Beiträge von honigbanane

    Ich hab jetzt schon ein paar threads zum Honig verflüssigen gelesen, aber manches noch nicht ganz verstanden.

    Bisher habe ich mit beginnender Kristallisation den Rapido eingesetzt , alles auf einmal gerührt und dann abgefüllt. (Rückstellproben ergaben auch nach 2 Jahren noch keine Phasentrennung, wie einige hier am Rapido bemängelten.)


    Insofern habe ich mich noch nie mit dem Thema Aufwärmen und Verflüssigen beschäftigen müssen. Doch meine Honigernte wird mit wachsender Anzahl der Völker immer größer (wenn auch im Vergleich zu den meisten von euch immer noch gering).


    ich möchte also für meine Mengen von 200-300 kg im Jahr gerne ein beheiztes Spitzsieb kaufen ( Melitherm ist für mein Budget zu teuer.) Den meisten Honig werde ich danach impfen und rühren, aber ich ernte im Frühjahr hier auch einen klaren , milden, fast etwas malzigen Honig, der erst sehr spät ( circa November) kristallisiert. Diesen möchte ich dann gerne verflüssigen, ohne ihn danach cremig zu rühren, er soll flüssig bleiben. Nun habe ich woanders gelesen, dass dazu unbedingt das allerfeinste Spitzsieb ( 200my) notwendig ist.

    Stimmt das so? Denn das dauert ja dann angeblich sehr lange, bis der Honig da durch ist...


    Und ist es sehr relevant, ob ich die 1000 W oder die 500 W Therme kaufe?


    Gibt es Qualitätsunterschiede zwischen dem bundle von Swienty, das Rudi_W hier erwähnt hatte, und dem von imkerhh erwähnten Set von Holtermann, ( das im Übrigen auch nur die 500 W Variante beinhaltet, die 1000 W Therme ist fast doppelt so teuer)


    Und noch eine ( blöde) Frage: es ist richtig, dass die 45 cm Durchmesser Siebe nur für die großen Abfüller gedacht sind

    ( 100 kg) , richtig?

    Es ist ja eigentlich schon alles gesagt, aber ich möchte noch hinzufügen, dass meine Hochachtung vor diesem wertvollen Produkt ( wie oft sind die Bienen alleine für dieses eine Glas ausgeflogen?) den letzten von@cuximker geschriebenen Absatz so nicht teilen kann.

    Bienenhummel möchte den Honig nicht in den Verkehr bringen, sondern nur selber essen, und wenn er genießbar ist, ist es in meinen Augen eher fast ein Frevel, ihn zu verwerfen.

    Ich selber hatte schon solch gärenden ( Linden) Honig, wir haben ihn bis zum Schluss ( 3 Gläser) gerne gegessen.

    Manuel91 :

    Über welchen Zeitraum hast du den Milbenfall ermittelt?

    Ich verfahre so, wie du es bisher auch getan hast- beträgt der Milbenfall über einen Zeitraum von mindestens 1Woche weniger als 0.5/Tag, behandle ich nicht. Ich kontrolliere seit einigen Jahren den Varroabefall aller Völker über das ganze Jahr, Puderzucker oder Windel. Die nicht winterbehandelten sind nie auffällig geworden. Von denen ziehe ich nach.

    Dieses Jahr hatte ich mein erstes Volk, das auch keine Sommerbehandlung benötigt hat.

    Ich schließe mich hier swissmix an. Wenn du erwägst, zu vereinigen, dann käme ein Öffnen in Betracht, ansonsten würde ich es lassen, in großen Abständen Gewicht kontrollieren und im Notfall Futterteig geben. Heute ist der letzte warme Tag, wahrscheinlich nehmen sie das eh nicht mehr alles ab.

    Und ja, Bienen räubern, egal wieviel Futter in der Hütte ist . Da kann der andere Klaus nichts dafür 😊

    Jetzt isses doch egal. Sobald die brutfrei sind kommt die Weiterbehandlung.

    Ich muss gestehen, dass ich da auch verunsichert bin. Die Völker sind alle noch in Brut, schleppen massig Pollen an. Ich habe genau wie ingrid Völker, die trotz TBE Mitte Juli und bis Anfang Oktober im Monitor unauffälligen Gemülldiagnisezahlen dann nochmal richtig hoch gingen. 2 schmeißen nach Sublimation mit Oxamat noch 450Milben in 72 Stunden runter.

    Wenn die noch brüten, landen all diese Milben in den immer weniger werdenden Brut Zellen.

    Das erzeugt in mir Unbehagen, und ich mache mir da schon die Mühe, das mit einigen wenigen Behandlungen nochmal zu drücken bis zur Winterbehandlung.

    Ob das unbedingt nötig wäre, weiß ich aber nicht, denn ich hab mich noch nicht getraut, so etwas auszuprobieren.

    Und da wo ich lebe, sind die Winter meist so mild, dass ich bedampfen kann zur Winterbehandlung. Sollten die Zahlen vorher deutlich < 0,5 Milben/Tag liegen, behandele ich gar nicht. Damit habe ich auch gute Ergebnisse gehabt.

    Sollten die Fallzahlen nach Sublimation zu hoch liegen, habe ich mit der Sublimation die Möglichkeit, zu wiederholen. Für mich ist das, gepaart mit der Verträglichkeit, ein deutliches Argument gegen Träufeln.

    Waldi

    Zitat

    Auch wenn es oben eigentlich unmißverständlich ist, nochmal für schwerfällig denkende Jungimker: das geht auch mit unbegatteten Königinnen (ich meine die Annahme bzw. das "Dawohnenbleiben", nicht das Risiko des Begattungsfluges)?

    Nein!!das geht nur mit begatteten Königinnen. Das sagte auch der von dir als fideler Rheinländer bezeichnete rase in einem seiner streams. Leider hatte ich das damals exakt einen Tag zu spät gehört und musste diese leidvolle Erfahrung also selber machen. Sehr doof 🙄.

    Ich schließe mich dieser Zusammenfassung an, außer dass ich noch nicht weg bin von Zander 1,5, sondern dies noch weiter teste mit 2 Völkern.

    Pollenbretter merze ich allerdings 2 Jahren grundsätzlich nicht mehr aus, sondern verteile sie in den HR an den Rand, um Engpässen in den heißen trockenen Sommern vorzubeugen. Der 1. HR wird ohnehin nicht oder nur teilweise geschleudert, um immer genug Futter auf den Völkern zu haben.

    Den thread habe ich jetzt erst entdeckt. Ist ja schon älter.

    Dommy :machst du deine Puderzuckermethode immer noch so wie du in #8 beschrieben hast?

    Und zu ribes in #29 (überleben Bienen den PuZu Schütteltest? der ja sicher nochmal belastender ist als die Stäubemethode(dafür aber auch nur wenige Bienen betrifft)

    Im angehängten PDF (Artikel in der adiz) hat man Bienen nach der Behandlung 1 Woche im Wärmeschrank in Käfigen aufbewahrt und eine Überlebensrate von nahezu 100% dokumentiert.


    Brunnemann-Stubbe_2011_db-ADIZ-IF_Bienenprobe_mit_Puderzucker_-_Neue_schonende_Varroa-Befallsmessung.pdf


    Explizit möchte ich die Diskussion, ob man eine gewisse Anzahl Bienen für das Volkswohl ( Varroadiagnose) "opfert" hier nicht anstoßen.

    Das kann jeder für sich selbst entscheiden.


    @psychain89:

    Ich hatte auch schon Differenzen bei den Methoden, meist waren sie aber nicht gravierend. Bei der Windeldiagnostik lasse ich die Windel mindestens 7 Tage drin, lese aber jeden Tag ab.

    Wenn mir das alles zu grenzwertig ist, mache ich einen OXS Kontrolltest.

    Oh, ich hab übersehen,dass hier eine Frage gestellt wurde:

    Der Teig hatte eine Temperatur von 29°. Es war ein warmer Sommertag, wir hatten die Schütttemperatur des Wassers bereits von den im Rezept angegebenen 30° auf 27° reduziert. Während des Knetens hatte der Teig jedoch 29° ( gewünschte TT wären 26° gewesen) und entwickelte sich einfach nicht vernünftig, keine ausreichende Glutenausbildung.

    Spannende Therapie: Laminieren des Teiges auf der Arbeitsfläche, um eine größtmögliche Oberfläche zu schaffen, damit er herunterkühlt.

    Danach hat es hervorragend geklappt.

    Es war übrigens ein Ciabattateig.

    Hallo Neueimme,

    mit dem Ansetzen gem. Vorschlag von Keinimker gehts schon ganz gut. Braucht aber doch ein paar mehr Touren, bis der Teig eine entsprechende Triebkraft entwickelt hat und es kann vereinzelt dazu kommen, dass sich der Teig nicht so entwickelt, wie du es geschmacklich gern hättest. Etwas sicherer und beschleunigter kannst du das mit einem Sauerteigstarter machen. Den gibt glaub ich beim Hobbybäcker Internetshop. Es gibt aber auch Bio-Sauerteig gleich bei Amazon zu kaufen.

    Wenn du Dich weiter mit Brotbacken beschäftigen möchtest, kann ich Dir den Plötzblock empfehlen. Der hat echt viele und tolle Rezepte. Aber Vorsicht ist sehr akademisch (so 0,1g Hefe und so) :)


    Ich backe seit 14 Jahren Brot und habe gerade einen Baguette Brotkurs besucht ( der sehr gut war, aber nicht bei Lutz Geissler). Mir sind die Augen aufgegangen, weil ich erstmalig gesehen habe, wie sich Temperatur und Hefemenge drastisch auswirken können.

    Ich hab immer gedacht, der Lutz ist einfach zu penibel, aber das Ergebnis hat mich dann doch sehr überzeugt.:)