Beiträge von Baudus

    Die Rosskastanie bringt aber keinen Sortenhonig, in der Regel wegen fehlender Zahl von Bäumen noch nicht mal nennenswerte Mengen überhaupt. Es wird müßig an dieser Stelle. Wer als Imker bei Kastanie an die Rosskastanie denkt, sollte sich einfach noch ein wenig umhören statt aufzutrumpfen. Ich wollte eigentlich nur aufklären und dir helfen, nicht diskutieren.

    Bei mir gab's dieses Jahr auf zwei Ständen wieder mal Roßkastanie, im Schnitt einen dreiviertel Dadant - Honigraum pro Volk. Der Honig ist sehr dunkel, erscheint im Eimer fast schwarz und ist durch sein starkes Aroma schon gewöhnungsbedürftig. Das letzte Mal war's so in 2015, man hat's halt nicht so oft ...

    Rosskastanie hat dieses Jahr extrem lange geblüht und es fiel auf, dass sie selbst bei relativ niedrigen 13 bis 16° stark beflogen wurde. Wahrscheinlich wegen fehlender Konkurrenz.


    Cheers,

    Baudus

    Am südlichen Berliner Ring gestern magere 2,5 kg bei 17 bis 21°C und leichtem Wind. Es fällt auf, das die Blütenrispen der Robinien mit 15 bis 20 cm Länge weitaus kürzer ausfallen als im letzten Jahr (25 cm und darüber). Es scheint, als hätten sich die Bäume in 2018 doch arg verausgabt ... vom Wetter ganz abgesehen.
    Cheers

    Baudus

    Königinnenableger und danach nicht die Zellen brechen bis auf eine ist fast 'ne Garantie auf Nachschwärme.

    Und selbst eine einzige stehengebliebene Zelle garantiert nicht, daß es vorbei ist ! Es ist nicht selten, daß sofort Nachschaffungszellen angezogen werden und sich die geschlüpfte Königin via Schwarm davonmacht.


    Cheers

    Baudus

    Beim Abfüllen habe ich Restbestände von 200 Twist-Off Deckeln verwenden wollen, die 2 Jahre lang bei Raumtemperatur luftdicht verschlossen gelagert waren. Alle sahen einheitlich so aus :


    Deckel 2.jpg


    Die Dichtungsmasse hat entgast (?), Blasen und ein ganz dünner öliger Film haben sich gebildet. Meine Frau - ausgestattet mit einer sehr guten Nase - meint einen ganz schwachen Duft nach Lösungsmitteln wahrzunehmen. Das ist nicht schön. Die Deckel wurden in Kartons zu je 800 Stück (zusammen mit Gläsern) bei einem Glasgroßhändler erstanden.


    Fällt jemandem von Euch etwas dazu ein ?


    Grüsse

    Baudus


    Überfliegen Bienen so lange Waldstücke eigentlich?

    Ja, tun sie, meine jedenfalls. In 2017 gab's östlich von einem meiner Stände ein 60 ha Rapsfeld, mit 3,6 km dichtem Kiefernwald dazwischen, ein ganz breiter Streifen, nicht zum umfliegen. 20 Völker brachten im Schnitt je einen DD-Honigraum Rapshonig, schalteten dann aber bald auf Bergahorn um. Völker eines Kollegen standen direkt am Feld => vier Honigräume.


    Cheers

    Baudus

    Hi Kruppi & beemax,


    hatten wir doch schon ein paar Mal:

    5° => Keimbildungsrate größer als Keimwachstumsrate => Honig feiner

    20° => Keimwachstumsrate größer als Keimbildungsrate => Honig gröber
    Ich benutze gelegentlich auch mal eine grosse Tiefkühltruhe. Früher war da Schleppwild drin, eingefrorene Füchse, Marder und dergleichen, für die Jagdhundeausbildung. Da passen gut 200 Gläser rein. Honige, die sich mit dem Kristallisieren schwer tun werden mit 10 % feincremigem Impfhonig aus einer vorherigen Charge z.B. im 50 kg Abfüller homogenisiert (dauert keine 5 Minuten) und danach ohne weiteres Rühren gleich in Gläser abgefüllt. Die kommen dann in die Truhe. Ich warte, bis minus 18° erreicht sind und ziehe dann den Stecker. Es dauert etwa 5 Tage bis sich Raumtemperatur da drin einstellt. Dann kommen sie raus ins Regal. Das fünftägige Durchlaufen des Temperaturgradienten scheint die Keimbidungsrate prächtig zu beeinflussen; der Honig im Glas ist dann (bei RT) nicht oder kaum mehr fließfähig und braucht dann noch zwei, drei Wochen um im Regal/Karton den gewünschten Endzustand (ziemlich fein, nicht superfein - gefällt mir besser) zu erreichen.

    Dieses Prozedere vermeidet langwierige Rührerei (wenn man kein Rührwerk hat), hat aber den Nachteil des mehrmaligen Umladens von Gläsern.


    Cheers

    Baudus

    Die älteren (sehr guten) Versionen dieses Standardwerkes sind von einem Verlag publiziert worden. Diese neue Version ist im Selbstverlag erschienen und hätte eine professionelle Lektorierung und Editierung dringend notwendig gehabt.
    mfG

    Baudus

    Exemplarisch kann man den Unterschied Pfefferle/Liebig sehr schön an den beiden Abschnitten (jeweils 3-4 Seiten) zum Absperrgitter sehen:

    "Warum mit Absperrgitter imkern" - Liebig, S. 26-28, in der 2. Auflage 2002

    "Das Absperrgitter" - Pfefferle, S. 59-62, in der 12. Auflage 2005


    Zum Veraltet-Sein:

    In zweien meiner Lieblingsbücher (Weiß und Pfefferle) nimmt die Beschreibung der Zwischenablegerbildung (in all ihren Varianten) einen großen Raum ein, und wird "als sicherste Methode" (Pfefferle) zur Schwarmverhinderung propagiert. Bei Weiß ist es ein Zwischenableger (mit Fliegengitter), bei Pfefferle eigentlich ein Zwischen"boden"ableger, der bei Liebig auch so heißt. Letzterer, etwas "moderner" (modern hat viele Vor- und Nachteile) sieht Zwischenableger schon skeptischer.


    Vor vierzig Jahren war das bei mir Standard. Jetzt habe ich seit Jahren keinen mehr gemacht, und ich kenne auch niemand in meiner Umgebung, der noch so arbeitet. Also doch veraltet ???


    Cheers,

    Baudus