Beiträge von olle flachzarge

    Mittelfristig wird es unter 70 Völkern bleiben.

    Räumlichkeit zum Schleudern (2,60 x 4,00) 10m², weitere Räumlichkeiten für Lager, Wachs- und Holzarbeiten vorhanden.

    Finanzbudget - Investitionen werden aus dem gesamtheitlichen Ertrag gestemmt (also begrenzt aus Berufseinkommen und Imkereiertrag) in Zahlen - für dieses Jahr sind 4k€ vorgesehen, davon gehen schonmal 1k in die Renovierung und Hygienegrundausstattung des Schleuderraums.

    Oha,

    das wird räumlich aber recht eng.

    Und das Budget ist meiner Meinung nach zu knapp.

    Ich kenne deinen Raum nicht, aber da würde ich mal locker eine Null dranhängen. Oft wird der Aufwand zum Umbau selbst von bestehenden Gebäuden falsch eingeschätzt, das kann auch problemlos mehr Geld kosten, als das Material, das da später drinsteht.

    Ich gehe natürlich von einer wertigen, langfristigen Lösung aus...

    Hatte letzte Woche ein ziemlich langes und informatives Gespräch mit meinem Lebensmittelkontrolleur. Er hat mir die Nutzung von irgendwelchem rohen Holz komplett untersagt - also entweder muss ich es "dick" lackieren, oder weiche auf Edelstahl/Kunststoff aus.

    Na, hoffentlich sind deine Rähmchen auch aus Edelstahl, wenn der Honig beim Schleudern sogar direkt mit denen in Berührung kommt.

    Anders als bei der Palette, die nur auf dem Boden rumliegen...

    Die von dir genannten Antworten kenne ich auch von "Kollegen" wenn ich sie für Betriebsvorstellungen anfrage....."baue gerade um", "kann man nicht zeigen wie es bei mir aussieht" und "will mir nicht in die Karten schauen lassen" führen dann so den Chart der ablehnenden Äußerungen an. Erstaunlicherweise finden sich dann genau diese Aspiranten später in den ersten Sitzreihen wieder wenn ein anderer eine Vorstellung macht :cursing::cursing::cursing:

    Isso.

    Und leider kann einem das manchmal etwas die Lust nehmen, Einblicke zu gewähren. Geht ja nicht nur um Technik, auch um Betriebsweise und Vermarktung. Im Grunde hab ich kein Problem damit, auch meine betriebswirtschaftlichen Kennzahlen offenzulegen, aber wenn das Gegenüber dann noch nicht mal weiß, wie viele Völker es bewirtschaftet ("ich bin so schlecht im zählen"), dann vergeht einem die Lust auf Transparenz.

    Die Imkerei mach ich ja nur nebenbei, aber in meinem Broterwerb gibt's das genauso. Manchmal einfach nicht auf Augenhöhe...

    Ich hab da mal einen Faden gestartet, zur Schleudertechnik in Nebenerwerbsimkereien, aber da wollte auch keiner was zeigen:/...

    Moin.

    Gedankenspiel:

    Wenn ich mit einem eher kleinen Brutraum arbeite (z.B. eine Flachzarge), dann gebe ich ja üblicherweise vorm Einfüttern zusätzlichen Raum, in den dann aufgefüttert wird.

    Wenn ich aber die Völker in diesem engen Raum halten und dann darin kräftig auffüttern würde, dann sollte es möglich sein, die weitestgehend brutfrei zu bekommen. Wenn ich dann z.B. Mitte August die letzten Brutreste ausschneide und brutfrei behandle, dann könnte ich eine Zarge mit ausgebauten Waben untersetzen, in der dann vermutlich ein neues, großes Brutnest angelegt wird.

    Man hätte ein paar Wochen ordentliche Bärte an den Beuten, aber schwärmen werden die deswegen nicht mehr...


    Gibts sowas als Konzept?

    Dank und Gruß,

    Thomas

    Ich beobachte immer wieder das gleiche Phänomen: Wenn der Honigverkauf irgendwann im Sommer aufs Neue beginnt, herrscht kurze Zeit ein reger Umsatz, bis der Markt in der Umgebung dann relativ schnell gesättigt ist. Irgendwann geht es dann wieder los, und es wird nach und nach mehr Honig abverkauft, aber mit abnehmender Geschwindigkeit.

    Ich arbeite mit diversen kleinen Läden in der Umgebung zusammen, aber die haben jetzt eben diesen Sättigungspunkt erreicht, und jetzt habe ich noch dutzende Honigeimer voll im Keller, und keinen Plan, wie ich das zu Geld machen kann.

    Das verstehe ich nicht ganz:

    Du willst deinen Honig direkt nach der Ernte im Glas möglichst sofort komplett an Läden verkaufen?

    Oder wieso "beginnt" der Honigverkauf für dich im Sommer.

    Gerade Läden wollen doch aber möglichst das ganze Jahr hindurch regelmäßig beliefert werden, ich mach das z.b. monatlich.


    Und noch ein anderer Aspekt:

    Ich prognostiziere mal einen deutlich gesteigerten Honigabsatz fürs nächste halbe Jahr, coronabedingt natürlich.

    Auch die sonst übliche Sommerflaute ist ausgefallen.

    Ich hätte gern einen größeren Lagerbestand...

    Ich bin erstaunt:


    Seit doch schon einigen Jahren vermarkte ich meinen Honig mit eigenem Etikett, auf dessen Gestaltung ich schon einigen Wert gelegt habe, und das ich ganz gelungen finde.

    Bei den Kunden kommt's gut an, besonders die Touristenläden melden zurück, dass da gern mein Honig gekauft wird, als Mitbringsel, eben auch deswegen.

    Verbunden ist das mit einem Verweis auf meine (ganz bescheidene) Homepage und dem dafür verwendeten Namen mit Reigionalbezug.

    Soweit, so gut.


    Immer öfter wird mir aber zurückgemeldet, dass Imkerkollegen mehr oder weniger direkt diesen Marktauftritt kapern: Ihr Name mit Regionalbezug ist sehr dicht an meinem, auf facebook und Instagram (wo ich nicht vertreten sein möchte) tauchen Imker mit genau meinem Regionalnamen auf, in einem Krankenhaus wird unetikettierter Honig verkauft, mit einem Werbeplakat, auf dem mein Honig mit meinem Etikett (und meinem Biosiegel) zu sehen ist...


    All das stört mich mäßig, wirtschaftlich fühle ich mich nicht wirklich geschädigt, der Absatz läuft ja ziemlich gut, aber ich wundere mich darüber.

    Jetzt meine Frage:

    Ist das so üblich?


    Ganz sicher will ich da kein Fass von aufmachen, aber ich würde nur gern wissen, ob diese Form der "Kreativlosigkeit" (um es mal sehr vorsichtig auszudrücken) allgemein verbreitet ist.


    Dank und Gruß,


    Thomas


    Welche Adapter hast du nei den Tanks verwendet auf die Scheibenventile?

    Ich hab keine käuflichen gefunden, die hat mir mein Schlosserkumpel, der in seinem Betrieb auch für die Lebensmittelindustrie fertigt, zusammengeschweißt.

    Scheibenventil auf Grundplatte, die dann statt Quetschhahn an den Abfüller.

    Kostet mehr als der Tank selbst...


    wie machst du das mit den Paletten vor der Tür? Sammelst du die Honigräume mit dem Hänger ein und stellst sie zuhause auf Paletten, die dann mit einer Ameise verschoben werden?

    Die abgenommenen Honigräume werden im geschlossenen Jumper auf Paletten gestellt, darauf können sie dann mit dem Kompaktlader entladen und in den Schleuderraum gesetzt werden.

    Geht aber auch von Hand:rolleyes:...

    Naja,

    es geht wohl auch immer darum, wen man mit der Etikettengestaltung ansprechen will und was man vermitteln möchte.

    Den Zusammenhang "Je dezenter das Etikett, desto edler und teurer das Produkt", den haben sogar schon meine Kinder im Grundschulalter kapiert.

    Aber nicht jeder möchte Manufactum.

    Wer eher so auf wacklige-Campingtisch-auf-dem-Parkplatz-vorm-Discounter-Vermarktung steht, der nimmt eben DIB oder viele bunte Schriftarten. Signalisiert: Keine Sorge, ist nicht teuer;)

    Ich führe meine Völker auf zwei Flachzargen als Brutraum.

    Für ein paar Jahre hab ich mal ein dutzend Dadantvölker nebenbei gemacht, aber das hab ich wieder gelassen.

    Dieses Jahr mal probeweise Völker auf einer Flachzarge, auch das werde ich wieder lassen.

    Überwintert wird klassischerweise auf drei Zargen, ehemaliger Honigraum (mit den beim Schleudern wegen Polleneintrag aussortierten Waben) wird aufgesetzt, dann aufgefüttert, im Frühling kommt die untere Zarge raus.

    Zweizargige Überwinterung geht aber auch gut.


    Meine Betriebsweise hat gewisse Ähnlichkeiten mit der von ManfredT , insbesondere die recht frühe Trennung in Brutling und Flugling.

    Die Frage nach dem verminderten Honigertrag kommt da immer. Vergleichsversuche hat's ja inzwischen einige gegeben (Radke, Schmidt-Bailey,...), die kommen meist zu dem Schluss, dass der Verlust nicht so entscheidend ist.

    Enscheidend für mich ist aber vor allem die enorme Zeitersparnis bei einer Völkerführung, die dem natürlichen Schwarmgeschenen recht nahe kommt.

    Grundlage jeder Betriebsweise sollte ja die Bestrebung sein, die Bienen gesund zu halten und störende "Emissionen" wie Milben, Faulbrutsporen und freie Schwärme zu verhindern.

    Dann kommt die betriebswirtschaftliche Betrachtung, und da interessiert der Quotient aus Betriebsgewinn und der dafür benötigten Arbeitszeit. Werte wie "Ertrag pro Volk" sind da eher zweitrangig.


    Flachzargenbetriebsweisen sind auch unterschiedlich, aber es sind immer Magazinbetriebsweisen, wo eher in Schichten als in Einzelrähmchen gedacht wird.

    Wer meint, wöchentliche Komplettdurchsichten machen zu müssen, der liegt damit eher nicht so gut...

    Ich verstehe schon, dass konkrete Zahlen von Interesse sind. Und auch der Futterzucker muss ja nach einer gewissen Faustformel bestellt werden (und sollte jetzt bereitstehen):

    Ich rechne mit 20kg Zucker pro Volk. Den rühre ich selbst 3:2 an und füttere direkt nach der letzten Ernte Recht zügig in drei Gaben in der Nicotfutterzarge auf.

    Spätestens Mitte August bin ich damit fertig.

    Das geht, weil meine Völker mit recht viel Platz in den Winter gehen (bei mir drei Flachzargen).

    Ich behaupte mal, die Witterungsverläufe der letzten Jahre hatten alle das Zeug zu Varraojahren, auch dieser wieder.

    Hab aber gerade mal meine eingfrorenen Fangwaben aus dem Brutling-Fluglingverfahren zerbröselt und begutachtet, da war nix (ganz anders als in anderen Jahren!). Auch aufsitzende Varroen hab ich nicht (das wäre dann aber auch akut).

    Letztes Jahr wars zumindestens bei mir schlimmer.

    Trotzdem natürlich: Wachsam bleiben!


    Naja, wenigstens hab ich mir jetzt mal frittierte Brut gemacht und weggesnackt.

    Lecker.