Beiträge von DeinDilemma

    Zu diesem Thema hat Biene&Natur einen spannenden Beitrag geschrieben. Es sind durchaus Belege da, die aufzeigen, dass Honigbienen unter gewissen Bedingungen Probleme für die Wildbienen darstellen können. Das allerdings besonders in Naturschutzgebieten fernab von Massentrachten.

    Das Thema Krankheitsübertragung durch die Honigbiene soll auch für Wildbienen problematisch sein.

    Nichtsdestotrotz weiß ich: Solange auf unserem Grundstück tausende Honigbienen tagtäglich von Wespen, Hornissen, Vögeln, und anderen Insektenjägern gefressen werden, bleibt die Wildbiene oder die Schmetterlingsraupe eher verschont :-) Und wir konnten vor unserer Bienenhaltung in Böhmen keine einzelne Hummel oder Biene beobachten. Die große Vielfalt wurde erst durch unsere Imkerei bemerkbar. Es kann natürlich auch daran liegen, dass wir seit den Bienen viel bewusster durch den Garten streifen. Was aber auf mich ganz klar zutrifft: Die Imkerei hat mir die Tür zu der fasszinierenden Insektenwelt erst geöffnet. Und nun finde ich alle Insekten spannend und schützenswert! :)

    Übrigens: Die Insektenhotelbesucher sind nicht die Arten, die vor dem Aussterben besonders gefährdet sind. 70 % der Wildbienen sind reine Bodennister. Sie brauchen einen offenen, freien Lössboden zum Nisten. "Biene Majas wilde Schwestern" kann ich zu diesem Thema sehr stark empfehlen! :-)




    Ganz ehrlich: Ich finde die Bilder zeigen eine ziemlich schöne und vielfältige Vegetation. Oftmals übersieht man die kleinen Blüten unscheinbarer Pflanzen. Und genau die werden gerne von Insekten beflogen ☺️ Evtl. kannst du hier und da mal (unter Absprache!) Distelsamen verteilen aber viel mehr würd ich nicht machen. Durch das mühsame Nichtstun kommt die Vielfalt von alleine. ;) Wichtig ist eben max. 1-2 mähen. Besser wäre 1x.


    Ich hab selbst aus gleichen Gründen das Wirtschaftswasseramt angeschrieben, die hatten neben dem Bienenstand auch eine eher grüne Fläche, die sie ca 2x mähten. Nach einem kurzen Mailwechsel, boten sie an, die Fläche nur noch einmal im Jahr zu mähen. Kaum zu glauben, aber schon im dritten Jahr gab es 20% mehr Blüten! Und Hummeln sowie Schmetterlinge und Bienen labten sich an ihnen ☺️


    Ich bin mir auch sicher, dass in den kahlen Stellen tausende Solitärbienen ihre Heimat haben und damit sie dort weiter leben können, muss die Fläche offen bleiben. Denk daran 70% der Wildbienen brauchen offenen Boden (und keine Nisthilfen).


    Für deine Projekte und Ideen kann ich dir nur die Facebook-Gruppe „wir helfen Wildbienen“ empfehlen. Dort hab ich schon zahlreiche Tipps und Tricks kennengelernt ☺️ Besonders beim Nisthilfenbau kann man sehr viele Fehler machen. Oder auf http://www.naturgartenfreude.de beschreibt auch der werte Werner David, wie man Insekten zu sich holen kann.


    Ach und ein toller Kanal auf youtube ist der Markus Burkhard, der zahlreiche Videos zu Wildblumen und einheimischen Pflanzen veröffentlicht:


    Und nicht zu vergessen: Der großartige Film „Biene Majas wilde Schwestern“ 😍 Da lernt man auch viele Zusammenhänge!


    Ich habe gerade den Eindruck, dass das eine Geschäftsidee sein könnte: Werbemittel für Imkereien.


    Wolfgang

    Ganz so neu ist die Idee nicht. Aus meiner Ecke gibt es sogar einen eigenen Online-Shop schon dafür ;-) Der Laden bietet alles rund um die Imkerei an: Grußkarten, "Unsere-neue-Honigernte-ist-da!"-Karten, Flyer, Broschüren, Etiketten, Werbeschilder usw. mit echt süßen Motiven und Designs. Ich glaub aber, dass ich keinen Link hier veröffentlichen darf... Hab mich bei denen mit Visitenkarten für die Imkerei eingedeckt und die sind super schön geworden :)

    Um deine Frage zu deinen Broschüren zu beantworten: Ich hab noch reichlich. Es bekommt auch nicht jeder Kunde gleich eine in die Hand gedrückt. Sollte jemand mal wg. Blütenbildung oder allgemein zu Honig Fragen stellen, kommt die Broschüre natürlich mit. ;)

    Lg, Miriam


    Sind bei euch die Schwärme dieses Jahr auch besonders häufig in Bückzone (v.a. an Beuten, Zäunen und auf dem Boden)? Hab den Eindruck, dass die Kö‘s heuer nicht sonderlich gut fliegen können...

    Erstmal zu deiner Frage: Evtl. können auch Wildbienen schlecht begattet worden sein und im letzten Jahr wurden vornehmlich unbefruchtete Eier (Drohneneier) gelegt...? Parasiten sind übrigens auch eine gute Erklärung!

    Jetzt etwas OT, aber nicht unwichtig:


    Ich hab auch mal 20 Kokons gekauft, weil der Onlineshop sich das Wörtchen Tier- und Naturschutz auf das Fähnchen schreibt. Im Endeffekt hab ich in diversen Wildbienengruppen (auch auf FB) gerlent, dass das völliger Unsinn ist. Mauerbienen sind Generalisten und dem Bestand geht es soweit gut. Es sind andere Arten (oligolektische Bienen), die unsere Hilfe bräuchten...

    --> https://www.wildbienen.info/bluetenbesuch/oligolektie.php

    Was den Bienen wirklich hilft, sind auch keine riesigen Nistwände, wo sich dann auch unzählige Parasiten tummeln. Besser ist es, kleine übersichtliche Nistplätze an verschiedenen Stellen aufzubauen. Und unschlagbar ist es, heimische Pflanzen in den Garten zu setzen. Beispielsweise gibt es eine Wildbienenart, die allein auf Efeublüten spezialisiert ist.

    Diese Seite von Werner David ist genial: https://www.naturgartenfreude.de/

    Etwas OT aber nicht unwichtig im Bezug auf Nisthilfen: Mehr als 70% der Wildbienen nisten im offenen Boden. zB Sandbienen. Daher ist ein Sandarium oder eine Lehmwand echt eine Überlegung wert👍🏻

    Das geoße Gesundheitszeugnis gehört für mich beim (Ver-)kauf immer dazu, auch wenn wir innerhalb der Region verkaufen. Es gibt mir und den Kunden die Gewissheit, dass die Völker im Bereich AFB wohlauf sind 😉 Doch du hast Recht, es ginge natürlich auch nur mit den kleinen GZ :)


    Ganz liebe Grüße,

    Miriam