Beiträge von olle flachzarge

    Wir haben in Nordbayern zu viele Rehe.

    Abwarten. 's Wölfle wird helfen.

    Da würde ich mir keine Hoffnungen machen.

    Mehr Wolf als hier im Moment wird's nicht (drei Wolfsangriffe in den letzten Wochen im 3km-Radius, an die zwanzig in den letzten Jahren).

    Beim Blick aus meinem Werkstattfenster oder auf dem Grünland rings um den Hof immer mehrere Gruppen Rehe gleichzeitig.

    In meinem Wald pflanz ich reichlich nach, manches kommt sogar durch.

    Ja, isso.

    Detail: Diese Grenze liegt aber zwischen dem 70. und dem 71. Volk.

    Würde diese Grenze (wieder) hochgesetzt, dann hätte man ja genau diese Steuerfreiheit und komplette Entbürokratisierung für Vollerwerbsbetriebe. Halte ich nicht für erstrebenswert.

    Von z.b. 166 Völkern steuerfrei könnte man, bei guter Vermarktung, schon ganz vernünftig leben.

    Meinst Du den 13a?

    Ja, klar.

    Der setzt ja quasi die Grenze zwischen Neben- und Vollerwerb: Bis 70 Völker Nebenerwerb, da ist's wenig Getüdel mit dem Finanzamt, wer darüber geht, der geht dann auch deutlich drüber (Der DBIB-Steuerberater Burkart empfielt entweder bis 70 oder aber mehr als 700 Völker;-))

    Diese Grenze wurde vor einigen Jahren von 166 Völkern heruntergesetzt.

    Ich finde die jetzige Größenordnung realistisch, wenn es darum geht, die Finanzämter vom Papierkrieg mit Nebenerwerbslandwirten zu entlasten. Das ganz große Geld ist da noch nicht zu machen, einen gewissen Anreiz, die 70 Völker dann auch zu bewirtschaften, gibt es aber schon.

    Wäre sie deutlich höher (so wie früher), dann beträfe sie auch Vollerwerbsbetriebe.

    In der neuesten Ausgabe von "der Berufsimker", dem Mitgliedsrundbrief des DBIB, findet sich ein offener Brief an die Bundeslandwirtschaftsministerin, der die Lage der erwerbsorientierten Imkerei in Deutschland darstellt und gegen Ende konkrete politische Forderungen stellt:

    • Steuerbefreiung der Imker
    • Befreiung von der Verpackungsordnung und den Abgaben
    • Volldeklaration der Herkunftsländer auf den Honigetiketten
    • Befreiung von der Maut
    • Fördergelder analog den Flächenprämien
    • Erschwerniszulagen
    • Ausgleichszahlungen bei Ernteausfällen, Vergiftungen und Winterverlusten


    Frage an die anderen DBIB-Mitglieder: Seit wann gibt es Forderungen in dieser Art als offiziellen Verbandskonsens?

    Mir war das in diesem Ausmaß neu.

    Ich war bis jetzt immer froh (auch meinen Bekannten aus anderen landwirtschaftlichen Sparten gegenüber), dass aus unserem Berufsverband nicht unter großem Gejammere nach der großen Geldspritze gerufen wird. War bisher für mich ein Alleinstellungsmerkmal der Imker, das mir sehr gefallen hat.

    Ich empfand die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Imker bisher auch immer als ziemlich günstig, verglichen mit anderen Landwirten.

    Aber ich hab auch nicht so eine Saison hinter mir, wie sie aus dem Süden Deutschlands berichtet wird...


    Gruß,

    Thomas

    Wählt die Losgröße nicht zu groß! Denkt an den Ernstfall. Sollte mal ein Los nicht in Ordnung sein und zurückgerufen werden müssen, muss das ganze Los zurück!

    Das kommt drauf an:

    Wer im etwas größeren Stil schleudert, mit Sumpf, Klärtank usw., der vermischt dadurch eh größere Mengen Honig, auch wenn er am Ende wieder in kleinere Gebinde abfüllt. Gäbe es jetzt später z.B. Probleme mit Grenzwertüberschreitungen von PSM oder sowas, dann müsste man aufgrund der Dokumentation prüfen, welche Gebinde z.B. am gleichen Tag durch den Absetzbehälter gegangen sind und die auch prüfen. Machts nicht wirklich einfacher.

    Aber auch z.B. Sortenanalysen hängen irgendwie dazwischen: Streng genommen gelten die dann nur für die homogene Charge aus dem einen Hobbock.

    Da finde ich dann etwas größere Chargen, die dafür aber recht sauber voneinander getrennt sind, besser.

    Aber auch da gibs natürlich wieder verschiedene Wege...

    Der Gasoxamat muss vorgeheizt werden, klein drehen, zur richtigen Zeit die Tablette werfen, und dann wieder nachheizen. Da ist der elektrische Klassen besser.

    Da hab ich andere Erfahrungen gemacht. Inzwischen find ich als Richtwerte ganz hilfreich:

    Brenner voll an, Tablette fallen lassen (ab ~150° nebelts), weiterheizen bis 220° angezeigt, Brenner aus. Wenn auf 50° abgefallen, den Oxamaten aufs nächste Volk und wieder von vorn.

    Je schwächer der Brenner brennt, desto mehr Verkrustungen gibt es.

    Deswegen will ich ja ein anderes Gas(-gemisch), weil das Butan bei Kälte nur sehr zögerlich ausströmt.

    Ich probiers mal.

    In diesem Zusammenhang:

    Der Gasoxamat funktioniert ja mit Butan zur Winterbehandlung nur zäh, da muss man alle paar Völker die Kartusche wechseln und anwärmen.

    Bessert sich das deutlich mit Propan oder Butan-Propan?

    Danke für Erfahrungsberichte.

    Der ist natürlich wirklich kompakt und anscheinend auch ziemlich günstig in der Anschaffung.

    Aber das Abladen wirkt ehrlich gesagt ziemlich hakelig und langsam. Das geht mit einem Kompaktlader natürlich bedeutend flüssiger.

    Dafür kann der Raupenstapler vermutlich wirklich mit den hier beschriebenen Steigungen umgehen, meinem Lader würde ich das nicht zutrauen.

    Und am Rande: Warum benutzt du zum Wandern einen Hochplanenanhänger? Wäre ein offener Hochlader nicht auch mit dem Raupenstapler schöner zu beladen?

    Ich bin übrigens das VarroMed Projekt angegangen, weil der Heilige Sankt Bernardo in der biene&natur das als sein Mittel der Wahl vorgestellt hat. Mich würden seine Erfahrungen (und/oder Zahlen) dazu interessieren - denn ich denke mal, er wird welche haben und nicht nur als "Influencer mit Sponsoring" das Zeug unter die Leute bringen...

    Und ich war schon im Januar darauf gespannt, ob er wohl das Verdampfen jetzt auch im Print und auf der ganz großen Bühne als seine zentrale Methode darstellen würde.

    In etwas kleinerem Rahmen hat er sich ja schon sehr mutig dazu bekannt.

    Hat er dann ja aber nicht, was ich verstehen kann, die Folgen könnten schon unangenehm sein für ihn.

    Irgendwie hab ich das VarroMed da so etwas als "offiziell empfehlbare Lösung" verstanden, aber vielleicht hab ich das ganze auch überinterpretiert.

    Raupenstapler kannst du theoretisch von westerhoff bekommen.

    Die werden da aber wohl auch eher einzeln zusammengeschraubt, hab von langen Wartezeiten gehört.

    Und billig sind die auch nicht.

    Deren Vorteil ist der geringe Stauraum, aber die sind recht schwer.

    Ich bin ziemlich zufrieden mit dem ganz kleinen multione, der hebt 250 kg, wiegt aber keine 400kg.

    Wenn man nicht mit großem Lkw unterwegs ist, dann finde ich die Relation sinniger.

    Bin ich der Einzige, der den Honig nicht im Eimern lagert?

    Ich fülle direkt ab, d.h. der Honig wird gerührt und kommt dann ins Glas. Auf die Kartons kommt die Chargenbezeichnung, Menge und Erntezeitpunkt dazu sind dokumentiert.

    Mach ich auch so.

    Nur die Überschüsse, die ich absehbar nicht vermarktet bekomme, gehen im Hobbock an Kollegen.

    Ich hab mir Paletten gebaut, darauf passen dann jeweils ca. 500 Gläser, also ein 250kg-Abfüller als homogene Charge mit gleichem MHD als Losnummer.

    Das MHD ist also für mich die entscheidende Angabe auf jeder Palette, alles weitere (Sorte, Erntedatum, Wassergehalt, Anzahl Gläser) steht zwar auch noch drauf, das findet sich aber auch noch mal extra in den Unterlagen.

    Da freut sich die Biokontrolle immer, wenn alles schön sauber und nachvollziehbar ist und ordentlich dokumentiert:)