Beiträge von olle flachzarge

    Es geht einzig und allein um die pauschale Umsatzsteuer von 10,7%.

    Hinter diesem Satz verbirgt sich eine Mischkalkulation von 7% und 19%.

    [...]

    Somit gehe ich auf keinen Fall davon aus, dass jetzt alle Anwender der pauschalen Umsatzsteuer mit 19% belastet werden. Vorstellbar wären eher 12 oder 13%.

    Also nochmal: Derjenige, der also landwirtschaftlicher Urproduzent die umsatzsteuerliche Veranlagung nach Durchschnittsatz nutzt, wird faktisch gar nicht mit Umsatzsteuer belastet, weil er sie brutto für netto einbehält. Ich kalkuliere also meinen Honigpreis nicht netto (wie ich das in meinem Haupterwerbsbetrieb mit meinen Preisen tue), sondern als Bruttopreis. Die Läden, die ich belieferte, ziehen sich aber erst mal die Vorsteuer und kalkulieren dann auf dem Nettoeinkaufspreis ihren Verkaufspreis.

    Je höher der Pauschalsatz (10,7%), desto ungünstiger für den Fiskus.

    In diesem Zusammenhang:

    Der Gasoxamat funktioniert ja mit Butan zur Winterbehandlung nur zäh, da muss man alle paar Völker die Kartusche wechseln und anwärmen.

    Bessert sich das deutlich mit Propan oder Butan-Propan?

    Danke für Erfahrungsberichte.

    Jetzt hab ich eigene Erfahrungen:

    Es gibt auch Butan/Propan-Gemisch in der 227g Kartusche.

    Damit brennt der Brenner auch bei Kälte auf Vollgas.

    Ergibt eine deutliche Zeitersparnis.

    Vom Pferd erzählt hier aber vor allem einer...

    SuperIdee : Das ist schon ärgerlich, was du hier alles Falsches durcheinanderschmeißt.

    Weder muss ein Imker Land bewirtschaften, um Landwirt zu sein, noch ist es unmöglich, 70 Völker neben einer normalen Berufstätigkeit zu führen.

    Und wer nicht mehr als 70 Völker hat, der gibt pauschal 1000.- Gewinn aus Landwirtschaft in seiner Einkommensteuererklärung an und kann sämtliche Aufzeichnungen direkt wegschmeißen, wenn er möchte. Gerade diese Nichtverpflichtung zur Führung des tagesaktuellen Kassenbuches ist ja ein besonderer Vorteil im Zusammenhang mit dem §13a EStG.

    Wurde alles schon reichlich oft so festgehalten, kannst du aber auch alles nachlesen, z.B. bei Werner Burkhart oder auch bei WFLP.

    Wir haben in Nordbayern zu viele Rehe.

    Abwarten. 's Wölfle wird helfen.

    Da würde ich mir keine Hoffnungen machen.

    Mehr Wolf als hier im Moment wird's nicht (drei Wolfsangriffe in den letzten Wochen im 3km-Radius, an die zwanzig in den letzten Jahren).

    Beim Blick aus meinem Werkstattfenster oder auf dem Grünland rings um den Hof immer mehrere Gruppen Rehe gleichzeitig.

    In meinem Wald pflanz ich reichlich nach, manches kommt sogar durch.

    Ja, isso.

    Detail: Diese Grenze liegt aber zwischen dem 70. und dem 71. Volk.

    Würde diese Grenze (wieder) hochgesetzt, dann hätte man ja genau diese Steuerfreiheit und komplette Entbürokratisierung für Vollerwerbsbetriebe. Halte ich nicht für erstrebenswert.

    Von z.b. 166 Völkern steuerfrei könnte man, bei guter Vermarktung, schon ganz vernünftig leben.

    Meinst Du den 13a?

    Ja, klar.

    Der setzt ja quasi die Grenze zwischen Neben- und Vollerwerb: Bis 70 Völker Nebenerwerb, da ist's wenig Getüdel mit dem Finanzamt, wer darüber geht, der geht dann auch deutlich drüber (Der DBIB-Steuerberater Burkart empfielt entweder bis 70 oder aber mehr als 700 Völker;-))

    Diese Grenze wurde vor einigen Jahren von 166 Völkern heruntergesetzt.

    Ich finde die jetzige Größenordnung realistisch, wenn es darum geht, die Finanzämter vom Papierkrieg mit Nebenerwerbslandwirten zu entlasten. Das ganz große Geld ist da noch nicht zu machen, einen gewissen Anreiz, die 70 Völker dann auch zu bewirtschaften, gibt es aber schon.

    Wäre sie deutlich höher (so wie früher), dann beträfe sie auch Vollerwerbsbetriebe.

    In der neuesten Ausgabe von "der Berufsimker", dem Mitgliedsrundbrief des DBIB, findet sich ein offener Brief an die Bundeslandwirtschaftsministerin, der die Lage der erwerbsorientierten Imkerei in Deutschland darstellt und gegen Ende konkrete politische Forderungen stellt:

    • Steuerbefreiung der Imker
    • Befreiung von der Verpackungsordnung und den Abgaben
    • Volldeklaration der Herkunftsländer auf den Honigetiketten
    • Befreiung von der Maut
    • Fördergelder analog den Flächenprämien
    • Erschwerniszulagen
    • Ausgleichszahlungen bei Ernteausfällen, Vergiftungen und Winterverlusten


    Frage an die anderen DBIB-Mitglieder: Seit wann gibt es Forderungen in dieser Art als offiziellen Verbandskonsens?

    Mir war das in diesem Ausmaß neu.

    Ich war bis jetzt immer froh (auch meinen Bekannten aus anderen landwirtschaftlichen Sparten gegenüber), dass aus unserem Berufsverband nicht unter großem Gejammere nach der großen Geldspritze gerufen wird. War bisher für mich ein Alleinstellungsmerkmal der Imker, das mir sehr gefallen hat.

    Ich empfand die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Imker bisher auch immer als ziemlich günstig, verglichen mit anderen Landwirten.

    Aber ich hab auch nicht so eine Saison hinter mir, wie sie aus dem Süden Deutschlands berichtet wird...


    Gruß,

    Thomas

    Wählt die Losgröße nicht zu groß! Denkt an den Ernstfall. Sollte mal ein Los nicht in Ordnung sein und zurückgerufen werden müssen, muss das ganze Los zurück!

    Das kommt drauf an:

    Wer im etwas größeren Stil schleudert, mit Sumpf, Klärtank usw., der vermischt dadurch eh größere Mengen Honig, auch wenn er am Ende wieder in kleinere Gebinde abfüllt. Gäbe es jetzt später z.B. Probleme mit Grenzwertüberschreitungen von PSM oder sowas, dann müsste man aufgrund der Dokumentation prüfen, welche Gebinde z.B. am gleichen Tag durch den Absetzbehälter gegangen sind und die auch prüfen. Machts nicht wirklich einfacher.

    Aber auch z.B. Sortenanalysen hängen irgendwie dazwischen: Streng genommen gelten die dann nur für die homogene Charge aus dem einen Hobbock.

    Da finde ich dann etwas größere Chargen, die dafür aber recht sauber voneinander getrennt sind, besser.

    Aber auch da gibs natürlich wieder verschiedene Wege...

    Der Gasoxamat muss vorgeheizt werden, klein drehen, zur richtigen Zeit die Tablette werfen, und dann wieder nachheizen. Da ist der elektrische Klassen besser.

    Da hab ich andere Erfahrungen gemacht. Inzwischen find ich als Richtwerte ganz hilfreich:

    Brenner voll an, Tablette fallen lassen (ab ~150° nebelts), weiterheizen bis 220° angezeigt, Brenner aus. Wenn auf 50° abgefallen, den Oxamaten aufs nächste Volk und wieder von vorn.

    Je schwächer der Brenner brennt, desto mehr Verkrustungen gibt es.

    Deswegen will ich ja ein anderes Gas(-gemisch), weil das Butan bei Kälte nur sehr zögerlich ausströmt.

    Ich probiers mal.

    In diesem Zusammenhang:

    Der Gasoxamat funktioniert ja mit Butan zur Winterbehandlung nur zäh, da muss man alle paar Völker die Kartusche wechseln und anwärmen.

    Bessert sich das deutlich mit Propan oder Butan-Propan?

    Danke für Erfahrungsberichte.

    Der ist natürlich wirklich kompakt und anscheinend auch ziemlich günstig in der Anschaffung.

    Aber das Abladen wirkt ehrlich gesagt ziemlich hakelig und langsam. Das geht mit einem Kompaktlader natürlich bedeutend flüssiger.

    Dafür kann der Raupenstapler vermutlich wirklich mit den hier beschriebenen Steigungen umgehen, meinem Lader würde ich das nicht zutrauen.

    Und am Rande: Warum benutzt du zum Wandern einen Hochplanenanhänger? Wäre ein offener Hochlader nicht auch mit dem Raupenstapler schöner zu beladen?