Beiträge von olle flachzarge

    Am Kredit-vergeben finde ich überhaupt nichts schlimmes. Ich würde nur keinen nehmen wollen, um eine Imkerei aufzubauen. Aber auch da spreche ich nur für mich, 37 Jahre und beruflich gut strukturiert mit Familienplanung. Wenn ich mit 16 schon Imker gelernt hätte, hätte ich bestimmt einen Kredit aufgenommen.

    Sehe ich eher umgekehrt: Bei einem rechtzeitigen Start kann das organische Wachstum ohne Fremdkapital in der Imkerei recht gut funktionieren, wahrscheinlich besser als in vielen anderen Berufen.

    Die Aufbaujahre sind halt karg, weil alles Liquide in den Betrieb geht.

    Man sollte aber nicht zu lange warten.

    "Wer also erst mit 40 oder 50 Jahren mit dem Aufbau beginnt, kommt oft nicht mehr in den Genuss seiner strapaziösen Aufbauarbeit." (Imker-praxis, Wallner & Spannblöchl)

    Oft wird (auch hier) so sehr auf den Investitionen rumgekaut, daraus ergeben sich ja die Abschreibungen.

    Wenn man einfach über den Daumen tausend Euro pro Volk als Anlagevermögen einplant, und das kalkulatorisch (fiskalisch interessiert ja kaum jemanden) gemittelt auf zehn Jahre abschreibt (wird in echt wohl deutlich langfristiger sein, denke ich), dann relativiert sich da viel. Pro Kilo Honig bleibt da nicht sooo furchtbar viel.

    Ausschlaggebend für den Preis ist vor allem die Arbeitszeit.

    Eigentlich ist die Völkerzahl nicht so ausschlaggebend, sondern der Gewinn pro Zeit.

    Und da gibt's einfach sehr unterschiedliche imkerliche Ansätze.

    Der Golz z.b. hat da ja viel drüber geschrieben, Stichwort wirtschaftliche Extensivbetriebsweise.

    Da gibt's spannende Konzepte.

    Umgekehrt gibt's Imker, die zwanzig Völker nebenher machen und meinen, dafür ihre gesamte Freizeit opfern zu müssen.

    Nur an der Völkerzahl kann man das nicht festmachen.

    Dann hattest du eine schlechte Schule. Allerdings ist tatsächlich auch viel Wiederholung dabei. Außerdem haben die Schulen ein Interesse daran möglichst viele der Schüler auch durch die Prüfung zu bekommen, damit der Ruf nicht leidet. Davon kann man ableiten, wie es um die Anfoderungen bestellt ist. Da das grundsätzliche Prinzip überall gleich ist, dürfte das branchenübergreifend sein.

    Wenn teilweise 50% des Jahrgangs die Prüfung nicht bestehen, dann ist das aber schon eine Ansage.

    Ich finde den Meisterzwang ja auch fragwürdig, aber die Meisterschule fand ich ziemlich gut, wir hatten z.T. richtig tolle Dozenten.

    Nicht unbedingt für meine praktische Arbeit (da bin ich auch zu sehr in einer Nische), aber für so einen Rundumblick für Selbstständige: Betriebswirtschaft, Recht, Steuern.

    Da hab ich sehr viel gelernt, für die ersten selbständigen Jahre (Ein-Mann-Betrieb damals) hat's gut gereicht, um alles selbst zu machen.

    Ich glaube, gerade Idealisten unterschätzen diese Themen gerne...


    Aber in der Ursprungsfrage ging es ja gar nicht um den Meisterbrief, sondern um den Facharbeiterbrief.

    @ alle Berufsimker:

    Muss man als Berufsimker eigenlich einen "Meister" in der Tasche haben?


    Rolf

    Um das zu beantworten, muss man kein Berufsimker sein.

    Der Tierwirt gehört zu den landwirtschaftlichen Berufen, nicht zu den handwerklich (was die Kammerzuständigkeit angeht).

    Der Meisterzwang wurde 1935 aber nur im Handwerk eingeführt und gilt (mit einigen Modifikationen) bis heute.

    In der Landwirtschaft ist der Meistertitel nicht verpflichtend, befähigt aber z.b. zur Ausbildung.

    Äh, Irrtum. Du hast doch recht. Aber der Hebel ist zu klein. Das kann nicht halten.

    Doch.

    In der Theorie vielleicht nicht, in der Praxis aber schon;-)

    Wie oben geschrieben: entweder den Gurt einkürzen (weil man z.b. immer nur maximal dreizargige Völker transportiert) oder zumindest das Gurtende so durch den Alubügel ziehen, so dass nur wenig unter Spannung aufgewickelt ist.

    Hab ich gestern mal versuchsweise gemacht, der gespannte Gurt singt immer noch wie eine Gitarrensaite.

    Geliefert wird der Gurt in einer Länge, mit der man 2m hohe Zargetürme gurten könnte. Das wäre für meine Praxis zuviel.

    Das "Problem" beim Swienty-Gurt ist ja, dass sich die Spannung dadurch verringert, dass der aufgewickelte Gurt nachrutscht.

    Der ist auch reichlich lang, dadurch kann mehr nachgeben.

    Man könnte ihn wohl deutlich einkürzen. Oder das überschüssige Ende durch das Spannteil ziehen, dass es nicht mehr auf der gespannten Seite ist.

    350daN(kg) Bruchlast klingt doch OK.

    Ich behaupte aber gespannt wird genau anders herum als olle flachzarge es zeigt. Also Eingaben wie auf dem 3. Bild und dann in die Stellung bringen vom 2.Bild. sonst baut sich kein Zug auf? Das blöde an der Konstruktion ist, das der eigentliche Hebel durch den darum gewickelten Gurt wieder "Lose" erzeugt.

    Hast du den Gurt schon mal in der Hand gehabt?

    Hilft vielleicht...

    pasted-from-clipboard.jpg

    So wird der Gurt um die Beute gelegt,


    pasted-from-clipboard.jpg


    Dann so zusammengesetzt


    pasted-from-clipboard.jpg


    und dann so gespannt.

    Das ganze geht sehr schnell und ohne Getüdel, theoretisch auch mit Handschuhen. Das Gurtende muss nicht aufgewickelt werden.

    Allerdings ist die Spannung nicht so hoch wie bei Ratschengurten. Man kann nachspannen, indem man nach dem ersten Festziehen noch mal in einem anderen "Zahn" nachzieht, aber auch dann ist mir das ganze für falzlose Zargenstapel etwas locker.

    Sonst aber gut, finde ich.