Beiträge von Baudus

    Die Bienen arbeiten bei WZ sehr präzise ...

    Hi Rainer,

    das hätten wir wohl gerne, glauben wir deshalb auch gerne, vor allem weil es überall steht. Ich bin hier, wie auch sonst immer bei den Zweiflern, hab' aber keine genauen eigenen Aufzeichungen/Daten nur "Gefühlsentwicklung" über die Jahre.

    Hans Peschetz jedenfalls gibt in seinem wunderbaren Buch: Der Weg zur besten Honigbiene (Das Bienenbuch für alle) - Verlag Plötz und Theiss, Wolfsberg (AU), erschienen 1947, 336 Seiten, für die Entwicklungstage der Königin 15 bis 17 Tage an. Das Buch ist spaßig zu lesen !


    Cheers,

    Baudus







    .... ist der erste Teil der Kritik, der 2. ist: Es steht einfach nicht viel drin, große Bilder, viel Rand und somit viel weißes Papier.

    Bis bald

    Marcus

    Alle neuen und neuaufgelegten Bienenbücher, die im Verlag Buschhausen erscheinen kranken daran, hier:

    https://2bienen.de/buschhausen-verlag/

    Man vergleiche dazu die älteren Bücher aus dem längst dahingegangenen Ehrenwirth-Verlag. Nicht peppig, aber inhaltsstark.

    Cheers,

    Baudus

    Wenn die Bedingungen gut sind, dann gibt es ordentlich Nektar - die Robinie ist aber eine "Diva"! Daher ist da bei und vielleicht alle drei bis vier Jahre mal der Fall, und dann müssen die Völker auch stark sein.

    Harold, hast recht. Ich hab' nochmal nachgesehen bezüglich der Diva. Honigertrag aus der Robinie der letzten acht Jahre bei mir (in Dadant-Honigräumen; Schnitt von vier festen Ständen; alle Völker, nicht nur die ganz starken; keine Wanderung):


    2013: eineinhalb

    2014: einer

    2015: vier

    2016: eineinhalb

    2017: null

    2018: dreieinhalb

    2019. einer

    2020: null


    Cheers,

    Baudus

    Mir kommt es so vor, als würde die Qualität guter Imkerbücher mit dem Lebensalter der Autoren korrelieren:


    Karl Kehrle wurde 98

    Friedrich Karl Böttcher 95

    Karl Weiß 94

    Karl Pfefferle 91

    (alle mit Karl, ist das Zufall ?)


    Daher für lebende Autoren: die Zukunft wird's weisen 8)


    Cheers

    Baudus

    Baudus! Wo gibts den Vortrag? Magste den am IFT nächstes Jahr nochmal halten?

    Na, der Vortrag war gehalten für Anfänger ohne wirkliche Erfahrung die, viel gelesen habend, sich im Gestrüpp der Meinungen über Betriebsweisen total verheddert haben. Vortrag ging über das "Ticken" des Biens, und wie unterschiedliche Betriebsweisen auf ganz verschiedene Art und Weise versuchen, diesem Ticken synchron nachzufolgen. Für IFTler viel zu sehr "basics". Trotzdem danke für's Interesse.


    Cheers


    Baudus

    (der infolge einer ekligen Rippenprellung (Schmerzen, kein bücken, kein heben) derzeit nichts anderes machen kann, als eben ein paar von jenen Anfängern bei der Durchsicht seiner Völker zu beaufsichtigen ... )

    Der "crucial point" bei der Kippkontrolle im zweizargigen Zanderbrutraum liegt in den schmalen Unterträgern. Wenn's dort keine Zellen gibt, gibt's nirgendwo welche. Gibt's dort welche, gibt es sie überall. Meine Erfahrung gestützt auf vielleicht 30 Jahre mit im Schnitt 25 Völkern auf Zander. Nehmen wir im Schnitt 3 Kippkontrollen pro Volk und Jahr, hab' ich das wohl 2250 mal gemacht :saint:.

    Davon abgesehen ist das Kippen während der Kontrolle - erst recht noch mit HR obendrauf - für mich kaum zu handeln.

    Das kommt auf die Kiste an. Mit Liebig-Beuten geht's schlechter. Viel besser dafür sind Herold-Kisten, weil die einen Innenfalz haben. Die Beuten verkleben dabei nicht, und es gibt kein "Zurückziehen" des oberen Brutraums (mit Honigraum) darüber und auch kein Verrutschen in irgendeine Richtung.


    Kippkontrolle: Stehend gehts nicht, man muß kauern, wenn die Kisten nicht hoch stehen. Smoker griffbereit stellen. Zuerst mit dem Stockmeißel rechts und links den oberen vom unteren Brutraum lösen. Dann mit der linken Hand links die Griffleiste leicht hochdrücken (schwer). Unterstützen mit Stockmeißel rechts. Festhalten. Stockmeißel mit der rechten Hand auf der rechten Seite ziemlich senkrecht in die schmale Furche zwischen Innenfalz und Beutenaussenwand des oberen Brutraums ansetzen und gleichzeitig beidseitig hochdrücken (geht leicht). Die Oberteile in Waagstellung bringen und mit der linken Hand an der Griffleiste festhalten (ganz leicht, kein Gewicht mehr auf der Hand). Stockmeißel weglegen (die Kisten werden mit der linken Hand an der Griffleiste in Waagstellung gehalten). Smoker mit der rechten Hand greifen, Rauchstoß, abstellen, Stockmeißel greifen, gucken, mit dem Stockmeißel allfällige Zellen oder Spielnäpfchen auf Inhalt prüfen. Gegebenfalls nochmal Rauch. Kisten langsam, auf beiden Seiten gestützt (links Hand an Griffleiste, rechts mit Stockmeißel) wieder runterlassen. Kein Geschiebe, kein garnichts. Dauert eine Minute, nicht so lang wie's Schreiben.


    Also: Vor kurzem habe ich einen Vortrag gehalten warum Dadant-Kisten (für mich) viel besser sind als Zanderkisten, und das aus voller Überzeugung (nicht à la Boris Johnson). Ich hab' das obige mal geschrieben, weil ich glaube, daß "Kippkontrolle" hier im Forum zu Unrecht in Verruf geraten ist.


    Nichts für Ungut

    Baudus

    Für einen Vergleich Schwarmkontrolle im Dadant vs. Zander mit 2 Bruträumen bin ich vielleicht (?) kompetent, weil ich seit Jahren beide Kisten verwende. Ein reales Beispiel von Stand Nr. 2 von letztem Wochende. Voraussetzung: Kippkontrolle im Zander als Diagnosemittel funktioniert! Das tut sie tatsächlich bei mir, weil die Rähmchen schmale Unterträger haben.


    Auf Stand Nr. 2 stehen 18 Völker, 9 auf Zander, 9 auf Dadant (12er). Die Zanders haben 1 oder 2 Honigräume drauf, die Dadants 2 oder 3. Im Schnitt sind bei den Zanders eineinhalb Honigräume voll, bei den Dadants zwei.


    Wir fangen an bei den Zanderkisten: 2. Honigraum runter, einer kann draufbleiben. Bei anschließender Kippkontrolle (1 Minute) kommt raus, dass 3 Völker gepflegte Zellen haben, die anderen keine. Bei ersteren kommt der 1. Honigraum runter, 20 Rähmchen im Brutraum werden durchgeguckt und Zellen gerupft. Das dauert, ganz großzügig gerechnet alles in allem 15 Minuten pro Volk. Zeitaufwand: 6 x 1 Minute plus 3 mal 10 Minuten = eine knappe dreiviertel Stunde. Vorteil 6 Völker bleiben ganz ungestört, nur ein oder kein Honigraum pro Volk gelupft. Nachteil: von 6 Völkern kein Info über Brutnest etc, 20 Waben abschütteln ist Schinderei.


    Bleiben die 9 Dadantkisten. 3. Honigraum runter (bei denen die einen solchen haben), 2. Honigraum runter, 1, Honigraum runter. Durchsicht, sagen wir im Schnitt 4 diagnostisch Brutwaben angeguckt. Wiederum haben 3 gepflegte Zellen brauchten also Therapie, von diesen alle Waben abschütteln und rupfen. 2 oder drei Honigräume wieder drauf. Zeitaufwand inklusive Honigraumheben 4 Minuten pro Volk, bei den gerupften und abgeschüttelten eine Minute mehr. Zeitaufwand 6 x 4 plus 3 x 5 Minuten, wiederum eine knappe dreiviertel Stunde. Nachteil: 25 Honigräume gelupft, alle Völker gestört. Vorteil: Hier hat man alle Brutnester gesehen. Schütteln von weniger Waben (6 oder 7).


    Summary :saint:: Bezüglich Schwarmkontrolle sind die Zanders bei der Diagnose klar im Vorteil: die, die keine Therapie brauchen, werden schnell und einfach erkannt. Therapie langwierig, blöd zu machen. Bei den Dadants ist Diagnose im Vergleich langwieriger, Therapie einfacher.


    Abgesehen von der Schwarmkontrolle haben Dadant-Kisten viele andere Vorteile. Deswegen hab' ich ja welche ....


    Cheers

    Baudus

    warum er zum VSH Test die Brutzellen nicht einsticht, sondern mit flüssigem Stickstoff einfriert.

    Sein Argument dazu ist überzeugend: Der Nadeltest lässt beim Zurückziehen der Nadel eine Spur Substanz der eben getöteten Puppe an den Zelldeckelrändern zurück, und es könnte sein, dass die Bienen darauf reagieren.

    Beim Abtöten mit flüssigem Stickstoff (Blechdose mit Stickstoff auf die Brut stellen, 5 min warten, wieder einhängen) bleiben die Zelldeckel unversehrt, und die Bienen können so das gewünschte Hygieneverhalten zeigen, so sie es denn haben.


    Cheers

    Baudus

    Die meisten Posts hier suggerieren Dr. L. hätte die "Kippkontrolle" erfunden; aber diese tolle Diagnose - (nicht Therapie -) Methode ist lang bekannt und angewandt, z.B.:

    "... wer in 2 Räumen brüten lässt, lüfte nur ein wenig den oberen Brutraum. Ist das Volk schwarmlustig, findet man meist schon hierbei Schwarmzellen, die oft an den unteren Rändern der oberen Brutwaben angesetzt werden, besonders wenn die Rähmchen schmale Unterträger haben ... F.K. Böttcher, Bienenzucht als Erwerb. Ein Handbuch für den wirtschaftlich arbeitenden Imker. 3. Auflage 1973, p. 136.

    Dabei geht "Lüften" bei der Herold- leichter als bei der Liebig-Kiste, weil wegen der Innenfalze beim Lüften ein (schwerer) Honigraum draufbleiben kann. Ich wäre Anfang der 1970er Jahre beinahe Erwerbsimker geworden (siehe Böttcher). Leider ließ sich unsere Landkommune nicht so recht verwirklichen, so wie viele utopische Projekte jener Zeit scheiterten.


    Cheers

    Baudus (bekennender Lüfter und Kipp-Controller)

    U.a. wird auch unser Honig im REWE verkauft. Verkaufspreis ist 7,99 €. Der Honig im TO-Glas mit eigenem Etikett steht im "Regionalregal" (ohne Barcodes) zusammen mit anderen relativ hochpreisigen Waren (regionale Schnäpse, Sanddornprodukte, und dergleichen). Ich bringe den REWE-Leuten etwa 5 Kartons pro Monat vorbei, macht 700 bis 800 Gläser im Jahr. Ich nehme 5 €. Der REWE - Mann findet das nicht zuviel für mich <X.


    Cheers

    Baudus