Beiträge von honigdachs

    Billig ist kein Argument, wenn teurer besser funktioniert. Warum man das den Anfänger nicht erklärt, verstehe ich nicht...... Noch viel billiger als Bienenhaltung ist übrigens Fernsehn.


    "Geiz ist geil" ist ganz bestimmt nicht die richtige Herangehensweise an Tierhaltung und es ist auch nicht mein Motto für alles andere im Leben.
    Nichtsdestotrotz gehört es zu meiner Lebenserfahrung, dass es für jeden Bereich völlig überteuertes Zubehör gibt, welches sich am Ende als völlig nutzlos oder zumindest als unnötig erweist.
    Selbstgebaute Spitzsiebe sind vermutlich am falschen Ende gespart. Allerdings kann man auch beheizbare Flugbretter, Imkerhandschuhe aus Yak-Leder für 55 € und 199 € Refraktometer kaufen. Und dann soll man sich als Anfänger im Imkerbedarfshandel zurechtfinden und die richtigen Entscheidungen treffen.


    Ich habe letztes Jahr meinen ersten Ableger bekommen und um den aufzufüttern habe ich mir ein 2 Liter Futtergeschrirr gekauft, das man bienenfrei nachfüllen kann. Das daraus entstandeene Wirtschaftsvolk könnte ich damit nicht mehr auffüttern, die lachen sich ja tot über die 2 Liter. Außerdem brauche ich das Geschirr für den neuen Ableger. Wie also füttern?


    Ich lese wirklich eine Menge über Imkerei, aber nirgendwo ist der Widerstand gegen die Plastikschüsselmethode so groß wie hier im Forum.
    In meinem Imkerkurs wurde diese Möglichkeit beschrieben und das sind doch auch Imker die diese Kurse abhalten. Mein Imkerpate macht das so.Pia Aumeier, die ja auch irgendwie vom Fach ist und nach eigenen Angaben 100 Völker betreut, arbeitet mit Tetrapacks und das Bayrische Landesamt für Weinbau und Gartenbau beschreibt dieses Verfahren ebenfalls ohne davon abzuraten: [URL='http://www.lwg.bayern.de/bienen/info/haltung/28706/linkurl_6.pdf[/URL]


    Man kann sich also durchaus bei verschiedenen Fachleuten kundig machen und für sich zu der Entscheidung kommen, dass Futterzargen ein nettes, nicht ganz billiges aber unnötiges Zubehör sind, dass man noch extra behandeln muss (irgendwo hier im Forum berichtet jemand von Schimmel in seinen unbehandelten Holzfutterzargen) und die außerdem auch noch mehr als 11 Monate im Jahr irgendwo gelagert werden müssen, wenn man sie nicht ganzjährig auf den Beuten stehen lassen will.
    Plastikbehälter sind dagegen wartungsarm, platzsparend wenn man sie ineinander stellen kann, und tatsächlich auch preiswerter.
    Von Wildbau in der Leerzarge habe ich vorher noch nie gehört und mir sind auch keine Bienen im Sirup ertrunken, dies scheint ja auch eher ein Warnsignal zu sein, dass im Volk etwas nicht stimmt und eben kein ein Nachweis, dass die Fütterungsmethode nicht in Ordnung ist.


    Ich habe mir das also gut überlegt und bin nicht einfach ein widerlicher Geizkragen, der auf dem Rücken seiner Bienen seine Euros zusammenhalten will.
    Diese Jahr teste ich den Ambrosia-Cubitainer mit Steigrohr. Da bin ich mal gespannt wie sie den Kasten leer bekommen aber den Rest kann ich ja zum Ableger ins Futtergeschirr kippen.