Beiträge von Baudus

    Ja, das sind auch meine Erfahrungen und die Argumente für einen Brutraum. Ich möchte aber verstehen, was die Flachzargen als BR attraktiv macht.

    Hi beemax,


    hilfreich für das Verständnis zur Attraktivität von Flachzargen sind die Bücher von Josef Bretschko; insbesondere das Buch "Der Magazinimker" erschienen im Leopold Stocker Verlag, die erste Auflage 1973; ich habe die vierte überarbeitete von 1978.

    Bretschko war ein Doktorand Karl von Frischs und seiner Zeit weit voraus. Kapitel wie "Wechselbeziehungen und Steuerungsmechanismen im Bienenvolk" oder "Verschiedene Entwicklungstypen als Folge unterschiedlicher Brutrythmen" waren seinerzeit für mich ein Augenöffner. Auch heute noch unbedingt lesenswert. Heutige Bücher (und viele Forenbeiträge) sind sehr auf Betriebsweisen fokussiert, sind daher eher "Betriebsanleitungen". Betreibsanleitungen ohne tiefes Verständnis darüber, wie so ein Bien funktioniert, also über "Wechselbeziehungen und Steuerungsmechanismen" können zu allerlei Murks führen und tun es auch.


    Zur eigentlichen Frage (sorry wg Schwafeln): Bretschko war ein Protagonist des Zargentausches. Er überwinterte seine Völker auf drei Flachzargen, und führte bei der ersten Frühjahrsrevison einen Zargentausch durch, bei der zweiten, etwa 3 Wochen später, dann noch einmal. Wie er das machte, also welche Zarge von 1-2-3 nach wohin kam, hing von der Volksstärke, des Brutumfangs, und vor allen Dingen von dem Sitz des Brutnests ab. Möglich waren nach dem 1. Zargenwechsel nun 2-1-3, oder 3-2-1, oder 2-3-1. Am häufigsten machte er von 1-2-3 auf 3-2-1, nämlich dann, wenn die Hauptmenge an Brut sich nach der Auswinterung in der obersten Zarge befand. Die Zarge mit der meisten Brut wird ganz nach unten gesetzt, die (meist) brutfreie unterste Zarge kommt ganz obendrauf. Sitzt das Hauptbrutnest bei 1-2-3 nicht oben (auf 3) sondern in der Mitte (auf 2), wird 2-1-3 oder 2-3-1 gemacht, je nach Lage. Immer: Hauptbrutnest nach unten, Brutnest (sofern auf 2 Zargen verteilt) bleibt natürlich immer zusammen. Es gibt schöne Grafiken dazu.


    Ähnliche Überlegungen kommen 3 Wochen später zum 2. Zargenwechsel zur Anwendung. Zitat ...Das Brutnest ist als Ganzes zu betrachten und die Königin richtet sich bei der Ausdehnung des Brutnestes in die obere Einheit nach dem Brutumfang der mittleren Flachzarge. ... Das Prinzip ist im Grunde genommen ganz einfach: das Bienenvolk bekommt bis zum Trachtbeginn laufend eine Aufwärtsentwicklung des Brutnestes vorgetäuscht (Armbruster). Was einmal ausserhalb des zentralen Brutnestbereiches kommt, ist für die angestrebte Maximalausdehnung des Brutnestes für das Bienenvolk praktisch nicht existent.


    Bretschko führte auch für seine Völker auf Zander mit 2 Bruträumen regelmäßig Zargenwechsel durch, mit ähnlichen Argumenten. Ich selber machte das mit meinen 2-BR Zandervölkern früher auch, jetzt aber nicht mehr. Die Zanders haben aber bei mir immer noch 2 BR :saint: (siehe parallele Fäden) die Dadants ein Schied (dieses Jahr sehr spät gesetzt).


    Cheers,

    Baudus

    Hier ein Beispiel aus "alter" Zeit, vielleicht erinnert sich ja noch der eine oder andere:

    In den 50er und 60er Jahren konnten Imker steuerbefreiten Zucker als Winterfutter erwerben. (Ich weiß noch, daß mein Vater immer einen Antrag über die Zuckerzuteilung je nach Völkerzahl im Imkerverein stellen musste) Danach gab es dann die Zuteilung. Damit kein Schindluder getrieben wurde, wurde dem subventionierten Zucker von Staats wegen irgend ein Stoff beigemischt, der ihn rot färbte !

    Ihr glaubt gar nicht, wie viel rosafarbener Frühtrachthonig damals geschleudert wurde. :evil:

    Den Zucker gab's in 25 kg, wenn ich mich recht erinnere auch in 40 kg Säcken. "Irgendein Stoff" war simples, mikrokristallines, unlösliches, völlig ungefährliches Eisenoxid Fe2O3, von dem Spuren genügten, eine rote Brühe zu machen. An rosafarbenen Frühtrachthonig kann ich mich nicht erinnern, vielleicht auch deswegen, weil's damals im Hochschwarzwald überhaupt keine Frühracht gab (Schnee bis in den April) und der erste grössere Eintrag im Jahr aus der Himbeere kam.


    Der rote Zucker war steuerfrei. Früher gab's nämlich auch in Deutschland eine Zuckersteuer auf Rübenzucker, die 1993 (wie auch die Salzsteuer) abgeschafft wurde. Das Thema nimmt neuerdings wieder Fahrt auf wegen (aus Wiki): Mit Aussagen wie „Zucker macht krank“ und „es gibt keinen Bedarf, Zucker ... als Lebensmittel aufzunehmen“ werben Krankenkassen-Fachleute und die Nicht-Regierungs-Organisation Foodwatch für die Wiedereinführung der Zuckersteuer in Deutschland und werden dabei von Mitgliedern des Bundestags-Gesundheitsausschusses unterstützt."


    Es könnte daher schon sein, daß eine Zuckersteuer wieder kommt, vielleicht auch nur auf "elaborierte" Produkte wie Softdrinks, womöglich aber auch ganz vorne, bei der Zuckerproduktion. Passiert letzteres, werden wir womöglich auf steuerfreien roten Sirup zurückgreifen können 8). Dann könnte die Frage, ob denn Winterfutter in den Frühtrachthonig gelangt, auf einer breiten empirischen Basis beantwortet werden ;).


    Cheers,

    Baudus

    Baudus : und, wie ist die Blütezeit deiner beiden Ahornarten im Vergleich zu den nächsten Rapsfeldern?

    Dazu habe ich zum ersten Mal in 2017 Erfahrung machen müssen. Vorher habe ich in dieser Umgebung 10 Jahre lang rapsfrei geimkert. Zwei meiner 4 Stände waren in diesem Jahr von Raps "betroffen". Beim ersten waren's vielleicht 50-60 ha in 2,8 km Entfernung (Wald dazwischen), beim andern 2,5 km. Frühtracht war daher von diesen beiden Ständen ein Raps-Bergahorn-Gemisch. Blöd, weil Bergahornhonig, wenn ziemlich sortenrein, bis ins nächste Frühjahr flüssig bleibt und daher wenig Arbeit macht, ausserdem viel besser schmeckt. Sieht dieses Jahr wieder besser aus, weil dort Getreide ausgesät. Bin kein Rapsfan ...


    Danke fürs Interesse

    Baudus

    Bei mir gibt's im Umkreis aller Stände ausgedehnte Laubmischwälder mit grösseren Beständen sowohl von Spitz- wie auch von Bergahorn. Spitzahorn blüht früher und ergibt keine gute Tracht, spendiert aber prima Pollen. Bergahorn blüht später und honigt hervorragend. Daher ist das mein Frühjahrshonig, von Kunden sehr geliebt. Wenn diese Blüte langsam zu Ende geht, sind die hängenden Blütenträubchen -und nur die- häufig sehr belaust, was wahrscheinlich noch einen zusätzlichen Kick gibt. Grade zu diesem Zeitpunkt geht auch die Robinie auf. Meine Bienen gucken aber die Robinienblüten nicht an, solange der Bergahorn noch was hergibt. Deswegen gibt's meist mehr Ahornhonig als Robinie, auch in guten Robinienjahren.


    30 Bäume würde ich nicht anwandern, Spitzahorn überhaupt nicht.


    Cheers

    Baudus

    Zu grob- und feinkristallinem Honig in Stichworten einige Gedanken. Hilfreich dazu:

    https://www.ttk.kit.edu/downlo…_Praktikumsunterlagen.pdf

    https://www.laves.niedersachse…Honig-Kristallisation.pdf


    Ganz stark vereinfacht und deshalb im Detail nicht immer ganz richtig:


    1. Honige sind bei Raumtemperatur und darunter bezüglich ihres Zuckerspektrums übersättigt. Weil die Sättigung stark von der Temperatur abhängt wird bei höheren Temperaturen über 40 bis 50°C die Sättigung unterschritten, weshalb man sie dort komplett verflüssigen kann. Im Detail hängt das aber vom Zuckerspektrum und vom Wassergehalt ab.


    2. Bei Raumtemperatur und darunter sollten Honige also kristallisieren. Ob und wie sie das tun ist kinetisch bedingt, d.h. bestimmt durch das Zusammenspiel von Kristallbildungs- und Wachstumsrate. Wie die beiden sich verhalten sieht man im ersteren Dokument (dort auf die Eiskristallisation bezogen, aber universell gültig). Es gibt da zwei Glockenkurven, aus denen man entnehmen kann, dass die höchste Kristall(=Keim)bildungsrate (Maximum der Glockenkurve) fast immer bei niedrigeren Temperaturen liegt als diejenige für maximales Kristallwachstum.


    3. Hohe Kristall(=Keim)bildungsraten und relativ dazu niedrige Wachstumsraten begünstigt feinkristallinen Honig, umgekehrt wird grobkristalliner Honig draus. Im Detail natürlich immer abhänig vom Zuckerspektrum und Wassergehalt.


    4. Deshalb gibt das obige Laves-Dokument 5°C für die "beste" Kristallbildung, und 14-16°C für die "beste" Kristallisation an. Für welche "Art" Honig das gilt habe ich nicht rausgekriegt.


    5. Niedrige Viskosität (= höhere Mobilitat der Komponenten bei höheren Temperaturen -aber immer noch übersättigt- und höherem Wassergehalt) begünstigen die Wachstumsrate, aber nicht zwingend die Kristallbildungsrate. Daher ist an Jörgs Beobachtung, dass höhere Wassergehalte gröberen Honig machen können, etwas dran.


    6. Mit den Kristallbildungsraten oder auch, bei Honigen, Keimbildungsraten ist es schwierig, weil Honige, so wie wir sie behandeln, zunächst (nahezu) frei von Zuckerkristallen sind, aber jede Menge Kristallisationskeime anderer Art (Pollen, Propolis, unendlich viele andere Mikropartikel) enthalten, die als Starterkeime für Zuckerkristalle dienen können. Genau deswegen verwenden manche Honigverarbeiter weltweit das Verfahren des Filterpressings bei erhöhten Temperaturen. Die Honige bleiben danach "ewig" flüssig, d.h. übersättigt, weil gar keine Keime mehr da sind bzw. gebildet werden können. Das System ist kinetisch gehemmt.


    7. Deswegen ist Verflüssigung im Melitherm und nachfolgendes Impfen mit feinkristallinem Honig eine gute Methode. Man steigt mit einer bereits gebildeten Menge von Keimen ein (je nach Gusto) und macht mit einer günstigen (Temperatur !) Wachstumsrate weiter.


    8. Das alles ist ziemlich trivial. Erfahrene Honigmacher machen das aus dem Bauch.


    9. Ein Beispiel von mir: Im Schnitt gibt's im Sommer ungefähr 1t Lindenhonig. Über drei Wochen startet der hell (aus der Blüte) und wird gegen Ende immer bräunlicher (extrafloral, Läuse). Er kommt nach Schleudern in Eimer und kristallisiert sehr langsam. Der frühe eher, der spätere später. Zu Anfang des nächsten Jahres meist noch flüssig, nur leicht eingetrübt. Der frühere feinkristalliner, der spätere grober, mit im folgenden April/Mai mm-grossen Kristallen, aber immer noch abstechbar. Was im Frühjahr noch da ist, wird vermelithermt, die eine Hälfte flüssig vermarktet (bleibt im Glas noch einige Monate flüssig), die andere Hälfte geimpft (ist nach 3 bis 4 Wochen feincremig).


    Cheers,

    Baudus

    Honig ist bei -18 Grad nicht gefroren, somit auch keine Deklaration ...

    Du scheinst noch keinen Honig eingefroren zu haben.

    Oder wie soll man das sonst nennen, wenn er zuvor flüssig war und dann hart ist?


    Wolfgang

    Erhellendes zum Einfrieren von Lebensmittteln und Zuckerlösungen findet man hier, wie schon oben angemerkt:


    https://www.ttk.kit.edu/downlo…_Praktikumsunterlagen.pdf


    In Kürze, stark vereinfacht: Honig kann man nicht "einfrieren" weil man unter "Einfrieren" gemeinhin die - manchmal kinetisch gehemmte - Kristallisation von Wasser (im Lebensmittel) zu Eis versteht. Tiefgekühlter nicht kristallisierter Honig verändert, physikalisch-chemisch gesehen, seinen Aggregatzustand nicht ! Dass er "hart" wird (oder erscheint) liegt nur daran, das die Viskosität des Honigs dramatisch von der Temperatur abhängt, wie jeder weiß, der schon mal bei 10° und 30°C geschleudert hat. Bei ganz tiefen Temperaturen wird nur die Viskosität so hoch, dass er hart erscheint.

    Im obigen Dokument wird die "Gefrierkurve" einer Wasser-Saccharose-Lösung (Seite 5) dargestellt. Nehmen wir für den Honig vereinfacht eine Glucose-Fructose-Wassermischung an (letztere Komponente mit 20% oder so) dann würde die Gefrierkurve dieser Dreikomponenten-Lösung noch viel schneller und steiler nach unten hin verlaufen, abgesehen davon, dass die Zuckerkonzentration (Glucose + Fructose) 80% beträgt (ganz rechts im Diagramm; an Saccharose kriegt man bei Raumtemperatur knapp 70% ins Wasser - die Löslichkeitskurve - wie jeder weiß, der Zuckerwasser anrührt ). Andersrum gesagt: Man kriegt im Honig beim "Einfrieren" kein Eis "ausgefroren". Die Löslichkeitskurve für Glucose im Dreikomponentengemisch hätte wahrscheinlich eine ähnliche Steigung wie diejenige für Saccharose im Zweikomponentensystem. Dies würde im Prinzip bedeuten, dass tiefere Temperaturen das Auskristallisieren von Zuckerkristallen im Honig begünstigen würden. Dem steht aber die schnell sehr viel höher werdende Viskosität entgegen, die die Kristallisation wiederum behindert (mal abgesehen von Keimbildung und Wachstum - eine zusätzliche Komplexität). Daher das günstigste Fenster für Honigkristallisation bei 14 bis 16°C, empirisch schon ewig bekannt.


    Warum ist das interessant ? Ich bin/war Geologe und hab' mich jahrelang mit der Kristallisation von Granitschmelzen beschäftigt, im Labor und im Gelände. Wer schon mal Obsidiane gesehen hat weiß, dass das schnell abgekühlte "eingefrorene" Granitschmelzen sind, die keine Zeit zum Auskristallisieren hatten. Honig und Granite - alles eins ...


    Cheers

    Baudus

    Hi Jörg,

    ich kaufe meine TO-Gläser so, dass sie gleich in 12-er Kartons kommen. Mein Händler bietet Gläser lose auf Palette an (industrieverpackt), oder aber eben kartoniert (Palette mit 144 Kartons à 12 Gläser, kaum teurer als die losen). Hat sich als praktisch rausgestellt. Hier: http://www.hodum.com

    Cheers,

    Wilhelm


    So nebenbei, wer hat noch Infos über die Menge an Wachs aus dem Skandal aus 2011/2012? Kennt vielleicht sogar jemand das "Gift" was in den giftigen Paraffinmittelwänden war?

    Hi Markus, siehe hier:
    Waben abgesackt...


    Dieses Wachs aus 2011 war nicht giftig, jedenfalls nicht das von mir erworbene. Es bestand bloß zu mehr als der Hälfte aus Paraffin und führte zu zusammengesackten Waben.


    Zu Deinem Vergnügen hier ein Beispiel aus einem ausführlichen Emailverkehr zwischen mir und dem Vertreiber. Ich stelle aber nur eine mail von mir ein :


    Lieber Herr Kellmann,
    danke für Ihre freundlichen Weihnachtsgrüsse - und auch für Ihre Werbeprospekte, die sie mir gelegentlich schicken.
    Nun bin/war ich aber einer Ihrer schwierigeren Kunden, nämlich einer von denen, die in 2011 Mittelwände aus gepanschtem Wachs von Ihnen bezogen haben. Sie mögen sich vielleicht sogar noch dran erinnern, dass wir zweimal miteinander telefoniert haben. Immerhin hatten Sie mir damals diese 10 (oder waren's 20, ich weiss nicht mehr genau) kg Mittelwände ersetzt, und sogar die Kosten der Wachsanalyse von der Fa. Ceralyse übernommen. Soweit so gut. Ich habe auch gesehen, dass sie nach dem Wachsdesaster jetzt sogar selber zu analysieren scheinen. Glückwunsch zum Lernerfolg, ganz ohne Sarkasmus.
    Ich hatte Ihnen damals gemailt, dass wegen besagter Mittelwände 10 Ableger misslangen, weil sie in den Waben kein Brutnest aufbauen konnten. Diese schulden Sie mir immer noch ! Wenn Sie mir daher 10 Ableger (3-5 Waben, Dadant oder Zander) in der 2. Juni bis 1. Julihälfte 2015 zusammenstellen würden, können sie mich wieder als Kunden gewinnen. (Meine Imkerei hat derzeit um die 50 Völker). Ableger würde ich irgendwo abholen, wenn nicht gerade in Süddeutschland. Wenn das nicht geht, würde ich Sie bitten, mich aus Ihrer Kundenliste zu streichen und mich mit Infos zu verschonen.
    Verstehen Sie mich bitte richtig: Es geht hier nicht um Finanzielles, sondern um in jeder Hinsicht korrektes Gebaren. Daher: mit Ablegern können sie bei mir etwas gutmachen.
    ....

    Herr Kellmann hatte leider keine Ableger für mich, Prospekte bekomme ich aber weiterhin regelmässig 8).


    Cheers,

    Baudus

    Das tönt sehr sehr intetessant. Diese aufgezählten Artikel befinden sich alle in dem Buch "Biene und Bienenzucht"?

    Nein. Meine Aufzählung ist eine kleine Auswahl aus dem Literaturverzeichnis des Artikels, der in besagtem Buch erschienen ist. Der Artikel selber bringt eine 65-seitige Zusammenfassung seiner Arbeiten. Die Originalarbeiten sind meist in den damals populären Imkerszeitschriften erschienen.


    Baudus

    Nochmal zu Anton Büdel, der über die Meteorologie zur Bienenphysik kam: Im in #28 zitierten Artikel (im Buch von Büdel & Herold) zitiert er über 200 Originalarbeiten, von denen die Hälfte von ihm selbst bzw. ihm und Mitarbeiter stammen. Es lohnt sich, ihn zu lesen, weil er eine feine Art hat, empirische Wissenschaft zu präsentieren und dies ausgesprochen bescheiden und leserfreundlich tut. Diese Art der Präsentation ist leider nahezu ausgestorben, und ich weiß wovon ich hier rede.


    Seine Artikel haben meist richtig gute Titel. Ich nenne hier einige, ohne die Zitate aufzuführen. Wer will, kann selber suchen, also:

    "Honig und Luftfeuchtigkeit" (1948)

    "Der Wasserdampfhaushalt im Bienenstock" (1948)

    "Der Honig als Kältespeicher" (1949)

    "Der winterliche Wärmehaushalt und das Einengen" (1951)

    "Vorgänge beim Eindicken des Honigs" (1951)
    "Das Nebelwetter und die Stockfeuchte" (1951)

    "Das Honigraumflugloch" (1952)

    "Was geschieht, wenn wir das Volk einengen" (1956)

    "Was geschieht, wenn ein Schwarm die Kellerhaft erleidet ?" (1958)


    Und so weiter, und so fort. Schön seine Einleitung zum ausführlichen Literaturverzeichnis:


    "Das vorliegende Literaturverzeichnis erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die zahllosen spekulativen Betrachtungen über bienenphysikalische Vorgänge sind darin nicht enthalten.


    Cheers,

    Bausus