Beiträge von Baudus


    Mehr als 2 Vollzargen(DNM,Za, Ls) bringt keine Vorteile ...

    Stimmt, aber auch keine Nachteile. Bei mir überwintern gelegentlich eine handvoll Zandervölker auf drei Zargen genau so gut wie auf zweien. Sei es, weil ich zu faul war, den letzten drittelgefüllten Honigraum abzunehmen, oder ich im Oktober noch den einen oder anderen übrigen Ableger einfach aufgesetzt habe. Ich kann dann im folgenden März die unterste Zarge entspannt brut- und bienenfrei entnehmen, dauert keine zwei Minuten.


    Cheers

    Baudus

    Ach Jörg, auf einem meiner Stände haben ein paar Völker jetzt schon mehr als das Endgewicht. Viel mehr. Es gibt da mindestens 12 Stände von Kleinst- und Kleinmkern im 1500 m Radius und daher kommt's, das Gewicht :(. Ein Elend isses ...


    Cheers,

    Baudus

    Zitat

    Frühtracht ist zwecks Hefen auch anfälliger, sprich gährungsgefährdeter als Spättrachthonig.

    ...weil..? :/

    Gründe hab' ich keine, aber Erfahrungswerte. Bei mir stehen im Souterrain ganz viele Gläser 'rum als Rückstellproben, bei 16°C im Winter und gut 20°C im Sommer, mit Abfülldatum und Wassergehalt drauf.


    Zum Beispiel ein flüssiger Lindenhonig mit 18.8 % Wasser aus 2014. Phasentrennung im Sommer 2015, aber bis heute keine Gärung. Derselbe Honig, in 2014 geimpft und cremig gemacht mit bester Konsistenz bis heute auch nicht. Linde gärt bei mir überhaupt nicht, auch nicht mit viel Wasser. Deshalb nehme ich lindenhonigfeuchte Waben im Lager über den Winter.


    Ähnlich meine Robinienhonige, alle seit Jahren noch flüssig, von 14.8 % Wasser (2018) bis 18.3 % (2013). Keine Gärung.


    Aus all den Proben seit 2012 ist nur ein Rapshonig aus 2017 mit 19.1 % Wasser in Gärung gegangen, und das noch im Spätsommer des gleichen Jahres. Raps gärt leicht, wie jeder weiß. Man mag über allerlei Gründe spekulieren: (i) Verhältnis von Glucose zu Fructose besonders hoch, oder (ii) viel hefereicher Pollen, oder (iii) unbekanntes oder eine Kombination von allen.


    Mein Refraktometer ist solide geeicht.


    Cheers,

    Baudus


    @ immi

    Nur ein Verdacht.....;) Weil, ich sehe nix an DWV, und da spielen Neonics ganz bestimmt ne Rolle.

    An Deinem Verdacht ist vielleicht was dran. Ich hatte heuer wieder ein paar Milbenschleudern, bei denen Mitte Juli nach AS-Behandlung weit über zehntausend Milben fielen; Schieber vollkommen schwarz, wie schon zu Anfang der 1980er Jahre. Dennoch habe ich überhaupt keine Krabbler gesehen, wie auch damals nicht; siehe oben.


    Bei der überwiegenden Mehrzahl meiner Völker ist der Befall normal, gering oder unbedeutend. Ich verstehe bis heute nicht, warum (bei gleicher Völkerführung und -behandlung bzw. Nichtbehandlung) es an jedem Stand ein, zwei Kandidaten gibt, die Milben derart attrahieren und dies jedes Jahr aufs Neue.


    Cheers

    Baudus

    Nochmal Brandenburg: gestern und heute in der Frühe Bienenfluchten gesetzt. Bei mir honigte die Robinie bei warmen Wetter nur drei Tage ordentlich und gab im Schnitt gut einen Honigraum. Im letzten Jahr waren's aber mindestens vier.


    Cheers

    Baudus


    Es scheint erstaunlicherweise tatsächlich - sehr selten und bei optimalen Bedingungen und Regionen - auch einigen anderen Imkern zu gelingen, eine Art Sortenhonig mit Rosskastanie hinzubekommen.


    Hat sich dieser Faden also schon mal gelohnt, denn ich habe bis dato gelernt, dass aus Rosskastanie nie was werden kann, weil zu wenig Masse und meistens eben auch zu viel Konkurrenzangebot.

    Ich hab' einen Kollegen in Wien, der erntet regelmäßig Roßkastanie. Er hat mir mal erzählt, dass es in Wien über zwanzigtausend Park- und Alleenroßkastanien gibt. Selber habe ich große Bestände auf dem (riesigen) Wiener Zentralfriedhof gesehen. Dort sieht es heute immer noch so aus wie 1949:



    Zwei Minuten Filmgeschichte. Unbedingt Ton an: Harry Lime Theme. "Be sensible, Martins" - "Haven't got a sensible name, Calloway." Alida Valli, seufz. Und Joseph Cotten, die letzten Sekunden mit der ultimativen Raucherszene der Filmgeschichte.


    Und diese tollen Trachtbäume !


    Cheers,

    Baudus

    Und, schreibst du Rosskastanienhonig drauf?

    Da muss man aber schon viele Bäume haben. Gesehen habe ich noch niemals welchen (als Rosskastanienhonig im Glas etikettiert meine ich).

    Mach ich, wenn es a) genug gibt und b) ich mir die (viele) Mühe machen will, die Waben einzeln sauber zu trennen. Ich guck, wenn ich Zeit habe, auch das Pollenspektrum im Mikroskop an (bin da aber kein Spezialist, nur angelernter Amateur). Einer meiner Stände befindet sich am Rand einer alten langen Nebenstraße, die heißt Kastanienallee (sind aber Roß- ;)) und die davon abzweigenden Fahrwege sind auch mit welchen bestanden. Ein paar hundert (alte) Bäume werden's schon sein.


    Ich hab' 2016 mal einen Hobbock von diesem 2015-er Honig an eine bekannte Imkerin abgegeben. Diese habe ich im Herbst 2018 in Donaueschingen getroffen, wobei sie erklärte, sie würde immer noch von diesem Superhonig essen. Indessen finde ich, dass Roßkastanienhonig stinkt ...


    Ich hatte zum IFT-Treffen 2016 ein Glas davon zur Bewertung mitgebracht. Er landete im hinteren Mittelfeld. Ein dort anwesender (vermeintlicher ?) Spezialist hatte aber die Sortenreinheit angezweifelt ...


    Cheers,
    Baudus

    Die Rosskastanie bringt aber keinen Sortenhonig, in der Regel wegen fehlender Zahl von Bäumen noch nicht mal nennenswerte Mengen überhaupt. Es wird müßig an dieser Stelle. Wer als Imker bei Kastanie an die Rosskastanie denkt, sollte sich einfach noch ein wenig umhören statt aufzutrumpfen. Ich wollte eigentlich nur aufklären und dir helfen, nicht diskutieren.

    Bei mir gab's dieses Jahr auf zwei Ständen wieder mal Roßkastanie, im Schnitt einen dreiviertel Dadant - Honigraum pro Volk. Der Honig ist sehr dunkel, erscheint im Eimer fast schwarz und ist durch sein starkes Aroma schon gewöhnungsbedürftig. Das letzte Mal war's so in 2015, man hat's halt nicht so oft ...

    Rosskastanie hat dieses Jahr extrem lange geblüht und es fiel auf, dass sie selbst bei relativ niedrigen 13 bis 16° stark beflogen wurde. Wahrscheinlich wegen fehlender Konkurrenz.


    Cheers,

    Baudus

    Am südlichen Berliner Ring gestern magere 2,5 kg bei 17 bis 21°C und leichtem Wind. Es fällt auf, das die Blütenrispen der Robinien mit 15 bis 20 cm Länge weitaus kürzer ausfallen als im letzten Jahr (25 cm und darüber). Es scheint, als hätten sich die Bäume in 2018 doch arg verausgabt ... vom Wetter ganz abgesehen.
    Cheers

    Baudus

    Königinnenableger und danach nicht die Zellen brechen bis auf eine ist fast 'ne Garantie auf Nachschwärme.

    Und selbst eine einzige stehengebliebene Zelle garantiert nicht, daß es vorbei ist ! Es ist nicht selten, daß sofort Nachschaffungszellen angezogen werden und sich die geschlüpfte Königin via Schwarm davonmacht.


    Cheers

    Baudus

    Beim Abfüllen habe ich Restbestände von 200 Twist-Off Deckeln verwenden wollen, die 2 Jahre lang bei Raumtemperatur luftdicht verschlossen gelagert waren. Alle sahen einheitlich so aus :



    Die Dichtungsmasse hat entgast (?), Blasen und ein ganz dünner öliger Film haben sich gebildet. Meine Frau - ausgestattet mit einer sehr guten Nase - meint einen ganz schwachen Duft nach Lösungsmitteln wahrzunehmen. Das ist nicht schön. Die Deckel wurden in Kartons zu je 800 Stück (zusammen mit Gläsern) bei einem Glasgroßhändler erstanden.


    Fällt jemandem von Euch etwas dazu ein ?


    Grüsse

    Baudus