Beiträge von schritte

    ... Allerdings auch nicht, was die Larven betrifft. In aller Regel liegen diese ja nicht direkt auf dem Wachs auf, sondern auf einer Schicht aus alten Larvenhäutchen etc. - Dem Schlonz, der beim Ausschmelzen der Wabe als Trester zurück bleibt. Dieser wirkt hier als zusätzliche Trennschicht und auf das hydrophile Larvenfutter wirkt als weitere Trennschicht, wie schon genannt. Bei erstmaliger Bebrütung der Waben liegen die Larven zwar dirket auf dem wachs auf, aber hier ist Anreicherung noch kein Thema.

    Hallo Llecter,


    im Prinzip stimme ich Deinen ganzen Ausführungen zu. Was ich mich allerdings frage, ist warum es dann ab einer gewissen Stearin-Beimischung zu Brutschäden kommt. Da muss dann doch etwas in den Futtersaft übergehen oder nicht?


    Auch ich habe nicht genug Wachs und nicht genug Muse ohne Zukauf von Mittelwänden zu arbeiten. Mein Händler hier in Mittelhessen bietet "pestizidarme" an, die nach seiner Aussage und belegt durch die Analyse faktisch pestizidfrei sind. Es soll da wohl eine neue Technik der Holländer geben, die das ermöglicht, wie die das machen, ist deren Betriebsgeheimnis.


    Klar lässt sich das Alles fälschen wenn genug böser Wille im Spiel ist. Haben wir ja bei der Oberschwaben Goldimkerei und anderen erlebt. Ich vertraue ihm halt, ohne Vertrauen geht es nicht,


    viele Grüße

    schritte

    schritte , sind die auch aktive IF-Mitglieder?

    Hallo Jelle,

    nein. Ich gehe aber davon aus, wer Kleinmengen an Wachs umarbeiten lässt, will auf Nummer sicher gehen und persönlich dabei sein. Da spielt dann die Entfernung eine Rolle, nicht jede/r kann oder will ins schöne Franken fahren. Deshalb der Hinweis zu dieser aus meiner Sicht vertrauenswürdigen Möglichkeit in Nordhessen,

    viele Grüße

    schritte

    Spannendes Video, danke! Ich fasse hier mal kurz auf deutsch die entscheidenden Inhalte zusammen, soweit es sich nicht ohnehin aus dem Film selbst erklärt:

    "Bienen sind Haupteiweißquelle für die Brut der invasiven Asiatischen Hornisse, die sich von Frankreich aus weiter ausbreitet. Die Asiatische Hornisse patroulliert dazu am Flugloch des Bienenkastens, angelockt durch die Pheromone des Volkes bzw. der Königin. Sie greift sich einzelne Wächterbienen oder Sammlerinnen vor dem Start. Der Imker Norbert Matthieu hat dann an einem Schaukasten, der den Ausflug nach oben verlegt hatte, beobachtet, dass dieser nicht attackiert wurde. Als Grund dafür sieht er,

    - dass durch die Verlängerung des Ausgangs weniger Pheromone außen ankommen,

    - dass es am eigentlichen Abflugsort keine Wächterbienen gibt und

    - dass die abfliegenden Bienen schon ordentlich Geschwindigkeit drauf haben und so schlechter zu fangen sind.

    Daraufhin hat er die im Film zu sehende Konstruktion gebaut mit dem Erfolg, dass damit ausgerüstete Völker von den Hornissen kaum noch bedrängt wurden. Testweise hat er dann mal eine Asiatische Hornisse gefangen und (das Tier dabei festhaltend) sie in den neu geschaffenen Eingangstrichter gesetzt. Die Bienen kamen heraus und versuchten die Hornisse einzuknäulen, was bedeutet, dass die Hornissen es schwer hätten, da erfolgreich zu jagen.

    Es handelt sich um Wespen, vermutlich die Gemeine Wespe. In vier Wochen dürfte der Spuk vorbei sein, dann ist der Rolladenkasten leer und kann sauber gemacht und der Zugang für's nächste Jahr verschlossen werden.

    Wenn irgendwo einmal Wiese im Sinne von Gras eingesät wurde, kommen da von Natur aus keine Blüten. Die Sukzession ist dann Grasland -> Büsche -> Wald. Gras ist gegenüber Blühpflanzen auf ausreichend feuchten und fruchtbaren Standorten durchsetzungsfähiger. Anders sieht es auf sehr trockenen und/oder mageren Standorten aus. Klingt ja danach als könnte das bei Dir zumindest teilweise zutreffen. Dann kommt aber auf Sand der dann wahrscheinlich recht saure Boden dazu, auf dem dann auch wieder Vieles nicht geht. Und wir sind wieder beim Komplizierten.

    Nochmals der Hinweis: Such Dir Leute, die Dir was über die (Boden/Besitz/Wetter)verhältnisse sagen können.


    Punktuell impfen in Wiesen geht gut über Maulwurfshügel. Zu Saatgut schau mal bei Rieger.


    Dass es oft nicht so einfach ist wie erhofft hat leider schon Viele von eigentlich guten Ideen abgebracht. Lass Dich nicht entmutigen aber nimm Dir Zeit,


    Viel Erfolg

    schritte

    Hallo Nick,


    ich sehe viele gute Ansätze und leider noch mehr Schwierigkeiten in der Praxis bzw. den möglichen Antworten. Erst einmal: Dein Engagement ist gut! Jetzt kommt leider auch wie so oft gleich ein aber: Ganz so einfach ist das Ganze nicht. Viele Deiner Fragen lassen sich in einem Forum ohnehin nicht beantworten oder man bräuchte viel mehr Informationen (Photos?). Z.B. von welcher Region reden wir?


    Ein paar Denkansätze, beliebig fortzusetzen:

    - Gartenblumen wie Borretsch und Ringelblumen haben in der offenen Landschaft nichts zu suchen.

    - Pflanzen, die sich ausbreiten können wie Lupinen genauso wenig.

    - Luzerne, Senf und Phacelia sind etwas für den Acker, nicht für den Ackerrand oder Brachflächen

    - Wildinsekten haben andere Ansprüche als Honigbienen. Und bei Wildflächen sollte es um Wildinsekten gehen. Deine Saatgutliste ist eher was für Honigbienen.

    - In der freien Natur ausgebrachtes Saatgut sollte immer regional angepasst sein. Da wurde in gutem Glauben oder aus Unwissen schon viel Schaden angerichtet.

    - Wenn Flächen bislang unbewachsen sind, hat das seine Gründe (egal ob postiv oder negativ). Daran würden auch Deine seed bombs nichts ändern.

    - Ein Tümpel ist heutzutage in vielen Landschaften ein rares Gut, mit dem und dessen Umgebung man seeehr vorsichtig umgehen sollte.


    Ich würde Dir dringend raten, mal nach einer örtlichen Naturschutzgruppe zu suchen und/oder mal versuchen mit den Bauern ins Gespräch zu kommen. Du wirst um viele Einsichten und Erfahrungen reicher werden und am Ende (etwas Durchhaltevermögen vorausgesetzt) sehr viel positives für die Natur in Deiner Umgebung tun können, was wirklich hilft,


    viele Grüße

    schritte

    Ich kann die Häme und Ablehnung dem oben zitierten HR-Beitrag gegenüber nicht nachvollziehen. Es ist doch wie bei allen Beiträgen über Bienen, ob im Fernsehen oder auch hier im Forum: Vieles ist richtig, einiges fragwürdig, manches ganz falsch und das Meiste stimmt nur und kann man nur verstehen, wenn man die ganzen Hintergrundinformationen und Voraussetzungen dazu nimmt, die nicht genannt werden. Und dies führt dann unbedarfte Menschen wie die Eröffnerin des Threads zu Schlüssen, die leider so ganz und gar nicht hinhauen. Das ist aber ein Lernprozess, den wir alle hinter uns haben oder hinter uns bringen müssen.

    Ich fände es stünde uns Imkern (die Imkerinnen haben nach meiner Erfahrung damit weniger Schwierigkeiten) gut an, etwas offener gegenüber neuen Ideen und anderen Anschauungen zu sein. Was nicht heißen soll, dass ich angeblich naturbelassene tatsächlich aber verwahrloste Völker oder Kuhurin in Beuten gut heiße.


    Grüße schritte