuberei erlebt hat, wird niemals Waben zum Auslecken außerhalb der Beuten anbieten. Das ist meiner Meinung nach ein absolutes No-Go.
    Hier im Ort gibt es eine kleine Teefabrik, die auch zugekauften Honig abfüllt und verkauft. Vor einigen Jahren haben Arbeiter dort fast leere Honigtonnen offen herumstehen lassen- rate mal, was passiert ist :evil:...


    Was ist passiert? AFB?


    Dass Bienen eine solche "bequeme" Trachtquelle dem mühsamen Einsammeln von Blüte zu Blüte vorziehen ist doch klar. Wenn das Material gesund war, dann will ich nicht meckern. Leider ist Honig von Auswärts aber auch oft Überträger von AFB. Deshalb sollten im Handel gekaufte Honiggläser auch nur gut gespült in den Glascontainer wandern - und fast leere Honigtonnen offen, das ist unter dem Aspekt des Seuchenschutzes ein potentieller Herd.


    Ich setze ausgeschleuderte Waben entweder Ablegern zur Erweiterung zu, oder den Herkunftsvölkern zum Ausräumen auf. Lasse dabei eine Leerzarge dazwischen, so dass eine Futter bzw. Trachtsituation entsteht - es wird dort kein neuer Honig eingetragen, sondern der vorhandene nach unten in den Brutraum umgetragen. Das Volk bekommt den Futterdeckel mit offenem Spundloch darunter. Und was ganz wichtig ist: Flugloch verkleinern! Ist, denke ich auch der beste Weg gegen Räuberei. Die Bienen tragen den Honig ins bewohnte und bewachte Volk ein, die Waben sind besser aufzubewahren, da mit ausgeräumten Waben weniger Anreiz zur Räuberei gegeben wird - auch den Ameisen nicht... So handhabe ich für gewöhnlich auch Entdeckelungswachs und Abschäumhonig. Warum sinnlos vernichten, wenn die Bienen noch was damit anfangen können?

    wundert mich Null, so wie 'Bienenhalten' plötzlich Trend ist und sich die Lernkurve und die Realität an einem bestimmten Punkt schneiden. Müßten eigentlich viel mehr sein. Aber zum einen sind viele neue noch nicht so organisiert, das sie von solchen Umfragen wüßten, zum anderen sehen sich viele ja garnicht als Imker sondern als 'Bienenfreunde'. Ist also alles wohl nur begrenzt belastbar.


    Jungimkerkurs beim Imkerkreisverband, engagierte Kollegen im Imkerverein, die dem lern- und wissbegierigen Anfänger keine Antwort schuldig bleiben, AS und MS schulbuchmäßig angewandt - trotzdem zwei Wirtschaftsvölker bei vollem Futter weg. In der Mayener Umfrage sind diese noch nicht enthalten...

    Genau das ist es Frank, wie Northlight schreibt, wenn die Bienen im September keinen Platz hatten für Brut, konnten sich die Milben nicht so stark vermehren. Auch deshalb weil die Bienen beim Bemerken von Unregelmäßigkeiten an der Brut diese sofort ausräumen. Sind die Brutflächen größer und viele Bienen sind in der Tracht, dann kann sich die Varroa ungestört vermehren und wird auch noch bekämpft mit was auch immer, scheinen die Milben sofort wieder nach dem Schlupf der Bienen in anderen Zellen in Sicherheit gehen. Ich hatte ja auch 2 Völker die im September keine Brut hatten, die stehen top da. Das die Völker eingegangen sind, weil zuviel Futter im Brutraum war, ist natürlich das andere Extrem, aber da bin ich mir nicht ganz sicher über die Ursache.


    Nochmal: Keine späte Massentracht und auch kein Futter im Brutraum. Der Brutraum war von Brut und Futter wie leergefegt.


    Wie ich oben bereits geschrieben hatte, waren Brutwaben und Brutraum wie leergefegt - auch keine Futterkränze - während der darüberliegende Zargen vollgetragen und verdeckelt ist.
    Von Spättracht habe ich nichts geschrieben, sie trifft für meine beiden Verluste auch nicht zu.

    Ich habe auch gelernt, dass man bei Zweizargern zwei Tücher nehmen soll - das hätte zwei Gründe:


    1. Ein Tuch hat zu wenig Saugkraft, um die AS sicher halten zu können. So verhindert man das Tropfen der AS
    2. Die Verdunstungsfläche ist größer, so dass die AS sicher sich im Stock verteilen kann.


    Punkt 2 könnte man auch mal behandeln. Vielleicht lag ja hier der Hase im Pfeffer. Wenn die AS schlichtweg nicht verdunstet ist innerhalb von 24 Stunden. Dann nützt einem die eingebrachte Menge auch nichts, wenn man sie anschließend wieder entnimmt.


    Ich habe beim Zweizarger zwei Tücher genommen, auch das steht so in allen gängigen Anleitungen...