Beiträge von olle flachzarge

    Bevor ich den Drehtisch für die API Matic angeschafft habe, hab ich mit Hilfe des Fußschalters abgefüllt.

    Arbeitsplatz gut eingerichtet, möglichst alles griffbereit, auf dem Hocker sitzend, rechte Hand Gläser, linke Hand Deckel, Maschinenbedienung per Fuß.

    War ok.

    Jetzt, mit dem Drehtisch, kann man natürlich besser Kartons vor- und zurückstapeln und so.

    Da sitzt man ja nicht mehr davor...

    Solange die Völker sich vom Futterteig ernähren dürfte Schwarmstimmung nicht aufkommen, hierzu gehört neben einem Überschuss an Ammenbienen auch ein Überschuss an frischem Nektar. Hungerschwärme nicht ausgeschlossen.

    Stichwort Hungerschwarm.

    Gibt es dafür wirklich Belege, oder ist das nicht einfach nur Imkermythos?

    Aus Futterknappheit stellt die Königin die Eilage ein, die letzten Futterreste werden getankt, das Volk lässt die vorhandene Brut im Stich, zieht bei widrigen Wetter aus, um dann in einigen Kilometern Entfernung neuen Wabenbau aufzubauen, weil da dann die Tracht in Strömen fließt?

    Klingt irgendwie alles nicht so plausibel.

    Ich glaub, die verrecken einfach in ihren Waben...

    So, wie du da auf dem Foto misst, ist das auch eher eine Schätzung.

    Um das Maß von Mitte zu Mitte zu erhalten, kannst du in einem solchen System auch von jeder anderen beliebigen Kante messen, z.b. jeweils der linken Kante des Oberträgers.

    So kannst du sogar mit dem Messschieber messen, wenn du's genau wissen willst.

    Die Zimmerleute nennen sowas das Sprungmaß.

    IMG_20210425_164342~2.jpg

    Bienen können Brutwaben wieder ausräumen. Und das tun sie auch, wenn ihnen danach ist.


    Gruss

    Ulrich

    Das hatte Bretschko natürlich auf dem Schirm.

    Beschreibt er ja auch und schreibt auch, dass die Steuerungsmechanismen dafür noch nicht ausreichend erforscht seien.

    Die mathematische Formel für die Eiablage zu Bretschkos Messungen und seiner Tabelle kommt von Bergmann ("Moderne Betriebsweise im Magazinbetrieb..."), auf die beruft sich ja z.b. Bernhard mit seiner Berechnung der Schwarmstimmung.

    Da heißt es, dass Bretschko in der Ausgabe von 1978 vom "Magazinimker" diese straffe Abhängigkeit beschreibt. "Sein Ziel war es weniger, einen Reiz zu erforschen, sondern einen Messwert zu finden, der ihm Auskunft über den Zeitpunkt geben sollte, wann der damals praktizierte Tausch der Brutraumzargen erfolgen sollte".


    In meiner Ausgabe der "Naturgemäßen Bienenzucht" von 1996 findet sich dazu nichts mehr, umgekehrt der Hinweis darauf, dass die Eiablage der Königin nicht gleichmäßig, sondern in Schüben mit stark schwankenden Tagesraten erfolge.

    "Der asynchrone Rhythmus der Eiablage verschiedener Königinnen am selben Standort (...) ist ein starkes Indiz dafür, dass Umweltfaktoren gegenüber den erblichen Faktoren eine eher untergeordnete Rolle spielen dürften.".


    Also: alles eher unklar...

    Meine ist ja ein paar Jahre alt, weiß also nicht, ob das aktuell noch genauso ist:


    Es gibt 8 Programme, die du aber auch selbst umprogrammieren kannst.

    Ich schleudere meistens 320s, ganz selten mal länger, kürzer auch eher nicht, das passt für mich ganz gut zum Speed King und den anfallenden Arbeiten, wie Zargen Umpacken und so. Entdeckeln geht nur unwesentlich schneller.

    Mach das eigentlich immer alles alleine.

    Wabenbruch hatte ich bei meinen ungedrahteten Rähmchen so gut wie nie.

    Ich wüsste nicht, was mir da an Steuerung fehlen sollte, bin aber auch nicht so der technik-nerd...

    Hallo,

    Ich hab genau die, die Lyson Classic Selbstwende Sechser.

    Ich schleudere damit 12 flachrähmchen auf einmal aus. Alles toll. Nix negatives zu berichten nach einigen Jahren und einigen mehr Tonnen Honig.

    Würde ich genauso wieder nehmen...


    Gruß,

    Thomas

    Es kommt wahrscheinlich auf die jeweiligen Gegebenheiten an, und auf die Ziele, die man verfolgt.


    Ich wende ein sehr ähnliches Verfahren jetzt seit ca. zwölf Jahren oder so an, konsequent immer bei allen Völkern, und finds gut. Hab ich hier auch irgendwann mal kurz verlinkt und einige Stichpunkte zu meinen Zielen geschrieben.


    Zu deinen Fragen:

    Die Honigräume sind ja drauf auf dem Flugling, da sollte auch noch Platz sein, dann wird da auch kräftig eingetragen. Das Brutnest sollte dann nicht verhonigen.

    Ich hab einige Jahre auch immer Dadantvölker mitlaufen gehabt, für die hatte ich Rähmchen mit Schiffskieloberträger, da wurde schön und kräftig gebaut, wenn vorhanden alle zehn, aber du kannst auch schieden.

    Sonst mache ich Flachrähmchen und Mittelwände.

    Sollte die Schwarmlust schon zu weit fortgeschritten sein, dann macht das bei den Fluglingen eigentlich keine Probleme, ist ja als Schwarmvorwegnahme auch ein Notbremsverfahren.

    Bei meinem Vorgehen bildet ja die alten Brutwaben mit ansitzenden Bienen einen Brutling, und da gibts Probleme, wenn das Brutnest zu weit Richtung Schwarm entwickelt ist. Aber das muss ja für dein Verfahren nicht gelten...


    Probiers aus!

    Nur zur Vollständigkeit, auch wenn das nicht für jeden die passende Lösung sein wird: Es geht auch ganz ohne Abstandshalter und Rechen. Frei nach Auge z.b.. Das hab ich lange Jahre so gemacht, war OK. Der Bretschko (Godfather of flachzarge) hat das so empfohlen.

    Inzwischen hab ich zwar überall Polsternägel dran (2 pro Flachrähmchen), aber im HR benutze ich ein Spacing Tool.


    Ach: Drähte braucht es nicht. Im Flachrähmchen nicht, im Halbrähmchen erst recht nicht. Egal ob Naturbau oder Mittelwand.

    Der kleine Wabenheber von Jakel (aber nicht deren großer Wakant-klingonen-kampfmeißel).

    Das ist für mich der ultimative Stockmeißel.

    Den hab ich wirklich vermisst, als ich ihn verlegt hatte.

    Hab jetzt sechs oder so in Reserve davon...