Beiträge von honigdachs


    .....Damit die Bienen dieses fast geruchlose Futter finden sollte man eine Futterspur legen.


    Moin,


    Futterspur? Manchmal kann ich es wirklich nicht fassen was ich für ein Riesenbrett vorm Kopf habe :oops:
    Im Juli wollte ein Ableger partout nicht das Futter im Futtergeschirr annehmen. Ich hab mir tagelang überlegt wie ich die Bienen da reinbekomme, aber das Futtergeschirr ist zum bienenfreien Nachfüllen konzipiert, ich konnte also nicht einfach Bienen reinsetzen und das Volk hat auch sehr viel Nektar selbst eingetragen in der Zeit. Ich habs dann gelassen und den Sirup am Ende weggekippt. Trotz genauer Kenntnis des Märchens von Hänsel und Gretel bin ich nicht von selbst auf die genial einfache "Futterspur" gekommen.
    Ich will damit eigentlich nur sagen wie nützlich ich es finde hier mitzulesen!


    Gruss
    Holger


    .........Gerade deshalb sollte der Einsteiger beizeiten das Behandeln lernen und genau beobachten, was mit seinen Völkern und der Varroa passiert.
    Je besser das gelingt, um so besser wird nach einiger Zeit der Erfahrung das schadschwellenorientierte Behandeln gelingen.
    Und - unvermeidbar - auch das schadschwellenorientierte Nichtbehandeln. :daumen: :wink:


    Aber immer schön einen Schritt nach dem anderen. Erstmal - als Anfänger - wird nach Empfehlung behandelt und geguckt und aufgeschrieben und mit Kollegen drüber geredet. So wird ein Schuh draus!


    Hallo Rudi,


    ich finde es schon wichtig, dass das nochmal gesagt wurde.
    Manchmal kommt man sich vor wie ein Brunnenvergifter wenn man "nach Standardanleitung" mit Ameisensäure behandeln will, obwohl die Auswertung der Varroaschublade das nicht zwingend nahelegt. Dann liest man wieder die Beiträge über Ameisen und Ohrenkneifer die das Ergebnis verfälschen
    und dann weiss ich gar nicht mehr was richtig und was falsch ist.


    Ich werde jetzt behandeln, Befallsschwelle hin oder her. Ich bin für meine Völker verantwortlich und käme nur sehr schwer damit zu recht, wenn sie an der Varroa zugrundegingen, ohne das ich zumindest eine Erstbehandlung durchgeführt hätte. (Ich weiss natürlich, dass das keine Garantie ist).
    Vom Standardverfahren kann ich immer noch abweichen, wenn ich eigene (schlechte) Erfahrungen damit gemacht habe.


    Gruss
    Holger


    honigdachs:
    Einen Alternativvorschlag hab ich jetzt vergeblich in diesem Beitrag gesucht...
    Viele Grüße,
    Rudi


    Dann habe ich möglicherweise den bisherigen Threadverlauf (und auch in anderen Threads) missverstanden.


    Als allgemeinen Tenor habe ich bisher ausgemacht Befallsmessungen durchzuführen und die Ameisensäure lediglich zum Einsatz zu bringen, wenn bei der Diagnose Schadschwellen überschritten werden. Durch diesen vorsichtigen Säureeinsatz soll das Volk nicht unnötig geschwächt werden.
    So habe ich es verstanden.


    Gegen diese befallsabhängige Varroabehandlung wendet sich Megachiropter (jedenfalls habe ich das so verstanden), indem er sagt unabhängig von Befallsanalysen muss auf jeden Fall eine Varroabehandlung durchgeführt werden (aber nicht mit AS).
    Ich finde schon, dass das ein Unterschied ist.


    Oder?
    Gruss
    Holger

    Also ich nehme mal erfreut zur Kenntnis, dass Mega einen Alternativvorschlag gemacht hat und auch begründen konnte wie er zu dieser Auffassung kommt.
    Ob angelesen oder durch Praxiserfahrung spielt für mich eine untergeordnete Rolle.


    In diesem Forum ist hundertfach zu lesen, dass man seine Völker mit unterschiedlichen Konzepten durch den Winter bringen kann, dass es aber eben keine Garantie dafür gibt.
    Mega hat die pauschale Behandlung ohne Befallsanalyse sicher nicht erfunden aber die zahllosen Threads zum Thema zeigen deutlich die Probleme.
    Ich hab schon auch die Sorge, dass die Ohrenkneifer die toten Milben fressen und meine Völker aufgrund meiner Tatenlosigkeit den Winter nicht übersteht.
    Megas Gedanken haben eine Berechtigung, aber nur in der diesmal gezeigten Form und nicht als blosses runterputzen anderer Auffassungen.


    Gruss
    Holger


    Sehr schön, Du kannst also das Ergebnis verfälschen indem Du die Parameter änderst. Eine kleine Sensation :roll:


    Für mich und viele andere Anfänger wäre aber sicher sehr viel hilfreicher, wenn Du die Handlungsempfehlungen anderer nicht nur einfach durch den Kakao ziehen würdest. Echte und begründete Alternativvorschläge wären wünschenswert. Nur schlechtreden bringt rein gar nichts!


    Gruss
    Holger

    Hallo ritterjohannes,


    bei mir war der Teich schon da als die Bienen in meinem Garten eingezogen sind. Sie stehen zehm Meter vom Teich entfernt, und nun bin ich froh, dass sich dazwischen kein Sonnenbadeplatz befindet, denn zu Spitzenzeiten ist der Flugbetrieb so stark, bei nur einem Volk, dass ich nicht in der Flugbahn stehen mochte. Und nächstes Jahr sollen es bei mir drei Völker sein.
    Ich habe also volles Verständnis für Deine Nachbarn und von diesem mehr Opferbereitschaft zu verlangen dürfte nicht zielführend sein. Er hat ja wohl nichts dagegen, dass sie an seinem Teich saufen sondern möchte bloss nicht, dass die Bienenautobahn genau durch seinen Sonnenplatz führt.
    Bei mir nehmen die Wasserholerinnen immer den direkten Weg zu Teich. Besteht nicht vielleicht die Möglichkeit die Bienen auf Deinem Grundstück so umzustellen, dass dieser kürzeste Weg nicht über die Ruhezone des Nachbarn führt?


    Ansonsten bleibt wirklich nur der Versuch das Wasserangebot bei Dir dahingehend zu verbessern, dass der Teich des Nachbarn nicht mehr so attraktiv ist. Diese Miniteiche in Mörtelkübeln habe ich schon in vielen Gartenzeitungen gesehen. Ich gehe also davon aus, dass sich sehr viele Bienen an solchen Quellen bedienen. Wenn das nicht behagt gibt es auch in vielen Größen Teichschalen, die dann hoffentlich aus besserem Material bestehen.
    Die Teichschale muss ja nicht neu sein, meine habe ich bei einem großen Internetauktionshaus erworben für einen Bruchteil des Neupreises. Ein paar für Bienen interessante Pflanzen in die Sumpfzone und ordentlich Schwimmpflanzen auf die Wasserfläche und der Laden läuft und sieht auch noch gut aus.


    Bleibt die Frage mit welchem Wasser man den (Mini-)teich dann füllt. Ich nehme Wasser aus meinen Regentonnen und habe dabei auch schon Kritik von einem Naturfreund einstecken müssen, der wissen wollte wie ich verhindere, dass Schadstoffe die von meinem Dach und aus den Regenrinnen in dem Wasser gelöst sind von den Libellenlarven und den Bienen aufgenommen werden. Darauf wusste ich keine Antwort, aber ich weiss seitdem, dass man es niemals allen Recht machen kann :wink:


    Gruß
    Holger

    Hallo manu 77,


    hast Du denn vor dem Säureeinsatz den Befall überprüft?
    Wenn unterschiedlich viele Milben in den Völkern sind muss der Effekt der Säure ja auch unterschiedlich sein.
    Ich würde (mit meiner einjährigen Imkererfahrung) einfach in ein paar Tagen den Befall überprüfen und gegebenenfalls die Behandlung wiederholen.
    Es wird sich doch jemand finden lassen, der Dich bei der Befallsdiagnose unterstützt?


    Gruß
    Holger


    Ein Vergleich der Trockenmasse der gelieferten Gebinde macht nur bei identischer Rezeptur Sinn.
    Sonst höchstens nur als werbewirksame Nebelkerze.


    Spann mich bitte nicht auf die Folter. Wenn Dir bekannt ist, dass einer der Hersteller statt Zucker vielleicht auch Frischkäse unter die Trockenmasse seines Sirups mischt dann lass uns nicht darüber im unklaren. Ich verfüttere gerade Ambrosia und müsste den Bienen dann natürlich noch zusätzlich Cracker zur Verfügung stellen :wink:


    Ernsthaft: die Herstellerdaten reichen mir persönlich um zu der Entscheidung zu kommen immer die gleiche Menge einzufüttern, egal welches der genannten Produkte ich einfüttere. So hatte ich die Frage verstanden, auf die ich mit meiner Aufstellung eingehen wollte.
    Ich sehe für mich keinen Anlass weiter die Rezeptur der Produkte aufzuschlüsseln würde mich aber belehren lassen wenn Du bahnbrechendes ans Licht bringen kannst.



    MfG
    Holger

    Ich hatte am 10-11.08. meinen Honiglehrgang bei dem Berufsimker der auf dem Rieselfeldhof in Münster seinen Standort hat.
    Der hatte bemängelt, dass aus Deutschland viel zu wenig Kinder und Jugendliche Interesse an der Teilnahme an der Veranstaltung (in Deutschland) gehabt hätten.
    Tausende polnische und tschechische Kinder haben sich (nach seinen Worten) beworben, aber nur 24 aus Deutschland.
    Er hat gebeten für die jährlich stattfindende Veranstaltung zu werben, was ich hiermit in diesem Kreise getan habe. :wink:


    Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass kaum einer von der Veranstaltung wusste, ich habe es auch erst auf dem Honiglehrgang erfahren.

    Billig ist kein Argument, wenn teurer besser funktioniert. Warum man das den Anfänger nicht erklärt, verstehe ich nicht...... Noch viel billiger als Bienenhaltung ist übrigens Fernsehn.


    "Geiz ist geil" ist ganz bestimmt nicht die richtige Herangehensweise an Tierhaltung und es ist auch nicht mein Motto für alles andere im Leben.
    Nichtsdestotrotz gehört es zu meiner Lebenserfahrung, dass es für jeden Bereich völlig überteuertes Zubehör gibt, welches sich am Ende als völlig nutzlos oder zumindest als unnötig erweist.
    Selbstgebaute Spitzsiebe sind vermutlich am falschen Ende gespart. Allerdings kann man auch beheizbare Flugbretter, Imkerhandschuhe aus Yak-Leder für 55 € und 199 € Refraktometer kaufen. Und dann soll man sich als Anfänger im Imkerbedarfshandel zurechtfinden und die richtigen Entscheidungen treffen.


    Ich habe letztes Jahr meinen ersten Ableger bekommen und um den aufzufüttern habe ich mir ein 2 Liter Futtergeschrirr gekauft, das man bienenfrei nachfüllen kann. Das daraus entstandeene Wirtschaftsvolk könnte ich damit nicht mehr auffüttern, die lachen sich ja tot über die 2 Liter. Außerdem brauche ich das Geschirr für den neuen Ableger. Wie also füttern?


    Ich lese wirklich eine Menge über Imkerei, aber nirgendwo ist der Widerstand gegen die Plastikschüsselmethode so groß wie hier im Forum.
    In meinem Imkerkurs wurde diese Möglichkeit beschrieben und das sind doch auch Imker die diese Kurse abhalten. Mein Imkerpate macht das so.Pia Aumeier, die ja auch irgendwie vom Fach ist und nach eigenen Angaben 100 Völker betreut, arbeitet mit Tetrapacks und das Bayrische Landesamt für Weinbau und Gartenbau beschreibt dieses Verfahren ebenfalls ohne davon abzuraten: [URL='http://www.lwg.bayern.de/bienen/info/haltung/28706/linkurl_6.pdf[/URL]


    Man kann sich also durchaus bei verschiedenen Fachleuten kundig machen und für sich zu der Entscheidung kommen, dass Futterzargen ein nettes, nicht ganz billiges aber unnötiges Zubehör sind, dass man noch extra behandeln muss (irgendwo hier im Forum berichtet jemand von Schimmel in seinen unbehandelten Holzfutterzargen) und die außerdem auch noch mehr als 11 Monate im Jahr irgendwo gelagert werden müssen, wenn man sie nicht ganzjährig auf den Beuten stehen lassen will.
    Plastikbehälter sind dagegen wartungsarm, platzsparend wenn man sie ineinander stellen kann, und tatsächlich auch preiswerter.
    Von Wildbau in der Leerzarge habe ich vorher noch nie gehört und mir sind auch keine Bienen im Sirup ertrunken, dies scheint ja auch eher ein Warnsignal zu sein, dass im Volk etwas nicht stimmt und eben kein ein Nachweis, dass die Fütterungsmethode nicht in Ordnung ist.


    Ich habe mir das also gut überlegt und bin nicht einfach ein widerlicher Geizkragen, der auf dem Rücken seiner Bienen seine Euros zusammenhalten will.
    Diese Jahr teste ich den Ambrosia-Cubitainer mit Steigrohr. Da bin ich mal gespannt wie sie den Kasten leer bekommen aber den Rest kann ich ja zum Ableger ins Futtergeschirr kippen.