Beiträge von donaldo

    Wer braucht ausser einem Imker Bienen bzw. Bienenbeuten? Irgendwie scheint es unter den Imkern besonders viele Diebe zu geben. Es gibt viel mehr Hundehalter als Imker. Trotzdem habe ich noch nie gehört, dass einem der Hund geklaut wurde. Ich finde die Bieneninstitute sollten mit der Polizei und paar Psychologen der Sache auf den Grund gehen. 😁

    Heute habe ich die Kamera am Stand getestet und dabei festgestellt, dass sie nur auslöst, wenn man sich fast im senkrechten Winkel davor bewegt. Das ist mir bei den Tests zu Hause erstmals nicht aufgefallen. Kommt man von der Seite bzw. geht auf die Kamera direkt zu, bleibt sie stumm.

    Es wird als Erfassungsbereich der Winkel 60 Grad angegeben. Dieser Winkel scheint sich jedoch nur auf das aufgenommene Bild zu beziehen. Der Erfassungsbereich des Bewegungsmelders ist wesentlich kleiner als 60 Grad. Es sieht so aus, als wenn er ähnlich wie der eingebauter, zur Positionsausrichtung bestimmter Laserstrahl, das Ziel nur punktuell erfasst.

    Damit hat sich die Kamera bei mir disqualifiziert. Denn sie würde einen Dieb nicht mal erfassen wenn er auf die Kamera direkt unter einem Winkel von 10 Grad zugeht (habe ich getestet).

    Schade. Denn das Solarmodul funktioniert sehr gut und die Bildqualität ist nicht schlecht. Was nützt aber einem eine Wildkamera die kein "Wild" im entscheidendem Moment erfasst. Also: außer Spesen wieder mal nichts gewesen.

    Die Suche nach einer geeigneten, preiswerten Kamera dieser Art geht bei mir weiter.

    Falls jemand die HC300m auch besitzt bzw. vor hat sie anzuschaffen, würden mich seine Erfahrungen interessieren. Möglicherweise habe ich ein Sonntagsprodukt erhalten bei dem der Bewegungssensor nicht einwandfrei funktioniert.

    So jetzt bin ich so weit: die HC300m habe ich heute zum laufen gebracht. Wie bereits gesagt ist diese Kamera bereits bei Ebay für etwa 60 Eur, also sehr preiswert, unter verschiedenen Markennamen zu haben. Ich habe sie bei Amazon für den doppelten Preis erworben. Dies Deshalb, weil sie dort direkt von Amazon verkauft wird und im Falle von Fehlfunktion ist Amazon sehr kulant was dir Rückgabe bzw. Umtausch angeht. Dazu gab es auch ein Solar Modul für 50 Eur. Dieses Modul beinhaltet auch die notwendigen Anschlusskabel und ist bei Ebay bereits für 18 Eur zu haben. In dem handflächengroßen Solarmodul ist ein 2100 mA 6V Akku verbaut das mit einem USB Ladegerät vorgeladen werden kann (Ladegerät ist im Lieferumfang erhalten). Die Kamera selbst fast 8 AA Batterien. Man kann auch Akkus verwenden, aber da die notwendige Spannungsversorgung 6V beträgt und 4 AA Akkus meisten 4*1,2=4,8<5V liefern, kann passieren dass die Kamera nicht genug Saft hat und sich dauern ausschaltet. Ich werde wahrscheinlich eine Bleibatterie mit 4500 mA und 6 V daran anschließen.

    Als SIM Karte habe ich Aldi Talk bezogen mit der S-Flat. Diese beinhaltet 300 MB/Monat an Datenvolumen für weniger als 5 Eur/Monat. Die versandten Bilder sind etwa 55kB groß. Somit kann man täglich etwa 180 Bilder versenden, um im Datenvolumen zu bleiben. Die Kamera begrenzt die Anzahl eh auf 99 Bilder/Tag.

    Die versandten Bilder sind von guter Qualität. Auch Nachts. Bei Youtube gibt es ein Video in dem die möglichen Einstellungen genau erklärt werden.


    Diese können sowohl über ein Software Programm auf dem PC als auch in der Kamera direkt mit einer kleinen Fernbedienung vorgenommen werden.

    Nun aber zum großen Nachteil: die Kamera löst ziemlich träge aus. Wenn man also davor läuft, findet man sich auf den Bildern nur selten wieder. Somit ist sie als Diebstahlsicherung nur bedingt geeignet. Man kann einstellen, dass sie mehrere Bilder hintereinander schießt. Es wird aber immer nur das letzte Bild versandt. Meistens ist das Objekt auf dem letzten Bild nicht mehr da. Auch habe ich den Eindruck, dass nicht jedes mal ausgelöst wird und nicht jedes aufgenommene Bild verschickt wird.

    Nun habe ich überlegt sie wieder zurück zu schicken. Werde sie jedoch behalten und weiter testen. Was ich damit auf jeden Fall tun kann ist den Stand zu überwachen, ob alles in Ordnung ist. Bedeutet: man muss nicht so oft hin fahren. Auf Umwegen findet man auch heraus, dass es eine Fernabfragefunktion gibt. Wenn man per SMS an die Kamera den Code *500* sendet, bekommt man ein Standbild zugeschickt. Sollte also die Kamera den ganzen Tag nicht auslösen, kann man sie gezielt dazu bewegen. Auf diesem Bild ist das Datum, die Temperatur (hat einen Sensor) und der Batteriestatus sichtbar. So gesehen, würde man diese Kamera für 60 Eur kaufen, bietet sie eine Menge an Funktionen für wenig Geld. Ich selbst habe mit dem Solarmodul um die 180 Eur bezahlt. Für die mittelmäßige Verarbeitungsqualität ist das aus meiner Sicht schon zu viel Geld.

    Die User Foren berichten über häufiges Versagen im Zuge von Eindringen von Feuchtigkeit. Nun muss man sagen, dass die untere Klappe mit einer primitiven Gummidichtung, die ziemlich locker sitzt, nur unzureichend abgedichtet ist. Ich werde irgendwas bauen, um die Kamera nicht einer direkten Witterung bzw. dem Regen auszusetzen. Denn sie ist sicherlich nur bedingt wasserdicht.

    "Kommt auf's Wetter an. Wenn's knackig kalt ist, fliegen die nicht, sondern fallen. "

    Da gebe ich Dir Recht. Davor waren ein paar kalte Tage da, wo die Bienen nicht fliegen konnten. Trotzdem: es sind auch Völker betroffen die noch kurz davor sehr stark waren und der Varroafall gemessen übers Jahr sehr klein war.

    Ich persönlich glaube nicht an die Theorie der Varroose, da auch das klinische Krankheitsbild bei mir komplett fehlt das mit den diagnostizierten Viren korreliert. So habe ich nicht eine einzige verkrüppelte Biene im Laufe des Jahres entdeckt. Ebenso keine Durchfallerkrankungen bzw. zitternde Bienen beobachtet. Meine Völker waren noch im Oktober putzmunter und stark. Im Zuge einer im Spätsommer durchgeführten Faulbrut "Vorsorgeuntersuchung" hat auch der Bienensachverständiger mir starke, gesunde und vitale Völker attestiert.

    Und in den letzten Jahren hatte ich immer wieder einzelne, relativ stark mit Milben befallene Völker, die fast alle immer den Winter überlebt haben.

    Man hat da schon bisschen Erfahrung im Laufe der Jahre gesammelt und kann denke ich als Imker erkennen, ob ein Vorfall völlig aus der Reihe fällt. Speziell wenn man die eigenen Bienen oft aufsucht und beobachtet. Im Sommer bin ich fast jeden Tag am Stand. Im Winter mindestens einmal pro Woche. Man entwickelt da schon ein Gewisses Gefühl für das Wohlbefinden der Damen und erkennt ziemlich schnell wo der Schuh drückt. Natürlich, lernen tut man immer was dazu.

    Die wahrscheinlichste Ursache dürfte doch ein Varroa- Virenschaden gewesen sein.Welches Winterfutter hast Du gegeben?

    Beim starken Varroa Befall verlassen die kranken (Viren infizierten) Bienen den Stock und fliegen zum Sterben heraus. Typisches Zeichen eine Varroose ist der leerer Stock, wo man sich wundert, wo die Bienen geblieben sind. Liegt das Volk innerhalb kurzer Zeit komplett tod auf dem Beutenboden scheidet diese Ursache schon mal für mich aus.

    Das Futter könnte es natürlich auch sein. Hier besteht in der Tat eine Verbindung zum einem der weiteren betroffenen Imker, da wir den selben Futterlieferanten haben. Ob ich das noch untersuchen lasse, weiß ich nicht. Dies müsste erstmal auf eigene Kosten erfolgen und der Lieferant bezieht es aus Frankreich. Bedeutet: stimmt was mit dem Futter nicht, ist eigentlich der französischer Produzent haftbar. Hier habe ich aber beim Futterkauf eine Kopie einer Laboruntersuchung bekommen die die Unbedenklichkeit des Futters bescheinigt. Natürlich werden solche Untersuchungen nur an wenigen ausgewählten Proben gemacht und es ist durchaus möglich, dass nur eine Charge nicht in Ordnung war. Dann wäre der Verursacher eh nicht zu ermitteln, da die Ursache im Transport, Lagerung oder Herstellung liegen könnte.

    In meinem Fall (kein direkter Verdacht auf eine Spritzaktion) wäre die toxikologische Ermittlung der Ursache sehr aufwendig und voraussichtlich sehr teuer. Und auch wenn der Grund dann bekannt ist, ist der Verursacher höchstwahrscheinlich nicht zu ermitteln um z.B. Schadenersatz einzufordern. Also werde ich mich mit meinen Schicksal abfinden müssen und in der Zukunft die Bienengesundheit engmaschiger und genauer überwachen, um solche Vergiftungserscheinungen rechtzeitig zu erkenne. Dann besteht vielleicht eine reelle Chance die Ursache bzw. den Verursacher zu ermitteln.

    Habe eine hc300m gekauft, aber noch nicht mit einer sim Karte getestet. Ist die preiswerteste Kamera dieser Art (schon für 60-150 Eur von diversen Herstellern unter verschiedenen Markennamen mit Solarmodul zu haben). Verarbeitung mittelmäßig, Bild auch. Wenn ich es mit sim getestet habe, werde ich hier darüber berichten

    Es gibt hier wieder ein paar Besserwisser-Meinungen von denjenigen die noch nie wesentliche Völkerverluste hatten und die Ursache per Ferndiagnose zu kennen scheinen: Varroa und falsche Behandlung, ergo Imker selber Schuld.

    Den Besserwissern unter Euch prophezeie ich aber den Tag des Jüngsten Gerichts an dem auch Euch die Völker genommen werden und Ihr Euch machtlos dem Schicksal fügen müsst .

    Genau das ist mir Ende letzten Jahres passiert. Innerhalb von 4 Wochen ist die Hälfte der 12 Völker tod und die anderen sind so geschwächt, dass kaum eins den Winter überleben wird. Persönlich vermute ich eine Vergiftung mit Pestiziden (die Völker liegen komplett tod auf dem Boden. Das Landratsamt ist involviert). Leider habe ich den Schaden zu spät entdeckt, so dass ein toxikologische Untersuchung angeblich nicht sehr vielversprechend ist und deshalb bisher auch nicht von Amts wegen gemacht wurde. Es gab eine Veterinäruntersuchung der Bienenproben die diverse Virenstämme attestiert hat und sie als Ursache des Absterbens für wahrscheinlich hält. Ursache also Varroa. Nun, es hat aber auch Völker erwischt, die kaum Varroas hatten und trotz diverser Virenstämme habe ich kein klinisches Bild beobachtet das zu einer der diagnostizierten Krankheiten passt. Es gibt auch 3 weitere Imker aus der Umgebung die exakt zur gleichen Zeit (Warmtage um den 22.11.17) gleiches Schadensbild hatten (Völker innerhalb 1-2 Wochen tod, komplett mit Königin auf dem Beuten Boden auffindbar).

    Also lieber "Besserwisser": es gibt viele mögliche Ursachen von Völkerverlusten.

    Und obwohl ich bisher weniger als 5% hatte, die Varroa Behandlung 2017 nach dem Stand der Technik durchgeführt habe, muss ich feststellen, dass es auch äußere Widrigkeiten gibt auf die wir Imker kaum Einfluss haben. Die inzwischen stark gebeutelte und zunehmend verarmte und vergiftetet Natur wird zunehmend zu der größten Widrigkeit mit der die Bienen bzw. wir Imker uns auseinandersetzen müssen. Also bitte den erhobenen Zeigefinger wieder einpacken und sich in Demut, vor allem vor der Mutter Natur, üben:-)