Beiträge von schritte

    Hier ist ein guter Artikel darüber, was Dr. Eric Darrouzet und sein Team in Frankreich tun.


    https://www.francebleu.fr/info…ons-asiatiques-1583349583


    VG Patrick

    Zusammenfassend steht sinngemäß darin:

    "Das Departement de la Manche hat 95.000 € zur Verfügung gestellt um zu untersuchen, wie die Ausbreitung von Vespa velutina (Vv) verhindert werden kann. Forscher der Universität Tours haben untersucht, wie Vv selektiv gefangen werden kann und wie Nester zerstört werden können ohne andere Spezies zu gefährden. Zum ersten Punkt wurden die Moleküle" - ich nehme an gemeint sind Pheromone - "mit den Vv kommuniziert identifiziert. Es fehlt die künstliche Synthese der Stoffe, um sie in Fallen zu verwenden. Zum zweiten Punkt, hier war die Problematik, dass vergiftete Larven in den Nestern von anderen Tieren gefressen werden, die sich dadurch selbst vergiften. Die vorgeschlagene Lösung hierfür ist Abtöten der Nester durch Hitze in Form von Wasserdampf. Hier fehlt die technische Umsetzung."

    Gruß

    schritte

    Ich habe dort noch nichts untersuchen lassen. Im Antragsformular steht "Analyse auf Rückstände von Varroaziden und Pestiziden (ohne Thymol/ Pdb)." Was auch immer das konkret umfasst.

    Grüße

    schritte

    Wobei sie sich im Kleingedruckten damit einverstanden erklären, dass jemand kommt und die Völkerzahlen überprüft.

    stimmt. Das ist bei allem, wofür der hessische Landesverband EU-Gelder erhält so. Z.B. auch wenn Du an einer Schulung teilnimmst. Angeblich eine Verpflichtung des Landes. Bei uns saß mal eine Rechnungsprüferin den ganzen Abend in einem bezuschussten Vortrag und hat überwacht, ob Alles mit rechten Dingen zuging. Hat wahrscheinlich mehr gekostet als die Höhe des Zuschusses.

    Aber zurück zu den Völkern: Die gibst Du doch eh für die Versicherung an. Und Schwankungen durch Ablegerbildung, etc. werden nach allem was ich höre akzeptiert.

    ... Allerdings auch nicht, was die Larven betrifft. In aller Regel liegen diese ja nicht direkt auf dem Wachs auf, sondern auf einer Schicht aus alten Larvenhäutchen etc. - Dem Schlonz, der beim Ausschmelzen der Wabe als Trester zurück bleibt. Dieser wirkt hier als zusätzliche Trennschicht und auf das hydrophile Larvenfutter wirkt als weitere Trennschicht, wie schon genannt. Bei erstmaliger Bebrütung der Waben liegen die Larven zwar dirket auf dem wachs auf, aber hier ist Anreicherung noch kein Thema.

    Hallo Llecter,


    im Prinzip stimme ich Deinen ganzen Ausführungen zu. Was ich mich allerdings frage, ist warum es dann ab einer gewissen Stearin-Beimischung zu Brutschäden kommt. Da muss dann doch etwas in den Futtersaft übergehen oder nicht?


    Auch ich habe nicht genug Wachs und nicht genug Muse ohne Zukauf von Mittelwänden zu arbeiten. Mein Händler hier in Mittelhessen bietet "pestizidarme" an, die nach seiner Aussage und belegt durch die Analyse faktisch pestizidfrei sind. Es soll da wohl eine neue Technik der Holländer geben, die das ermöglicht, wie die das machen, ist deren Betriebsgeheimnis.


    Klar lässt sich das Alles fälschen wenn genug böser Wille im Spiel ist. Haben wir ja bei der Oberschwaben Goldimkerei und anderen erlebt. Ich vertraue ihm halt, ohne Vertrauen geht es nicht,


    viele Grüße

    schritte

    schritte , sind die auch aktive IF-Mitglieder?

    Hallo Jelle,

    nein. Ich gehe aber davon aus, wer Kleinmengen an Wachs umarbeiten lässt, will auf Nummer sicher gehen und persönlich dabei sein. Da spielt dann die Entfernung eine Rolle, nicht jede/r kann oder will ins schöne Franken fahren. Deshalb der Hinweis zu dieser aus meiner Sicht vertrauenswürdigen Möglichkeit in Nordhessen,

    viele Grüße

    schritte

    Spannendes Video, danke! Ich fasse hier mal kurz auf deutsch die entscheidenden Inhalte zusammen, soweit es sich nicht ohnehin aus dem Film selbst erklärt:

    "Bienen sind Haupteiweißquelle für die Brut der invasiven Asiatischen Hornisse, die sich von Frankreich aus weiter ausbreitet. Die Asiatische Hornisse patroulliert dazu am Flugloch des Bienenkastens, angelockt durch die Pheromone des Volkes bzw. der Königin. Sie greift sich einzelne Wächterbienen oder Sammlerinnen vor dem Start. Der Imker Norbert Matthieu hat dann an einem Schaukasten, der den Ausflug nach oben verlegt hatte, beobachtet, dass dieser nicht attackiert wurde. Als Grund dafür sieht er,

    - dass durch die Verlängerung des Ausgangs weniger Pheromone außen ankommen,

    - dass es am eigentlichen Abflugsort keine Wächterbienen gibt und

    - dass die abfliegenden Bienen schon ordentlich Geschwindigkeit drauf haben und so schlechter zu fangen sind.

    Daraufhin hat er die im Film zu sehende Konstruktion gebaut mit dem Erfolg, dass damit ausgerüstete Völker von den Hornissen kaum noch bedrängt wurden. Testweise hat er dann mal eine Asiatische Hornisse gefangen und (das Tier dabei festhaltend) sie in den neu geschaffenen Eingangstrichter gesetzt. Die Bienen kamen heraus und versuchten die Hornisse einzuknäulen, was bedeutet, dass die Hornissen es schwer hätten, da erfolgreich zu jagen.