Beiträge von olle flachzarge

    Ich glaub, das sind zwei verschiedene Systeme.

    Ich hab ja nicht im eigentlichen Sinne Klärfässer, die kontinuierlich unten abgelassen werden können (z.b. in Hobbocks), sondern 250-kg-Tanks, in denen gerührt und die dann jeweils restlos als ein Los auf 500 500g-Gläser gefüllt werden. Die müssen vor dem Rühren noch leicht abgeschäumt werden.

    Im Feinsieb bleibt vorher noch viel hängen, was der Sumpf durchlässt.

    Außerdem find ich's schon gut, dass nicht doch so'n Bienenbein oder so mit durchrutschen kann.

    Der Lyson Sumpf ist ja irgendwie streng genommen auch eher ein mehrstufiger Vorfilter mit drei Sieben. Die sind's auch, die irgendwann zu sind. Aber wir gesagt: mir reicht die Tageskapazität.

    Läuft die Dana Matic dabei permanent oder schaltest du sie irgendwie? Welcher Sumpf ist das? (Lohnt der Aufwand mit dem nachträglichen Sieben?)

    Ich stelle manuell den Prozentwert der Leistung ein. Wenn der Honigpegel zu tief sinkt, dann regel ich runter, droht der Sumpf überzulaufen, dann dreh ich hoch. Kein Aufwand, vielleicht alle halbe Stunde mal kontrollieren. Ist ja ein träges System. Siebkübel sollen ja möglichst kontinuierlich befüllt werden, stoßweise wäre ungünstig.

    Der Sumpf ist von Lyson.

    Vorher hab ich mit einem einfachen Vorfilter gearbeitet, da musste hin und wieder das Grobsieb gesäubert werden. Ausschlaggebend war aber, dass ich mit dem Sumpf den Honig auf 32 Grad erwärmen kann, da läuft er besser durch den Siebkübel und klärt sich besser.

    Ja, das Sieben lohnt, es muss kaum noch etwas abgeschäumt werden.

    Also ich zumindest wollte ja nicht über das ob diskutieren (so einiges, was imker so machen, finde ich inzwischen überflüssig, kommentiere das aber nicht). Trotzdem:

    Biosirup gab's bis vor ein paar Jahren kaum, daher haben viele Bioimker Zucker gerührt, als konventionelle das nicht mehr gemacht haben. Ich sehe da aber immer noch Vorteile:

    Trockener Zucker kann gut transportiert und gelagert werden. Bei Bedarf ist er schnell angerührt, macht eigentlich gar keine zusätzliche Arbeit. Auch mit kaltem Wasser.

    Überwinterungsprobleme hab ich damit nicht, ich füttere aber auch bis Mitte August auf, da ist Zeit genug.

    Billiger ist's wohl auch.

    Nur die Pumpe musste halt mal ersetzt werden.

    rekmi's Tip erscheint mir da hilfreich.

    Aber wie gesagt: Wer mit Sirup zufrieden ist, der soll dabei bleiben.

    Hast Du das Holz irgendwie versiegelt um es „glatt und leicht zu reinigen“ zu bekommen?

    Nein.

    Rohes Holz, sauber gehobelt, nicht geschliffen.

    Das lässt sich gut abwischen, das reicht. Honig ist ja kein Hackfleisch.

    Ich bemühe mich, sauber zu arbeiten, dann muss das nicht im totalen Kleb enden.

    Und außerdem sind die Böcke ja schnell neugebaut, wenn nach Jahren doch was ist...

    Da kann man schon recht neidisch werden, aber bei der Hub- und Fördertechnik ist noch Luft nach oben. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, um eben diese und andere Körperteile nicht zu schädigen. Du hast doch offensichtlich alle Möglichkeiten. Da sehe ich noch Potential.

    Ist vielleicht nicht ganz deutlich geworden: Außer dem Abstapeln der Honigräume von den Paletten (was man ja nicht müsste), hebe Ich nix mehr. Wird alles gepumpt.

    Das schwerste sind dann am Ende die gefüllten Glaskartons, mit 9kg aber eher vernachlässigbar im Vergleich zu dem, was man im echten Leben so schleppt (Holz lässt sich leider nicht pumpen).

    Allgemein freut es mich, dass es euch gefällt. Ein Grund mehr, andere Konzepte kennenzulernen.

    'ne Tonne am Tag mit dem Messer ist mehr als sportlich. Da ist der Tennisarm vorprogrammiert.

    Damit hatte ich noch nie Probleme. Hab ja im Hauptberuf 'ne Tischlerei, Zwingenanziehen trainiert ;-)

    Wenn, dann sinds am Ende doch wieder die Siebe...

    Kannst du noch dazu schreiben, für wieviele Völker und ca. Honigkapazität du das nutzt.

    70 Völker.

    Wie so viele.

    Relativ klar, bei der Steuergesetzgebung in Deutschland

    So,

    ich hab mal irgendwann Fotos und Beschreibung angekündigt. Da jetzt einige Nachfragen per Konversation kamen, stell ich jetzt einfach mal meine Technik in meinem Schleuderraum hier offen vor. Andere mögen gern mal ihre Konzepte präsentieren, zwischen Handschleuder mit Doppelsieb und Schleuderstraße gibts ja doch jede Menge Zwischenschritte.

    In der Berufsimkerei ist natürlich alles noch mal professioneller, bei mir sollen so 1000kg Spitze pro Tag möglich sein.

    Bei der Konzeption war mir wichtig, die einzelnen Elemente möglichst vielseitig zu nutzen (z.B. Dana Api Matic). Bei der insgesamt doch überschaubaren Honigmenge von einigen Tonnen pro Jahr wirds sonst betriebswirtschaftlich fragwürdig.

    Die Fotos sind nicht dolle, aber sie sind halt im laufenden Betrieb entstanden.



    Rein gehts durch eine Doppelflügelige Tür, die breit genug für eine Europalette quer ist. So können Gläser, vor allem aber die vollen Zargen schnell eingefahren werden. Der Boden ist befahrbar und mit Epoxydharz versiegelt. Platz genug zum Einstapeln von vielen Honigräumen ist vorhanden.



    Entdeckelt wird mit dem Speedking, in diesem Jahr habe ich auf 9er Dickwaben im 10er Langstroth umgestellt, da braucht man dann die Gabel zum Nacharbeiten fast garnicht mehr. Meine rähmchen sind 25mm breit.



    Die Schleuder und die Selbstwendeschleuder (für 12 Flachzargenrähmchen) entleeren in den beheizten Sumpf.


    Aus dem Sumpf pumpt die Abfüllmaschine den Honig langsam in einen höherstehenden Siebkübel, von wo aus er in 250-kg-Tanks abgefüllt wird. Darin wird er dann abgeschäumt und mit Rührspirale im Handrührgerät gerührt.



    Das Entdecklungswachs presse ich seit diesem Jahr mit einer Hydropresse aus, die im Herbst auch zum Saftpressen benutzt wird. Das geht richtig gut, machen ja auch einige Heideimker zur Presshoniggewinnung so.



    Ist der Honig dann fertig gerührt oder wie im Bild der Robinienhonig flüssig abfüllfertig fülle ich die gesamte Ernte mit der Dana Api Matic 1000 und dem neuen kleinen Drehtisch direkt in Gläser ab. Der funktioniert gut, reicht für meine Mengen völlig aus. Gerade beim Frühtrachthonig ist's eine schöne Erleichterung, so muss man nicht mehr nachts um zwei abfüllen...

    Soweit, ich freue mich über andere Fotos und Konzepte,


    Grüße,


    Thomas

    Ich würde noch einen Schritt weiter gehen und den Gewinn durch die Anzahl der Arbeitsstunden teilen. Im Handwerk beispielsweise ist das üblicherweise die entscheidende Kennzahl, vor allem bei kleinen Ein-Personen-Betrieben.

    Ich ernte keine 80kg pro Volk, eher das, was die Literatur (und z.B. meine Biokontrollstelle) als üblichen Schnitt eines Hauptsächlich-Standimkers in meiner Region angibt, kann mich aber auch immer nur wundern, wieviel Zeit Andere anscheinend mit ihrer Imkerei vertüdeln...


    Zurück zum Ausgangsthema: Ich fand den April ermutigend (gut angetragene Honigräume), den Mai ziemlich enttäuschend (Frühtracht unterdurchschnittlich, Robinie auch), den Juni aber gut.

    Meine im Mai gebildeten Fluglinge haben bis jetzt z.T. fünf Honigräume gefüllt.

    Sehr gut dieses Jahr anscheinend der Buchweizen. Da werde ich morgen die dritten Honigräume draufsetzen. Das musste ich noch nie.

    Diese Siebkübel sind mir noch etwas suspekt und die die anderen Siebe zu unpraktisch oder zu anfällig.

    Der Witz beim Siebkübel ist ja der, dass das Wachs im Honig aufschwimmt, bevor es das Sieb verstopfen kann. Wenn also der Durchfluss ausreichend schwach ist, dann gehen da schon einige hundert Kilo durch.

    Ich schleudere inzwischen mit Sumpf und Pumpe und Filter, aber für einen kleinen Hobbyimker finde ich die Lösung schlüssig.


    So einen Siebkübel kann man sich auch leicht selberbauen:


    (Der Siebkübel auf dem Bild ist uralt und natürlich schon lang nicht mehr in Benutzung!)


    An einem 40-kg-Hobbock (passt unter die meisten Schleudern) wird oben seitlich ein Quetschhahn befestigt. Der Plastikdeckel wird bis auf den Rand weggeschnitten, in das entstandene Loch wird ein Spitzsieb gehängt.

    Unter den Quetschhahn können jetzt z.B. 25-kg-Eimer gestellt werden, die im laufenden Betrieb gefüllt werden.

    Besonders gut funktioniert das, wenn der Siebkübel erstmal mit sauberem Honig gefüllt wird, bevor er zu sieben beginnt. Dafür habe ich dann doch noch das Doppelsieb benutzt, das war dann meist verstopft, wenn der Kübel voll war. Ab dann hab ichs einfach weggelassen.


    Thema Edelstahl: Mein Honig kommt (außer mit den Pumpschläuchen) nur noch mit Edelstahl in Berührung. Ich find das gut.

    Lebensmittelechter Kunststoff ist jetzt aber auch nicht sooo kritisch, und Edelstahlsiebkübel und Edelstahlabfüller machen nur dann Sinn, wenn dazwischen nicht im Plaste-Hobbock gelagert wird...


    Gruß,

    Thomas

    Moin,

    ich aktivier hier mal einen alten Faden:


    Als Bioimker rühr ich mein Futter selbst an. Das soll auch nicht Thema der Diskussion sein...

    Wer kann konkret eine Tauchpumpe empfehlen, die das Zuckeranrühren wirklich lange aushält? Ich habe bis jetzt jede Tauchpumpe nach einigen Tonnen Sirup geschrottet, was finanziell egal ist, aber doch ziemlich an meinem Ökogewissen kratzt.

    Die Pumpe hab ich nach einigem Rumprobieren ganz oben im Fass befestigt, so dass sie eher dünne Lösung ansaugt und diese dann durch ein kurzes, dickes Schlauchstück in den unteren Bodensatz spült.

    Noch funktioniert die letzte Pumpe, aber wenn die auch wieder aufgibt, dann würde ich gern langfristiger investieren.


    Danke,


    Thomas


    Mein Vater, als Physiker in der Entwicklung bei einem großen Pumpenhersteller tätig, schüttelt eh nur den Kopf, wie man eine Tauchpumpe so misshandeln kann...

    Auch der von meinem Robinienwanderstand in Brandenburg geerntete Honig hat diesen Goldstich. Schon beim Abholen der Bienen ist mir die Farbe aufgefallen, und zwar bei einem dort ansässigen befreundeten Imker, der schon geschleudert hatte.

    Erntemenge und Reife nicht ganz so perfekt wie im letzten Jahr, aber da hat das letzte Jahr auch einfach krasse Maßstäbe gesetzt...

    Als ich auf Pfandgläsper umgestellt habe hat mir das auch reichlich Kopfzerbrechen bereite:

    Ich liefere Honig im Pfandglas an einen Wiederverkäufer und berechne 15 cent brutto (inkl. 10,7%) Pfand pro Glas.

    Später hole ich die zurückgegebenen Pfandgläser im Laden wieder ab (z.B. ohne gerade neu zu liefern). Jetzt zahle ich dem Ladner wieder 15 cent brutto pro Glas zurück. Aber der kann ja nur 7% (oder 19%) ausweisen, 10,7% jedenfalls nicht. Da ergibt sich doch eine Differenz?

    Die möglichen Umsatzsteuerfehlsummen sind aber wohl so klein, dass ich das Thema dann nicht weiter verfolgt habe.


    Grüße,


    Thomas