Beiträge von schritte

    Spannendes Video, danke! Ich fasse hier mal kurz auf deutsch die entscheidenden Inhalte zusammen, soweit es sich nicht ohnehin aus dem Film selbst erklärt:

    "Bienen sind Haupteiweißquelle für die Brut der invasiven Asiatischen Hornisse, die sich von Frankreich aus weiter ausbreitet. Die Asiatische Hornisse patroulliert dazu am Flugloch des Bienenkastens, angelockt durch die Pheromone des Volkes bzw. der Königin. Sie greift sich einzelne Wächterbienen oder Sammlerinnen vor dem Start. Der Imker Norbert Matthieu hat dann an einem Schaukasten, der den Ausflug nach oben verlegt hatte, beobachtet, dass dieser nicht attackiert wurde. Als Grund dafür sieht er,

    - dass durch die Verlängerung des Ausgangs weniger Pheromone außen ankommen,

    - dass es am eigentlichen Abflugsort keine Wächterbienen gibt und

    - dass die abfliegenden Bienen schon ordentlich Geschwindigkeit drauf haben und so schlechter zu fangen sind.

    Daraufhin hat er die im Film zu sehende Konstruktion gebaut mit dem Erfolg, dass damit ausgerüstete Völker von den Hornissen kaum noch bedrängt wurden. Testweise hat er dann mal eine Asiatische Hornisse gefangen und (das Tier dabei festhaltend) sie in den neu geschaffenen Eingangstrichter gesetzt. Die Bienen kamen heraus und versuchten die Hornisse einzuknäulen, was bedeutet, dass die Hornissen es schwer hätten, da erfolgreich zu jagen.

    Es handelt sich um Wespen, vermutlich die Gemeine Wespe. In vier Wochen dürfte der Spuk vorbei sein, dann ist der Rolladenkasten leer und kann sauber gemacht und der Zugang für's nächste Jahr verschlossen werden.

    Wenn irgendwo einmal Wiese im Sinne von Gras eingesät wurde, kommen da von Natur aus keine Blüten. Die Sukzession ist dann Grasland -> Büsche -> Wald. Gras ist gegenüber Blühpflanzen auf ausreichend feuchten und fruchtbaren Standorten durchsetzungsfähiger. Anders sieht es auf sehr trockenen und/oder mageren Standorten aus. Klingt ja danach als könnte das bei Dir zumindest teilweise zutreffen. Dann kommt aber auf Sand der dann wahrscheinlich recht saure Boden dazu, auf dem dann auch wieder Vieles nicht geht. Und wir sind wieder beim Komplizierten.

    Nochmals der Hinweis: Such Dir Leute, die Dir was über die (Boden/Besitz/Wetter)verhältnisse sagen können.


    Punktuell impfen in Wiesen geht gut über Maulwurfshügel. Zu Saatgut schau mal bei Rieger.


    Dass es oft nicht so einfach ist wie erhofft hat leider schon Viele von eigentlich guten Ideen abgebracht. Lass Dich nicht entmutigen aber nimm Dir Zeit,


    Viel Erfolg

    schritte

    Hallo Nick,


    ich sehe viele gute Ansätze und leider noch mehr Schwierigkeiten in der Praxis bzw. den möglichen Antworten. Erst einmal: Dein Engagement ist gut! Jetzt kommt leider auch wie so oft gleich ein aber: Ganz so einfach ist das Ganze nicht. Viele Deiner Fragen lassen sich in einem Forum ohnehin nicht beantworten oder man bräuchte viel mehr Informationen (Photos?). Z.B. von welcher Region reden wir?


    Ein paar Denkansätze, beliebig fortzusetzen:

    - Gartenblumen wie Borretsch und Ringelblumen haben in der offenen Landschaft nichts zu suchen.

    - Pflanzen, die sich ausbreiten können wie Lupinen genauso wenig.

    - Luzerne, Senf und Phacelia sind etwas für den Acker, nicht für den Ackerrand oder Brachflächen

    - Wildinsekten haben andere Ansprüche als Honigbienen. Und bei Wildflächen sollte es um Wildinsekten gehen. Deine Saatgutliste ist eher was für Honigbienen.

    - In der freien Natur ausgebrachtes Saatgut sollte immer regional angepasst sein. Da wurde in gutem Glauben oder aus Unwissen schon viel Schaden angerichtet.

    - Wenn Flächen bislang unbewachsen sind, hat das seine Gründe (egal ob postiv oder negativ). Daran würden auch Deine seed bombs nichts ändern.

    - Ein Tümpel ist heutzutage in vielen Landschaften ein rares Gut, mit dem und dessen Umgebung man seeehr vorsichtig umgehen sollte.


    Ich würde Dir dringend raten, mal nach einer örtlichen Naturschutzgruppe zu suchen und/oder mal versuchen mit den Bauern ins Gespräch zu kommen. Du wirst um viele Einsichten und Erfahrungen reicher werden und am Ende (etwas Durchhaltevermögen vorausgesetzt) sehr viel positives für die Natur in Deiner Umgebung tun können, was wirklich hilft,


    viele Grüße

    schritte

    Ich kann die Häme und Ablehnung dem oben zitierten HR-Beitrag gegenüber nicht nachvollziehen. Es ist doch wie bei allen Beiträgen über Bienen, ob im Fernsehen oder auch hier im Forum: Vieles ist richtig, einiges fragwürdig, manches ganz falsch und das Meiste stimmt nur und kann man nur verstehen, wenn man die ganzen Hintergrundinformationen und Voraussetzungen dazu nimmt, die nicht genannt werden. Und dies führt dann unbedarfte Menschen wie die Eröffnerin des Threads zu Schlüssen, die leider so ganz und gar nicht hinhauen. Das ist aber ein Lernprozess, den wir alle hinter uns haben oder hinter uns bringen müssen.

    Ich fände es stünde uns Imkern (die Imkerinnen haben nach meiner Erfahrung damit weniger Schwierigkeiten) gut an, etwas offener gegenüber neuen Ideen und anderen Anschauungen zu sein. Was nicht heißen soll, dass ich angeblich naturbelassene tatsächlich aber verwahrloste Völker oder Kuhurin in Beuten gut heiße.


    Grüße schritte

    Das mit dem Drahtgeflecht und Klappe drüber ist Standard bei den HBB, die ich (aus Südwestdeutschland) kenne. Da heute kaum noch jemand mit HBB wandert mittlerweile meist obsolet. Sinnvoll wenn man mal volle Beuten verstellt und es ein längerer Transport wird. Dann muss man aber auch darauf achten, dass das in der Regel sich dahinter befindliche Fenster nicht aus Glas sondern aus Drahtgeflecht ist, sonst ist der gewünschte Effekt dahin.

    morn Wiebke,

    Trommelraum braucht es nur zur Sicherheit beim Wandern. Wenn zu viele Bienen drin sind, hängen die Außen vorm Flugloch. Häufig im Sommer zu sehen.

    Bevor Du Dich an aufwendige Umbauten machst würde ich empfehlen Erfahrungen zu sammeln. Die Konstrukteure der Beute haben sich da schon etwas dabei gedacht. Und mit 12 Waben DN im Brutraum lässt sich gut arbeiten,

    viele Grüße

    schritte

    Den oberen Auslauf nutzen wir nicht, sobald der Kübel voll ist lassen wir den Honig in einen Eimer ablaufen (geht schnell).

    Ich plane auch die Anschaffung eines solchen Kübels (Überlege noch ob senkrechter oder runde Siebeinsätze). Allerdings verwirrt mich nun deine Aussage. Ich dachte es wäre gerade der Sinn des Kübels, dass man ihn erst voll laufen lässt, so dass das Wachs oben aufschwimmt und damit das Sieb unten nicht verstopft und der Honig somit kontinuierlich durch das Sieb strömen kann.

    Hängt das Sieb nicht wieder voll mit Wachs, wenn man ihn unten ablaufen lässt ??


    nö. Irgendwann ist der Siebboden voll, aber durch die Seiten geht es durch und das ausreichend schnell. Wer möchte, kann ja den oberen Auslass nutzen, reine Geschmacksache.

    schritte:

    Wieviel Kg/ Liter hat dein Siebkübel denn.

    30 kg. Artikel-Nr.: 09450-1 bei bienenweber. Den oberen Auslauf nutzen wir nicht, sobald der Kübel voll ist lassen wir den Honig in einen Eimer ablaufen (geht schnell). Entdeckeln der Ernte von 20 Völkern mit Gabel - kein Reinigen zwischendurch oder max. 1 x erforderlich.

    Aber mich wundert, dass bei Entdeckeln mit dem Heißluftfön Sieben ein Engpass sein kann. Was verstopft denn da das Sieb?